Angewendet bei: Prävention der Transplantatabstoßung
Art der Anwendung: oral
Substanz: Mycophenolatmofetil (Immunsuppressivum)
ATC: L04AA06 (ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | IMMUNSUPPRESSIVA | Selektive Immunsuppressiva)
Während der Behandlung ist eine zuverlässige Verhütung erforderlich.
Dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht anwenden.
Vermeiden Sie Lebendimpfstoffe während der Behandlung, wenn sie kontraindiziert sind.
Dieses Arzneimittel kann das Infektionsrisiko erhöhen.
Dieses Arzneimittel kann wichtige Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.
Dieses Arzneimittel kann die Anzahl der Blutzellen verringern.
Dieses Arzneimittel kann die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen.
Mycophenolat ist ein Immunsuppressivum, das zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen wie Nieren, Leber oder Herz eingesetzt wird. Es wird häufig in Kombination mit anderen Immunsuppressiva wie Ciclosporin und Kortikosteroiden verwendet. Mycophenolat wirkt, indem es die Vermehrung von T- und B-Lymphozyten hemmt und so die Immunreaktion gegen das transplantierte Organ reduziert.
Mycophenolat ist als Mycophenolatmofetil (MMF) oder Mycophenolat-Natrium (MPS) erhältlich, die beide oral eingenommen werden, in der Regel zweimal täglich, gemäß den Anweisungen des Arztes. Die genaue Dosierung hängt von der Art der Transplantation und dem Zustand des Patienten ab.
Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen und Infektionen, da das Medikament das Immunsystem unterdrückt. Weitere Nebenwirkungen können Anämie, Leukopenie (niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen) und ein erhöhtes Risiko für schwere oder opportunistische Infektionen sein.
Mycophenolat ist bei schwangeren Frauen kontraindiziert, da es schwere Geburtsfehler verursachen kann. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und mehrere Wochen nach Absetzen des Medikaments eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Eine regelmäßige Überwachung ist wichtig, um mögliche Nebenwirkungen zu erkennen und die Dosierung bei Bedarf anzupassen.