LIPROLOG MIX25 KWIKPEN 100U / ml injektionssuspension merkblatt medikamente

A10AD04 Insulin lispro • ALIMENTÄRES SYSTEM UND STOFFWECHSEL | INSULINE UND ANALOGA | Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkend

Insulin Lispro ist ein schnell wirkendes Insulin, das zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels bei Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Insulinanalogon, was bedeutet, dass seine Struktur im Vergleich zu natürlichem Humaninsulin leicht verändert wurde, um nach der Verabreichung schneller zu wirken. Insulin Lispro wird typischerweise vor den Mahlzeiten verwendet, um schnelle Blutzuckerspitzen durch die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren.

Dieses Insulin beginnt etwa 15 Minuten nach der Injektion zu wirken, erreicht seine maximale Wirkung nach 30-90 Minuten und hält etwa 3-5 Stunden an. Aufgrund seiner schnellen Wirkung wird Insulin Lispro häufig in Kombination mit länger wirkenden oder Basalinsulinen verwendet, um eine langfristige Blutzuckerkontrolle zu gewährleisten.

Obwohl Insulin Lispro wirksam ist, erfordert seine Anwendung Vorsicht. Die Dosis muss an den Blutzuckerspiegel, die Nahrungsaufnahme und die körperliche Aktivität angepasst werden. Hypoglykämie (ein zu niedriger Blutzuckerspiegel) ist die häufigste Nebenwirkung und kann Symptome wie Schwindel, Schwitzen, Zittern oder Verwirrung verursachen. Es ist wichtig, dass Patienten immer eine schnell wirkende Zuckerquelle zur Hand haben, um eine Hypoglykämie zu behandeln.

Insulin Lispro sollte gemäß den Anweisungen des Arztes verwendet werden, und die Patienten sollten ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig überwachen. Eine korrekte Injektionstechnik ist entscheidend, und Injektionen sollten in Bereichen mit Reizungen oder Narben vermieden werden. Bei schweren Nebenwirkungen oder Schwierigkeiten bei der Blutzuckerkontrolle ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Allgemeine Daten zu LIPROLOG MIX25 KWIKPEN 100U / ml

Substanz: Insulin lispro

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-07-2013

Handelsgesetzbuch: W53316002

Konzentration: 100U / ml

Pharmazeutisches Formblatt: injektionssuspension

Verpackungsvolumen: 3ml

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: LILLY FRANCE SAS - FRANTA

Zulassungsinhaber: ELI LILLY NEDERLAND BV - OLANDA

Zulassungsnummer: 195/2008/02

Haltbarkeit: 2 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Insulin lispro

100U/ml, 100UI/ml, 200 U/ml, 200U/ml

Andere ähnliche Substanzen wie Insulin lispro

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels LIPROLOG MIX25 KWIKPEN 100U / ml injektionssuspension

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Liprolog Mix25 100 Einheiten/ml, Injektionssuspension in Patronen

Liprolog Mix25 100 Einheiten/ml KwikPen, Injektionssuspension in einem Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jeder ml enthält 100 Einheiten Insulin lispro* (entsprechend 3,5 mg).

Liprolog Mix25 besteht zu 25% aus einer Insulin lispro Lösung und zu 75% aus einer Insulin lispro

Protamin Suspension.

Patrone

Jede Patrone enthält 300 Einheiten Insulin lispro in 3 ml Suspension.

KwikPen

Jeder Fertigpen enthält 300 Einheiten Insulin lispro in 3 ml Suspension.

Jeder KwikPen gibt 1 - 60 Einheiten in Schritten zu je 1 Einheit ab.

*über rekombinante DNA hergestellt aus E. coli.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionssuspension.

Weiße Suspension.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Liprolog Mix25 ist angezeigt für die Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus, die Insulin fürdie Aufrechterhaltung eines normalen Glukosehaushaltes benötigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung muss vom Arzt entsprechend den Bedürfnissen des Patienten festgesetzt werden.

Liprolog Mix25 kann unmittelbar vor einer Mahlzeit gegeben werden. Falls notwendig kann Liprolog

Mix25 auch unmittelbar nach einer Mahlzeit angewendet werden. Liprolog Mix25 darf nur subkutanverabreicht werden. Unter keinen Umständen darf Liprolog Mix25 intravenös angewendet werden.

Nach subkutaner Verabreichung von Liprolog Mix25 wird ein rascher Wirkeintritt und ein frühes

Wirkungsmaximum von Liprolog beobachtet. Deshalb kann Liprolog Mix25 unmittelbar vor odernach den Mahlzeiten appliziert werden. Die Wirkdauer des Anteils von Insulin lispro Protamin

Suspension in Liprolog Mix25 ist ähnlich der von Insulin Basal (NPH).

Wie bei jedem Insulin kann der Wirkungsverlauf intra- und interindividuell unterschiedlich sein. Wiebei allen Insulinpräparaten hängt die Wirkdauer bei Liprolog Mix25 von der Dosis, der

Injektionsstelle, der Durchblutung, der Temperatur und der körperlichen Aktivität ab.

Besondere Patientengruppen
Eingeschränkte Nierenfunktion

Der Insulinbedarf kann bei bestehender Nierenschädigung vermindert sein.

Eingeschränkte Leberfunktion

Der Insulinbedarf kann bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion aufgrund einer reduzierten

Fähigkeit zur Glukoneogenese und aufgrund eines geringeren Insulinabbaus vermindert sein;allerdings kann bei Patienten mit einer chronischen Leberfunktionsstörung eine erhöhte

Insulinresistenz auch zu einem erhöhten Insulinbedarf führen.

Kinder und Jugendliche

Eine Anwendung von Liprolog Mix25 bei Kindern unter 12 Jahren darf nur in Betracht gezogenwerden, wenn ein Vorteil gegenüber der Verwendung von Normalinsulin zu erwarten ist.

Art der Anwendung

Die subkutane Anwendung soll in Oberarm, Oberschenkel, Gesäß oder Abdomen erfolgen. Die

Injektion sollte immer an verschiedenen Stellen stattfinden, so dass dieselbe Einstichstelle nicht öfterals ca. einmal im Monat verwendet wird, um das Risiko einer Lipodystrophie und einer kutanen

Amyloidose zu reduzieren (siehe Abschnitt 4.4. und 4.8).

Bei subkutaner Injektion von Liprolog Mix25 muss darauf geachtet werden, dass kein Blutgefäßgetroffen wird. Nach der Injektion darf die Injektionsstelle nicht massiert werden. Die Patientenmüssen auf geeignete Injektionstechniken geschult werden.

KwikPen

Jeder KwikPen kann 1 - 60 Einheiten in Schritten zu je 1 Einheit während einer einzelnen Injektionabgeben. Die benötigte Dosis wird in Einheiten eingestellt. Die Anzahl der Einheiten wird im

Dosierfenster des Pens angezeigt.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Hypoglykämie.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Unter keinen Umständen darf Liprolog Mix25 intravenös appliziert werden.

Umstellung eines Patienten auf einen anderen Insulintyp oder Insulin eines anderen Herstellers

Die Umstellung eines Patienten auf einen anderen Insulintyp oder ein Insulin eines anderen Herstellersmuss unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen. Jede Änderung hinsichtlich Stärke, Marke(Hersteller), Insulintyp (Normal/löslich, Basal [NPH]/Isophan, etc.), Art des Insulins (tierisches

Insulin, Humaninsulin, Humaninsulin-Analogon) und/oder Herstellungsmethode (rekombinante DNA-

Technologie bzw. tierisches Insulin) kann eine Veränderung des Insulinbedarfs nach sich ziehen.

Hypoglykämie und Hyperglykämie

Bestimmte Umstände wie lange Diabetes-Dauer, intensivierte Insulintherapie, diabetische

Nervenerkrankung oder Medikation mit Beta-Blockern können die frühen Warnsymptome einer

Hypoglykämie unterschiedlich oder weniger ausgeprägt erscheinen lassen.

Einige Patienten, bei denen hypoglykämische Reaktionen nach einem Wechsel von tierischem aufmenschliches Insulin auftraten, berichteten, dass die frühen Warnsymptome einer Hypoglykämieweniger ausgeprägt oder anders als bei ihrem vorhergehenden Insulin waren. Eine unbehandelte

Hypoglykämie oder nicht korrigierte hyperglykämische Reaktionen können zu Bewusstlosigkeit,

Koma oder zum Tod führen.

Die Gabe einer unzureichenden Dosis oder die Unterbrechung einer Behandlung, insbesondere bei

Insulin-abhängigen Diabetikern, kann zu einer Hyperglykämie und einer diabetischen Ketoazidoseführen; diese Zustände sind potentiell lebensbedrohlich.

Injektionstechnik

Patienten müssen angewiesen werden, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln, um das Risikoeiner Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren. Es besteht das potenzielle Risikoeiner verzögerten Insulinresorption und einer schlechteren Blutzuckerkontrolle nach Insulininjektionenan Stellen mit diesen Reaktionen. Bei einem plötzlichen Wechsel der Injektionsstelle zu einem nichtbetroffenen Bereich wurde darüber berichtet, dass dies zu Hypoglykämie führte. Nach einem Wechseldes Injektionsbereichs wird eine Überwachung des Blutzuckers empfohlen und eine Dosisanpassungder Antidiabetika kann in Erwägung gezogen werden.

Insulinbedarf und Anpassung der Dosierung

Der Insulinbedarf kann während einer Krankheit oder bei seelischer Belastung erhöht sein.

Eine Anpassung der Dosierung kann auch bei einer starken körperlichen Belastung des Patienten oderbei einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten notwendig sein. Körperliche Belastung unmittelbarnach der Mahlzeit kann das Risiko einer Hypoglykämie erhöhen.

Kombination von Liprolog Mix25 und Pioglitazon

Unter einer Kombinationstherapie von Pioglitazon und Insulin wurden Fälle von Herzinsuffizienzberichtet. Besonders waren Patienten betroffen, bei denen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer

Herzinsuffizienz bestand. Sollte die Kombination von Pioglitazon und Liprolog Mix25 erwogenwerden, ist dies zu beachten. Im Fall einer Kombinationsbehandlung sind bei den Patienten Anzeichenund Symptome einer Herzinsuffizienz, Gewichtszunahme und Ödeme zu überwachen. Pioglitazonmuss abgesetzt werden, falls sich die kardiale Symptomatik verschlechtert.

Vermeidung von Anwendungsfehlern

Patienten müssen dazu angewiesen werden, immer das Etikett ihrer Insulinprodukte zu überprüfen, umeine versehentliche Verwechslung zwischen zwei verschiedenen Stärken von Liprolog KwikPens undanderen Insulinprodukten zu vermeiden. Die Patienten müssen die eingestellten Einheiten im

Dosierfenster des Pens visuell überprüfen. Aus diesem Grund stellt das Lesen des Dosierfensters eine

Voraussetzung für die Selbstinjektion dar. Patienten, die blind sind oder deren visuelle Wahrnehmungbeeinträchtigt ist, müssen dazu angewiesen werden, sich immer Hilfe/Unterstützung von einer anderen

Person, die über eine gute Sehkraft und Erfahrung im Umgang mit Insulin-Geräten besitzt, zu holen.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Der Insulinbedarf kann sich durch Arzneimittel mit hyperglykämischer Wirkung wie z. B. orale

Kontrazeptiva, Kortikosteroide, Schilddrüsenhormone, Danazol oder Beta2-Sympathomimetika (wie

Ritodrin, Salbutamol, Terbutalin) erhöhen.

Der Insulinbedarf kann sich durch die zusätzliche Anwendung von Arzneimitteln mithypoglykämischer Wirksamkeit wie z. B. orale Antidiabetika, Salicylate (z. B. Acetylsalicylsäure),

Sulfonamide, bestimmte Antidepressiva (Monoaminoxidaseinhibitoren, selektive

Serotoninwiederaufnahmehemmer), bestimmte ACE-Hemmer (Captopril, Enalapril), Angiotensin-II-

Rezeptorblocker, Beta-Blocker, Octreotid oder Alkohol reduzieren.

Das Mischen von Liprolog Mix25 mit anderen Insulinen wurde nicht untersucht.

Die zusätzliche Anwendung weiterer Arzneimittel neben Liprolog Mix25 muss mit dem Arztabgestimmt werden (siehe Abschnitt 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Daten von einer großen Anzahl von Anwendungen während Schwangerschaften zeigen keine

Nebenwirkungen von Insulin lispro auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des

Fötus/Neugeborenen.

Es ist unbedingt notwendig, dass die gute Blutzuckerkontrolle bei einer mit Insulin behandelten

Patientin (insulinabhängig oder mit Schwangerschaftsdiabetes) während der Schwangerschaftbeibehalten wird. Der Insulinbedarf sinkt meistens während der ersten drei Schwangerschaftsmonateund steigt ab dem vierten Schwangerschaftsmonat an. Patientinnen mit Diabetes sollten unbedingtärztlichen Rat einholen, wenn eine Schwangerschaft geplant wird oder eingetreten ist. Eine genaue

Blutzuckerkontrolle sowie ein allgemein guter Gesundheitszustand sind bei Schwangeren mit Diabetesbesonders wichtig.

Stillzeit

Während der Stillzeit kann eine neue Einstellung der Insulindosierung und der Diät oder beidesnotwendig sein.

Fertilität

Insulin lispro verursachte in Studien am Tier keine Fertilitätseinschränkungen (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Eine Hypoglykämie kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit eines Patienten herabsetzen.

Dies kann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. beim

Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen.

Dem Patienten sollte geraten werden, Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Hypoglykämienbeim Führen von Kraftfahrzeugen zu treffen. Dieses ist bei Patienten mit häufigen Hypoglykämie-

Episoden oder verringerter oder fehlender Wahrnehmung von Hypoglykämie-Warnsymptomenbesonders wichtig. In diesen Fällen muss überlegt werden, ob das Führen eines Kraftfahrzeugsüberhaupt ratsam ist.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste Nebenwirkung jeder Insulinbehandlung ist die Hypoglykämie. Schwere Hypoglykämienkönnen zu Bewusstlosigkeit und im Extremfall zum Tod führen. Eine genaue Häufigkeitsangabe zum

Auftreten von Hypoglykämien erfolgt nicht, da das Auftreten einer Hypoglykämie aus dem

Zusammenspiel zwischen Insulindosis und anderen Faktoren wie Ernährung und körperlicher

Betätigung resultiert.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen des Arzneimittels aus klinischen Studien gemäß denbevorzugten Begriffen nach MedDRA aufgelistet, gruppiert nach Systemorganklassen und geordnetnach abnehmender Häufigkeit (sehr häufig: ≥1/10; häufig: ≥1/100, <1/10; gelegentlich: ≥1/1.000,<1/100; selten: ≥1/10.000, <1/1.000; sehr selten: <1/10.000); nicht bekannt (auf Grundlage derverfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Systemorganklassen Sehr Häufig Gelegentlic Selten Sehr Nichtgemäß MedDRA- häufig h selten bekannt

Datenbank

Erkrankungen des Immunsystems

Lokale allergische X

Reaktionen

Systemische Allergie X

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Lipodystrophie X

Kutane Amyloidose X

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Lokale allergische Reaktionen

Lokale allergische Reaktionen kommen bei Patienten häufig vor. Hautrötungen, Schwellungen oder

Juckreiz können an der Injektionsstelle auftreten. Sie verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger

Tage bis weniger Wochen von selbst. In einigen Fällen können diese Erscheinungen durch andere

Faktoren als Insulin verursacht werden, z. B. durch Hautdesinfektionsmittel oder mangelhafte

Injektionstechnik.

Systemische Allergie

Eine systemische Allergie ist selten, aber potentiell gefährlicher und stellt eine generalisierte

Insulinallergie dar. Sie kann Hautausschlag am ganzen Körper, Kurzatmigkeit, keuchenden Atem,

Blutdruckabfall, schnellen Puls oder Schwitzen hervorrufen. Schwere generalisierte allergische

Reaktionen können lebensbedrohlich sein.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Lipodystrophie und kutane Amyloidose können an der Injektionsstelle auftreten und die lokale

Insulinresorption verzögern. Durch einen regelmäßigen Wechsel der Injektionsstelle innerhalb desjeweiligen Injektionsbereichs können diese Reaktionen reduziert oder verhindert werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Ödeme

Im Zusammenhang mit Insulin-Therapie wurde über Ödeme berichtet, insbesondere wenn eineschlechte metabolische Kontrolle durch intensivierte Insulintherapie verbessert wurde.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es existiert keine spezielle Definition für eine Überdosierung von Insulin, da die

Blutglukosekonzentration das Resultat einer komplexen Interaktion von Insulinspiegel,

Glukoseverfügbarkeit und anderen metabolischen Prozessen ist. Eine Hypoglykämie kann aus einer in

Bezug zur Nahrungsaufnahme oder zum Energieverbrauch überschießenden Insulinwirkungresultieren.

Eine Hypoglykämie kann einhergehen mit Teilnahmslosigkeit, Verwirrung, Palpitationen,

Kopfschmerzen, Schwitzen und Erbrechen.

Eine leichte Form der Hypoglykämie kann durch Aufnahme von Glukose oder anderen Zuckern oderzuckerhaltigen Produkten behoben werden.

Schwere Fälle von Hypoglykämie können durch intramuskuläre oder subkutane Glukagoninjektionenbehandelt werden, wobei der Patient nach der Injektion Kohlenhydrate zu sich nehmen sollte, sobalder sich ausreichend erholt hat. Patienten, die nicht auf Glukagon ansprechen, muss eine Glukoselösungintravenös verabreicht werden.

Befindet sich der Patient im Koma, sollte Glukagon intramuskulär oder subkutan verabreicht werden.

Ist kein Glukagon verfügbar oder spricht der Patient nicht auf Glukagon an, muss eine Glukoselösungintravenös verabreicht werden. Sobald der Patient wieder bei Bewusstsein ist, sollte er Nahrung zusich nehmen.

Es kann notwendig sein, Kohlenhydrat-Aufnahme und Beobachtung fortzuführen, da eine

Hypoglykämie nach nur scheinbarer Genesung nochmals auftreten kann.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika, Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oderlang wirkend kombiniert mit schnell wirkend. ATC Code: A10AD04.

Die Hauptwirkung von Insulin lispro ist die Regulierung des Glukosestoffwechsels.

Außerdem haben Insuline zahlreiche anabole und anti-katabole Wirkungen in zahlreichenverschiedenen Geweben. Im Muskelgewebe bedeutet dies eine Steigerung der Glykogen-, Fettsäure-,

Glycerol- und Proteinsynthese und der Aminosäureaufnahme; gleichzeitig werden die Glykogenolyse,die Glukoneogenese, die Ketogenese, die Lipolyse, der Proteinkatabolismus und der

Aminosäuretransport aus der Zelle vermindert.

Insulin lispro hat einen raschen Wirkungseintritt (ca. 15 Minuten), was eine zeitlich nähere

Applikation in Bezug auf die Mahlzeit erlaubt (innerhalb von 15 Minuten vor oder nach der Mahlzeit)als bei Normalinsulin (30 - 45 Minuten vor der Mahlzeit). Nach subkutaner Verabreichung von

Liprolog Mix25 wird ein rascher Wirkeintritt und ein frühes Wirkungsmaximum von Insulin lisprobeobachtet. Liprolog Basal weist ein Wirkprofil auf, das dem von Insulin Basal (NPH) über einen

Zeitraum von ca. 15 Stunden weitgehend ähnlich ist.

Bei Typ 1 und bei Typ 2 Diabetikern konnte in klinischen Untersuchungen mit Liprolog Mix25 im

Vergleich zu Humaninsulin 30/70 Mischungen eine reduzierte postprandiale Hyperglykämienachgewiesen werden. In einer klinischen Studie gab es während der Nacht (3 Uhr) einen kleinen

Anstieg des Blutglukosespiegels (0,38 mmol).

In der folgenden Graphik wird das pharmakodynamische Profil von Liprolog Mix25 und Liprolog

Basal dargestellt:

Liprolog Mix25

Liprolog Basal

Hypoglykämische

Aktivität0 4 8 12 16 20 24

Zeit, Stunden

Die obige Graphik zeigt die relative Glukosemenge, die notwendig ist, um den Blutglukosespiegel des

Probanden nahe den Nüchternwerten zu halten, aufgetragen gegen die Zeit. Sie ist ein Maß für die

Wirkung dieser Insuline auf den Glukosestoffwechsel über einen bestimmten Zeitraum.

Die glucodynamische Reaktion auf Insulin lispro wird von einer Nieren- oder Leberfunktionsstörungnicht beeinflusst. Glucodynamische Unterschiede zwischen Insulin lispro und Normalinsulin, wie siewährend eines 'Glucose clamp” gemessen wurden, bleiben über einen weiten Nierenfunktionsbereichbestehen.

Es wurde nachgewiesen, dass Insulin lispro auf molarer Basis äquipotent zu Humaninsulin ist, dass esaber einen rascheren Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkungsdauer besitzt.

In zwei 8-monatigen, offenen, randomisierten Crossover-Studien wurden Typ 2 Diabetiker, dieentweder Insulin-naiv waren oder schon ein bis zwei Insulininjektionen pro Tag erhielten, je 4 Monatemit Liprolog Mix25 (zweimal täglich plus Metformin) und Insulin glargin (einmal täglich plus

Metformin) behandelt. Genaue Informationen enthält die folgende Tabelle.

Insulin-naive Patienten Insulin-vorbehandelten = 78 Patientenn = 97mittlere Insulindosis am Endpunkt 0,63 Einheiten/kg 0,42 Einheiten/kg

Haemoglobin A1c -Reduktion1 1,30 % 1,00 %(Mittelwert bei (Mittelwert bei

Behandlungsbeginn = Behandlungsbeginn = 8,5 %)8,7 %)

Reduktion des Mittelwertes des 3,46 mM 2,48 mMkombinierten Morgen/Abendpostprandialen Blutzuckers (2 Stundennach der Mahlzeit)1

Reduktion des mittleren 0,55 mM 0,65 mM

Nüchternblutzuckers1

Hypoglykämie-Inzidenz am Endpunkt 25 % 25 %

Gewichtszunahme2 2,33 kg 0,96 kg1 Vom Behandlungsbeginn bis zum Ende der Liprolog Mix25 Behandlung2 Bei Patienten, die in der ersten Crossover-Periode mit Liprolog Mix25 behandelt wurden

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Insulin lispro weist auf eine Substanz hin, die sehr schnell resorbiert wirdund Plasmaspitzenspiegel innerhalb von 30 - 70 Minuten nach der subkutanen Injektion erzielt. Die

Pharmakokinetik von Insulin lispro Protamin Suspension entspricht der eines intermediär wirkenden

Insulins wie Insulin Basal (NPH). Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Liprolog Mix25spiegeln die individuellen pharmakokinetischen Eigenschaften der beiden Bestandteile wider. Wennman die klinische Relevanz dieser Kinetiken bedenkt, ist es wohl eher angebracht, die

Glukoseutilisationskurve zu studieren (im Abschnitt 5.1 diskutiert).

Die schnellere Absorption von Insulin lispro im Vergleich zu Normalinsulin bleibt bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörung unverändert. Im Regelfall bleiben bei Patienten mit Typ 2 Diabetes über einenweiten Nierenfunktionsbereich die pharmakokinetischen Unterschiede zwischen Insulin lispro und

Normalinsulin bestehen und zeigen sich unabhängig von der Nierenfunktion. Die schnellere

Absorption und Elimination von Insulin lispro im Vergleich zu Normalinsulin bleibt bei Patienten mit

Leberfunktionsstörung unverändert.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

In In-vitro-Studien waren die Wirkungen von Insulin lispro denen von Humaninsulin sehr ähnlich,einschließlich der Bindung an Insulinrezeptoren und der Wirkung auf wachsende Zellen. Studienbelegen ebenfalls, dass die Dissoziation vom Insulinrezeptor für Insulin lispro und Humaninsulinäquivalent ist. In Studien zur akuten Toxizität und zur Toxizität nach wiederholter Anwendung - übereinen Zeitraum von einem und zwölf Monaten - wurden keine nennenswerten toxikologischen

Befunde erhoben.

Insulin lispro verursachte in Studien am Tier keine Fertilitätseinschränkungen, Embryotoxizität oder

Teratogenität.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Protaminsulfatm-Cresol

Phenol

Glycerol

Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O

Zinkoxid

Wasser für Injektionszwecke

Salzsäure und Natriumhydroxid können für die Einstellung des pH verwendet worden sein.

6.2 Inkompatibilitäten

Das Mischen von Liprolog Mix25 mit anderen Insulinen wurde nicht untersucht. Ohne

Kompatibilitätsstudien darf dieses Arzneimittel nicht mit einem anderen Arzneimittel gemischtwerden.

6.3 Haltbarkeit

Vor erstmaligem Gebrauch3 Jahre.

Nach erstmaligem Gebrauch/nach Einlegen der Patrone28 Tage.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht einfrieren. Nicht starker Hitze oder direktem Sonnenlicht aussetzen.

Vor erstmaligem Gebrauch

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nach erstmaligem Gebrauch/nach Einlegen der Patrone

Patrone

Unter 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern. Nach Einlegen der Patrone darf der Pen nicht mitaufgesetzter Nadel gelagert werden.

KwikPen

Unter 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern. Der Fertigpen darf nicht mit aufgesetzter Nadelgelagert werden.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Patrone

Die Suspension befindet sich in Typ I Klarglaspatronen, die mit Butyl- oder Halobutylscheibenstopfenund Patronenkolben verschlossen und mit Aluminiumkappen gesichert sind. Dimeticon- oder

Silikonemulsionen können verwendet worden sein, um den Kolben der Patrone und/oder die

Glaspatrone zu behandeln.

3 ml Patrone: Packungsgrößen zu 5 oder 10.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

KwikPen

Die Suspension befindet sich in Typ I Klarglaspatronen, die mit Halobutylscheibenstopfen und

Patronenkolben verschlossen und mit Aluminiumkappen gesichert sind. Dimeticon- oder

Silikonemulsionen können verwendet worden sein, um den Kolben der Patrone und/oder die

Glaspatrone zu behandeln. Die 3 ml Patronen sind in einem Fertigpen namens 'KwikPen“ montiert.

Nadeln werden nicht bereitgestellt.

3 ml KwikPen: Packungsgrößen zu 5 oder Bündelpackung zu 10 (2 Packungen zu je 5).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung
Hinweise für die Handhabung

Um die mögliche Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, darf jede Patrone oder jeder Fertigpennur von einem Patienten angewendet werden, auch wenn die Nadel des Injektionsgeräts gewechseltwurde. Der Patient sollte die Nadel nach jeder Injektion entsorgen.

Liprolog Mix25 soll regelmäßig überprüft und bei Anwesenheit von Klümpchen oder von festen,weißen Teilchen am Boden oder an den Wänden des Behältnisses, die ihm ein 'frostiges“ Aussehenverleihen, nicht mehr verwendet werden.

Vorbereitung einer Dosierung

Liprolog Mix25 Patronen und KwikPens sollen unmittelbar vor Verwendung zwischen den

Handflächen 10x gerollt und 10x um 180° gedreht werden, um das Insulin bis zu einem einheitlichmilchigen oder wolkigen Aussehen zu durchmischen. Falls das nicht gelingt, muss der Vorgang solange wiederholt werden, bis der gesamte Inhalt gemischt ist. Die Patronen enthalten ein kleines

Glaskügelchen, um das Mischen zu erleichtern.

Es soll nicht zu stark geschüttelt werden, da dies zu einer Schaumbildung führen kann und damit diekorrekte Einstellung einer Dosis beeinträchtigen kann.

Patrone

Liprolog Mix25 Patronen sollten nur mit einem wiederverwendbaren Insulin-Pen der Firma Lilly odereinem BerliPen® areo 3 und in keinem anderen wiederverwendbaren Pen verwendet werden, da die

Dosierungsgenauigkeit mit anderen Pens nicht gesichert ist.

Die Herstelleranweisungen für den jeweiligen Pen müssen hinsichtlich des Einlegens der Patrone, des

Aufsetzens der Nadel und der Verabreichung der Insulininjektion befolgt werden.

KwikPen

Vor der Verwendung des KwikPens muss die Bedienungsanleitung, die der Packungsbeilage beigefügtist, sorgfältig gelesen werden. Der KwikPen muss wie in der Bedienungsanleitung angegebenverwendet werden.

Pens sollten nicht verwendet werden, wenn Teile defekt oder beschädigt aussehen.

Injektion einer Dosis

Wenn Sie einen vorgefüllten Fertigpen oder einen wiederverwendbaren Pen verwenden, beachten Siedie detaillierten Anweisungen zur Vorbereitung des Pens und die Injektion der Dosis. Die folgende

Anweisung ist allgemein gehalten.

1. Waschen Sie Ihre Hände.

2. Wählen Sie eine Injektionsstelle aus.

3. Reinigen Sie die Haut gemäß den Instruktionen.

4. Stabilisieren Sie die Haut, indem Sie sie spannen oder eine größere Fläche zusammendrücken.

Führen Sie die Nadel gemäß den Instruktionen ein und injizieren Sie entsprechend.

5. Ziehen Sie die Nadel heraus und üben Sie auf die Injektionsstelle für ein paar Sekunden leichten

Druck aus. Reiben Sie die Stelle nicht.

6. Schrauben Sie die Nadel mit Hilfe der Schutzkappe ab und entsorgen Sie sie sicher.

7. Die Injektionsstelle sollte immer wieder gewechselt werden, so dass dieselbe Stelle nicht öfterals ca. einmal im Monat benutzt wird.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Eli Lilly Nederland B.V., Papendorpseweg 83, 3528 BJ Utrecht, Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/01/195/003

EU/1/01/195/011

EU/1/01/195/018

EU/1/01/195/019

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 1. August 2001

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 1. August 2006

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Internetseite der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.