LIPROLOG KWIKPEN100U / ml injektionslösung merkblatt medikamente

A10AB04 Insulin lispro • ALIMENTÄRES SYSTEM UND STOFFWECHSEL | INSULINE UND ANALOGA | Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkend

Insulin Lispro ist ein schnell wirkendes Insulin, das zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels bei Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Insulinanalogon, was bedeutet, dass seine Struktur im Vergleich zu natürlichem Humaninsulin leicht verändert wurde, um nach der Verabreichung schneller zu wirken. Insulin Lispro wird typischerweise vor den Mahlzeiten verwendet, um schnelle Blutzuckerspitzen durch die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren.

Dieses Insulin beginnt etwa 15 Minuten nach der Injektion zu wirken, erreicht seine maximale Wirkung nach 30-90 Minuten und hält etwa 3-5 Stunden an. Aufgrund seiner schnellen Wirkung wird Insulin Lispro häufig in Kombination mit länger wirkenden oder Basalinsulinen verwendet, um eine langfristige Blutzuckerkontrolle zu gewährleisten.

Obwohl Insulin Lispro wirksam ist, erfordert seine Anwendung Vorsicht. Die Dosis muss an den Blutzuckerspiegel, die Nahrungsaufnahme und die körperliche Aktivität angepasst werden. Hypoglykämie (ein zu niedriger Blutzuckerspiegel) ist die häufigste Nebenwirkung und kann Symptome wie Schwindel, Schwitzen, Zittern oder Verwirrung verursachen. Es ist wichtig, dass Patienten immer eine schnell wirkende Zuckerquelle zur Hand haben, um eine Hypoglykämie zu behandeln.

Insulin Lispro sollte gemäß den Anweisungen des Arztes verwendet werden, und die Patienten sollten ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig überwachen. Eine korrekte Injektionstechnik ist entscheidend, und Injektionen sollten in Bereichen mit Reizungen oder Narben vermieden werden. Bei schweren Nebenwirkungen oder Schwierigkeiten bei der Blutzuckerkontrolle ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Allgemeine Daten zu LIPROLOG KWIKPEN100U / ml

Substanz: Insulin lispro

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-07-2013

Handelsgesetzbuch: W53909001

Konzentration: 100U / ml

Pharmazeutisches Formblatt: injektionslösung

Verpackungsvolumen: 3ml

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: LILLY FRANCE SAS - FRANTA

Zulassungsinhaber: ELI LILLY NEDERLAND BV - OLANDA

Zulassungsnummer: 195/2008/01

Haltbarkeit: 2 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Insulin lispro

100U/ml, 100UI/ml, 200 U/ml, 200U/ml

Andere ähnliche Substanzen wie Insulin lispro

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels LIPROLOG KWIKPEN100U / ml injektionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Liprolog 100 Einheiten/ml, Injektionslösung in Durchstechflasche

Liprolog 100 Einheiten/ml, Injektionslösung in Patrone

Liprolog 100 Einheiten/ml KwikPen, Injektionslösung in einem Fertigpen

Liprolog 100 Einheiten/ml Junior KwikPen, Injektionslösung in einem Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jeder ml enthält 100 Einheiten Insulin lispro* (entsprechend 3,5 mg).

Durchstechflasche

Jede Durchstechflasche enthält 1000 Einheiten Insulin lispro in 10 ml Lösung.

Patrone

Jede Patrone enthält 300 Einheiten Insulin lispro in 3 ml Lösung.

KwikPen

Jeder Fertigpen enthält 300 Einheiten Insulin lispro in 3 ml Lösung.

Jeder KwikPen gibt 1 - 60 Einheiten in Schritten zu je 1 Einheit ab.

Junior KwikPen

Jeder Fertigpen enthält 300 Einheiten Insulin lispro in 3 ml Lösung.

Jeder Junior KwikPen gibt 0,5 - 30 Einheiten in Schritten zu je 0,5 Einheiten ab.

*über rekombinante DNA hergestellt aus E. coli.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung.

Klare, farblose, wässrige Lösung.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern mit Diabetes mellitus, die Insulin für die

Aufrechterhaltung eines normalen Glukosehaushaltes benötigen. Liprolog ist ebenfalls angezeigt beider Ersteinstellung des Diabetes mellitus.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung muss vom Arzt entsprechend den Bedürfnissen des Patienten festgesetzt werden.

Junior KwikPen

Liprolog 100 Einheiten/ml Junior KwikPen ist geeignet für Patienten, die von einer feineren Insulin-

Dosiseinstellung profitieren können.

Liprolog kann unmittelbar vor einer Mahlzeit gegeben werden. Falls notwendig kann Liprolog auchunmittelbar nach einer Mahlzeit angewendet werden.

Liprolog ist, verglichen mit Normalinsulin, bei subkutaner Anwendung ein Präparat mit rascherem

Wirkungseintritt und kürzerer Wirkdauer (2 bis 5 Stunden). Aufgrund des sehr raschen

Wirkungseintritts kann eine Liprolog Injektion (oder ein Liprolog Bolus im Falle der Anwendungmittels subkutaner Insulinpumpentherapie) unmittelbar vor oder nach den Mahlzeiten appliziertwerden. Wie bei jedem Insulin kann der Wirkungsverlauf intra- und interindividuell unterschiedlichsein. Der rasche Wirkeintritt von Liprolog im Vergleich mit Normalinsulin ist unabhängig vom

Injektionsort. Wie bei allen Insulinpräparaten hängt die Wirkdauer bei Liprolog von der Dosis, der

Injektionsstelle, der Durchblutung, der Temperatur und der körperlichen Aktivität ab.

Gemäß der Anweisung des Arztes kann Liprolog in Verbindung mit einem länger wirksamen Insulinoder mit oralen Sulfonylharnstoff-Präparaten angewendet werden.

Liprolog KwikPens

Liprolog KwikPen ist in zwei Stärken verfügbar. Mit dem Liprolog 100 Einheiten/ml KwikPen (und

Liprolog 200 Einheiten/ml KwikPen, siehe separate Fachinformation) können 1 - 60 Einheiten in

Schritten zu je 1 Einheit während einer einzelnen Injektion abgegeben werden. Mit dem Liprolog100 Einheiten/ml Junior KwikPen können 0,5 - 30 Einheiten in Schritten zu je 0,5 Einheiten währendeiner einzelnen Injektion abgegeben werden. Die Anzahl der Insulin-Einheiten, ungeachtet der

Stärke, wird im Dosierfenster des Pens angezeigt, und bei der Umstellung eines Patienten zu einerneuen Stärke oder zu einem neuen Pen mit anderen Dosierschritten hat keine Umrechnung zuerfolgen.

Besondere Patientengruppen
Eingeschränkte Nierenfunktion

Der Insulinbedarf kann bei bestehender Nierenschädigung vermindert sein.

Eingeschränkte Leberfunktion

Der Insulinbedarf kann bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion aufgrund einer reduzierten

Fähigkeit zur Glukoneogenese und aufgrund eines geringeren Insulinabbaus vermindert sein;allerdings kann bei Patienten mit einer chronischen Leberfunktionsstörung eine erhöhte

Insulinresistenz auch zu einem erhöhten Insulinbedarf führen.

Kinder und Jugendliche

Liprolog darf bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden (siehe Abschnitt 5.1).

Art der Anwendung

Liprolog sollte subkutan injiziert werden.

KwikPen und Junior KwikPen sind nur zur subkutanen Injektion geeignet. Liprolog in Patronen ist nurzur subkutanen Injektion mit einem wiederverwendbaren Insulin-Pen der Firma Lilly, BerliPen®areo 3 oder mit kompatiblen Pumpensystemen zur kontinuierlichen subkutanen Insulininfusion (CSII)geeignet.

Die subkutane Anwendung soll in Oberarm, Oberschenkel, Gesäß oder Abdomen erfolgen. Die

Injektion sollte immer an verschiedenen Stellen stattfinden, so dass dieselbe Einstichstelle nicht öfterals ca. einmal im Monat verwendet wird, um das Risiko einer Lipodystrophie und einer kutanen

Amyloidose zu reduzieren (siehe Abschnitt 4.4. und 4.8).

Bei subkutaner Injektion von Liprolog muss darauf geachtet werden, dass kein Blutgefäß getroffenwird. Nach der Injektion darf die Injektionsstelle nicht massiert werden. Die Patienten müssen aufgeeignete Injektionstechniken geschult werden.

Anwendung von Liprolog mittels einer Insulin-Infusionspumpe

Zur subkutanen Injektion von Liprolog mittels einer kontinuierlichen Insulin-Infusionspumpe können

Sie den Vorratsbehälter mit einer Liprolog 100 Einheiten/ml Durchstechflasche befüllen. Einige

Pumpen sind mit Patronen kompatibel, die intakt in die Pumpe eingefügt werden können.

Zur Infusion von Insulin lispro können nur bestimmte CE zertifizierte Insulin-Infusionspumpenverwendet werden. Bevor Sie Insulin lispro infundieren, studieren Sie die Bedienungsanleitungen des

Herstellers der Pumpe, um sicher zu sein, ob sich Ihre Pumpe eignet oder nicht. Benutzen Sie die fürdiese Pumpe vorgesehenen Vorratsbehälter und Katheter. Nutzen Sie bei der Befüllung des

Vorratsbehälters die korrekte Nadellänge für das Befüllungssystem, um eine Beschädigung des

Behälters zu vermeiden.

Das Infusionsset (Schlauch und Nadel) muss gemäß den Anweisungen in der Bedienungsanleitung des

Infusionssets gewechselt werden. Im Falle einer hypoglykämischen Episode sollte die Infusionunterbrochen werden, bis die Episode behoben ist. Falls wiederholte oder schwere niedrige

Blutzuckerspiegel auftreten, ziehen Sie die Notwendigkeit einer Reduktion oder einer Unterbrechungder Insulininfusion in Betracht. Ein Defekt an der Pumpe oder ein Verschluss des Infusionssets kannzu einem raschen Anstieg des Glukosespiegels führen. Falls Sie vermuten, dass der Insulinflussunterbrochen ist, folgen Sie den Hinweisen in der Gebrauchsanleitung der Pumpe. Wenn Liprologmittels einer Insulin-Infusionspumpe verabreicht wird, sollte es nicht mit einem anderen Insulingemischt werden.

Intravenöse Anwendung von Insulin

Falls notwendig kann Liprolog auch intravenös angewendet werden, zum Beispiel zur Korrektur von

Blutglukosespiegeln während einer Ketoazidose, einer akuten Erkrankung oder während intra- undpostoperativen Phasen. Liprolog 100 Einheiten/ml ist in Durchstechflaschen erhältlich, wenn eineintravenöse Anwendung nötig ist.

Die intravenöse Injektion von Insulin lispro muss gemäß der üblichen klinischen Praxis fürintravenöse Injektionen erfolgen, zum Beispiel durch einen intravenösen Bolus oder durch ein

Infusionssystem. Regelmäßige Messungen des Blutglukosespiegels sind dabei erforderlich.

Infusionssysteme sind bei Konzentrationen von 0,1 Einheiten/ml bis 1,0 Einheiten/ml Insulin lispro in0,9%iger Natriumchlorid- oder 5%iger Dextroselösung bei Raumtemperatur für 48 Stunden stabil. Eswird empfohlen, das System vor Beginn der Infusion zu spülen.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Hypoglykämie.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Umstellung eines Patienten auf einen anderen Insulintyp oder Insulin eines anderen Herstellers

Die Umstellung eines Patienten auf einen anderen Insulintyp oder ein Insulin eines anderen Herstellersmuss unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen. Jede Änderung hinsichtlich Stärke, Marke(Hersteller), Insulintyp (Normal/löslich, Basal [NPH]/Isophan, etc.), Art des Insulins (tierisches

Insulin, Humaninsulin, Humaninsulin-Analogon) und/oder Herstellungsmethode (rekombinante DNA-

Technologie bzw. tierisches Insulin) kann eine Veränderung des Insulinbedarfs nach sich ziehen. Beischnell wirkenden Insulinen muss jeder Patient, der auch Basal-Insuline verwendet, die Dosierungbeider Insuline optimieren, um eine Glukose-Kontrolle über den ganzen Tag hinweg zu erzielen,insbesondere in der Nacht und im nüchternen Zustand.

Durchstechflasche

Das kürzer wirksame Liprolog muss zuerst in die Spritze aufgezogen werden, um eine Verunreinigungder Durchstechflasche durch das länger wirksame Insulin zu vermeiden. Das Mischen der Insuline im

Voraus oder direkt vor der Injektion muss gemäß der Anweisung des Arztes erfolgen. Es ist jedocheiner gleichbleibenden Gewohnheit zu folgen.

Hypoglykämie und Hyperglykämie

Bestimmte Umstände wie lange Diabetes-Dauer, intensivierte Insulintherapie, diabetische

Nervenerkrankung oder Medikation mit Beta-Blockern können die frühen Warnsymptome einer

Hypoglykämie unterschiedlich oder weniger ausgeprägt erscheinen lassen.

Einige Patienten, bei denen hypoglykämische Reaktionen nach einem Wechsel von tierischem aufmenschliches Insulin auftraten, berichteten, dass die frühen Warnsymptome einer Hypoglykämieweniger ausgeprägt oder anders als bei ihrem vorhergehenden Insulin waren. Eine unbehandelte

Hypoglykämie oder nicht korrigierte hyperglykämische Reaktionen können zu Bewusstlosigkeit,

Koma oder zum Tod führen.

Die Gabe einer unzureichenden Dosis oder die Unterbrechung einer Behandlung, insbesondere bei

Insulin-abhängigen Diabetikern, kann zu einer Hyperglykämie und einer diabetischen Ketoazidoseführen; diese Zustände sind potentiell lebensbedrohlich.

Injektionstechnik

Patienten müssen angewiesen werden, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln, um das Risikoeiner Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren. Es besteht das potenzielle Risikoeiner verzögerten Insulinresorption und einer schlechteren Blutzuckerkontrolle nach

Insulininjektionen an Stellen mit diesen Reaktionen. Bei einem plötzlichen Wechsel der

Injektionsstelle zu einem nicht betroffenen Bereich wurde darüber berichtet, dass dies zu

Hypoglykämie führte. Nach einem Wechsel des Injektionsbereichs wird eine Überwachung des

Blutzuckers empfohlen und eine Dosisanpassung der Antidiabetika kann in Erwägung gezogenwerden.

Insulinbedarf und Anpassung der Dosierung

Der Insulinbedarf kann während einer Krankheit oder bei seelischer Belastung erhöht sein.

Eine Anpassung der Dosierung kann auch bei einer starken körperlichen Belastung des Patienten oderbei einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten notwendig sein. Körperliche Belastung unmittelbarnach der Mahlzeit kann das Risiko einer Hypoglykämie erhöhen. Eine Folge derpharmakodynamischen Eigenschaften schnell wirksamer Insulin-Analoga besteht darin, dass nach der

Injektion im Vergleich zu Normalinsulin eine Hypoglykämie rascher auftreten kann.

Kombination von Liprolog und Pioglitazon

Unter einer Kombinationstherapie von Pioglitazon und Insulin wurden Fälle von Herzinsuffizienzberichtet. Besonders waren Patienten betroffen, bei denen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer

Herzinsuffizienz bestand. Sollte die Kombination von Pioglitazon und Liprolog erwogen werden, istdies zu beachten. Im Fall einer Kombinationsbehandlung sind bei den Patienten Anzeichen und

Symptome einer Herzinsuffizienz, Gewichtszunahme und Ödeme zu überwachen. Pioglitazon mussabgesetzt werden, falls sich die kardiale Symptomatik verschlechtert.

Vermeidung von Anwendungsfehlern

Patienten müssen dazu angewiesen werden, immer das Etikett ihrer Insulinprodukte zu überprüfen, umeine versehentliche Verwechslung zwischen zwei verschiedenen Stärken von Liprolog KwikPens undanderen Insulinprodukten zu vermeiden. Die Patienten müssen die eingestellten Einheiten im

Dosierfenster des Pens visuell überprüfen. Aus diesem Grund stellt das Lesen des Dosierfensters eine

Voraussetzung für die Selbstinjektion dar. Patienten, die blind sind oder deren visuelle Wahrnehmungbeeinträchtigt ist, müssen dazu angewiesen werden, sich immer Hilfe/Unterstützung von einer anderen

Person, die über eine gute Sehkraft und Erfahrung im Umgang mit Insulin-Geräten besitzt, zu holen.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Der Insulinbedarf kann sich durch Arzneimittel mit hyperglykämischer Wirkung wie z. B. orale

Kontrazeptiva, Kortikosteroide, Schilddrüsenhormone, Danazol oder Beta2-Sympathomimetika (wie

Ritodrin, Salbutamol, Terbutalin) erhöhen.

Der Insulinbedarf kann sich durch die zusätzliche Anwendung von Arzneimitteln mithypoglykämischer Wirksamkeit wie z. B. orale Antidiabetika, Salicylate (z. B. Acetylsalicylsäure),

Sulfonamide, bestimmte Antidepressiva (Monoaminoxidaseinhibitoren, selektive

Serotoninwiederaufnahmehemmer), bestimmte ACE-Hemmer (Captopril, Enalapril), Angiotensin-II-

Rezeptorblocker, Beta-Blocker, Octreotid oder Alkohol reduzieren.

Die zusätzliche Anwendung weiterer Arzneimittel neben Liprolog muss mit dem Arzt abgestimmtwerden (siehe Abschnitt 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die Daten von einer großen Anzahl von Anwendungen während Schwangerschaften zeigen keine

Nebenwirkungen von Insulin lispro auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des

Fötus/Neugeborenen.

Es ist unbedingt notwendig, dass die gute Blutzuckerkontrolle bei einer mit Insulin behandelten

Patientin (insulinabhängig oder mit Schwangerschaftsdiabetes) während der Schwangerschaftbeibehalten wird. Der Insulinbedarf sinkt meistens während der ersten drei Schwangerschaftsmonateund steigt ab dem vierten Schwangerschaftsmonat an. Patientinnen mit Diabetes sollten unbedingtärztlichen Rat einholen, wenn eine Schwangerschaft geplant wird oder eingetreten ist. Eine genaue

Blutzuckerkontrolle sowie ein allgemein guter Gesundheitszustand sind bei Schwangeren mit Diabetesbesonders wichtig.

Stillzeit

Während der Stillzeit kann eine neue Einstellung der Insulindosierung und der Diät oder beidesnotwendig sein.

Fertilität

Insulin lispro verursachte in Studien am Tier keine Fertilitätseinschränkungen (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Eine Hypoglykämie kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit eines Patienten herabsetzen.

Dies kann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. beim

Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen.

Dem Patienten sollte geraten werden, Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Hypoglykämienbeim Führen von Kraftfahrzeugen zu treffen. Dieses ist bei Patienten mit häufigen Hypoglykämie-

Episoden oder verringerter oder fehlender Wahrnehmung von Hypoglykämie-Warnsymptomenbesonders wichtig. In diesen Fällen muss überlegt werden, ob das Führen eines Kraftfahrzeugsüberhaupt ratsam ist.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste Nebenwirkung jeder Insulinbehandlung ist die Hypoglykämie. Schwere Hypoglykämienkönnen zu Bewusstlosigkeit und im Extremfall zum Tod führen. Eine genaue Häufigkeitsangabe zum

Auftreten von Hypoglykämien erfolgt nicht, da das Auftreten einer Hypoglykämie aus dem

Zusammenspiel zwischen Insulindosis und anderen Faktoren wie Ernährung und körperlicher

Betätigung resultiert.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen des Arzneimittels aus klinischen Studien gemäß denbevorzugten Begriffen nach MedDRA aufgelistet, gruppiert nach Systemorganklassen und geordnetnach abnehmender Häufigkeit (sehr häufig: ≥1/10; häufig: ≥1/100, <1/10; gelegentlich: ≥1/1.000,<1/100; selten: ≥1/10.000, <1/1.000; sehr selten: <1/10.000); nicht bekannt (auf Grundlage derverfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Systemorganklassen Sehr Häufig Gelegentlic Selten Sehr Nichtgemäß MedDRA- häufig h selten bekannt

Datenbank

Erkrankungen des Immunsystems

Lokale allergische X

Reaktionen

Systemische Allergie X

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Lipodystrophie X

Kutane Amyloidose X

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Lokale allergische Reaktionen

Lokale allergische Reaktionen kommen bei Patienten häufig vor. Hautrötungen, Schwellungen oder

Juckreiz können an der Injektionsstelle auftreten. Sie verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger

Tage bis weniger Wochen von selbst. In einigen Fällen können diese Erscheinungen durch andere

Faktoren als Insulin verursacht werden, z. B. durch Hautdesinfektionsmittel oder mangelhafte

Injektionstechnik.

Systemische Allergie

Eine systemische Allergie ist selten, aber potentiell gefährlicher und stellt eine generalisierte

Insulinallergie dar. Sie kann Hautausschlag am ganzen Körper, Kurzatmigkeit, keuchenden Atem,

Blutdruckabfall, schnellen Puls oder Schwitzen hervorrufen. Schwere generalisierte allergische

Reaktionen können lebensbedrohlich sein.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Lipodystrophie und kutane Amyloidose können an der Injektionsstelle auftreten und die lokale

Insulinresorption verzögern. Durch einen regelmäßigen Wechsel der Injektionsstelle innerhalb desjeweiligen Injektionsbereichs können diese Reaktionen reduziert oder verhindert werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Ödeme

Im Zusammenhang mit Insulin-Therapie wurde über Ödeme berichtet, insbesondere wenn eineschlechte metabolische Kontrolle durch intensivierte Insulintherapie verbessert wurde.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es existiert keine spezielle Definition für eine Überdosierung von Insulin, da die

Blutglukosekonzentration das Resultat einer komplexen Interaktion von Insulinspiegel,

Glukoseverfügbarkeit und anderen metabolischen Prozessen ist. Eine Hypoglykämie kann aus einer in

Bezug zur Nahrungsaufnahme oder zum Energieverbrauch überschießenden Insulinwirkungresultieren.

Eine Hypoglykämie kann einhergehen mit Teilnahmslosigkeit, Verwirrung, Palpitationen,

Kopfschmerzen, Schwitzen und Erbrechen.

Eine leichte Form der Hypoglykämie kann durch Aufnahme von Glukose oder anderen Zuckern oderzuckerhaltigen Produkten behoben werden.

Schwere Fälle von Hypoglykämie können durch intramuskuläre oder subkutane Glukagoninjektionenbehandelt werden, wobei der Patient nach der Injektion Kohlenhydrate zu sich nehmen sollte, sobalder sich ausreichend erholt hat. Patienten, die nicht auf Glukagon ansprechen, muss eine Glukoselösungintravenös verabreicht werden.

Befindet sich der Patient im Koma, sollte Glukagon intramuskulär oder subkutan verabreicht werden.

Ist kein Glukagon verfügbar oder spricht der Patient nicht auf Glukagon an, muss eine Glukoselösungintravenös verabreicht werden. Sobald der Patient wieder bei Bewusstsein ist, sollte er Nahrung zusich nehmen.

Es kann notwendig sein, Kohlenhydrat-Aufnahme und Beobachtung fortzuführen, da eine

Hypoglykämie nach nur scheinbarer Genesung nochmals auftreten kann.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika, Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkend,

ATC Code: A10AB04

Die Hauptwirkung von Insulin lispro ist die Regulierung des Glukosestoffwechsels.

Außerdem haben Insuline zahlreiche anabole und anti-katabole Wirkungen in zahlreichenverschiedenen Geweben. Im Muskelgewebe bedeutet dies eine Steigerung der Glykogen-, Fettsäure-,

Glycerol- und Proteinsynthese und der Aminosäureaufnahme; gleichzeitig werden die Glykogenolyse,die Glukoneogenese, die Ketogenese, die Lipolyse, der Proteinkatabolismus und der

Aminosäuretransport aus der Zelle vermindert.

Insulin lispro hat einen raschen Wirkungseintritt (ca. 15 Minuten), was eine zeitlich nähere

Applikation in Bezug auf die Mahlzeit erlaubt (innerhalb von 15 Minuten vor oder nach der Mahlzeit)als bei Normalinsulin (30 - 45 Minuten vor der Mahlzeit). Im Vergleich zu Normalinsulin tritt die

Wirkung von Insulin lispro schneller ein und hält kürzer an (Wirkdauer 2 - 5 Stunden).

Bei Typ 1 und bei Typ 2 Diabetikern konnte in klinischen Untersuchungen mit Insulin lispro im

Vergleich zu Normalinsulin eine reduzierte postprandiale Hyperglykämie nachgewiesen werden.

Wie bei jedem Insulin kann der Wirkungsverlauf von Insulin lispro bei verschiedenen Individuen undzu verschiedenen Zeitpunkten bei denselben Individuen unterschiedlich sein und hängt von der Dosis,der Injektionsstelle, der Durchblutung, der Temperatur und der körperlichen Aktivität ab. Der typische

Wirkungsverlauf nach einer subkutanen Injektion ist in der folgenden Graphik dargestellt:

Die obige Graphik zeigt die relative Glukosemenge, die notwendig ist, um den Blutglukosespiegel des

Probanden nahe den Nüchternwerten zu halten, aufgetragen gegen die Zeit. Sie ist ein Maß für die

Wirkung dieser Insuline auf den Glukosestoffwechsel über einen bestimmten Zeitraum.

In klinischen Studien wurde die Behandlung von Kindern (61 Patienten zwischen 2 und 11 Jahren)sowie Kindern und Jugendlichen (481 Patienten zwischen 9 und 19 Jahren) untersucht, wobei Insulinlispro mit Normalinsulin verglichen wurde. Das pharmakodynamische Profil von Insulin lispro bei

Kindern ist ähnlich dem bei Erwachsenen beobachteten.

Für die Anwendung von Insulin lispro im Rahmen einer subkutanen Pumpentherapie wurde gezeigt,dass - verglichen mit Normalinsulin - niedrigere Spiegel an glycosyliertem Hämoglobin erhaltenwerden. In einer doppelblinden Crossover-Studie reduzierte Insulin lispro nach 12-wöchiger

Anwendung den Spiegel an glykosyliertem Hämoglobin um 0,37 Prozentpunkte im Vergleich zu0,03 Prozentpunkten bei Normalinsulin-Gabe (p = 0,004).

Studien haben gezeigt, dass bei Typ 2 Diabetikern, die mit Höchstdosen eines Sulfonylharnstoff-

Präparates behandelt werden, durch zusätzliche Anwendung von Insulin lispro der HbA1c-Wertsignifikant reduziert wird, verglichen mit der alleinigen Gabe des Sulfonylharnstoff-Präparates. Die

Reduzierung des HbA1c-Werts ist auch bei der Verwendung anderer Insulinprodukte wie lösliche oder

Isophan-Insuline zu erwarten.

Klinische Studien mit Typ 1 und Typ 2 Diabetikern zeigten eine kleinere Anzahl nächtlicher

Hypoglykämien unter Insulin lispro verglichen mit Insulin human. In einigen Studien war die

Reduzierung nächtlicher Hypoglykämien verbunden mit vermehrten Hypoglykämien während des

Tages.

Die glucodynamische Reaktion auf Insulin lispro wird von einer Nieren- oder Leberfunktionsstörungnicht beeinflusst. Glucodynamische Unterschiede zwischen Insulin lispro und Normalinsulin, wie siewährend eines 'Glucose clamp” gemessen wurden, bleiben über einen weiten Nierenfunktionsbereichbestehen.

Es wurde nachgewiesen, dass Insulin lispro auf molarer Basis äquipotent zu Humaninsulin ist, dass esaber einen rascheren Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkungsdauer besitzt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Insulin lispro weist auf eine Substanz hin, die sehr schnell resorbiert wirdund Plasmaspitzenspiegel innerhalb von 30 - 70 Minuten nach der subkutanen Injektion erzielt. Wennman die klinische Relevanz dieser Kinetik bedenkt, ist es wohl eher angebracht, die

Glukoseutilisationskurve zu studieren (im Abschnitt 5.1 diskutiert).

Die schnellere Absorption von Insulin lispro im Vergleich zu Normalinsulin bleibt bei Patienten mit

Nierenfunktionsstörung unverändert. Im Regelfall bleiben bei Patienten mit Typ 2 Diabetes über einenweiten Nierenfunktionsbereich die pharmakokinetischen Unterschiede zwischen Insulin lispro und

Normalinsulin bestehen und zeigen sich unabhängig von der Nierenfunktion. Die schnellere

Absorption und Elimination von Insulin lispro im Vergleich zu Normalinsulin bleibt bei Patienten mit

Leberfunktionsstörung unverändert.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

In In-vitro-Studien waren die Wirkungen von Insulin lispro denen von Humaninsulin sehr ähnlich,einschließlich der Bindung an Insulinrezeptoren und der Wirkung auf wachsende Zellen. Studienbelegen ebenfalls, dass die Dissoziation vom Insulinrezeptor für Insulin lispro und Humaninsulinäquivalent ist. In Studien zur akuten Toxizität und zur Toxizität nach wiederholter Anwendung - übereinen Zeitraum von einem und zwölf Monaten - wurden keine nennenswerten toxikologischen

Befunde erhoben.

Insulin lispro verursachte in Studien am Tier keine Fertilitätseinschränkungen, Embryotoxizität oder

Teratogenität.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

m-Cresol

Glycerol

Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O

Zinkoxid

Wasser für Injektionszwecke

Salzsäure und Natriumhydroxid können für die Einstellung des pH verwendet worden sein.

6.2 Inkompatibilitäten

Patrone, KwikPen und Junior KwikPen

Diese Arzneimittel dürfen nicht mit anderen Insulinen oder anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Durchstechflasche

Dieses Arzneimittel darf nicht mit einem anderen Arzneimittel mit Ausnahme der unter Abschnitt 6.6aufgeführten gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

Vor erstmaligem Gebrauch3 Jahre.

Nach erstmaligem Gebrauch/nach Einlegen der Patrone28 Tage.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht einfrieren. Nicht starker Hitze oder direktem Sonnenlicht aussetzen.

Vor erstmaligem Gebrauch

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nach erstmaligem Gebrauch/nach Einlegen der Patrone

Durchstechflasche

Im Kühlschrank (2 °C - 8 °C) oder unter 30 °C lagern.

Patrone

Unter 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern. Nach Einlegen der Patrone darf der Pen nicht mitaufgesetzter Nadel gelagert werden.

KwikPen und Junior KwikPen

Unter 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern. Der Fertigpen darf nicht mit aufgesetzter Nadelgelagert werden.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflasche

Die Lösung befindet sich in Typ I Klarglasflaschen, die mit Butyl- oder Halobutylstopfenverschlossen und mit Aluminiumkappen gesichert sind. Dimeticon- oder Silikonemulsionen könnenverwendet worden sein, um den Flaschenstopfen zu behandeln.

10 ml Durchstechflasche: Packungsgrößen zu 1 oder 2 oder Bündelpackung zu 5 (5 Packungen zu je1). Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Patrone

Die Lösung befindet sich in Typ I Klarglaspatronen, die mit Butyl- oder Halobutylscheibenstopfenund Patronenkolben verschlossen und mit Aluminiumkappen gesichert sind. Dimeticon- oder

Silikonemulsionen können verwendet worden sein, um den Kolben der Patrone und/oder die

Glaspatrone zu behandeln.

3 ml Patrone: Packungsgrößen zu 5 oder 10.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

KwikPen

Die Lösung befindet sich in Typ I Klarglaspatronen, die mit Butyl- oder Halobutylscheibenstopfenund Patronenkolben verschlossen und mit Aluminiumkappen gesichert sind. Dimeticon- oder

Silikonemulsionen können verwendet worden sein, um den Kolben der Patrone und/oder die

Glaspatrone zu behandeln. Die 3 ml Patronen sind in einem Fertigpen namens 'KwikPen“ montiert.

Nadeln werden nicht bereitgestellt.

3 ml KwikPen: Packungsgrößen zu 5 oder Bündelpackung zu 10 (2 Packungen zu je 5).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Junior KwikPen

Typ I Klarglaspatronen, sind mit Halobutylscheibenstopfen verschlossen und mit Aluminiumkappenund Brombutyl-Patronenkolben gesichert. Dimeticon- oder Silikonemulsionen können verwendetworden sein, um den Kolben der Patrone zu behandeln. Die 3 ml Patronen sind in einem Fertigpennamens 'Junior KwikPen“ montiert. Nadeln werden nicht bereitgestellt.

3 ml Junior KwikPen: Packungsgrößen zu 5 oder Bündelpackung zu 10 (2 Packungen zu je 5).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung
Hinweise für die Handhabung

Um die mögliche Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, darf jede Patrone oder jeder Fertigpennur von einem Patienten angewendet werden, auch wenn die Nadel des Injektionsgeräts gewechseltwurde. Patienten, die Durchstechflaschen verwenden, dürfen keine Nadeln oder Spritzen teilen. Der

Patient sollte die Nadel nach jeder Injektion entsorgen.

Die Liprolog Lösung sollte klar und farblos sein. Liprolog darf nicht angewendet werden, wenn

Trübungen, Dickflüssigkeit, eine leichte Farbveränderung oder Substanzablagerungen zu erkennensind.

Mischen Sie keine Insuline in Durchstechflaschen mit Insulin in Patronen. Siehe Abschnitt 6.2.

Vorbereitung einer Dosierung

Durchstechflasche

Die Durchstechflasche muss zusammen mit einer passenden Spritze (markiert für 100 Einheiten)verwendet werden.

I) Liprolog1. Waschen Sie Ihre Hände.

2. Wenn Sie eine neue Flasche verwenden, nehmen Sie die Plastikschutzkappe ab, aber entfernen

Sie nicht den Stopfen.

3. Wenn das Therapieschema die gleichzeitige Injektion von Verzögerungsinsulin und Liprologerfordert, können beide in der Spritze gemischt werden. Wenn Sie Insuline mischen, befolgen

Sie die im Abschnitt II) und 6.2 aufgeführten Anweisungen für das Mischen.

4. Ziehen Sie die der verschriebenen Liprolog-Menge entsprechende Menge Luft in die Spritze.

Reinigen Sie den oberen Teil der Flasche mit einem Tupfer. Durchstechen Sie mit der Nadelden Gummiverschluss der Liprolog-Flasche und injizieren Sie die Luft in die Flasche.

5. Stellen Sie Flasche und Spritze auf den Kopf. Halten Sie Flasche und Spritze fest in einer Hand.

6. Überprüfen Sie, dass die Spitze der Nadel in Liprolog eingetaucht ist und ziehen Sie diekorrekte Dosis in die Spritze auf.

7. Überprüfen Sie, ob sich Luftblasen in der Spritze befinden, welche die aufgezogene Menge

Liprolog reduzieren könnten, bevor Sie die Nadel aus der Flasche ziehen. Sollten Luftblasenvorhanden sein, halten Sie die Spritze aufrecht und klopfen Sie solange an die Seite der Spritze,bis die Luftblasen an die Oberfläche steigen. Drücken Sie sie mit dem Kolben aus der Spritzeheraus und ziehen Sie die korrekte Menge des Arzneimittels auf.

8. Entfernen Sie die Nadel aus der Flasche und legen Sie die Spritze so ab, dass die Nadel nichtmit irgendwelchen Gegenständen in Berührung kommt.

II) Mischen mit länger wirksamen Humaninsulinen (siehe Abschnitt 6.2)1. Liprolog sollte mit länger wirksamen Humaninsulinen nur nach Anleitung des Arztes gemischtwerden.

2. Ziehen Sie die der länger wirksamen Humaninsulinmenge entsprechende Menge Luft in die

Spritze auf. Führen Sie die Spritze in die Flasche mit länger wirksamem Insulin ein undinjizieren Sie die Luft. Ziehen Sie die Spritze wieder heraus.

3. Injizieren Sie nun in der gleichen Art und Weise Luft in die Liprolog-Flasche, aber ziehen Siedie Spritze nicht heraus.

4. Stellen Sie Spritze und Flasche auf den Kopf.

5. Überprüfen Sie, dass die Spitze der Nadel in Liprolog eingetaucht ist und ziehen Sie diekorrekte Menge Liprolog in die Spritze auf.

6. Überprüfen Sie, ob sich Luftblasen in der Spritze befinden, welche die aufgezogene Menge

Liprolog reduzieren könnten, bevor Sie die Nadel aus der Flasche ziehen. Sollten Luftblasenvorhanden sein, halten Sie die Spritze aufrecht und klopfen Sie solange an die Seite der Spritze,bis die Luftblasen an die Oberfläche steigen. Drücken Sie sie mit dem Kolben aus der Spritzeheraus und ziehen Sie die korrekte Menge des Arzneimittels auf.

7. Entfernen Sie die Nadel und führen Sie sie in die Flasche mit dem länger wirksamen Insulin ein.

Stellen Sie Spritze und Flasche auf den Kopf. Halten Sie Flasche und Spritze fest in einer Handund schütteln Sie sie leicht. Überprüfen Sie, dass die Spitze der Nadel in das Insulin eingetauchtist und ziehen Sie die benötigte Menge länger wirksames Insulin auf.

8. Entsorgen Sie die Nadel und legen Sie die Spritze so ab, dass die Nadel nicht mit irgendwelchen

Gegenständen in Berührung kommt.

Patrone

Liprolog Patronen sollten nur mit einem wiederverwendbaren Insulin-Pen der Firma Lilly oder einem

BerliPen® areo 3 und in keinem anderen wiederverwendbaren Pen verwendet werden, da die

Dosierungsgenauigkeit mit anderen Pens nicht gesichert ist.

Die Herstelleranweisungen für den jeweiligen Pen müssen hinsichtlich des Einlegens der Patrone, des

Aufsetzens der Nadel und der Verabreichung der Insulininjektion befolgt werden.

KwikPen und Junior KwikPen

Vor der Verwendung des Fertigpens muss die Bedienungsanleitung, die der Packungsbeilagebeigefügt ist, sorgfältig gelesen werden. Der Fertigpen muss wie in der Bedienungsanleitungangegeben verwendet werden.

Pens sollten nicht verwendet werden, wenn Teile defekt oder beschädigt aussehen.

Injektion einer Dosis

Wenn Sie einen vorgefüllten Fertigpen oder einen wiederverwendbaren Pen verwenden, beachten Siedie detaillierten Anweisungen zur Vorbereitung des Pens und die Injektion der Dosis. Die folgende

Anweisung ist allgemein gehalten.

1. Waschen Sie Ihre Hände.

2. Wählen Sie eine Injektionsstelle aus.

3. Reinigen Sie die Haut gemäß den Instruktionen.

4. Stabilisieren Sie die Haut, indem Sie sie spannen oder eine größere Fläche zusammendrücken.

Führen Sie die Nadel gemäß den Instruktionen ein und injizieren Sie entsprechend.

5. Ziehen Sie die Nadel heraus und üben Sie auf die Injektionsstelle für ein paar Sekunden leichten

Druck aus. Reiben Sie die Stelle nicht.

6. Entsorgen Sie Spritze und Nadel sachgerecht. Schrauben Sie die Nadel bei einem

Injektionsgerät mit Hilfe der äußeren Nadelschutzkappe ab und entsorgen Sie sie sachgerecht.

7. Die Injektionsstelle sollte immer wieder gewechselt werden, so dass dieselbe Stelle nicht öfterals ca. einmal im Monat benutzt wird.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Eli Lilly Nederland B.V., Papendorpseweg 83, 3528 BJ Utrecht, Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/01/195/001

EU/1/01/195/002

EU/1/01/195/008

EU/1/01/195/009

EU/1/01/195/010

EU/1/01/195/016

EU/1/01/195/017

EU/1/01/195/030

EU/1/01/195/031

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 1. August 2001

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 1. August 2006

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Internetseite der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.