LEVITRA 20mg tablets merkblatt medikamente

G04BE09 Vardenafil • UROGENITALSYSTEM UND SEXUALHORMONE | UROLOGIKA | Mittel bei erektiler Dysfunktion

Vardenafil ist ein Medikament zur Behandlung von erektiler Dysfunktion (Impotenz) bei Männern. Es gehört zur Klasse der Phosphodiesterase-Typ-5 (PDE5)-Hemmer, die durch eine Erhöhung des Blutflusses zum Penis während sexueller Stimulation wirken und so helfen, eine Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten.

Vardenafil wird oral eingenommen, in der Regel 25-60 Minuten vor der sexuellen Aktivität. Die Wirkung kann bis zu 4-5 Stunden anhalten. Das Medikament wirkt nicht ohne sexuelle Stimulation und ist nicht für die tägliche kontinuierliche Anwendung gedacht, sondern nur bei Bedarf.

Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, verstopfte Nase, Schwindel und Verdauungsprobleme. Selten kann es zu schwerwiegenderen Nebenwirkungen kommen, wie einem plötzlichen Blutdruckabfall, vorübergehendem Verlust des Seh- oder Hörvermögens oder verlängerten und schmerzhaften Erektionen (Priapismus), die sofortige medizinische Hilfe erfordern.

Vardenafil wird nicht für Männer empfohlen, die Nitrate gegen Herzkrankheiten einnehmen, da die Kombination zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen kann. Es ist wichtig, dass Patienten ihre Krankengeschichte und andere eingenommene Medikamente mit ihrem Arzt besprechen, bevor sie mit der Behandlung mit Vardenafil beginnen.

Allgemeine Daten zu LEVITRA 20mg

Substanz: Vardenafil

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-12-2019

Handelsgesetzbuch: W63871002

Konzentration: 20mg

Pharmazeutisches Formblatt: tablets

Quantität: 4

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: BAYER AG - GERMANIA

Zulassungsinhaber: BAYER AG - GERMANIA

Zulassungsnummer: 248/2003/10

Haltbarkeit: 3 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Vardenafil

10mg, 20mg, 5mg

Andere ähnliche Substanzen wie Vardenafil

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels LEVITRA 20mg tablets

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Levitra 10 mg Schmelztabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Schmelztablette enthält 10 mg Vardenafil (als Hydrochlorid).

Sonstige Bestandteile:

7,96 mg Sorbitol (E420) und 1,80 mg Aspartam (E951) pro Schmelztablette.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Schmelztablette.

Weiße runde Tabletten.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern. Erektile Dysfunktion ist die

Unfähigkeit, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion des Penis zuerreichen oder aufrechtzuerhalten.

Damit Levitra wirken kann, ist eine sexuelle Stimulation erforderlich.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Levitra 10 mg Schmelztabletten sind nicht bioäquivalent zu Levitra 10 mg Filmtabletten (siehe

Abschnitt 5.1). Die Höchstdosis von Levitra Schmelztabletten beträgt 10 mg/Tag.

Anwendung bei erwachsenen Männern

Levitra 10 mg Schmelztabletten sind bei Bedarf ungefähr 25 bis 60 Minuten vor dem

Geschlechtsverkehr einzunehmen.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Menschen (≥65 Jahre)

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich. Jedoch sollte bei ihnen eine

Dosissteigerung bis zu einer Maximaldosis von 20 mg sorgfältig unter Berücksichtigung derindividuellen Verträglichkeit abgewogen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Eingeschränkte Leberfunktion

Levitra 10 mg Schmelztabletten sind bei Patienten mit leichter Einschränkung der Leberfunktion(Child-Pugh A) nicht als Anfangsdosis geeignet.

Patienten mit leichter Einschränkung der Leberfunktion sollten die Behandlung mit Levitra 5 mg

Filmtabletten beginnen. Entsprechend der Verträglichkeit und Wirksamkeit kann die Dosis auf

Levitra 10 mg und 20 mg Filmtabletten oder Levitra 10 mg Schmelztabletten erhöht werden.

Die empfohlene Maximaldosis bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion(Child-Pugh B) beträgt 10 mg Levitra als Filmtabletten (siehe Abschnitt 5.2).

Levitra 10 mg Schmelztabletten sind nicht für die Anwendung bei Patienten mit mittelschwerer(Child-Pugh B) und schwerer Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh C) geeignet (siehe

Abschnitt 4.3).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit einer leichten bis mäßigen Einschränkung der Nierenfunktion ist keine

Dosisanpassung erforderlich.

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) beträgt dieempfohlene Anfangsdosis Levitra 5 mg Filmtabletten. Entsprechend der Verträglichkeit und

Wirksamkeit kann die Dosis auf Levitra 10 mg und 20 mg Filmtabletten oder Levitra 10 mg

Schmelztabletten erhöht werden.

Levitra Schmelztabletten sind nicht für die Anwendung bei Patienten mit terminaler

Niereninsuffizienz geeignet (siehe Abschnitt 4.3).

Kinder und Jugendliche

Levitra Schmelztabletten sind nicht für die Anwendung bei Personen unter 18 Jahren angezeigt. Für

Levitra Schmelztabletten gibt es keine Indikation für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.

Anwendung bei Patienten, die andere Arzneimittel anwenden

Gleichzeitige Anwendung mäßig starker oder starker CYP3A4-Inhibitoren

Eine Dosisanpassung von Vardenafil ist erforderlich, wenn mäßig starke oder starke

CYP3A4-Inhibitoren gleichzeitig gegeben werden (siehe Abschnitt 4.5).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Schmelztablette ist auf die Zunge zu legen, wo sie sich schnell auflöst und dann geschluckt wird.

Levitra Schmelztabletten müssen ohne Flüssigkeit und unmittelbar nach der Entnahme aus der

Blisterpackung eingenommen werden.

Levitra Schmelztabletten können mit und ohne Nahrung eingenommen werden.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil und Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren (wie

Amylnitrit) in jeder Form ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Bei Patienten, die aufgrund einer nicht-arteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie(NAION) ihre Sehkraft auf einem Auge verloren haben, ist Levitra kontraindiziert, unabhängig davon,ob der Sehverlust mit einer vorherigen Einnahme eines Phosphodiesterase-5(PDE5)-Hemmers in

Zusammenhang stand oder nicht (siehe Abschnitt 4.4).

Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion dürfen generell nicht von Männernangewendet werden, denen von sexuellen Aktivitäten abzuraten ist (z. B. Patienten mit schweren

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie instabiler Angina pectoris oder schwerer Herzinsuffizienz [New

York Heart Association III oder IV]).

Bei folgenden Untergruppen von Patienten wurde die Sicherheit von Vardenafil nicht untersucht,daher ist die Anwendung kontraindiziert, bis weitere Daten vorliegen:

- Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh C),

- im Endstadium einer Nierenfunktionsstörung mit Dialysepflicht,

- Patienten mit Hypotonie (Blutdruck <90/50 mmHg),

- mit kürzlich erlittenem Schlaganfall oder Herzinfarkt (innerhalb der letzten 6 Monate),

- mit instabiler Angina pectoris sowie mit bekannten erblich bedingten degenerativen

Retinaerkrankungen wie Retinitis pigmentosa.

Bei Männern über 75 Jahre ist die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit den starken

CYP3A4-Inhibitoren Itraconazol und Ketoconazol (orale Darreichungsform) kontraindiziert.

Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit HIV-Protease-Inhibitoren wie zum Beispiel

Ritonavir und Indinavir ist kontraindiziert, weil sie sehr starke CYP3A4-Inhibitoren sind (siehe

Abschnitt 4.5).

Die Begleittherapie von PDE5-Hemmern, inklusive Vardenafil, mit Guanylatcyclase-Stimulatoren wie

Riociguat ist kontraindiziert, da es möglicherweise zu einer symptomatischen Hypotonie kommenkann (siehe Abschnitt 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bevor eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen wird, muss die Diagnose einer erektilen

Dysfunktion mittels Anamnese und körperlicher Untersuchung gestellt und zugrunde liegende

Ursachen ermittelt werden.

Vor dem Beginn jeglicher Behandlung einer erektilen Dysfunktion müssen die behandelnden Ärzteden kardiovaskulären Status ihrer Patienten berücksichtigen, da mit sexueller Aktivität ein gewisseskardiales Risiko einhergeht (siehe Abschnitt 4.3). Vardenafil besitzt vasodilatatorische Eigenschaften,die zu leichten und vorübergehenden Blutdrucksenkungen führen (siehe Abschnitt 5.1). Patienten miteiner Obstruktion der linksventrikulären Ausstrombahn, zum Beispiel Aortenstenose undidiopathischer hypertrophischer Subaortenstenose, können empfindlich gegenüber gefäßerweiternden

Substanzen einschließlich PDE5-Inhibitoren reagieren.

Schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse wie plötzlicher Tod, Tachykardie, Myokardinfarkt,ventrikuläre Tachyarrhythmie, Angina pectoris und zerebrovaskuläre Erkrankungen (einschließlichvorübergehender ischämischer Anfälle und zerebraler Blutungen) wurden in zeitlichem

Zusammenhang mit Vardenafil berichtet. Die meisten Patienten, bei denen diese Ereignisse berichtetwurden, hatten bereits bestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren. Es ist jedoch nicht endgültigfeststellbar, ob diese Ereignisse in direktem Zusammenhang mit diesen Risikofaktoren, Vardenafil,sexueller Aktivität oder einer Kombination dieser oder anderer Faktoren stehen.

Die Behandlung einer erektilen Dysfunktion mit Arzneimitteln muss dann mit Vorsicht erfolgen,wenn anatomische Missbildungen des Penis (wie Angulation, Fibrose im Bereich der Corporacavernosa oder die Peyronie-Krankheit) vorliegen, sowie bei Patienten mit für Priapismusprädisponierenden Erkrankungen (wie Sichelzellenanämie, Plasmozytom, Leukämie).

Es liegen keine Studien zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Levitra Schmelztabletten in

Kombination mit Levitra Filmtabletten oder anderen Behandlungen einer erektilen Dysfunktion vor.

Die Anwendung solcher Kombinationen wird daher nicht empfohlen.

Die Verträglichkeit der Maximaldosis von Levitra 20 mg Filmtabletten kann bei älteren Patienten(≥65 Jahre) geringer sein (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Gleichzeitige Anwendung von Alpha-Rezeptorenblockern

Die gleichzeitige Anwendung von Alpha-Rezeptorenblockern und Vardenafil kann bei einigen

Patienten zu einer unerwünscht starken Blutdrucksenkung führen, da beide Arzneimittelgefäßerweiternd wirken. Eine Begleitbehandlung mit Vardenafil sollte nur begonnen werden, wennder Patient stabil auf die Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie eingestellt ist. Bei den Patienten, diestabil auf Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie eingestellt sind, sollte Vardenafil mit der niedrigstenempfohlenen Anfangsdosis von 5 mg Filmtabletten begonnen werden. Patienten, die mit

Alpha-Rezeptorenblockern behandelt werden, sollten Levitra 10 mg Schmelztabletten nicht als

Anfangsdosis anwenden. Vardenafil kann zu jeder Zeit mit Tamsulosin oder mit Alfuzosin angewandtwerden. Bei anderen Alpha-Rezeptorenblockern sollte ein zeitlicher Abstand der Gabe berücksichtigtwerden, wenn Vardenafil als Begleitbehandlung verordnet wird (siehe Abschnitt 4.5). Bei den

Patienten, die schon eine optimierte Dosis Vardenafil einnehmen, sollte die

Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie mit der niedrigsten Dosis begonnen werden. Die schrittweise

Erhöhung der Alpha-Rezeptorenblocker-Dosis kann bei Patienten, die Vardenafil einnehmen, miteiner weiteren Blutdrucksenkung einhergehen.

Gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit starken CYP3A4-Inhibitoren wie zum Beispiel

Itraconazol und Ketoconazol (orale Darreichungsform) sollte vermieden werden, da bei Kombinationdieser Arzneimittel sehr hohe Plasmakonzentrationen von Vardenafil erreicht werden (siehe

Abschnitte 4.5 und 4.3).

Bei gleichzeitiger Anwendung von moderaten CYP3A4-Inhibitoren wie Erythromycin und

Clarithromycin kann eine Dosisanpassung von Vardenafil notwendig sein (siehe Abschnitte 4.2 und4.5).

Bei gleichzeitiger Einnahme von Grapefruit oder Grapefruitsaft ist ein Anstieg der Vardenafil-

Plasmakonzentrationen zu erwarten. Daher muss diese Kombination vermieden werden (siehe

Abschnitt 4.5).

Wirkung auf das QTc-Intervall

Orale Einmalgaben von 10 mg und 80 mg Vardenafil führten im Mittel zu Verlängerungen des QTc-

Intervalls um 8 msec resp. 10 msec. Einmalgaben von 10 mg Vardenafil, die gleichzeitig mit 400 mg

Gatifloxacin, einem Wirkstoff mit vergleichbarer Wirkung auf QT, eingenommen wurden, führten zueiner additiven Wirkung auf QTc von 4 msec im Vergleich zu den Wirkungen der einzelnen

Wirkstoffe. Die klinische Relevanz dieser QT-Änderungen ist unbekannt (siehe Abschnitt 5.1).

Die klinische Relevanz dieses Befundes ist unbekannt und kann nicht für alle Patienten unter allen

Bedingungen verallgemeinert werden, da dies von den individuellen Risikofaktoren sowie der

Empfindlichkeit des einzelnen Patienten zu einem gegebenen Zeitpunkt abhängt. Arzneimittel, die das

QTc-Intervall verlängern können, einschließlich Vardenafil, sollten bei Patienten mit relevanten

Risikofaktoren, zum Beispiel Hypokaliämie, angeborener QT-Verlängerung, gleichzeitiger

Anwendung von Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin, Procainamid) oder der Klasse III(z. B. Amiodaron, Sotalol) möglichst vermieden werden.

Wirkung auf das Sehvermögen

Sehstörungen und Fälle von nicht-arteriitischer ischämischer Optikusneuropathie (NAION) sind in

Zusammenhang mit der Einnahme von Levitra und anderen PDE5-Hemmern beobachtet worden.

Auswertungen von Beobachtungsdaten weisen auf ein erhöhtes Risiko von akuter NAION bei

Männern mit erektiler Dysfunktion nach Einnahme von PDE5-Inhibitoren wie Vardenafil, Tadalafilund Sildanafil hin (siehe Abschnitt 4.8). Da dies alle Patienten, die Vardenafil einnehmen, betreffenkönnte, müssen die Patienten darüber aufgeklärt werden, dass sie im Falle einer plötzlichen

Sehstörung Levitra Schmelztabletten absetzen und sofort einen Arzt aufsuchen sollen (siehe

Abschnitt 4.3).

Wirkung auf Blutungen

In vitro Studien an menschlichen Thrombozyten haben Hinweise darauf erbracht, dass Vardenafilkeine eigenständigen antiaggregatorischen Eigenschaften zeigt, aber bei hohen Konzentrationen(oberhalb des therapeutischen Bereichs) die antiaggregatorische Wirkung des

Stickstoffmonoxid-Donators Nitroprussid-Natrium verstärkt. Beim Menschen hat weder die alleinige

Anwendung von Vardenafil noch die Kombination mit Acetylsalicylsäure einen Effekt auf die

Blutungszeit (siehe Abschnitt 4.5). Es liegen keine Daten über die Unbedenklichkeit der

Verabreichung von Vardenafil an Patienten mit Blutungsstörungen oder aktiven peptischen Ulzeravor. Daher sollte Vardenafil von diesen Patienten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägungangewendet werden.

Aspartam

Dieses Arzneimittel enthält 1,80 mg Aspartam pro 10 mg Schmelztablette. Aspartam ist eine Quellefür Phenylalanin. Es kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie (PKU), eine selteneangeborene Erkrankung, bei der sich Phenylalanin anreichert, da der Körper es nicht ausreichendabbauen kann.

Sorbitol

Dieses Arzneimittel enthält 7,96 mg Sorbitol pro 10 mg Schmelztablette.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Vardenafil

In vitro Studien

Vardenafil wird hauptsächlich in der Leber durch das Cytochrom P450 (CYP)-Isoenzym 3A4 mitgeringer Beteiligung der CYP3A5- und CYP2C-Isoenzyme metabolisiert. Inhibitoren dieser

Isoenzyme können daher die Vardenafil-Clearance vermindern.

In vivo Studien

Die gleichzeitige Anwendung des HIV-Protease-Hemmstoffs Indinavir (3-mal täglich 800 mg), einesstarken CYP3A4-Inhibitors, mit Vardenafil (10 mg Filmtabletten) bewirkte eine 16-fache Steigerungder Vardenafil-AUC und eine 7-fache Steigerung der Vardenafil-Cmax. Nach 24 Stunden waren die

Vardenafil-Plasmaspiegel wieder auf ungefähr 4 % der maximalen Vardenafil-Plasmaspiegel (Cmax)gesunken.

Die gleichzeitige Anwendung von Ritonavir (2-mal täglich 600 mg) und Vardenafil 5 mg führte zueinem 13-fachen Anstieg der Vardenafil-Cmax und einer 49-fachen Steigerung der Vardenafil-AUC0-24.

Diese Wechselwirkung ist eine Folge der Blockierung der hepatischen Metabolisierung von

Vardenafil durch Ritonavir, einen hochpotenten CYP3A4-Inhibitor, der gleichzeitig CYP2C9 hemmt.

Ritonavir verlängert die Halbwertszeit von Vardenafil signifikant auf 25,7 Stunden (siehe

Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung von Ketoconazol (200 mg), einem starken CYP3A4-Inhibitor, mit

Vardenafil (5 mg) bewirkte eine 10-fache Steigerung der Vardenafil-AUC und eine 4-fache

Steigerung der Vardenafil-Cmax (siehe Abschnitt 4.4).

Obwohl spezifische Interaktionsstudien nicht durchgeführt wurden, ist zu erwarten, dass diegleichzeitige Anwendung anderer starker CYP3A4-Inhibitoren (wie Itraconazol) Vardenafil-

Plasmaspiegel in vergleichbarer Höhe bewirken wie unter Anwendung mit Ketoconazol. Diegleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit starken CYP3A4-Inhibitoren wie zum Beispiel

Itraconazol und Ketoconazol (orale Anwendung) sollte vermieden werden (siehe Abschnitte 4.3 und4.4). Bei Männern über 75 Jahre ist die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit Itraconazol oder

Ketoconazol kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung von Erythromycin (3-mal täglich 500 mg), einem CYP3A4-Inhibitor,und Vardenafil (5 mg) bewirkte eine 4-fache Steigerung der Vardenafil-AUC und eine 3-fache

Steigerung der Vardenafil-Cmax. Obwohl eine spezifische Interaktionsstudie nicht durchgeführt wurde,ist zu erwarten, dass die gleichzeitige Anwendung mit Clarithromycin zu vergleichbaren Wirkungenauf Vardenafil-AUC und -Cmax führen würde. Bei gleichzeitiger Anwendung mit einem moderaten

CYP3A4-Inhibitor wie Erythromycin oder Clarithromycin kann eine Anpassung der Vardenafil-Dosisnotwendig sein (siehe Abschnitt 4.2 und Abschnitt 4.4). Cimetidin (2-mal täglich 400 mg), einunspezifischer Cytochrom-P450-Inhibitor, zeigte bei gleichzeitiger Anwendung von Vardenafil(20 mg) bei gesunden Probanden keinen Effekt auf die Vardenafil-AUC und -Cmax.

Grapefruitsaft kann als schwacher Hemmstoff des CYP3A4-Stoffwechsels in der Darmwand einegeringe Steigerung des Vardenafil-Plasmaspiegels bewirken (siehe Abschnitt 4.4).

Die Pharmakokinetik von Vardenafil (20 mg) wurde durch die gleichzeitige Anwendung des

H2-Antagonisten Ranitidin (2-mal täglich 150 mg), Digoxin, Warfarin, Glibenclamid, Alkohol(mittlerer maximaler Blut-Alkohol-Spiegel von 73 mg/dl) oder die Einmalgabe von Antacida(Magnesiumhydroxid/Aluminiumhydroxid) nicht beeinflusst.

Obwohl spezifische Interaktionsstudien nicht für alle Arzneimittel durchgeführt wurden, erbrachte die

Analyse pharmakokinetischer Daten keine Veränderungen der pharmakokinetischen Parameter von

Vardenafil bei gleichzeitiger Anwendung von folgenden Arzneimitteln: Acetylsalicylsäure,

ACE-Hemmern, Betablockern, schwachen CYP3A4-Inhibitoren, Diuretika und Arzneimitteln zur

Behandlung von Diabetes (Sulfonylharnstoff und Metformin).

Wirkungen von Vardenafil auf andere Arzneimittel

Es liegen keine Daten zu Wechselwirkungen von Vardenafil mit nicht-spezifischen

Phosphodiesterasehemmern wie Theophyllin oder Dipyridamol vor.

In vivo Studien

In einer Studie an 18 gesunden männlichen Probanden wurde keine Verstärkung desblutdrucksenkenden Effektes von sublingual gegebenem Nitroglycerin (0,4 mg) bei Einnahme von

Vardenafil (10 mg) in unterschiedlichen Abständen (1-24 Stunden) vor der Anwendung von

Nitroglycerin beobachtet. Vardenafil 20 mg Filmtabletten verstärkten bei gesunden Probandenmittleren Alters die blutdrucksenkende Wirkung von sublingual gegebenem Nitroglycerin (0,4 mg),wenn dieses 1 Stunde und 4 Stunden nach Einnahme von Vardenafil angewandt wurde. Wenn

Nitroglycerin 24 Stunden nach einer Einmaldosis von 20 mg Vardenafil Filmtabletten verabreichtwurde, war kein Effekt auf den Blutdruck zu beobachten. Es liegen jedoch keine Informationen übereine mögliche Verstärkung des blutdrucksenkenden Effektes von Nitraten und Vardenafil bei

Patienten vor, daher ist die gleichzeitige Anwendung von Levitra Schmelztabletten und Nitratenkontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Nicorandil ist ein Wirkstoff, der gleichzeitig als Kaliumkanalöffner und als Nitrat wirkt. Auf Grundder Nitratkomponente besteht die Möglichkeit einer schwerwiegenden Wechselwirkung mit

Vardenafil.

Da eine Alpha-Rezeptorenblocker-Monotherapie zu einer ausgeprägten Blutdrucksenkung, speziell zuorthostatischer Hypotonie und Synkope, führen kann, wurden Interaktionsstudien mit Vardenafildurchgeführt. In zwei Interaktionsstudien mit gesunden Probanden, bei denen normale Blutdruckwertevorlagen, wurde nach forcierter Titration auf hohe Dosen des Alpha-Rezeptorenblockers Tamsulosinoder Terazosin bei gleichzeitiger Verabreichung mit Vardenafil von einer signifikanten Anzahl der

Probanden über Hypotonie (in einigen Fällen über eine symptomatische Hypotonie) berichtet. Bei mit

Terazosin behandelten Probanden wurde eine Hypotonie häufiger bei gleichzeitiger Gabe von

Vardenafil und Terazosin beobachtet, als wenn ein Zeitintervall von 6 Stunden zwischen der Gabelag.

Auf Basis der Ergebnisse von mit Vardenafil durchgeführten Interaktionsstudien bei Patienten mitbenigner Prostatahyperplasie (BPH) und stabiler Tamsulosin-, Terazosin- oder Alfuzosin-Therapieergibt sich:

* Wenn Vardenafil (Filmtabletten) in einer Dosierung von 5, 10 oder 20 mg im Rahmen einerstabilen Tamsulosin-Therapie angewandt wurde, trat keine symptomatische Blutdrucksenkungauf, obwohl 3/21 mit Tamsulosin behandelten Patienten vorübergehend einen systolischen

Blutdruck (im Stehen) von kleiner als 85 mmHg aufwiesen.

* Wenn Vardenafil 5 mg (Filmtabletten) gleichzeitig mit Terazosin 5 oder 10 mg gegeben wurde,kam es bei einem von 21 Patienten zu einer symptomatischen orthostatischen Hypotonie. Eswurde keine Hypotonie beobachtet, wenn die Gabe von Vardenafil 5 mg und Terazosin ineinem zeitlichen Abstand von 6 Stunden erfolgte.

* Wenn Vardenafil (Filmtabletten) in einer Dosierung von 5 oder 10 mg im Rahmen einerstabilen Alfuzosin-Therapie angewendet wurde, trat keine symptomatische Blutdrucksenkunggegenüber Placebo auf.

Deshalb sollte eine Begleitbehandlung nur begonnen werden, wenn der Patient stabil auf die

Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie eingestellt ist. Bei den Patienten, die stabil auf

Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie eingestellt sind, sollte Vardenafil mit der niedrigsten empfohlenen

Anfangsdosis von 5 mg Filmtabletten begonnen werden. Levitra kann zu jeder Zeit mit Tamsulosinoder mit Alfuzosin angewandt werden. Bei anderen Alpha-Rezeptorenblockern sollte ein zeitlicher

Abstand der Gabe berücksichtigt werden, wenn Vardenafil als Begleitbehandlung verordnet wird(siehe Abschnitt 4.4).

Levitra 10 mg Schmelztabletten sollten von Patienten, die mit Alpha-Rezeptorenblockern behandeltwerden, nicht als Anfangsdosis eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Vardenafil (20 mg Filmtabletten) mit Warfarin (25 mg), das durch

CYP2C9 verstoffwechselt wird, oder Digoxin (0,375 mg) konnten keine signifikanten

Wechselwirkungen gezeigt werden. Die relative Bioverfügbarkeit von Glibenclamid (3,5 mg) wurdedurch die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil (20 mg) nicht beeinflusst. In einer gezielten

Studie erhielten Hypertoniker Vardenafil (20 mg) zusammen mit verzögert freisetzendem Nifedipin(30 mg oder 60 mg). Es zeigte sich eine zusätzliche Senkung des Blutdrucks in Rückenlage umsystolisch 6 mmHg und diastolisch um 5 mmHg, begleitet von einem Herzfrequenzanstieg um4 Schläge/min.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Vardenafil (20 mg Filmtabletten) und Alkohol (mittlerer maximaler

Blut-Alkohol-Spiegel von 73 mg/dl) wurden die Wirkung von Alkohol auf Blutdruck und

Herzfrequenz nicht verstärkt und die pharmakokinetischen Eigenschaften von Vardenafil nichtverändert.

Die durch Acetylsalicylsäure (2-mal täglich 81 mg) bewirkte Verlängerung der Blutungszeit wurdedurch Vardenafil (10 mg) nicht gesteigert.

Riociguat

Präklinische Studien zeigten einen additiven Effekt auf die Senkung des systemischen Blutdrucks,wenn PDE5-Inhibitoren mit Riociguat kombiniert wurden. In klinischen Studien zeigte sich, dass

Riociguat den hypotensiven Effekt von PDE5-Hemmern verstärkt. Es gab keinen Hinweis auf einenpositiven klinischen Effekt dieser Kombination in der untersuchten Studienpopulation. Diegleichzeitige Verwendung von Riociguat mit PDE5-Hemmern, inklusive Vardenafil, istkontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Für die Behandlung von Frauen ist Levitra nicht indiziert. Es gibt keine Studien mit Vardenafil bei

Schwangeren.

Es liegen keine Fertilitätsdaten vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Da in klinischen Studien mit Vardenafil über Schwindel und Sehstörungen berichtet wurde, müssendie Patienten darauf achten, wie sie auf die Einnahme von Levitra Schmelztabletten reagieren, bevorsie Auto fahren oder Maschinen bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die in klinischen Studien zu Levitra Filmtabletten oder Vardenafil 10 mg Schmelztablettenberichteten Nebenwirkungen waren überwiegend vorübergehender und leichter bis mäßiger Natur.

Die häufigste, bei ≥10 % der Patienten aufgetretene Nebenwirkung ist Kopfschmerzen.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind gemäß MedDRA Häufigkeitskonvention aufgeführt: sehr häufig (≥1/10),häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000) und nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet:

Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse (≥1/10) (1/100 bis (1/1.000 bis (1/10.000 bis (Häufigkeit auf<1/10) <1/100) <1/1.000) Grundlage derverfügbaren

Daten nichtabschätzbar)

Infektionen Konjunktivitisund parasitäre

Erkrankungen

Erkrankungen allergische allergischedes Ödeme und Reaktionen

Immunsystems Angioödem

Psychiatrische Schlaf- Angstzustände

Erkrankungen störungen

Erkrankungen Kopf- Schwindel Somnolenz, Synkope, zerebraledes schmerzen Parästhesien cerebrale Blutung

Nervensystems und Krämpfe,

Dysästhesien Amnesie,vorübergehendeischämische

Attacke

Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse (≥1/10) (1/100 bis (1/1.000 bis (1/10.000 bis (Häufigkeit auf<1/10) <1/100) <1/1.000) Grundlage derverfügbaren

Daten nichtabschätzbar)

Augenerkran- visuelle Anstieg des nicht-arteri-kungen Störungen, Augeninnen- itischeokuläre drucks, anteriore

Hyperämie, vermehrte ischämische

Farbensehen, Tränenbildung Optikusneuro-

Augenschmer- pathie,zen und Augen- Störungen desbeschwerden, Visus

Photophobie

Erkrankungen Tinnitus, plötzlichedes Ohrs und Schwindel Schwerhörig-des Labyrinths keit oder

Taubheit

Herz- Palpitationen, Myokardinfarkt, plötzlicher Toderkrankungen Tachykardie ventrikuläre

Tachyarrhythmien,

Angina pectoris

Gefäß- Flush Hypotonie,erkrankungen Hypertonie

Erkrankungen Verstopfte Dyspnoe, Nasenblutender Atemwege, Nase Nasen-des nebenhöhlen-

Brustraums verstopfungund

Mediastinums

Erkrankungen Dyspepsie gastroöso-des Gastroin- phagealetestinaltraktes Refluxerkran-kung,

Gastritis,gastrointesti-nale undabdominelle

Schmerzen,

Diarrhö,

Erbrechen,

Übelkeit,

Mundtrocken-heit

Leber- und Transminasen- Anstieg des

Gallenerkran- anstieg Gamma-kungen Glutamyl-transpeptidase-

Wertes

Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse (≥1/10) (1/100 bis (1/1.000 bis (1/10.000 bis (Häufigkeit auf<1/10) <1/100) <1/1.000) Grundlage derverfügbaren

Daten nichtabschätzbar)

Erkrankungen Erythem, Photosensibilitätder Haut und Exanthemdes

Unterhautzell-gewebes

Skelett- Rücken-muskulatur-, schmerzen,

Bindegewebs- Anstieg derund Knochen- Kreatin-erkrankungen phosphokinase,

Muskel-schmerzen,verstärkter

Muskeltonusund Krämpfe

Erkrankungen Hämaturieder Nieren und

Harnwege

Erkrankungen Anstieg von Priapismus Penisblutung,der Erektionen Hämatospermie

Geschlechts-organe und der

Brustdrüse

Allgemeine Unwohlsein Brustschmerzen

Erkrankungenund Beschwer-den am Verab-reichungsort

Beschreibung einzelner Nebenwirkungen

Penisblutung, Hämatospermie und Hämaturie wurden bei der Anwendung aller PDE5-Hemmereinschließlich Vardenafil in klinischen Studien und spontanen Post-Marketing-Berichten gemeldet.

Mit einer Dosierung von 20 mg Levitra Filmtabletten traten bei älteren Patienten (≥65 Jahre) häufiger

Kopfschmerzen (16,2 % im Vergleich zu 11,8 %) und Schwindel (3,7 % im Vergleich zu 0,7 %) aufals bei jüngeren Patienten (<65 Jahre). Im Allgemeinen hat sich gezeigt, dass die Inzidenz von

Nebenwirkungen (hauptsächlich 'Schwindel') bei Patienten mit bekannter Hypertonie etwas höherist.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In Studien an gesunden Probanden wurden Einmaldosen bis zu einschließlich 80 mg Vardenafil(Filmtabletten) pro Tag ohne schwerwiegende Nebenwirkungen vertragen.

Bei Einnahme von Vardenafil in höherer Dosis und häufiger als empfohlen (2-mal täglich 40 mg

Filmtabletten) wurden starke Rückenschmerzen berichtet. Dies war nicht verbunden mit toxischen

Wirkungen auf Muskeln und Nervensystem.

In Fällen einer Überdosierung sollten je nach Bedarf die üblichen unterstützenden Maßnahmeneingeleitet werden. Da Vardenafil in hohem Maße an Plasmaproteine gebunden ist und nichtwesentlich renal eliminiert wird, ist durch eine Dialyse keine Beschleunigung der Clearance zuerwarten.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologika, Mittel bei erektiler Dysfunktion, ATC-Code: G04BE09.

Vardenafil ist eine orale Behandlung zur Verbesserung der erektilen Funktion bei Männern miterektiler Dysfunktion. Liegt eine sexuelle Stimulation vor, wird die gestörte Erektionsfähigkeit durcheine Steigerung des Bluteinstroms in den Penis wiederhergestellt.

Die Erektion des Penis basiert auf einem haemodynamischen Prozess. Während der sexuellen

Stimulation erfolgt die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO), das das Enzym Guanylatcyclaseaktiviert, was zu erhöhten Spiegeln an zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) im Corpuscavernosum führt. Daraus resultiert eine Relaxation der glatten Muskulatur, wodurch ein gesteigerter

Bluteinstrom in den Penis ermöglicht wird. Der cGMP-Spiegel wird über die Syntheserate durch

Guanylatcyclase und über die Abbaurate durch cGMP-hydrolysierende Phosphodiesterasen (PDEs)geregelt.

Vardenafil ist ein starker und selektiver Hemmstoff der cGMP-spezifischen Phosphodiesterase Typ 5(PDE5), der wichtigsten PDE im menschlichen Corpus cavernosum. Vardenafil verstärkt den Effektdes endogenen Stickstoffmonoxids im Corpus cavernosum beträchtlich, indem es PDE5 hemmt.

Wenn als Reaktion auf sexuelle Stimulation Stickstoffmonoxid freigesetzt wird, bewirkt die

PDE5-Hemmung durch Vardenafil erhöhte cGMP-Spiegel im Corpus cavernosum. Daher ist einesexuelle Stimulation nötig, damit Vardenafil den beabsichtigten günstigen therapeutischen Effektentwickeln kann.

In vitro Studien zeigten, dass Vardenafil stärker auf PDE5 wirkt als auf andere bekannte

Phosphodiesterasen (> 15-fach gegenüber PDE6, > 130-fach gegenüber PDE1, >300-fach gegenüber

PDE11 und >1.000-fach gegenüber PDE2, PDE3, PDE4, PDE7, PDE8, PDE9 und PDE10).

Eine Untersuchung mittels Penis-Plethysmographie (RigiScan) zeigte, dass bereits 15 Minuten nach

Einnahme von 20 mg Vardenafil bei einigen Patienten für einen Geschlechtsverkehr ausreichende

Erektionen (60 %ige Rigidität an der Peniswurzel, gemessen mit RigiScan) erreicht wurden.

Im Allgemeinen trat eine signifikante Wirkung von Vardenafil im Vergleich zu Placebo innerhalb von25 Minuten nach Einnahme ein.

Vardenafil bewirkt eine leichte und vorübergehende Blutdrucksenkung, die in der Mehrzahl der Fällekeine klinisch relevanten Wirkungen zur Folge hat. Im Vergleich zu Placebo betrug die mittleremaximale systolische Blutdrucksenkung in Rückenlage nach Gabe von 20 mg Vardenafil 6,9 mmHgund nach Gabe von 40 mg Vardenafil 4,3 mmHg. Diese Effekte spiegeln die vasodilatatorischen

Wirkungen von PDE5-Inhibitoren wider und werden wahrscheinlich durch erhöhte cGMP-Spiegel inden glatten Gefäßmuskelzellen verursacht. Orale Einmal- sowie Mehrfachgaben von bis zu 40 mg

Vardenafil führten bei männlichen Probanden nicht zu klinisch relevanten EKG-Veränderungen.

In einer doppelblinden, randomisierten Crossover-Studie mit 59 gesunden Männern wurde die

Wirkung einer Einmalgabe von Vardenafil (10 mg und 80 mg), Sildenafil (50 mg und 400 mg) und

Placebo auf das QT-Intervall untersucht. Moxifloxacin (400 mg) wurde als aktive Kontrolleeingesetzt. Die Wirkung auf das QT-Intervall wurde 1 Stunde nach der Einnahme bestimmt (mittleretmax für Vardenafil). Primäres Ziel dieser Studie war es, einen Effekt einer Einzelgabe von 80 mg

Vardenafil auf das QT-Intervall von mehr als 10 msec im Vergleich zu Placebo auszuschließen (d. h.

das Fehlen eines Effektes zu zeigen); bestimmt wurde die Änderung des mit der Fridericia-

Korrekturformel (QTcF= QT/RR1/3) ermittelten Wertes 1 Stunde nach Einnahme im Vergleich zum

Ausgangswert. Die Ergebnisse zeigten 1 Stunde nach Einnahme von 10 mg bzw. 80 mg Vardenafil im

Vergleich zu Placebo eine QTc-Verlängerung (Fridericia) um 8 msec (90 % KI: 6-9) bzw. 10 msec(90 % KI: 8-11) und eine QTci-Verlängerung um 4 msec (90 % KI: 3-6) bzw. 6 msec (90 % KI: 4-7).

Zum Zeitpunkt tmax lag ausschließlich der mittlere QTcF-Wert nach Gabe von 80 mg Vardenafilaußerhalb der in der Studie definierten Grenzen (im Mittel 10 msec, 90 % KI: 8-11). Nach

Anwendung der individuellen Korrekturformel lag kein Wert außerhalb der Grenzen.

In einer separaten, nach Markteinführung durchgeführten Studie an 44 gesunden Personen, wurden

Einmalgaben von 10 mg Vardenafil oder 50 mg Sildenafil zusammen mit 400 mg Gatifloxacin, einem

Präparat mit vergleichbarer Wirkung auf die QT-Zeit, eingenommen. Beide Präparate, Vardenafil und

Sildenafil, zeigten einen Anstieg des Fridericia-Effekts auf QTc von 4 msec (Vardenafil) und 5 msec(Sildenafil) im Vergleich zu den Wirkungen dieser Präparate alleine. Die klinische Relevanz dieser

Änderungen der QT-Zeit ist unbekannt.

Weitere Informationen zu klinischen Studien mit Vardenafil 10 mg Schmelztabletten

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Vardenafil 10 mg Schmelztabletten wurde separat in zwei

Studien zu 701 randomisierten Patienten mit erektiler Dysfunktion, die bis zu 12 Wochen langbehandelt wurden, bei einem breiten Patientenspektrum nachgewiesen. Die Verteilung der Patientenauf vorab definierte Untergruppen umfasste ältere Patienten (51 %) sowie Patienten mit einem

Diabetes mellitus (29 %), einer Dyslipidämie (39 %) oder einer Hypertonie (40 %) in der

Vorgeschichte.

In den gepoolten Daten der beiden Studien zu Vardenafil 10 mg Schmelztabletten waren die

Punktwerte in der IIEF-EF-Domäne unter Vardenafil 10 mg Schmelztabletten signifikant höher alsunter Placebo.

In den klinischen Studien gelang bei 71 % aller Koitus-Versuche eine erfolgreiche Penetrationgegenüber 44 % aller Versuche in der Placebogruppe. Diese Ergebnisse spiegelten sich auch in den

Untergruppen, bei älteren Patienten (65 % aller Koitus-Versuche mit erfolgreicher Penetration), bei

Patienten mit Diabetes mellitus in der Vorgeschichte (63 %), bei Patienten mit Dyslipidämie in der

Vorgeschichte (66 %) und bei Patienten mit Hypertonie wider (70 %).

In Bezug auf eine Aufrechterhaltung der Erektion waren unter Vardenafil 10 mg Schmelztablettenetwa 63 % aller angegebenen Koitus-Versuche erfolgreich im Vergleich zu etwa 26 % aller Versuchein der Placebokontrollgruppe. In den vorab definierten Untergruppen waren 57 % (ältere Patienten),56 % (Patienten mit Diabetes mellitus in der Vorgeschichte), 59 % (Patienten mit Dyslipidämie in der

Vorgeschichte) und 60 % (Patienten mit Hypertonie in der Vorgeschichte) aller genannten Koitus-

Versuche unter Vardenafil 10 mg Schmelztabletten im Hinblick auf eine Aufrechterhaltung der

Erektion erfolgreich.

Weitere Informationen über klinische Studien

Vardenafil wurde in klinischen Studien mehr als 17.000 Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) im

Alter von 18-89 Jahren, von denen viele multiple Begleiterkrankungen aufwiesen, verabreicht. Mehrals 2.500 Patienten wurden 6 Monate oder länger mit Vardenafil behandelt. Von diesen wurden900 Patienten ein Jahr oder länger therapiert.

Die folgenden Patientengruppen waren vertreten: Ältere (22 %), Patienten mit Bluthochdruck (35 %),mit Diabetes mellitus (29 %), mit koronarer Herzkrankheit und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen(7 %), mit chronischen Lungenerkrankungen (5 %), mit Hyperlipidämie (22 %), mit Depressionen(5 %) und mit radikaler Prostatektomie (9 %). Die folgenden Gruppen waren unterrepräsentiert:

Ältere über 75 Jahre (2,4 %) und Patienten mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (siehe

Abschnitt 4.3). Es wurden keine Studien durchgeführt an Patienten mit ZNS-Erkrankungen(ausgenommen Rückenmarkverletzungen), an Patienten mit stark eingeschränkter Nieren- und

Leberfunktion, an Patienten nach Beckenoperation (ausgenommen nervenerhaltender Prostatektomie)oder Beckentrauma oder nach Bestrahlungstherapie, an Patienten mit einem verminderten sexuellen

Bedürfnis oder an Patienten mit anatomischen Missbildungen des Penis.

In allen relevanten Studien führte die Behandlung mit Vardenafil (Filmtabletten) im Vergleich zur

Behandlung mit Placebo zu einer Verbesserung der erektilen Funktion. Bei der kleinen Anzahl von

Patienten, die bis zu vier bis fünf Stunden nach der Einnahme versuchten, den Geschlechtsverkehr zuvollziehen, war die Erfolgsrate für die Penetration und das Aufrechterhalten der Erektion im

Vergleich zu Placebo durchweg größer.

In Studien mit festgelegter Dosierung (Filmtabletten) und einer Dauer von 3 Monaten in einer breiten

Population von Männern mit erektiler Dysfunktion berichteten 68 % der mit 5 mg behandelten

Männer, 76 % der mit 10 mg behandelten Männer und 80 % der mit 20 mg behandelten Männer übereine erfolgreiche Penetration (SEP 2) verglichen mit 49 % unter Placebogabe. In dieser breiten

Population wurde die Fähigkeit zum Aufrechterhalten der Erektion (SEP 3) mit 53 % (5 mg), 63 %(10 mg) und 65 % (20 mg) im Vergleich zu 29 % unter Placebo angegeben.

Anhand gepoolter Daten der größeren Wirksamkeitsstudien war der Anteil an Patienten, die nach

Anwendung von Vardenafil über eine erfolgreiche Penetration berichteten, wie folgt: Männer mitpsychogener erektiler Dysfunktion (77-87 %), mit gemischter Ätiologie der erektilen Dysfunktion(69-83 %), mit organisch bedingter erektiler Dysfunktion (64-75 %), Ältere (52-75 %), Männer mitkoronarer Herzkrankheit (70-73 %), mit Hyperlipidämie (62-73 %), mit chronischen

Lungenerkrankungen (74-78 %), mit Depressionen (59-69 %) und Patienten, die gleichzeitig mit

Antihypertensiva behandelt wurden (62-73 %).

In einer klinischen Studie bei Patienten mit Diabetes mellitus verbesserte Vardenafil bei einer

Dosierung von 10 mg und 20 mg die erektile Funktion, die Fähigkeit zu einer für die Vollendung des

Geschlechtsaktes ausreichend lang anhaltenden Erektion sowie die Penis-Rigidität im Vergleich zu

Placebo signifikant. Die Ansprechrate für die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen undaufrechtzuerhalten, betrug bei Patienten nach dreimonatiger Behandlungsdauer für die 10 mg

Vardenafil-Dosis 61 % bzw. 49 % und für die 20 mg Vardenafil-Dosis 64 % bzw. 54 %, verglichenmit 36 % bzw. 23 % unter Placebo.

In einer klinischen Studie mit Patienten nach einer Prostatektomie verbesserte Vardenafil bei einer

Dosierung von 10 mg und 20 mg die erektile Funktion, die Fähigkeit zu einer für die Vollendung des

Geschlechtsaktes ausreichend lang anhaltenden Erektion sowie die Penis-Rigidität im Vergleich zu

Placebo signifikant. Die Ansprechrate für die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen undaufrechtzuerhalten, betrug bei Patienten nach dreimonatiger Behandlungsdauer für die 10 mg

Vardenafil-Dosis 47 % bzw. 37 % und für die 20 mg Vardenafil-Dosis 48 % bzw. 34 %, verglichenmit 22 % bzw. 10 % unter Placebo.

In einer klinischen Studie mit flexibler Dosierung bei Patienten mit Rückenmarkverletzungenverbesserte Vardenafil die erektile Funktion, die Fähigkeit zu einer für die Vollendung des

Geschlechtsaktes ausreichend lang anhaltenden Erektion sowie die Penis-Rigidität im Vergleich zu

Placebo signifikant. Die Zahl der Patienten, die eine normale erektile Funktion (IIEF-Domain-Score>26) wieder erlangten, betrug 53 % nach Vardenafil-Behandlung, verglichen mit 9 % unter Placebo.

Die Ansprechrate für die Fähigkeit, eine Erektion zu erlangen und aufrechtzuerhalten, betrug bei

Patienten nach dreimonatiger Behandlungsdauer 76 % bzw. 59 % unter Vardenafil, verglichen mit41 % bzw. 22 % unter Placebo; diese Ergebnisse waren klinisch und statistisch signifikant (p<0,001).

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Vardenafil wurde in Langzeitstudien bestätigt.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von

Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung der erektilen

Dysfunktion gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Bioäquivalenzstudien zeigten, dass Vardenafil 10 mg Schmelztabletten und Vardenafil 10 mg

Filmtabletten nicht bioäquivalent sind. Daher sollte die Formulierung als Schmelztablette nicht als

Äquivalent zu Vardenafil 10 mg Filmtabletten eingesetzt werden.

Resorption

Vardenafil in Vardenafil Filmtabletten wird schnell resorbiert - bei einigen Männern wurden bereits15 Minuten nach Einnahme maximale Plasmaspiegel beobachtet. In 90 % der Fälle werden jedochnach oraler Gabe im nüchternen Zustand maximale Plasmaspiegel innerhalb von 30 bis 120 Minuten(Mittel: 60 Minuten) erreicht. Die mittlere absolute orale Bioverfügbarkeit beträgt 15 %. Nach oraler

Einnahme von Vardenafil nehmen AUC und Cmax fast dosisproportional über den empfohlenen

Dosisbereich (5 bis 20 mg) zu.

Bei Einnahme von Vardenafil Filmtabletten zusammen mit einer sehr fettreichen Mahlzeit(Fettgehalt: 57 %) ist die Resorptionsgeschwindigkeit reduziert, die tmax verlängert sich im Mittel um1 Stunde und Cmax ist im Mittel um 20 % verringert. Die Vardenafil-AUC wird nicht beeinflusst. Im

Vergleich zur Nüchterneinnahme bleiben bei Einnahme von Vardenafil nach einer Mahlzeit mit 30 %

Fettgehalt Resorptionsrate und Resorptionsausmaß von Vardenafil (tmax, Cmax und AUC) unverändert.

Vardenafil wird nach Gabe von Levitra 10 mg Schmelztabletten ohne Wasser schnell resorbiert. Diemediane Zeit bis zum Erreichen von Cmax variierte zwischen 45 und 90 Minuten und fiel gegenüberden Filmtabletten ähnlich oder leicht verzögert (um 8 bis 45 Minuten) aus. Die mittlere Vardenafil-

AUC war unter den 10 mg Schmelztabletten wegen der lokalen Resorption einer geringen

Arzneimittelmenge in der Mundhöhle gegenüber den Filmtabletten um 21 bis 29 % (Patienten miterektiler Dysfunktion mittleren und höheren Alters) oder um 44 % (junge gesunde Probanden) erhöht.

Es war kein einheitlicher Unterschied in der mittleren Cmax zwischen den Schmelztabletten und den

Filmtabletten erkennbar.

Die Einnahme von Vardenafil 10 mg Schmelztabletten zu einer Mahlzeit mit hohem Fettgehalt hattekeinen Einfluss auf die AUC und tmax von Vardenafil, während die Cmax von Vardenafil nach

Nahrungsaufnahme um 35 % verringert war. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse können Vardenafil10 mg Schmelztabletten mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Wenn Vardenafil 10 mg Schmelztabletten mit Wasser eingenommen werden, ist die AUC um 29 %reduziert, die Cmax bleibt unverändert und die mediane tmax ist gegenüber der Einnahme ohne Wasserum 60 Minuten verkürzt. Vardenafil 10 mg Schmelztabletten müssen ohne Flüssigkeit eingenommenwerden.

Verteilung

Das mittlere Verteilungsvolumen von Vardenafil im Steady State beträgt 208 l, was auf eine

Verteilung in die Gewebe hinweist.

Vardenafil und sein wichtigster im Blutkreislauf zirkulierender Metabolit (M1) sind beide stark an

Plasmaproteine gebunden (zu rund 95 % für Vardenafil oder M1). Die Proteinbindung ist sowohl für

Vardenafil als auch für M1 unabhängig von der Gesamtkonzentration des Arzneimittels.

Bei gesunden Probanden wurden 90 Minuten nach Anwendung von Vardenafil weniger als0,00012 % der verabreichten Menge im Sperma gefunden.

Biotransformation

Vardenafil in Filmtabletten wird überwiegend in der Leber durch das Cytochrom P450 (CYP)-

Isoenzym 3A4 sowie anteilig durch die CYP3A5- und CYP2C-Isoenzyme metabolisiert.

Der beim Menschen wichtigste zirkulierende Metabolit (M1) resultiert aus Deethylierung von

Vardenafil und unterliegt einer weiteren Metabolisierung mit einer Plasmahalbwertszeit von etwa4 Stunden. Anteile von M1 finden sich als Glukuronid im Blutkreislauf. Das Profil der

Phosphodiesterase-Selektivität des Metaboliten M1 ist ähnlich dem von Vardenafil und weist in vitroeine Hemmwirkung für PDE5 auf, die rund 28 % derjenigen von Vardenafil beträgt und zu etwa 7 %zur Wirksamkeit beiträgt.

Die mittlere terminale Halbwertzeit von Vardenafil betrug bei mit Levitra 10 mg Schmelztablettenbehandelten Patienten 4 bis 6 Stunden. Die Eliminationshalbwertzeit des Metaboliten M1 beträgt3 bis 5 Stunden, vergleichbar mit der Muttersubstanz.

Elimination

Die Gesamtkörperclearance von Vardenafil beträgt 56 l/h mit einer daraus resultierenden terminalen

Halbwertszeit von etwa 4 bis 5 Stunden. Nach oraler Anwendung wird Vardenafil nach

Metabolisierung überwiegend über die Fäzes (rund 91-95 % der verabreichten Dosis) und ingeringerem Maß renal (rund 2-6 % der verabreichten Dosis) ausgeschieden.

Pharmakokinetik bei speziellen Patientengruppen

Ältere Patienten

Gesunde ältere Probanden (65 Jahre oder älter) zeigten im Vergleich zu jüngeren Probanden(18-45 Jahre) eine herabgesetzte hepatische Vardenafil-Clearance. Ältere Männer zeigten bei der

Einnahme von Vardenafil Filmtabletten durchschnittlich eine um 52 % höhere AUC und eine um34 % höhere Cmax als jüngere Männer (siehe Abschnitt 4.2).

Bei älteren Patienten (65 Jahre oder älter) fielen die AUC und Cmax von Vardenafil nach Einnahmevon Vardenafil Schmelztabletten um 31 bis 39 % bzw. um 16 bis 21 % höher aus als bei Patienten im

Alter von 45 Jahren und darunter. Nach einmal täglicher Einnahme von Vardenafil 10 mg

Schmelztabletten über 10 Tage wurde bei Patienten im Alter von 45 Jahren und darunter oder65 Jahren und darüber keine Akkumulation von Vardenafil im Plasma beobachtet.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Probanden mit leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 30-80 ml/min)war die Pharmakokinetik von Vardenafil vergleichbar mit der Kontrollgruppe aus Patienten mitnormaler Nierenfunktion. Bei Probanden mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance<30 ml/min) waren verglichen mit Probanden mit normaler Nierenfunktion die mittlere AUC um21 % erhöht und die mittlere Cmax um 23 % erniedrigt. Zwischen Kreatinin-Clearance und Vardenafil-

Exposition (AUC und Cmax) wurde keine statistisch signifikante Korrelation beobachtet (siehe

Abschnitt 4.2). Die Pharmakokinetik von Vardenafil bei dialysepflichtigen Patienten wurde nichtuntersucht (siehe Abschnitt 4.3).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh A und B) war die

Clearance von Vardenafil proportional zum Grad der Leberfunktionsstörung herabgesetzt. Im

Vergleich mit gesunden Probanden waren bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Child-

Pugh A) die mittlere AUC und Cmax um 17 % bzw. 22 % erhöht. Bei Patienten mit mäßigen

Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh B) waren im Vergleich mit gesunden Probanden mittlere AUCund Cmax um 160 % bzw. 133 % erhöht (siehe Abschnitt 4.2). Die Pharmakokinetik von Vardenafil bei

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) wurde nicht untersucht (siehe

Abschnitt 4.3).

Zusätzliche Information

In vitro Daten weisen darauf hin, dass Effekte von Vardenafil auf P-Glycoprotein-Substrate sensitiverals Digoxin nicht ausgeschlossen werden können. Dabigatranetexilat ist ein Beispiel für ein hoch-sensitives intestinales P-Glycoprotein-Substrat.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen

Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Aspartam (E951).

Pfefferminzaroma.

Magnesiumstearat.

Crospovidon.

Mannitol (E421).

Siliciumdioxid-Hydrat.

Sorbitol (E420).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit und Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

1 x 1 Schmelztablette in perforierter Aluminium-Aluminium-Blisterpackung zur Abgabe von

Einzeldosen2 x 1 Schmelztabletten in perforierter Aluminium-Aluminium-Blisterpackung zur Abgabe von

Einzeldosen4 x 1 Schmelztabletten in perforierter Aluminium-Aluminium-Blisterpackung zur Abgabe von

Einzeldosen8 x 1 Schmelztabletten in perforierter Aluminium-Aluminium-Blisterpackung zur Abgabe von

Einzeldosen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Bayer AG51368 Leverkusen

Deutschland

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/03/248/013-016

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

Datum der Erteilung der Zulassung 06. März 2003

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung 06. März 2008

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.