Merkblatt KERENDIA 20mg filmtabletten


Angewendet bei: chronische Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes

Art der Anwendung: oral

Substanz: Finerenon (Antidiabetikum)

ATC: C03DA05 (KARDIOVASKULÄRES SYSTEM | KALIUM SPARENDE MITTEL | Aldosteron-Antagonisten)


Finerenon ist ein Medikament, das zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Dieses Arzneimittel schützt die Nieren und verringert das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung sowie das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen. Finerenon wirkt, indem es bestimmte Rezeptoren im Körper blockiert und so Entzündungen und Fibrose in den Nieren reduziert.

Finerenon wird in der Regel einmal täglich in Tablettenform eingenommen, wie vom Arzt verordnet. Die Dosierung wird individuell anhand des Gesundheitszustands des Patienten und der Blutwerte festgelegt. Es ist wichtig, den Einnahmeplan einzuhalten und die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abzubrechen.

Zu den häufigen Nebenwirkungen von Finerenon gehören erhöhte Kaliumwerte im Blut, Schwindel, Müdigkeit oder Verdauungsprobleme. In seltenen Fällen können schwerwiegendere Reaktionen wie Herzrhythmusstörungen oder allergische Reaktionen auftreten. Wenn Sie ungewöhnliche Symptome bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.

Finerenon ist ein modernes Medikament, das zusätzlichen Schutz für die Nieren bei Patienten mit Diabetes und chronischer Nierenerkrankung bietet. Regelmäßige Blutuntersuchungen und die Kommunikation mit dem Arzt sind für die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung unerlässlich. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen.

Allgemeine Daten zu KERENDIA 20mg

  • Substanz: Finerenon
  • Datum der letzten Medikamentenliste: 01-05-2026
  • Handelsgesetzbuch: W69354001
  • Konzentration: 20mg
  • Pharmazeutisches Formblatt: filmtabletten
  • Quantität: 98
  • Produktart: original
  • Preis: 883.94 RON
  • Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

  • Zulassungshersteller: BAYER AG - GERMANIA
  • Zulassungsinhaber: BAYER AG - GERMANIA
  • Zulassungsnummer: 1616/2022/08
  • Haltbarkeit: 3 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Finerenon

  • 10mg
  • 20mg

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels KERENDIA 20mg filmtabletten

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Kerendia 10 mg Filmtabletten

Kerendia 20 mg Filmtabletten

Kerendia 40 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Kerendia 10 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 10 mg Finerenon.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält 45 mg Lactose (als Monohydrat), siehe Abschnitt 4.4.

Kerendia 20 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 20 mg Finerenon.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält 40 mg Lactose (als Monohydrat), siehe Abschnitt 4.4.

Kerendia 40 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 40 mg Finerenon.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Filmtablette enthält 25 mg Lactose (als Monohydrat), siehe Abschnitt 4.4.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette (Tablette)

Kerendia 10 mg Filmtabletten

Rosafarbene, länglich-ovale Filmtablette, 10 mm lang und 5 mm breit, mit der Prägung '10“ auf einer

Seite und 'FI“ auf der anderen Seite.

Kerendia 20 mg Filmtabletten

Hellgelbe, länglich-ovale Filmtablette, 10 mm lang und 5 mm breit, mit der Prägung '20“ auf einer

Seite und 'FI“ auf der anderen Seite.

Kerendia 40 mg Filmtabletten

Grau-orangefarbene, länglich-ovale Filmtablette, 11 mm lang und 5 mm breit, mit der Prägung '40“auf einer Seite und 'FI“ auf der anderen Seite.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Kerendia wird angewendet zur Behandlung von chronischer Nierenerkrankung (mit Albuminurie) in

Verbindung mit Typ‑2-Diabetes bei Erwachsenen.

Für Studienergebnisse zu renalen und kardiovaskulären Ereignissen, siehe Abschnitt 5.1.

Kerendia wird angewendet zur Behandlung von symptomatischer chronischer Herzinsuffizienz mitlinksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF) ≥ 40 % bei Erwachsenen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Chronische Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ‑2‑Diabetes (T2D)

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 20 mg Finerenon einmal täglich.

Die empfohlene Höchstdosis beträgt 20 mg Finerenon einmal täglich.

Einleitung der Behandlung

Zur Feststellung, ob mit der Finerenon-Behandlung begonnen werden darf, und zur Ermittlung der

Anfangsdosis müssen das Serumkalium und die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR)bestimmt werden (siehe auch Abschnitt 4.4).

Für Angaben zur Überwachung des Serumkaliums siehe 'Fortsetzung der Behandlung“ weiter unten.

Bei einem Serumkalium-Wert von ≤ 4,8 mmol/l kann die Behandlung mit Finerenon begonnenwerden.

Bei einem Serumkalium-Wert von > 4,8 bis 5,0 mmol/l kann der Beginn der Finerenon-Behandlungunter zusätzlicher Überwachung des Serumkaliums während der ersten 4 Wochen auf Basis der

Patientencharakteristika und des Serumkalium-Spiegels erwogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei einem Serumkalium-Wert von > 5,0 mmol/l sollte nicht mit einer Finerenon-Behandlungbegonnen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Die empfohlene Anfangsdosis von Finerenon ergibt sich aus der eGFR wie in Tabelle 1 aufgeführt.

Tabelle 1: Einleitung der Behandlung mit Finerenon und empfohlene DosiseGFR (ml/min/1,73 m2) Anfangsdosis (einmal täglich)≥ 60 20 mg≥ 25 bis < 60 10 mg< 25 Nicht empfohlen

Fortsetzung der Behandlung

Serumkalium und eGFR müssen 4 Wochen nach Beginn bzw. Wiederaufnahme der Finerenon-

Behandlung oder einer Dosiserhöhung von Finerenon (siehe Tabelle 2 zur Fortsetzung der Finerenon-

Behandlung und Dosisanpassung) erneut gemessen werden.

Danach muss das Serumkalium in regelmäßigen Abständen und nach Bedarf auf Basis der

Patientencharakteristika und des Serumkalium-Spiegels erneut gemessen werden.

Für weitere Informationen siehe Abschnitte 4.4 und 4.5.

Tabelle 2: Fortsetzung der Finerenon-Behandlung und Dosisanpassung

Derzeitige Finerenon-Dosis (einmal täglich)10 mg 20 mg

Derzeitiger ≤ 4,8 Auf 20 mg Finerenon einmal 20 mg einmal täglich beibehalten

Serum- täglich erhöhen*kalium- > 4,8 bis 5,5 10 mg einmal täglich beibehalten 20 mg einmal täglich beibehalten

Wert > 5,5 Finerenon aussetzen. Finerenon aussetzen.(mmol/l) Wiederaufnahme mit 10 mg Wiederaufnahme mit 10 mgeinmal täglich erwägen, wenn einmal täglich, wenn Serumkalium

Serumkalium ≤ 5,0 mmol/l. ≤ 5,0 mmol/l.

* 10 mg einmal täglich beibehalten, wenn die eGFR gegenüber der vorherigen Messung um > 30% gesunken ist

Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 %

Die empfohlene Tagesdosis ist abhängig von der Nierenfunktion (eGFR) zum Zeitpunkt der Einleitungder Finerenon-Behandlung (siehe Tabelle 4):

- 40 mg einmal täglich bei eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2

- 20 mg einmal täglich bei eGFR ≥ 25 bis ˂ 60 ml/min/1,73 m2

Die empfohlene Höchstdosis beträgt 40 mg Finerenon einmal täglich.

Einleitung der Behandlung

Bei einem Serumkalium-Wert von ≤ 5,0 mmol/l kann die Behandlung mit Finerenon begonnenwerden.

Zur Feststellung, ob mit der Finerenon-Behandlung begonnen werden darf, und zur Ermittlung der

Anfangsdosis müssen das Serumkalium und die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR)bestimmt werden (siehe auch Abschnitt 4.4).

Für Angaben zur Überwachung des Serumkaliums siehe 'Fortsetzung der Behandlung“ weiter unten.

Die empfohlene Anfangsdosis von Finerenon ergibt sich aus der eGFR wie in Tabelle 3 aufgeführt.

Tabelle 3: Einleitung der Behandlung mit Finerenon und empfohlene DosiseGFR (ml/min/1,73 m2) Anfangsdosis (einmal täglich)≥ 60 20 mg≥ 25 bis < 60 10 mg< 25 Nicht empfohlen

Fortsetzung der Behandlung

Serumkalium und eGFR müssen 4 Wochen nach Beginn bzw. Wiederaufnahme der Finerenon-

Behandlung oder einer Dosisänderung von Finerenon (siehe Tabelle 4 zur Fortsetzung der Finerenon-

Behandlung und Dosisanpassung) erneut gemessen werden.

Danach müssen das Serumkalium und die eGFR in regelmäßigen Abständen und nach Bedarf auf

Basis der Patientencharakteristika erneut gemessen werden.

Für weitere Informationen siehe Abschnitte 4.4 und 4.5.

Tabelle 4: Fortsetzung der Finerenon-Behandlung und Dosisanpassung

Derzeitige Finerenon-Dosis (einmal täglich)10 mg 20 mg 40 mg

Derzeitiger < 5,0 Auf 20 mg Finerenon Auf 40 mg Finerenon 40 mg einmal täglich

Serum- einmal täglich einmal täglich erhöhen, beibehaltenkalium- erhöhen, wenn die wenn die eGFR

Wert eGFR gegenüber der gegenüber der Auf 20 mg(mmol/l) vorherigen Messung vorherigen Messung Finerenon einmalnicht um > 30 % nicht um > 30 % täglich reduzieren,gesunken ist. gesunken ist. wenn die eGFRgegenüber der20 mg einmal täglich vorherigen Messungbeibehalten bei eGFR um > 30 % gesunken< 60 ml/min/1,73 m2 ist.bei Einleitung5,0 bis 10 mg einmal täglich 20 mg einmal täglich 40 mg einmal täglich˂ 5,5 beibehalten beibehalten beibehalten

Auf 20 mg

Finerenon einmaltäglich reduzieren,wenn die eGFRgegenüber dervorherigen Messungum > 30 % gesunkenist.

5,5 bis Finerenon aussetzen Auf 10 mg einmal Auf 20 mg einmal˂ 6,0 Wiederaufnahme mit täglich reduzieren täglich reduzieren10 mg einmal täglich,wenn Serumkalium˂ 5,5 mmol/l.

≥ 6,0 Finerenon aussetzen.

Wiederaufnahme mit 10 mg einmal täglich, wenn Serumkalium˂ 5,5 mmol/l, oder falls wiederholt ≥ 5,5 mmol/l erst bei < 5,0 mmol/lwiederaufnehmen.

Wenn die eGFR gegenüber der vorherigen Messung um ≥ 40 % gesunken ist, sollte eine

Dosisreduktion oder ein Aussetzen von Finerenon erwogen werden. Nachdem sich die eGFR-Wertestabilisiert haben, kann abhängig von den individuellen Patientencharakteristika eine Erhöhung der

Dosis oder eine Wiederaufnahme der Behandlung erwogen werden.

Vergessene Dosis

Eine vergessene Dosis ist einzunehmen, sobald der Patient dies bemerkt, jedoch nur, wenn dies amselben Tag geschieht.

Der Patient darf nicht die doppelte Dosis einnehmen, wenn die vorherige Einnahme vergessen wurde.

Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2). Eine regelmäßige

Überwachung der Nierenfunktion wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Beginn der Behandlung

Bei Patienten mit einer eGFR von < 25 ml/min/1,73 m2 sollte nicht mit einer Finerenon-Behandlungbegonnen werden, da nur begrenzte klinische Daten vorliegen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Fortsetzung der Behandlung

Bei Patienten mit einer eGFR von ≥ 15 ml/min/1,73 m2 kann die Behandlung mit Finerenon mit

Dosisanpassung auf Basis der Serumkalium-Werte fortgesetzt werden. Die eGFR ist 4 Wochen nach

Behandlungsbeginn zu messen, um zu bestimmen, ob die Anfangsdosis erhöht werden kann (siehe'Dosierung, Fortsetzung der Behandlung“ und Tabellen 2 und 4).

Aufgrund begrenzter klinischer Daten sollte die Finerenon-Behandlung bei Patienten mit Progressionzur terminalen Niereninsuffizienz (eGFR < 15 ml/min/1,73 m2) beendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Eingeschränkte Leberfunktion

Patienten mit

- schwerer Leberfunktionsstörung:

Eine Behandlung mit Finerenon sollte nicht begonnen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Esliegen keine Daten vor.

- mittelschwerer Leberfunktionsstörung:

Es ist keine anfängliche Dosisanpassung erforderlich. Eine zusätzliche Überwachung des

Serumkaliums und Anpassung der Überwachung entsprechend der Patientencharakteristika sindzu erwägen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

- leichter Leberfunktionsstörung:

Es ist keine anfängliche Dosisanpassung erforderlich.

Gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel

Bei Patienten, die Finerenon zusammen mit moderaten oder schwachen CYP3A4‑Inhibitoren,

Kaliumergänzungsmitteln, Trimethoprim oder Trimethoprim/Sulfamethoxazol einnehmen, ist einezusätzliche Überwachung des Serumkaliums sowie die Anpassung der Überwachung auf Basis der

Patientencharakteristika zu erwägen (siehe Abschnitt 4.4). Die Behandlungsentscheidungen für

Finerenon sind anhand der Tabellen 2 und 4 zu treffen (siehe 'Dosierung, Fortsetzen der

Behandlung“).

Bei Patienten, die Trimethoprim oder Trimethoprim/Sulfamethoxazol einnehmen müssen, muss

Finerenon unter Umständen vorübergehend abgesetzt werden. Für weitere Informationen siehe

Abschnitte 4.4 und 4.5.

Körpergewicht

Eine Dosisanpassung auf Basis des Körpergewichts ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Finerenon bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istbisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Die Tabletten können mit einem Glas Wasser und mit oder ohne Nahrung eingenommen werden(siehe Abschnitt 5.2).

Die Tabletten dürfen nicht zusammen mit Grapefruit oder Grapefruitsaft eingenommen werden (siehe

Abschnitt 4.5).

Zerstoßen der Tabletten

Für Patienten, die nicht in der Lage sind, ganze Tabletten zu schlucken, können Kerendia Tablettenunmittelbar vor der Einnahme zerstoßen und mit Wasser oder weicher Nahrung wie Apfelmusgemischt werden (siehe Abschnitt 5.2).

4.3 Kontraindikationen

- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

- Gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4‑Inhibitoren (siehe Abschnitt 4.5), wie z. B.:

- Itraconazol

- Ketoconazol

- Ritonavir

- Nelfinavir

- Cobicistat

- Clarithromycin

- Telithromycin

- Nefazodon

- Morbus Addison

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Hyperkaliämie

Bei mit Finerenon behandelten Patienten wurde Hyperkaliämie beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Einige Patienten haben ein höheres Risiko eine Hyperkaliämie zu entwickeln. Risikofaktoren sindunter anderem niedrige eGFR, erhöhte Serumkalium-Spiegel und frühere Episoden einer

Hyperkaliämie. Bei diesen Patienten ist eine engmaschigere Überwachung zu erwägen.

Bei Patienten mit einem Serumkalium-Wert von > 5,0 mmol/l sollte nicht mit einer Finerenon-

Behandlung begonnen werden.

Überwachung

Serumkalium und eGFR müssen 4 Wochen nach Beginn bzw. Wiederaufnahme der Finerenon-

Behandlung oder einer Dosisanpassung von Finerenon erneut gemessen werden. Danach muss das

Serumkalium in regelmäßigen Abständen und nach Bedarf auf Basis der Patientencharakteristika unddes Serumkalium-Spiegels erneut gemessen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Chronische Nierenerkrankung in Verbindung mit T2D

Beginn und Fortsetzen der Behandlung (siehe Abschnitt 4.2)

Bei einem Serumkalium-Wert von > 4,8 bis 5,0 mmol/l kann der Beginn der Finerenon-Behandlungunter zusätzlicher Überwachung des Serumkaliums während der ersten 4 Wochen auf Basis der

Patientencharakteristika und des Serumkalium-Spiegels erwogen werden.

Bei einem Serumkalium-Wert von > 5,5 mmol/l muss die laufende Finerenon-Behandlung ausgesetztwerden. Lokale Leitlinien für das Management der Hyperkaliämie müssen befolgt werden.

Ab einem Serumkalium-Wert von ≤ 5,0 mmol/l kann die Behandlung mit 10 mg Finerenon einmaltäglich wieder aufgenommen werden.

Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 %

Beginn und Fortsetzen der Behandlung (siehe Abschnitt 4.2)

Bei einem Serumkalium-Wert von 6,0 mmol/l muss die Finerenon-Behandlung ausgesetzt werden.

Lokale Leitlinien für das Management von Hyperkaliämien müssen befolgt werden. Ab einem

Serumkalium-Wert von < 5,5 mmol/l kann die Behandlung mit 10 mg Finerenon einmal täglichwieder aufgenommen werden. Bei wiederholter Messung eines Serumkalium-Werts von 5,5 mmol/lkann die Finerenon-Behandlung erst wieder aufgenommen werden, wenn der Serumkalium-Wert bei˂ 5,0 mmol/l liegt.

Gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel

Das Risiko für eine Hyperkaliämie kann auch ansteigen bei gleichzeitiger Einnahme anderer

Arzneimittel, welche den Serumkalium-Spiegel erhöhen können (siehe Abschnitt 4.5). Siehe auch'Gleichzeitige Anwendung von Substanzen, welche die Finerenon-Exposition beeinflussen“.

Finerenon sollte nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden:

- kaliumsparende Diuretika (z. B. Amilorid, Triamteren) und

- andere Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (MRA), wie z. B. Eplerenon, Esaxerenon,

Spironolacton und Canrenon.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Finerenon mit folgenden Arzneimitteln ist Vorsicht geboten undder Serumkalium-Wert ist zu überwachen:

- Kaliumergänzungsmittel oder kaliumangereichtes Salz

- Trimethoprim oder Trimethoprim/Sulfamethoxazol. Unter Umständen muss Finerenonvorübergehend abgesetzt werden.

Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 %

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 %, die mit Finerenon behandelt wurden, wurdeeine erhöhte Häufigkeit von Verschlechterung der Nierenfunktion berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Eineregelmäßige Überwachung der Nierenfunktion während der Behandlung sowie eine bedarfsorientierte

Kontrolle auf Basis der Patientencharakteristika wird empfohlen. Ältere Patienten und Patienten miteingeschränkter Nierenfunktion (eGFR < 60 ml/min/1,73 m2) haben ein höheres Risiko für eine

Verschlechterung der Nierenfunktion und sollten häufiger überwacht werden (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Nierenfunktion

Das Risiko für eine Hyperkaliämie erhöht sich mit abnehmender Nierenfunktion. Die Nierenfunktionsollte laufend nach Bedarf gemäß der üblichen klinischen Praxis überwacht werden (siehe

Abschnitt 4.2).

Beginn der Behandlung

Bei Patienten mit einer eGFR von < 25 ml/min/1,73 m2 sollte nicht mit einer Finerenon-Behandlungbegonnen werden, da nur begrenzte klinische Daten vorliegen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Fortsetzen der Behandlung

Aufgrund begrenzter klinischer Daten sollte die Finerenon-Behandlung bei Patienten mit Progressionzum terminalen Nierenversagen (eGFR < 15 ml/min/1,73 m2) beendet werden (siehe Abschnitt 4.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung sollte nicht mit einer Finerenon-Behandlungbegonnen werden (siehe Abschnitt 4.2). Diese Patientengruppe wurde nicht untersucht (siehe

Abschnitt 5.2), es wird jedoch ein signifikanter Anstieg der Finerenon-Exposition erwartet.

Bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung erfordert die Anwendung von Finerenonaufgrund des Anstiegs der Finerenon-Exposition möglicherweise eine zusätzliche Überwachung. Einezusätzliche Überwachung des Serumkaliums sowie die Anpassung der Überwachung entsprechend der

Patientencharakteristika ist zu erwägen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Patienten mit New York Heart Association (NYHA) Klasse IV

Die Erfahrungen mit Finerenon bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz NYHA Klasse IV sindbegrenzt (siehe Abschnitt 5.1).

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten kommt eine eingeschränkte Nierenfunktion häufiger vor, und sie werden öftermit Arzneimitteln behandelt, die die Nierenfunktion beeinflussen können. Daher wird eineregelmäßige Überwachung der Nierenfunktion empfohlen.

Gleichzeitige Anwendung von Substanzen, die die Finerenon-Exposition beeinflussen

Moderate und schwache CYP3A4-Inhibitoren

Bei Anwendung von Finerenon zusammen mit moderaten oder schwachen CYP3A4‑Inhibitoren sollteder Serumkalium-Spiegel überwacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).

Starke und moderate CYP3A4-Induktoren

Finerenon sollte nicht zusammen mit starken oder moderaten CYP3A4‑Induktoren angewendetwerden (siehe Abschnitt 4.5).

Grapefruit

Grapefruits oder Grapefruitsaft sollten während der Behandlung mit Finerenon nicht verzehrt werden(siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).

Embryofetale Toxizität

Finerenon darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen fürdie Mutter und das Risiko für das ungeborene Kind wurden sorgfältig abgewogen. Wenn eine Frauwährend der Einnahme von Finerenon schwanger wird, ist sie über die potenziellen Risiken für dasungeborene Kind zu informieren.

Frauen im gebärfähigen Alter sind darauf hinzuweisen, dass sie während der Behandlung mit

Finerenon eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden müssen.

Frauen sind darauf hinzuweisen, dass sie während der Behandlung mit Finerenon nicht stillen dürfen.

Für weitere Informationen siehe Abschnitte 4.6 und 5.3.

Informationen zu den sonstigen Bestandteilen

Kerendia enthält Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder

Glucose‑Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Kerendia enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Die Elimination von Finerenon erfolgt nahezu ausschließlich über den

Cytochrom P450(CYP)‑vermittelten oxidativen Metabolismus (vorwiegend CYP3A4 [90 %], miteinem kleinen Anteil von CYP2C8 [10 %]).

Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert

Starke CYP3A4‑Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung von Kerendia mit Itraconazol, Clarithromycin und anderen starken

CYP3A4‑Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Ritonavir, Nelfinavir, Cobicistat, Telithromycin oder

Nefazodon) ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3), da ein beträchtlicher Anstieg der Finerenon-

Exposition zu erwarten ist.

Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen

Starke und moderate CYP3A4‑Induktoren

Kerendia sollte nicht gleichzeitig mit Rifampicin und anderen starken CYP3A4‑Induktoren (z. B.

Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Johanniskraut) oder mit Efavirenz und anderen moderaten

CYP3A4‑Induktoren angewendet werden. Diese CYP3A4‑Induktoren senken voraussichtlich die

Plasmakonzentration von Finerenon beträchtlich, was zu einer Abschwächung der therapeutischen

Wirkung führt (siehe Abschnitt 4.4).

Bestimmte Arzneimittel, die das Serumkalium erhöhen

Kerendia sollte nicht gleichzeitig mit kaliumsparenden Diuretika (z. B. Amilorid, Triamteren) undanderen MRA (z. B. Eplerenon, Esaxerenon, Spironolacton, Canrenon) angewendet werden. Es ist zuerwarten, dass diese Arzneimittel das Hyperkaliämie-Risiko erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).

Grapefruit

Grapefruits oder Grapefruitsaft sollten während der Behandlung mit Finerenon nicht verzehrt werden,da dies voraussichtlich zu einem Anstieg der Plasmakonzentration von Finerenon durch Inhibition von

CYP3A4 führt (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Gleichzeitige Anwendung mit Vorsicht

Moderate CYP3A4‑Inhibitoren

In einer klinischen Studie führte die gleichzeitige Anwendung von Erythromycin (500 mg dreimaltäglich) zu einem 3,5‑fachen Anstieg der AUC und einem 1,9‑fachen Anstieg der Cₘₐₓ von Finerenon.

In einer anderen klinischen Studie führte die Anwendung von Verapamil (240 mg Retardtabletteeinmal täglich) zu einem 2,7‑ bzw. 2,2‑fachen Anstieg der AUC bzw. Cₘₐₓ von Finerenon.

Da der Serumkalium-Spiegel ansteigen kann, wird eine Überwachung des Serumkaliums empfohlen,insbesondere bei Behandlungsbeginn und bei Dosierungsänderung von Finerenon oder des

CYP3A4‑Inhibitors (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Schwache CYP3A4‑Inhibitoren

Die Physiologie-basierten pharmakokinetischen (PBPK) Simulationen deuten darauf hin, dass

Fluvoxamin (100 mg zweimal täglich) die AUC (1,6‑fach) und Cₘₐₓ (1,4‑fach) von Finerenon erhöht.

Da der Serumkalium-Spiegel ansteigen kann, wird eine Überwachung des Serumkaliums empfohlen,insbesondere bei Behandlungsbeginn und bei Dosierungsänderung von Finerenon oder des

CYP3A4‑Inhibitors (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Bestimmte Arzneimittel, die das Serumkalium erhöhen (siehe Abschnitt 4.4)

Bei Anwendung von Kerendia zusammen mit Kaliumergänzungsmitteln und Trimethoprim oder

Trimethoprim/Sulfamethoxazol ist ein Anstieg des Hyperkaliämie-Risikos zu erwarten. Eine

Überwachung des Serumkaliums ist erforderlich.

Unter Umständen muss Kerendia während der Behandlung mit Trimethoprim oder

Trimethoprim/Sulfamethoxazol vorübergehend abgesetzt werden.

Blutdrucksenkende Arzneimittel

Das Risiko für eine Hypotension steigt bei gleichzeitiger Anwendung von mehreren anderenblutdrucksenkenden Arzneimitteln. Bei diesen Patienten wird eine Überwachung des Blutdrucksempfohlen.

Wirkung von 40 mg Finerenon auf CYP3A4- und CYP2C8-Substrate

Bei einer Dosierung von 40 mg einmal täglich ist Finerenon in vivo ein schwacher Hemmer des

CYP3A4-Enzyms. Die gleichzeitige Andwendung mehrerer Dosen von 40 mg Finerenon mit dem

CYP3A4-Prüfsubstrat Midazolam führte zu einem 1,31‑fachen Anstieg der mittleren Midazolam-AUCohne Auswirkung auf die Cmax. Die potenziell erhöhte Exposition empfindlicher CYP3A4‑Substratemit einem engen therapeutischen Fenster muss bei gleichzeitiger Anwendung mit Finerenon 40 mgeinmal täglich berücksichtigt werden. Ein Mehrfachdosisregime mit 20 mg Finerenon einmal täglichüber 10 Tage hatte keine relevante Wirkung auf die AUC des CYP3A4‑Prüfsubstrats Midazolam.

Daher kann eine klinisch relevante Inhibition oder Induktion von CYP3A4 durch Finerenon in diesem

Dosisbereich ausgeschlossen werden.

Bei einer Dosierung von 40 mg einmal täglich ist Finerenon in vivo ein schwacher Hemmer des

CYP2C8-Enzyms. Die gleichzeitige Anwendung mehrerer Dosen von 40 mg Finerenon mit dem

CYP2C8-Prüfsubstrat Repaglinid führte zu einem 1,59‑fachen Anstieg der mittleren Repaglinid-AUCund einem 1,30‑fachen Anstieg der Cmax. Die potenziell erhöhte Exposition von CYP2C8-Substratenmit einem engen therapeutischen Fenster muss bei gleichzeitiger Anwendung mit Finerenon 40 mgeinmal täglich berücksichtigt werden.

Eine Einzeldosis von 20 mg Finerenon hatte keine klinisch relevante Wirkung auf die AUCund Cmax des CYP2C8‑Prüfsubstrats Repaglinid. Somit hemmt Finerenon in dieser Dosierung

CYP2C8 nicht.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Kontrazeption bei Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Finerenon eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft

Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Finerenon bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Kerendia darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, eine Behandlungmit Finerenon ist aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich. Wenn eine Frau währendder Einnahme von Finerenon schwanger wird, ist sie über die potenziellen Risiken für das ungeborene

Kind zu informieren (siehe Abschnitt 4.4).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt ob Finerenon und/oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen.

Die zur Verfügung stehenden pharmakokinetischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass

Finerenon und seine Metaboliten in die Milch übergehen. Rattenjunge zeigten bei diesbezüglicher

Exposition Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 5.3).

Ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden.

Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob die

Behandlung mit Kerendia unterbrochen bzw. beendet werden soll. Dabei ist sowohl der Nutzen des

Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen (siehe

Abschnitt 4.4).

Fertilität

Bisher liegen keine Erfahrungen zu der Wirkung von Finerenon auf die menschliche Fertilität vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine beeinträchtigte weibliche Fertilität bei Expositionen gezeigt, diehöher als die maximale Exposition beim Menschen waren, was auf eine geringe klinische Relevanzhinweist (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Kerendia hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten gemeldete Nebenwirkung unter Finerenon war Hyperkaliämie (12,6 %). Siehe'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen, Hyperkaliämie“ unten und Abschnitt 4.4.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Finerenon bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (Chronic Kidney

Disease, CKD) und T2D wurde in den zwei pivotalen Phase‑III-Studien FIDELIO‑DKD (DKD:

Diabetic Kidney Disease) und FIGARO‑DKD untersucht. In der Studie FIDELIO‑DKD erhielten2 818 Patienten Finerenon (10 mg oder 20 mg einmal täglich). Die mittlere Behandlungsdauer betrug2,2 Jahre. In der Studie FIGARO‑DKD erhielten 3 671 Patienten Finerenon (10 mg oder 20 mg einmaltäglich). Die mittlere Behandlungsdauer betrug 2,9 Jahre.

Die Sicherheit von Finerenon bei Patienten mit Herzinsuffizienz (heart failure, HF) mit einer

LVEF ≥ 40 % wurde in der Phase-III-Studie FINEARTS-HF untersucht. In dieser Studie erhielten2 993 Patienten Finerenon (10 mg, 20 mg oder 40 mg einmal täglich). Die mittlere Behandlungsdauerbetrug 2,1 Jahre.

Die beobachteten Nebenwirkungen sind in Tabelle 5 aufgelistet. Sie sind nach Systemorganklassegemäß MedDRA und Häufigkeit klassifiziert.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000,< 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Datennicht abschätzbar).

Tabelle 5: Nebenwirkungen

Systemorganklasse Häufigkeit CKD mit T2D HF mit LVEF ≥ 40 %sehr häufig Hyperkaliämie -

Stoffwechsel- und

Ernährungsstörungen Hyponatriämie Hyperkaliämiehäufig Hyperurikämie Hyponatriämie

Hyperurikämie

Gefäßerkrankungen häufig Hypotonie Hypotonie

Erkrankungen des Durchfall

Gastrointestinaltrakts häufig - Verstopfung

Erkrankungen der

Haut und des häufig Pruritus -

Unterhautzellgewebes

Erkrankungen der Nierenfunktionsstörung

Nieren und Harnwege häufig - Akutes Nierenversagen

Kreatinin im Blut Kreatinin im Bluthäufig erhöht/Glomeruläre erhöht/Glomeruläre

Untersuchungen Filtrationsrate vermindert Filtrationsratevermindertgelegentlich Hämoglobin vermindert -

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Hyperkaliämie

In der Finerenon-Gruppe wurde im ersten Monat der Behandlung eine Erhöhung der mittleren

Serumkalium-Konzentration gegenüber Baseline in Höhe von bis zu 0,2 mmol/l verglichen mit

Placebo beobachtet. Der Unterschied blieb danach stabil.

In den gepoolten Daten der Studien FIDELIO‑DKD und FIGARO-DKD traten Hyperkaliämie-

Ereignisse bei 14,0 % der mit Finerenon behandelten Patienten auf. Im Vergleich dazu waren es bei

Patienten unter Placebo 6,9 %. Schwerwiegende Hyperkaliämie-Ereignisse traten häufiger bei mit

Finerenon behandelten Patienten auf (1,1 %) als bei Patienten unter Placebo (0,2 %). Serumkalium-

Konzentrationen von > 5,5 mmol/l bzw. > 6,0 mmol/l wurden bei 16,8 % bzw. 3,3 % der Patientenunter Finerenon sowie bei 7,4 % bzw. 1,3 % der Patienten unter Placebo verzeichnet. Eine

Hyperkaliämie, die zum dauerhaften Absetzen der Behandlung führte, trat bei 1,7 % der Patientenunter Finerenon auf. In der Placebo-Gruppe waren es 0,6 %. Zu Hospitalisierungen aufgrund von

Hyperkaliämie kam es bei 0,9 % in der Finerenon-Gruppe und bei 0,2 % in der Placebo-Gruppe.

In der FINEARTS-HF-Studie traten Hyperkaliämie-Ereignisse bei 9,7 % der mit Finerenonbehandelten Patienten auf. Im Vergleich dazu waren es bei Patienten unter Placebo 4,2 %. Eine

Hyperkaliämie, die zum dauerhaften Absetzen der Behandlung führte, trat bei 0,4 % der Patientenunter Finerenon auf. In der Placebo-Gruppe waren es 0,2 %. Zu Hospitalisierungen aufgrund von

Hyperkaliämie kam es bei 0,5 % in der Finerenon-Gruppe und bei 0,2 % in der Placebo-Gruppe.

In allen Studien war die Mehrzahl der Hyperkaliämie-Ereignisse leicht bis mittelschwer und klang beiden mit Finerenon behandelten Patienten wieder ab.

Für spezielle Empfehlungen siehe Abschnitte 4.2 und 4.4.

Verschlechterung der Nierenfunktion

In den gepoolten Daten der Studien FIDELIO‑DKD und FIGARO-DKD wurde bei 5,4 % der mit

Finerenon behandelten Patienten eine Verminderung der eGFR beobachtet. Im Vergleich dazu warenes bei Patienten unter Placebo 4,2 %. Die Rate an Ereignissen von verminderter GFR, die zumdauerhaften Absetzen der Behandlung führten, war gleich bei Patienten in der Finerenon-Gruppe undin der Placebo-Gruppe (0,2 %). Die Rate an Hospitalisierungen aufgrund einer verminderten GFR wargleich bei Patienten in der Finerenon-Gruppe und in der Placebo-Gruppe (< 0,1 %).

Ereignisse von erhöhtem Kreatinin im Blut wurden bei 2,6 % der mit Finerenon behandelten Patientenberichtet. Im Vergleich dazu waren es bei Patienten unter Placebo 2,3 %.

Die Mehrzahl der Ereignisse von verminderter GFR/Kreatinin im Blut erhöht war leicht bismittelschwer und klang bei den mit Finerenon behandelten Patienten wieder ab. Bei Patienten unter

Finerenon trat zu Beginn eine Abnahme der eGFR (Mittelwert 2 ml/min/1,73 m2) auf, die sich im

Zeitverlauf gegenüber Placebo wieder abschwächte. Diese Abnahme schien unter Fortführung der

Behandlung reversibel.

In der FINEARTS‑HF‑Studie wurden im Vergleich zur Placebo‑Gruppe bei mit Finerenonbehandelten Patienten häufiger Ereignisse im Zusammenhang mit einer Verschlechterung der

Nierenfunktion berichtet (17,7 % vs. 10,9 %). Die berichteten Ereignisse umfassten

Nierenfunktionsstörung (6,6 % vs. 3,9 %), GFR vermindert (5,2 % vs. 3,6 %), akutes Nierenversagen(3,7 % vs. 2,1 %), Niereninsuffizienz (2,6 % vs. 1,6 %) und Kreatinin im Blut erhöht (1,2 % vs.0,8 %).

Insgesamt waren die meisten der gemeldeten Ereignisse bezüglich einer Verschlechterung der

Nierenfunktion leicht bis mäßig und klangen bei den mit Finerenon behandelten Patienten wieder ab.

In einigen Fällen, in denen Finerenon dauerhaft abgesetzt wurde, kehrte die eGFR nicht auf den

Ausgangswert zurück. Ereignisse im Zusammenhang mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion,die zu einem dauerhaften Absetzen führten, waren in beiden Gruppen identisch (0,3 %).

Hospitalisierungen aufgrund einer Verschlechterung der Nierenfunktion wurden bei den mit Finerenonbehandelten Patienten häufiger berichtet als in der Placebo‑Gruppe (2,0 % vs. 1,3 %), wobei akutes

Nierenversagen das Ereignis war, das am häufigsten zu einer Hospitalisierung führte (1,6 % in der

Finerenon-Gruppe vs. 0,8 % in der Placebo-Gruppe).

Patienten unter Finerenon zeigten eine initiale Abnahme der GFR, die sich während der fortgesetzten

Behandlung als reversibel erwies. Der mittlere Unterschied in der GFR zwischen Finerenon und

Placebo betrug von Monat 1 bis Monat 6 etwa 3-4 ml/min/1,73 m2. Nach Monat 6 war der GFR‑Abfallin der Placebo‑Gruppe leicht ausgeprägter, mit einem mittleren Unterschied zwischen Finerenon und

Placebo von etwa 2-3 ml/min/1,73 m2.

Hypotonie

Unter Finerenon sank in Monat 1 der mittlere systolische Blutdruck um 2‑4 mmHg und der mittlerediastolische Blutdruck sank um 1‑2 mmHg, danach blieben die Werte stabil.

In den gepoolten Daten der Studien FIDELIO‑DKD und FIGARO-DKD traten Hypotonie-Ereignissebei 4,7 % der mit Finerenon behandelten Patienten auf. Im Vergleich dazu waren es bei Patientenunter Placebo 3,0 %. Bei drei Patienten (< 0,1 %) wurde Finerenon aufgrund von Hypotonie dauerhaftabgesetzt. Die Hospitalisierungsrate aufgrund von Hypotonie war gleich bei Patienten in der

Finerenon-Gruppe und der Placebo-Gruppe (0,1 %).

In der FINEARTS-HF-Studie traten Hypotonie-Ereignisse bei 7,6 % der mit Finerenon behandelten

Patienten auf. Im Vergleich dazu waren es bei Patienten unter Placebo 4,7 %. Bei drei Patienten(0,1 %) wurde Finerenon aufgrund von Hypotonie dauerhaft abgesetzt. Zu Hospitalisierungenaufgrund von Hypotonie kam es bei 0,4 % in der Finerenon-Gruppe und bei 0,3 % in der Placebo-

Gruppe.

In allen Studien war die Mehrzahl der Hypotonie-Ereignisse leicht bis mittelschwer und klang bei denmit Finerenon behandelten Patienten wieder ab.

Hyperurikämie

In den gepoolten Daten der Studien FIDELIO-DKD und FIGARO‑DKD trat Hyperurikämie bei 5,1 %der mit Finerenon behandelten Patienten und bei 3,9 % der Patienten unter Placebo auf. Eine

Erhöhung der mittleren Serumharnsäure-Konzentration um 0,3 mg/dl gegenüber Baseline wurde bis zu

Monat 16 in der Finerenon-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe beobachtet. Dieser Unterschiedverringerte sich mit der Zeit. Die Häufigkeit von Gicht war vergleichbar bei Patienten in der

Finerenon-Gruppe (3,1 %) und in der Placebo-Gruppe (3,0 %).

In der FINEARTS-HF-Studie war die Häufigkeit von Hyperurikämie vergleichbar bei Patienten in der

Finerenon-Gruppe (2,7 %) und in der Placebo-Gruppe (2,4 %). Die Häufigkeit von Gicht warvergleichbar bei Patienten in der Finerenon-Gruppe (2,4 %) und in der Placebo-Gruppe (2,8 %).

In allen Studien waren die Hyperurikämie-Ereignisse nicht schwerwiegend und führten bei den

Patienten, die Finerenon erhielten, nicht zu einem dauerhaften Absetzen der Behandlung.

Gastrointestinale Beschwerden

In der FINEARTS-HF-Studie wurden Durchfall (5,7 % vs. 4,4 %) und Verstopfung (3,8 % vs. 2,7 %)in der Finerenon-Gruppe häufiger berichtet als in der Placebo-Gruppe.

Hämoglobin vermindert

In den gepoolten Daten der Studien FIDELIO‑DKD und FIGARO-DKD war Finerenon nach4‑monatiger Behandlung mit einer placebokorrigierten absoluten Abnahme des mittleren Hämoglobinsum 0,15 g/dl und eines mittleren Hämatokrits von 0,5 % verbunden. Die Häufigkeit von Anämie warvergleichbar bei Patienten in der Finerenon-Gruppe (6,5 %) und in der Placebo-Gruppe (6,1 %). Die

Häufigkeit schwerwiegender Anämieereignisse war sowohl bei den mit Finerenon behandelten

Patienten als auch bei den Patienten unter Placebo gering (0,5 %). Die Veränderungen von

Hämoglobin und Hämatokrit waren vorübergehend und erreichten nach etwa 24‑32 Monatenvergleichbare Werte wie in der Placebo-Gruppe.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Als wahrscheinlichste Manifestation einer Überdosierung ist Hyperkaliämie anzunehmen. Wenn sicheine Hyperkaliämie entwickelt, ist die übliche medizinische Behandlung einzuleiten.

Angesichts seiner Plasmaproteinbindung von etwa 90 % ist es unwahrscheinlich, dass Finerenon durch

Hämodialyse wirksam entfernt werden kann.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Diuretika, Aldosteronantagonisten, ATC‑Code: C03DA05

Wirkmechanismus

Finerenon ist ein nichtsteroidaler, selektiver Antagonist des Mineralokortikoid-Rezeptors (MR),welcher durch Aldosteron und Cortisol aktiviert wird und die Gentranskription reguliert. Durch seine

Bindung an den MR entsteht ein spezifischer Rezeptor-Ligand-Komplex, der die Rekrutierungtranskriptioneller Coaktivatoren blockiert, welche an der Expression proinflammatorischer undprofibrotischer Mediatoren beteiligt sind.

Pharmakodynamische Wirkungen

In FIDELIO‑DKD und FIGARO‑DKD, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten,multizentrischen Phase‑III-Studien an erwachsenen Patienten mit CKD und T2D, betrug dieplacebokorrigierte relative Reduktion des Albumin-Kreatinin-Quotienten im Urin (UACR) in Monat 4bei den auf Finerenon randomisierten Patienten 31 % bzw. 32 %. Die UACR-Reduktion blieb überden Verlauf beider Studien bestehen.

In FINEARTS-HF, einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen

Phase‑III-Studie an erwachsenen Patienten mit HF mit einer LVEF ≥ 40 %, betrug dieplacebokorrigierte relative Reduktion des UACR bei den auf Finerenon randomisierten Patienten 30 %in Monat 6. Die UACR-Reduktion blieb bis zur letzten Bestimmung in Jahr 2 bestehen.

In ARTS‑DN, einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen Phase‑IIb-

Studie an erwachsenen Patienten mit CKD und T2D, betrug die placebokorrigierte relative Reduktiondes UACR an Tag 90 bei den mit Finerenon 10 mg bzw. 20 mg einmal täglich behandelten Patienten25 % bzw. 38 %.

Kardiale Elektrophysiologie

Eine spezielle QT‑Studie an 57 gesunden Probanden hat gezeigt, dass Finerenon die kardiale

Repolarisation nicht beeinflusst. Nach Einzeldosen von 20 mg (therapeutisch) oder 80 mg(supratherapeutisch) gab es keinen Hinweis auf eine QT/QTc-verlängernde Wirkung von Finerenon.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Chronische Nierenerkrankung in Verbindung mit T2D

Die Studien FIDELIO‑DKD und FIGARO‑DKD untersuchten an erwachsenen Patienten mit CKDund T2D die Wirkung von Finerenon auf renale und kardiovaskuläre (CV) Endpunkte im Vergleich zu

Placebo.

Patienten mussten eine Standardbehandlung, einschließlich der maximal tolerierten zugelassenen

Dosis eines Inhibitors des Angiotensin-konvertierenden Enzyms (ACEi) oder eines Angiotensin-

Rezeptorblockers (ARB), erhalten.

Patienten mit diagnostizierter Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion und NYHA-

Klasse II‑IV waren aufgrund der Klasse-1A‑Empfehlung für MRA-Therapie von der Studieausgeschlossen.

Für die Studie FIDELIO‑DKD waren die Patienten geeignet auf Basis einer nachgewiesenenpersistenten Albuminurie (> 30 mg/g bis 5 000 mg/g), einer eGFR von 25 bis 75 ml/min/1,73 m2 undeinem Serumkalium-Wert von ≤ 4,8 mmol/l beim Screening.

Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus der Zeit bis zum ersten Auftreten von

Nierenversagen (definiert als chronische Dialyse oder Nierentransplantation oder anhaltende Abnahmeder eGFR auf < 15 ml/min/1,73 m2 über mindestens 4 Wochen), einer anhaltenden Abnahme dereGFR um 40 % oder mehr gegenüber Baseline über mindestens 4 Wochen oder renalem Tod. Derwichtigste sekundäre Endpunkt war eine Kombination aus der Zeit bis zu einem CV‑Tod, dem ersten

Auftreten von nichttödlichem Myokardinfarkt (MI), nichttödlichem Schlaganfall oder Hospitalisierungaufgrund von Herzinsuffizienz.

Insgesamt 5 662 Patienten erhielten nach Randomisierung entweder Finerenon (n=2 824) oder Placebo(n=2 838) und wurden in die Analysen eingeschlossen. Die mediane Nachbeobachtungsdauer betrug2,6 Jahre. Die Dosis von Finerenon bzw. Placebo konnte im Lauf der Studie zwischen 10 mg und20 mg einmal täglich angepasst werden; diese Anpassung erfolgte vorwiegend auf Basis der

Serumkalium-Konzentration. In Monat 24 erhielten 67 % der Patienten unter Finerenon 20 mg einmaltäglich, 31 % erhielten 10 mg einmal täglich und bei 3 % war die Behandlung ausgesetzt worden.

Nach Studienende wurde der Vitalstatus bei 99,7 % der Patienten erhoben. Die Studienpopulation warfolgendermaßen aufgeteilt: 63 % Weiß, 25 % Asiatisch und 5 % Schwarz. Das mittlere Alter bei der

Aufnahme war 66 Jahre, und 70 % der Patienten waren männlich. Zu Baseline betrug die mittlereeGFR 44,4 ml/min/1,73 m2, wobei 55 % der Patienten eine eGFR von < 45 ml/min/1,73 m2 aufwiesen;der mediane UACR betrug 853 mg/g und der mittlere HbA1c-Wert betrug 7,7 %; bei 46 % lag eineatherosklerotische CV-Erkrankung, bei 30 % eine koronare Herzerkrankung und bei 8 %

Herzinsuffizienz in der Anamnese vor; der mittlere Blutdruck betrug 138/76 mmHg. Die mittlere

Dauer des T2D bei Baseline betrug 16,6 Jahre, und bei 47 % bzw. 26 % der Patienten wies die

Anamnese diabetische Retinopathie bzw. diabetische Neuropathie auf. Fast alle Patienten waren bei

Baseline unter einer Therapie mit ACEi (34 %) oder ARB (66 %), und 97 % der Patienten wendetenein oder mehrere Antidiabetika an (Insulin [64 %], Biguanide [44 %], GLP[Glucagon‑like peptide]‑1-

Rezeptoragonisten [7 %], SGLT2[Natrium-Glucose-Cotransporter 2]‑Inhibitoren [5 %]). Die anderen

Arzneimittel, die bei Baseline am häufigsten eingenommen wurden, waren Statine (74 %) und

Kalziumkanalblocker (63 %).

Für den primären kombinierten Endpunkt und den wichtigsten sekundären kombinierten Endpunktwurde ein statistisch signifikanter Unterschied zugunsten von Finerenon gezeigt (siehe nachstehende

Abbildung 1/ Tabelle 6). Der Behandlungseffekt für den primären und die wichtigsten sekundären

Endpunkte war generell in allen Subgruppen (Region, eGFR, UACR, systolischer Blutdruck [SBD]und HbA1c bei Baseline) konsistent.

Für die Studie FIGARO‑DKD waren die Patienten geeignet auf Basis einer nachgewiesenenpersistenten Albuminurie mit einem UACR von ≥ 30 mg/g bis < 300 mg/g und einer eGFR von 25 bis90 ml/min/1,73 m2 oder einem UACR ≥ 300 mg/g und einer eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2 beim

Screening. Die Patienten mussten beim Screening einen Serumkalium-Wert von ≤ 4,8 mmol/l haben.

Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus der Zeit bis zu einem CV‑Tod, dem ersten Auftretenvon nichttödlichem MI, nichttödlichem Schlaganfall oder Hospitalisierung aufgrund von

Herzinsuffizienz. Der sekundäre Endpunkt war eine Kombination aus der Zeit bis zum Auftreten von

Nierenversagen, einer anhaltenden Abnahme der eGFR um 40 % oder mehr gegenüber Baseline übermindestens 4 Wochen oder renalem Tod.

Insgesamt 7 328 Patienten erhielten nach Randomisierung entweder Finerenon (n = 3 674) oder

Placebo (n = 3 654) und wurden in die Analysen eingeschlossen. Die mediane

Nachbeobachtungsdauer betrug 3,4 Jahre. Die Dosis von Finerenon bzw. Placebo konnte im Lauf der

Studie zwischen 10 mg und 20 mg einmal täglich angepasst werden. Diese Anpassung erfolgtevorwiegend auf Basis der Serumkalium-Konzentration. In Monat 24 erhielten 82 % der Patienten unter

Finerenon 20 mg einmal täglich, 15 % erhielten 10 mg einmal täglich und bei 3 % war die Behandlungausgesetzt worden. Nach Studienende wurde der Vitalstatus bei 99,8 % der Patienten erhoben. Die

Studienpopulation war folgendermaßen aufgeteilt: 72 % Weiß, 20 % Asiatisch und 4 % Schwarz. Dasmittlere Alter bei der Aufnahme war 64 Jahre, und 69 % der Patienten waren männlich. Zu Baselinebetrug die mittlere eGFR 67,8 ml/min/1,73 m2, wobei 62 % der Patienten eineeGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2 hatten. Der mediane UACR betrug 309 mg/g und der mittlere HbA1c-Wertlag bei 7,7 %. Bei 45 % der Patienten lag eine atherosklerotische CV-Erkrankung vor. 8 % der

Patienten hatten Herzinsuffizienz in der Anamnese. Der mittlere Blutdruck betrug 136/77 mmHg. Diemittlere Dauer des T2D bei Baseline betrug 14,5 Jahre und bei 31 % bzw. 28 % der Patienten wies die

Anamnese diabetische Retinopathie bzw. diabetische Neuropathie auf. Fast alle Patienten erhielten bei

Baseline eine Therapie mit ACEi (43 %) oder ARB (57 %) und 98 % der Patienten wendeten ein odermehrere Antidiabetika an (Insulin [54 %], Biguanide [69 %], GLP‑1-Rezeptoragonisten [8 %],

SGLT2‑Inhibitoren [8 %]). Weitere Arzneimittel, die bei Baseline am häufigsten eingenommenwurden, waren Statine (71 %).

Für den primären kombinierten CV-Endpunkt wurde ein statistisch signifikanter Unterschiedzugunsten von Finerenon gezeigt (siehe nachstehende Abbildung 2/ Tabelle 7). Der Behandlungseffektfür den primären Endpunkt war in allen Subgruppen (Region, eGFR, UACR, SBD und HbA1c bei

Baseline) konsistent.

Eine niedrigere Inzidenzrate der sekundären kombinierten Endpunkte Nierenversagen, anhaltende

Abnahme der eGFR von 40 % oder mehr oder renaler Tod wurde in der Finerenon-Gruppe im

Vergleich mit der Placebo-Gruppe beobachtet. Dieser Unterschied erreichte jedoch keine statistische

Signifikanz (siehe nachstehende Tabelle 7). Der Behandlungseffekt für den sekundären kombiniertenrenalen Endpunkt war in allen Subgruppen der eGFR zu Studienbeginn konsistent, aber für die

Subgruppe der Patienten mit einer UACR < 300 mg/g betrug die HR 1,16 (95 % KI 0,91; 1,47) und fürdie Subgruppe der Patienten mit einer UACR ≥ 300 mg/g betrug die HR 0,74 (95 % KI 0,61; 0,89).

Präspezifizierte sekundäre Zeit-bis-zum-Ereignis-Endpunkte werden in Tabelle 7 aufgeführt.

Tabelle 6: Analyse der primären und sekundären Zeit-bis-zum-Ereignis-Endpunkte (und ihrer

Einzelkomponenten) in der Phase‑III-Studie FIDELIO‑DKD

Kerendia* (n=2 824) Placebo (n=2 838) Behandlungseffektn (%) Ereignisse/ Ereignissen (%)/HR (95 %‑KI)100 PJ 100 PJ

Primärer kombinierter renaler Endpunkt und seine Komponenten

Kombination aus

Nierenversagen, anhaltender 498 (17,6) 7,53 600 (21,1) 9,09 0,82 (0,73; 0,92)

Abnahme der eGFR um p=0,0009≥ 40 % oder renalem Tod

Nierenversagen 205 (7,3) 2,96 235 (8,3) 3,39 0,86 (0,72; 1,05)

Anhaltende eGFR-Abnahmeum ≥ 40 % 473 (16,7) 7,15 577 (20,3) 8,74 0,81 (0,72; 0,91)

Renaler Tod 2 (< 0,1) - 2 (< 0,1) - -

Wichtigster sekundärer kombinierter CV‑Endpunkt und seine Komponenten

Kombination aus CV‑Tod,nichttödlichem MI,nichttödlichem Schlaganfall 366 (13,0) 5,11 420 (14,8) 5,93 0,86 (0,75; 0,99)oder Hospitalisierung aufgrund p=0,0344von Herzinsuffizienz

CV‑Tod 128 (4,5) 1,70 150 (5,3) 1,99 0,86 (0,68; 1,09)

Nichttödlicher MI 70 (2,5) 0,94 87 (3,1) 1,18 0,80 (0,58; 1,09)

Nichttödlicher Schlaganfall 90 (3,2) 1,22 87 (3,1) 1,18 1,03 (0,77; 1,38)

Hospitalisierung aufgrund von

Herzinsuffizienz 138 (4,9) 1,88 162 (5,7) 2,22 0,85 (0,68; 1,07)

Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte

Mortalität jeglicher Ursache 219 (7,8) 2,90 244 (8,6) 3,24 0,90 (0,75; 1,08) **

Hospitalisierung jeglicher 1 259 1 321

Ursache (44,6) 22,59 (46,5) 23,91 0,95 (0,88; 1,02)**

Kombination aus

Nierenversagen, anhaltender 248 (8,8) 3,60 326 (11,5) 4,74 0,75 (0,65; 0,90) **

Abnahme der eGFR um≥ 57 % oder renalem Tod

* Behandlung mit 10 oder 20 mg einmal täglich als Zusatz zur maximal tolerierten zugelassenen Doseneines ACEi oder ARB.

** p = nicht statistisch signifikant nach Adjustierung für Multiplizität

KI: Konfidenzintervall

HR: Hazard Ratio

PJ: Patientenjahre

Abbildung 1: Zeit bis zum ersten Auftreten von Nierenversagen, anhaltender Abnahme der eGFR um≥ 40 % gegenüber Baseline oder renalem Tod in der Studie FIDELIO‑DKD0,50

Geplante Behandlung0,45 1: Finerenon (n=2 824)2: Placebo (n=2 838)0,400,350,300,250,200,150,100,050,000 6 12 18 24 30 36 42 48

Zeit bis zum ersten Ereignis (Monate)

Anzahl der Risikopatienten1 2 824 2 696 2 599 2 390 1 802 1 269 782 437 822 2 838 2 721 2 583 2 376 1 757 1 247 791 452 82

Kumulative Inzidenzwahrscheinlichkeit

Tabelle 7: Analyse der primären und sekundären Zeit-bis-zum-Ereignis-Endpunkte (und ihrer

Einzelkomponenten) in der Phase‑III-Studie FIGARO-DKD

Kerendia* (n=3 674) Placebo (n=3 654) Behandlungseffektn (%) Ereignisse/ Ereignisse HR (95 %‑KI)100 PJ n (%) /100 PJ

Primärer kombinierter CV-Endpunkt und seine Komponenten

Kombination aus CV-Tod,nichttödlichem MI,nichttödlichem Schlaganfall 457 (12,4) 3,88 518 (14,2) 4,46 0,87 (0,76; 0,98)oder Hospitalisierung aufgrund p = 0,0254von Herzinsuffizienz

CV‑Tod 193 (5,3) 1,56 214 (5,9) 1,75 0,89 (0,73; 1,08)

Nichttödlicher MI 103 (2,8) 0,85 101 (2,8) 0,84 1,00 (0,76; 1,32)

Nichttödlicher Schlaganfall 108 (2,9) 0,89 111 (3,0) 0,93 0,97 (0,74; 1,26)

Hospitalisierung aufgrund von

Herzinsuffizienz 117 (3,2) 0,97 163 (4,5) 1,36 0,71 (0,56; 0,90)

Sekundärer kombinierter renaler Endpunkt und seine Komponenten

Kombination aus

Nierenversagen, anhaltender 350 (9,5) 3,17 395 (10,8) 3,59 0,87 (0,75; 1,01)

Abnahme der eGFR um p = 0,0635 **≥ 40 % oder renalem Tod

Nierenversagen 46 (1,3) 0,40 62 (1,7) 0,55 0,72 (0,49; 1,05)

Anhaltende eGFR-Abnahmeum ≥ 40 % 338 (9,2) 3,06 385 (10,5) 3,50 0,86 (0,74; < 1,00)

Renaler Tod 0 - 2 (< 0,1) - -

Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte

Mortalität jeglicher Ursache 332 (9,0) 2,69 370 (10,1) 3,03 0,89 (0,77; 1,03) **

Hospitalisierung jeglicher 1 569 1 599

Ursache (42,7) 16,94 (43,8) 17,54 0,97 (0,90; 1,04) **

Kombination aus

Nierenversagen, anhaltender 108 (2,9) 0,95 139 (3,8) 1,23 0,77 (0,60; 0,99) **

Abnahme der eGFR um≥ 57 % oder renalem Tod

* Behandlung mit 10 oder 20 mg einmal täglich als Zusatz zu maximal tolerierten zugelassenen Dosen eines

ACEi oder ARB.

** p = nicht statistisch signifikant nach Adjustierung für Multiplizität

KI: Konfidenzintervall

HR: Hazard Ratio

PJ: Patientenjahre

Abbildung 2: Zeit bis zum CV‑Tod, ersten Auftreten von nichttödlichem Myokardinfarkt,nichttödlichem Schlaganfall oder Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz in der Studie

FIGARO‑DKD0,20

Geplante Behandlung0,18 1: Finerenon (n=3 674)2: Placebo (n=3 654)0,160,140,120,100,080,060,040,020,000 6 12 18 24 30 36 42 48 54

Zeit bis zum ersten Ereignis (Monate)

Anzahl der Risikopatienten1 3 674 3 588 3 505 3 415 3 308 2 771 2 175 1 703 1 085 5902 3 654 3 565 3 467 3 377 3 255 2 718 2 115 1 648 1 067 576

Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40 %

Die FINEARTS-HF-Studie untersuchte die Wirkung von Finerenon im Vergleich zu Placebo aufkardiovaskuläre Endpunkte bei erwachsenen Patienten mit Herzinsuffizienz.

Eingeschlossen wurden Patienten mit einer diagnostizierten Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II‑IV,die ambulant behandelt wurden oder primär wegen Herzinsuffizienz hospitalisiert waren und einedokumentierte LVEF ≥ 40 % aufwiesen. Darüber hinaus wiesen die Patienten beim Screening und beider Randomisierung einen eGFR-Wert von ≥ 25 ml/min/1,73 m2 und einen Serumkalium-Wert von≤ 5,0 mmol/l auf und erhielten eine Hintergrundtherapie, einschließlich einer diuretischen

Behandlung.

Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus kardiovaskulärem Tod und allen (erstmaligen undwiederkehrenden) Herzinsuffizienzereignissen, bestehend aus Hospitalisierungen aufgrund von

Herzinsuffizienz und Notfallbehandlungen wegen Herzinsuffizienz. Für die sekundären Endpunkte,darunter alle (erstmaligen und wiederkehrenden) Herzinsuffizienzereignisse sowie die Veränderungdes Gesamt-Symptom-Scores (Total Symptom Score, TSS) des Kansas City Cardiomyopathy

Questionnaire (KCCQ) (der die Häufigkeit und Schwere der Herzinsuffizienzsymptome quantifiziert)vom Ausgangswert bis zum 6., 9. und 12. Monat, wurde ein Mehrfach-Testverfahren angewendet.

Die Studie analysierte 6 001 Patienten, die randomisiert entweder Finerenon (n = 3 003) oder Placebo(n = 2 998) erhielten. Die mediane Nachbeobachtungsdauer betrug 2,7 Jahre. 3 247 (54 %) der in die

Studie eingeschlossenen Patienten hatten ein Herzinsuffizienzereignis innerhalb von 3 Monaten vor

Studieneinschluss, darunter 1 219 (20 %) Patienten, die während der Hospitalisierung oder innerhalbvon 7 Tagen nach der Entlassung randomisiert wurden.

Abhängig von den Nierenwerten erhielten die Patienten während der Studie einmal täglich entweder10 mg, 20 mg oder 40 mg Finerenon oder ein Placebo. In Monat 24 erhielten 35 % der Patienten unter

Finerenon 40 mg einmal täglich, 32 % erhielten 20 mg einmal täglich, 12 % erhielten 10 mg einmaltäglich und bei 1 % war die Behandlung ausgesetzt worden. Zu jedem Zeitpunkt während der

Behandlung erreichten etwa 80 % der Patienten ihre Zieldosis.

Zum Studienende wurde der Vitalstatus bei 99,7 % der Patienten erhoben.79 % der Studienpopulation waren Weiße, 17 % Asiaten und 1,5 % Schwarze/Afroamerikaner. Dasmittlere Alter bei Einschluss war 72 Jahre und 46 % der Patienten waren weiblich. Zu Beginn der

Studie betrug die mittlere LVEF 53 %, wobei 64 % der Patienten eine LVEF ≥ 50 % aufwiesen und

Kumulative Inzidenzwahrscheinlichkeit69 %, 30 % bzw. 1 % der Patienten der NYHA-Klasse II, III bzw. IV angehörten. Der mittlere

Blutdruck betrug 129/75 mmHg, während der BMI bei 30 kg/m2 lag. Der Medianwert von NT-pro-

BNP (N-terminal prohormone of brain natriuretic peptide) betrug 1 041 pg/ml, der mittlere eGFR-

Wert lag bei 62 ml/min/1,73 m2, wobei 48 % der Patienten einen eGFR-Wert von ˂ 60 ml/min/1,73 m2aufwiesen, und der UACR-Median betrug 18 mg/g. Bei 38 % der Patienten lag Vorhofflimmern vor,und 41 % hatten Diabetes mellitus. Die Mehrheit der Patienten erhielt Schleifendiuretika (87 %),

ACE-Hemmer oder ARB (79 %) oder Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Hemmer (9 %), und 14 %erhielten SGLT2-Hemmer.

Für den primären kombinierten Endpunkt wurde ein statistisch signifikanter Unterschied zugunstenvon Finerenon gezeigt (siehe nachstehende Tabelle 8). Der Effekt wurde früh beobachtet und bliebüber die gesamte Dauer der Studie erhalten (siehe Abbildung 3 unten). Ein statistisch signifikanter

Unterschied zugunsten von Finerenon zeigte sich auch bei den sekundären Endpunkten der Gesamt-

Herzinsuffizienzereignisse. Die vorab spezifizierten sekundären Wirksamkeitsendpunkte sindebenfalls nachstehend in Tabelle 8 aufgeführt. Die Behandlungseffekte für den primären und diewichtigsten sekundären Endpunkte waren in allen vorab spezifizierten Subgruppen konsistent,darunter Geschlecht, LVEF, NYHA-Klasse, eGFR, Zeit seit dem letzten Herzinsuffizienzereignis,

SGLT2-Hemmer-Therapie und Diabetes-mellitus-Status.

Tabelle 8: Analyse der primären und sekundären Endpunkte (und ihrer Einzelkomponenten für die

Zeit-bis-zum-Ereignis-Endpunkte) in der Phase‑III-Studie FINEARTS-HF

Kerendia* (n = 3 003) Placebo (n = 2 998) Behandlungseffekt[Ereignis Ereigni [Ereignis Ereignisinsgesamt] sse/ insgesamt] se/ (95 %-KI)n (%) 100 PJ n (%) 100 PJ

Primärer kombinierter CV-Endpunkt und seine Komponenten

RR 0,84

Kombination aus CV-Tod und [1 083] [1 283]

Gesamt- 14,88 17,70 (0,74; 0,95)624 (20,8) 719 (24,0)

Herzinsuffizienzereignissen p = 0,0072

Gesamt- [842] [1 024] RR 0,82

Herzinsuffizienzereignisse** 11,57 14,12479 (16,0) 573 (19,1) (0,71; 0,94)p = 0,0062

CV‑Tod 242 (8,1) 3,33 260 (8,7) 3,59 HR 0,93(0,78; 1,11)

Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte

LSM-Differenz

Veränderung des KCCQ-TSS LSM LSM 1,56gegenüber Baseline - -7,99 6,43(0,79; 2,34)p < 0,0001

Verbesserung der NYHA- OR 1,01

Klasse 557 (18,6) - 553 (18,4) - (0,88; 1,15)n = 3 002 p = 0,9295†

HR 1,33

Renaler kombinierter 75 (2,5) 1,16 55 (1,8) 0,85

Endpunkt (0,94; 1,89)p††

Anhaltende eGFR-Abnahmeum ≥ 50 % 68 (2,3) 1,05 51 (1,7) 0,79 -

Anhaltender Rückgang dereGFR auf 5 (0,2) 0,08 2 (< 0,1) 0,03 -˂ 15 ml/min/1,73m2

Einleitung der Dialyse 2 (< 0,1) 0,03 2 (˂ 0,1) 0,03 -

Nierentransplantation 0 (0,0) 0,00 0 (0,0) - -

HR 0,93

Mortalität jeglicher Ursache 491 (16,4) 6,71 522 (17,4) 7,17 (0,83; 1,06)

Abkürzungen: KI: Konfidenzintervall; HR: Hazard Ratio; LSM: Mittelwert der kleinsten Quadrate; OR: Odds

Ratio; RR: Ratenverhältnis; PJ: Patientenjahre

* Behandlung mit 10, 20 oder 40 mg einmal täglich zusätzlich zur Hintergrundtherapie, einschließlich

Diuretikabehandlung

** Die Gesamtzahl der (erstmaligen und wiederkehrenden) Herzinsuffizienzereignisse war ebenfalls einwichtiger sekundärer Endpunkt† Nicht signifikant (Testverfahren abgebrochen)†† Endpunkt nicht formal getestet (vorhergehender Endpunkt im Testverfahren nicht signifikant)

Abbildung 3: Primärer kombinierter Endpunkt aus CV-Tod und allen (erstmaligen undwiederkehrenden) Herzinsuffizienzereignissen in der FINEARTS-HF-Studie0,6

Geplante Behandlung1: Finerenon0,5 2: Placebo0,40,30,20,10,00 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45

Anzahl der Risikopatienten Zeit in Monaten1 3 003 2 959 2 909 2 859 2 810 2 760 2 576 2 399 2 202 1 977 1 749 1 430 970 385 65 02 2 998 2 946 2 901 2 855 2 805 2 756 2 571 2 387 2 203 1 964 1 722 1 426 960 377 63 0

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Kerendia eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der

Behandlung der chronischen Nierenerkrankung und der Herzinsuffizienz gewährt (siehe Abschnitt 4.2bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Finerenon wird nach oraler Anwendung nahezu vollständig resorbiert. Die Resorption erfolgt schnell,die maximalen Plasmakonzentrationen (Cₘₐₓ) werden 0,5 bis 1,25 Stunden nach Einnahme der Tablettein nüchternem Zustand erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit von Finerenon beträgt aufgrund des

First‑Pass-Metabolismus in Darmwand und Leber 43,5 %. Finerenon ist in vitro ein Substrat des

Effluxtransporters P‑Glykoprotein, was aufgrund der hohen Diffusionsfähigkeit von Finerenon jedochals nicht relevant für die Resorption in vivo angesehen wird.

Auswirkung von Nahrung

Bei Einnahme zusammen mit fetter, kalorienreicher Nahrung war die AUC von Finerenon um bis zu21 % erhöht, die Cₘₐₓ um 19 % bis 23 % reduziert und die Zeit bis zum Erreichen der Cₘₐₓ auf bis zu2,5 Stunden verlängert. Da dies nicht als klinisch relevant angesehen wird, kann Finerenon mit oderohne Nahrung eingenommen werden.

Mittlere kumulative Funktion

Verteilung

Das Verteilungsvolumen von Finerenon im Steady State (Vₛₛ) beträgt 52,6 l. Die

Plasmaproteinbindung von Finerenon beim Menschen beträgt in vitro 91,7 %, das primäre

Bindungsprotein ist Serumalbumin.

Biotransformation

Der Finerenon-Metabolismus wird zu etwa 90 % durch CYP3A4 und zu 10 % durch CYP2C8vermittelt. Im Plasma wurden vier Hauptmetaboliten gefunden. Alle Metaboliten sindpharmakologisch inaktiv.

Elimination

Finerenon wird mit einer Eliminationshalbwertszeit (t½) von etwa 2 bis 3 Stunden schnell aus dem

Plasma eliminiert. Die systemische Clearance von Finerenon aus dem Blut beträgt etwa 25 l/h. Etwa80 % der verabreichten Dosis wurden über den Urin und etwa 20 % über den Fäzes ausgeschieden.

Die Ausscheidung erfolgte nahezu ausschließlich in Form von Metaboliten, während die

Ausscheidung von unverändertem Finerenon (< 1 % der Dosis über den Urin aufgrund derglomerulären Filtration, < 0,2 % über den Fäzes) einen unbedeutenden Weg darstellt.

Linearität

Die Pharmakokinetik von Finerenon ist im untersuchten Dosisbereich von 1,25 mg bis 80 mg,verabreicht als Einzeldosis in Tablettenform, linear.

Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten

Von den 2 818 Patienten, die Finerenon in der Studie FIDELIO‑DKD erhielten, waren 58 %mindestens 65 Jahre alt und 15 % mindestens 75 Jahre alt. Von den 3 671 Patienten, die Finerenon inder Studie FIGARO‑DKD erhielten, waren 53 % mindestens 65 Jahre alt und 14 % mindestens75 Jahre alt. Von den 2 993 Patienten, die Finerenon in der Studie FINEARTS-HF erhielten, waren79 % mindestens 65 Jahre alt und 43 % mindestens 75 Jahre alt.

In einer Phase‑I-Studie (n=48) wurden bei älteren gesunden Teilnehmern (≥ 65 Jahre) im Vergleich zujüngeren gesunden Teilnehmern (≤ 45 Jahre) höhere Plasmakonzentrationen von Finerenonfestgestellt, wobei die mittleren AUC- und Cₘₐₓ‑Werte bei den älteren Patienten um 34 % bzw. 51 %höher waren (siehe Abschnitt 4.2). In populationspharmakokinetischen Analysen wurde das Alternicht als Kovariate für die AUC oder Cₘₐₓ von Finerenon identifiziert.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Eine leichte Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance [CLCR] 60 bis < 90 ml/min) hatte keine

Auswirkung auf die AUC und Cₘₐₓ von Finerenon.

Im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion (CLCR ≥ 90 ml/min) war die Auswirkung einermittelschweren (CLCR 30 bis < 60 ml/min) oder schweren (CLCR < 30 ml/min) Nierenfunktionsstörungauf die AUC von Finerenon mit einem Anstieg um 34‑36 % ähnlich. Eine mittelschwere oder schwere

Nierenfunktionsstörung hatte keine Auswirkung auf die Cₘₐₓ (siehe Abschnitt 4.2).

Aufgrund der hohen Plasmaproteinbindung ist nicht zu erwarten, dass Finerenon dialysierbar ist.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei zirrhotischen Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung war die Finerenon-Expositionunverändert (siehe Abschnitt 4.2).

Bei zirrhotischen Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung war der AUC‑Wert für dasgesamte und das ungebundene Finerenon im Vergleich zu gesunden Kontrollpatienten um 38 % bzw.55 % erhöht, während die Cₘₐₓ keine Veränderung zeigte (Abschnitt 4.2).

Für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung liegen keine Daten vor (siehe Abschnitte 4.2 und4.5).

Körpergewicht

In populationspharmakokinetischen Analysen wurde das Körpergewicht als Kovariate für die Cₘₐₓ und

AUC von Finerenon identifiziert. Die Cₘₐₓ und AUC von Personen mit einem Körpergewicht vonunter 57 kg wurden im Durchschnitt um 52 % bzw. 30 % höher geschätzt, und von Personen miteinem Körpergewicht von über 122 kg 32 % bzw. 20 % niedriger geschätzt als bei Personen zwischen57 und 122 kg. Eine Dosisanpassung auf Basis des Körpergewichts ist nicht gerechtfertigt (siehe

Abschnitt 4.2).

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge

Die Dosis-Wirkungs-Beziehung für den UACR im Zeitverlauf wurde mithilfe eines Maximum-Effekt-

Modells charakterisiert, das auf eine Sättigung bei hohen Expositionen schließen lässt. Die im Modellprognostizierte Zeit bis zum Erreichen der vollen (99 %) Wirkung des Arzneimittels auf den

UACR‑Wert im Steady State betrug 138 Tage. Die pharmakokinetische (PK) Halbwertszeit betrug2‑3 Stunden, und das pharmakokinetische Steady State wurde nach 2 Tagen erreicht, was auf eineindirekte und verzögerte Wirkung auf das pharmakodynamische Ansprechen hindeutet.

Klinische Studien ohne relevante Arzneimittelwechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung des starken CYP2C8‑Inhibitors Gemfibrozil (600 mg zweimal täglich)waren die mittlere AUC und Cₘₐₓ von Finerenon um das 1,1‑ bzw. 1,2‑Fache erhöht. Dies wird nichtals klinisch relevant angesehen.

Die Vor- und Begleitbehandlung mit dem Protonenpumpeninhibitor Omeprazol (40 mg einmaltäglich) hatte keine Wirkung auf die mittlere AUC und mittlere Cₘₐₓ von Finerenon.

Die begleitende Anwendung der Antazida Aluminiumhydroxid und Magnesiumhydroxid (70 mVal)hatte keine Wirkung auf die mittlere AUC von Finerenon und reduzierte seine mittlere Cₘₐₓ um 19 %.

Dies wird nicht als klinisch relevant angesehen.

Das Fehlen einer gegenseitigen pharmakokinetischen Wechselwirkung zwischen Finerenon und dem

CYP2C9‑Substrat Warfarin sowie zwischen Finerenon und dem P‑gp‑Substrat Digoxin wurdenachgewiesen.

Mehrere Dosen 40 mg Finerenon einmal täglich zeigten keine klinisch relevante Wirkung auf AUCund Cmax des breast cancer resistance protein (BCRP) und des Organo-Anion-Transporter-Polypeptid(OATP)-Substrats Rosuvastatin.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei Einmalgabe,

Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität, Phototoxizität, zum kanzerogenen Potential und zurmännlichen und weiblichen Fertilität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren fürden Menschen erkennen.

Toxizität bei wiederholter Gabe

Bei Hunden wurde eine Abnahme des Gewichts und der Größe der Prostata bei einer AUCunboundfestgestellt, die etwa dem 4- bis 60-Fachen des Wertes beim Menschen entspricht. Die Dosen ohne

Befund stellten Sicherheitsgrenzen von etwa 1‑2 dar.

Kanzerogenes Potential

In 2‑jährigen Kanzerogenitätsstudien zeigte Finerenon bei männlichen und weiblichen Ratten sowieweiblichen Mäusen kein kanzerogenes Potential. Bei männlichen Mäusen führte Finerenon in Dosen,die dem 10- bis 26‑Fachen der AUCunbound beim Menschen entsprachen, zu einem vermehrten

Auftreten von Leydig-Zell-Adenomen. Eine Dosis, die dem 7‑Fachen der AUCunbound der 40‑mg-Dosisund dem 17‑Fachen der AUCunbound der 20‑mg-Dosis beim Menschen entsprach, verursachte keine

Tumore. Angesichts der bekannten Empfindlichkeit von Nagern für die Entwicklung dieser Tumorenund der pharmakologischen Mechanismen bei supratherapeutischen Dosen sowie der adäquaten

Sicherheitsgrenzen ist der Anstieg von Leydig-Zell-Tumoren bei männlichen Mäusen klinisch nichtrelevant.

Entwicklungstoxizität

In der Studie zur embryofetalen Toxizität an Ratten führte Finerenon in der maternal toxischen Dosisvon 10 mg/kg/Tag (entspricht mindestens der 7‑fachen AUCunbound beim Menschen) zu einemreduzierten Plazentagewicht und Anzeichen einer fetalen Toxizität mit vermindertem Fetengewichtund verzögerter Ossifikation. Bei 30 mg/kg/Tag war die Inzidenz von viszeralen und skelettalen

Variationen erhöht (leichtes Ödem, verkürzte Nabelschnur, geringfügig vergrößerte Fontanelle) undein Fetus wies bei einer AUCunbound, die etwa dem 10‑fachen Wert beim Menschen bei einer Dosis von40 mg und etwa dem 25‑fachen Wert beim Menschen bei einer Dosis von 20 mg entsprach, komplexe

Fehlbildungen einschließlich einer seltenen Fehlbildung (doppelter Aortenbogen) auf. Die Dosen ohne

Befund (niedrige Dosis bei Ratten, hohe Dosis bei Kaninchen) stellten für die AUCunbound

Sicherheitsgrenzen vom 4‑ bis 13‑fachen Wert dar Daher lassen die Befunde bei Ratten nicht auf einerhöhtes Risiko für das ungeborene Kind schließen.

Bei Ratten, die im Rahmen einer Studie zur prä- und postnatalen Entwicklungstoxizität während der

Trächtigkeit und Laktation exponiert waren, wurde beim etwa 2- bzw. 4‑Fachen der beim Menschenunter der 40- bzw. 20‑mg-Dosis erwarteten AUCunbound bei den Jungtieren ein Anstieg der Mortalitätund anderer Nebenwirkungen (geringeres Gewicht, verzögerte Auffaltung der Ohrmuschel)beobachtet. Zusätzlich zeigte der Nachwuchs bei einer Exposition ab dem etwa 2- bzw. 4‑Fachen derbeim Menschen unter der 40- bzw. 20‑mg-Dosis erwarteten AUCunbound eine leicht erhöhtelokomotorische Aktivität, jedoch keine anderen Veränderungen des Neuroverhaltens. Die Dosen ohne

Befund stellten für die AUCunbound Sicherheitsgrenzen von etwa 2 für die 20‑mg-Dosis dar; für die40‑mg-Dosis liegen sie im therapeutischen Bereich. Die erhöhte lokomotorische Aktivität beim

Nachwuchs könnte auf ein potentielles Risiko für das ungeborene Kind hindeuten. Angesichts der

Befunde der Jungtiere kann ferner ein Risiko für das gestillte Neugeborene/den Säugling nichtausgeschlossen werden.

Weibliche Fertilität

Bei Expositionen von dem etwa 9‑Fachen der AUCunbound beim Menschen für die 40‑mg-Dosis unddem 21‑Fachen der AUCunbound beim Menschen für die 20‑mg-Dosis reduzierte Finerenon dieweibliche Fertilität (verminderte Anzahl von Corpora lutea und Implantationsstellen) und verursachte

Anzeichen von früher embryonaler Toxizität (erhöhte postimplantative Verluste und abnehmende

Anzahl lebensfähiger Feten). Überdies wurde bei Expositionen vom etwa 7‑Fachen der AUCunboundbeim Menschen für die 40‑mg-Dosis und dem 17‑Fachen der AUCunbound beim Menschen für die20‑mg-Dosis ein vermindertes Ovarialgewicht festgestellt. Expositionen vom 4‑Fachen der AUCunboundbeim Menschen für die 40‑mg-Dosis und dem 10‑Fachen der AUCunbound beim Menschen für die20‑mg-Dosis zeigten keine Wirkung auf die weibliche Fertilität und die frühe Embryonalentwicklung.

Daher sind die Befunde in weiblichen Ratten von geringer klinischer Relevanz (siehe Abschnitt 4.6).

Beurteilung der Risiken für die Umwelt (Environmental Risk Assessment [ERA])

Studien zum Environmental Risk Assessment haben gezeigt, dass Finerenon ein Risiko für

Oberflächengewässer und Grundwasser darstellen kann (siehe Abschnitt 6.6).

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Mikrokristalline Cellulose (E 460)

Croscarmellose-Natrium

Hypromellose 2910 (E 464)

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (E 470b)

Natriumdodecylsulfat (E 487)

Filmüberzug

Hypromellose 2910 (E 464)

Titandioxid (E 171)

Talkum (E 553b)

Kerendia 10 mg Filmtabletten

Eisen(III)-oxid (E172)

Kerendia 20 mg Filmtabletten

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H20 (E172)

Kerendia 40 mg Filmtabletten

Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H20 (E 172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Transparente Kalender-Blisterpackungen aus PVC/PVDC/Aluminium mit 14 Filmtabletten.

Packungsgrößen: 14, 28 oder 98 Filmtabletten.

Transparente, perforierte Einzeldosis-Blisterpackungen aus PVC/PVDC/Aluminium mit10 x 1 Filmtabletten. Packungsgröße: 100 x 1 Filmtabletten.

Weiße, opake HDPE‑Flasche mit weißem, opaken, kindergesicherten Schraubdeckel aus Polypropylenmit Dichteinsatz. Packungsgröße: 100 Filmtabletten (nur Kerendia 10 mg und 20 mg Filmtabletten).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Dieses Arzneimittel kann eine Gefahr für die Umwelt darstellen (siehe Abschnitt 5.3).

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Bayer AG51368 Leverkusen

Deutschland

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

Kerendia 10 mg Filmtabletten

EU/1/21/1616/001-005

Kerendia 20 mg Filmtabletten

EU/1/21/1616/006-010

Kerendia 40 mg Filmtabletten

EU/1/21/1616/011-014

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 16. Februar 2022

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.