Angewendet bei: zystische Fibrose
Art der Anwendung: oral
Substanz: Ivacaftor + Tezacaftor + Elexacaftor (CFTR-Potentiator + CFTR-Korrektoren)
ATC: R07AX32 (Respirationstrakt | Andere Mittel für den Respirationstrakt)
Die Kombination aus Ivacaftor, Tezacaftor und Elexacaftor wird zur Behandlung von Mukoviszidose bei Patienten mit spezifischen CFTR-Genmutationen eingesetzt. Sie wirkt, indem sie die Funktion des CFTR-Proteins verbessert, den Chloridtransport erleichtert und die Krankheitssymptome reduziert.
Das Medikament wird oral eingenommen, in der Regel einmal täglich mit fetthaltiger Nahrung, wie vom Arzt verordnet. Es ist wichtig, das Behandlungsregime einzuhalten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Hautausschläge umfassen. In seltenen Fällen können schwere Leberreaktionen oder erhöhte Leberenzyme auftreten.
Diese Kombination wird nicht für Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile oder schwerer Leberinsuffizienz empfohlen.
Kaftrio 37,5 mg/25 mg/50 mg Filmtabletten
Kaftrio 75 mg/50 mg/100 mg Filmtabletten
Kaftrio 37,5 mg/25 mg/50 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 37,5 mg Ivacaftor, 25 mg Tezacaftor und 50 mg Elexacaftor.
Kaftrio 75 mg/50 mg/100 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 75 mg Ivacaftor, 50 mg Tezacaftor und 100 mg Elexacaftor.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Filmtablette (Tablette)
Kaftrio 37,5 mg/25 mg/50 mg Filmtabletten
Hellorangefarbene kapselförmige Tablette, auf der einen Seite mit der Prägung 'T50‟ und auf deranderen Seite ohne Prägung (Größe 6,4 mm × 12,2 mm).
Kaftrio 75 mg/50 mg/100 mg Filmtabletten
Orangefarbene kapselförmige Tablette, auf der einen Seite mit der Prägung 'T100‟ und auf deranderen Seite ohne Prägung (Größe 7,9 mm × 15,5 mm).
Kaftrio-Tabletten werden angewendet als Kombinationsbehandlung mit Ivacaftor zur Behandlung derzystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patienten ab 6 Jahren, die mindestens eine Nicht-Klasse-
I-Mutation im CFTR-Gen (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator) aufweisen (siehe
Abschnitte 4.2 und 5.1).
Kaftrio darf nur von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung der zystischen Fibrose verordnetwerden. Wenn der Genotyp des Patienten nicht bekannt ist, sollte das Vorliegen von mindestens einer
CFTR-Mutation, die gemäß klinischen und/oder In-vitro-Daten anspricht, anhand einer genauen undvalidierten Genotypisierungsmethode (unter Verwendung eines Genotyp-Assays) bestätigt werden(siehe Abschnitt 5.1). Kaftrio darf nur bei Patienten angewendet werden, bei denen eine CFdiagnostiziert wurde. Die CF-Diagnose ist auf der Grundlage der diagnostischen Leitlinien und einerklinischen Beurteilung zu stellen.
Es gibt nur wenige Patienten mit Mutationen, die nicht in Tabelle 5 aufgeführt sind und auf Kaftrioansprechen könnten. Bei solchen Patienten kann die Anwendung von Kaftrio in Erwägung gezogenwerden, wenn der behandelnde Arzt der Ansicht ist, dass der potenzielle Nutzen der Behandlung diemöglichen Risiken überwiegt und der Patient einer strengen ärztlichen Überwachung unterliegt. Diesschließt Patienten mit zwei Klasse-I (Null)-Mutationen (Mutationen, die bekanntermaßen kein CFTR-
Protein bilden) aus, da bei diesen Patienten nicht mit einem Ansprechen auf die Modulatortherapie zurechnen ist (siehe Abschnitte 4.1, pct. 4.4 und 5.1).
Eine Überwachung der Transaminasen (ALT und AST) und des Gesamtbilirubins wird für alle
Patienten vor Beginn der Behandlung, alle 3 Monate im ersten Behandlungsjahr und danach jährlichempfohlen. Bei Patienten mit einer Lebererkrankung in der Vorgeschichte oder erhöhten
Transaminasenwerten sollte eine häufigere Überwachung in Betracht gezogen werden (siehe
Abschnitt 4.4).
DosierungErwachsene und Kinder ab 6 Jahren sollten entsprechend den Dosisangaben in Tabelle 1 behandeltwerden.
Tabelle 1: Dosierungsempfehlungen für Patienten ab 6 Jahren
Alter Körpergewicht Morgendosis Abenddosis
Zwei Tabletten mit 37,5 mg6 bis < 12 Jahre < 30 kg Ivacaftor/Eine Tablette mit 75 mg25 mg Tezacaftor/50 mg Ivacaftor
ElexacaftorZwei Tabletten mit 75 mg6 bis < 12 Jahre ≥ 30 kg Ivacaftor/Eine Tablette mit 150 mg50 mg Tezacaftor/100 mg Ivacaftor
ElexacaftorZwei Tabletten mit 75 mg≥ 12 Jahre - Ivacaftor/Eine Tablette mit 150 mg50 mg Tezacaftor/100 mg Ivacaftor
ElexacaftorDie Morgen- und Abenddosis sollten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit im Abstand vonungefähr 12 Stunden eingenommen werden (siehe Art der Anwendung).
Versäumte DosisWenn seit der letzten versäumten Morgen- oder Abenddosis höchstens 6 Stunden vergangen sind,sollte der Patient die versäumte Dosis baldmöglichst einnehmen und die Einnahme nach demursprünglichen Behandlungsplan fortsetzen.
Wenn mehr als 6 Stunden vergangen sind seit:
* der versäumten Morgendosis, sollte der Patient die versäumte Dosis so bald wie möglicheinnehmen und die Abenddosis nicht einnehmen. Die nächste geplante Morgendosis sollte zurüblichen Zeit eingenommen werden.
ODER
* der versäumten Abenddosis, sollte der Patient die versäumte Dosis nicht einnehmen. Dienächste geplante Morgendosis sollte zur üblichen Zeit eingenommen werden.
Die Morgen- und die Abenddosis dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden.
Gleichzeitige Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren
Bei gleichzeitiger Anwendung mit mäßigen CYP3A-Inhibitoren (z. B. Fluconazol, Erythromycin,
Verapamil) oder starken CYP3A-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol,
Voriconazol, Telithromycin und Clarithromycin) ist die Dosis entsprechend den Angaben in Tabelle 2zu reduzieren (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Tabelle 2: Dosierungsschema bei gleichzeitiger Anwendung mit mäßigen oder starken
CYP3A-InhibitorenAlter Körper-gewicht Mäßige CYP3A-Inhibitoren Starke CYP3A-
Inhibitoren
Jeden Tag abwechseln: Zwei Tabletten mit37,5 mg Ivacaftor/ 25 mg
* Zwei Tabletten mit 37,5 mg Ivacaftor/Tezacaftor/ 50 mg6 bis 25 mg Tezacaftor/50 mg Elexacaftor Elexacaftor zweimal< 12 Jahre < 30 kg am ersten Tag wöchentlich im Abstand
* Eine Tablette mit 75 mg Ivacaftor am von etwa 3 bis 4 Tagen.
nächsten Tag
Keine abendliche Ivacaftor-
Keine abendliche Ivacaftor-Tablettendosis. Tablettendosis.
Jeden Tag abwechseln: Zwei Tabletten mit 75 mg
Ivacaftor/ 50 mg
* Zwei Tabletten mit 75 mg Ivacaftor/Tezacaftor/ 100 mg6 bis 50 mg Tezacaftor/100 mg Elexacaftor Elexacaftor zweimal< 12 Jahre ≥ 30 kg am ersten Tag wöchentlich im Abstand
* Eine Tablette mit 150 mg Ivacaftor am von etwa 3 bis 4 Tagen.
nächsten Tag
Keine abendliche Ivacaftor-
Keine abendliche Ivacaftor-Tablettendosis. Tablettendosis.
Jeden Tag abwechseln: Zwei Tabletten mit 75 mg
Ivacaftor/ 50 mg
* Zwei Tabletten mit 75 mg Ivacaftor/Tezacaftor/100 mg50 mg Tezacaftor/100 mg Elexacaftor Elexacaftor zweimal≥ 12 Jahre - am ersten Tag wöchentlich im Abstand
* Eine Tablette mit 150 mg Ivacaftor am von etwa 3 bis 4 Tagen.nächsten Tag
Keine abendliche Ivacaftor-
Keine abendliche Ivacaftor-Tablettendosis. Tablettendosis.
Besondere PatientengruppenBei älteren Patienten wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionDie Behandlung wird bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse B)nicht empfohlen. Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die Anwendung von
Kaftrio nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn ein klarer medizinischer Bedarf vorliegt underwartet wird, dass der Nutzen der Behandlung die Risiken übersteigt. In solchen Fällen ist das
Arzneimittel mit Vorsicht in einer niedrigeren Dosis anzuwenden (siehe Tabelle 3).
Es wurden keine Studien an Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse C)durchgeführt, aber es ist eine höhere Exposition als bei Patienten mit mäßig eingeschränkter
Leberfunktion zu erwarten. Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion sollten nicht mit Kaftriobehandelt werden.
Für Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse A) werden keine
Dosisanpassungen empfohlen (siehe Tabelle 3) (siehe Abschnitte 4.4, pct. 4.8 und 5.2).
Tabelle 3: Anwendungsempfehlungen für Patienten im Alter von 6 Jahren mit eingeschränkter
LeberfunktionAlter Körper- Leichtgewicht eingeschränkt Stark(Child-Pugh- Mäßig eingeschränkt eingeschränkt
Klasse A) (Child-Pugh-Klasse B) (Child-Pugh-
Klasse C)
Anwendung nicht empfohlen.
Die Behandlung von Patientenmit mäßig eingeschränkter
Leberfunktion sollte nur in
Betracht gezogen werden, wenneine eindeutige medizinische
Notwendigkeit besteht und der
Nutzen die Risikenvoraussichtlich überwiegt.
Falls Kaftrio angewendet wird,sollte es mit Vorsicht und ineiner reduzierten Dosis wiefolgt angewendet werden:
Das
Keine * Tag 1: zwei Tabletten mit Arzneimittel6 bis < 12 Jahre < 30 kg Dosisanpassung 37,5 mg Ivacaftor/ soll nicht25 mg Tezacaftor/angewendet50 mg Elexacaftor am werden.
Morgen
* Tag 2: eine Tablette mit37,5 mg Ivacaftor/25 mg Tezacaftor/50 mg Elexacaftor am
Morgen
Danach wird die Dosierung von
Tag 1 und Tag 2 abwechselndfortgesetzt.
Die Abenddosis der Ivacaftor-
Tablette sollte nichteingenommen werden.
Tabelle 3: Anwendungsempfehlungen für Patienten im Alter von 6 Jahren mit eingeschränkter
LeberfunktionAlter Körper- Leichtgewicht eingeschränkt Stark(Child-Pugh- Mäßig eingeschränkt eingeschränkt
Klasse A) (Child-Pugh-Klasse B) (Child-Pugh-
Klasse C)
Anwendung nicht empfohlen.
Die Behandlung von Patientenmit mäßig eingeschränkter
Leberfunktion sollte nur in
Betracht gezogen werden, wenneine eindeutige medizinische
Notwendigkeit besteht und der
Nutzen die Risikenvoraussichtlich überwiegt.
Falls Kaftrio angewendet wird,sollte es mit Vorsicht und ineiner reduzierten Dosis wiefolgt angewendet werden: Das
Arzneimittel6 bis < 12 Jahre ≥ 30 kg Keine
Dosisanpassung * Tag 1: zwei Tabletten mit soll nicht75 mg Ivacaftor/50 mg angewendet
Tezacaftor/100 mg werden
Elexacaftor am Morgen
* Tag 2: eine Tablette mit75 mg Ivacaftor/50 mg
Tezacaftor/ 100 mg
Elexacaftor am Morgen
Danach wird die Dosierung von
Tag 1 und Tag 2 abwechselndfortgesetzt.
Die Abenddosis der Ivacaftor-
Tablette sollte nichteingenommen werden.
Tabelle 3: Anwendungsempfehlungen für Patienten im Alter von 6 Jahren mit eingeschränkter
LeberfunktionAlter Körper- Leichtgewicht eingeschränkt Stark(Child-Pugh- Mäßig eingeschränkt eingeschränkt
Klasse A) (Child-Pugh-Klasse B) (Child-Pugh-
Klasse C)
Anwendung nicht empfohlen.
Die Behandlung von Patientenmit mäßig eingeschränkter
Leberfunktion sollte nur in
Betracht gezogen werden, wenneine eindeutige medizinische
Notwendigkeit besteht und der
Nutzen die Risikenvoraussichtlich überwiegt.
Falls Kaftrio angewendet wird,sollte es mit Vorsicht und ineiner reduzierten Dosis wiefolgt angewendet werden: Das
Ab 12 Jahren Keine Arzneimittel
- Dosisanpas * Tag 1: zwei Tabletten mit soll nichtsung 75 mg Ivacaftor/ 50 mg angewendet
Tezacaftor/ 100 mg werden
Elexacaftor am Morgen
* Tag 2: eine Tablette mit75 mg Ivacaftor/ 50 mg
Tezacaftor/ 100 mg
Elexacaftor am Morgen
Danach wird die Dosierung von
Tag 1 und Tag 2 abwechselndfortgesetzt.
Die Abenddosis der Ivacaftor-
Tablette sollte nichteingenommen werden.
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit leicht oder mäßig eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassungerforderlich. Es liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion oderterminaler Niereninsuffizienz vor (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Kaftrio in Kombination mit Ivacaftor (IVA) bei Kindern im Alterunter 2 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungZum Einnehmen. Die Patienten sind anzuweisen, die Tabletten im Ganzen zu schlucken. Die Tablettendürfen vor dem Schlucken nicht zerkaut, zerdrückt oder zerbrochen werden, weil derzeit keineklinischen Daten vorliegen, die für andere Anwendungsarten sprechen. Das Zerkauen oder Zerdrückender Tablette wird nicht empfohlen.
Kaftrio ist zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit einzunehmen. Beispiele für fetthaltige
Mahlzeiten oder Zwischenmahlzeiten sind mit Butter oder Öl zubereitete Speisen oder solche, die
Eier, Käse, Nüsse, Vollmilch oder Fleisch enthalten (siehe Abschnitt 5.2).
Auf Speisen oder Getränke, die Grapefruit enthalten, ist während der Behandlung mit Kaftrio zuverzichten (siehe Abschnitt 4.5).
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Transaminasenanstiege und Leberschädigung
Fälle von Leberversagen mit daraus resultierender Lebertransplantation wurden innerhalb der erstensechs Monate der Behandlung bei Patienten mit und ohne bereits vorbestehender Lebererkrankung imfortgeschrittenen Stadium berichtet. Erhöhte Transaminasenwerte sind bei CF-Patienten verbreitet. Inklinischen Studien wurden erhöhte Transaminasenwerte bei Patienten, die mit IVA/TEZ/ELX in
Kombination mit IVA behandelt wurden, häufiger festgestellt als bei Patienten, die mit Placebobehandelt wurden. Bei Patienten, die IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA einnehmen, waren diese
Anstiege manchmal von Anstiegen des Gesamtbilirubins begleitet. Kontrollen der
Transaminasenwerte (ALT und AST) und des Gesamtbilirubins werden vor Beginn der Behandlung,alle 3 Monate im ersten Behandlungsjahr und danach jährlich empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
Bei Patienten mit anamnestisch bekannter Lebererkrankung oder anamnestisch bekannten
Transaminasenanstiegen sind häufigere Kontrollen in Erwägung zu ziehen.
Entwickeln Patienten klinische Anzeichen oder Symptome einer Leberschädigung, ist die Behandlungzu unterbrechen und eine zeitnahe Bestimmung der Serumtransaminasen und des Gesamtbilirubinsvorzunehmen. Bei ALT- oder AST-Werten >5 × Obergrenze des Normalbereichs (ULN, upper limit ofnormal) oder ALT- oder AST-Werten >3 × ULN und Gesamtbilirubin >2 × ULN ist die Behandlungzu unterbrechen. Die Laborwerte sind engmaschig zu überwachen, bis sich die auffälligen Wertewieder normalisiert haben. Nach der Normalisierung sind Nutzen und Risiken der Wiederaufnahmeder Behandlung gegeneinander abzuwägen. Patienten, die die Behandlung nach einer Unterbrechungwieder aufnehmen, müssen engmaschig kontrolliert werden.
Bei Patienten mit vorbestehender fortgeschrittener Lebererkrankung ist IVA/TEZ/ELX in
Kombination mit IVA mit Vorsicht und nur dann anzuwenden, wenn erwartet wird, dass der Nutzendie Risiken überwiegt (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.8 und 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionDie Behandlung wird bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen. Bei
Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die Anwendung von IVA/TEZ/ELX nurdann in Erwägung gezogen werden, wenn ein klarer medizinischer Bedarf vorliegt und erwartet wird,dass der Nutzen der Behandlung die Risiken übersteigt. In solchen Fällen ist das Arzneimittel mit
Vorsicht in einer niedrigeren Dosis anzuwenden (siehe Tabelle 3).
Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion sollen nicht mit IVA/TEZ/ELX behandelt werden(siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.8 und 5.2).
Depressionen
Bei Patienten, die mit IVA/TEZ/ELX behandelt wurden, liegen Berichte über Depressionen(einschließlich Suizidgedanken und Suizidversuch) vor, die in der Regel innerhalb von drei Monatennach Behandlungsbeginn und bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichteauftraten (siehe Abschnitt 4.8). In einigen Fällen wurde über eine Verbesserung der Symptome nach
Dosisreduktion oder nach dem Absetzen der Behandlung berichtet. Patienten (und Betreuer) sinddarauf hinzuweisen, dass sie auf depressive Verstimmungen, Suizidgedanken, ungewöhnliche
Verhaltensänderungen, Angst oder Schlaflosigkeit achten und bei Auftreten solcher Symptome soforteinen Arzt aufsuchen müssen.
Kinder und JugendlicheBei jüngeren Kindern (im Alter von 2-5 Jahren), die mit IVA/TEZ/ELX behandelt wurden, wurden
Verhaltensänderungen berichtet, die in der Regel innerhalb der ersten zwei Monate nach
Behandlungsbeginn auftraten. In einigen Fällen kam es nach Absetzen der Behandlung zu einer
Besserung der Symptome.
Eingeschränkte NierenfunktionEs liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion/terminaler
Niereninsuffizienz vor. Daher sollte die Anwendung bei dieser Patientenpopulation mit Vorsichterfolgen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Mutationen, bei denen ein Ansprechen auf die Modulatortherapie unwahrscheinlich ist
Bei Patienten, deren Genotyp aus zwei CFTR-Mutationen besteht, die bekanntermaßen kein CFTR-
Protein bilden (d. h. zwei Klasse-I-Mutationen), ist nicht mit einem Ansprechen auf die
Modulatortherapie zu rechnen.
Klinische Studien mit einem direkten Vergleich von IVA/TEZ/ELX mit TEZ/IVA oder IVA
Es wurden keine klinischen Studien mit einem direkten Vergleich von IVA/TEZ/ELX mit TEZ/IVAoder IVA bei Patienten durchgeführt, die keine F508del-Varianten aufweisen.
Patienten nach Organtransplantation
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA wurde bei CF-Patienten nach Organtransplantation nichtuntersucht. Die Anwendung bei Patienten, die sich einer Organtransplantation unterzogen haben, wirddaher nicht empfohlen. Wechselwirkungen mit häufig angewendeten Immunsuppressiva siehe
Abschnitt 4.5.
Hautausschläge
Hautausschläge treten in der Regel im ersten Behandlungsmonat auf. Die meisten Fälle waren leichtbis mittelschwer und in seltenen Fällen traten zusätzlich Symptome wie Fieber oder
Gesichtsschwellungen auf. In den meisten Fällen wurde die Verabreichung von IVA/TEZ/ELXfortgesetzt und der Hautausschlag klang ohne Behandlung ab. Bei Kindern treten Hautausschlägehäufiger auf als bei Erwachsenen. Im Vergleich zu Männern war die Häufigkeit von Hautausschlägenbei Frauen ebenfalls höher, insbesondere bei Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva einnehmen (siehe
Abschnitt 4.8). Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass hormonelle Kontrazeptiva eine Rolle beim
Auftreten von Hautausschlägen spielen. Bei Patientinnen, die hormonelle Kontrazeptiva anwendenund einen Hautausschlag entwickeln, ist eine Unterbrechung der Behandlung mit IVA/TEZ/ELX in
Kombination mit IVA und der hormonellen Kontrazeptiva in Erwägung zu ziehen. Nach Abklingendes Hautausschlags sollte geprüft werden, ob eine Wiederaufnahme der Behandlung mit
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA ohne hormonelle Kontrazeptiva angemessen ist. Wenn der
Hautausschlag nicht zurückkehrt, kann auch die Wiederaufnahme der Anwendung von hormonellen
Kontrazeptiva in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.8).
Ältere PatientenIn die klinischen Studien zu IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA war keine ausreichende Zahl von
Patienten im Alter von 65 Jahren und älter eingeschlossen, um festzustellen, ob diese Patienten andersansprechen als jüngere Erwachsene. Die Dosisempfehlungen beruhen auf dem pharmakokinetischen
Profil und den Erkenntnissen aus klinischen Studien mit Tezacaftor/Ivacaftor (TEZ/IVA) in
Kombination mit IVA und IVA-Monotherapie (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Wechselwirkungen mit anderen ArzneimittelnBei gleichzeitiger Anwendung von CYP3A-Induktoren ist die Bioverfügbarkeit von IVA deutlichvermindert und es wird eine Abnahme der Bioverfügbarkeit von ELX und TEZ erwartet, wasmöglicherweise zu einem Wirksamkeitsverlust bei IVA/TEZ/ELX und IVA führt. Daher wird diegleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-Induktoren nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
CYP3A-InhibitorenBei gleichzeitiger Anwendung von starken oder mäßigen CYP3A-Inhibitoren ist die Bioverfügbarkeitvon ELX, TEZ und IVA erhöht. Die Dosis von IVA/TEZ/ELX und IVA muss angepasst werden,wenn sie gleichzeitig mit starken oder mäßigen CYP3A-Inhibitoren angewendet wird (siehe
Abschnitt 4.5 und Tabelle 2 in Abschnitt 4.2).
Katarakte
Bei Kindern und Jugendlichen wurde unter der Behandlung mit IVA enthaltenden
Behandlungsregimen über Fälle von nicht kongenitaler Linsentrübung ohne Auswirkungen auf das
Sehvermögen berichtet. Obgleich in manchen Fällen andere Risikofaktoren (z. B. die Anwendung von
Kortikosteroiden, eine Strahlenexposition) vorhanden waren, kann ein mögliches, auf die Behandlungmit IVA zurückzuführendes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Bei Kindern und Jugendlichen, dieeine Therapie mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA beginnen, werden vor Therapiebeginnsowie zur Verlaufskontrolle Augenuntersuchungen empfohlen (siehe Abschnitt 5.3).
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Arzneimittel mit Einfluss auf die Pharmakokinetik von ELX, TEZ und/oder IVA
CYP3A-InduktorenELX, TEZ und IVA sind Substrate von CYP3A (IVA ist ein sensitives Substrat von CYP3A). Diegleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Induktoren kann unter Umständen zu einer reduzierten
Bioverfügbarkeit und folglich zu einer verminderten Wirksamkeit von IVA/TEZ/ELX führen. Beigleichzeitiger Anwendung von IVA und Rifampicin, einem starken CYP3A-Induktor, kam es zu einerdeutlichen Abnahme der Fläche unter der Kurve (AUC) von IVA um 89 %. Demnach ist auch zuerwarten, dass die Bioverfügbarkeit von ELX und TEZ bei gleichzeitiger Anwendung mit starken
CYP3A-Induktoren ebenfalls herabgesetzt sein wird; die gleichzeitige Anwendung mit starken
CYP3A-Induktoren wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Beispiele für starke CYP3A-Induktoren sind:
* Rifampicin, Rifabutin, Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin und Johanniskraut (Hypericumperforatum)
CYP3A-InhibitorenDie gleichzeitige Anwendung von Itraconazol, einem starken CYP3A-Inhibitor, erhöhte die AUC von
ELX um das 2,8-Fache und die AUC von TEZ um das 4,0- bis 4,5-Fache. Bei gleichzeitiger
Anwendung mit Itraconazol und Ketoconazol erhöhte sich die AUC von IVA um das 15,6-Fache bzw.das 8,5-Fache. Die Dosis von IVA/TEZ/ELX und IVA sollte reduziert werden, wenn diese gleichzeitigmit starken CYP3A-Inhibitoren angewendet werden (siehe Tabelle 2 in Abschnitt 4.2 und
Abschnitt 4.4).
Beispiele für starke CYP3A-Inhibitoren sind:
* Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol und Voriconazol
* Telithromycin und Clarithromycin
Simulationen deuteten darauf hin, dass die gleichzeitige Anwendung mit den mäßigen
CYP3-Inhibitoren Fluconazol, Erythromycin und Verapamil die AUC von ELX und TEZ um das etwa1,9-Fache bis 2,3-Fache erhöhen könnte. Die gleichzeitige Anwendung mit Fluconazol erhöhte die
IVA-AUC um das 2,9-Fache. Die Dosis von IVA/TEZ/ELX und von IVA ist zu reduzieren, wenn die
Kombination gleichzeitig mit mäßigen CYP3A-Inhibitoren angewendet wird (siehe Tabelle 2 in
Abschnitt 4.2 und Abschnitt 4.4).
Beispiele für mäßig starke CYP3A-Inhibitoren sind:
* Fluconazol
* Erythromycin
Der gleichzeitige Verzehr von Grapefruitsaft, der einen oder mehrere Inhaltstoffe enthält, die mäßigstarke CYP3A-Inhibitoren sind, kann die Bioverfügbarkeit von ELX, TEZ und IVA erhöhen. Währendder Behandlung mit IVA/TEZ/ELX und IVA ist auf Speisen oder Getränke, die Grapefruit enthalten,zu verzichten (siehe Abschnitt 4.2).
Ciprofloxacin
Die gleichzeitige Anwendung von ELX/TEZ/IVA mit Ciprofloxacin wurde nicht untersucht.
Ciprofloxacin hatte jedoch keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Exposition von TEZ oder IVAund es ist auch nicht zu erwarten, dass es einen klinisch relevanten Einfluss auf die Exposition von
ELX hat. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung von IVA/TEZ/ELX mit Ciprofloxacin keine
Dosisanpassung erforderlich.
Wechselwirkungspotenzial mit Transportern
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass ELX ein Substrat für die Efflux-Transporter P-gp(P -Glykoprotein) und BCRP (Breast Cancer Resistance Protein, Brustkrebsresistenzprotein) ist, aberkein Substrat für OATP1B1 oder OATP1B3. Aufgrund seiner hohen intrinsischen Permeabilität undder geringen Wahrscheinlichkeit für eine intakte Ausscheidung wird nicht erwartet, dass die
Bioverfügbarkeit von ELX durch die gleichzeitige Anwendung von P-gp- und BCRP-Inhibitorenmaßgeblich beeinfluss wird.
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass TEZ ein Substrat für den Aufnahme-Transporter OATP1B1(Organo-Anion-Transporter B1) und die Efflux-Transporter P-gp und BCRP ist. TEZ ist kein Substratvon OATP1B3. Es ist aufgrund der hohen intrinsischen Permeabilität und der geringen
Wahrscheinlichkeit einer Ausscheidung von intaktem TEZ mit keiner erheblichen Beeinträchtigungder Bioverfügbarkeit von Tezacaftor durch gleichzeitig angewendete Inhibitoren von OATP1B1, P-gpoder BCRP zu rechnen. Die Bioverfügbarkeit von M2-TEZ (einem TEZ-Metaboliten) kann jedochdurch P-gp-Inhibitoren erhöht werden. Bei der Anwendung von P-gp-Inhibitoren (wie z. B.
Ciclosporin) zusammen mit IVA/TEZ/ELX ist daher Vorsicht geboten.
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass IVA kein Substrat von OATP1B1, OATP1B3 oder P-pg ist. IVAund seine Metaboliten sind in vitro-Substrate von BCRP. Aufgrund der hohen intrinsischen
Permeabilität und der geringen Wahrscheinlichkeit einer Ausscheidung von intaktem Ivacaftor istnicht damit zu rechnen, dass die gleichzeitige Anwendung von BCRP-Inhibitoren die Bioverfügbarkeitvon IVA und M1-IVA verändert, während mögliche Veränderungen der Bioverfügbarkeit von
M6-IVA voraussichtlich nicht klinisch relevant sind.
Arzneimittel, die von ELX, TEZ und/oder IVA beeinflusst werden
CYP2C9-SubstrateIVA kann CYP2C9 hemmen; daher wird bei gleichzeitiger Anwendung von Warfarin mit
IVA/TEZ/ELX und IVA eine Überwachung der INR (International Normalized Ratio) empfohlen.
Andere Arzneimittel, bei denen es zu einem Anstieg der Bioverfügbarkeit kommen kann, sind
Glimepirid und Glipizid; bei der Anwendung dieser Arzneimittel ist daher Vorsicht geboten.
Wechselwirkungspotenzial mit Transportern
Bei gleichzeitiger Anwendung von IVA oder TEZ/IVA mit Digoxin, einem sensitiven P-gp-Substrat,erhöhte sich die AUC von Digoxin um das 1,3-Fache, was mit einer schwachen Hemmung von P-gpdurch IVA übereinstimmt. Die Anwendung von IVA/TEZ/ELX und IVA kann die systemische
Bioverfügbarkeit von Arzneimitteln, die sensitive Substrate von P-gp sind, erhöhen, wodurch ihretherapeutische Wirkung sowie ihre Nebenwirkungen verstärkt oder länger anhaltend auftreten können.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Digoxin oder anderen Substraten von P-gp mit einer geringentherapeutischen Breite, wie z. B. Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus und Tacrolimus, ist Vorsichtgeboten und es muss eine angemessene Überwachung durchgeführt werden.
ELX und M23-ELX hemmen die Aufnahme durch OATP1B1 und OATP1B3 in vitro. TEZ/IVAerhöhten die AUC von Pitavastatin, einem OATP1B1-Substrat, um das 1,2-Fache. Bei Arzneimitteln,die Substrate dieser Transporter sind, wie z. B. Statine, Glibenclamid/Glyburid, Nateglinid und
Repaglinid, kann die gleichzeitige Anwendung mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA die
Bioverfügbarkeit dieser Arzneimittel erhöhen. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Substraten von
OATP1B1 oder OATP1B3 ist Vorsicht geboten und es muss eine angemessene Überwachungerfolgen. Bilirubin ist ein OATP1B1- und OATP1B3-Substrat. In Studie 445-102 wurden leichte
Anstiege des mittleren Gesamtbilirubins beobachtet (Veränderung um bis zu 4,0 µmol/l gegenüberdem Ausgangswert). Dieser Befund stimmt überein mit der In-vitro-Hemmung der Bilirubin-
Transporter OATP1B1 und OATP1B3 durch ELX und M23-ELX.
ELX und IVA sind BCRP-Inhibitoren. Die gleichzeitige Anwendung von IVA/TEZ/ELX und IVAkann die Bioverfügbarkeit von Arzneimitteln erhöhen, die BCRP-Substrate sind, wie z. B.
Rosuvastatin. Bei gleichzeitiger Anwendung mit BCRP-Substraten ist eine entsprechende
Überwachung erforderlich.
Hormonelle Kontrazeptiva
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA wurden zusammen mit Ethinylestradiol/Levonorgestreluntersucht und hatten keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Bioverfügbarkeit des oralen
Kontrazeptivums. Es ist nicht zu erwarten, dass IVA/TEZ/ELX und IVA einen Einfluss auf die
Wirksamkeit von oralen Kontrazeptiva haben.
Kinder und JugendlicheStudien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Weitergehende Erfahrungen an schwangeren Frauen (zwischen 300 und1000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale
Toxizität von ELX, TEZ oder IVA bei Schwangeren hin. Tierexperimentelle Studien ergaben keine
Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine
Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen ist es vorzuziehen, eine
Anwendung von IVA/TEZ/ELX während der Schwangerschaft zu vermeiden.
StillzeitBegrenzte Daten zeigen, dass ELX, TEZ und IVA in die Muttermilch übergehen und im Plasmagestillter Neugeborener/Kinder behandelter Frauen nachgewiesen wurden. Es liegen keineausreichenden Informationen über die Auswirkungen von IVA/TEZ/ELX bei Neugeborenen/Kindernvor. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder obauf die Behandlung mit IVA/TEZ/ELX verzichtet werden soll/die Behandlung mit IVA/TEZ/ELX zuunterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der
Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
FertilitätEs liegen keine Daten über die Wirkung von ELX, TEZ und IVA auf die Fertilität beim Menschenvor. Bei klinisch relevanten Expositionen hatte TEZ keinen Einfluss auf die Fertilität und
Fortpflanzungsleistungsindizes von männlichen und weiblichen Ratten. ELX und IVA hatten eine
Wirkung auf die Fertilität von Ratten (siehe Abschnitt 5.3).
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oderdie Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Es liegen Berichte über Schwindelgefühl bei Patientenunter der Behandlung mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA, TEZ/IVA in Kombination mit
IVA und unter IVA-Monotherapie vor (siehe Abschnitt 4.8). Patienten mit Schwindelgefühl sindanzuweisen, so lange kein Fahrzeug zu führen bzw. keine Maschinen zu bedienen, bis die Symptomeabklingen.
Die häufigsten Nebenwirkungen bei Patienten ab 12 Jahren, die IVA/TEZ/ELX in Kombination mit
IVA erhielten, waren Kopfschmerz (17,3 %), Diarrhoe (12,9 %), Infektion der oberen Atemwege(11,9 %) und Aminotransferase erhöht (10,9 %).
Die schwerwiegende Nebenwirkung Hautausschlag bei Patienten im Alter ab 12 Jahren wurde von1,5 % der Patienten berichtet, die mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA behandelt wurden(siehe Abschnitt 4.4).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenTabelle 4 zeigt Nebenwirkungen, die unter IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA, unter TEZ/IVAin Kombination mit IVA und unter IVA-Monotherapie beobachtet wurden. Die Nebenwirkungen sindnach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100,< 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000),nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 4: Nebenwirkungen
MedDRA Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit
Infektionen und parasitäre Infektion der oberen Atemwege*,
Nasopharyngitis Sehr häufig
Erkrankungen Rhinitis*, Influenza* Häufig
Erkrankungen des
Immunsystems Überempfindlichkeit Nicht bekannt
Stoffwechsel- und *
Ernährungsstörungen Hypoglykämie Häufig
Psychiatrische Erkrankungen Depressionen,
Verhaltensänderungen Nicht bekannt
Erkrankungen des * *
Nervensystems Kopfschmerz , Schwindelgefühl Sehr häufig
Ohrenschmerzen, Beschwerden im
Ohr, Tinnitus,
Erkrankungen des Ohrs und Trommelfellhyperämie, Häufigdes Labyrinths Gleichgewichtsstörungen(vestibuläre Störungen)
Verstopfte Ohren Gelegentlich
Oropharyngeale Schmerzen,verstopfte Nase* Sehr häufig
Erkrankungen der Atemwege,des Brustraums und Rhinorrhoe*, verstopfte
Mediastinums Nasennebenhöhlen, Rachenrötung, Häufiganormale Atmung*
Giemen* Gelegentlich
* *
Erkrankungen des Diarrhoe , Bauchschmerzen Sehr häufig
Gastrointestinaltrakts Übelkeit, Oberbauchschmerzen*,
Blähungen* Häufig
Transaminasenanstiege Sehr häufig
Alaninaminotransferase erhöht* Sehr häufig
Leber- und
Gallenerkrankungen Aspartataminotransferase erhöht* Sehr häufig
Leberschädigung†, Anstieg des
Gesamtbilirubins† Nicht bekannt
Erkrankungen der Haut und Hautausschlag* Sehr häufigdes Unterhautgewebes Akne*, Pruritus* Häufig
Erkrankungen der Raumforderung in der Brust Häufig
Geschlechtsorgane und der Brustentzündung, Gynäkomastie,
Brustdrüse Affektion der Brustwarzen, Gelegentlich
Brustwarzenschmerzen
Bakterien im Sputum,
Kreatinphosphokinase im Blut Sehr häufig
Untersuchungen erhöht*
Erhöhter Blutdruck* Gelegentlich
* Nebenwirkungen, die während klinischer Studien mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVAbeobachtet wurden.† Leberschädigung (Anstiege von ALT und AST sowie Gesamtbilirubin) wurde anhand von Datennach der Markteinführung für IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA berichtet. Die Häufigkeit istanhand der vorliegenden Daten nicht abschätzbar.
Die Sicherheitsdaten der folgenden Studien stimmten mit den in Studie 445-102 beobachteten
Sicherheitsdaten überein.
* Eine 4-wöchige, randomisierte, doppelblinde, aktiv-kontrollierte Studie an 107 Patienten ab12 Jahren (Studie 445-103).
* Eine 192-wöchige, offene Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit (Studie 445-105) bei506 Patienten, die aus Studie 445-102 und 445-103 übernommen wurden.
* Eine 8-wöchige, randomisierte, doppelblinde, aktiv-kontrollierte Studie an 258 Patienten ab12 Jahren (Studie 445-104).
* Eine 24-wöchige offene Studie (Studie 445-106) an 66 Patienten im Alter von 6 bis unter12 Jahren.
* Eine 24-wöchige, randomisierte, placebo-kontrollierte Studie (Studie 445-116) an 121 Patientenim Alter von 6 bis unter 12 Jahren.
* Eine 192-wöchige, zweiteilige (Teil A und Teil B), offene Studie zur Sicherheit und
Wirksamkeit (Studie 445-107) für 64 Patienten im Alter ab 6 Jahren, die aus der Studie 445-106übernommen wurden.
* Eine 24-wöchige offene Studie (Studie 445-111) an 75 Patienten im Alter von 2 bis unter6 Jahren.
* Eine 24-wöchige, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie (Studie 445-124) an307 Patienten im Alter ab 6 Jahren.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenTransaminasenanstiege
In Studie 445-102 betrug die Inzidenz maximaler Transaminasenwerte (ALT oder AST) von > 8, > 5oder >3 × ULN bei den mit IVA/TEZ/ELX behandelten Patienten 1,5 %, 2,5 % bzw. 7,9 % und beiden mit Placebo behandelten Patienten 1,0 %, 1,5 % bzw. 5,5 %. Die Inzidenz der Nebenwirkung
Transaminasenanstiege betrug bei den mit IVA/TEZ/ELX behandelten Patienten 10,9 % und 4,0 % beiden mit Placebo behandelten Patienten.
In den offenen Studien brachen einige Patienten die Behandlung aufgrund erhöhter
Transaminasenwerte ab. Nach der Markteinführung wurde über Fälle von Behandlungsabbruchaufgrund erhöhter Transaminasenwerte berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Hautausschläge
Studien bei mit IVA/TEZ/ELX behandelten Patienten über 12 Jahren zeigten eine Inzidenz von
Hautausschlägen (z. B. Hautausschlag, juckender Hautausschlag) von 10,9 % (Studie 445-102) im
Vergleich zu 6,5 % bei den mit Placebo behandelten Patienten. Bei Kindern und Jugendlichen war die
Inzidenzrate höher (weitere Einzelheiten finden Sie im Abschnitt 'Kinder und Jugendliche“). Die
Inzidenz von Hautausschlägen nach Geschlecht des Patienten betrug 5,8 % bei Männern und 16,3 %bei Frauen unter den mit IVA/TEZ/ELX behandelten Patienten und 4,8 % bei Männern sowie 8,3 %bei Frauen unter den mit Placebo behandelten Patienten. Unter den mit IVA/TEZ/ELX behandelten
Patienten lag die Inzidenz von Hautausschlägen bei Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva einnahmen,bei 20,5 % und bei Frauen, die keine hormonellen Kontrazeptiva einnahmen, bei 13,6 % (siehe
Abschnitt 4.4).
Insgesamt treten Hautausschläge in der Regel im ersten Behandlungsmonat auf. Die meisten Fällewaren leicht bis mittelschwer, und in seltenen Fällen war der Hautausschlag mit zusätzlichen
Symptomen wie Fieber oder Gesichtsschwellungen verbunden. In den meisten Fällen wurde die
Verabreichung von IVA/TEZ/ELX fortgesetzt und der Hautausschlag klang ohne Behandlung ab.
Kreatinphosphokinaseanstieg
In Studie 445-102 betrug die Inzidenz von maximalen Kreatinphosphokinasespiegeln > 5 × ULN10,4 % unter IVA/TEZ/ELX und 5,0 % bei den mit Placebo behandelten Patienten. Die beobachteten
Kreatinphosphokinaseanstiege waren im Allgemeinen vorübergehend und asymptomatisch und vielenging eine körperliche Betätigung voraus.
Blutdruckanstieg
In Studie 445-102 betrug der maximale Anstieg des mittleren systolischen und diastolischen
Blutdrucks gegenüber dem Ausgangswert 3,5 mmHg bzw. 1,9 mmHg bei den mit IVA/TEZ/ELXbehandelten Patienten (Ausgangswert: 113 mmHg systolisch und 69 mmHg diastolisch) und0,9 mmHg bzw. 0,5 mmHg bei den mit Placebo behandelten Patienten (Ausgangswert: 114 mmHgsystolisch und 70 mmHg diastolisch).
Der Anteil der Patienten, die mindestens zweimal einen systolischen Blutdruck > 140 mmHg odereinen diastolischen Blutdruck > 90 mmHg hatten, betrug 5,0 % bzw. 3,0 % bei den mit IVA/TEZ/ELXbehandelten Patienten, verglichen mit 3,5 % bzw. 3,5 % bei den mit Placebo behandelten Patienten.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheitsdaten von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA in den Studien 445-102, 445-103,445-104, 445-106, 445-111 und 445-124 wurden bei 272 Patienten im Alter von 2 bis unter 18 Jahrenausgewertet. Das Sicherheitsprofil von Kindern und Jugendlichen deckt sich im Allgemeinen mit demvon erwachsenen Patienten.
In Studie 445-106 bei Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren betrug die Inzidenz maximaler
Transaminasenwerte (ALT oder AST) > 8, > 5 und > 3 × ULN 0 %, 1,5 % bzw. 10,6 %. Von den mit
IVA/TEZ/ELX behandelten Patienten hatte keiner einen Transaminasenanstieg > 3 × ULN, der miteinem Anstieg des Gesamtbilirubins > 2 × ULN assoziiert war, und kein Patient brach die Behandlungwegen Transaminasenanstiegen ab (siehe Abschnitt 4.4).
In Studie 445-111 bei Patienten im Alter von 2 bis unter 6 Jahren betrug die Inzidenz maximaler
Transaminasenwerte (ALT oder AST) > 8, > 5 und > 3 × ULN 1,3 %, 2,7 % bzw. 8,0 %. Von den mit
IVA/TEZ/ELX behandelten Patienten hatte keiner einen Transaminasenanstieg > 3 × ULN, der miteinem Anstieg des Gesamtbilirubins > 2 × ULN assoziiert war, und kein Patient brach die Behandlungwegen Transaminasenanstiegen ab (siehe Abschnitt 4.4).
HautausschlagWährend Studien an Patienten über 12 Jahren eine Inzidenzrate von 10,9 % zeigten (Studie 445-102),lag die Inzidenzrate bei Patienten zwischen 6 und 11 Jahren bei 24,2 % (Studie 445-106). In
Studie 445-111 bei Patienten im Alter von 2 bis unter 6 Jahren zeigten 15 Teilnehmer (20,0 %)mindestens 1 Hautausschlag, 4 Mädchen (9,8 %) und 11 Jungen (32,4 %).
Linsentrübung
Bei einem Patienten trat eine Linsentrübung als unerwünschtes Ereignis auf.
Verhaltensänderungen
Die meisten Fälle von Verhaltensänderungen wurden bei Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahrenberichtet.
Andere besondere PatientengruppenMit Ausnahme der Geschlechtsunterschiede beim Hautausschlag war das Sicherheitsprofil von
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA im Allgemeinen in allen Subgruppen von Patienten ähnlich;dies gilt auch für die Auswertung nach Alter, nach dem Ausgangswert für das forcierte exspiratorische
Volumen in 1 Sekunde in Prozent des Sollwerts (ppFEV1) und die geographische Region.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Bei einer Überdosierung mit IVA/TEZ/ELX steht kein spezifisches Antidot zur Verfügung. Die
Behandlung einer Überdosierung besteht aus allgemeinen unterstützenden Maßnahmen, einschließlich
Überwachung der Vitalparameter und Beobachtung des klinischen Zustands des Patienten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel für den Respirationstrakt, ATC-Code: R07AX32
WirkmechanismusELX und TEZ sind CFTR-Korrektoren, die an verschiedene Stellen des CFTR-Proteins binden, soeine additive Wirkung auf die zelluläre Verarbeitung und den Transport von CFTR haben und dadurchdie Menge von CFTR-Protein an der Zelloberfläche im Vergleich zu jedem der beiden Wirkstoffeallein erhöhen. IVA verstärkt die CFTR-Kanal-Öffnungswahrscheinlichkeit (oder Gating-Aktivität)des CFTR-Proteins auf der Zelloberfläche.
Die kombinierte Wirkung von ELX, TEZ und IVA ist eine Zunahme der Menge und Funktion von
CFTR an der Zelloberfläche, was zu einer erhöhten CFTR-Aktivität führt, die anhand des CFTR-vermittelten Chloridionentransports messbar ist.
CFTR-Chloridtransport-Assay in Fischer Rat Thyroid (FRT)-Zellen, die mutiertes CFTR exprimieren
Das Ansprechen des Chloridtransports von mutiertem CFTR-Protein auf IVA/TEZ/ELX wurde inelektrophysiologischen Studien in der Ussing-Kammer unter Verwendung eines Panels von FRT-
Zelllinien, die mit einzelnen CFTR-Mutationen transfiziert waren, untersucht. IVA/TEZ/ELX erhöhtenden Chloridtransport in den FRT-Zellen, die bestimmte CFTR-Mutationen exprimieren.
Der Schwellenwert für das Ansprechen des CFTR-Chloridtransports in vitro war definiert als ein
Nettoanstieg von mindestens 10 % des Normalwerts gegenüber dem Ausgangswert, weil diesprädiktiv für einen klinischen Nutzen ist oder zumindest eine vernünftige Vorhersage des klinischen
Nutzens erwarten lässt. Die Höhe der Nettoveränderung gegenüber dem Ausgangswert des CFTR-vermittelten Chloridtransports in vitro korreliert bei einzelnen Mutationen nicht mit dem Umfang desklinischen Ansprechens.
Bei CF wird das Vorliegen einer CFTR-Mutation, die gemäß der In-vitro-Daten in FRT-Zellen auf
IVA/TEZ/ELX anspricht, wahrscheinlich zu einem klinischen Ansprechen führen.
Tabelle 5 zeigt CFTR-Mutationen, die in das Anwendungsgebiet für die Kaftrio-Behandlungeinbezogen wurden. Das Vorliegen von CFTR-Mutationen, die in dieser Tabelle aufgeführt sind,ersetzt nicht die Diagnose einer zystischen Fibrose und darf nicht als alleiniges Kriterium für die
Verschreibung der Behandlung herangezogen werden.
Tabelle 5: CFTR-Mutationen, die gemäß klinischen und/oder In-vitro-Daten als ansprechend auf
IVA/TEZ/ELX identifiziert wurden293A→G E264V H939R N1088D S108F314del9 E282D H939R;H949L‡ N1195T S158N546insCTA E292K H954P N1303I S182R548insTAC E384K H1054D N1303K* S308P711+3A→G* E403D H1079P P5L† S341P1140-1151dup E474K H1085P P67L* S364P1461insGAT E527G H1085R P111L S434P1507_1515del9 E588V H1375N P140S S492F2055del9 E822K H1375P P205S S519G
Tabelle 5: CFTR-Mutationen, die gemäß klinischen und/oder In-vitro-Daten als ansprechend auf
IVA/TEZ/ELX identifiziert wurden2183A→G E831X I86M P439S S531P2789+5G→A* E1104K I105N P499A S549I2851A/G E1104V I125T P574H S549N3007del6 E1126K I148L P750L S549R*3132T→G E1221V I148N P798S S557F3141del9 E1228K I175V P988R S589I3143del9 E1409K I331N P1013H S589N3272-26A→G* E1433K I336K P1013L S624R†3331del6 F87L I336L P1021L S686Y3410T C F191V I444S P1021T S737F→ F200I I497S P1372T S821G3523A→G F311del I502T Q30P S898R3601A→C F311L I506L Q98P S912L3761T→G F312del I506V Q98R S912L;G1244V3791C/T F433L I506V;D1168G‡ Q151K ‡3849+10kbC→T*† F508C;S1251 N‡ I521S Q179K S912T3850G→A F508del* I530N Q237E S945L*†3978G→C F508del;R1438W‡ I556V Q237H S955P
A46D F575Y I586V Q237P S977F
A62P F587I I601F Q359K;T360K‡ S977F;R1438W
A107G F587L I618N Q359R ‡
A120T F693L(TTG) I618T Q372H S1045Y
A141D F932S I980K Q493L S1118F
A155P F1016S I1023R Q493R S1159F
A234D F1052V I1139V Q552P S1159P
A234V F1074L I1203V Q1012P S1188L
A238V F1078S I1234L Q1209P S1251N
A309D F1099L I1234V Q1291H S1255P
A349V F1107L I1269N Q1291R T338I
A357T G27E I1366N Q1313K T351I
A455E*† G27R I1366T Q1352H T351S
A455V G126D K162E R31L T351S;R851L‡
A457T G178E K464E R74Q T388M
A462P G178R K464N R74Q;R297Q‡ T465I
A534E G194R K522E R74Q;V201M;D1270N‡ T501A
A554E G194V K522Q R74W T582S
A566D G213E K951E R74W;D1270N‡ T908N
A872E G213E;R668C‡ K1060T R74W;R1070W;D1270 T990I
A1006E G213V L15P N‡ T1036N*
A1025D G226R L15P;L1253F‡ R74W;S945L‡ T1057R
A1067P G239R L32P R74W;V201M‡ T1086A
A1067T G253R L88S R74W;V201M;D1270N T1086I
A1067V G314E L102R;F1016S‡ ‡ T1246I
A1081V G314R L137P R74W;V201M;L997F‡ T1299I
A1087P G424S L159S R75L T1299K
A1319E G437D L165S R75Q;L1065P‡ V11I
A1374D G461R L167R R75Q;N1088D‡ V93D
A1466S G461V L206W*† R75Q;S549N‡ V201M
C225R G463V L210P R117C† V232A
C491R G480C L293P R117C;G576A;R668C‡ V232D
C590Y G480D L327P R117G V317A
C866Y G480S L333F R117H* V322Mc.1367_1369dupTTG G500D L333H R117L V392G
D58H G545R L346P R117L;L997F‡ V456A
D58V G551A L441P R117P V456F
D110E G551D* L453S R248K V520I
D110H G551R L467F R258G V562I;A1006E‡
D110N G551S L558F R297Q V562L
D192G G576A;R668C‡ L619S R334L V591A
D192N G576A;S1359Y‡ L633P R334Q V603F
G622D L636P R334W† V920L
Tabelle 5: CFTR-Mutationen, die gemäß klinischen und/oder In-vitro-Daten als ansprechend auf
IVA/TEZ/ELX identifiziert wurden
D373N G622V L927P R347H* V920M
D426N G628A L967F;L1096R‡ R347L V1008D
D443Y G628R L973F R347P V1010D
D443Y;G576A;R668C G85E*† L1011S R352Q V1153E‡ G930E L1065R R352W V1240G
D529G G970D L1077P*† R516S V1293G
D565G G970S L1227S R553Q V1293I
D567N G970V L1324P R555G V1415F
D579G G1047D L1335P R600S W202C
D614G G1047R L1388P R709Q W361R
D651H G1061R L1480P R751L W496R
D651N G1069R M150K R792G W1098C
D806G G1123R M150R R792Q W1282G
D924N G1173S M152L R810G W1282R
D979A G1237V M152V R851L Y89C
D979V G1244E M265R R933G Y109H
D985H G1244R M348K R1048G Y109N
D985Y G1247R M394L R1066C† Y122C
D993A G1249E M469V R1066G Y161C
D993G G1249R M498I R1066H*† Y161D
D993Y G1265V M952I R1070P Y161S
D1152A G1298V M952T R1070Q Y301C
D1152H*† G1349D M961L R1070W Y563N
D1270N* G149R;G576A;R668C‡ M1101K*† R1162Q Y913S
D1270Y H139L M1137R R1239S Y919C
D1312G H139R M1137V R1283G Y1014C
D1377H H146R M1210K R1283M Y1032C
D1445N H199Q N186K R1283S Y1032N
E56K H199Y N187K R1438W Y1073C
E60K H609L N396Y S13F Y1092H
E92K H620P N418S S13P Y1381H
E116K H620Q N900K S18I
E116Q S18N
E193K S50P
E217G
Es gibt Patienten mit CF, die zwei seltene Nicht-F508del-CFTR-Mutationen aufweisen, die nicht in Tabelle 5aufgeführt sind. Sofern bei diesen Patienten nicht zwei Klasse-I (Null)-Mutationen (Mutationen, die bekanntlich kein
CFTR-Protein bilden) vorliegen (siehe Abschnitt 4.1), könnten sie auf die Behandlung ansprechen. Bei solchen
Patienten kann Kaftrio in Erwägung gezogen werden, wenn der behandelnde Arzt der Ansicht ist, dass der potenzielle
Nutzen der Behandlung die möglichen Risiken überwiegt und der Patient einer strengen ärztlichen Überwachungunterliegt.
Die individuelle CF-Diagnose ist auf der Grundlage der diagnostischen Leitlinien und einer klinischen Beurteilung zustellen, da bei Patienten mit demselben Genotyp erhebliche Unterschiede im Phänotyp bestehen können.
⁎ Mutationen, die von klinischen Daten unterstützt werden.† Mutationen, die von Real-World-Daten von ≥ 5 Patienten unterstützt werden.‡ Komplexe/zusammengesetzte Mutationen, bei denen ein einzelnes Allel des CFTR-Gens mehrere Mutationen hat, dieunabhängig von Mutationen auf dem anderen Allel existieren.
Nicht näher bezeichnete Mutationen werden auf der Grundlage des FRT-Assays berücksichtigt, bei dem ein positives
Ergebnis auf ein klinisches Ansprechen hindeutet.
Pharmakodynamische WirkungenWirkungen auf die Schweißchloridkonzentration
In Studie 445-102 (Patienten mit einer F508del-Mutation auf einem Allel und einer Mutation auf demzweiten Allel, für die entweder keine Produktion von CFTR-Protein vorhergesagt wird oder die zueinem CFTR-Protein führt, das kein Chlorid transportiert und in vitro nicht auf andere CFTR-
Modulatoren [IVA und TEZ/IVA] anspricht) wurde eine Verringerung der
Schweißchloridkonzentration gegenüber dem Ausgangswert in Woche 4 beobachtet und über den24-wöchigen Behandlungszeitraum aufrechterhalten. Der Behandlungsunterschied von IVA/TEZ/ELXin Kombination mit IVA im Vergleich zu Placebo in Bezug auf die mittlere absolute Veränderung der
Schweißchloridkonzentration gegenüber dem Ausgangswert bis zu einschließlich Woche 24betrug -41,8 mmol/l (95 %-KI: -44,4; -39,3; p < 0,0001).
In Studie 445-103 (Patienten, die homozygot für die F508del-Mutation sind) betrug der
Behandlungsunterschied von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA im Vergleich zu TEZ/IVA in
Kombination mit IVA für die mittlere absolute Veränderung der Schweißchloridkonzentrationgegenüber dem Ausgangswert in Woche 4 -45,1 mmol/l (95 % KI: -50,1; -40,1; p < 0,0001).
In Studie 445-104 (Patienten waren heterozygot für die F508del-Mutation und hatten eine Mutationauf dem zweiten Allel, die mit einem Gating-Defekt oder mit CFTR-Restaktivität assoziiert ist) betrugdie mittlere, absolute Veränderung der Schweißchloridkonzentration von Baseline bis einschließlich
Woche 8 für die Gruppe mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA -22,3 mmol/l (95 % KI: -24,5;
- 20,2; p < 0,0001). Der Behandlungsunterschied von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA im
Vergleich zur Kontrollgruppe (IVA-Gruppe oder Gruppe mit TEZ/IVA in Kombination mit IVA)betrug -23,1 mmol/l (95 %-KI: -26,1; -20,1; p < 0,0001).
In Studie 445-106 (Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren, die homozygot für die F508del-
Mutation oder heterozygot für die F508del-Mutation und eine Minimalfunktionsmutation sind) betrugdie mittlere absolute Veränderung der Schweißchloridkonzentration von Baseline (n = 62) biseinschließlich Woche 24 (n = 60) -60,9 mmol/l (95 %-KI: -63,7; -58,2)*. Die mittlere absolute
Veränderung der Schweißchloridkonzentration von Baseline bis einschließlich Woche 12 (n = 59)betrug -58,6 mmol/l (95 %-KI: -61,1; -56,1).
* Es standen nicht für alle in die Analysen einbezogenen Teilnehmer Daten von allen
Nachbeobachtungsvisiten zur Verfügung; dies gilt insbesondere für den Zeitraum ab Woche 16. Die
Möglichkeit zur Datenerfassung in Woche 24 wurde durch die COVID-19-Pandemie erschwert. Die
Daten von Woche 12 sind von der Pandemie weniger betroffen.
In Studie 445-116 (Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren, die heterozygot für die F508del-
Mutation und eine Minimalfunktionsmutation sind) führte die Behandlung mit IVA/TEZ/ELX in
Kombination mit IVA zu einer Abnahme der Schweißchloridkonzentration bis einschließlich
Woche 24 im Vergleich zu Placebo. Der mittlere Behandlungsunterschied (LS) zwischen der Gruppemit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA und der Placebo-Gruppe in Bezug auf die absolute
Veränderung der Schweißchloridkonzentration gegenüber Baseline bis einschließlich Woche 24betrug -51,2 mmol/l (95 %-KI: -55,3; -47,1; nominal p < 0,0001).
In Studie 445-124 (Patienten im Alter ab 6 Jahren mit einer qualifizierenden Nicht-F508del-CFTR-
Mutation, die auf IVA/TEZ/ELX anspricht [siehe Tabelle 6]) betrug die mittlere absolute Veränderungder Schweißchloridkonzentration von Baseline bis einschließlich Woche 24 im Vergleich zu
Placebo -28,3 mmol/l (95 %-KI: -32,1; -24,5 mmol/l; p < 0,0001).
Kardiovaskuläre WirkungenWirkung auf das QT-Intervall
Bei Dosen bis zum Zweifachen der empfohlenen Höchstdosis von ELX und dem Dreifachen derempfohlenen Höchstdosis von TEZ und IVA wurde das QT/QTc-Intervall bei gesunden Probandennicht in einem klinisch relevanten Ausmaß verlängert.
HerzfrequenzIn Studie 445-102 wurde bei Patienten, die mit IVA/TEZ/ELX behandelt wurden, eine mittlere
Abnahme der Herzfrequenz um 3,7 bis 5,8 Schläge pro Minute (S/min) gegenüber dem Ausgangswert(76 S/min) beobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA bei CF-Patienten wurde in sechs
Phase-3-Studien nachgewiesen. Die in diese Studien eingeschlossenen Patienten waren homozygot fürdie F508del-Mutation oder heterozygot für die F508del-Mutation und hatten eine
Minimalfunktionsmutation (MF), einen Gating-Defekt oder eine mit CFTR-Restaktivität assoziierte
Mutation auf dem zweiten Allel. In Studie 445-124 wurden Patienten mit mindestens einerqualifizierenden Nicht-F508del-CFTR-Mutation aufgenommen, die auf IVA/TEZ/ELX anspricht(siehe Tabelle 6).
Bei Studie 445-102 handelte es sich um eine 24-wöchige, randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie an Patienten, die eine F508del-Mutation auf einem Allel und eine MF-Mutationauf dem zweiten Allel aufwiesen. CF-Patienten, die für diese Studie in Frage kamen, musstenentweder Klasse-I-Mutationen aufweisen, die voraussichtlich zu keiner Bildung von CFTR-Proteinführen (einschließlich Nonsense-Mutationen, kanonische Spleißmutationen sowie kleiner(≤3 Nukleotide) und nicht-kleiner (>3 Nukleotide) Insertions-/Deletions-Frameshift-Mutationen) oder
Missense-Mutationen, die zu einem CFTR-Protein führen, das kein Chlorid transportiert und in vitronicht auf IVA und TEZ/IVA anspricht. Die häufigsten Allele mit Minimalfunktion, die in der Studieuntersucht wurden, waren G542X, W1282X, R553X und R1162X; 621+1G→T, 1717-1G→A und1898+1G→A; 3659delC und 394delTT; CFTRdele2,3 sowie N1303K, I507del, G85E, R347P und
R560T. Insgesamt 403 Patienten ab 12 Jahren (mittleres Alter 26,2 Jahre) wurden randomisiert einer
Behandlung mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA oder Placebo zugewiesen. Die Patientenhatten beim Screening ein ppFEV1 zwischen 40 und 90 %. Der mittlere ppFEV1-Ausgangswert betrug61,4 % (Bereich: 32,3 %; 97,1 %).
Studie 445-103 war eine 4-wöchige, randomisierte, doppelblinde, aktiv-kontrollierte Studie an
Patienten, die homozygot für die F508del-Mutation waren. Insgesamt 107 Patienten im Alter ab12 Jahren (Durchschnittsalter 28,4 Jahre) erhielten während einer 4-wöchigen, offenen
Einleitungsphase (‚run-in‘ Phase‘) TEZ/IVA in Kombination mit IVA und wurden dann auf eine
Behandlung mit entweder IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA oder TEZ/IVA in Kombination mit
IVA während einer 4-wöchigen, doppelblinden Behandlungsphase randomisiert. Die Patienten hattenbeim Screening einen ppFEV1-Wert zwischen 40 % und 90 %. Der mittlere ppFEV1-Ausgangswertnach der Einleitungsphase betrug 60,9 % (Bereich: 35,0 %, 89,0 %).
Studie 445-104 war eine 8-wöchige, randomisierte, doppelblinde, aktiv-kontrollierte Studie an
Patienten, die heterozygot waren für die F508del-Mutation und eine Mutation auf dem zweiten Allelhatten, die mit einem Gating-Defekt (Gating) oder mit CFTR-Restaktivität (RF) assoziiert ist. In einer4-wöchigen offenen Einleitungsphase (‚run-in‘ Phase) wurden insgesamt 258 Patienten ab 12 Jahren(mittleres Alter 37,7 Jahre) entweder mit IVA (F/Gating) oder TEZ/IVA in Kombination mit IVA(F/RF) behandelt, und Patienten mit dem F/R117H-Genotyp erhielten IVA während der
Einleitungsphase. Die Patienten wurden dann randomisiert einer Behandlung mit entweder
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA zugeteilt oder setzten die CFTR-Modulator-Therapie fort, diesie während der Einleitungsphase erhielten. Die Patienten hatten beim Screening einen ppFEV1-Wertzwischen 40 % und 90 %. Das mittlere ppFEV1 bei Baseline, im Anschluss an die Einleitungsphase,betrug 67,6 % (Bereich: 29,7 %; 113,5 %).
Studie 445-106 war eine 24-wöchige offene Studie an Patienten, die homozygot für die F508del-
Mutation oder heterozygot für die F508del-Mutation und eine Minimalfunktionsmutation waren.
Insgesamt 66 Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren (mittleres Alter bei Baseline 9,3 Jahre)erhielten eine Dosis abhängig von ihrem Gewicht. Patienten mit einem Körpergewicht < 30 kg bei
Baseline erhielten zwei Tabletten IVA 37,5 mg/TEZ 25 mg/ELX 50 mg am Morgen und eine Tablette
IVA 75 mg am Abend. Patienten mit einem Körpergewicht ≥ 30 kg bei Baseline erhielten zwei
Tabletten IVA 75 mg/TEZ 50 mg/ELX 100 mg am Morgen und eine Tablette IVA 150 mg am Abend.
Beim Screening hatten die Patienten einen ppFEV1-Wert von ≥ 40 % und wogen ≥ 15 kg. Der mittlereppFEV1-Wert bei Baseline betrug 88,8 % (Bereich: 39,0 %; 127,1 %).
Studie 445-116 war eine 24-wöchige, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie an
Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren (mittleres Alter bei Baseline: 9,2 Jahre), die heterozygotfür die F508del-Mutation und eine Minimalfunktionsmutation sind. Insgesamt wurden 121 Patientenfür eine Behandlung mit Placebo oder IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA randomisiert.
Patienten, die IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA erhielten und bei Baseline <30 kg wogen,erhielten zwei Tabletten IVA 37,5 mg/TEZ 25 mg/ELX 50 mg am Morgen und eine Tablette IVA75 mg am Abend. Patienten, die bei Baseline ≥ 30 kg wogen, erhielten zwei Tabletten IVA75 mg/TEZ 50 mg/ELX 100 mg am Morgen und eine Tablette IVA 150 mg am Abend. Beim
Screening hatten die Patienten einen ppFEV1-Wert ≥ 70 % [mittlerer ppFEV1-Wert bei Baseline89,3 % (Bereich: 44,6 %; 121,8 %)], LCI2.5 ≥ 7,5 [mittlerer LCI2.5 bei Baseline 10,01 (Bereich: 6,91;18,36)] und wogen ≥ 15 kg.
Studie 445-124 war eine 24-wöchige, randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde
Parallelgruppenstudie an Patienten im Alter ab 6 Jahren. Für die Studienteilnahme kamen Patientenmit mindestens einer qualifizierenden Nicht-F508del-CFTR-Mutation, die auf IVA/TEZ/ELXanspricht (siehe Tabelle 6), infrage, bei denen keine (andere auf IVA/TEZ/ELX ansprechende)
Ausschlussmutation vorlag.
Tabelle 6: Geeignete CFTR-Mutationen, die auf IVA/TEZ/ELX ansprechen2789+5G>A D1152H L997F R117C T338I3272-26A>G G85E M1101K R347H V232D3849+10kbC>T L1077P P5L R347P
A455E L206W R1066H S945L
In die Studie wurden insgesamt 307 Patienten aufgenommen und erhielten eine ihrem Alter und
Körpergewicht angepasste Behandlung. Patienten im Alter von ≥ 6 bis < 12 Jahren mit einem
Körpergewicht < 30 kg bei Baseline (n = 31) erhielten eine Behandlung mit ELX 100 mg1 x täglich/TEZ 50 mg 1 x täglich/IVA 75 mg alle 12 Std. Patienten im Alter von ≥ 6 bis < 12 Jahrenmit einem Körpergewicht ≥ 30 kg bei Baseline erhielten eine Behandlung mit ELX 200 mg1 x täglich/TEZ 100 mg 1 x täglich/IVA 150 mg alle 12 Std. Patienten im Alter ≥ 12 Jahren bei
Baseline erhielten eine Behandlung mit ELX 200 mg 1 x täglich/TEZ 100 mg 1 x täglich/IVA 150 mgalle 12 Std. Die Patienten hatten einen ppFEV1-Wert ≥ 40 % und ≤ 100 % und waren beim Screening6 Jahre oder älter. Der mittlere ppFEV1-Wert bei Baseline betrug 67,7 % (Bereich: 34,0 %; 108,7 %).
Die Patienten in diesen Studien setzten ihre CF-Therapien (z. B. Bronchodilatatoren, inhalierte
Antibiotika, Dornase-alfa und hypertone Natriumchloridlösung) fort, während etwaige frühere CFTR-
Modulatortherapien, mit Ausnahme der Studienarzneimittel, abgesetzt wurden. Die Patienten hatteneine bestätigte CF-Diagnose.
Studie CFD-016 war eine retrospektive Beobachtungsstudie zur Auswertung der klinischen Ergebnisseim medizinischen Versorgungsalltag bei Patienten im Alter ab 6 Jahren. Die Patienten hattenmindestens eine auf IVA/TEZ/ELX ansprechende Mutation und wiesen keine F508del-Mutation auf.
Insgesamt wurden 422 Patienten ausgewertet und es lagen insgesamt 82 auf IVA/TEZ/ELXansprechende Nicht-F508del-Mutationen vor. Der mittlere ppFEV1-Wert bei Baseline betrug 74,15 %.
Patienten der Studien 445-102, 445-103, 445-104, 445-106 und 445-124 mit einer Lungeninfektionmit Mikroorganismen, die mit einer rascheren Abnahme der Lungenfunktion assoziiert sind, wie unteranderem Burkholderia cenocepacia, Burkholderia dolosa oder Mycobacterium abscessus, oder diebeim Screening einen abnormalen Leberfunktionstest aufwiesen (ALT, AST, ALP oder GGT≥ 3 × ULN oder Gesamtbilirubin ≥ 2 × ULN), waren ausgeschlossen. Patienten der Studien 445-102und 445-103 konnten in eine 192-wöchige offene Verlängerungsstudie (Studie 445-105) übernommenwerden.
Die Patienten aus den Studien 445-104, 445-106, 445-116 und 445-124 waren für den Übertritt ingesonderte offene Verlängerungsstudien qualifiziert.
Studie 445-102
In Studie 445-102 war der primäre Endpunkt die mittlere absolute Veränderung des ppFEV1 von
Baseline bis Woche 24. Die Behandlung mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA führte im
Vergleich zu Placebo zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des ppFEV1 von14,3 Prozentpunkten (95 % KI: 12,7; 15,8; p < 0,0001) (siehe Tabelle 7). Die mittlere Verbesserungdes ppFEV1 wurde bei der ersten Messung an Tag 15 festgestellt und hielt über den gesamten24-wöchigen Behandlungszeitraum an. Verbesserungen des ppFEV1 wurden unabhängig von Alter,
Baseline-ppFEV1, Geschlecht und geographischer Region beobachtet.
Insgesamt 18 Patienten, die IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA erhielten, hatten zu
Studienbeginn ein ppFEV1 <40 Prozentpunkten. Die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser
Untergruppe stimmten mit den im Gesamtkollektiv beobachteten Werten überein. Derdurchschnittliche Behandlungsunterschied von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA im Vergleichzu placebobehandelten Patienten in Bezug auf die absolute Veränderung des ppFEV1 biseinschließlich Woche 24 betrug in dieser Untergruppe 18,4 Prozentpunkte (95 % KI: 11,5; 25,3).
Eine Zusammenfassung der primären und wichtigsten sekundären Endpunkte ist Tabelle 7 zuentnehmen.
Tabelle 7: Primäre und wichtigste sekundäre Wirksamkeitsanalysen, vollständiges Analyseset(Studie 445-102)
IVA/TEZ/ELX
Analyse Statistik Placebo in Kombination
N = 203 mit IVA
N = 200
Primäre WirksamkeitsanalysenppFEV1-Wert bei Baseline Mittelwert (SD) 61,3 (15,5) 61,6 (15,0)
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied (95 % KI) 14,3 (12,7; 15,8)ppFEV1 von Baseline bis p-Wert NA p < 0,0001einschließlich Woche 24 Veränderung innerhalb der Gruppe -0,4 (0,5) 13,9 (0,6)(Prozentpunkte) (SE)
Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsanalysen
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied (95 % KI) NA 13,7 (12,0; 15,3)ppFEV1 von Baseline bis p-Wert NA p < 0,0001
Woche 4 (Prozentpunkte) Veränderung innerhalb der Gruppe -0,2 (0,6) 13,5 (0,6)(SE)
Anzahl der pulmonalen Anzahl der Ereignisse (Ereignisrate 113 (0,98) 41 (0,37)
Exazerbationen von pro Jahr†)
Baseline bis einschließlich Rate Ratio (95 % KI) NA 0,37 (0,25; 0,55)
Woche 24* p-Wert NA p < 0,0001
Schweißchlorid- Mittelwert (SD) 102,9 (9,8) 102,3 (11,9)konzentration bei Baseline(mmol/l)
Absolute Veränderung der Behandlungsunterschied (95 % KI) NA -41,8
Schweißchlorid- p-Wert NA (-44,4; -39,3)konzentration von Veränderung innerhalb der Gruppe -0,4 (0,9) p < 0,0001
Baseline bis einschließlich (SE) -42,2 (0,9)
Woche 24 (mmol/l)
Absolute Veränderung der Behandlungsunterschied (95 % KI) NA -41,2
Schweißchlorid- p-Wert NA (-44,0; -38,5)konzentration von Veränderung innerhalb der Gruppe 0,1 (1,0) p < 0,0001
Baseline bis Woche 4 (SE) -41,2 (1,0)(mmol/l)
Baseline-CFQ-R-Score für Mittelwert (SD) 70,0 (17,8) 68,3 (16,9)die respiratorische
Domäne (Punkte)
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied (95 % KI) NA 20,2 (17,5; 23,0)
CFQ-R -Scores für die p-Wert NA p < 0,0001respiratorische Domäne Veränderung innerhalb der Gruppe -2,7 (1,0) 17,5 (1,0)von Baseline biseinschließlich Woche 24 (SE)(Punkte)
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied (95 % KI) NA 20,1 (16,9; 23,2)
CFQ-R-Scores für die p-Wert NA p < 0,0001respiratorische Domäne Veränderung innerhalb der Gruppe -1,9 (1,1) 18,1 (1,1)von Baseline bis Woche 4(Punkte) (SE)
Ausgangswert des BMI Mittelwert (SD) 21,31 21,49 (3,07)(kg/m2) (3,14)
Tabelle 7: Primäre und wichtigste sekundäre Wirksamkeitsanalysen, vollständiges Analyseset(Studie 445-102)
IVA/TEZ/ELX
Analyse Statistik Placebo in Kombination
N = 203 mit IVA
N = 200
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied (95 % KI) NA 1,04 (0,85; 1,23)
BMI von Baseline bis p-Wert NA p < 0,0001
Woche 24 (kg/m2) Veränderung innerhalb der Gruppe 0,09 (0,07) 1,13 (0,07)(SE)ppFEV1: forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde in Prozent des Sollwerts; KI:
Konfidenzintervall; SD: Standardabweichung; SE: Standardfehler; NA: nicht zutreffend; CFQ-R:
Cystic Fibrosis Questionnaire-Revised, überarbeiteter Fragebogen zu zystischer Fibrose; BMI:
Body-Mass-Index* Eine pulmonale Exazerbation war definiert als eine Änderung der Antibiotikatherapie (i. v.,inhaliert oder oral) als Folge von 4 oder mehr von 12 vorab definierten sinopulmonalen
Anzeichen/Symptomen.† Die geschätzte Ereignisrate pro Jahr wurde auf der Grundlage von 48 Wochen pro Jahr berechnet.
Studie 445-103
In Studie 445-103 war der primäre Endpunkt die mittlere absolute Veränderung des ppFEV1gegenüber Baseline in Woche 4 der doppelblinden Behandlungsphase. Die Behandlung mit
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA führte zu einer statistisch signifikanten Besserung desppFEV1 von 10,0 Prozentpunkten (95 % KI: 7,4; 12,6; p < 0,0001) im Vergleich zu TEZ/IVA in
Kombination mit IVA (siehe Tabelle 8). Verbesserungen des ppFEV1 wurden unabhängig von Alter,
Geschlecht, ppFEV1-Ausgangswert und geographischer Region beobachtet.
Tabelle 8 enthält eine Zusammenfassung der primären und wichtigsten sekundären Ergebnisse in dergesamten Studienpopulation.
In einer Post-hoc-Analyse von Patienten mit (N = 66) und ohne (N = 41) kürzliche Anwendung eines
CFTR-Modulators wurde eine Verbesserung des ppFEV1 um 7,8 Prozentpunkte (95 %-KI: 4,8; 10,8)bzw. um 13,2 Prozentpunkte (95 %-KI: 8,5; 17,9) beobachtet.
Tabelle 8: Primäre und wichtigste sekundäre Wirksamkeitsanalysen, vollständiges Analyseset(Studie 445-103)
TEZ/IVA in IVA/TEZ/ELX
Analyse* Statistik Kombination in Kombinationmit IVA mit IVA
N = 52 N = 55
Primäre WirksamkeitsanalysenppFEV1 bei Baseline Mittelwert (SD) 60,2 (14,4) 61,6 (15,4)
Absolute Veränderung Behandlungsunterschied (95 % NA 10,0 (7,4; 12,6)des ppFEV1 von Baseline KI) NA p < 0,0001bis Woche 4 p-Wert 0,4 (0,9) 10,4 (0,9)(Prozentpunkte) Veränderung innerhalb der
Gruppe (SE)
Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsanalysen
Schweißchloridkonzentration bei Baseline Mittelwert (SD) 90,0 (12,3) 91,4 (11,0)(mmol/l)
Absolute Veränderung Behandlungsunterschied (95 % NA -45,1der KI) NA (-50,1; -40,1)
Schweißchloridkonzentra p-Wert 1,7 (1,8) p < 0,0001tion von Baseline bis Veränderung innerhalb der -43,4 (1,7)
Woche 4 (mmol/l) Gruppe (SE)
Baseline-CFQ-R-Scorefür die respiratorische Mittelwert (SD) 72,6 (17,9) 70,6 (16,2)
Domäne (Punkte)
Absolute Veränderung Behandlungsunterschied (95 % NA 17,4 (11,8; 23,0)des CFQ-R-Scores für KI) NA p < 0,0001die respiratorische p-Wert -1,4 (2,0) 16,0 (2,0)
Domäne von Baseline bis Veränderung innerhalb der
Woche 4 (Punkte) Gruppe (SE)ppFEV1: forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde in Prozent des Sollwerts; KI:
Konfidenzintervall; SD: Standardabweichung; SE: Standardfehler; NA: nicht zutreffend; CFQ-R:
Cystic Fibrosis Questionnaire-Revised, überarbeiteter Fragebogen zu zystischer Fibrose
* Die Ausgangswerte für die primären und wichtigsten sekundären Endpunkte sind definiert alsdiejenigen am Ende der 4-wöchigen Einleitungsphase (‚run-in‘ Phase) mit TEZ/IVA in
Kombination mit IVA
Study 445-104
In Studie 445-104 war der primäre Endpunkt die mittlere absolute Veränderung des ppFEV1gegenüber dem Ausgangswert bis einschließlich Woche 8 innerhalb der Behandlungsgruppe mit
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA. Die Behandlung mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit
IVA führte zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des ppFEV1 von 3,7 Prozentpunktengegenüber dem Ausgangswert (95 % KI: 2,8; 4,6; p < 0,0001) (siehe Tabelle 9). Die
Gesamtverbesserungen des ppFEV1 wurden unabhängig von Alter, Geschlecht, ppFEV1-
Ausgangswert, geographischer Region und Genotyp-Gruppen (F/Gating oder F/RF) beobachtet.
Siehe Tabelle 9 für eine Zusammenfassung der primären und sekundären Ergebnisse bei der
Gesamtpopulation der Studie.
In einer Subgruppenanalyse an Patienten mit einem F/Gating-Genotyp betrug der
Behandlungsunterschied von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA (N = 50) im Vergleich zu IVA(N = 45) in Bezug auf die mittlere absolute Veränderung des ppFEV1 5,8 Prozentpunkte (95 % KI:3,5; 8,0). In einer Subgruppenanalyse von Patienten mit einem F/RF-Genotyp betrug der
Behandlungsunterschied von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA (N = 82) im Vergleich zu
TEZ/IVA in Kombination mit IVA (N = 81) in Bezug auf die mittlere absolute Veränderung desppFEV1 2,0 Prozentpunkte (95 % KI: 0,5; 3,4). Die Ergebnisse der Subgruppen mit dem F/Gating- und
F/RF-Genotyp für die Verbesserung der Schweißchloridkonzentration und des Scores derrespiratorischen Domäne des CFQ-R stimmten mit den Gesamtergebnissen überein.
Tabelle 9: Primäre und sekundäre Wirksamkeitsanalysen, vollständiges Analyseset(Studie 445-104)
Kontroll- IVA/TEZ/ELX
Analyse* Statistik gruppe† in Kombination
N = 126 mit IVA
N = 132
Primäre Wirksamkeitsanalyse
Ausgangswert ppFEV1 Mittelwert (SD) 68,1 (16,4) 67,1 (15,7)
Absolute Veränderung des ppFEV1 Veränderung 0,2 (-0,7; 1,1) 3,7 (2,8; 4,6)vom Ausgangswert bis innerhalb der Gruppeeinschließlich Woche 8 (95 % KI)(Prozentpunkte) p-Wert NA p < 0,0001
Wichtigste und andere sekundäre Wirksamkeitsanalysen
Absolute Veränderung des ppFEV1 Behandlungs- NA 3,5 (2,2; 4,7)gegenüber dem Ausgangswert bis unterschiedeinschließlich Woche 8 im (95 % KI) NA p < 0,0001
Vergleich zur Kontrollgruppe p-Wert(Prozentpunkte)
Ausgangswert der Mittelwert (SD) 56,4 (25,5) 59,5 (27,0)
Schweißchloridkonzentration(mmol/l)
Absolute Veränderung der Veränderung 0,7 (-1,4; 2,8) -22,3
Schweißchloridkonzentration vom innerhalb der Gruppe (-24,5; -20,2)
Ausgangswert bis einschließlich (95 % KI)
Woche 8 (mmol/l) p-Wert NA p < 0,0001
Absolute Veränderung der Behandlungs- NA -23,1
Schweißchloridkonzentration vom unterschied (-26,1; -20,1)
Ausgangswert bis einschließlich (95 % KI) NA p < 0,0001
Woche 8 im Vergleich zur p-Wert
Kontrollgruppe (mmol/l)
Baseline-CFQ-R-Score für dierespiratorische Domäne (Punkte) Mittelwert (SD) 77,3 (15,8) 76,5 (16,6)
Absolute Veränderung des CFQ-R -
Scores für die respiratorische Veränderung
Domäne vom Ausgangswert bis innerhalb der Gruppe 1,6 (-0,8; 4,1) 10,3 (8,0; 12,7)einschließlich Woche 8 (Punkte) (95 % KI)
Absolute Veränderung des CFQ-R -
Scores für die respiratorische Behandlungs-
Domäne vom Ausgangswert bis unterschied NA 8,7 (5,3; 12,1)einschließlich Woche 8 (Punkte) im (95 % KI)
Vergleich zur KontrollgruppeppFEV1: forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde in Prozent des Sollwerts; KI:
Konfidenzintervall; SD: Standardabweichung; NA: nicht zutreffend; CFQ-R: Cystic Fibrosis
Questionnaire-Revised, überarbeiteter Fragebogen zu zystischer Fibrose
* Die Ausgangswerte für die primären und sekundären Endpunkte sind definiert als diejenigen am
Ende der 4-wöchigen Einleitungsphase (‚run-in‘ Phase) mit IVA oder TEZ/IVA in Kombinationmit IVA.† IVA-Gruppe oder Gruppe mit TEZ/IVA in Kombination mit IVA.
Studie 445-105
Studie 445-105 war eine 192-wöchige offene Verlängerungsstudie zur Bewertung der Sicherheit und
Wirksamkeit einer Langzeitbehandlung mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA. Die Patienten,die aus Studie 445-102 (N = 399) und Studie 445-103 (N = 107) übernommen wurden, erhielten
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA.
In Studie 445-105 zeigten Patienten aus den Kontrollarmen der Hauptstudien Verbesserungen der
Wirksamkeitsendpunkte, die mit denen übereinstimmten, welche bei Patienten beobachtet wurden, diein den Hauptstudien IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA erhielten. Patienten aus den
Kontrollarmen sowie Patienten, die in den Hauptstudien IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVAerhielten, zeigten anhaltende Verbesserungen. Die sekundären Wirksamkeitsendpunkte sind in
Tabelle 10 zusammengefasst.
Tabelle 10: Studie 445-105 sekundäre Wirksamkeitsanalyse, vollständiges Analyseset (F/MF und
F/F Patienten)
Studie 445-105, Woche 192
Placebo in IVA/TEZ/EL TEZ/IVA in IVA/TEZ/ELX
Analyse Statistik 445-102 X in 445-102 445-103 in 445-103
N = 203 N = 196 N = 52 N = 55
Absolute n 136 133 32 36
Veränderung des
LS- 15,3 13,8 10,9 10,7ppFEV1 vom
Ausgangswert† Mittelwert(Prozentpunkte) 95 % KI (13,7; 16,8) (12,3; 15,4) (8,2; 13,6) (8,1; 13,3)
Absolute n 133 128 31 38
Veränderung der
LS- -47,0 -45,3 -48,2 -48,2
Schweißchlorid-konzentration vom Mittelwert
Ausgangswert† 95 % KI (-50,1; - (-48,5; -42,2) (-55,8; -40,7) (-55,1; -41,3)(mmol/l) 43,9)
Anzahl der Anzahl derpulmonalen Ereignisse 385 71
Exazerbationenwährend deskumulativen Geschätzte
Dreifach- Ereignisratepro Jahr (95 % 0,21 (0,17; 0,25) 0,18 (0,12; 0,25)kombinations(TC)-
Wirksamkeits- KI)zeitraums‡
Absolute n 144 139 32 42
Veränderung des 1,81 1,74 1,72 1,85
BMI vom LS-
Ausgangswert† Mittelwert(kg/m2) 95 % KI (1,50; 2,12) (1,43; 2,05) (1,25; 2,19) (1,41; 2,28)
Absolute n 144 139 32 42
Veränderung des 6,6 6,0 6,1 6,3
Körpergewichts LS-vom Mittelwert
Ausgangswert† (kg) 95 % KI (5,5; 7,6) (4,9; 7,0) (4,6; 7,6) (4,9; 7,6)
Tabelle 10: Studie 445-105 sekundäre Wirksamkeitsanalyse, vollständiges Analyseset (F/MF und
F/F Patienten)
Studie 445-105, Woche 192
Placebo in IVA/TEZ/EL TEZ/IVA in IVA/TEZ/ELX
Analyse Statistik 445-102 X in 445-102 445-103 in 445-103
N = 203 N = 196 N = 52 N = 55
Absolute n 148 147 33 42
Veränderung des 15,3 18,3 14,8 17,6
Scores der LS-respiratorischen Mittelwert
Domäne des 95 % KI (12,3; 18,3) (15,3; 21,3) (9,7; 20,0) (12,8; 22,4)
CFQ-R vom
Ausgangswert†(Punkte)ppFEV1 = forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde in Prozent des Sollwerts; BMI = Body-Mass-
Index; CFQR= Cystic Fibrosis Questionnaire - Revised (überarbeiteter Fragebogen zu zystischer Fibrose);
LS-Mittelwert = Mittelwert nach der Methode der kleinsten Quadrate; KI = Konfidenzintervall; n = Größeder Subgruppe
* Ausgangswert = Ausgangswert der Hauptstudie† Bei Patienten, die auf die IVA/TEZ/ELX-Gruppe randomisiert wurden, umfasst der kumulative TC-
Wirksamkeitszeitraum Daten aus den Hauptstudien für einen Behandlungszeitraum von 192 Wochen in
Studie 445-105 (N = 255, einschließlich 4 Patienten, die nicht in Studie 445-105 übernommen wurden).
Bei Patienten, die auf die Placebo- oder TEZ/IVA-Gruppe randomisiert wurden, umfasst der kumulative
TC-Wirksamkeitszeitraum nur Daten für einen Behandlungszeitraum von 192 Wochen in Studie 445-105 (N = 255).
Studie 445-124
Die Sicherheit und Wirksamkeit von IVA/TEZ/ELX wurde an 307 Patienten im Alter ab 6 Jahren mit
CF ohne F508del-Mutation, aber mit einer qualifizierenden, auf IVA/TEZ/ELX ansprechenden CFTR-
Mutation untersucht (Studie 445-124).
In Studie 445-124 war der primäre Wirksamkeitsendpunkt die mittlere absolute Veränderung desppFEV1 von Baseline bis einschließlich Woche 24. Sekundäre Endpunkte waren die absolute
Veränderung der Schweißchloridkonzentration, der Score der respiratorischen Domäne des CFQ-R,
Wachstumsparameter (BMI, Körpergewicht) und die Anzahl pulmonaler Exazerbationen. Siehe
Tabelle 11 für eine Zusammenfassung der primären und sekundären Wirksamkeitsergebnisse.
Tabelle 11: Primäre und sekundäre Wirksamkeitsanalysen, vollständiges Analyseset (Studie445-124)
Analyse Statistik Placebo IVA/TEZ/ELX
N=102 N=205
Primäre Wirksamkeitsanalyse
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied NA 9,2 (7,2; 11,3)ppFEV1 von Baseline bis (95 %-KI) NA p < 0,0001einschließlich Woche 24 p-Wert -0,4 (0,8) 8,9 (0,6)(Prozentpunkte) Veränderung innerhalb der
Gruppe (SE)
Tabelle 11: Primäre und sekundäre Wirksamkeitsanalysen, vollständiges Analyseset (Studie445-124)
Analyse Statistik Placebo IVA/TEZ/ELX
N=102 N=205
Sekundäre Wirksamkeitsanalysen
Absolute Veränderung der Behandlungsunterschied NA -28,3 (-32,1; -24,5)
Schweißchloridkonzentration (95 %-KI) NA p < 0,0001von Baseline bis p-Wert 0,5 (1,6) -27,8 (1,1)einschließlich Woche 24 Veränderung innerhalb der(mmol/l) Gruppe (SE)
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied
CFQ-R-Scores für dierespiratorische Domäne vom (95 %-KI) NA 19,5 (15,5; 23,5)
Ausgangswert bis p-Wert NA p < 0,0001einschließlich Woche 24 Veränderung innerhalb der -2,0 (1,6) 17,5 (1,2)(Punkte) Gruppe (SE)
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied
BMI von Baseline bis (95 %-KI) NA 0,47 (0,24; 0,69)
Woche 24 (kg/m2) p-Wert NA p < 0,0001
Veränderung innerhalb der 0,35 (0,09) 0,81 (0,07)
Gruppe (SE)
Absolute Veränderung des Behandlungsunterschied
Körpergewichts von (95 %-KI) NA 1,3 (0,6; 1,9)
Baseline bis Woche 24 (kg) p-Wert NA p < 0,0001
Veränderung innerhalb der 1,2 (0,3) 2,4 (0,2)
Gruppe (SE)
Anzahl der pulmonalen Rate Ratio (95 %-KI)
Exazerbationen bis p-Wert NA 0,28 (0,15; 0,51)einschließlich Woche 24 Anzahl der Ereignisse NA p < 0,0001
Geschätzte Ereignisrate pro 40 21
Jahr 0,63 0,17
BMI: Body-Mass-Index; CFQ-R RD: Cystic Fibrosis Questionnaire - Revised (überarbeiteter
Fragebogen zu zystischer Fibrose), respiratorische Domäne; i. v.: intravenös; IVA: Ivacaftor; KI =
Konfidenzintervall; N: Größe der Gesamtstichprobe; p: Wahrscheinlichkeit; PEx: pulmonale
Exazerbation; ppFEV1: forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde in Prozent des Sollwerts;
SE: Standardfehler; SwCl: Schweißchloridkonzentration; TEZ: Tezacaftor
Study CFD-016
Studie CFD-016 schloss 422 Patienten mit homozygoter Nicht-F508del-CF ein, die gemäß In-vitro-
Daten in FRT-Zellen mindestens eine auf IVA/TEZ/ELX ansprechende CFTR-Mutation aufwiesen.
Nach einem Nachbeobachtungszeitraum von im Median 1,31 Jahren betrug die mittlere Veränderungdes ppFEV1-Werts 4,53 % (95 %-KI: 3,5; 5,56). Fast alle nach CFTR-Mutation festgelegten
Subgruppen mit ≥ 5 Patienten zeigten eine Verbesserung des ppFEV1-Werts über diesen Zeitraum, mit
Ausnahme der Subgruppe R74W.
Kinder und JugendlicheKinder im Alter von 6 bis < 12 Jahren
Studie 445-106
In Studie 445-106 wurde der primäre Endpunkt Sicherheit und Verträglichkeit bei Patienten im Altervon 6 bis unter 12 Jahren über 24 Wochen bewertet. Sekundäre Endpunkte waren die Bewertung der
Pharmakokinetik und Wirksamkeit.
Tabelle 12 fasst die wichtigsten sekundären Ergebnisse zur Wirksamkeit zusammen.
Table 12: Sekundäre Wirksamkeitsanalysen, vollständiges Analyseset (N = 66) (Studie 445-106)
Absolute Absolute Veränderung
Veränderung bis bis einschließlich
Ausgangs-Mittelwert einschließlich Woche 24
Analyse (SD) Woche 12 Veränderung
Veränderung innerhalb der Gruppeinnerhalb der Gruppe (95 %-KI)*(95 %-KI)ppFEV1 n = 62 n = 59 n = 59(Prozentpunkte) 88,8 (17,7) 9,6 (7,3; 11,9) 10,2 (7,9; 12,.6)
Score derrespiratorischen n = 65 n = 65 n = 65
Domäne des CFQ-R 80,3 (15,2) 5,6 (2,9; 8,2) 7,0 (4,7; 9,2)(Punkte)
Z-Score des BMI für n = 66 n = 58 n = 33das Alter -0,16 (0,74) 0,22 (0,13; 0,30) † 0,37 (0,26; 0,48) ‡
Z-Score für das n = 66 n = 58 n = 33
Gewicht nach Alter -0,22 (0,76) 0,13 (0,07; 0,18) † 0,25 (0,16; 0,33) ‡
Z-Score für die n = 66 n = 58 n = 33
Körpergröße nach Alter -0,11 (0,98) -0,03 (-0,06; 0,00) † -0,05 (-0,12; 0,01) ‡
Anzahl der pulmonalen n = 66
Exazerbationen‡ NA NA 4 (0,12) §
LCI n = 53 n = 48 n = 502,5 9,77 (2,68) -1,83 (-2,18; -1,49) -1,71 (-2,11; -1,30)
SD: Standardabweichung; KI: Konfidenzintervall; ppFEV1: forciertes exspiratorisches Volumen in1 Sekunde in Prozent des Sollwerts; CFQ-R: Cystic Fibrosis Questionnaire-Revised: überarbeiteter
Fragebogen zu zystischer Fibrose; BMI: Body-Mass-Index; NA: nicht zutreffend; LCI: Lung Clearance
Index; n = Größe der Subgruppe
* Es standen nicht für alle in die Analysen einbezogenen Teilnehmer Daten von allen
Nachbeobachtungsvisiten zur Verfügung; dies gilt insbesondere für den Zeitraum ab Woche 16. Die
Möglichkeit zur Datenerfassung in Woche 24 wurde durch die COVID-19-Pandemie erschwert. Die
Daten von Woche 12 sind von der Pandemie weniger betroffen.† Beurteilung in Woche 12.‡ Beurteilung in Woche 24.†† Eine pulmonale Exazerbation war definiert als eine Veränderung der antibiotischen Therapie (i.v.,inhalativ oder oral) aufgrund von mindestens 4 von 12 im Voraus festgelegten sinopulmonalen
Zeichen/Symptomen.§ Anzahl von Ereignissen und geschätzte Ereignisrate pro Jahr, berechnet anhand von 48 Wochen pro
Jahr.
Studie 445-107
Studie 445-107 ist eine 192-wöchige, zweiteilige (Teil A und Teil B), offene Verlängerungsstudie zur
Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit einer Langzeitbehandlung mit IVA/TEZ/ELX bei
Patienten, welche die Studie 445-106 abgeschlossen hatten. Wirksamkeitsendpunkte wurden alssekundäre Endpunkte einbezogen. Die finale Auswertung dieser Studie wurde bei 64 pädiatrischen
Patienten im Alter von 6 Jahren und älter durchgeführt. Über 192 zusätzliche Behandlungswochenzeigten sich anhaltende Verbesserungen bei ppFEV1, SwCl, CFQ-R-RD-Score und LCI2,5, die mit denin Studie 445-106 beobachteten Ergebnissen übereinstimmen.
Studie 445-116
In Studie 445-116 führte die Behandlung von Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren mit
IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des primären
Endpunkts (LCI2,5) über 24 Wochen. Der mittlere Behandlungsunterschied (LS) zwischen der Gruppemit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA und der Placebo-Gruppe in Bezug auf die absolute
Veränderung des LCI2,5 gegenüber Baseline bis einschließlich Woche 24 betrug -2,26 (95 %-
KI: -2,71; -1,81; p< 0,0001).
Studie 445-124
In Studie 445-124 wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von IVA/TEZ/ELX bei Patienten mit CF ab6 Jahren ohne F508del-Mutation untersucht. Es wurde eine Post-hoc-Wirksamkeitsanalyse mit31 Patienten im Alter von 6-12 Jahren durchgeführt, von denen 23 mit IVA/TEZ/ELX behandeltwurden. Von diesen Patienten wurden 23 mit IVA/TEZ/ELX behandelt. Die mittlere (SD)
Veränderung gegenüber Baseline betrug 10,2 % (16,2) für ppFEV1 und -37,7 (18,8) mmol/l für die
Schweißchloridkonzentration.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA eine
Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehrerenpädiatrischen Altersklassen bei zystischer Fibrose gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationenzur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Die Pharmakokinetik von ELX, TEZ und IVA ist bei gesunden erwachsenen Probanden und
CF-Patienten vergleichbar. Nach Beginn der einmal täglichen Anwendung von ELX und TEZ und derzweimal täglichen Anwendung von IVA erreichen die Plasmakonzentrationen von ELX, TEZ und
IVA innerhalb von etwa 7 Tagen bei ELX, innerhalb von 8 Tagen bei TEZ und innerhalb von 3-5 Tagen bei IVA einen Steady-State. Nach der Anwendung von IVA/TEZ/ELX bis zum Erreichen des
Steady-State liegt der Kumulationsquotient von ELX bei etwa 3,6, der von TEZ bei 2,8 und der von
IVA bei 4,7. Die wichtigsten pharmakokinetischen Parameter für ELX, TEZ und IVA im Steady-Statebei CF-Patienten ab 12 Jahren sind in Tabelle 13 gezeigt.
Tabelle 13: Mittlere (SD) pharmakokinetische Parameter von ELX, TEZ und IVA im Steady-
State bei Patienten mit CF ab 12 Jahren
AUC0-24h,ss oder
Wirkstoff Cmax (µg/ml) AUC0-12h,ss
Dosis(µg∙h/ml)*
IVA 150 mg alle ELX 9,15 (2,09) 162 (47,5)12 Std./TEZ 100 mg und
ELX 200 mg einmal TEZ 7,67 (1,68) 89,3 (23,2)täglich IVA 1,24 (0,34) 11,7 (4,01)
SD: Standardabweichung; Cmax: gemessene Höchstkonzentration; AUCss: Fläche unter der
Konzentrations-Zeit-Kurve im Steady-State
* AUC0-24h für ELX und TEZ und AUC0-12h für IVA
ResorptionDie absolute Bioverfügbarkeit von ELX bei oraler Anwendung nach Nahrungsaufnahme liegt bei etwa80 %. ELX wird mit einer medianen (Bereich) Zeitdauer bis zum Erreichen der Höchstkonzentration(tmax) von etwa 6 Stunden (4 bis 12 Stunden) resorbiert, während die mediane (Bereich) tmax von TEZund IVA etwa 3 Stunden (2 bis 4 Stunden) bzw. 4 Stunden (3 bis 6 Stunden) beträgt. Die
Bioverfügbarkeit von ELX (AUC) erhöht sich um etwa das 1,9- bis 2,5-Fache, wenn es mit einermäßig fetthaltigen Mahlzeit im Vergleich zum Nüchternzustand angewendet wird. Die
Bioverfügbarkeit von IVA erhöht sich um etwa das 2,5- bis 4,0-Fache, wenn es mit fetthaltigen
Mahlzeiten im Vergleich zum Nüchternzustand angewendet wird, wobei Nahrung keinen Einfluss aufdie Bioverfügbarkeit von TEZ hat (siehe Abschnitt 4.2).
Da die Exposition mit ELX nach Anwendung des IVA/TEZ/ELX-Granulats im Vergleich zur
IVA/TEZ/ELX-Referenztablette um etwa 20 % niedriger war, werden die Formulierungen nicht alsaustauschbar angesehen.
VerteilungELX wird zu >99 % an Plasmaproteine gebunden und TEZ zu etwa 99 % ebenfalls an Plasmaproteine,in beiden Fällen in erster Linie an Albumin. IVA wird zu etwa 99 % an Plasmaproteine gebunden, inerster Linie an Albumin, aber auch an alpha 1-saures Glycoprotein und humanes Gamma-Globulin.
Nach oraler Gabe von IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA betrug der Mittelwert (±SD) für dasscheinbare Verteilungsvolumen von ELX 53,7 l (17,7), von TEZ 82,0 l (22,3) und von IVA 293 l(89,9). Weder ELX, TEZ noch IVA gehen bevorzugt in menschliche Erythrozyten über.
BiotransformationELX wird beim Menschen umfangreich metabolisiert, vorwiegend durch CYP3A4/5. Nach oraler
Gabe einer Einzeldosis von 200 mg 14C-ELX an gesunde männliche Probanden trat M23-ELX alseinziger im menschlichen Blut vorkommender Hauptmetabolit auf. M23-ELX hat eine ähnliche
Wirkstärke wie ELX und gilt als pharmakologisch aktiv.
TEZ wird beim Menschen umfangreich metabolisiert, vorwiegend durch CYP3A4/5. Nach oraler
Gabe einer Einzeldosis von 100 mg 14C-TEZ an gesunde männliche Probanden traten M1-TEZ,
M2-TEZ und M5-TEZ als die drei im menschlichen Blut vorkommenden Hauptmetaboliten von TEZauf. M1-TEZ hat eine ähnliche Wirkstärke wie TEZ und gilt als pharmakologisch aktiv. M2-TEZ istwesentlich weniger pharmakologisch aktiv als TEZ oder M1-TEZ, und M5-TEZ gilt nicht alspharmakologisch aktiv. Ein weiterer im Blut auftretender Metabolit von untergeordneter Bedeutung,
M3-TEZ, wird durch direkte Glucuronidation von TEZ gebildet.
IVA wird beim Menschen ebenfalls umfangreich metabolisiert. In vitro und in vivo erhobenen Datenzufolge wird IVA primär durch CYP3A4/5 metabolisiert. M1-IVA und M6-IVA sind beim Menschendie beiden Hauptmetaboliten von IVA. M1-IVA besitzt ungefähr ein Sechstel der Wirkstärke von IVAund gilt als pharmakologisch aktiv. M6-IVA gilt nicht als pharmakologisch aktiv.
Die Wirkung des heterozygoten CYP3A4*22-Genotyps auf die Bioverfügbarkeit von TEZ, IVA und
ELX entspricht der Wirkung der gleichzeitigen Anwendung eines schwachen CYP3A4-Inhibitors,welche klinisch nicht relevant ist. Eine Dosisanpassung von TEZ, IVA und ELX wird nicht fürerforderlich gehalten. Es wird erwartet, dass die Wirkung bei Patienten mit dem homozygoten
CYP3A4*22-Genotyp stärker ist. Es liegen jedoch keine Daten für solche Patienten vor.
EliminationNach Mehrfachgabe im Anschluss an Nahrungsaufnahme betrugen die mittleren (±SD) scheinbaren
Clearance-Werte von ELX, TEZ und IVA im Steady-State 1,18 (0,29) l/h, 0,79 (0,10) l/h bzw. 10,2(3,13) l/h. Die mittlere (SD) terminale Halbwertszeit von ELX, TEZ und IVA nach Anwendung der
Fixdosis-Kombinationstabletten mit IVA/TEZ/ELX beträgt etwa 24,7 (4,87) Stunden, 60,3(15,7) Stunden bzw. 13,1 (2,98) Stunden. Die mittlere (SD) effektive Halbwertszeit von TEZ nach
Anwendung der Fixdosis-Kombinationstabletten mit IVA/TEZ/ELX beträgt 11,9 (3,79) Stunden.
Nach oraler Gabe von 14C-ELX allein wurde der größte Teil von ELX (87,3 %) in den Fäzesüberwiegend in Form von Metaboliten ausgeschieden.
Nach oraler Gabe von 14C-TEZ allein wurde der größte Teil der Dosis (72 %) in den Fäzes(unverändert oder als M2-TEZ) ausgeschieden und etwa 14 % wurden im Urin wiedergefunden(überwiegend als M2-TEZ). Daraus ergab sich eine mittlere Gesamtwiederfindung von 86 % bis zu26 Tage nach Gabe der Dosis.
Nach oraler Gabe von 14C-IVA allein wurde der größte Teil von IVA (87,8 %) nach Metabolisierungmit den Fäzes eliminiert.
ELX, TEZ und IVA wurden in vernachlässigbarem Umfang als unveränderte Muttersubstanzen mitdem Urin ausgeschieden.
Eingeschränkte LeberfunktionELX allein oder in Kombination mit TEZ und IVA wurde nicht bei Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C, Score 10-15) untersucht. Nach mehrmaliger
Anwendung von ELX, TEZ und IVA über einen Zeitraum von 10 Tagen zeigten Patienten mit mäßigeingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse B, Score 7-9) eine um etwa 25 % höhere AUCsowie eine um 12 % höhere Cmax für ELX, eine um 73 % höhere AUC und eine um 70 % höhere Cmaxfür M23-ELX, eine um 20 % höhere AUC, aber eine ähnliche Cmax für TEZ, eine um 22 % niedrigere
AUC und eine um 20 % niedrigere Cmax für M1-TEZ sowie eine um das 1,5-Fache höhere AUC undeine um 10 % höhere Cmax für IVA im Vergleich zu gesunden Probanden mit merkmalsgleichendemographischen Daten. Die Auswirkung einer mäßig eingeschränkten Leberfunktion auf die
Gesamtexposition (basierend auf den aufsummierten Werten von ELX und seinem M23-ELX-
Metaboliten) bestand in einer um 36 % höheren AUC und einer um 24 % höheren Cmax im Vergleichzu gesunden Probanden mit gematchten demographischen Daten (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 4.8).
Tezacaftor und Ivacaftor
Nach wiederholter Gabe von TEZ und IVA über 10 Tage zeigten Patienten mit mäßig eingeschränkter
Leberfunktion eine um etwa 36 % höhere AUC sowie eine um 10 % höhere Cmax für TEZ und eine umdas 1,5-Fache höhere AUC, aber eine ähnliche Cmax für IVA im Vergleich zu gesunden Probanden mitmerkmalsgleichen demographischen Daten.
IvacaftorIn einer Studie mit IVA allein hatten Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion eine ähnliche
Cmax für IVA, aber eine um etwa das 2,0-Fache höhere AUC0-∞ für IVA im Vergleich zu gesunden
Probanden mit merkmalsgleichen demographischen Daten.
Eingeschränkte NierenfunktionELX allein oder in Kombination mit TEZ und IVA wurde bei Patienten mit stark eingeschränkter
Nierenfunktion [geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) weniger als 30 ml/min] oder bei
Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz nicht untersucht.
In humanpharmakokinetischen Studien mit ELX, TEZ und IVA wurde eine minimale Elimination von
ELX, TEZ und IVA mit dem Urin festgestellt (lediglich 0,23 %, 13,7 % [0,79 % als unveränderte
Muttersubstanz] bzw. 6,6 % der Gesamtradioaktivität wurden wiedergefunden).
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass die Bioverfügbarkeit von ELX bei Patientenmit leicht eingeschränkter Nierenfunktion (N = 75; eGFR 60 bis unter 90 ml/min) vergleichbar warmit der Bioverfügbarkeit bei Personen mit normaler Nierenfunktion (N = 341; eGFR 90 ml/min oderhöher).
Eine populationspharmakokinetische Analyse an 817 Patienten, die in klinischen Studien der
Phase 2/3 mit TEZ allein oder TEZ in Kombination mit IVA behandelt wurden, zeigte, dass eine leichteingeschränkte Nierenfunktion (N = 172; eGFR 60 bis unter 90 ml/min) und eine mäßigeingeschränkte Nierenfunktion (N = 8; eGFR 30 bis unter 60 ml/min) keinen signifikanten Einflussauf die Clearance von TEZ hatten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
GeschlechtDie pharmakokinetischen Parameter von ELX (244 Männer verglichen mit174 Frauen), TEZ und IVAsind bei männlichen und weiblichen Patienten vergleichbar.
EthnieDie Ethnie hatte laut einer populationspharmakokinetischen Analyse keinen klinisch bedeutsamen
Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von ELX bei weißhäutigen (N = 373) und nicht weißhäutigen
Patienten (N = 45). Die nicht weißhäutigen Patienten setzen sich zusammen aus 30 Dunkelhäutigenoder Afroamerikanern, 1 Patient mit gemischtem ethnischem Hintergrund und 14 Patienten mitanderem ethnischen Hintergrund (keine Asiaten).
Die sehr begrenzten pharmakokinetischen Daten lassen auf eine vergleichbare Bioverfügbarkeit von
TEZ bei weißhäutigen (N = 652) und nicht weißhäutigen (N = 8) Patienten schließen. Bei den nichtweißhäutigen Patienten handelte es sich um 5 Dunkelhäutige oder Afroamerikaner und 3 gebürtige
Hawaiianer oder andere Bewohner pazifischer Inseln.
Laut einer populationspharmakokinetischen Analyse hatte die ethnische Abstammung keinen klinischrelevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von IVA bei weißhäutigen (N = 379) und nichtweißhäutigen (N = 29) Patienten. Bei den nicht weißhäutigen Patienten handelte es sich um27 Afroamerikaner und 2 Asiaten.
Ältere PatientenIn die klinischen Studien mit IVA/TEZ/ELX in Kombination mit IVA war keine ausreichende Zahlvon Patienten im Alter von 65 Jahren und älter eingeschlossen, um festzustellen, ob diese Patientenanders ansprechen als jüngere Erwachsene (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Kinder und JugendlicheDie in Phase-3-Studien beobachtete Bioverfügbarkeit von ELX, TEZ und IVA, die mit Hilfe derpopulationspharmakokinetischen Analyse ermittelt wurde, ist in Tabelle 14 nach Altersgruppenzusammengestellt. Die Bioverfügbarkeit von ELX, TEZ und IVA bei Patienten im Alter von 2 bisunter 18 Jahren liegt in dem bei Patienten ab 18 Jahren beobachteten Bereich.
Tabelle 14. Mittlere (SD) im Steady State beobachtete Bioverfügbarkeit von ELX, M23-ELX,
TEZ, M1-TEZ und IVA nach Altersgruppe und angewendeter Dosis
Alters-/ ELX M23-ELX TEZ M1-TEZ IVA
Gewichts- Dosis AUC0-24h,ss AUC0-24h,ss AUC0-24h,ss AUC0-24h,ss AUC0-12h,ssgruppe (μg∙h/ml) (μg∙h/ml) (μg∙h/ml) (μg∙h/ml) (μg∙h/ml)
Patienten im IVA 60 mg
Alter von 2 bis qAM/< 6 Jahren, TEZ 40 mg10 kg bis 1 x tgl./ 128 (24,8) 56,5 (29,4) 87,3 (17,3) 194 (24,8) 11,9 (3,86)< 14 kg ELX 80 mg(N = 16) 1 x tgl. und IVA59,5 mg qPM
Patienten im IVA 75 mg
Alter von 2 bis alle 12 Std./< 6 Jahren, TEZ 50 mg1 x tgl./ 138 (47,0) 59,0 (32,7) 90,2 (27,9) 197 (43,2) 13,0 (6,11)≥ 14 kg(N = 59) ELX 100 mg1 x tgl.
Patienten im IVA 75 mg
Alter von 6 bis alle 12 Std./< 12 Jahren, TEZ 50 mg< 30 kg 1 x tgl./ 116 (39,4) 45,4 (25,2) 67,0 (22,3) 153 (36,5) 9,78 (4,50)(N = 36) ELX 100 mg1 x tgl.
Tabelle 14. Mittlere (SD) im Steady State beobachtete Bioverfügbarkeit von ELX, M23-ELX,
TEZ, M1-TEZ und IVA nach Altersgruppe und angewendeter Dosis
Alters-/ ELX M23-ELX TEZ M1-TEZ IVA
Gewichts- Dosis AUC0-24h,ss AUC0-24h,ss AUC0-24h,ss AUC0-24h,ss AUC0-12h,ssgruppe (μg∙h/ml) (μg∙h/ml) (μg∙h/ml) (μg∙h/ml) (μg∙h/ml)
Patienten im IVA 150 mg
Alter von 6 bis alle 12 Std /< 12 Jahren, TEZ 100 mg 195 (59,4) 104 (52,0) 103 (23,7) 220 (37,5) 17,5 (4,97)≥ 30 kg 1 x tgl./(N = 30) ELX 200 mg1 x tgl.
Jugendliche IVA 150 mg
Patienten alle 12 Std./(12 bis < 18 TEZ 100 mg
Jahre) (N = 72) 1 x tgl./ 147 (36,8) 58,5 (25,6) 88,8 (21,8) 148 (33,3) 10,6 (3,35)
ELX 200 mg1 x tgl.
IVA 150 mg
Erwachsene alle 12 Std./
Patienten TEZ 100 mg(≥ 18 Jahre) 1 x tgl./ 168 (49,9) 64,6 (28,9) 89,5 (23,7) 128 (33,7) 12,1 (4,17)(N = 179) ELX 200 mg1 x tgl.
SD: Standardabweichung; AUCss: Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve im Steady-State;qAM: einmal jeden Morgen; qPM: einmal jeden Abend
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen
Gefahren für den Menschen erkennen.
Fertilität und Trächtigkeit
Der NOAEL-Wert (No Observed Adverse Effect Level) für Fertilitätsbefunde betrug bei männlichen
Ratten 55 mg/kg/Tag (das Zweifache der für den Menschen empfohlenen Höchstdosis (MRHD)basierend auf den aufsummierten AUCs von ELX und seinem Metaboliten) und bei weiblichen Ratten25 mg/kg/Tag (das Vierfache der MRHD basierend auf den aufsummierten AUCs von ELX undseinem Metaboliten). Bei Ratten korrelieren bei Dosen, die die maximal verträgliche Dosis (MTD)überschreiten, Degeneration und Atrophie der Samenkanälchen mit Oligo-/Aspermie und
Zelltrümmern in den Nebenhoden. In den Hoden von Hunden lag bei Rüden, denen ELX in einer
Dosis von 14 mg/kg/Tag (das 15-Fache der MRHD basierend auf den aufsummierten AUCs von ELXund seinem Metaboliten) verabreicht wurde, eine minimale oder leichte, bilaterale
Degeneration/Atrophie der Samenkanälchen vor, die sich während der Erholungsphase nichtzurückbildete, jedoch ohne weitere Folgeerscheinungen blieb. Die Relevanz dieser Befunde für den
Menschen ist nicht bekannt.
ELX war in Dosen von 40 mg/kg/Tag bei Ratten und in Dosen von 125 mg/kg/Tag bei Kaninchennicht teratogen (etwa das 9- bzw. 4-Fache der MRHD, basierend auf den aufsummierten AUCs von
ELX und seinen Metaboliten [bei Ratten] und der AUC von ELX [bei Kaninchen]), wobei sich die
Entwicklungsbefunde bei einer Dosis von ≥ 25 mg/kg/Tag auf ein niedrigeres durchschnittliches
Körpergewicht bei Feten beschränkten.
Bei trächtigen Ratten wurde eine Plazentagängigkeit von ELX beobachtet.
TezacaftorBasierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Genotoxizität, zum kanzerogenen Potential und zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität,lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Bei trächtigen
Ratten wurde eine Plazentagängigkeit von TEZ beobachtet.
Studien zur Toxizität bei juvenilen Ratten, die vom 7. bis zum 35. Tag nach der Geburt (postnatal day,
PND 7-35) exponiert wurden, zeigten auch bei niedrigen Dosen Mortalität bzw. moribunde Zustände.
Die Befunde waren dosisabhängig und im Allgemeinen schwerwiegender, wenn die Gabe von
Tezacaftor zu einem früheren Zeitpunkt nach der Geburt begonnen wurde. Bei der Exposition bei
Ratten ab PND 21-49 zeigte sich auch nach der höchsten Dosis, die etwa dem Zweifachen der für den
Menschen vorgesehenen Dosis entsprach, keine Toxizität. Tezacaftor und sein Metabolit M1-TEZsind Substrate für P-Glykoprotein. Eine geringere P-Glykoprotein-Aktivität im Gehirn bei jüngeren
Ratten führte zu höheren Spiegeln von Tezacaftor und M1-TEZ im Gehirn. Diese Ergebnisse sind fürdie Anwendung in der pädiatrischen Population im Alter ab 2 Jahren vermutlich nicht relevant, weilihre Expressionslevel von P-Glykoprotein denen bei Erwachsenen beobachteten entspricht.
IvacaftorBasierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen
Gefahren für den Menschen erkennen.
Fertilität und Trächtigkeit
Der NOAEL-Wert für Fertilitätsbefunde betrug bei männlichen Ratten 100 mg/kg/Tag (das 5-Facheder MRHD auf der Basis der aufsummierten AUCs von IVA und seinen Metaboliten) und beiweiblichen Ratten 100 mg/kg/Tag (das 3-Fache der MRHD auf der Basis der aufsummierten AUCsvon IVA und seinen Metaboliten).
In der prä- und postnatalen Studie reduzierte IVA die Überlebens- und Laktationsindizes und führte zueiner Abnahme der Körpergewichte der Nachkommen. Der NOAEL für Lebensfähigkeit und
Wachstum der Jungtiere liegt bei einer Expositionshöhe von etwa dem 3-Fachen der systemischen
Exposition von IVA und seinen Metaboliten bei Erwachsenen in der MRHD. Bei trächtigen Rattenund Kaninchen wurde eine Plazentagängigkeit von IVA beobachtet.
Studien an juvenilen TierenBei juvenilen Ratten, die vom 7. bis zum 35. Tag nach der Geburt mit IVA-Expositionen entsprechenddem 0,21-Fachen der MRHD, basierend auf der systemischen Exposition von IVA und seinen
Metaboliten, dosiert wurden, wurden Kataraktbefunde festgestellt. Dieser Befund wurde bei Feten von
Ratten, die vom 7. bis zum 17. Tag der Trächtigkeit mit IVA behandelt wurden, bei Jungtieren von
Ratten, die durch Milchaufnahme bis zum 20. Tag nach der Geburt einer IVA Exposition unterlagen,bei 7 Wochen alten Ratten und auch bei 3,5 bis 5 Monate alten Hundewelpen, die mit IVA behandeltwurden, nicht beobachtet. Die mögliche Bedeutung dieser Befunde für den Menschen ist nicht bekannt(siehe Abschnitt 4.4).
Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor
Kombinationsstudien zur Toxizität nach wiederholter Gabe an Ratten und Hunden, die einegleichzeitige Anwendung von ELX, TEZ und IVA beinhalteten, um das Potenzial für eine additiveund/oder synergistische Toxizität zu untersuchen, ergaben keine unerwarteten Toxizitäten oder
Interaktionen. Das Potenzial für eine synergistische Toxizität auf die männliche Fortpflanzung istnicht untersucht worden.
Hypromellose (E464)
Hypromelloseacetatsuccinat
Natriumdodecylsulfat (E487)
Croscarmellose-Natrium (E468)
Mikrokristalline Cellulose (E460(i))
Magnesiumstearat (Ph.Eur) [pflanzlich] (E470b)
FilmüberzugHypromellose (E464)
Hydroxypropylcellulose (Ph.Eur) (E463)
Titandioxid (E171)
Talkum (E553b)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)
Eisen(III)-oxid (E172)
Nicht zutreffend.
Kaftrio 37,5 mg/25 mg/50 mg Filmtabletten4 Jahre
Kaftrio 75 mg/50 mg/100 mg Filmtabletten4 Jahre
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Blisterpackung, bestehend aus PCTFE(Poly[chlortrifluorethylen])-Folie, die auf eine
PVC(Polyvinylchlorid)-Folie laminiert und mit Blisterfolie versiegelt ist.
Packungsgröße: 56 Tabletten (4 Blisterkarten zu jeweils 14 Tabletten).
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.