Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels INLYTA 1mg filmtabletten
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Inlyta 1 mg Filmtabletten
Inlyta 3 mg Filmtabletten
Inlyta 5 mg Filmtabletten
Inlyta 7 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Inlyta 1 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 1 mg Axitinib.
Inlyta 3 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 3 mg Axitinib.
Inlyta 5 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 5 mg Axitinib.
Inlyta 7 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 7 mg Axitinib.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:Inlyta 1 mg Filmtablette
Jede Filmtablette enthält 33,6 mg Lactose-Monohydrat.
Inlyta 3 mg Filmtablette
Jede Filmtablette enthält 35,3 mg Lactose-Monohydrat.
Inlyta 5 mg Filmtablette
Jede Filmtablette enthält 58,8 mg Lactose-Monohydrat.
Inlyta 7 mg Filmtablette
Jede Filmtablette enthält 82,3 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette)
Inlyta 1 mg Filmtabletten
Rote, ovale Filmtablette, die auf der einen Seite mit 'Pfizer“ und auf der anderen Seite mit '1 XNB“geprägt ist.
Inlyta 3 mg Filmtabletten
Rote, runde Filmtablette, die auf der einen Seite mit 'Pfizer“ und auf der anderen Seite mit '3 XNB“geprägt ist.
Inlyta 5 mg Filmtabletten
Rote, dreieckige Filmtablette, die auf der einen Seite mit 'Pfizer“ und auf der anderen Seite mit'5 XNB“ geprägt ist.
Inlyta 7 mg Filmtabletten
Rote, rautenförmige Filmtablette, die auf der einen Seite mit 'Pfizer“ und auf der anderen Seite mit'7 XNB“ geprägt ist.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Inlyta ist angezeigt zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (renal cell cancer,
RCC) bei erwachsenen Patienten nach Versagen von vorangegangener Therapie mit Sunitinib odereinem Zytokin.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Inlyta sollte von einem in der Anwendung von Krebstherapeutika erfahrenen Arztdurchgeführt werden.
DosierungDie empfohlene Dosis Axitinib ist zweimal täglich 5 mg.
Die Therapie sollte so lange fortgeführt werden, wie ein klinischer Vorteil zu beobachten ist oder bisinakzeptable Toxizität auftritt, die nicht durch gleichzeitige Gabe von Arzneimitteln oder
Dosisanpassungen beherrschbar ist.
Falls der Patient erbricht oder eine Dosis vergisst, sollte keine zusätzliche Dosis eingenommenwerden. Die nächste verschriebene Dosis sollte zur gewohnten Zeit eingenommen werden.
DosisanpassungenAbhängig von der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit wird eine Dosiserhöhung oder
- reduktion empfohlen.
Bei Patienten, die die Axitinib-Startdosis von zweimal täglich 5 mg ohne Nebenwirkungen > Grad 2über 2 aufeinanderfolgende Wochen vertragen (d. h. ohne schwerwiegende Nebenwirkungen gemäßden Common Terminology Criteria for Adverse Events [CTCAE] Version 3.0), kann die Dosis aufzweimal täglich 7 mg erhöht werden, es sei denn, der Blutdruck des Patienten beträgt > 150/90 mmHgoder der Patient erhält eine antihypertensive Behandlung. Im Anschluss daran kann, unter
Verwendung der gleichen Kriterien, bei Patienten, die eine Axitinib-Dosis von zweimal täglich 7 mgvertragen, eine Erhöhung der Dosis auf ein Maximum von zweimal täglich 10 mg erfolgen.
Zum Management einiger Nebenwirkungen können ein zeitweises oder permanentes Absetzen und/oder eine Dosisreduktion der Axitinib-Therapie erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4). Wenn eine
Dosisreduktion notwendig ist, kann die Axitinib-Dosis auf zweimal täglich 3 mg und weiter aufzweimal täglich 2 mg herabgesetzt werden.
Es ist keine Dosisanpassung erforderlich, die auf Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht oder
Körpergewicht des Patienten basiert.
Gleichzeitige Gabe von starken CYP3A4/ 5-Inhibitoren
Die gleichzeitige Gabe von Axitinib mit starken CYP3A4/ 5-Inhibitoren kann die
Axitinib-Plasmakonzentrationen erhöhen (siehe Abschnitt 4.5). Es wird empfohlen, ein alternativesgleichzeitig angewendetes Arzneimittel mit keiner oder nur einer minimalen CYP3A4/ 5-hemmenden
Wirkung zu wählen.
Obwohl eine Dosisanpassung von Axitinib nicht bei Patienten untersucht wurde, die starke
CYP3A4/ 5-Inhibitoren erhielten, wird für den Fall, dass gleichzeitig ein starker CYP3A4/ 5-Inhibitorangewendet werden muss, empfohlen, die Axitinib-Dosis auf ungefähr die Hälfte zu reduzieren (z. B.sollte die Startdosis von zweimal täglich 5 mg auf zweimal täglich 2 mg reduziert werden). Zum
Management einiger Nebenwirkungen können ein zeitweises oder permanentes Absetzen und/ oder
Dosisreduktion der Axitinib-Therapie erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4). Falls die gleichzeitige
Anwendung des starken CYP3A4/ 5-Inhibitors beendet wird, sollte eine Rückkehr zu der
Axitinib-Dosis erwogen werden, die vor Behandlungsbeginn mit dem starken CYP3A4/ 5-Inhibitorverwendet wurde (siehe Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Gabe von starken CYP3A4/ 5-Induktoren
Die gleichzeitige Gabe von Axitinib mit starken CYP3A4/ 5-Induktoren kann die
Axitinib-Plasmakonzentrationen herabsetzen (siehe Abschnitt 4.5). Es wird empfohlen, einalternatives gleichzeitig angewendetes Arzneimittel mit keiner oder nur einer minimalen
CYP3A4/ 5-induzierenden Wirkung zu wählen.
Obwohl eine Dosisanpassung von Axitinib nicht bei Patienten untersucht wurde, die starke
CYP3A4/ 5-Induktoren erhielten, wird für den Fall, dass gleichzeitig ein starker CYP3A4/ 5-Induktorangewendet werden muss, empfohlen, die Axitinib-Dosis schrittweise zu erhöhen. Es wurde berichtet,dass bei hochdosierten, starken CYP3A4/ 5-Induktoren innerhalb 1 Woche nach Beginn der
Behandlung mit dem Induktor die maximale Induktion auftritt. Falls die Axitinib-Dosis erhöht wird,sollte der Patient sorgfältig im Hinblick auf Toxizitäten überwacht werden. Zum Management einiger
Nebenwirkungen können ein zeitweises oder permanentes Absetzen und/ oder Dosisreduktion der
Axitinib-Therapie erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4). Falls die gleichzeitige Anwendung desstarken CYP3A4/ 5-Induktors beendet wird, sollte sofort zu der Axitinib-Dosis zurückgekehrt werden,die vor Behandlungsbeginn mit dem starken CYP3A4/ 5-Induktor verwendet wurde (siehe
Abschnitt 4.5).
Besondere BevölkerungsgruppenÄltere Patienten (≥ 65 Jahre)Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
NierenfunktionsstörungEs ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2). Es liegen praktisch keine Daten zur
Axitinib-Behandlung von Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 15 ml/min vor.
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A) ist keine Dosisanpassungerforderlich. Bei Anwendung von Axitinib an Patienten mit mäßiger Leberfunktionsstörung(Child-Pugh-Klasse B) wird eine Dosisverringerung empfohlen (z. B. sollte die Startdosis vonzweimal täglich 5 mg auf zweimal täglich 2 mg reduziert werden). Bei Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung wurde Axitinib nicht untersucht (Child-Pugh-Klasse C) (siehe Abschnitte 4.4und 5.2) und sollte in dieser Patientengruppe nicht angewendet werden.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Inlyta bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahre ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungAxitinib ist zum Einnehmen bestimmt. Die Tabletten sollten zweimal täglich im Abstand von etwa12 Stunden zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Siesollten mit einem Glas Wasser eingenommen und im Ganzen geschluckt werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Axitinib oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Vor der Einleitung einer Therapie mit Axitinib und regelmäßig während der Therapie solltenspezifische Sicherheitsaspekte überwacht werden. Diese werden im Folgenden beschrieben.
Herzinsuffizienz-Ereignisse
In klinischen Studien mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurden
Herzinsuffizienz-Ereignisse (einschließlich Herzinsuffizienz, kongestive Herzinsuffizienz,kardiopulmonales Versagen, linksventrikuläre Dysfunktion, verringerte Auswurffraktion und
Rechtsherzinsuffizienz) berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Während der gesamten Behandlung mit Axitinib sollte eine regelmäßige Überwachung im Hinblickauf Anzeichen oder Symptome einer Herzinsuffizienz stattfinden. Die Behandlung von
Herzinsuffizienz-Ereignissen kann ein zeitweises oder permanentes Absetzen und/ oder eine
Dosisreduktion der Axitinib-Therapie erfordern.
HypertonieIn klinischen Studien mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurde Hypertonie sehrhäufig berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
In einer kontrollierten klinischen Studie lag die mittlere Zeitspanne bis zum Auftreten einer
Hypertonie (systolischer Blutdruck > 150 mmHg oder diastolischer Blutdruck > 100 mmHg) innerhalbdes 1. Monats nach Beginn der Axitinib-Behandlung, und Erhöhungen des Blutdrucks wurden bereits4 Tage nach Beginn der Axitinib-Behandlung beobachtet.
Vor Einleitung einer Axitinib-Therapie sollte der Blutdruck gut eingestellt worden sein. Die Patientensollten im Hinblick auf Hypertonie überwacht werden und nach Bedarf eine Standard-Hypertonie-
Behandlung erhalten. Falls trotz Anwendung von Antihypertensiva die Hypertonie andauert, sollte die
Axitinib-Dosis reduziert werden. Bei Patienten, die eine schwere Hypertonie entwickeln, soll die
Behandlung mit Axitinib vorübergehend unterbrochen und mit einer niedrigeren Dosis erneut gestartetwerden, wenn der Blutdruck des Patienten wieder normal ist. Bei Unterbrechung der
Axitinib-Behandlung sollten Patienten, die antihypertensive Arzneimittel erhalten, im Hinblick auf
Hypotonie überwacht werden (siehe Abschnitt 4.2).
Wenn schwere oder andauernde Hypertonie oder Symptome auftreten, die auf das Vorliegen einesposterioren reversiblen Enzephalopathie-Syndroms (PRES) (siehe unten) hindeuten, sollte zur
Diagnostik eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns in Erwägung gezogen werden.
Schilddrüsenfunktionsstörung
In klinischen Studien mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurden Fälle von
Hypothyreose und seltener auch von Hyperthyreose berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Vor Beginn einer Axitinib-Behandlung und regelmäßig während der Therapie sollte die
Schilddrüsenfunktion kontrolliert werden. Hypo- oder Hyperthyreose sollten entsprechend dergängigen medizinischen Praxis behandelt werden, um einen euthyreoten Zustand aufrechtzuerhalten.
Arterielle embolische und thrombotische Ereignisse
In klinischen Studien mit Axitinib wurde über arterielle embolische und thrombotische Ereignisse(einschließlich transitorische ischämische Attacke, Herzinfarkt, zerebrovaskuläres Ereignis und
Verschluss der Retinaarterien) berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Patienten mit einem Risiko für solche Ereignisse oder mit derartigen Vorkommnissen in der
Vorgeschichte sollte Axitinib mit Vorsicht angewendet werden. Axitinib wurde nicht an Patientenuntersucht, die innerhalb der letzten 12 Monate ein arterielles embolisches oder thrombotisches
Ereignis hatten.
Venöse embolische und thrombotische Ereignisse
In klinischen Studien mit Axitinib wurde über venöse embolische und thrombotische Ereignisse(einschließlich Lungenembolie, tiefer Venenthrombose und Verschluss/ Thrombose der Retinavenen)berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Patienten mit einem Risiko für solche Ereignisse oder mit derartigen Vorkommnissen in der
Vorgeschichte sollte Axitinib mit Vorsicht angewendet werden. Axitinib wurde nicht an Patientenuntersucht, die innerhalb der letzten 6 Monate ein venöses embolisches oder thrombotisches Ereignishatten.
Anstieg von Hämoglobin oder Hämatokrit
Während der Behandlung mit Axitinib kann es zu einer Erhöhung des Hämoglobins oder Hämatokritsals Anzeichen einer Zunahme an Erythrozyten kommen (siehe Abschnitt 4.8, Polyzythämie). Eine
Zunahme an Erythrozyten kann das Risiko für embolische und thrombotische Ereignisse erhöhen.
Vor Beginn einer Axitinib-Behandlung und regelmäßig während der Therapie sollten Hämoglobin und
Hämatokrit kontrolliert werden. Falls die Werte für Hämoglobin oder Hämatokrit über das
Normalniveau erhöht sind, sollten die Patienten entsprechend der gängigen medizinischen Praxisbehandelt werden, um das Hämoglobin oder Hämatokrit auf ein akzeptables Niveau zu senken.
BlutungenIn klinischen Studien mit Axitinib wurde über hämorrhagische Ereignisse berichtet (siehe
Abschnitt 4.8).
Axitinib wurde nicht an Patienten mit Hinweisen auf unbehandelte ZNS-Metastasen oder kürzlichaktive gastrointestinale Blutung untersucht und sollte bei solchen Patienten nicht angewendet werden.
Falls eine Blutung auftritt, die eine medizinische Intervention erforderlich macht, ist die Axitinib-Gabevorübergehend zu unterbrechen.
Aneurysmen und ArteriendissektionenDie Verwendung von VEGF-Signalweg-Hemmern bei Patienten mit oder ohne Hypertonie kann die
Entstehung von Aneurysmen und/oder Arteriendissektionen begünstigen. Vor Beginn der Behandlungmit Inlyta sollte dieses Risiko bei Patienten mit Risikofaktoren wie Hypertonie oder Aneurysmen inder Vorgeschichte sorgfältig abgewogen werden.
Gastrointestinale Perforation und Bildung von Fisteln
In klinischen Studien mit Axitinib wurde über gastrointestinale Perforation und Bildung von Fistelnberichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Während der gesamten Behandlung mit Axitinib sollte eine regelmäßige Überwachung im Hinblickauf Symptome einer gastrointestinalen Perforation und Fistelbildung stattfinden.
WundheilungsstörungenEs wurden keine formalen Studien zum Einfluss von Axitinib auf die Wundheilung durchgeführt.
Die Behandlung mit Axitinib sollte mindestens 24 Stunden vor einer geplanten Operation gestopptwerden. Die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Axitinib-Therapie sollte basierend auf derklinischen Beurteilung einer adäquaten Wundheilung getroffen werden.
Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)In klinischen Studien mit Axitinib wurde über PRES berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
PRES ist eine neurologische Erkrankung, bei der Kopfschmerzen, Krämpfe, Lethargie, Verwirrtheit,
Blindheit und andere visuelle und neurologische Störungen auftreten können. Dabei kann leichte bisschwere Hypertonie auftreten. Die Durchführung einer Magnetresonanztomographie (MRT) isterforderlich, um die Diagnose eines PRES zu bestätigen. Bei Patienten mit Anzeichen/ Symptomeneines PRES muss die Behandlung mit Axitinib vorübergehend oder dauerhaft abgesetzt werden. Die
Sicherheit einer Wiederaufnahme der Axitinib-Therapie bei Patienten, die zuvor ein PRES hatten, istnicht bekannt.
ProteinurieIn klinischen Studien mit Axitinib wurde über Proteinurie, einschließlich der Schweregrade 3 und 4,berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Vor Beginn einer Axitinib-Behandlung und regelmäßig während der Therapie werden Untersuchungenauf Proteinurie empfohlen. Bei Patienten, die eine mäßige bis schwere Proteinurie entwickeln, soll die
Dosis reduziert oder die Axitinib-Behandlung vorübergehend abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Axitinib sollte abgesetzt werden, wenn beim Patienten ein nephrotisches Syndrom auftritt.
Leberassoziierte Nebenwirkungen
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdeüber leberassoziierte Nebenwirkungen berichtet. Zu den am häufigsten berichteten leberassoziierten
Nebenwirkungen gehörten Anstiege der Alaninaminotransferase (ALT), der Aspartataminotransferase(AST) und des Bilirubins im Blut (siehe Abschnitt 4.8). Gleichzeitige Anstiege von ALT (> das3-Fache der Obergrenze des Normalwertes [ULN - upper limit of normal]) und Bilirubin (> das2-Fache des ULN) wurden nicht beobachtet.
In einer klinischen Dosisfindungsstudie wurde bei 1 Patienten, der Axitinib mit einer Startdosis vonzweimal täglich 20 mg erhielt (das 4-Fache der empfohlenen Startdosis), ein gleichzeitiger Anstiegvon ALT (auf das 12-Fache der ULN) und Bilirubin (auf das 2,3-Fache der ULN) beobachtet, welchesals arzneimittelbedingte Hepatotoxizität angesehen wurde.
Die Leberfunktion sollte vor Beginn einer Axitinib-Behandlung und regelmäßig während der Therapiekontrolliert werden.
LeberfunktionsstörungIn einer klinischen Studie mit Axitinib war bei Probanden mit mäßiger Leberfunktionsstörung(Child-Pugh-Klasse B) die systemische Exposition etwa zweimal höher als bei Probanden mitnormaler Leberfunktion. Bei Anwendung von Axitinib an Patienten mit mäßiger
Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) wird eine Dosisreduktion empfohlen (siehe
Abschnitt 4.2).
Axitinib wurde nicht an Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C)untersucht und sollte in dieser Patientengruppe nicht angewendet werden.
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre) und ethnische Zugehörigkeit
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC waren34 % der mit Axitinib behandelten Patienten ≥ 65 Jahre alt. Die Mehrheit der Patienten waren Weiße(77 %) oder Asiaten (21 %). Obwohl bei einigen älteren Patienten und bei asiatischen Patienten einegrößere Anfälligkeit zur Entwicklung von Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden kann,wurden insgesamt betrachtet keine größeren Unterschiede in der Sicherheit und Wirksamkeit von
Axitinib zwischen Patienten im Alter ≥ 65 Jahre und jüngeren Patienten beobachtet sowie zwischenweißen Patienten und Patienten anderer ethnischer Zugehörigkeiten.
Es ist keine Dosisanpassung auf Basis des Patientenalters oder der ethnischen Zugehörigkeiterforderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Sonstige BestandteileLactoseDieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nichteinnehmen.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
In-vitro-Daten weisen darauf hin, dass Axitinib hauptsächlich über CYP3A4/ 5 und, in geringerem
Ausmaß, über CYP1A2, CYP2C19 und Uridindiphosphat-Glucuronosyltransferase (UGT) 1A1metabolisiert wird.
CYP3A4/ 5-Inhibitoren
Bei gesunden freiwilligen Probanden, die eine orale Einzeldosis von 5 mg Axitinib erhielten, erhöhte
Ketoconazol, ein starker CYP3A4/ 5-Inhibitor, bei Anwendung einer Dosis von einmal täglich 400 mgüber 7 Tage, die mittlere Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) auf das 2-Fache und Cmaxauf das 1,5-Fache. Die gleichzeitige Gabe von Axitinib mit starken CYP3A4/ 5-Inhibitoren (z. B.
Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Erythromycin, Atazanavir, Indinavir, Nefazodon,
Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir und Telithromycin) kann die Plasmakonzentrationen von Axitiniberhöhen. Ebenso kann Grapefruit die Plasmakonzentrationen von Axitinib erhöhen. Es wird die
Auswahl von gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln mit keinem oder nur einem minimalen
CYP3A4/ 5-Inhibitor-Potenzial empfohlen. Falls ein starker CYP3A4/ 5-Inhibitor gleichzeitigangewendet werden muss, wird eine Anpassung der Axitinib-Dosis empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
CYP1A2- und CYP2C19-Inhibitoren
CYP1A2 und CYP2C19 stellen untergeordnete Pathways (< 10 %) des Axitinib-Metabolismus dar.
Der Einfluss von starken Inhibitoren dieser Isoenzyme auf die Pharmakokinetik von Axitinib wurdenicht untersucht. Wegen des erhöhten Risikos für erhöhte Axitinib-Plasmakonzentrationen ist Vorsichtgeboten bei Patienten, die starke Inhibitoren dieser Isoenzyme einnehmen.
CYP3A4/ 5-Induktoren
Bei gesunden freiwilligen Probanden, die eine Einzeldosis von 5 mg Axitinib erhielten, verringerte
Rifampicin, ein starker CYP3A4/ 5-Induktor, bei Anwendung einer Dosis von einmal täglich 600 mgüber 9 Tage, die mittlere AUC um 79 % und Cmax um 71 %.
Die gleichzeitige Gabe von Axitinib mit starken CYP3A4/ 5-Induktoren (z. B. Rifampicin,
Dexamethason, Phenytoin, Carbamazepin, Rifabutin, Rifapentin, Phenobarbital und Hypericumperforatum [Johanniskraut]) kann die Plasmakonzentrationen von Axitinib herabsetzen. Es wird die
Auswahl von gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln mit keinem oder nur einem minimalen
CYP3A4/ 5-Induktor-Potenzial empfohlen. Falls ein starker CYP3A4/ 5-Induktor gleichzeitigangewendet werden muss, wird eine Anpassung der Axitinib-Dosis empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
In-vitro-Studien zu CYP- und UGT-Inhibition und -Induktion
In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass Axitinib bei therapeutischen Plasmakonzentrationen
CYP2A6, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6, CYP2E1, CYP3A4/ 5 oder UGT1A1 nicht hemmt.
In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass Axitinib über ein Potenzial zur Hemmung von CYP1A2verfügt. Deshalb kann die gleichzeitige Anwendung von Axitinib mit CYP1A2-Substraten zu erhöhten
Plasmakonzentrationen der CYP1A2-Substrate führen (z. B. Theophyllin).
In-vitro-Studien weisen auch darauf hin, dass Axitinib über ein Potenzial zur Hemmung von CYP2C8verfügt. Die gleichzeitige Anwendung von Axitinib mit Paclitaxel, einem bekannten
CYP2C8-Substrat, führte bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung nicht zu erhöhten
Plasmakonzentrationen an Paclitaxel, was darauf hinweist, dass keine klinische CYP2C8-Inhibitionstattfindet.
In-vitro-Studien an humanen Hepatozyten weisen auch darauf hin, dass Axitinib nicht CYP1A1,
CYP1A2 oder CYP3A4/ 5 induziert. Es ist deshalb nicht zu erwarten, dass die gleichzeitige Gabe von
Axitinib die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig angewendeten CYP1A1-, CYP1A2- oder
CYP3A4/ 5-Substraten in vivo reduziert.
In-vitro-Studien mit P-Glykoprotein
In-vitro-Studien weisen auch darauf hin, dass Axitinib P-Glykoprotein inhibiert. Bei therapeutischen
Plasmakonzentrationen von Axitinib ist jedoch keine Hemmung von P-Glykoprotein zu erwarten.
Daher ist nicht zu erwarten, dass die gleichzeitige Gabe von Axitinib die Plasmakonzentrationen von
Digoxin oder anderen P-Glykoprotein-Substraten in vivo erhöht.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine Daten zur Anwendung von Axitinib an schwangeren Frauen vor. Basierend auf denpharmakologischen Eigenschaften von Axitinib kann dieses bei Anwendung an schwangere Frauenden Fötus schädigen. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt,einschließlich Missbildungen (siehe Abschnitt 5.3). Axitinib soll während der Schwangerschaft nichtangewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit diesem Arzneimittel aufgrund desklinischen Zustandes der Frau erforderlich ist.
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und bis zu 1 Woche nach der Behandlung einezuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Axitinib in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für das gestillte Kind kannnicht ausgeschlossen werden. Axitinib soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.
FertilitätAxitinib hat basierend auf nicht klinischen Untersuchungen das Potenzial, die Reproduktionsfunktionund Fertilität beim Menschen zu beeinflussen (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenAxitinib hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen. Die Patienten sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei ihnen während der
Behandlung mit Axitinib Beschwerden wie Schwindel und/ oder Müdigkeit auftreten können.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie folgenden Risiken, einschließlich der angemessenen zu ergreifenden Maßnahmen, werden in
Abschnitt 4.4 detaillierter besprochen: Herzinsuffizienz-Ereignisse, Hypertonie,
Schilddrüsenfunktionsstörung, arterielle thromboembolische Ereignisse, venöse thromboembolische
Ereignisse, Anstieg von Hämoglobin oder Hämatokrit, Hämorrhagie, gastrointestinale Perforation und
Fistelbildung, Wundheilungsstörungen, PRES, Proteinurie und Anstieg von Leberenzymen.
Die häufigsten (≥ 20 %) nach Behandlung mit Axitinib beobachteten Nebenwirkungen waren Diarrhö,
Hypertonie, Müdigkeit, verminderter Appetit, Übelkeit, Gewichtsabnahme, Dysphonie,palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom (Hand-Fuß-Syndrom), Hämorrhagie, Hypothyreose,
Erbrechen, Proteinurie, Husten und Obstipation.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn Tabelle 1 sind die in einem gepoolten Datensatz von 672 Patienten berichteten Nebenwirkungenzusammengestellt, die Axitinib in klinischen Studien zur Behandlung von Patienten mit RCC erhielten(siehe Abschnitt 5.1). Darüber hinaus sind Nebenwirkungen, die in klinischen Studien nach
Markteinführung berichtet wurden, enthalten.
Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse, Häufigkeitskategorie und Schweregradaufgelistet. Die Häufigkeitskategorien werden folgendermaßen definiert: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, 1/100), selten (≥ 1/10.000, 1/1.000), sehr selten( 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Die gegenwärtige Sicherheitsdatenbank für Axitinib ist zu klein, um seltene und sehr seltene
Nebenwirkungen erfassen zu können.
Es wurden Kategorien gebildet basierend auf den absoluten Häufigkeiten der gepoolten klinischen
Studiendaten. Innerhalb jeder Systemorganklasse werden Nebenwirkungen mit der gleichen
Häufigkeit nach abnehmendem Schweregrad geordnet dargestellt.
Tabelle 1: Nebenwirkungen, die in RCC-Studien von Patienten berichtet wurden, die Axitiniberhielten (n = 672)
Alle
Häufigkeits- Grad 3b Grad 4b
Systemorganklasse Nebenwirkungena Gradebkategorie % %%
Erkrankungen des Häufig Anämie 6,3 1,2 0,4
Blutes und des Thrombozytopenie 1,6 0,1 0
Lymphsystems Polyzythämiec 1,5 0,1 0
Gelegentlich Neutropenie 0,3 0,1 0
Leukopenie 0,4 0 0
Endokrine Sehr häufig Hypothyreosec 24,6 0,3 0
Erkrankungen Häufig Hyperthyreosec 1,6 0,1 0,1
Stoffwechsel- und Sehr häufig verminderter Appetit 39,0 3,6 0,3
Ernährungsstörungen Häufig Dehydrierung 6,7 3,1 0,3
Hyperkaliämie 2,7 1,2 0,1
Hyperkalziämie 2,2 0,1 0,3
Erkrankungen des Sehr häufig Kopfschmerzen 16,2 0,7 0
Nervensystems
Dysgeusie 11,5 0 0
Häufig Schwindel 9,1 0,6 0
Gelegentlich posteriores reversibles 0,3 0,1 0
Enzephalopathie-Syndrome
Erkrankungen des Häufig Tinnitus 3,1 0 0
Ohrs und des
Labyrinths
Herzerkrankungen Häufig Herzinsuffizienz- 1,8 0,3 0,7
Ereignissec,d,f
Alle
Häufigkeits- Grad 3b Grad 4b
Systemorganklasse Nebenwirkungena Gradebkategorie % %%
Gefäßerkrankungen Sehr häufig Hypertonieg 51,2 22,0 1,0
Hämorrhagiec,d,h 25,7 3,0 1,0
Häufig venöse embolische 2,8 0,9 1,2und thrombotische
Ereignissec,d,iarterielle embolische 2,8 1,2 1,3und thrombotische
Ereignissec,d,j
Nicht Aneurysmen und - - -bekannt Arteriendissektionenh
Erkrankungen der Sehr häufig Dyspnoed 17,1 3,6 0,6
Atemwege, des Husten 20,4 0,6 0
Brustraums und Dysphonie 32,7 0 0,1
Mediastinums Häufig oropharyngealer 7,4 0 0
Schmerz
Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhö 55,4 10,1 0,1
Gastrointestinaltrakts
Erbrechen 23,7 2,7 0,1
Übelkeit 33,0 2,2 0,1
Bauchschmerzen 14,7 2,5 0,3
Obstipation 20,2 1,0 0
Stomatitis 15,5 1,8 0
Dyspepsie 11,2 0,1 0
Häufig Oberbauchschmerzen 9,4 0,9 0
Blähungen 4,5 0 0
Hämorrhoiden 3,3 0 0
Glossodynie 2,8 0 0gastrointestinale 1,9 0,9 0,3
Perforation und
Fistelc,k
Leber- und Häufig Hyperbilirubinämie 1,3 0,1 0,1
Gallenerkrankungen Cholezystitisn 1,0 0,6 0,1
Erkrankungen der Sehr häufig palmar-plantares 32,1 7,6 0
Haut und des Erythrodysästhesie-
Unterhautzellgewebes Syndrom(Hand-Fuß-Syndrom)
Ausschlag 14,3 0,1 0trockene Haut 10,1 0,1 0
Häufig Pruritus 6,0 0 0
Erytheme 3,7 0 0
Alopezie 5,7 0 0
Sklelettmuskulatur-, Sehr häufig Arthralgie 17,7 1,9 0,3
Bindegewebs- und Schmerz in den 14,1 1,0 0,3
Knochenerkrankungen Extremitäten
Häufig Myalgie 8,2 0,6 0,1
Erkrankungen der Sehr häufig Proteinuriel 21,1 4,8 0,1
Nieren und Harnwege Häufig Nierenversagenm 1,6 0,9 0,1
Allgemeine Sehr häufig Müdigkeit 45,1 10,6 0,3
Erkrankungen und Asthenied 13,8 2,8 0,3
Beschwerden am Mukositis 13,7 1,0 0
Verabreichungsort
Alle
Häufigkeits- Grad 3b Grad 4b
Systemorganklasse Nebenwirkungena Gradebkategorie % %%
Untersuchungen Sehr häufig Gewichtsabnahme 32,7 4,9 0
Häufig Erhöhung der Lipase 3,7 0,7 0,7
Erhöhung der 6,5 1,2 0
Alaninaminotransferase
Erhöhung der Amylase 3,4 0,6 0,4
Erhöhung der 6,1 1,0 0
Aspartataminotransferase
Erhöhung der 4,8 0,3 0alkalischen
Phosphatase
Erhöhung des 5,7 0,4 0
Kreatinins
Erhöhung des 7,9 0 0
Thyreoidea-stimulierenden-
Hormons (TSH)a Bei der Angabe der Häufigkeit wurden die unter der Behandlung aufgetretenen Nebenwirkungen aller
Kausalitäten berücksichtigt.
b National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events, Version 3.0c Siehe Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen.d Es wurden Fälle mit tödlichem Ausgang (Grad 5) berichtet.e Einschließlich Leukenzephalopathief Einschließlich Herzinsuffizienz, kongestive Herzinsuffizienz, kardiopulmonales Versagen, verringerte
Auswurffraktion, linksventrikuläre Dysfunktion und Rechtsherzinsuffizienzg Einschließlich progressive Hypertonie, Blutdruck erhöht, Hypertonie und hypertensive Kriseh Einschließlich aktivierte partielle Thromboplastinzeit verlängert, Analblutung, arterielle Blutung, Blut im Urinnachweisbar, Blutung des Zentralnervensystems, Hirnblutung, Blutgerinnungszeit verlängert,
Bindehautblutung, Kontusion, Diarrhö hämorrhagisch, dysfunktionelle Uterusblutung, Epistaxis,
Magenblutung, Blutung gastrointestinal, Zahnfleischbluten, Hämatemesis, Blutstuhl, Hämatokrit erniedrigt,
Hämatome, Hämaturie, Hämoglobin erniedrigt, Hämoptoe, Blutung, Koronararterienblutung,
Harnwegsblutung, Hämorrhoidalblutung, Hämostase, erhöhte Neigung zu blauen Flecken, internationalnormalized ratio erhöht, Blutung im unteren Gastrointestinaltrakt, Meläna, Petechien, Pharynxblutung,
Prothrombinzeit verlängert, Lungenblutung, Purpura, Rektalblutung, Erythrozytenzahl erniedrigt,
Nierenblutung, Blutung der Sklera, Hämatozele des Hodens, Hämatom der Milz, Splitterblutung,
Subarachnoidalblutung, Zungenblutung, Blutung im oberen gastrointestinalen Bereich und Vaginalblutungi Einschließlich Budd-Chiari-Syndrom, tiefe Beinvenenthrombose, Jugularvenenthrombose, Venenthrombosedes Beckens, Lungenembolie, Netzhautvenenverschluss, Retinalvenenthrombose, Thrombose der Venasubclavia, Venenthrombose und Venenthrombose einer Extremitätj Einschließlich akuter Myokardinfarkt, Embolie, Myokardinfarkt, Verschluss einer Netzhautarterie undtransitorische ischämische Attackek Gastrointestinale Perforation und Fistel beinhalten die folgenden bevorzugten Begriffe: abdomineller Abszess,
Analabszess, Analfistel, Fistel, Anastomosenleck des Gastrointestinaltraktes, gastrointestinale Perforation,
Dickdarmperforation, oesophagobronchiale Fistel und Peritonitis.
l Proteinurie beinhaltet die folgenden bevorzugten Begriffe: Protein im Urin, Protein im Urin nachweisbar und
Proteinurie.m Einschließlich akutes Nierenversagenn Cholezystitis einschließlich akute Cholezystitis, Cholezystitis, infektiöse Cholezystitis
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenHerzinsuffizienz-Ereignisse (siehe Abschnitt 4.4)
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC(n = 359) wurden Herzinsuffizienz-Ereignisse bei 1,7 % der mit Axitinib behandelten Patientenberichtet, einschließlich Herzinsuffizienz (0,6 %), kardiopulmonales Versagen (0,6 %),linksventrikuläre Dysfunktion (0,3 %) und Rechtsherzinsuffizienz (0,3 %). Bei 0,6 % der Patienten,die Axitinib erhielten, wurde über eine Herzinsuffizienz vom Grad 4 als Nebenwirkung berichtet. Eine
Herzinsuffizienz mit tödlichem Ausgang wurde bei 0,6 % der Patienten, die Axitinib erhielten,berichtet.
In Studien zur Monotherapie mit Axitinib (n = 672) zur Behandlung von Patienten mit RCC wurden
Herzinsuffizienz-Ereignisse (einschließlich Herzinsuffizienz, kongestive Herzinsuffizienz,kardiopulmonales Versagen, linksventrikuläre Dysfunktion, verringerte Auswurffraktion und
Rechtsherzinsuffizienz) bei 1,8 % der Patienten berichtet, die Axitinib erhielten. Herzinsuffizienz-
Ereignisse der Grade 3/ 4 wurden bei 1,0 % der Patienten und Herzinsuffizienz-Ereignisse mittödlichem Ausgang bei 0,3 % der Patienten berichtet, die Axitinib erhielten.
Schilddrüsenfunktionsstörung (siehe Abschnitt 4.4)
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdebei 20,9 % der Patienten Hypothyreose und bei 1,1 % der Patienten Hyperthyreose berichtet. Eine
Erhöhung des Thyreoidea-stimulierenden-Hormons (TSH) wurde als Nebenwirkung bei 5,3 % der
Patienten berichtet, die Axitinib erhielten. Bei Routinelaborkontrollen trat bei 32,2 % der Patientenunter Axitinib-Behandlung, die vor der Behandlung TSH-Werte < 5 μU/ml hatten, Erhöhungen von
TSH ≥ 10 μU/ml auf.
In gepoolten klinischen Studien mit Axitinib (n = 672) zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdebei 24,6 % der Patienten, die Axitinib erhielten, Hypothyreose berichtet. Bei 1,6 % der Patientenwurde unter Axitinib-Behandlung über Hyperthyreose berichtet.
Venöse embolische und thrombotische Ereignisse (siehe Abschnitt 4.4)
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdenbei 3,9 % der Patienten, die Axitinib erhielten, venöse embolische und thrombotische Ereignisseberichtet, einschließlich Lungenembolie (2,2 %), Verschluss/ Thrombose der Retinavenen (0,6 %) undtiefe Venenthrombose (0,6 %). Bei 3,1 % der Patienten, die Axitinib erhielten, wurden venöseembolische und thrombotische Ereignisse der Grade 3 und 4 berichtet. Eine Lungenembolie mittödlichem Ausgang trat bei 1 Patienten (0,3 %) unter Axitinib-Behandlung auf.
In gepoolten klinischen Studien mit Axitinib (n = 672) zur Behandlung von Patienten mit RCCwurden bei 2,8 % der Patienten, die Axitinib erhielten, venöse embolische und thrombotische
Ereignisse berichtet. Bei 0,9 % der Patienten wurden venöse embolische und thrombotische Ereignissedes Grades 3 berichtet. Venöse embolische und thrombotische Ereignisse des Grades 4 wurden bei1,2 % der Patienten berichtet. Venöse embolische und thrombotische Ereignisse mit tödlichem
Ausgang traten bei 0,1 % der Patienten unter Axitinib-Behandlung auf.
Arterielle embolische und thrombotische Ereignisse (siehe Abschnitt 4.4)
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdenbei 4,7 % der Patienten, die Axitinib erhielten, arterielle embolische und thrombotische Ereignisseberichtet, einschließlich Herzinfarkt (1,4 %), transitorische ischämische Attacke (0,8 %) undzerebrovaskuläres Ereignis (0,6 %). Bei 3,3 % der Patienten, die Axitinib erhielten, wurden arterielleembolische und thrombotische Ereignisse der Grade 3 und 4 berichtet. Bei jeweils 1 Patienten (0,3 %)wurde ein letaler akuter Herzinfarkt bzw. ein letales zerebrovaskuläres Ereignis berichtet. In Studienzur Monotherapie mit Axitinib (n = 850) traten bei 5,3 % der Patienten arterielle embolische undthrombotische Ereignisse (einschließlich transitorische ischämische Attacke, Herzinfarkt undzerebrovaskuläres Ereignis) auf.
In gepoolten klinischen Studien mit Axitinib (n = 672) zur Behandlung von Patienten mit RCCwurden bei 2,8 % der Patienten, die Axitinib erhielten, arterielle embolische und thrombotische
Ereignisse berichtet. Bei 1,2 % der Patienten wurden arterielle embolische und thrombotische
Ereignisse des Grades 3 berichtet. Arterielle embolische und thrombotische Ereignisse des Grades 4wurden bei 1,3 % der Patienten berichtet. Arterielle embolische und thrombotische Ereignisse mittödlichem Ausgang traten bei 0,3 % der Patienten unter Axitinib-Behandlung auf.
Polyzythämie (siehe Anstieg von Hämoglobin oder Hämatokrit in Abschnitt 4.4)
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCCberichteten 1,4 % der Patienten, die Axitinib erhielten, über eine Polyzythämie. In
Routinelaborkontrollen fanden sich bei 9,7 % der Patienten, die Axitinib erhielten, über ULN erhöhte
Hämoglobinwerte. In 4 klinischen Studien mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC(n = 537) traten unter Axitinib-Therapie bei 13,6 % der Patienten Hämoglobinerhöhungen über ULNauf.
In gepoolten klinischen Studien mit Axitinib (n = 672) zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdebei 1,5 % der Patienten, die Axitinib erhielten, Polyzythämie berichtet.
Blutungen (siehe Abschnitt 4.4)In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC, die
Patienten mit unbehandelten ZNS-Metastasen ausschloss, wurde bei 21,4 % der Patienten unter
Axitinib-Therapie über hämorrhagische Nebenwirkungen berichtet. Zu den beobachtetenhämorrhagischen Nebenwirkungen bei Patienten die mit Axitinib behandelt wurden, gehörten
Epistaxis (7,8 %), Hämaturie (3,6 %), Hämoptyse (2,5 %), Rektalblutung (2,2 %), Zahnfleischblutung(1,1 %), Magenblutung (0,6 %), Hirnblutung (0,3 %) und Blutungen im unteren Gastrointestinaltrakt(0,3 %). Bei 3,1 % der Patienten, die Axitinib erhielten, traten hämorrhagische Nebenwirkungen der
Grade ≥ 3 auf (einschließlich Hirnblutung, Magenblutung, Blutungen im unteren Gastrointestinaltraktund Hämoptyse). Eine Blutung mit tödlichem Ausgang (Magenblutung) trat bei 1 Patienten (0,3 %)unter Axitinib-Behandlung auf. In Studien zur Monotherapie mit Axitinib (n = 850) trat bei 3,9 % der
Patienten Hämoptyse auf; eine Hämoptyse mit einem Schweregrad > 3 wurde bei 0,5 % der Patientenberichtet.
In gepoolten klinischen Studien mit Axitinib (n = 672) zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdebei 25,7 % der Patienten unter Axitinib-Therapie über hämorrhagische Nebenwirkungen berichtet. Bei3 % der Patienten traten hämorrhagische Nebenwirkungen des Grades 3 auf. Hämorrhagische
Nebenwirkungen des Grades 4 traten unter Axitinib-Therapie bei 1 % der Patienten auf, und
Hämorrhagien mit tödlichem Ausgang traten bei 0,4 % der Patienten unter Axitinib auf.
Gastrointestinale Perforation und Fistelbildung (siehe Abschnitt 4.4)
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdebei 1,7 % der Patienten, die Axitinib erhielten, über gastrointestinale Ereignisse vom Perforationstypberichtet, einschließlich Analfistel (0,6 %), Fistel (0,3 %) und gastrointestinale Perforation (0,3 %). In
Studien zur Monotherapie mit Axitinib (n = 850) wurde bei 1,9 % der Patienten über gastrointestinale
Ereignisse vom Perforationstyp berichtet, und bei 1 Patienten (0,1 %) kam es zu einer letalengastrointestinalen Perforation.
In gepoolten klinischen Studien mit Axitinib (n = 672) zur Behandlung von Patienten mit RCC wurdebei 1,9 % der Patienten, die Axitinib erhielten, gastrointestinale Perforation und Fistel berichtet.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Bei einer Überdosierung mit Axitinib gibt es keine spezifische Behandlung.
In einer kontrollierten klinischen Studie mit Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC kam esbei 1 Patienten zu Schwindelgefühl (Grad 1), der versehentlich über 4 Tage eine Dosis von zweimaltäglich 20 mg erhielt.
In einer klinischen Dosisfindungsstudie traten bei Patienten, die Axitinib mit einer Startdosis vonzweimal täglich 10 mg oder zweimal täglich 20 mg erhielten, Nebenwirkungen auf, die Hypertonie,
Krampfanfälle in Verbindung mit Hypertonie und tödlich verlaufende Hämoptyse einschlossen.
Im Falle einer vermuteten Überdosierung sollte Axitinib nicht weiter angewendet werden und essollten unterstützende Maßnahmen ergriffen werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, Proteinkinase-Inhibitoren
ATC-Code: L01EK01
Wirkungsmechanismus
Axitinib ist ein potenter und selektiver Tyrosinkinase-Inhibitor der vaskulären endothelialen
Wachstumsfaktor-Rezeptoren (VEGFR)-1, VEGFR-2 und VEGFR-3. Diese Rezeptoren sind an derpathologischen Angiogenese, dem Tumorwachstum und dem metastatischen Fortschreiten der
Krebserkrankung beteiligt. Für Axitinib wurde gezeigt, dass es ein potenter Inhibitor der
VEGF-vermittelten endothelialen Zellproliferation und des Zellüberlebens ist. Axitinib hemmte die
Phosphorylierung von VEGFR-2 in Xenograft-Tumor-Blutgefäßen, die das Ziel in vivo exprimierten,und führte in vielen experimentellen Krebsmodellen zu einer Verzögerung des Tumorwachstums, zu
Tumorregression und zur Hemmung von Metastasen.
Auswirkungen auf das QTc-Intervall
In einer randomisierten, zweiarmigen Crossover-Studie erhielten 35 gesunde Probanden über 7 Tageeine orale Einzeldosis Axitinib (5 mg) ohne oder mit gleichzeitiger Gabe von 400 mg Ketoconazol.
Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass eine Axitinib-Plasmaexposition, die bis zum 2-Fachen überden nach einer 5-mg-Dosis zu erwartenden therapeutischen Spiegeln lag, zu keiner klinischsignifikanten Verlängerung des QT-Intervalls führte.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Sicherheit und Wirksamkeit von Axitinib wurden in einer randomisierten, offenen,multizentrischen Phase-III-Studie untersucht. Die Patienten (n = 723) mit fortgeschrittenem RCC,deren Erkrankung während oder nach der Behandlung mit einer systemischen Therapie, einschließlich
Sunitinib-, Bevacizumab-, Temsirolimus- oder Zytokin-enthaltenden Regimen, progredient war,erhielten randomisiert (1:1) entweder Axitinib (n = 361) oder Sorafenib (n = 362). Der primäre
Endpunkt, das progressionsfreie Überleben (PFS), wurde mittels eines verblindeten, unabhängigen,zentralen Reviews beurteilt. Sekundäre Endpunkte umfassten die objektive Ansprechrate (ORR,objective response rate) und das Gesamtüberleben (OS, overall survival).
Von den in dieser Studie eingeschlossenen Patienten hatten 389 Patienten (53,8 %) einevorangegangene Sunitinib-basierte Therapie erhalten, 251 Patienten (34,7 %) eine vorangegangene
Zytokin-basierte Therapie (Interleukin 2 oder Interferon alpha), 59 Patienten (8,2 %) hatten einevorangegangene Bevacizumab-basierte Therapie erhalten und 24 Patienten (3,3 %) einevorangegangene Temsirolimus-basierte Therapie. Zwischen der Axitinib- und Sorafenib-Gruppewaren die Demographie- und Krankheitscharakteristika zu Studienbeginn ähnlich in Bezug auf Alter,ethnische Zugehörigkeit, Status der Leistungsfähigkeit gemäß Eastern Cooperative Oncology Group(ECOG), geographische Region und Vortherapie.
Für den primären Endpunkt PFS fand sich in der Gesamtpatientenpopulation und in den 2 wichtigsten
Subgruppen (vorangegangene Sunitinib-Behandlung und vorangegangene Zytokin-Behandlung) einestatistisch signifikante Überlegenheit von Axitinib gegenüber Sorafenib (siehe Tabelle 2 und
Abbildungen 1, 2 und 3). Die Größe des medianen PFS war in den Subgruppen je nach
Vorbehandlung unterschiedlich. Zwei der Subgruppen waren zu klein, um verlässliche Daten zugenerieren (vorangegangene Temsirolimus-Behandlung und vorangegangene
Bevacizumab-Behandlung). Es wurden zwischen den beiden Armen weder in der Gesamtpopulationnoch in den Subgruppen nach Vortherapie statistisch signifikante Unterschiede bezüglich OSgefunden.
Tabelle 2: Wirksamkeitsergebnisse
HR
Endpunkt/ Studienpopulation Axitinib Sorafenib p-Wert(95%-KI)
Gesamt ITT n = 361 n = 362
Medianes PFS a,b in Monaten 6,8 (6,4; 8,3) 4,7 (4,6; 6,3) 0,67 (0,56; 0,81) < 0,0001c(95%-KI)
Medianes OS d in Monaten 20,1 (16,7; 23,4) 19,2 (17,5; 22,3) 0,97 (0,80; 1,17) n.s.
(95%-KI)
ORR b,e % (95%-KI) 19,4 (15,4; 23,9) 9,4 (6,6; 12,9) 2,06f (1,41; 3,00) 0,0001g
Vorangegangene n = 194 n = 195
Sunitinib-Behandlung
Medianes PFS a,b in Monaten 4,8 (4,5; 6,5) 3,4 (2,8; 4,7) 0,74 (0,58; 0,94) 0,0063h(95%-KI)
Medianes OS d in Monaten 15,2 (12,8; 18,3) 16,5 (13,7; 19,2) 1,00 (0,78; 1,27) n.s.(95%-KI)
ORR b,e % (95% KI) 11,3 (7,2; 16,7) 7,7 (4,4; 12,4) 1,48f (0,79; 2,75) n.s.
Vorangegangene n = 126 n = 125
Zytokin-Behandlung
Medianes PFS a,b in Monaten 12,0 (10,1; 13,9) 6,6 (6,4; 8,3) 0,52 (0,38; 0,72) < 0,0001h(95%-KI)
Medianes OS d in Monaten 29,4 (24,5; n.e.) 27,8 (23,1; 34,5) 0,81 (0,56; 1,19) n.s.(95%-KI)
ORR b,e % (95%-KI) 32,5 (24,5; 41,5) 13,6 (8,1; 20,9) 2,39f (1,43-3,99) 0,0002i
KI = Konfidenzintervall, HR = Risikoverhältnis (Hazard ratio) (Axitinib/ Sorafenib); ITT:
Intention-to-treat-Analyse; n.e.: nicht schätzbar (not estimable); n.s.: nicht statistisch signifikant; ORR: objektive
Ansprechrate; OS: Gesamtüberleben; PFS: progressionsfreies Überlebena Zeitspanne von der Randomisierung bis zu Progression oder Tod jeglicher Ursache, je nachdem, was zuerstauftritt. Datenendpunkt 03. Juni 2011b Beurteilung durch Review eines unabhängigen Radiologen gemäß Response Evaluation Criteria in Solid
Tumours (RECIST)c Einseitiger p-Wert aus einem Log-rank-Test der Behandlung, stratifiziert nach ECOG-Performance-Statusund vorangegangener Therapied Datenendpunkt: 01. November 2011e Datenendpunkt: 31 August 2010f Das Risikoverhältnis wird für die ORR verwendet. Ein Risikoverhältnis > 1 bedeutete eine höhere
Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens im Axitinib-Arm; ein Risikoverhältnis < 1 bedeutete eine höhere
Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens im Sorafenib-Arm.
g Einseitiger p-Wert aus einem Cochran-Mantel-Haenszel-Test der Behandlung, stratifiziert nach
ECOG-Performance-Status und Vorbehandlung.
h Einseitiger p-Wert aus einem Log-rank-Test der Behandlung, stratifiziert nach ECOG-Performance-Statusi Einseitiger p-Wert aus einem Cochran-Mantel-Haenszel-Test der Behandlung, stratifiziert nach
ECOG-Performance-Status
Abbildung 1: Kaplan-Meier Kurve des progressionsfreien Überlebens nach unabhängiger
Beurteilung der Gesamtpopulation
INLYTA (n=361)
Median 6,8 Monate
Sorafenib (n=362)
Median 4,7 Monate
Hazard Ratio=0,6795%-KI [0,56; 0,81]p-Wert < 0,0001
Zeit (Monate)
Abbildung 2: Kaplan-Meier Kurve des progressionsfreien Überlebens nach unabhängiger
Beurteilung der mit Sunitinib vorbehandelten Subgruppe
INLYTA (n=194)
Median 4,8 Monate
Sorafenib (n=195)
Median 3,4 Monate
Hazard Ratio=0,7495%-KI [0,58; 0,94]p-Wert < 0,0063
TZiemite ( M(moonnathe)s)
Progressionsfreier Anteil
Progressionsfreier Anteil
Abbildung 3: Kaplan-Meier Kurve des progressionsfreien Überlebens nach unabhängiger
Beurteilung der mit Cytokin vorbehandelten Subgruppe
INLYTA (n=126)
Median 12,0 Monate
Sorafenib (n=125)
Median 6,6 Monate
Hazard Ratio=0,5295%-KI [0,38; 0,72]p-Wert < 0,0001
Zeit (Monate)
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Axitinib eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen zur Behandlung von Nieren-und Nierenbeckenkarzinomen (mit Ausnahme von Nephroblastom, Nephroblastomatose,
Klarzellsarkom, mesoblastischem Nephrom, medullärem Nierenkarzinom und Rhabdomyosarkom der
Niere) gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Nach oraler Anwendung von Axitinib Tabletten beträgt die mittlere absolute Bioverfügbarkeit im
Vergleich zu intravenöser Gabe 58 %. Die Plasmahalbwertszeit von Axitinib liegt im Bereich von2,5 bis 6,1 Stunden. Im Vergleich zur Anwendung einer Einzeldosis führte eine Axitinib-Dosierungvon zweimal täglich 5 mg zu einer weniger als 2-fachen Akkumulation. Basierend auf der kurzen
Halbwertszeit von Axitinib ist ein Steady State innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach der Startdosis zuerwarten.
Resorption und VerteilungPlasmaspitzenkonzentrationen von Axitinib werden üblicherweise innerhalb von 4 Stunden nachoraler Gabe von Axitinib erreicht, mit medianen tmax-Werten im Bereich von 2,5 bis 4,1 Stunden. Eine
Anwendung von Axitinib zusammen mit einer mäßig fetten Mahlzeit führte im Vergleich zur Gabenach nächtlichem Fasten zu einer um 10 % niedrigeren Exposition. Eine hochkalorische Mahlzeit mithoher Fettaufnahme führte im Vergleich zur Gabe nach nächtlichem Fasten zu einer um 19 % höheren
Exposition. Axitinib kann mit oder ohne Nahrung angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Über einen Dosierungsbereich von 5 bis 10 mg Axitinib stiegen die durchschnittlichen Werte für Cmaxund AUC proportional an. Die Bindung von Axitinib an humanes Plasmaprotein beträgt in vitro> 99 %, wobei die bevorzugte Bindung an Albumin und eine mäßige Bindung an sauresα1-Glycoprotein erfolgt. Bei Gabe von zweimal täglich 5 mg nach einer Mahlzeit an Patienten mitfortgeschrittenem RCC betrug die geometrische mittlere Plasmaspitzenkonzentration und der24-Stunden-Wert für AUC 27,8 ng/ml bzw. 265 ng h/ml. Die geometrische mittlere orale Clearanceund das scheinbare Verteilungsvolumen waren 38 l/h bzw. 160 l.
Progressionsfreier Anteil
Biotransformation und EliminationAxitinib wird hauptsächlich in der Leber über CYP3A4/ 5 und, in geringerem Ausmaß, über CYP1A2,
CYP2C19 und UGT1A1 metabolisiert.
Nach oraler Gabe einer radioaktiv markierten 5-mg-Axitinib-Dosis wurden 30 bis 60 % der
Radioaktivität in den Faeces und 23 % der Radioaktivität im Urin wiedergefunden. Unverändertes
Axitinib, welches 12 % der Dosis ausmachte, war die Hauptkomponente, die in den Faecesidentifiziert wurde. Im Urin wurde kein unverändertes Axitinib gefunden; Carboxylsäure- und
Sulfoxidmetaboliten waren für die Mehrheit der Radioaktivität im Urin verantwortlich. Im Plasmastellte der N-Glucoronid-Metabolit die vorherrschende radioaktive Komponente dar (50 % derzirkulierenden Radioaktivität), und jeweils etwa 20 % der zirkulierenden Radioaktivität stammten vonunverändertem Axitinib und dem Sulfoxidmetaboliten.
Im Vergleich zu Axitinib zeigen die Sulfoxid- und N-Glucuronid-Metaboliten in vitro eine etwa400-fach bzw. 8.000-fach niedrigere Potenz gegen VEGFR-2.
Besondere BevölkerungsgruppenÄltere Patienten, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit
Pharmakokinetische Populationsanalysen an Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankung(einschließlich fortgeschrittenem RCC) und an gesunden Freiwilligen zeigen, dass es keine klinischrelevanten Einflüsse durch Alter, Geschlecht, Körpergewicht, ethnische Zugehörigkeit,
Nierenfunktion, UGT1A1-Genotyp oder CYP2C19-Genotyp gibt.
Kinder und JugendlicheAxitinib wurde nicht an Patienten im Alter < 18 Jahre untersucht.
LeberfunktionsstörungIn-vitro- und In-vivo-Daten zeigen, dass Axitinib hauptsächlich in der Leber metabolisiert wird.
Im Vergleich zu Probanden mit normaler Leberfunktion war nach einer Einzeldosis Axitinib diesystemische Exposition bei Probanden mit leichter Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A)ähnlich und bei Probanden mit mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) höher (etwazweimal). An Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) wurde Axitinibnicht untersucht und sollte in dieser Patientengruppe nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2 für
Empfehlungen zur Dosisanpassung).
NierenfunktionsstörungIm Urin fand sich kein unverändertes Axitinib.
Bei Probanden mit Nierenfunktionsstörung wurde Axitinib nicht untersucht. In klinischen Studien mit
Axitinib zur Behandlung von Patienten mit RCC waren Patienten mit einem Serumkreatinin > 1,5-maldes ULN oder einer berechneten Kreatinin-Clearance < 60 ml/min ausgeschlossen.
Pharmakokinetische Populationsanalysen zeigten, dass die Axitinib-Clearance bei Probanden mit
Nierenfunktionsstörung nicht verändert wurde und dass keine Dosisanpassung von Axitiniberforderlich ist.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Toxizität bei wiederholter GabeDie wichtigsten Toxizitätsergebnisse an Mäusen und Hunden nach wiederholter Gabe über bis zu9 Monate betrafen den Gastrointestinaltrakt sowie die hämatopoetischen, reproduktiven, skelettalenund dentalen Systeme. Das Expositionsniveau, bei dem keine Nebenwirkungen beobachtet wurden(No Observed Adverse Effect Levels [NOAEL]), war ungefähr äquivalent zu oder unterhalb derhumanen Exposition, die bei der empfohlenen klinischen Startdosis (basierend auf den Höhen der
AUC) erwartet wird.
KanzerogenitätEs wurden keine Kanzerogenitätsstudien mit Axitinib durchgeführt.
GenotoxizitätIn konventionellen In-vitro-Untersuchungen zur Genotoxizität war Axitinib nicht mutagen oderklastogen. In vitro wurde bei Konzentrationen > 0,22 µg/ml ein Anstieg an Polyploidien beobachtet.
Eine Zunahme an polychromatischen Erythrozyten mit Mikronuklei wurde in vivo beobachtet, wobeidas Expositionsniveau, bei dem keine Auswirkungen beobachtet wurden (No Observed Effect Level[NOEL]), beim 69-Fachen der erwarteten humanen Exposition lag. Die Ergebnisse zur Genotoxizitätwerden bei Expositionshöhen, die beim Menschen beobachtet werden, als nicht klinisch relevanterachtet.
ReproduktionstoxizitätMit Axitinib in Zusammenhang stehende Befunde der Hoden und Nebenhoden umfasstenvermindertes Organgewicht, Atrophie oder Degeneration, verminderte Anzahl an Keimzellen,
Hypospermie oder anormale Spermienformen und verminderte Spermiendichte und -anzahl. Diese
Befunde wurden an Mäusen bei Expositionshöhen beobachtet, die etwa dem 12-Fachen der erwartetenhumanen Exposition entsprachen, und an Hunden bei Expositionshöhen unterhalb der erwartetenhumanen Exposition. Es gab keinen Einfluss auf die Paarung oder Fruchtbarkeit bei männlichen
Mäusen bei Expositionshöhen, die etwa dem 57-Fachen der erwarteten humanen Expositionentsprachen. Ergebnisse bei Weibchen umfassten Zeichen einer verzögerten sexuellen Reife,verringerte oder nicht vorhandenes Corpus luteum, verminderte Uterusgewichte und Uterusatrophiebei Expositionen ungefähr äquivalent zu der erwarteten humanen Exposition. Bei Expositionshöhenvon etwa dem 10-Fachen der erwarteten humanen Exposition bei der niedrigsten Dosis wurde bei allenuntersuchten Dosierungen eine verringerte Fertilität und embryonale Lebensfähigkeit der weiblichen
Mäuse beobachtet.
Bei schwangeren Mäusen, die Axitinib ausgesetzt waren, fand sich bei Expositionshöhen, dieunterhalb der erwarteten humanen Exposition lagen, ein erhöhtes Auftreten von Fehlbildungen der
Gaumenspalte und Variationen des Skeletts, einschließlich verzögerter Ossifikation.
Toxizitätsergebnisse an juvenilen Tieren
Bei Mäusen und Hunden, die Axitinib über mindestens 1 Monat mit Expositionshöhen etwa 6-fachhöher als die erwartete humane Exposition erhielten, wurden reversible Physendysplasien beobachtet.
Bei Mäusen, die über mehr als 1 Monat mit Expositionshöhen behandelt wurden, die ähnlich denender erwarteten humanen Exposition waren, wurde partiell reversibler Zahnkaries beobachtet. Andere
Toxizitäten, die für Kinder und Jugendliche potenziell bedenklich wären, wurden bei juvenilen Tierennicht festgestellt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernMikrokristalline Cellulose
Lactose-Monohydrat
Croscarmellose-Natrium
Magnesiumstearat
Filmüberzug der Tablette
Hypromellose 2910 (15 mPa·s)
Titandioxid (E 171)
Lactose-Monohydrat
Triacetin (E 1518)
Eisen(III)-oxid (E 172)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Inlyta 1 mg Filmtablette
Aluminium/ Aluminium-Blisterpackung mit 14 Filmtabletten. Jede Packung enthält 28 oder56 Filmtabletten.
HDPE-Flasche mit einem Silicagel-Trocknungsmittel und einem Polypropylen-Verschluss, die180 Filmtabletten enthält.
Inlyta 3 mg Filmtablette
Aluminium/ Aluminium-Blisterpackung mit 14 Filmtabletten. Jede Packung enthält 28 oder56 Filmtabletten.
HDPE-Flasche mit einem Silicagel-Trocknungsmittel und einem Polypropylen-Verschluss, die60 Filmtabletten enthält.
Inlyta 5 mg Filmtablette
Aluminium/ Aluminium-Blisterpackung mit 14 Filmtabletten. Jede Packung enthält 28 oder56 Filmtabletten.
HDPE-Flasche mit einem Silicagel-Trocknungsmittel und einem Polypropylen-Verschluss, die60 Filmtabletten enthält.
Inlyta 7 mg Filmtablette
Aluminium/ Aluminium-Blisterpackung mit 14 Filmtabletten. Jede Packung enthält 28 oder56 Filmtabletten.
HDPE-Flasche mit einem Silicagel-Trocknungsmittel und einem Polypropylen-Verschluss, die60 Filmtabletten enthält.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 171050 Brüssel
Belgien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
Inlyta 1 mg Filmtabletten
EU/1/12/777/001
EU/1/12/777/002
EU/1/12/777/003
Inlyta 3 mg Filmtabletten
EU/1/12/777/007
EU/1/12/777/008
EU/1/12/777/009
Inlyta 5 mg Filmtabletten
EU/1/12/777/004
EU/1/12/777/005
EU/1/12/777/006
Inlyta 7 mg Filmtabletten
EU/1/12/777/010
EU/1/12/777/011
EU/1/12/777/012
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 03. September 2012
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 22. Mai 2017
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.