Angewendet bei: kleinzelliges Lungenkarzinom im Stadium extensive disease nach platinbasierter Chemotherapie
Art der Anwendung: Infusion
Substanz: Tarlatamab (bispezifischer T-Zell-Engager-Antikörper)
ATC: L01FX33 (ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | Monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate | Andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate)
Dieses Arzneimittel kann die Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
Während der Behandlung ist eine zuverlässige Verhütung erforderlich.
Dieses Arzneimittel während der Stillzeit nicht anwenden.
Dieses Arzneimittel kann die Leber beeinträchtigen.
Dieses Arzneimittel kann das Infektionsrisiko erhöhen.
Dieses Arzneimittel kann die Anzahl der Blutzellen verringern.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Während der Behandlung können regelmäßige Laboruntersuchungen erforderlich sein.
Dieses Arzneimittel kann Nerven oder das Nervensystem beeinträchtigen.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Dieses Arzneimittel kann die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen.
Tarlatamab ist ein Krebsarzneimittel für Erwachsene mit kleinzelligem Lungenkrebs im ausgedehnten Stadium, wenn die Erkrankung nach einer platinhaltigen Chemotherapie fortgeschritten ist. Es handelt sich um einen bispezifischen Antikörper, der an DLL3 auf Tumorzellen und an CD3 auf T-Zellen bindet. Dadurch werden Immunzellen an den Tumor herangeführt und können Krebszellen gezielter angreifen.
Die Behandlung erfolgt als intravenöse Infusion in einer spezialisierten onkologischen Einrichtung. Vor der Infusion können Begleitmedikamente, Flüssigkeitsgabe, Blutuntersuchungen und eine Beobachtung in Klinik oder Krankenhaus erforderlich sein. Das genaue Schema legt das Behandlungsteam fest.
Die wichtigsten Risiken sind ein Zytokinfreisetzungssyndrom und neurologische Reaktionen. Weitere Nebenwirkungen können Müdigkeit, Appetitminderung, Geschmacksstörungen, Verstopfung, Übelkeit, Blutarmut, niedrige weiße Blutkörperchen, Infektionen und veränderte Leberwerte sein.
Patienten und Angehörige sollten Warnzeichen kennen, die sofort ärztlich abgeklärt werden müssen: Fieber, zunehmende Atemnot, starker Schwindel, Verwirrtheit, plötzliche Schwäche, starke Kopfschmerzen oder Infektzeichen. Tarlatamab ist kein gewöhnliches Arzneimittel für die selbstständige Anwendung zu Hause, sondern erfordert ein erfahrenes Team, engmaschige Kontrolle und rasches Melden neuer Beschwerden.