Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels FERTAVID 75UI / 0.5ml injektionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Fertavid 150 IE/0,18 ml Injektionslösung
Fertavid 300 IE/0,36 ml Injektionslösung
Fertavid 600 IE/0,72 ml Injektionslösung
Fertavid 900 IE/1,08 ml Injektionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Fertavid 150 IE/0,18 ml Injektionslösung
Eine Patrone enthält eine Nettogesamtdosis von 150 IE rekombinantem follikelstimulierendem
Hormon (FSH) in 0,18 ml wässriger Lösung. Die Injektionslösung enthält den Wirkstoff
Follitropin beta, das gentechnologisch mittels einer Ovarialzelllinie des chinesischen Hamsters (CHO)hergestellt wird. Die Konzentration beträgt 833 IE/ml wässriger Lösung. Diese Konzentrationentspricht 83,3 Mikrogramm Protein/ml (die spezifische In-vivo-Bioaktivität entspricht etwa10.000 IE FSH/mg Protein).
Fertavid 300 IE/0,36 ml Injektionslösung
Eine Patrone enthält eine Gesamtdosis von 300 IE rekombinantem follikelstimulierendem Hormon(FSH) in 0,36 ml wässriger Lösung. Die Injektionslösung enthält den Wirkstoff Follitropin beta, dasgentechnologisch mittels einer Ovarialzelllinie des chinesischen Hamsters (CHO) hergestellt wird.
Die Konzentration beträgt 833 IE/ml wässriger Lösung. Diese Konzentration entspricht83,3 Mikrogramm Protein/ml (die spezifische In-vivo-Bioaktivität entspricht etwa 10.000 IE FSH/mg
Protein).
Fertavid 600 IE/0,72 ml Injektionslösung
Eine Patrone enthält eine Gesamtdosis von 600 IE rekombinantem follikelstimulierendem Hormon(FSH) in 0,72 ml wässriger Lösung. Die Injektionslösung enthält den Wirkstoff Follitropin beta, dasgentechnologisch mittels einer Ovarialzelllinie des chinesischen Hamsters (CHO) hergestellt wird.
Die Konzentration beträgt 833 IE/ml wässriger Lösung. Diese Konzentration entspricht83,3 Mikrogramm Protein/ml (die spezifische In-vivo-Bioaktivität entspricht etwa 10.000 IE FSH/mg
Protein).
Fertavid 900 IE/1,08 ml Injektionslösung
Eine Patrone enthält eine Gesamtdosis von 900 IE rekombinantem follikelstimulierendem Hormon(FSH) in 1,08 ml wässriger Lösung. Die Injektionslösung enthält den Wirkstoff Follitropin beta, dasgentechnologisch mittels einer Ovarialzelllinie des chinesischen Hamsters (CHO) hergestellt wird.
Die Konzentration beträgt 833 IE/ml wässriger Lösung. Diese Konzentration entspricht83,3 Mikrogramm Protein/ml (die spezifische In-vivo-Bioaktivität entspricht etwa 10.000 IE FSH/mg
Protein).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Injektion, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung (Injektionszubereitung).
Klare und farblose Lösung.
In Patronen zur Anwendung mit einem Pen-Injektor.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Bei erwachsenen Frauen:
Fertavid wird zur Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit bei folgenden klinischen
Erscheinungsbildern angewandt:
- Anovulation (einschließlich Syndrom der polyzystischen Ovarien, PCOS) bei Frauen, die aufeine Behandlung mit Clomifencitrat nicht ansprechen.
- Kontrollierte ovarielle Überstimulation zur Induktion der Entwicklung multipler Follikel im
Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin (z. B. In-vitro-Fertilisation/Embryotransfer[IVF/ET], intratubarer Gametentransfer [GIFT] und intrazytoplasmatische Spermieninjektion[ICSI]).
Bei erwachsenen Männern:
- Durch hypogonadotropen Hypogonadismus bedingte unzureichende Spermatogenese.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Fertavid sollte unter der Aufsicht eines Arztes eingeleitet werden, der in der
Behandlung von Fertilitätsstörungen erfahren ist.
Die erste Injektion von Fertavid darf nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen.
DosierungDosierung bei Frauen
Ein einheitliches Dosierungsschema kann aufgrund der großen inter- und intraindividuellen
Unterschiede in der Reaktion der Ovarien auf exogen zugeführte Gonadotropine nicht angegebenwerden. Die Dosierung sollte deshalb individuell je nach ovarieller Reaktion erfolgen. Dazu sind
Ultraschalluntersuchungen der Follikelentwicklung erforderlich. Die gleichzeitige Bestimmung der
Estradiol-Spiegel im Serum kann ebenfalls sinnvoll sein.
Beim Einsatz des Pen-Injektors sollte bedacht werden, dass der Pen ein Präzisionsinstrument ist, dasgenau die Dosis abgibt, auf die er eingestellt ist. Erfahrungsgemäß wird im Vergleich zu einerkonventionellen Spritze mit dem Pen eine im Durchschnitt 18 % höhere Menge von FSH abgegeben.
Dies kann insbesondere beim Wechsel zwischen Pen-Injektor und konventioneller Spritze innerhalbeines Behandlungszyklus von Bedeutung sein. Vor allem beim Wechsel von der Spritze zum Penkönnen kleinere Dosisanpassungen notwendig sein, um die Verabreichung von zu hohen Dosen zuvermeiden.
Basierend auf den Ergebnissen von klinischen Vergleichsstudien wird empfohlen, Fertavid in einerniedrigeren Gesamtdosis und über eine kürzere Behandlungsdauer anzuwenden, als es für urinäres
FSH üblich ist, um einerseits die Follikelentwicklung zu optimieren und um andererseits das Risikoder unerwünschten ovariellen Überstimulation zu verringern (siehe Abschnitt 5.1).
Die klinischen Erfahrungen mit Fertavid beruhen für beide Anwendungsgebiete auf bis zu drei
Behandlungszyklen. Die bisherige Erfahrung bei der IVF zeigt, dass im Allgemeinen die Erfolgsrateder Behandlung während der ersten vier Behandlungszyklen konstant bleibt und danach langsamabnimmt.
- Anovulation
Es wird eine Sequentialtherapie empfohlen, beginnend mit einer täglichen Dosis von 50 IE
Fertavid über mindestens 7 Tage. Falls keine ovarielle Reaktion erfolgt, wird die tägliche Dosis
Schritt für Schritt erhöht, bis Follikelwachstum und/oder die Estradiolplasmaspiegel auf eineadäquate pharmakodynamische Reaktion hinweisen. Ein täglicher Anstieg der Estradiol-
Konzentration von 40 bis 100 % wird als optimal angesehen. Diese tägliche Dosis wird solange beibehalten, bis präovulatorische Bedingungen erreicht sind, d. h., wenn sonographischein Leitfollikel mit einem Durchmesser von mindestens 18 mm gefunden wird und/oder die
Estradiolplasmaspiegel 300 bis 900 Picogramm/ml (1.000 bis 3.000 pmol/l) betragen.
Normalerweise ist hierzu eine Behandlungsdauer von 7 bis 14 Tagen ausreichend. Die
Behandlung mit Fertavid ist damit beendet, und die Ovulation wird mit humanem
Choriongonadotropin (hCG) ausgelöst.
Sofern die Anzahl reagierender Follikel zu hoch ist oder die Estradiolspiegel zu schnellansteigen, d. h., wenn mehr als eine tägliche Verdoppelung der Estradiolspiegel an 2 oder 3aufeinander folgenden Tagen zu beobachten ist, muss die tägliche Dosis reduziert werden.
Da Follikel mit mehr als 14 mm Durchmesser zu Schwangerschaften führen können, besteht beider Reifung von mehreren Follikeln mit mehr als 14 mm Durchmesser ein Risiko für
Mehrlingsschwangerschaften. In diesem Fall sollte zur Vermeidung von
Mehrlingsschwangerschaften kein hCG gegeben werden.
- Kontrollierte ovarielle Überstimulation im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin
Unterschiedliche Stimulationsschemata sind gebräuchlich. Als Initialdosis werden, zumindestan den ersten 4 Tagen, 100 bis 225 IE empfohlen. Danach kann die Dosis, je nach ovarieller
Reaktion, individuell angepasst werden. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass eine
Erhaltungsdosis von 75 bis 375 IE über 6 bis 12 Tage ausreichend ist, obwohl auch eine längere
Behandlung notwendig sein kann.
Fertavid kann entweder allein oder, um eine vorzeitige Luteinisierung zu verhindern, in
Kombination mit einem GnRH-Agonisten oder -Antagonisten verabreicht werden. Wenn ein
GnRH-Agonist eingesetzt wird, kann eine höhere Gesamtdosis von Fertavid notwendig sein,um eine ausreichende Follikelreaktion zu erzielen.
Die ovarielle Reaktion wird mittels Ultraschalluntersuchungen überwacht. Die gleichzeitige
Bestimmung der Estradiol-Spiegel im Serum kann ebenfalls sinnvoll sein.. Wenn mittels
Ultraschalluntersuchungen mindestens 3 Follikel mit einem Durchmesser von 16 bis 20 mmgefunden werden und eine adäquate Estradiolreaktion nachgewiesen ist (Plasmaspiegel vonetwa 300 bis 400 Picogramm/ml [1.000 bis 1.300 pmol/l] für jeden Follikel mit einem
Durchmesser von mehr als 18 mm), wird die abschließende Phase der Follikelreifung mit hCGinduziert. Die Eizellen werden 34 bis 35 Stunden später gewonnen.
Dosierung bei Männern
Fertavid sollte in einer Dosierung von 450 IE pro Woche verabreicht werden, möglichst aufgeteilt in 3
Dosen von jeweils 150 IE, zusammen mit hCG. Die Behandlung mit Fertavid und hCG solltemindestens 3 bis 4 Monate fortgesetzt werden, bevor eine Verbesserung der Spermatogenese erwartetwerden kann. Es wird empfohlen, zur Beurteilung des Ansprechens etwa 4 bis 6 Monate nach
Therapiebeginn ein Spermiogramm zu erstellen. Falls ein Patient bis zu dieser Zeit nicht auf die
Behandlung angesprochen hat, kann die Kombinationstherapie fortgesetzt werden; aktuelle klinische
Erfahrungen zeigen, dass eine Behandlung von bis zu 18 Monaten oder länger erforderlich sein kann,um eine Spermatogenese zu erreichen.
Kinder und JugendlicheEs gibt keinen relevanten Nutzen von Fertavid im zugelassenen Anwendungsgebiet bei Kindern und
Jugendlichen.
Art der AnwendungFertavid Injektionslösung in Patronen wurde zur subkutanen Verabreichung mit dem Puregon Penentwickelt. Zur Vermeidung von Lipoatrophien sollte die Injektionsstelle gewechselt werden.
Bei Verwendung des Pens kann die Injektion von Fertavid auch durch den Patienten erfolgen,vora usgesetzt, dass eine angemessene Unterweisung durch einen Arzt vorgenommen wird.
4.3 Kontraindikationen
Bei Männern und Frauen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
- Tumoren der Ovarien, der Mammae, des Uterus, der Testes, der Hypophyse oder des
Hypothalamus.
- Primärer Hypogonadismus.
Zusätzlich bei Frauen
- Nicht abgeklärte vaginale Blutungen.
- Ovarialzysten oder vergrößerte Ovarien, außer bei dem Syndrom polyzystischer Ovarien(PCOS).
- Missbildungen von Geschlechtsorganen, die eine Schwangerschaft nicht zulassen.
- Uterusmyome, die eine Schwangerschaft nicht zulassen.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Überempfindlichkeitsreaktionen auf Antibiotika
- Fertavid kann Spuren von Streptomycin und/oder Neomycin enthalten. Diese Antibiotikakönnen bei entsprechend sensibilisierten Personen Überempfindlichkeitsreaktionenhervorrufen.
Beurteilung der Infertilität vor Behandlungsbeginn
- Vor Behandlungsbeginn sollte die Infertilität des Paares soweit erforderlich beurteilt werden.
Insbesondere sollten die Patienten hinsichtlich Schilddrüsenunterfunktion,
Nebennierenrindeninsuffizienz, Hyperprolaktinämie und Tumoren der Hypophyse oder des
Hypothalamus untersucht werden und eine entsprechende spezifische Behandlung erhalten.
Bei Frauen
Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)
OHSS ist ein medizinisches Ereignis, das sich von einer unkomplizierten Vergrößerung der Ovarienunterscheidet. Klinische Anzeichen und Symptome eines leichten und mittelschweren OHSS sind
Abdominalschmerz, Übelkeit, Diarrhö, geringe bis mäßige Vergrößerung der Ovarien und
Ovarialzysten. Ein schweres OHSS kann lebensbedrohlich sein. Klinische Anzeichen und Symptomeeines schweren OHSS sind große Ovarialzysten, akuter Abdominalschmerz, Aszites, Pleuraerguss,
Hydrothorax, Dyspnoe, Oligurie, hämatologische Befunde und Gewichtszunahme. In seltenen Fällenkönnen venöse oder arterielle Thromboembolien im Zusammenhang mit einem OHSS auftreten. Im
Zusammenhang mit einem OHSS wurde auch über vorübergehende abnorme Leberwerte berichtet, dieauf eine Leberfunktionsstörung mit oder ohne morphologische Veränderungen in der Leberbiopsiehindeuten.
Ein OHSS kann durch Verabreichung von humanem Choriongonadotropin (hCG) und durch eine
Schwangerschaft (endogenes hCG) hervorgerufen werden. Ein frühes OHSS tritt normalerweiseinnerhalb von 10 Tagen nach hCG-Verabreichung auf und kann mit einem übermäßigen Ansprechender Ovarien auf die Gonadotropin-Stimulation zusammenhängen. Ein spätes OHSS tritt mehr als10 Tage nach hCG-Verabreichung auf, als Folge hormoneller Veränderungen bei einer
Schwangerschaft. Aufgrund des Risikos für die Entwicklung eines OHSS sollten die Patientinnenüber mindestens zwei Wochen nach hCG-Verabreichung beobachtet werden.
Frauen mit bekannten Risikofaktoren für ein starkes Ansprechen der Ovarien können besondersanfäl lig für die Entwicklung eines OHSS während oder nach der Behandlung mit Fertavid sein. Bei
Frauen im ersten Zyklus der ovariellen Stimulation, deren Risikofaktoren nur teilweise bekannt sind,wird eine engmaschige Überwachung hinsichtlich früher Anzeichen und Symptome eines OHSSempfohlen.
Die aktuelle klinische Praxis zur Reduzierung des Risikos eines OHSS während der assistierten
Reproduktionstechnologie (ART) sollte befolgt werden. Die Einhaltung der empfohlenen Dosis von
Fertavid und des empfohlenen Behandlungsschemas sowie die sorgfältige Überwachung des
Ansprechens der Ovarien sind wichtig, um das Risiko eines OHSS zu verringern. Um das Risiko eines
OHSS zu überwachen, sollte vor und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung die
Follikelentwicklung mittels Ultraschall überprüft werden; die gleichzeitige Bestimmung der Estradiol-
Spiegel im Serum kann ebenfalls sinnvoll sein. Bei der ART besteht ein erhöhtes Risiko eines OHSSmit 18 oder mehr Follikeln mit einem Durchmesser von 11 mm oder mehr.
Falls sich ein OHSS entwickelt, sollte eine übliche und geeignete OHSS-Behandlung begonnen undweitergeführt werden.
Mehrlingsschwangerschaften
Mehrlingsschwangerschaften und -geburten wurden bei allen Gonadotropin-Behandlungen,einschließlich Follitropin beta, berichtet. Mehrlingsschwangerschaften (insbesondere bei erhöhter
Anzahl von Föten) steigern das Risiko von unerwünschten Folgen für Mutter (Komplikationenwährend der Schwangerschaft und Geburt) und Neugeborene (geringes Geburtsgewicht). Um das
Risiko von Mehrlingsschwangerschaften zu vermindern, kann bei anovulatorischen Frauen, die sicheiner Ovulationsinduktion unterziehen, die Überwachung der Follikelentwicklung mittelstransvaginaler Ultraschalluntersuchungen bei der Entscheidung helfen, ob mit dem Zyklusfortgefahren wird oder nicht. Die gleichzeitige Bestimmung der Estradiol-Spiegel im Serum kannebenfalls sinnvoll sein. Die Patienten sollten vor Beginn der Behandlung über das potentielle Risikofür Mehrlingsschwangerschaften aufgeklärt werden.
Bei Frauen, die sich dem Verfahren der Assistierten Reproduktionstechnik (ART) unterziehen, hängtdas Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft hauptsächlich von der Anzahl der transferierten
Embryonen ab. Bei Anwendung im Rahmen eines Ovulationsinduktionszyklus sollte eineentsprechende FSH-Dosisanpassung vorgenommen werden, um der Reifung von multiplen Follikelnvorzubeugen.
Ektopische Schwangerschaft
Unfruchtbare Frauen, die sich einer ART unterziehen, haben eine erhöhte Inzidenz für ektopische
Schwangerschaften. Es ist daher wichtig, so früh wie möglich sonographisch festzustellen, ob eineintrauterine Schwangerschaft vorliegt.
Spontanabort
Bei Frauen, die mit Hilfe der assistierten Reproduktion schwanger werden, ist die Abortrate höher alsin der übrigen Population.
Gefäßkomplikationen
Es wurde über thromboembolische Ereignisse sowohl in Verbindung mit als auch ohne OHSS nach
Behandlung mit Gonadotropinen, einschließlich Follitropin beta, berichtet. Eine in venösen oderarteriellen Blutgefäßen entstandene intravaskuläre Thrombose kann zu Mangeldurchblutunglebenswichtiger Organe und der Extremitäten führen. Bei Frauen mit allgemein bekannten
Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse, wie Ereignisse in der Eigen- oder
Familienanamnese, starkem Übergewicht oder einer Thrombophilie, kann eine Behandlung mit
Gonadotropinen, einschließlich Fertavid, dieses Risiko weiter erhöhen. Bei diesen Frauen muss der
Nutzen der Gonadotropin-Verabreichung, einschließlich Fertavid, gegen die Risiken abgewogenwerden. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass auch eine Schwangerschaft selbst ein erhöhtes
Thromboserisiko mit sich bringt.
Ange borene Missbildungen
Die Inzidenz von angeborenen Missbildungen nach einer ART kann etwas höher sein als bei dernatürlichen Empfängnis. Es wird angenommen, dass dies auf Unterschiede bei den Eltern (z. B. Alterder Mutter, Spermienqualität) und die höhere Inzidenz von Mehrlingsschwangerschaften zurück zuführen ist.
Ovarialtorsion
Über eine Ovarialtorsion wurde nach Behandlung mit Gonadotropinen, einschließlich
Follitropin beta, berichtet. Eine Ovarialtorsion kann auch mit anderen Risikofaktoren assoziiert sein,wie z. B. OHSS, Schwangerschaft, vorangegangene Bauchoperation, Ovarialtorsion in der
Vorgeschichte, frühere oder bestehende Ovarialzyste und polyzystische Ovarien. Eine Schädigung des
Ovars infolge mangelnder Blutzufuhr kann durch eine frühzeitige Diagnose und sofortige Detorsionbegrenzt werden.
Ovarielle und andere Neoplasmen des Reproduktionssystems
Es liegen Berichte über ovarielle Neoplasmen sowie andere Neoplasmen des Reproduktionssystems,sowohl benigne als auch maligne, bei Frauen vor, die sich zur Behandlung ihrer Infertilität mehreren
Behandlungsschemata unterzogen haben. Es ist nicht bewiesen, ob die Behandlung mit
Gonadotropinen das Risiko für diese Tumoren bei infertilen Frauen erhöht.
Andere Erkrankungen
Erkrankungen, die eine Kontraindikation in der Schwangerschaft darstellen, sollten vor der
Behandlung mit Fertavid ebenfalls beurteilt werden.
Bei Männern
Primäre Störung der Hodenfunktion
Erhöhte endogene FSH-Spiegel bei Männern deuten auf eine primäre Störung der Hodenfunktion hin.
Diese Patienten sprechen nicht auf eine Fertavid/hCG-Therapie an.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Bei gleichzeitiger Anwendung von Fertavid und Clomifencitrat kann sich die Follikelreaktionverstärken. Nach einer Hypophysendesensibilisierung mit einem GnRH-Agonisten kann eine höhere
Dosierung von Fertavid notwendig sein, um eine adäquate Follikelreifung zu erzielen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
FertilitätFertavid wird in der Behandlung von Frauen angewendet, die sich einer Ovulationsinduktion odereiner kontrollierten ovariellen Überstimulation im Rahmen einer assistierten Reproduktiontechnikunterziehen. Bei Männern wird Fertavid in der Therapie einer unzureichenden Spermatogeneseangewendet, die durch einen hypogonadotropen Hypogonadismus bedingt ist. Hinweise zur
Dosierung und Art der Anwendung finden sich in Abschnitt 4.2.
SchwangerschaftDie Anwendung von Fertavid während der Schwangerschaft ist nicht indiziert. Falls es zu einerversehentlichen Exposition während einer Schwangerschaft kommt, können die vorliegendenklinischen Daten eine Teratogenität des rekombinanten FSH nicht ausschließen. Bis jetzt wurdenkeine Missbildungen gemeldet. In Tierversuchen wurden keine teratogenen Effekte beobachtet.
StillzeitEs liegen keine Informationen aus klinischen Studien oder Studien an Tieren darüber vor, ob
Follitropin beta in die Muttermilch übergeht. Aufgrund des hohen Molekulargewichts von
Follitropin beta ist eine Milchgängigkeit beim Menschen unwahrscheinlich. Falls Follitropin betajedoch in die Muttermilch überginge, würde es im Magen-Darm-Trakt des Kindes abgebaut werden.
Folli tropin beta kann die Bildung der Muttermilch beeinträchtigen.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenFertavid hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Die intramuskuläre oder subkutane Anwendung von Fertavid kann zu lokalen Reaktionen an der
Injektionsstelle führen (bei 3 % aller behandelten Patienten). Der Großteil dieser lokalen Reaktionenwar leicht ausgeprägt und vorübergehend. Generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen wurdengelegentlich beobachtet (ca. 0,2 % aller mit Follitropin beta behandelten Patienten).
Behandlung von weiblichen Patienten:
Bei ca. 4 % der in klinischen Prüfungen mit Follitropin beta behandelten Frauen wurde über
Anzeichen und Symptome eines ovariellen Hyperstimulationssyndroms (OHSS) berichtet (siehe
Abschnitt 4.4). Zu den Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit diesem Syndrom stehen, gehören
Schmerzen im Beckenbereich und/oder Verstopfung, Bauchschmerzen und/oder Blähungen,
Beschwerden an der Brust und eine Vergrößerung der Eierstöcke.
Die Tabelle unten zeigt die Nebenwirkungen, die bei Frauen, die in klinischen Studien mit
Follitropin beta behandelt wurden, häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) bzw. gelegentlich (≥ 1/1.000 bis< 1/100) auftraten, geordnet nach Systemorganklasse und Häufigkeit.
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen
Nervensystems
Erkrankungen des Häufig Blähungen
Gastrointestinaltrakts Abdominalschmerzen
Gelegentlich Abdominelles Unwohlsein
ObstipationDiarrhöÜbelkeit
Erkrankungen der Häufig OHSS
Geschlechtsorgane und der Schmerzen im Beckenbereich
Brustdrüse
Gelegentlich Beschwerden an der Brust1
Metrorrhagie
Ovarialzyste
Vergrößerung der Ovarien
Torsion eines Ovars
Vergrößerung des Uterus
Vaginalblutung
Allgemeine Erkrankungen und Häufig Reaktionen an der
Beschwerden am Injektionsstelle2
Verabreichungsort
Gelegentlich Generalisierte Überempfind-lichkeitsreaktion31 Zu den Beschwerden an der Brust zählen Druckempfindlichkeit, Schmerzen und/oder Anschwellensowie schmerzende Mamillen.
2 Zu den lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle zählen Hämatome, Schmerzen, Rötung, Schwellungund Pruritus.
3 Zu der generalisierten Überempfindlichkeitsreaktion zählen Erytheme, Urtikaria, Exantheme und
Pruritus.Darü ber hinaus wurde über ektopische Schwangerschaften, Fehlgeburten und
Mehrlingsschwangerschaften berichtet. Diese werden mit der ART oder der anschließenden
Schwangerschaft in Verbindung gebracht.
In seltenen Fällen wurden Thromboembolien mit einer Follitropin beta/hCG-Therapie in Verbindunggebracht. Dies wurde auch während der Behandlung mit anderen Gonadotropinen beobachtet.
Behandlung von männlichen Patienten:
Die Tabelle unten zeigt die Nebenwirkungen, die bei Männern, die in einer klinischen Studie mit
Follitropin beta behandelt wurden (30 behandelte Patienten), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) auftraten,geordnet nach Systemorganklasse und Häufigkeit.
Systemorganklasse Häufigkeit1 Nebenwirkung
Erkrankungen des Nervensystems Häufig Kopfschmerzen
Erkrankungen der Haut und des Häufig Akne
Unterhautzellgewebes Exanthem
Erkrankungen der Häufig Zyste des Nebenhodens
Geschlechtsorgane und der Gynäkomastie
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen und Häufig Reaktion an der
Beschwerden am Injektionsstelle2
Verabreichungsort1 Nur einmal beschriebene Nebenwirkungen zählen bereits als 'häufig“, da schon eine einzelne Meldungeine Häufigkeit > 1 % ergibt.2 Zu den lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle zählen Induration und Schmerz.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Zur akuten Toxizität von Fertavid beim Menschen liegen keine Daten vor. Im Tierversuch war dieakute Toxizität von Fertavid und urinären Gonadotropinen sehr gering. Überhöhte Dosen von FSHkönnen zu einer Überstimulation der Ovarien führen (siehe Abschnitt 4.4).
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems,
Gonadotropine, ATC-Code: G03G A06
Fertavid enthält ein rekombinantes FSH, das mit rekombinanter DNA-Technologie hergestellt wird.
Dazu wird eine Ovarialzelllinie des chinesischen Hamsters, die mit einer Untereinheit des humanen
FSH-Gens transfiziert ist, verwendet. Die primäre Aminosäuresequenz ist mit der des natürlichenhumanen FSH identisch. Es ist allerdings bekannt, dass es geringe Unterschiede in der Struktur der
Kohlenhydratkette gibt.
WirkmechanismusFSH ist für das normale Wachstum und die Reifung der Follikel sowie für die Steroidproduktion der
Gonaden erforderlich. Bei der Frau sind die FSH-Spiegel für den Beginn und die Dauer der
Follikelentwicklung und deshalb auch für deren zeitlichen Verlauf sowie die Anzahl reifender
Folli kel verantwortlich. Fertavid kann daher in ausgewählten Fällen zur Stimulation der
Follikelentwicklung und der Steroidproduktion bei gestörter Funktion der Gonaden angewendetwerden. Darüber hinaus kann Fertavid zur Förderung einer multiplen Follikelentwicklung im Rahmender assistierten Reproduktion (z. B. In-vitro-Fertilisation/Embryotransfer [IVF/ET], intratubarer
Gametentransfer [GIFT] und intrazytoplasmatische Spermieninjektion [ICSI]) angewendet werden.
Im Anschluss an die Behandlung mit Fertavid gibt man im Allgemeinen hCG, um die letzte Phase der
Follikelreifung, die Wiederaufnahme der Meiose und die Ovulation auszulösen.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitIn klinischen Studien zum Vergleich von rekombinantem FSH (Follitropin beta) und urinärem FSH inder Anwendung zur kontrollierten ovariellen Stimulation bei Frauen, die an einem Programm zurassistierten Reproduktion (ART) teilnahmen, oder zur Ovulationsinduktion (siehe Tabellen 1 und 2),erwies sich Follitropin beta als wirkungsvoller als urinäres FSH. Dies zeigte sich daran, dass eineniedrigere Gesamtdosis und eine kürzere Behandlungsdauer erforderlich waren, um die
Follikelreifung auszulösen.
Bei der kontrollierten ovariellen Stimulation mit Follitropin beta konnten bei niedrigerer Gesamtdosisund kürzerer Behandlungsdauer mehr Oozyten gewonnen werden als mit urinärem FSH.
Tabelle 1: Ergebnisse der Studie 37.608 (randomisierte gruppenvergleichende klinische Studie zum
Vergleich der Sicherheit und Wirksamkeit von Follitropin beta und urinärem FSH in derkontrollierten ovariellen Stimulation).
Follitropin beta u-FSH(n = 546) (n = 361)
Mittlere Anzahl der punktierten Oozyten 10,84* 8,95
Mittlere Gesamtdosis (Anzahl der Ampullen mit 75 IE) 28,5* 31,8
Mittlere Dauer der FSH-Stimulation (in Tagen) 10,7* 11,3
* Die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen waren statistisch signifikant (p < 0,05).
Zur Ovulationsinduktion war mit Follitropin beta eine niedrigere mediane Gesamtdosis und einekürzere mediane Behandlungsdauer erforderlich als mit urinärem FSH.
Tabelle 2: Ergebnisse der Studie 37.609 (randomisierte gruppenvergleichende klinische Studie zum
Vergleich der Sicherheit und Wirksamkeit von Follitropin beta und urinärem FSH bei einer
Ovulationsinduktion).
Follitropin beta u-FSH(n = 105) (n = 66)
Mittlere Anzahl der 12 mm 3,6* 2,6
Follikel 15 mm 2,0 1,7 18 mm 1,1 0,9
Gesamtdosis (IE; Median)a 750* 1.035
Behandlungsdauer (in Tagen; Median)a 10,0* 13,0
* Die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen waren statistisch signifikant (p 0,05).a Frauen, bei denen eine Ovulation induziert wurde (Follitropin beta, n = 76; u-FSH, n = 42).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionNach subkutaner Injektion von Fertavid wird der maximale FSH-Plasmaspiegel innerhalb von etwa12 Stunden erreicht. Durch die verzögerte Freigabe am Injektionsort und eine
Eliminationshalbwertszeit von etwa 40 Stunden (12 bis 70 Stunden) bleiben die FSH-Spiegel für 24bis 4 8 Stunden erhöht. Infolge der relativ langen Eliminationshalbwertszeit sind die FSH-
Plasmaspiegel nach wiederholter Verabreichung der gleichen Dosis etwa 1,5- bis 2,5-mal höher alsnach Einmalgabe, wodurch sich therapeutische FSH-Konzentrationen erreichen lassen.
Die absolute Bioverfügbarkeit von subkutan verabreichtem Fertavid beträgt ungefähr 77 %.
Verteilung, Biotransformation und Elimination
Rekombinantes FSH ist biochemisch dem urinären humanen FSH sehr ähnlich und wird in gleicher
Weise verteilt, metabolisiert und ausgeschieden.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Nach einmaliger Verabreichung von Fertavid wurden bei Ratten keine toxisch relevanten Wirkungenfestgestellt. Auch bei wiederholter Verabreichung an Ratten (2 Wochen) und Hunde (13 Wochen) miteiner bis 100fach höheren als der beim Menschen angewandten Maximaldosis wurden keinesignifikanten toxischen Wirkungen ausgelöst. Fertavid zeigte weder im Ames-Test noch im In-vitro-
Chromosomen-Aberrations-Test mit humanen Lymphozyten mutagene Wirkungen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Fertavid Injektionslösung enthält:
SucroseNatriumcitrat
Methionin
Polysorbat 20BenzylalkoholWasser für Injektionszwecke.
Der pH-Wert wurde, sofern erforderlich, mit Natriumhydroxid und/oder Salzsäure eingestellt.
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
3 Jahre.
Das Arzneimittel kann nach Durchstechen der Gummieinlage der Patrone maximal 28 Tageaufbewahrt werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Die Patrone im Umkarton aufbewahren.
Zur Vereinfachung kann Fertavid vom Patienten einmalig für einen Zeitraum von maximal 3 Monatennicht über 25 °C gelagert werden.
Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Fertavid 150 IE/0,18 ml Injektionslösung0,18 ml Lösung in einer 1,5-ml-Patrone (Typ I Glas) mit grauem Gummikolben und einer
Aluminiumbördelkappe mit Gummieinlage.
Packungen mit einer Patrone und 3 Injektionsnadeln zur Anwendung mit dem Puregon Pen.
Die Patronen enthalten mindestens 225 IE FSH-Aktivität in 0,270 ml wässriger Lösung, ausreichendfür eine Nettogesamtdosis von 150 IE.
Fertavid 300 IE/0,36 ml Injektionslösung0,36 ml Lösung in einer 1,5-ml-Patrone (Typ I Glas) mit grauem Gummikolben und einer
Aluminiumbördelkappe mit Gummieinlage.
Packungen mit einer Patrone und 6 Injektionsnadeln zur Anwendung mit dem Puregon Pen.
Die Patronen enthalten mindestens 400 IE FSH-Aktivität in 0,480 ml wässriger Lösung, ausreichendfür eine Nettogesamtdosis von 300 IE.
Fertavid 600 IE/0,72 ml Injektionslösung0,72 ml Lösung in einer 1,5-ml-Patrone (Typ I Glas) mit grauem Gummikolben und einer
Aluminiumbördelkappe mit Gummieinlage.
Packungen mit einer Patrone und 6 Injektionsnadeln zur Anwendung mit dem Puregon Pen.
Die Patronen enthalten mindestens 700 IE FSH-Aktivität in 0,840 ml wässriger Lösung, ausreichendfür eine Nettogesamtdosis von 600 IE.
Fertavid 900 IE/1,08 ml Injektionslösung1,08 ml Lösung in einer 1,5-ml-Patrone (Typ I Glas) mit grauem Gummikolben und einer
Aluminiumbördelkappe mit Gummieinlage.
Packungen mit einer Patrone und 9 Injektionsnadeln zur Anwendung mit dem Puregon Pen.
Die Patronen enthalten mindestens 1.025 IE FSH-Aktivität in 1,230 ml wässriger Lösung, ausreichendfür eine Nettogesamtdosis von 900 IE.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungEs darf nur klare, partikelfreie Lösung verwendet werden.
Fertavid Injektionslösung wurde zur Anwendung mit dem Puregon Pen entwickelt. Die Hinweise zur
Handhabung des Pens müssen gewissenhaft befolgt werden.
Vor der Injektion sind Luftblasen aus der Patrone zu entfernen (siehe Hinweise zur Handhabung des
Pens).
Leere Patronen dürfen nicht wieder gefüllt werden.
Fertavid Patronen sind nicht dazu geeignet, den Inhalt mit anderen Arzneimitteln innerhalb der
Patronen zu mischen.
Gebrauchte Nadeln sind sofort nach der Injektion zu vernichten.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Merck Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 392031 BN Haarlem
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
Fertavid 150 IE/0,18 ml Injektionslösung
EU/1/09/510/016
Fertavid 300 IE/0,36 ml Injektionslösung
EU/1/09/510/017
Fertavid 600 IE/0,72 ml Injektionslösung
EU/1/09/510/018
Fertavid 900 IE/1,08 ml Injektionslösung
EU/1/09/510/019
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 19. März 2009
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 21. Februar 2014
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
TT. Monat JJJJ
Ausführliche Informationen zu diesen Arzneimitteln sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.