Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ERIVEDGE 150mg kapseln
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Erivedge 150 mg Hartkapseln
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Hartkapsel Erivedge enthält 150 mg Vismodegib.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 71,5 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Hartkapsel (Kapsel).
Pinkfarbenes, opakes Unterteil mit dem Aufdruck '150 mg“ und graues, opakes Oberteil mit dem
Aufdruck 'VISMO“, in schwarzer Tinte. Die Kapsel hat die ‚Größe 1‘ (Abmessungen19,0 mm x 6,6 mm).
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Erivedge wird angewendet bei erwachsenen Patienten mit:
* symptomatischem metastasiertem Basalzellkarzinom
* lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom, bei denen eine Operation oder Strahlentherapie nichtgeeignet ist (siehe Abschnitt 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Erivedge soll nur von einem oder unter Aufsicht eines spezialisierten Arztes verschrieben werden, derin der Behandlung der zugelassenen Indikation erfahren ist.
DosierungDie empfohlene Dosis beträgt eine 150-mg-Kapsel einmal täglich.
Vergessene DosenWenn eine Dosis vergessen wurde, sollen Patienten dazu angewiesen werden, die vergessene Dosisnicht nachträglich einzunehmen, sondern die Anwendung mit der nächsten Dosis wie geplantfortzusetzen.
Dauer der BehandlungIn klinischen Studien wurde die Behandlung mit Erivedge bis zur Krankheitsprogression oder bis zum
Auftreten nicht mehr tolerierbarer Nebenwirkungen fortgeführt. Behandlungsunterbrechungen von biszu 4 Wochen waren, je nach individueller Verträglichkeit, zulässig.
Der Nutzen einer Behandlungsfortsetzung soll regelmäßig bewertet werden, wobei die optimale
Behandlungsdauer von Patient zu Patient unterschiedlich ist.
Spezielle PatientengruppenÄltere PatientenBei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Von den insgesamt 138 Patienten, die in 4 klinische Studien zur Untersuchung von Erivedge beimfortgeschrittenen Basalzellkarzinom eingeschlossen waren, waren ungefähr 40 % ≥ 65 Jahre alt.
Bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit wurden keine Unterschiede zwischen diesen Patienten undjüngeren Patienten festgestellt.
NierenfunktionsstörungEs wird nicht erwartet, dass eine leichte oder mäßige Nierenfunktionsstörung die Elimination von
Vismodegib beeinflusst, und es ist keine Dosisanpassung erforderlich. Über Patienten mit schwerer
Nierenfunktionsstörung liegen nur sehr begrenzte Daten vor. Patienten mit schwerer
Nierenfunktionsstörung sollen engmaschig auf Nebenwirkungen überwacht werden.
LeberfunktionsstörungKeine Dosisanpassung ist erforderlich bei Patienten mit leichter, mäßiger oder schwerer
Leberfunktionsstörung, entsprechend den Kriterien der National Cancer Institute Organ Dysfunction
Working Group (NCI-ODWG) für Leberfunktionsstörungen (siehe Abschnitt 5.2):
* leicht: Gesamt-Bilirubin (TB) ≤ Obergrenze für Normalwerte (ULN), Aspartat-
Aminotransferase (AST) > ULN oder ULN < TB ≤ 1,5 x ULN, AST unerheblich
* mäßig: 1,5 x ULN < TB < 3 x ULN, AST unerheblich
* schwer: 3 x ULN < TB < 10 x ULN, AST unerheblich
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Erivedge ist bei Kindern und Jugendlichen im Alter unter18 Jahren nicht erwiesen.
Da Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bestehen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.3) darf dieses
Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren nicht angewendet werden.
Art der AnwendungErivedge ist zum Einnehmen. Die Kapseln müssen als Ganzes und mit Wasser geschluckt werden. Siekönnen zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Die
Kapseln dürfen nicht geöffnet werden, um eine unbeabsichtigte Exposition der Patienten und desmedizinischen Fachpersonals zu vermeiden.
4.3 Kontraindikationen
* Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
* Schwangere oder stillende Frauen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).
* Frauen im gebärfähigen Alter, die sich nicht an das Erivedge Schwangerschaftsverhütungs-
Programm halten (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).
* Gleichzeitige Anwendung von Johanniskraut (Hypericum perforatum) (siehe Abschnitt 4.5).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Embryofetaler Tod oder schwere Geburtsfehler
Die Anwendung von Erivedge bei Schwangeren kann zu embryofetalem Tod oder schweren
Geburtsfehlern führen (siehe Abschnitt 4.6). Bei verschiedenen Tierspezies ist gezeigt worden, dass
Hedgehog-Signaltransduktionsweg-Inhibitoren (siehe Abschnitt 5.1), wie z. B. Vismodegib,embryotoxisch und/oder teratogen sind und schwere Missbildungen, einschließlich kraniofaziale
Anomalien, Mittellinienfehlbildungen und Gliedmaßendefekte, verursachen können (siehe
Abschnitt 5.3). Erivedge darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden (siehe
Abschnitt 4.3).
Kriterien für eine Frau im gebärfähigen Alter (WCBP)
Eine WCBP wird im Erivedge Schwangerschaftsverhütungs-Programm folgendermaßen definiert:
* eine geschlechtsreife Frau, die
* während der letzten 12 aufeinanderfolgenden Monate mindestens eine Menstruationhatte,
* keiner Hysterektomie oder bilateralen Ovariektomie unterzogen wurde oder keinemedizinisch bestätigte, permanente, prämature Ovarialinsuffizienz hat,
* keinen XY-Genotyp besitzt, kein Turner-Syndrom oder eine Uterusagenesie hat,
* nach einer Krebstherapie, einschließlich einer Behandlung mit Erivedge, amenorrhoischwird.
HinweiseFür eine WCBP
Erivedge ist bei einer WCBP, die sich nicht an das Erivedge Schwangerschaftsverhütungs-Programmhält, kontraindiziert.
Eine WCBP muss verstehen, dass:
* Erivedge ein teratogenes Risiko für das ungeborene Kind darstellt,
* sie Erivedge nicht anwenden darf, wenn sie schwanger ist oder eine Schwangerschaft plant,
* sie innerhalb von 7 Tagen vor Einleitung der Behandlung mit Erivedge einen negativen
Schwangerschaftstest vorweisen muss, der unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wurde,
* sie während der Behandlung monatlich einen Schwangerschaftstest durchführen muss, auchwenn sie amenorrhoisch geworden ist,
* sie während der Behandlung mit Erivedge und noch 24 Monate nach ihrer letzten Dosis nichtschwanger werden darf,
* sie in der Lage sein muss, die empfohlenen Verhütungsmaßnahmen zu befolgen,
* sie während ihrer Behandlung mit Erivedge zwei der empfohlenen Verhütungsmethodenanwenden muss (siehe Abschnitt 'Verhütung“ unten und Abschnitt 4.6), es sei denn, sieverpflichtet sich, keinen Geschlechtsverkehr zu haben (vollständige Abstinenz),
* sie ihrem Arzt mitteilen muss, wenn während der Behandlung und 24 Monate nach ihrer letzten
Dosis, eines der folgenden Ereignisse auftritt:
* wenn sie schwanger wird oder glaubt schwanger zu sein,
* wenn ihre Menstruation überfällig ist,
* wenn sie keine Verhütungsmethoden mehr anwendet, es sei denn, sie verpflichtet sich,keinen Geschlechtsverkehr zu haben (vollständige Abstinenz),
* wenn sie während der Behandlung ihre Verhütungsmethode ändern muss.
* sie während und noch 24 Monate nach ihrer Behandlung mit Erivedge nicht stillen darf.
Für Männer
Vismodegib ist in den Spermien nachweisbar. Um eine potenzielle fetale Exposition während einer
Schwangerschaft zu vermeiden, muss ein männlicher Patient verstehen, dass:
* Erivedge ein teratogenes Risiko für das ungeborene Kind darstellt, wenn er ungeschützten
Geschlechtsverkehr mit einer schwangeren Frau hat,
* er immer die empfohlenen Verhütungsmethoden anwenden muss (siehe Abschnitt'Verhütung“ unten und Abschnitt 4.6),
* er seinen behandelnden Arzt informieren muss, wenn seine Partnerin während seiner
Behandlung mit Erivedge oder noch zwei Monate nach seiner letzten Dosis schwanger wird.
Für medizinisches Fachpersonal (MFP)
Das MFP muss die Patienten insoweit schulen, dass sie alle Verpflichtungen aus dem Erivedge
Schwangerschaftsverhütungs-Programm verstehen und anerkennen.
VerhütungWCBP
Weibliche Patienten müssen während der Behandlung mit Erivedge und noch 24 Monate nach derletzten Dosis zwei der empfohlenen Verhütungsmethoden anwenden, einschließlich einer sehrzuverlässigen Methode und einer Barrieremethode (siehe Abschnitt 4.6).
MännerMännliche Patienten müssen während der Behandlung mit Erivedge und noch zwei Monate nach derletzten Dosis beim Geschlechtsverkehr mit einer Frau immer ein Kondom (wenn verfügbar, mit
Spermiziden) anwenden, auch wenn bei ihnen eine Vasektomie durchgeführt wurde (siehe
Abschnitt 4.6).
Schwangerschaftstests
Bei einer WCBP soll innerhalb von 7 Tagen vor Einleitung der Behandlung und während der
Behandlung mit Erivedge monatlich ein Schwangerschaftstest unter ärztlicher Aufsicht durchgeführtwerden. Schwangerschaftstests sollen eine minimale Sensitivität von 25 mIE/ml, je nach lokaler
Verfügbarkeit, aufweisen. Patientinnen, die während der Behandlung mit Erivedge eine Amenorrhöentwickeln, müssen die monatlichen Schwangerschaftstests während der Behandlung fortsetzen.
Verschreibungs- und Abgabebeschränkungen bei WCBP
Die initiale Verschreibung und Abgabe von Erivedge soll innerhalb von maximal 7 Tagen nach einemnegativen Schwangerschaftstest erfolgen (Tag des Schwangerschaftstests = Tag 1). Die Verschreibungvon Erivedge sollte auf 28 Behandlungstage limitiert werden, und eine Fortsetzung der Behandlungerfordert eine neue Verschreibung.
Trainingsmaterialien
Zur Unterstützung des medizinischen Fachpersonals und der Patienten bei der Vermeidungembryonaler und fetaler Exposition gegenüber Erivedge wird der Inhaber der Zulassung
Trainingsmaterialien (Erivedge Schwangerschaftsverhütungs-Programm) zur Verfügung stellen, umdie potenziellen Risiken, die mit der Anwendung von Erivedge einhergehen, zu verdeutlichen.
Wirkungen auf die postnatale Entwicklung
Nach Exposition mit Erivedge wurde bei Kindern und Jugendlichen über einen vorzeitigen
Epiphysenschluss und eine frühzeitige Pubertät berichtet. Aufgrund der langen
Eliminationshalbwertszeit können diese Ereignisse auch nach Absetzen des Arzneimittels eintretenoder weiter fortschreiten. Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass Vismodegib schwere, irreversible
Veränderungen der wachsenden Zähne (Degeneration/Nekrose von Odontoblasten, Bildung vonflüssigkeitsgefüllten Zysten in der Zahnpulpa, Ossifikation des Wurzelkanals und Hämorrhagien) undein prämatures Schließen der epiphysären Wachstumsfuge bewirkt. Die Resultate zum vorzeitigen
Epiphysenschluss deuten auf ein potenzielles Risiko für Kleinwuchs und Zahndeformationen bei
Kleinkindern und Kindern hin (siehe Abschnitt 5.3).
Blutspende
Patienten sollen während der Behandlung mit Erivedge und noch 24 Monate nach der letzten Dosisvon Erivedge kein Blut spenden.
Samenspende
Männliche Patienten sollen während der Behandlung mit Erivedge und noch 2 Monate nach der letzten
Dosis von Erivedge keine Samen spenden.
WechselwirkungenEine gleichzeitige Behandlung mit starken CYP-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin oder
Phenytoin) soll vermieden werden, da das Risiko verringerter Plasmakonzentrationen und verringerter
Wirksamkeit von Vismodegib nicht ausgeschlossen werden kann (siehe auch Abschnitt 4.5).
Schwere kutane Nebenwirkungen
Bei Anwendung nach der Markteinführung wurden schwere kutane Nebenwirkungen (severecutaneous adverse reactions, SCARs), einschließlich Fällen von Stevens-Johnson-Syndrom/toxischerepidermaler Nekrolyse (SJS/TEN), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen
Symptomen (drug reactions with eosinophilia and systemic symptoms, DRESS) und akutergeneralisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich sein können, berichtet (siehe
Abschnitt 4.8). Wenn bei einem Patienten/einer Patientin eine dieser Reaktionen in Zusammenhangmit der Anwendung von Vismodegib aufgetreten ist, darf die Behandlung mit Vismodegib bei diesem
Patienten/dieser Patientin zu keinem Zeitpunkt wiederaufgenommen werden.
Sonstige BestandteileErivedge Kapseln enthalten Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-
Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses
Arzneimittel nicht anwenden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu‚natriumfrei‘.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkung gleichzeitig angewendeter Arzneimittel auf Vismodegib
Es werden keine klinisch bedeutsamen pharmakokinetischen (PK) Wechselwirkungen zwischen
Vismodegib und pH-Wert erhöhenden Stoffen erwartet. Die Ergebnisse einer klinischen Studie zeigteneine Abnahme der ungebundenen Wirkstoffkonzentrationen von Vismodegib um 33 % nach 7-tägigergleichzeitiger Behandlung mit 20 mg Rabeprazol (einem Protonenpumpenhemmer) - jeweils2 Stunden vor der Einnahme von Vismodegib gegeben. Es ist nicht zu erwarten, dass diese
Wechselwirkung klinisch signifikant ist.
Es werden keine klinisch bedeutsamen PK-Wechselwirkungen zwischen Vismodegib und CYP450-
Inhibitoren erwartet. Die Ergebnisse einer klinischen Studie zeigten eine Zunahme der ungebundenen
Wirkstoffkonzentrationen von Vismodegib um 57 % am siebten Tag nach gleichzeitiger Behandlungmit täglich 400 mg Fluconazol (einem moderaten CYP2C9-Inhibitor). Es ist jedoch nicht zu erwarten,dass diese Wechselwirkung klinisch signifikant ist. Die tägliche Gabe von 200 mg Itraconazol (einemstarken CYP3A4-Inhibitor) hatte keinen Einfluss auf die AUC0-24h von Vismodegib nach einer7-tägigen gleichzeitigen Behandlung bei gesunden Probanden.
Es sind keine klinisch bedeutsamen PK-Wechselwirkungen zwischen Vismodegib und P-gp-
Inhibitoren zu erwarten. Die Ergebnisse einer klinischen Studie zeigten bei gesunden Probanden keineklinisch signifikante PK-Wechselwirkung zwischen Vismodegib und Itraconazol (einem starken
P-Glykoprotein-Inhibitor).
Wenn Vismodegib gleichzeitig mit CYP-Induktoren angewendet wird (Rifampicin, Carbamazepin,
Phenytoin, Johanniskraut), kann die Verfügbarkeit von Vismodegib verringert sein (siehe
Abschnitte 4.3. und 4.4).
Wirkung von Vismodegib auf gleichzeitig angewendete Arzneimittel
Kontrazeptive Steroide
Ergebnisse einer Arzneimittelwechselwirkungsstudie bei Krebspatienten haben gezeigt, dass diesystemische Exposition von Ethinylestradiol und Norethindron bei gleichzeitiger Anwendung von
Vismodegib nicht verändert ist. Da die Wechselwirkungsstudie nur über einen Zeitraum von 7 Tagenlief, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vismodegib bei längerer Behandlung ein Induktor von
Enzymen ist, die kontrazeptive Steroide metabolisieren. Eine Induktion kann zu einem Abfall dersystemischen Exposition des kontrazeptiven Steroids und dadurch zu einer verringerten kontrazeptiven
Wirkung führen.
Wirkungen auf spezifische Enzyme und Transporter
Aus In-vitro-Studien geht hervor, dass Vismodegib das Potenzial besitzt, als Inhibitor des Brustkrebs-
Resistenz-Proteins (BCRP) zu agieren. In-vivo-Wechselwirkungsdaten sind nicht verfügbar. Es kannnicht ausgeschlossen werden, dass Vismodegib zu einer erhöhten Exposition von Arzneimitteln führenkann, die über dieses Protein transportiert werden, wie z. B. Rosuvastatin, Topotecan und Sulfasalazin.
Eine gleichzeitige Anwendung ist mit Vorsicht durchzuführen und eine Dosisanpassung kannnotwendig sein.
Es werden keine klinisch bedeutsamen PK-Wechselwirkungen zwischen Vismodegib und CYP450-
Substraten erwartet. In vitro war CYP2C8 die empfindlichste CYP-Isoform für die Vismodegib-
Inhibierung. Trotzdem haben Ergebnisse einer Arzneimittelwechselwirkungsstudie mit Krebspatientengezeigt, dass die systemische Exposition von Rosiglitazon (einem CYP2C8-Substrat) beigleichzeitiger Anwendung mit Vismodegib nicht verändert wird. Daher kann eine CYP-Enzym-
Inhibierung durch Vismodegib in vivo ausgeschlossen werden.
In vitro ist Vismodegib ein Inhibitor von OATP1B1. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass
Vismodegib die Exposition gegenüber Substraten von OATP1B1 erhöhen kann, wie z. B. Bosentan,
Ezetimib, Glibenclamid, Repaglinid, Valsartan und Statine. Besonders bei der Anwendung von
Vismodegib in Kombination mit einem Statin ist Vorsicht geboten.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter (WCBP)
Aufgrund des Risikos für durch Vismodegib verursachten embryofetalen Tod oder schwere
Geburtsfehler dürfen Frauen, die Erivedge einnehmen, nicht schwanger sein oder während der
Behandlung und noch 24 Monate nach der letzten Dosis schwanger werden (siehe Abschnitte 4.3 und4.4).
Erivedge ist bei WCBP, die sich nicht an das Erivedge Schwangerschaftsverhütungs-Programmhalten, kontraindiziert.
Bei Schwangerschaft oder überfälliger Menstruation
Wenn die Patientin schwanger wird, ihre Menstruation überfällig ist oder die Patientin aus anderen
Gründen vermutet, dass sie schwanger sein könnte, muss sie ihren behandelnden Arzt sofortinformieren.
Ein anhaltendes Ausbleiben der Menstruation muss während einer Behandlung mit Erivedge als
Hinweis für eine Schwangerschaft angesehen werden, bis eine medizinische Bewertung und
Bestätigung vorliegen.
Verhütung bei Männern und FrauenFrauen im gebärfähigen Alter (WCBP)
Eine WCBP muss in der Lage sein, die empfohlenen Verhütungsmaßnahmen zu befolgen. Sie musswährend der Behandlung mit Erivedge und noch 24 Monate nach Erhalt der letzten Dosis zwei derempfohlenen Verhütungsmethoden anwenden, einschließlich einer sehr zuverlässigen Methode undeiner Barrieremethode. WCBP, deren Menstruation unregelmäßig ist oder ausgesetzt hat, müssen die
Ratschläge zur wirksamen Empfängnisverhütung befolgen.
MännerVismodegib ist in den Spermien nachweisbar. Um eine potenzielle fetale Exposition während einer
Schwangerschaft zu vermeiden, müssen männliche Patienten während der Behandlung mit Erivedgeund noch 2 Monate nach der letzten Dosis beim Geschlechtsverkehr mit einer Frau immer ein
Kondom (wenn verfügbar, mit Spermiziden) anwenden, auch wenn bei ihnen eine Vasektomiedurchgeführt wurde.
Im Folgenden sind empfohlene, sehr zuverlässige Verhütungsmethoden aufgeführt:
* Injektion eines Hormondepots,
* Eileitersterilisation,
* Vasektomie,
* intrauterine Methoden.
Im Folgenden sind empfohlene Barrieremethoden aufgeführt:
* Jedes Kondom für den Mann (wenn verfügbar, mit Spermiziden),
* Diaphragma (wenn verfügbar, mit Spermiziden).
SchwangerschaftBei Anwendung an Schwangeren kann Erivedge zu embryofetalem Tod oder schweren Geburtsfehlernführen (siehe Abschnitt 4.4). Bei verschiedenen Tierarten wurde gezeigt, dass Hedgehog-
Signaltransduktionsweg-Inhibitoren (siehe Abschnitt 5.1) wie Vismodegib embryotoxisch und/oderteratogen sind und schwere Missbildungen, einschließlich kraniofaziale Anomalien,
Mittellinienfehlbildungen und Gliedmaßendefekte, verursachen können (siehe Abschnitt 5.3). Wennbei einer mit Erivedge behandelten Frau eine Schwangerschaft eintritt, muss die Behandlungumgehend abgebrochen werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, in welchen Mengen Vismodegib in die Muttermilch übertritt. Da Erivedge das
Potenzial besitzt, schwerwiegende Entwicklungsstörungen zu verursachen, dürfen Frauen während der
Einnahme von Erivedge und noch 24 Monate nach der letzten Dosis nicht stillen (siehe Abschnitte 4.3und 5.3).
FertilitätBeim Menschen kann die weibliche Fertilität durch die Behandlung mit Erivedge eingeschränkt sein(siehe Abschnitt 5.3). Die Reversibilität einer Fertilitätsstörung ist nicht bekannt. Zusätzlich wurde inklinischen Studien mit WCBP Amenorrhö beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Deshalb soll mit WCBP,vor Beginn einer Behandlung mit Erivedge, über Maßnahmen zur Erhaltung der Fertilität gesprochenwerden.
Bei Männern wird das Auftreten einer Fertilitätsstörung nicht erwartet (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenErivedge hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAWs), die bei ≥ 30 % der Patientenaufgetreten sind, waren Muskelspasmen (74,6 %), Alopezie (65,9 %), Dysgeusie (58,7 %),
Gewichtsverlust (50,0 %), Müdigkeit (47,1 %), Übelkeit (34,8 %) und Diarrhö (33,3 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenUAWs sind nachfolgend in Tabelle 1 nach Systemorganklassen und absoluter Häufigkeit aufgeführt.
Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100)
Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000)
Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die UAWs nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Die Sicherheit von Erivedge wurde in klinischen Studien mit 138 Patienten, die wegenfortgeschrittenem Basalzellkarzinom (aBCC), was sowohl das metastasierte BCC (mBCC) als auchdas lokal fortgeschrittene BCC (laBCC) einschließt, behandelt wurden, bewertet. In vier offenen,klinischen Studien der Phase I und II wurden Patienten mit mindestens einer Dosis Erivedge als
Monotherapie in Dosen von ≥ 150 mg behandelt. Dosen > 150 mg führten in klinischen Studien nichtzu höheren Plasmakonzentrationen und Patienten mit Dosen > 150 mg wurden in die Analyse miteingeschlossen. Zusätzlich wurde die Sicherheit in einer nach der Zulassung durchgeführten Studiebewertet. Diese Studie umfasste 1.215 Patienten mit aBCC, die bezüglich der Sicherheit auswertbarwaren und die mit 150 mg behandelt wurden. Allgemein war das beobachtete Sicherheitsprofil sowohlbei Patienten mit mBCC als auch bei Patienten mit laBCC und studienübergreifend vergleichbar, wieunten beschrieben.
Tabelle 1: UAWs bei Patienten, die mit Erivedge behandelt wurden
MedDRA SOK Sehr häufig Häufig Häufigkeit nicht bekannt
Endokrine Frühzeitige Pubertät****
Erkrankungen
Stoffwechsel- und Verminderter Dehydratation
Ernährungsstörungen Appetit
Erkrankungen des Dysgeusie Hypogeusie
Nervensystems Ageusie
Erkrankungen des Übelkeit Oberbauchschmerzen
Gastrointestinaltrakts Diarrhö Bauchschmerzen
ObstipationErbrechenDyspepsie
Leber- und Anstieg der Arzneimittelbedingter
Gallenerkrankungen Leberenzyme** Leberschaden*****
Erkrankungen der Alopezie Madarosis Stevens-Johnson Syndrom
Haut und des Pruritus Anormales (SJS)/toxische epidermale
Unterhautzellgewebes Ausschlag Haarwachstum Nekrolyse (TEN),
Arzneimittelexanthem mit
Eosinophilie undsystemischen Symptomen(DRESS) sowie akutegeneralisierteexanthematische Pustulose(AGEP)******
Skelettmuskulatur-, Muskelspasmen Rückenschmerzen Vorzeitiger
Bindegewebs- und Arthralgie Brustmuskelschmerzen Epiphysenschluss****
Knochenerkrankungen Schmerzen in Myalgieden Gliedmaßen Leistenschmerzen
Schmerzen des
Bewegungsapparates
Anstieg der
Kreatinphosphokinaseim Blut***
Erkrankungen der Amenorrhö*
Geschlechtsorgane undder Brustdrüse
MedDRA SOK Sehr häufig Häufig Häufigkeit nicht bekannt
Allgemeine Gewichtsverlust Asthenie
Erkrankungen und Müdigkeit
Beschwerden am Schmerzen
Verabreichungsort
Jegliche Berichterstattung basiert auf UAWs aller Grade, entsprechend den National Cancer Institute - Common
Terminology Criteria for Adverse Events,v3.0, außer an anders ausgewiesenen Stellen.
*Von den 138 Patienten mit fortgeschrittenem Basalzellkarzinom waren 10 WCBP. Bei drei dieser Frauen wurde
Amenorrhö beobachtet (30 %).
MedDRA = Medical Dictionary for Regulatory Activities.
**Einschließlich bevorzugter Bezeichnungen: pathologischer Leberfunktionstest, Blut-Bilirubin erhöht, Gamma-
Glutamyl-Transferase erhöht, Aspartataminotransferase erhöht, alkalische Phosphatase erhöht, Leberenzyme erhöht.
*** Beobachtet bei 1.215 bezüglich der Sicherheit auswertbaren Patienten in einer nach der Zulassung durchgeführten
Studie.
**** Nach Markteinführung wurde über Einzelfälle bei Patienten mit Medulloblastom berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
***** Nach Markteinführung wurde über Fälle von Arzneimittelbedingtem Leberschaden berichtet.
****** Nach Markteinführung wurde über Fälle von schweren kutanen Nebenwirkungen (SCARs, einschließlich
SJS/TEN, DRESS sowie AGEP) berichtet.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Erivedge wurde in Dosen, die 3,6-mal höher waren als die empfohlene Dosis von 150 mg täglich,angewendet. In diesen klinischen Studien wurde kein Anstieg der Plasmaspiegel von Vismodegib oderder Toxizität beobachtet.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, andere antineoplastische Mittel, ATC-
Code: L01XJ01.
WirkmechanismusVismodegib ist ein oral verfügbarer, niedermolekularer Inhibitor des Hedgehog-
Signaltransduktionsweges. Das über das Hedgehog-Transmembranprotein-Smoothened (SMO)abgegebene Hedgehog-Transduktionssignal führt zur Aktivierung und nuklearen Lokalisierung der
Gliom-assoziierten Onkogen(GLI-) Transkriptionsfaktoren und der Aktivierung der Hedgehog-
Zielgene. Viele dieser Gene sind an der Proliferation, dem Überleben und der Differenzierungbeteiligt. Vismodegib bindet und hemmt das SMO-Protein und blockiert dadurch die Hedgehog-
Signaltransduktion.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitBei der Pivotalstudie ERIVANCE BCC (SHH4476g) handelt es sich um eine internationale,einarmige, multizentrische 2-Kohorten-Studie. Ein metastasiertes Basalzellkarzinom wurde definiertals ein Basalzellkarzinom, das sich zusätzlich zur Haut auch in andere Körperteile, darunter
Lymphknoten, Lunge, Knochen und/oder innere Organe, ausgebreitet hat. Patienten mit laBCC hatten
Hautläsionen, die nicht operativ entfernt werden konnten (inoperabel, mehrfach rezidivierend, wenneine Heilung durch Resektion als unwahrscheinlich angesehen wurde oder wenn eine Operation zustarker Deformierung oder Morbidität geführt hätte) und bei denen eine Strahlentherapie nichterfolgreich, kontraindiziert oder ungeeignet war. Vor Studieneinschluss wurde die Diagnose
Basalzellkarzinom histologisch bestätigt. Patienten mit Gorlin-Syndrom, die mindestens einfortgeschrittenes Basalzellkarzinom hatten und die Einschlusskriterien erfüllten, kamen für eine
Studienteilnahme in Frage. Die Patienten wurden täglich mit einer Dosis Erivedge 150 mg zum
Einnehmen behandelt.
Das mittlere Alter der Patienten, bei denen die Wirksamkeit bewertet werden konnte, lag bei 62 Jahren(46 % waren älter als 65 Jahre), 61 % waren männlich und 100 % kaukasisch. In der Kohorte mitmBCC hatten 97 % der Patienten vorangegangene Behandlungen erhalten, einschließlich Operation(97 %), Strahlentherapie (58 %) und systemische Therapien (30 %). In der Kohorte mit laBCC(n = 63) hatten 94 % der Patienten vorangegangene Behandlungen erhalten, einschließlich Operation(89 %), Strahlentherapie (27 %) und systemische/topische Therapien (11 %). Die mediane Dauer der
Behandlung bei allen Patienten betrug 12,9 Monate (zwischen 0,7 und 47,8 Monaten).
Der primäre Endpunkt war die objektive Ansprechrate (ORR), bewertet durch eine unabhängige
Prüfungseinrichtung (Independent Review Facility, IRF), zusammengefasst in Tabelle 2. Dasobjektive Ansprechen wurde als vollständiges oder partielles Ansprechen definiert, das an zweiaufeinanderfolgenden Bewertungszeitpunkten, die mindestens 4 Wochen auseinanderlagen,festgestellt wurde. In der mBCC-Kohorte wurde das Tumoransprechen anhand der Kriterien für die
Bewertung des Ansprechens bei soliden Tumoren (RECIST), Version 1.0 bewertet. In der laBCC-
Kohorte wurde das Tumoransprechen anhand einer visuellen Bewertung des externen Tumors und der
Geschwüre, bildgebender Verfahren zur Tumorerkennung (wenn angebracht) und Tumorbiopsiebewertet. In der Kohorte mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom wurde ein Patient als
Ansprecher beurteilt, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien zutreffend war und keine
Progression aufgetreten ist: (1) ≥ 30 % Verringerung der Läsionsgröße (Summe der längsten
Durchmesser [SLD]) der Zielläsionen ab Baseline, durch Röntgen festgestellt; (2) ≥ 30 % von außensichtbare Verringerung der Größe der SLD der Zielläsionen ab Baseline; (3) vollständiges Abklingender Geschwüre in allen Zielläsionen. Die Schlüsseldaten sind in Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2: SHH4476g Erivedge Wirksamkeitsergebnisse (IRF-bewertet 21 Monate und
Prüfarzt-bewertet 39 Monate Follow-up nach Einschluss des letzten Patienten):
Patienten, bei denen die Wirksamkeit bewertet werden kann *,†
IRF-bewertet Prüfarzt-bewertetmBCC laBCC** mBCC laBCC**(n = 33) (n = 63) (n = 33) (n = 63)
Patienten mit Ansprechen 11 (33,3 %) 30 (47,6 %) 16 (48,5 %) 38 (60,3 %)95 % KI für (19,2 %; (35,5 %; (30,8 %; (47,2 %;
Gesamtansprechen 51,8 %) 60,6 %) 66,2 %) 71,7 %)
Vollständiges Ansprechen 0 14 (22,2 %) 0 20 (31,7 %)
Partielles Ansprechen 11 (33,3 %) 16 (25,4 %) 16 (48,5 %) 18 (28,6 %)
Stabile Erkrankung 20 22 14 15
Fortschreitende 1 8 2 6
Erkrankung‡
Mediane Ansprechdauer 7,6 9,5 14,8 26,2(Monate)(95 % KI) (5,5; 9,4) (7,4; 21,4) (5,6; 17,0) (9,0; 37,6)
Medianes progressionsfreies 9,5 9,5 9,3 12,9
Überleben (Monate)(95 % KI) (7,4; 11,1) (7,4; 14,8) (7,4; 16,6) (10,2; 28,0)
Medianes Gesamtüberleben 33,4 NE(Monate) (18,1; NE) (NE, NE)(95 % KI)1-Jahr-Überlebensrate 78,7 % 93,2 %(95 % KI) (64,7; 92,7) (86,8; 99,6)
NE = nicht bewertbar
* Die Patientenpopulation, bei der die Wirksamkeit bewertet werden konnte, wird definiert als Anzahl allereingeschlossenen Patienten, die Erivedge erhalten haben, unabhängig von der Menge, und bei der die durch einenunabhängigen Pathologen durchgeführte Beurteilung des archivierten Gewebes oder der Baseline-Biopsie mit BCCübereingestimmt hat.† Nicht bewertbare/fehlende Daten liegen von 1 Patient mit mBCC und 4 Patienten mit laBCC vor.‡ Progression in der laBCC-Kohorte ist nach den folgenden Kriterien definiert: (1) ≥ 20 % Anstieg der Summe der längsten
Durchmesser (SLD) ausgehend vom Nadir in den Zielläsionen (entweder durch Röntgen oder anhand von außen sichtbarer
Durchmesser festgestellt), (2) neue Geschwüre in den Zielläsionen, die mindestens über eine Dauer von 2 Wochenfortbestehen, ohne Anzeichen einer Heilung zu zeigen, (3) neue Läsionen, die durch Röntgen oder klinische
Untersuchungen festgestellt wurden, (4) Progression von Nicht-Zielläsionen nach RECIST.
** 54 % der Patienten mit laBCC hatten keinen histopathologischen Nachweis von BCC nach 24 Wochen.
Wie in den Balkendiagrammen in den Abbildungen 1 und 2, in denen die maximale Verringerung der
Größe der Zielläsion(en) bei jedem Patienten nach Bewertung durch IRF abgebildet ist, erkennbar, istes bei der Mehrheit der Patienten in beiden Kohorten zu einer Verkleinerung des Tumors gekommen.
Abbildung 1: SHH4476g Kohorte mit metastasiertem BCC
Hinweis: Die Tumorgröße basiert auf der Summe der längsten Durchmesser der Zielläsionen. PD = progressive
Erkrankung, SD = stabile Erkrankung, PR = partielles Ansprechen. 3 Patienten hatten eine prozentuale
Veränderung der Tumorgröße von 0; dies wird durch die kleinen positiven Säulen in der Abbildungrepräsentiert. 4 Patienten wurden nicht in die Abbildung mit aufgenommen: 3 Patienten mit stabiler Erkrankungwurden nur auf Nicht-Zielläsionen untersucht und 1 Patient konnte nicht bewertet werden.
Abbildung 2: SHH4476g Kohorte mit lokal fortgeschrittenem BCC
Hinweis: Die Tumorgröße basiert auf der Summe der längsten Durchmesser der Zielläsionen. PD = progressive
Erkrankung, SD = stabile Erkrankung, R = Ansprechen, * = vollständiges Verschwinden der/des
Geschwüre/Geschwürs. Die Bewertung des Ansprechens basierte auf einem zusammengesetzten Endpunkt, wieoben definiert. Bei vier Patienten wurden die Läsionen nicht gemessen und die Patienten daher nicht in die
Bewertung aufgenommen.
Zeit bis zur maximalen Tumorreduktion
Bei Patienten, bei denen es zu einer Tumorreduktion kam, betrug die mediane Zeit bis zur maximalen
Tumorreduktion bei laBCC-Patienten 5,6 Monate und bei mBCC-Patienten 5,5 Monate, basierend aufder IRF-Bewertung. Nach Bewertung durch den Prüfarzt betrug die mediane Zeit bis zur maximalen
Tumorreduktion bei laBCC-Patienten 6,7 Monate und bei mBCC-Patienten 5,5 Monate.
Kardiale ElektrophysiologieTherapeutische Dosen von Erivedge zeigten in einer ausführlichen QTc-Studie mit 60 gesunden
Probanden keine Wirkung auf das QTc-Intervall.
Studienergebnisse nach der Zulassung
Eine nach der Zulassung durchgeführte, offene, nicht vergleichende, multizentrische, klinische Phase-
II-Studie (MO25616) wurde bei 1.232 Patienten mit fortgeschrittenem BCC durchgeführt, von denen1.215 Patienten mit laBCC (n = 1.119) oder mBCC (n = 96) bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheitauswertbar waren. Als laBCC wurden Hautläsionen definiert, die für eine Operation nicht geeignetwaren (inoperabel oder wenn eine Operation zu starker Deformierung führen würde) und bei deneneine Strahlentherapie nicht erfolgreich oder kontraindiziert war. Als metastasiertes BCC wurdenhistologisch bestätigte Fernmetastasen definiert. Vor dem Studieneinschluss wurde die Diagnose BCCdurch eine histologische Untersuchung bestätigt. Die Patienten wurden einmal täglich mit 150 mg
Erivedge oral behandelt.
Das mediane Alter aller Patienten betrug 72 Jahre. Die Mehrheit der Patienten war männlich (57 %),8 % wiesen mBCC und 92 % laBCC auf. In der metastasierten Kohorte durchlief die Mehrheit der
Patienten eine vorangegangene Behandlung, einschließlich Operation (91 %), Strahlentherapie (62 %)und systemischer Therapie (16 %). In der lokal fortgeschrittenen Kohorte durchlief die Mehrheit der
Patienten eine vorangegangene Behandlung, einschließlich Operation (85 %), Strahlentherapie (28 %)und systemischer Therapie (7 %). Die mediane Behandlungsdauer von allen Patienten betrug8,6 Monate (Bereich 0 bis 44,1).
Von den Patienten aus der für die Wirksamkeit auswertbaren Population mit einer messbaren undhistologisch bestätigten Erkrankung sprachen auf die Behandlung in den laBCC- und mBCC-Kohortengemäß der RECIST-Kriterien v1.1. 68,5 % bzw. 36,9 % der Patienten an. Von den Patienten, die einbestätigtes Ansprechen (partiell oder vollständig) aufwiesen, betrug die mediane Dauer des
Ansprechens 23,0 Monate (95 % KI: 20,4; 26,7) in der laBCC-Kohorte und 13,9 Monate (95 % KI:9,2; NE) in der mBCC-Kohorte. Ein vollständiges Ansprechen wurde bei 4,8 % der Patienten in dermBCC-Kohorte und bei 33,4 % in der laBCC-Kohorte erzielt. Ein partielles Ansprechen wurde bei32,1 % der Patienten in der mBCC-Kohorte und bei 35,1 % in der laBCC-Kohorte erzielt.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Erivedge eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen mit Basalzellkarzinomgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionErivedge besitzt eine hohe Permeabilität mit geringer Löslichkeit in Wasser (BCS Klasse 2). Diemittlere (CV %) absolute Bioverfügbarkeit einer Einzeldosis Erivedge beträgt 31,8 (14,5) %. Die
Resorption ist, belegt durch das Fehlen eines dosisproportionalen Expositionsanstiegs nach einer
Einzeldosis von 270 mg und 540 mg Erivedge, sättigbar. Unter klinisch relevanten Bedingungen(Steady State) wird die PK von Vismodegib nicht durch Nahrungsaufnahme beeinflusst. Deswegenkann Erivedge zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
VerteilungDas Verteilungsvolumen von Vismodegib ist niedrig und liegt im Bereich 16,4 bis 26,6 l. Bei klinischrelevanten Konzentrationen ist die In-vitro-Bindung von Vismodegib an humane Plasmaproteine hoch(97 %). Vismodegib bindet sowohl an humanes Serumalbumin als auch an saures Alpha-1-
Glykoprotein (AAG). In klinisch relevanten Konzentrationen ist die In-vitro-Bindung an AAGsättigbar. Die Plasmaproteinbindung ex vivo liegt bei Humanpatienten bei > 99 %. Die
Konzentrationen von Vismodegib stehen in starker Korrelation zu den AAG-Spiegeln, mit parallelen
Fluktuationen von AAG und gesamtem Vismodegib über die Zeit und beständig niedrigen,ungebundenen Vismodegib-Spiegeln.
BiotransformationVismodegib wird langsam, durch Kombination aus Metabolisierung und Ausscheidung derursprünglichen Arzneimittelsubstanz, eliminiert. Mehr als 98 % der gesamten zirkulierenden
Konzentrationen (einschließlich assoziierter Metabolite) von Vismodegib sind im Plasmavorherrschend. Vismodegib wird im Menschen durch die folgenden Stoffwechselwege eliminiert:
Oxidierung, Glucuronidierung und gelegentlich vorkommende Pyridin-Ring-Spaltung. CYP2C9scheint in vivo zum Teil zum Stoffwechsel von Vismodegib beizutragen.
EliminationNach oraler Anwendung einer radioaktiv markierten Dosis wird Vismodegib resorbiert und langsamdurch Kombination aus Metabolisierung und Ausscheidung der ursprünglichen Arzneimittelsubstanzeliminiert, wobei der größte Teil mit den Fäzes (82 % der angewendeten Dosis) und 4,4 % derangewendeten Dosis mit dem Urin ausgeschieden werden. Vismodegib und assoziierte
Stoffwechselprodukte werden primär über die Leber eliminiert.
Nach ununterbrochener einmal täglicher Dosierung scheint die Pharmakokinetik von Vismodegibaufgrund sättigbarer Absorption und sättigbarer Proteinbindung nicht linear zu sein. Nach einer oralen
Einzeldosis beträgt die terminale Halbwertszeit von Vismodegib ca. 12 Tage.
Die scheinbare Halbwertszeit von Vismodegib im Steady State wird bei kontinuierlicher täglicher
Dosierung auf 4 Tage geschätzt. Nach kontinuierlicher täglicher Dosierung kommt es zu einer3-fachen Akkumulierung der gesamten Plasmakonzentration von Vismodegib.
Vismodegib inhibiert in vitro UGT2B7 und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in vivo im
Darm eine Inhibierung stattfindet.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenZur Anwendung bei älteren Personen liegen nur begrenzte Daten vor. In klinischen Studien mit aBCCwaren ungefähr 40 % der Patienten ≥ 65 Jahre. Populationspharmakokinetische Analysen deutendarauf hin, dass das Alter keine klinisch signifikante Auswirkung auf die Steady-State-
Konzentrationen von Vismodegib hat.
GeschlechtBasierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse kombinierter Daten von 121 Männernund 104 Frauen schien das Geschlecht keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Vismodegibzu haben.
Bevölkerungsgruppen
Zu nicht kaukasischen Patienten liegen nur limitierte Daten vor. Da die Anzahl der Probandennicht-kaukasischen Ursprungs unter 3 % der Gesamtpopulation ausmachte (6 Schwarze,219 Kaukasier), wurden die Bevölkerungsgruppen in der populationspharmakokinetischen Analysenicht als Kovariate bewertet.
NierenfunktionsstörungDie renale Ausscheidung von oral verabreichtem Vismodegib ist gering. Daher ist esunwahrscheinlich, dass eine leicht bis mäßig eingeschränkte Nierenfunktion eine klinisch bedeutsame
Wirkung auf die Pharmakokinetik von Vismodegib hat. Basierend auf einerpopulationspharmakokinetischen Analyse von Patienten mit leichter (BSA-indexierter CrCl 50 bis80 ml/min, n = 58) und mäßiger (BSA-indexierter CrCl 30 bis 50 ml/min, n = 16)
Nierenfunktionsstörung, hat eine leicht bis mäßig eingeschränkte Nierenfunktion keine klinischbedeutsame Auswirkung auf die Pharmakokinetik von Vismodegib (siehe Abschnitt 4.2). Über
Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung liegen nur sehr begrenzte Daten vor.
LeberfunktionsstörungDie Hauptausscheidungswege von Vismodegib umfassen den Leberstoffwechsel und die Gallen-/Darm-Sekretion. In einer klinischen Studie mit Patienten mit Leberfunktionsstörung (Grad der
Störung basierend auf AST und Gesamt-Bilirubinwerten der Patienten) hat sich nach Mehrfachdosenvon Vismodegib gezeigt, dass bei Patienten mit leichter (NCI-ODWG-Kriterien, n = 8), mäßiger(NCI-ODWG-Kriterien, n = 6) und schwerer (NCI-ODWG-Kriterien, n = 3) Leberfunktionsstörungdas pharmakokinetische Profil von Vismodegib vergleichbar war mit dem von Patienten mit normaler
Leberfunktion (n = 9) (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und JugendlicheZur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen nicht genügend pharmakokinetische Daten vor.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Das präklinische Sicherheitsprofil von Erivedge wurde bei Mäusen, Ratten und Hunden bewertet.
Toxizität bei wiederholter GabeIm Allgemeinen war die Verträglichkeit von Erivedge in Toxizitätsstudien mit wiederholter Gabe an
Ratten und Hunden durch nicht spezifische Manifestationen von Toxizität, einschließlich verringerter
Gewichtszunahme und Nahrungsaufnahme, limitiert. Zusätzliche Befunde bei klinisch relevanten
Expositionen schließen veränderten Stuhl, Skelettmuskulatur-Zuckungen oder -Zittern, Alopezie,
Schwellungen, follikuläre Hyperkeratose, Entzündung der Pfotenballen und erhöhte LDL- und HDL-
Cholesterinwerte ein. Verringerte Hämatokrit- oder Thrombozytenwerte wurden bei manchen Hundenunter klinisch relevanten Expositionen beobachtet. Es gab jedoch bei den betroffenen Tieren keinen
Nachweis für eine primäre Wirkung auf das Knochenmark.
KanzerogenitätStudien zu Kanzerogenität wurden an Mäusen und Ratten durchgeführt. Ein karzinogenes Potenzialwurde lediglich bei Ratten beobachtet und beschränkte sich auf gutartige Haarfollikeltumoren wie
Pilomatrixome und Keratoakanthome, die unter dem ≥ 0,1-Fachen bzw. ≥ 0,6-Fachen der AUC0‑24 h im
Steady State bei der für den Menschen empfohlenen Dosis auftraten. Bei keiner der untersuchten
Spezies wurden maligne Tumoren gefunden. In klinischen Studien mit Erivedge wurden keinegutartigen Haarfollikeltumoren berichtet. Die klinische Relevanz dieses Befundes für den Menschenist unsicher.
MutagenitätIn In-vitro-Versuchen (bakterielle Mutagenese [Ames] und Chromosomenaberrationstest an humanen
Lymphozyten) oder im In-vivo-Mikronukleustest an Rattenknochenmark wurde kein Beweis für
Genotoxizität gefunden.
FertilitätIn der 26-wöchigen Fertilitätsstudie mit Vismodegib an Ratten wurden eine signifikante Erhöhung desabsoluten Gewichts der Samenbläschen und eine Verringerung des absoluten Gewichts der Prostatabeobachtet. Zusätzlich war das Verhältnis von Organgewicht zu terminalem Körpergewicht bei
Epididymis, Cauda Epididymis, Hoden und Samenbläschen signifikant erhöht. In der gleichen Studiewurden bei einer Dosis von 100 mg/kg/Tag nach Beendigung der Behandlungs- oder
Regenerationsphase (vergleichbar mit dem 1,3-Fachen der AUC0-24h im Steady State bei derempfohlenen Dosis beim Menschen) keine histopathologischen Befunde bezüglich der männlichen
Reproduktionsorgane und keine Wirkung auf männliche Fertilitätsendpunkte, einschließlich der
Prozentzahl motiler Spermien, beobachtet. Zusätzlich wurden in den allgemeinen Toxizitätsstudienmit Vismodegib über eine Dauer von bis zu 26 Wochen bei geschlechtsreifen Ratten und Hundenkeine Wirkungen auf die männlichen Reproduktionsorgane beobachtet. Eine erhöhte Anzahldegenerierter Keimzellen und Hypospermie wurden bei nicht geschlechtsreifen Hunden in der4-wöchigen allgemeinen Toxizitätsstudie bei einer Dosis von ≥ 50 mg/kg/Tag berichtet. Der
Zusammenhang mit Vismodegib war nicht eindeutig.
In der 26-wöchigen Fertilitätsstudie mit Vismodegib an Ratten wurden bei einer Dosis von100 mg/kg/Tag direkt nach Beendigung der Behandlung Vismodegib-abhängige Wirkungen auf dieweiblichen Reproduktionsorgane beobachtet. Darunter fiel eine verringerte Anzahl an Nidationen, eineerhöhte Prozentzahl an Präimplantationsverlusten und eine verringerte Anzahl an Muttertieren mitlebensfähigen Embryonen. Nach einer 16-wöchigen Regenerationsphase wurden keine vergleichbaren
Beobachtungen gemacht. Es wurden keine korrelativen histopathologischen Veränderungenbeobachtet. Die Exposition weiblicher Ratten mit 100 mg/kg/Tag ist vergleichbar mit dem 1,2-Fachender AUC0-24h im Steady State bei der empfohlenen Dosis beim Menschen. Zusätzlich wurde bei derallgemeinen 26-wöchigen Vismodegib-Toxizitätsstudie bei einer Dosis von 100 mg/kg/Tag eineverringerte Anzahl der Gelbkörper im Eierstock beobachtet. Diese Wirkung war nach Ablauf einer8-wöchigen Regenerationsphase nicht reversibel.
TeratogenitätIn einer embryofetalen Entwicklungsstudie, in der trächtigen Ratten während der Organogenesetäglich Vismodegib verabreicht wurde, passierte Vismodegib die Plazentaschranke und war schwertoxisch für den Conceptus. Missbildungen, einschließlich kraniofaziale Anomalien, offenes Perineum,fehlende oder zusammengewachsene Finger oder Zehen, wurden bei Feten von Muttertieren, mit
Dosen, die 20 % der typischen Steady-State-Exposition beim Menschen entsprechen, beobachtet undbei höheren Dosen wurde eine 100%ige Embryoletalität beobachtet.
Postnatale Entwicklung
Es wurden keine Studien zur Bewertung des Potenzials von Vismodegib zur Beeinflussung derpostnatalen Entwicklung durchgeführt. Jedoch stellen in Toxizitätsstudien an Ratten mit klinischrelevanten Expositionen beobachtete irreversible Veränderungen der wachsenden Zähne und einverfrühtes Schließen der epiphysären Wachstumsfuge Risiken für die postnatale Entwicklung dar.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
KapselinhaltMikrokristalline Cellulose
Lactose-Monohydrat
Natriumdodecylsulfat
Povidon (K29/32)
Poly(O-carboxymethyl)stärke-Natriumsalz (Typ A)
Talkum
Magnesiumstearat
KapselhülleEisen(II,III)-oxid (E172)
Eisen(III)-oxid (E172)
Titandioxid (E171)
Gelatine
DrucktinteSchellack
Eisen(II,III)-oxid (E172)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30 °C lagern.
Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
HDPE-Flasche mit kindergesichertem Verschluss; sie enthält 28 Hartkapseln. Das Material des
Schnappdeckels der Flasche ist Polypropylen. Der Schnappdeckel ist mit gewachster Zellstoffpappeausgekleidet, die mit einem Aluminiumfilm überzogen ist. Jede Packung enthält eine Flasche.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel ist nach Ende der Behandlung umgehend entsprechend den nationalen
Anforderungen zu beseitigen (wenn zutreffend, z. B. durch Zurückgeben der Kapseln an die Apothekeoder den Arzt).
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 179639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 12. Juli 2013
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 01. Juli 2021
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.