ELOCTA 2000UI pulver + lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung merkblatt medikamente

B02BD02 Efmoroctocog alfa • BLUT UND BLUTBILDENDE ORGANE | VITAMIN K UND ANDERE HÄMOSTATIKA | Blutgerinnungsfaktoren

Efmoroctocog alfa ist ein Medikament zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungsepisoden bei Patienten mit Hämophilie A, einer genetischen Blutgerinnungsstörung, die durch einen Faktor-VIII-Mangel verursacht wird.

Dieses Medikament ist eine modifizierte Form von Faktor VIII, die hilft, das Blut zu gerinnen und übermäßige Blutungen zu verhindern. Es wird intravenös verabreicht und kann sowohl zur akuten Behandlung als auch zur Prophylaxe eingesetzt werden.

Efmoroctocog alfa wird im Allgemeinen gut vertragen, kann jedoch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Reaktionen an der Injektionsstelle verursachen. In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen oder die Entwicklung von Inhibitoren gegen Faktor VIII auftreten.

Es ist wichtig, den vom Arzt festgelegten Behandlungsplan einzuhalten und alle Nebenwirkungen oder Gesundheitsveränderungen zu melden. Eine regelmäßige Überwachung ist erforderlich, um die Wirksamkeit der Behandlung sicherzustellen.

Allgemeine Daten zu ELOCTA 2000UI

Substanz: Efmoroctocog alfa

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2025

Handelsgesetzbuch: W62685001

Konzentration: 2000UI

Pharmazeutisches Formblatt: pulver + lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

Quantität: 1

Produktart: original

Preis: 5602.97 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: SWEDISH ORPHAN BIOVITRUM AB - SUEDIA

Zulassungsinhaber: SWEDISH ORPHAN BIOVITRUM AB - SUEDIA

Zulassungsnummer: 1046/2015/06

Haltbarkeit: 3 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Efmoroctocog alfa

1000UI, 1500UI, 2000UI, 250UI, 3000UI, 500UI, 750UI

Vergütungslisten für ELOCTA 2000UI SWORBIABPUBL

NGP 6.1 (C2) - Hämophilie und Thalassämie

Preis

Zuzahlung

Patient

5602.97 RON

5602.97 RON

0.00 RON

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ELOCTA 2000UI pulver + lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ELOCTA 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

ELOCTA 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

ELOCTA 750 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

ELOCTA 1000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

ELOCTA 1500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

ELOCTA 2000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

ELOCTA 3000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

ELOCTA 4000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

ELOCTA 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 250 I.E. Efmoroctocog alfa.

Nach Rekonstitution enthält ELOCTA ca. 83 I.E./ml rekombinanten humanen Gerinnungsfaktor VIII

Efmoroctocog alfa.

ELOCTA 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 500 I.E. Efmoroctocog alfa. Nach Rekonstitution enthält ELOCTAca. 167 I.E./ml an rekombinantem Efmoroctocog alfa.

ELOCTA 750 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 750 I.E. Efmoroctocog alfa. Nach Rekonstitution enthält ELOCTAca. 250 I.E./ml an rekombinantem Efmoroctocog alfa.

ELOCTA 1000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 1000 I.E. Efmoroctocog alfa. Nach Rekonstitution enthält

ELOCTA ca. 333 I.E./ml an rekombinantem Efmoroctocog alfa.

ELOCTA 1500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 1500 I.E. Efmoroctocog alfa. Nach Rekonstitution enthält

ELOCTA ca. 500 I.E./ml an rekombinantem Efmoroctocog alfa.

ELOCTA 2000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 2000 I.E. Efmoroctocog alfa. Nach Rekonstitution enthält

ELOCTA ca. 667 I.E./ml an rekombinantem Efmoroctocog alfa.

ELOCTA 3000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 3000 I.E. Efmoroctocog alfa. Nach Rekonstitution enthält

ELOCTA ca. 1000 I.E./ml an rekombinantem Efmoroctocog alfa.

ELOCTA 4000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nominal 4000 I.E. Efmoroctocog alfa. Nach Rekonstitution enthält

ELOCTA ca. 1333 I.E./ml an rekombinantem Efmoroctocog alfa.

Die Aktivität (Internationale Einheiten, I.E.) wird unter Verwendung des chromogenen Tests gemäß

Europäischem Arzneibuch bestimmt. Die spezifische Aktivität von ELOCTA beträgt 4000-10200 I.E./mg

Protein.

Efmoroctocog alfa (rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII, Fc-Fusionsprotein [rFVIIIFc]) bestehtaus 1.890 Aminosäuren. Es wird mittels rekombinanter DNA-Technologie in einer humanen embryonalen

Nierenzelllinie (HEK-Zelllinie) ohne Verwendung jeglicher exogener Proteine menschlichen odertierischen Ursprungs während des Zellkulturprozesses, der Aufreinigung oder endgültigen Formulierung,hergestellt.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung0,6 mmol (oder 14 mg) Natrium pro Durchstechflasche.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.

Pulver: lyophilisiertes, weißes bis cremefarbenes Pulver bzw. Kuchen.

Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke; eine klare, farblose Lösung.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A (angeborener Faktor-VIII-

Mangel).

ELOCTA kann bei allen Altersgruppen angewendet werden.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung sollte unter der Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung in der Behandlung der Hämophilieeingeleitet werden.

Überwachung der Behandlung

Während des Behandlungsverlaufs wird eine angemessene Kontrolle der Faktor-VIII-Spiegel (mittels

Einstufen-Gerinnungs- oder chromogenen Test) empfohlen, um bei Bedarf die anzuwendende Dosis unddie Frequenz der wiederholten Injektionen anzupassen. Einzelne Patienten können unterschiedlich auf

Faktor VIII ansprechen, wodurch es zu unterschiedlichen Halbwertszeiten und Wiederfindungsratenkommen kann. Die Dosierung auf Basis des Körpergewichts muss für unter- oder übergewichtigen

Patienten unter Umständen angepasst werden. Insbesondere im Fall von großen chirurgischen Eingriffenist eine genaue gerinnungsanalytische Überwachung (Faktor-VIII-Aktivität im Plasma) der

Substitutionstherapie unbedingt erforderlich.

Bei Verwendung eines in vitro Thromboplastinzeit (aPTT)-basierten Einstufen-Gerinnungstests zur

Bestimmung der Faktor-VIII-Aktivität in den Blutproben der Patienten, können die Ergebnisse für die

Faktor-VIII-Aktivität im Plasma sowohl durch den Typ des aPTT-Reagenz als auch den im Testverwendeten Referenzstandard signifikant beeinflusst werden. Auch können signifikante Unterschiedezwischen den Testergebnissen auftreten, die mittels eines aPTT-basierten Einstufen-Gerinnungstests undeines chromogenen Tests gemäß Europäischem Arzneibuch erhalten wurden. Dies ist insbesondere dannvon Bedeutung, wenn das Labor gewechselt und/oder im Test ein anderes Reagenz eingesetzt wird.

Dosierung

Die Dosierung und Dauer der Substitutionstherapie richten sich nach dem Schweregrad des Faktor-VIII-

Mangels, Ort und Ausmaß der Blutung und nach dem klinischen Zustand des Patienten.

Die Anzahl der verabreichten rekombinanten Faktor-VIII-Fc-Einheiten wird in I.E. angegeben, bezogenauf den derzeitigen WHO-Standard für Faktor-VIII-Produkte. Die Faktor-VIII-Aktivität im Plasma wirdentweder als Prozentsatz (bezogen auf normale menschliche Plasmaspiegel) oder in I.E. (bezogen auf den

Internationalen Standard für Faktor VIII im Plasma) angegeben.

Eine I.E. der Aktivität des rekombinanten Faktor-VIII-Fc-Proteins entspricht dem Faktor-VIII-Gehalt von1 ml humanem Normalplasma.

Bedarfsbehandlung

Die Berechnung der benötigten Dosis an rekombinantem Faktor-VIII-Fc basiert auf dem empirischen

Ergebnis, dass 1 I.E. Faktor VIII pro kg Körpergewicht die Faktor-VIII-Aktivität im Plasma um 2 I.E./dlerhöht. Die benötigte Dosis wird nach folgender Formel berechnet:

Erforderliche Einheiten = Körpergewicht (kg) × erwünschter Faktor-VIII-Anstieg (%) (I.E./dl) × 0,5(I.E./kg pro I.E./dl)

Die Dosierung und Häufigkeit der Anwendung sollten sich stets an der klinischen Wirksamkeit im

Einzelfall orientieren.

Bei den folgenden Blutungsereignissen sollte die Faktor-VIII-Aktivität (in % des Normbereichs oder in

I.E./dl) während des entsprechenden Zeitraums nicht unter den angegebenen Plasmaspiegel abfallen.

Tabelle 1 dient als Empfehlung für die Dosierung bei Blutungsepisoden und chirurgischen Eingriffen:

Tabelle 1: Leitfaden für die Dosierung von ELOCTA bei der Behandlung von Blutungsepisoden undchirurgischen Eingriffen

Schweregrad der Blutung/Erforderlicher Faktor- Häufigkeit der Anwendung (Stunden)/

Art des chirurgischen VIII-Spiegel (%) Dauer der Behandlung (Tage)

Eingriffs (I.E./dl)

Blutung

Beginnende Hämarthrosen, 20 - 40 Wiederholung der Injektion alle 12 bis

Muskelblutungen oder 24 Stunden, für mindestens einen Tag, bis die

Blutungen im Mundbereich Blutung (erkennbar durch Schmerzen) gestilltoder eine Wundheilung eingetreten ist.1

Umfangreichere 30 - 60 Wiederholung der Injektion alle 12 bis

Hämarthrosen, 24 Stunden über 3-4 Tage oder länger bis zur

Muskelblutungen oder Beseitigung des Schmerzzustandes und der

Hämatome akuten Beeinträchtigung.1

Lebensbedrohliche 60 - 100 Wiederholung der Injektion alle 8 bis

Blutungen 24 Stunden, bis die Gefährdung beseitigt ist.

Chirurgischer Eingriff

Kleinere Eingriffe 30 - 60 Wiederholung der Injektion alle 24 Stunden,einschließlich für mindestens einen Tag, bis eine Heilung

Zahnextraktion eintritt.

Größere Eingriffe 80 - 100 Wiederholung der Injektion bei Bedarf alle 8(prä- und postoperativ) bis 24 Stunden bis zur ausreichenden

Wundheilung, anschließend

Weiterbehandlung für mind. weitere 7 Tagezur Aufrechterhaltung einer Faktor-VIII-

Aktivität von 30 % bis 60 % (I.E./dl).

1 Bei einigen Patienten und unter manchen Umständen kann das Dosierungsintervall auf bis zu 36 Stunden verlängertwerden. Für die pharmakokinetischen Daten siehe Abschnitt 5.2.

Prophylaxe

Bei der Langzeitprophylaxe beträgt die empfohlene Dosis 50 I.E. Faktor VIII pro kg Körpergewicht alle 3bis 5 Tage. Die Dosis kann je nach Ansprechen des Patienten im Bereich zwischen 25 und 65 I.E./kgangepasst werden (siehe Abschnitt 5.1 und 5.2).

In einigen Fällen, besonders bei jungen Patienten, können kürzere Dosierungsintervalle oder höhere Dosenerforderlich sein.

Ältere Patienten

Für Patienten ≥ 65 Jahren liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern unter 12 Jahren können häufigere Gaben oder höhere Dosen notwendig sein (siehe

Abschnitt 5.1). Für Jugendliche ab12 Jahren gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für

Erwachsene.

Art der Anwendung

ELOCTA ist zur intravenösen Anwendung bestimmt.

ELOCTA wird über mehrere Minuten intravenös injiziert. Die Infusionsrate sollte sich nach dem Befindendes Patienten richten und 10 ml/min nicht überschreiten.

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Überempfindlichkeit

Allergische Überempfindlichkeitsreaktionen auf ELOCTA sind möglich. Falls Symptome einer

Überempfindlichkeit auftreten, sollte den Patienten angewiesen werden, die Anwendung des Arzneimittelssofort zu unterbrechen und ihren Arzt aufzusuchen.

Die Patienten sollten über Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Nesselsucht,generalisierte Urtikaria, Engegefühl im Brustbereich, Giemen, Hypotonie und Anaphylaxie aufgeklärtwerden.

Im Falle eines Schocks sollte eine Schocktherapie entsprechend des medizinischen Standards durchgeführtwerden.

Inhibitoren

Die Bildung neutralisierender Antikörper (Inhibitoren) gegen Faktor VIII ist eine bekannte Komplikationbei der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A. Diese Inhibitoren sind im Allgemeinen gegen dieprokoagulatorische Aktivität des Faktor VIII gerichtete IgG-Immunglobuline, die in Bethesda-Einheiten(B.E.) pro ml Plasma mittels modifizierten Assays quantifiziert werden. Das Risiko der Bildung von

Inhibitoren korreliert mit dem Schweregrad der Erkrankung sowie der Exposition gegenüber Faktor VIII.

Dabei ist das Risiko in den ersten 50 Expositionstagen am höchsten, bleibt aber, auch wenn es nurgelegentlich auftritt, lebenslang bestehen.

Die klinische Relevanz der Inhibitorentwicklung ist abhängig vom Titer des Inhibitors, wobei niedrigtitrige

Inhibitoren ein geringeres Risiko für ein ungenügendes klinisches Ansprechen darstellen als solche mithohem Titer.

Im Allgemeinen sollten alle Patienten, die mit Gerinnungsfaktor-VIII-Produkten behandelt werden,sorgfältig mit Hilfe geeigneter klinischer Beobachtungen und Laboruntersuchungen auf die Entwicklungvon Inhibitoren überwacht werden. Wenn die erwarteten Plasmaspiegel der Faktor-VIII-Aktivität nichterreicht werden oder die Blutung mit einer angemessenen Dosis nicht kontrolliert werden kann, soll ein

Test zum Nachweis von Faktor-VIII-Inhibitoren durchgeführt werden. Bei Patienten mit hohen

Inhibitorspiegeln kann die Faktor-VIII-Behandlung unwirksam sein und es sollten andere

Behandlungsmöglichkeiten erwogen werden. Die Behandlung solcher Patienten soll von Ärztendurchgeführt werden, die Erfahrung mit der Behandlung von Hämophilie und Faktor-VIII-Inhibitorenhaben.

Kardiovaskuläre Ereignisse

Bei Patienten mit vorbestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren kann eine Substitutionstherapie mit

FVIII das kardiovaskuläre Risiko erhöhen.

Katheter-assoziierte Komplikationen

Wenn ein zentraler Venenkatheter (ZVK) erforderlich ist, sollte das Risiko von Katheter-assoziierten

Komplikationen einschließlich lokaler Infektionen, Bakteriämie und Katheter-assoziierten Thrombosenberücksichtigt werden.

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Kinder und Jugendliche

Die aufgeführten Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen gelten sowohl für Erwachsene als auch für

Kinder und Jugendliche.

Hinweis zu den sonstigen Bestandteilen

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

Je nach Körpergewicht und Dosierung könnte der Patient jedoch mehr als eine Durchstechflasche erhalten(Informationen zum Inhalt pro Durchstechflasche siehe Abschnitt 2). Dies ist zu berücksichtigen bei

Patienten, die eine natriumarme Diät einhalten sollen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es sind keine Wechselwirkungen von humanem Gerinnungsfaktor VIII (rDNA) mit anderen Arzneimittelnberichtet worden. Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Reproduktionsstudien am Tier wurden mit Faktor VIII nicht durchgeführt. In einer Studie mit ELOCTAwurde die Plazentagängigkeit bei Mäusen untersucht (siehe Abschnitt 5.3). Aufgrund des seltenen

Vorkommens der Hämophilie A bei Frauen liegen keine Erfahrungen über die Anwendung von Faktor VIIIwährend der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Daher sollte Faktor VIII in der Schwangerschaft und

Stillzeit nur bei eindeutiger Indikationsstellung angewendet werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

ELOCTA hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Selten wurden Überempfindlichkeit oder allergische Reaktionen (wie Angioödem, brennendes undstechendes Gefühl an der Infusionsstelle, Schüttelfrost, Hitzegefühl, generalisierte Urtikaria,

Kopfschmerzen, Nesselsucht, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe, Tachykardie, Engegefühl im

Brustbereich, Kribbeln, Erbrechen, Giemen) beobachtetet, die sich möglicherweise in einigen Fällen zueiner schweren Anaphylaxie (einschließlich Schock) entwickeln können.

Bei Patienten mit Hämophilie A, die mit Faktor VIII, einschließlich ELOCTA, behandelt werden, könnensich neutralisierende Antikörper (Inhibitoren) entwickeln. Wenn solche Inhibitoren auftreten, manifestiertsich der Zustand als unzureichendes klinisches Ansprechen. In solchen Fällen wird empfohlen, einspezialisiertes Hämophilie-Zentrum aufzusuchen.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

In der Tabelle 2 sind die Nebenwirkungen gemäß der MedDRA-Systemorganklassifikation (SOC und

Preferred Term Level) aufgeführt. Die Häufigkeiten der Nebenwirkungen basieren auf klinischen Studienmit insgesamt 379 Patienten mit schwerer Hämophilie A, von denen 276 vorbehandelte Patienten (PTPs)und 103 zuvor unbehandelte Patienten (PUPs) waren. Weitere Informationen zu den klinischen Studiensind in Abschnitt 5.1 zu finden.

Die Häufigkeiten wurden entsprechend der nachfolgenden Konvention beurteilt: sehr häufig (≥ 1/10);häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten(< 1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Tabelle 2: Nebenwirkungen von ELOCTA in klinischen Studien1

Systemorganklasse gemäß MedDRA Nebenwirkungen Häufigkeitskategorie1

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Faktor-VIII-Inhibition Gelegentlich (PTPs)2

Sehr häufig (PUPs)2

Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen Gelegentlich

Schwindelgefühl Gelegentlich

Dysgeusie Gelegentlich

Herzerkrankungen Bradykardie Gelegentlich

Gefäßerkrankungen Hypertonie Gelegentlich

Hitzewallung Gelegentlich

Angiopathie4 Gelegentlich

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums Husten Gelegentlichund Mediastinums

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Schmerzen im Unterbauch Gelegentlich

Erkrankungen der Haut und des Papulöser Ausschlag Häufig (PUPs)3

Unterhautzellgewebes Ausschlag Gelegentlich

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Arthralgie Gelegentlich

Knochenerkrankungen Myalgie Gelegentlich

Rückenschmerzen Gelegentlich

Gelenkschwellung Gelegentlich

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Durch Medizinprodukt Häufig (PUPs)3

Verabreichungsort bedingte Thrombose

Unwohlsein Gelegentlich

Thoraxschmerzen Gelegentlich

Kältegefühl Gelegentlich

Wärmegefühl Gelegentlich

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe Hypotonie im Rahmen Gelegentlichbedingte Komplikationen eines Eingriffs

PTPs = vorbehandelte Patienten, PUPs = zuvor unbehandelte Patienten.

1 Nebenwirkungen und Häufigkeiten beziehen sich lediglich auf das Auftreten bei PTPs, wenn nicht andersangegeben.2 Die Häufigkeit basiert auf Studien mit allen FVIII-Produkten, wozu auch Patienten mit schwerer Hämophilie Agehörten.3 Nebenwirkungen und Häufigkeiten beziehen sich lediglich auf das Auftreten bei PUPs.4 Prüfarztbezeichnung: vaskuläre Schmerzen nach Injektion von ELOCTA.

Kinder und Jugendliche

Zwischen pädiatrischen und erwachsenen Patienten wurden keine altersbedingten Unterschiede bei den

Nebenwirkungen beobachtet. Es ist davon auszugehen, dass Häufigkeit, Art und Schwere der

Nebenwirkungen sich bei Kindern und Erwachsenen gleichen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über dasin Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurden keine Symptome einer Überdosierung berichtet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihämorrhagika, Blutgerinnungsfaktor VIII, ATC-Code: B02BD02

Wirkmechanismus

Der Faktor VIII/von-Willebrand-Faktor-Komplex besteht aus zwei Molekülen (Faktor VIII undvon-Willebrand-Faktor) mit unterschiedlichen physiologischen Funktionen. Wird einem Hämophilie-

Patienten Faktor VIII infundiert, bindet dieser an den von-Willebrand-Faktor im Blutkreislauf des

Patienten. Aktivierter Faktor VIII wirkt als ein Co-Faktor für den aktivierten Faktor IX und beschleunigt sodie Umwandlung von Faktor X in den aktivierten Faktor X. Aktivierter Faktor X wiederum wandelt

Prothrombin in Thrombin um. Thrombin wandelt dann Fibrinogen in Fibrin um, und ein Blutgerinnselkann gebildet werden.

Hämophilie A ist eine X-chromosomal gebundene Erbkrankheit der Blutgerinnung, die auf einem Mangelan funktionsfähigem Faktor VIII:C beruht. Als Folge davon kann es zu Blutungen in Gelenke, Muskelnoder inneren Organen kommen, die entweder spontan oder infolge von Unfällen oder chirurgischen

Eingriffen entstehen können. Durch die Substitutionstherapie werden die Faktor-VIII-Plasmaspiegelangehoben, wodurch eine vorübergehende Korrektur des Faktor-Mangels sowie eine Behebung der

Blutungsneigungen herbeigeführt werden.

Es gilt zu beachten, dass die jährliche Blutungsrate (ABR) zwischen verschiedenen Faktorkonzentratenund zwischen den verschiedenen klinischen Studien nicht vergleichbar ist.

ELOCTA (Efmoroctocog alfa) ist ein vollständig rekombinantes Fusionsprotein mit verlängerter

Halbwertszeit. ELOCTA besteht aus dem B-Domänen-deletierten rekombinanten humanen

Gerinnungsfaktor VIII und der kovalent daran gebundenen Fc-Domäne des humanen Immunglobulins G1.

Die Fc-Domäne des humanen Immunglobulins G1 bindet an den neonatalen Fc-Rezeptor. Dieser Rezeptorwird lebenslang exprimiert und ist Teil eines natürlichen Mechanismus, bei dem Immunglobuline voreinem lysosomalen Abbau geschützt werden und wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt werdenkönnen, was zu einer langen Plasmahalbwertszeit führt. Efmoroctocog alfa bindet an den neonatalen

Fc-Rezeptor und nutzt dadurch denselben natürlichen Mechanismus, um den lysosomalen Abbau zuverzögern und eine längere Plasmahalbwertszeit als für den endogenen Faktor VIII zu ermöglichen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von ELOCTA bei vorbehandelten Patienten (PTPs)wurden in zwei multinationalen, unverblindeten Phase-3-Zulassungsstudien, Studie I und Studie II (siehe

Kinder und Jugendliche) sowie in einer Erweiterungsstudie (Studie III) mit einer Dauer von bis zu vier

Jahren untersucht. Insgesamt wurden 276 PTPs über insgesamt 80.848 Expositionstage hinweg beobachtet,mit einem Medianwert von 294 (Intervall 1-735) Expositionstagen pro Patient. Zusätzlich wurde eine

Phase-3-Studie (Studie IV) durchgeführt, in der die Sicherheit und Wirksamkeit von ELOCTA bei zuvorunbehandelten Patienten (PUPs) untersucht wurden (siehe Kinder und Jugendliche).

In Studie I wurden 165 vorbehandelte männliche Patienten (12 bis 65 Jahre alt) mit schwerer

Hämophilie A eingeschlossen. Patienten, die vor dem Einschluss in die Studie ein Prophylaxe-Schemaerhalten hatten, wurden dem individualisierten Prophylaxe-Arm zugeordnet. Patienten, die vor dem

Studieneinschluss eine Bedarfsbehandlung erhalten hatten, konnten entweder dem individualisierten

Prophylaxe-Arm zugeteilt werden oder wurden per Randomisierung der wöchentlichen Prophylaxe bzw.der Bedarfsbehandlung zugeteilt.

Prophylaxe-Schema:

Individualisierte Prophylaxe: 25 bis 65 I.E./kg alle 3 bis 5 Tage

Wöchentliche Prophylaxe: 65 I.E./kg

Von 153 Patienten, die Studie I abgeschlossen hatten, wurden 150 in Studie III (Erweiterungsstudie)eingeschlossen. Die mediane Gesamtzeit in Studie I+III betrug 4,2 Jahre und die mediane Anzahl der

Expositionstage betrug 309.

Individualisierte Prophylaxe: Der mediane jährliche Faktorverbrauch lag bei 4212 I.E./kg (Min. 2877,

Max. 7943) in Studie I und bei 4223 I.E./kg (Min. 2668, Max. 8317) in Studie III. Die entsprechendemediane annualisierte Blutungsrate (ABR) betrug 1,60 (Min. 0, Max. 18,2) bzw. 0,74 (Min. 0, Max. 15,6).

Wöchentliche Prophylaxe: Der mediane jährliche Faktorverbrauch lag bei 3805 I.E./kg (Min. 3353, Max.6196) in Studie I und bei 3510 I.E./kg (Min. 2758, Max. 3984) in Studie III. Die entsprechende ABRbetrug 3,59 (Min. 0, Max. 58,0) bzw. 2,24 (Min. 0, Max. 17,2).

Bedarfsbehandlung: Der mediane jährliche Faktorverbrauch lag bei 1039 I.E./kg (Min. 280, Max. 3571)für die 23 Patienten, die in Studie I auf die Bedarfsbehandlung randomisiert wurden, und bei 671 I.E./kg(Min. 286, Max. 913) für die 6 Patienten, die in Studie III mindestens ein Jahr lang die Bedarfsbehandlungweiterführten.

Patienten, die von der Bedarfsbehandlung zur wöchentlichen Prophylaxe in Studie III wechselten, hatteneine mediane ABR von 1,67.

Behandlung von Blutungen: In Studie I und III wurden 2490 Blutungsereignisse mit einer medianen Dosisvon 43,8 I.E./kg (Min. 13,0, Max. 172,8) je Blutung kontrolliert. 79,2 % der ersten Injektionen wurden vonden Patienten mit 'ausgezeichnet“ oder 'gut“ bewertet.

Perioperative Behandlung (chirurgische Prophylaxe): In Studie I und Studie III wurden an 34 Patienteninsgesamt 48 große chirurgische Eingriffe durchgeführt und beurteilt. Das hämostatische Ansprechenwurde von den Ärzten mit 'ausgezeichnet“ bei 41 und mit 'gut“ bei 3 von 44 großen chirurgischen

Eingriffen bewertet. Die mediane Dosis zur Aufrechterhaltung der Hämostase während des chirurgischen

Eingriffs betrug 60,6 I.E./kg (Min. 38, Max. 158).

Kinder und Jugendliche

In Studie II wurden insgesamt 71 vorbehandelte männliche pädiatrische Patienten < 12 Jahren mitschwerer Hämophilie A eingeschlossen. 69 der 71 eingeschlossenen Patienten erhielten mindestens1 Dosis ELOCTA und konnten hinsichtlich der Wirksamkeit ausgewertet werden (35 waren < 6 Jahre altund 34 waren 6 bis < 12 Jahre alt). Das Prophylaxe-Schema begann mit 25 I.E./kg am ersten Tag, gefolgtvon 50 I.E./kg am vierten Tag. Dosen von bis zu 80 I.E./kg und ein Dosierungsintervall von lediglich2 Tagen waren zulässig und kamen bei einer begrenzten Anzahl von Patienten in der Studie zum Einsatz.

Von 67 Patienten, die Studie II abgeschlossen hatten, wurden 61 in Studie III (Erweiterungsstudie)eingeschlossen. Die mediane Gesamtzeit in Studie II+III betrug 3,4 Jahre und die mediane Anzahl der

Expositionstage betrug 332.

Prophylaxe, Alter < 6 Jahre: Das mediane Dosierungsintervall betrug 3,50 Tage in Studie II und

Studie III. Der mediane jährliche Faktorverbrauch lag bei 5146 I.E./kg (Min. 3695, Max. 8474) in

Studie IIund bei 5418 I.E./kg (Min. 3435, Max. 9564) in Studie III. Die entsprechende medianeannualisierte Blutungsrate (ABR) betrug 0,00 (Min. 0, Max. 10,5) bzw. 1,18 (Min. 0, Max. 9,2).

Prophylaxe, Alter 6 bis < 12 Jahre: Das mediane Dosierungsintervall betrug 3,49 Tage in Studie II und3,50 Tage in Studie III. Der mediane jährliche Faktorverbrauch lag bei 4700 I.E./kg (Min. 3819, Max.8230 I.E./kg) in Studie II und bei 4990 I.E./kg (Min. 3856, Max. 9527) in Studie III. Die entsprechendemediane ABR betrug 2,01 (Min. 0, Max. 27,2) bzw. 1,59 (Min. 0, Max. 8,0).

12 jugendliche Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren wurden in die prophylaktisch behandelteerwachsene Studienpopulation eingeschlossen. Der mediane jährliche Faktorverbrauch lag bei 5572 I.E./kg(Min. 3849, Max. 7035) in Studie I und bei 4456 I.E./kg (Min. 3563, Max. 8011) in Studie III. Dieentsprechende mediane ABR betrug 1,92 (Min. 0, Max. 7,1) bzw. 1,25 (Min. 0, Max. 9,5).

Behandlung von Blutungen: In den Studien II und III wurden 447 Blutungsereignisse mit einer medianen

Dosis von 63 I.E./kg (Min. 28, Max. 186) je Blutung kontrolliert. 90,2 % der ersten Injektionen wurdenvon den Patienten und ihren Betreuern mit 'ausgezeichnet“ oder 'gut“ bewertet.

In Studie IV wurden 103 zuvor unbehandelte männliche Patienten (PUPs) < 6 Jahren mit schwerer

Hämophilie A untersucht. Die Patienten wurden über insgesamt 11.255 Expositionstage hinwegbeobachtet, mit einem Medianwert von 100 (Intervall: 0-649) Expositionstagen pro Patient. Die meisten

Patienten begannen mit einer episodenbezogenen Behandlung (n = 81) mit anschließendem Wechsel zur

Prophylaxe (n = 69). 89 PUPs erhielten zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Studie eine

Prophylaxe. Die empfohlene Anfangsdosis zur Prophylaxe betrug 25-80 I.E./kg in Intervallen von3-5 Tagen. Bei Teilnehmern unter Prophylaxe betrug die mediane durchschnittliche Wochendosis101,4 I.E./kg (Intervall 28,5-776,3 I.E./kg), und das mediane Dosierungsintervall betrug 3,87 Tage(Intervall 1,1-7 Tage). Der mediane jährliche Faktorverbrauch lag bei 3971,4 I.E./kg. Die medianeannualisierte Blutungsrate betrug 1,49 (Min. 0.0, Max. 18,7).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Alle pharmakokinetischen Studien mit ELOCTA wurden bei vorbehandelten Patienten mit schwerer

Hämophilie A durchgeführt. Die in diesem Abschnitt präsentierten Daten wurden mit dem chromogenenund Einstufen-Gerinnungstest ermittelt. Die pharmakokinetischen Daten, die mit dem chromogenen Testermittelt wurden, waren ähnlich denen, die mit dem Einstufen-Gerinnungstest ermittelt wurden.

Die pharmakokinetischen Eigenschaften wurden an 28 Patienten (≥ 15 Jahre) untersucht, die ELOCTA(rFVIIIFc) erhielten. Nach einer Auswaschphase von mindestens 96 Stunden (4 Tage) erhielten die

Patienten eine Einzeldosis zu 50 I.E./kg ELOCTA. Pharmakokinetische Proben wurden vor der Dosisgabeund anschließend an sieben Zeitpunkten bis zu 120 Stunden (5 Tage) nach der Dosisgabe entnommen. Diepharmakokinetischen Parameter nach einer Dosis von 50 I.E./kg ELOCTA sind in den Tabellen 3 und 4wiedergegeben.

Tabelle 3: Pharmakokinetische Parameter von ELOCTA mit dem Einstufen-Gerinnungstestbestimmt

ELOCTA

Pharmakokinetische Parameter1 (95%-KI)

N = 28

Inkrementelle Recovery (I.E./dl pro I.E./kg) 2,24(2,11 - 2,38)

AUC/Dosis 51,2(I.E.*h/dl pro I.E./kg) (45,0 - 58,4)

Cmax (I.E./dl) 108(101 - 115)

CL (ml/h/kg) 1,95(1,71 - 2,22)t½ (h) 19,0(17,0 - 21,1)

MRT (h) 25,2(22,7 - 27,9)

Vss (ml/kg) 49,1(46,6 - 51,7)1 Die pharmakokinetischen Parameter sind als geometrischer Mittelwert (95%iges KI) angegeben

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; Cmax = maximale Aktivität; AUC = Fläche unter der Kurve aus der

FVIII-Aktivität gegen die Zeit; t½ = terminale Halbwertszeit; CL = Clearance; Vss = Verteilungsvolumenim Steady State; MRT = mittlere Verweildauer.

Tabelle 4: Pharmakokinetische Parameter von ELOCTA mit dem chromogenen Test bestimmt

Pharmakokinetische Parameter1 ELOCTA(95%-KI)

N = 27

Inkrementelle Recovery (I.E./dl pro I.E./kg) 2,49(2,28 - 2,73)

AUC/Dosis 47,5(I.E.*h/dl pro I.E./kg) (41,6 - 54,2)

Cmax (I.E./dl) 131(104 - 165)

CL (ml/h/kg) 2,11(1,85 - 2,41)t½ (h) 20,9(18,2 - 23,9)

MRT (h) 25,0(22,4 - 27,8)

Vss (ml/kg) 52,6(47,4 - 58,3)1 Die pharmakokinetischen Parameter sind als geometrischer Mittelwert (95%iges KI) angegeben

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; Cmax = maximale Aktivität; AUC = Fläche unter der Kurve aus der

FVIII-Aktivität gegen die Zeit; t½ = terminale Halbwertszeit; CL = Clearance; Vss = Verteilungsvolumenim Steady State; MRT = mittlere Verweildauer.

Die pharmakokinetischen Daten zeigen, dass ELOCTA eine verlängerte Halbwertszeit aufweist.

Kinder und Jugendliche

Die pharmakokinetischen Parameter von ELOCTA wurden in Studie I für Jugendliche(pharmakokinetische Probennahme vor der Dosisgabe und an mehreren Zeitpunkten bis zu 120 Stunden[5 Tage] nach der Dosisgabe) und in Studie II für Kinder (pharmakokinetische Probennahme vor der

Dosisgabe und an mehreren Zeitpunkten bis zu 72 Stunden [3 Tage] nach der Dosisgabe) bestimmt. Diemit den Daten pädiatrischer Patienten unter 18 Jahren berechneten pharmakokinetischen Parameter sind inden Tabellen 5 und 6 wiedergegeben.

Tabelle 5: Pharmakokinetische Parameter von ELOCTA in Kindern und Jugendlichen mit dem

Einstufen-Gerinnungstest bestimmt

Studie II Studie I*

Pharmakokinetische1 < 6 Jahre 6 bis < 12 Jahre 12 bis < 18 Jahre

Parameter

N = 23 N = 31 N = 11

Inkrementelle Recovery 1,90 2,30 1,81(I.E./dl pro I.E./kg) (1,79 - 2,02) (2,04 - 2,59) (1,56 - 2,09)

AUC/Dosis 28,9 38,4 38,2(I.E.*h/dl pro I.E./kg) (25,6 - 32,7) (33,2 - 44,4) (34,0 - 42,9)t½ (h) 12,3 13,5 16,0(11,0 - 13,7) (11,4 - 15,8) (13,9 - 18,5)

MRT (h) 16,8 19,0 22,7(15,1 - 18,6) (16,2 - 22,3) (19,7 - 26,1)

CL (ml/h/kg) 3,46 2,61 2,62(3,06 - 3,91) (2,26 - 3,01) (2,33 - 2,95)

Vss (ml/kg) 57,9 49,5 59,4(54,1 - 62,0) (44,1 - 55,6) (52,7 - 67,0)1 Die pharmakokinetischen Parameter sind als geometrischer Mittelwert (95%iges KI) angegeben

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; AUC = Fläche unter der Kurve aus der FVIII-Aktivität gegen die

Zeit; t½ = terminale Halbwertszeit; CL = Clearance; MRT = mittlere Verweildauer;

Vss = Verteilungsvolumen im Steady State.

* Die pharmakokinetischen Parameter für das Alter von 12 bis < 18 Jahren beruhen auf Daten von

Patienten sämtlicher Behandlungsarme in Studie I mit unterschiedlichen Probennahmenplänen.

Tabelle 6: Pharmakokinetische Parameter von ELOCTA in Kindern und Jugendlichen mit demchromogenen Test bestimmt

Studie II Studie I*

Pharmakokinetische1 < 6 Jahre 6 bis < 12 Jahre 12 bis < 18 Jahre

Parameter

N = 24 N = 27 N = 11

Inkrementelle Recovery 1,88 2,08 1,91(I.E./dl pro I.E./kg) (1,73 - 2,05) (1,91 - 2,25) (1,61 - 2,27)

AUC/Dosis 25,9 32,8 40,8(I.E.*h/dl pro I.E./kg) (23,4 - 28,7) (28,2 - 38,2) (29,3 - 56,7)t½ (h) 14,3 15,9 17,5(12,6 - 16,2) (13,8 - 18,2) (12,7 - 24,0)

MRT (h) 17,2 20,7 23,5(15,4 - 19,3) (18,0 - 23,8) (17,0 - 32,4)

CL (ml/h/kg) 3,86 3,05 2,45(3,48 - 4,28) (2,62 - 3,55) (1,76 - 3,41)

Vss (ml/kg) 66,5 63,1 57,6(59,8 - 73,9) (56,3 - 70,9) (50,2 - 65,9)1 Die pharmakokinetischen Parameter sind als geometrischer Mittelwert (95%iges KI) angegeben

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; AUC = Fläche unter der Kurve aus der FVIII-Aktivität gegen die

Zeit; t½ = terminale Halbwertszeit; CL = Clearance; MRT = mittlere Verweildauer;

Vss = Verteilungsvolumen im Steady State.

* Die pharmakokinetischen Parameter für das Alter von 12 bis < 18 Jahren beruhen auf Daten von

Patienten sämtlicher Behandlungsarme in Studie I mit unterschiedlichen Probennahmenplänen.

Im Vergleich zu Jugendlichen und Erwachsenen können Kinder unter 12 Jahren eine höhere Clearance undeine kürzere Halbwertszeit aufweisen, was mit den Daten anderer Gerinnungsfaktoren übereinstimmt.

Diese Unterschiede sind bei der Dosierung zu berücksichtigen.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den Studien zur akuten Toxizität und zur Toxizität bei wiederholter Gabe (einschließlich

Beurteilungen der lokalen Toxizität und der Sicherheitspharmakologie) lassen die präklinischen Datenkeine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Studien zur Untersuchung der Genotoxizität, deskanzerogenen Potentials, der Reproduktionstoxizität oder der embryofetalen Entwicklungstoxizität wurdennicht durchgeführt. In einer Studie zur Plazentagängigkeit wurde gezeigt, dass ELOCTA bei Mäusen ingeringen Mengen die Plazenta passiert.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver:
Sucrose

Natriumchlorid

Histidin

Calciumchlorid-Dihydrat

Polysorbat 20

Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung)

Salzsäure (zur pH-Einstellung)

Lösungsmittel:

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Nur das beigefügte Infusionsset sollte benutzt werden, da es infolge der Adsorption von

Gerinnungsfaktor VIII an den Innenflächen einiger Injektionsausrüstungen zu einem Behandlungsversagenkommen kann.

6.3 Haltbarkeit

Ungeöffnete Durchstechflasche5 Jahre

Während der Dauer der Haltbarkeit kann das Arzneimittel einmalig für bis zu 6 Monate bei

Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden. Das Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank sollteauf dem Umkarton vermerkt werden. Nach Aufbewahrung bei Raumtemperatur darf das Arzneimittel nichtwieder im Kühlschrank gelagert werden. Das Arzneimittel darf nach dem auf der Durchstechflascheangegebenen Verfalldatum oder sechs Monate nach der Entnahme des Umkartons aus dem Kühlschrank(je nachdem, welches Datum früher eintritt) nicht mehr verwendet werden.

Nach Rekonstitution

Die chemische und physikalische Stabilität nach Rekonstitution wurde für 6 Stunden nachgewiesen, wenndas rekonstituierte Arzneimittel bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt wird. Arzneimittel vordirekter Sonneneinstrahlung schützen. Nach der Rekonstitution muss das Arzneimittel entsorgt werden,wenn es nicht innerhalb von 6 Stunden verwendet wird. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das

Arzneimittel sofort nach der Rekonstitution verwendet werden. Wenn das Arzneimittel nicht sofortverwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten während der Anwendung und die

Aufbewahrungsbedingungen vor der Anwendung in der Verantwortlichkeit des Anwenders.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren,um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Jede Packung enthält:

- Pulver in einer Durchstechflasche (Typ-1-Glas) mit einem Chlorobutyl-Gummistopfen

- 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze (Typ-1-Glas) mit einem Bromobutyl-Gummikolbenstopfen

- eine Kolbenstange

- einen sterilen Durchstechflaschen-Adapter für die Rekonstitution

- ein steriles Infusionsset

- zwei Alkoholtupfer

- zwei Pflaster

- einen Gazetupfer

Packungsgröße: 1 Einheit.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Das lyophilisiertes Pulver zur Injektion in der Durchstechflasche muss mit dem bereitgestellten

Lösungsmittel (Wasser für Injektionszwecke) aus der Fertigspritze unter Verwendung des sterilen

Durchstechflaschen-Adapters rekonstituiert werden.

Die Durchstechflasche sollte vorsichtig geschwenkt werden, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.

Das rekonstituierte Arzneimittel sollte vor der Verabreichung einer Sichtprüfung auf Partikel und

Verfärbungen unterzogen werden. Die Lösung sollte klar bis schwach schillernd und farblos sein. Die

Lösung darf nicht verwendet werden, wenn sie trübe ist oder Ablagerungen zu sehen sind.

Zusätzliche Informationen zur Rekonstitution und Verabreichung:

ELOCTA wird mittels intravenöser (i.v.) Injektion verabreicht, nachdem das Pulver zur Herstellung einer

Injektionszubereitung mit dem bereitgestellten Lösungsmittel aus der Fertigspritze aufgelöst wurde. Eine

Packung ELOCTA enthält:

A) 1 Durchstechflasche mit Pulver

B) 3 ml Lösungsmittel in einer

Fertigspritze

C) 1 Kolbenstange

D) 1 Durchstechflaschen-Adapter

E) 1 Infusionsset

F) 2 Alkoholtupfer

G) 2 Pflaster

H) 1 Gazetupfer

ELOCTA sollte nicht mit anderen Injektions- oder Infusionslösungen gemischt werden.

Waschen Sie sich die Hände, bevor Sie die Packung öffnen.

Zubereitung:

1. Überprüfen Sie den Namen und die Produktstärke auf der Packung, um sicherzustellen, dassdiese das richtige Arzneimittel enthält. Überprüfen Sie das Verfalldatum auf dem Umkarton von

ELOCTA. Nicht verwenden, wenn das Verfalldatum des Arzneimittels abgelaufen ist.

2. Wenn ELOCTA in einem Kühlschrank aufbewahrt wurde, warten Sie vor der Anwendung, bisdie Durchstechflasche mit ELOCTA (A) und die Spritze mit dem Lösungsmittel (B)

Raumtemperatur angenommen haben. Verwenden Sie keine externe Wärmequelle.

3. Stellen Sie die Durchstechflasche auf eine saubere, ebene

Oberfläche. Nehmen Sie die Flip-Top-Kappe aus Kunststoff vonder Durchstechflasche mit ELOCTA ab.

4. Wischen Sie die Oberseite der Durchstechflasche mit einem der inder Packung enthaltenen Alkoholtupfer (F) ab und lassen Sie siean der Luft trocknen. Berühren Sie nach dem Abwischen die

Oberseite der Durchstechflasche nicht bzw. lassen Sie die

Oberseite nicht mit anderen Gegenständen in Berührung kommen.

5. Ziehen Sie das Schutzpapier vom durchsichtigen Kunststoffadapter (D) ab. Nehmen Sie den

Adapter nicht aus der Schutzkappe heraus. Vermeiden Sie, die Innenseite der Packung des

Durchstechflaschen-Adapters zu berühren.

6. Stellen Sie die Durchstechflasche auf eine ebene Oberfläche.

Halten Sie den Durchstechflaschen-Adapter an seiner Schutzkappeund setzen Sie ihn gerade auf die Oberseite der Durchstechflasche.

Drücken Sie den Adapter fest nach unten, bis er oben auf der

Durchstechflasche einrastet und der Adapterdorn durch den

Stopfen der Durchstechflasche dringt.

7. Verbinden Sie die Kolbenstange (C) mit der Lösungsmittel-

Spritze, indem Sie die Spitze der Kolbenstange in die Öffnung des

Spritzenkolbens einführen. Drehen Sie die Kolbenstange kräftigim Uhrzeigersinn, bis sie fest im Spritzenkolben sitzt.

8. Brechen Sie die weiße, manipulationssichere Kunststoffkappe vonder Lösungsmittel-Spritze ab, indem Sie sie an der Perforationbiegen, bis sie bricht. Legen Sie die Kappe mit der Oberseite nachunten auf eine ebene Oberfläche. Berühren Sie nicht die Innenseiteder Kappe oder die Spritzenspitze.

9. Entfernen Sie die Schutzkappe vom Adapter und entsorgen Siesie.

10. Verbinden Sie die Lösungsmittel-Spritze mit dem

Durchstechflaschen-Adapter, indem Sie die Spitze der Spritze indie Adapteröffnung einführen. Drücken und drehen Sie die Spritzekräftig im Uhrzeigersinn, bis sicher verbunden ist.

11. Drücken Sie die Kolbenstange langsam nach unten, um dasgesamte Lösungsmittel in die Durchstechflasche mit ELOCTA zuinjizieren.

12. Lassen Sie die Spritze am Adapter und die Kolbenstangeheruntergedrückt und schwenken Sie vorsichtig die

Durchstechflasche, bis sich das Pulver gelöst hat.

Nicht schütteln.

13. Die fertige Lösung muss vor der Verabreichung einer Sichtprüfung unterzogen werden. Die

Lösung soll klar bis schwach schillernd und farblos sein. Sie dürfen die Lösung nichtverwenden, wenn sie trübe ist oder sichtbare Partikel enthält.

14. Achten Sie darauf, dass die Kolbenstange in der Spritze weiterhinvollständig heruntergedrückt ist, und drehen Sie dann die

Durchstechflasche auf den Kopf. Ziehen Sie die Kolbenstangelangsam heraus, um die gesamte Lösung durch den

Durchstechflaschen-Adapter in die Spritze aufzuziehen.

15. Nehmen Sie die Spritze vom Durchstechflaschen-Adapter ab,indem Sie die Durchstechflasche vorsichtig ziehen und gegen den

Uhrzeigersinn drehen.

Hinweis: Wenn Sie mehr als eine Durchstechflasche von ELOCTA pro Injektion verwenden, bereiten

Sie jede Durchstechflasche gemäß den obigen Anweisungen (Schritte 1 bis 13) einzeln zu. Entfernen

Sie die Lösungsmittel-Spritze und lassen Sie den Durchstechflaschen-Adapter angeschlossen. Zum

Aufziehen der vorbereiteten Lösungen der einzelnen Durchstechflaschen kann eine einzelne große

Luer-Lock-Spritze verwendet werden.

16. Entsorgen Sie die Durchstechflasche und den Adapter.

Hinweis: Wenn Sie die Lösung nicht sofort anwenden, sollte die Spritzenkappe vorsichtig wieder aufdie Spritzenspitze aufgesetzt werden. Berühren Sie nicht die Spritzenspitze oder die Innenseite der

Kappe.

Nach der Zubereitung kann ELOCTA vor der Verabreichung bis zu 6 Stunden bei Raumtemperaturaufbewahrt werden. Nach dieser Zeit muss das zubereitete ELOCTA entsorgt werden. Vor direkter

Sonneneinstrahlung schützen.

Verabreichung (intravenöse Injektion):

ELOCTA sollte mit dem der Packung beiliegenden Infusionsset (E) verabreicht werden.

1. Öffnen Sie die Packung mit dem Infusionsset und entfernen Siedie Kappe am Ende des Schlauchs. Schließen Sie die Spritze mitder zubereiteten ELOCTA-Lösung durch Drehen im

Uhrzeigersinn an das Ende des Infusionsschlauchs an.

2. Verwenden Sie bei Bedarf einen Stauschlauch (Tourniquet) und bereiten Sie die Injektionsstellevor, indem Sie die Haut gründlich mit dem anderen Alkoholtupfer aus der Packung abwischen.

3. Entfernen Sie die gesamte Luft aus dem Infusionsschlauch, indem Sie die Kolbenstangelangsam herunterdrücken, bis Flüssigkeit die Nadel des Infusionsbestecks erreicht hat. Drücken

Sie die Lösung nicht durch die Nadel. Entfernen Sie die durchsichtige Kunststoffschutzhüllevon der Nadel.

4. Führen Sie die Nadel des Infusionsbestecks gemäß den Anweisungen Ihres Arztes oder desmedizinischen Fachpersonals in eine Vene ein und entfernen Sie das Tourniquet. Wenn Siemöchten, können Sie eines der Pflaster (G) aus der Packung verwenden, um die

Kunststoffflügel der Nadel an der Injektionsstelle zu fixieren. Das zubereitete Arzneimittel sollüber mehrere Minuten intravenös injiziert werden. Ihr Arzt kann die für Sie empfohlene

Injektionsgeschwindigkeit ändern, damit es für Sie angenehmer ist.

5. Nachdem die Injektion beendet und die Nadel entfernt wurde,klappen Sie den Nadelschutz über die Nadel und lassen ihneinrasten.

6. Entsorgen Sie die gebrauchte Nadel, nicht verwendete Lösung, die Spritze und die leere

Durchstechflasche auf sichere Weise in einem geeigneten Behälter für medizinische Abfälle, dadiese Materialien andere Menschen verletzen können, wenn sie nicht ordnungsgemäß entsorgtwerden. Die Ausrüstung darf nicht wiederverwendet werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zubeseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)

SE-112 76 Stockholm,

Schweden

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/15/1046/001

EU/1/15/1046/002

EU/1/15/1046/003

EU/1/15/1046/004

EU/1/15/1046/005

EU/1/15/1046/006

EU/1/15/1046/007

EU/1/15/1046/008

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 19. November 2015

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19. August 2020

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

15/07/2024

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.