Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ELEBRATO ELLIPTA 92mcg / 55mcg / 22mcg einzeldosis-inhalationspulver
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Elebrato Ellipta 92 Mikrogramm/55 Mikrogramm/22 Mikrogramm einzeldosiertes Pulver zur
Inhalation
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede einzelne Inhalation enthält eine abgegebene Dosis (die aus dem Mundstück abgegebene Dosis)von 92 Mikrogramm Fluticasonfuroat, 65 Mikrogramm Umeclidiniumbromid (entsprechend55 Mikrogramm Umeclidinium) und 22 Mikrogramm Vilanterol (als Trifenatat). Dies entspricht einerabgemessenen Dosis von 100 Mikrogramm Fluticasonfuroat, 74,2 Mikrogramm Umeclidiniumbromid,entsprechend 62,5 Mikrogramm Umeclidinium, und 25 Mikrogramm Vilanterol (als Trifenatat).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede abgegebene Dosis enthält etwa 25 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Einzeldosiertes Pulver zur Inhalation (Pulver zur Inhalation)
Weißes Pulver in einem hellgrauen Inhalator (Ellipta) mit einer beigen Schutzkappe über dem
Mundstück und einem Zählwerk.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Elebrato Ellipta ist angezeigt für die Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit moderater bisschwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die mit einer Kombination aus eineminhalativen Kortikosteroid und einem langwirksamen Beta2-Agonisten oder mit einer Kombination auseinem langwirksamen Beta2-Agonisten und einem langwirksamen Muscarinrezeptor-Antagonistennicht ausreichend eingestellt sind (zu den Wirkungen hinsichtlich Symptomkontrolle und Vermeidungvon Exazerbationen siehe Abschnitt 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungDie empfohlene Dosis und Höchstdosis ist eine Inhalation einmal täglich, jeweils zur gleichen
Tageszeit.
Falls eine Dosis ausgelassen wurde, ist die nächste Dosis am nächsten Tag zur üblichen Zeit zuinhalieren.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenBei Patienten ab 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Einschränkung der NierenfunktionBei Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe
Abschnitt 5.2).
Einschränkung der LeberfunktionBei Patienten mit leichter, mittelschwerer oder schwerer Einschränkung der Leberfunktion ist keine
Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Einschränkung der
Leberfunktion sollte die Anwendung von Elebrato Ellipta mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitte 4.4und 5.2).
Kinder und JugendlicheEs gibt im Anwendungsgebiet COPD keinen relevanten Nutzen von Elebrato Ellipta bei Kindern und
Jugendlichen (im Alter von unter 18 Jahren).
Art der AnwendungAusschließlich zur Inhalation.
Hinweise für die Anwendung:
Die folgende Anleitung für den Inhalator mit 30 Dosen (Bedarf für 30 Tage) gilt auch für den
Inhalator mit 14 Dosen (Bedarf für 14 Tage).
a) Vorbereitung einer Dosis
Öffnen Sie die Schutzkappe erst, wenn Sie für die Inhalation einer Dosis bereit sind. Schütteln Sieden Inhalator jetzt nicht.
Schieben Sie die Schutzkappe herunter, bis ein 'Klicken“ zu hören ist. Das Arzneimittel ist jetzt zum
Inhalieren bereit.
Zur Bestätigung zählt das Zählwerk um 1 herunter. Wenn das Zählwerk nicht herunterzählt, obwohldas 'Klicken“ zu hören ist, gibt der Inhalator keine Dosis ab. In diesem Fall ist der Inhalator in die
Apotheke zurückzubringen und dort um Rat zu fragen.
b) Wie das Arzneimittel zu inhalieren ist
Der Inhalator ist vom Mund entfernt zu halten und es ist so weit wie möglich auszuatmen. Dabei darfaber nicht in den Inhalator hinein geatmet werden.
Das Mundstück ist zwischen die Lippen zu nehmen und dann fest mit den Lippen zu umschließen.
Während der Anwendung dürfen die Lüftungsschlitze nicht mit den Fingern blockiert werden.
* Atmen Sie in einem langen, gleichmäßigen und tiefen Atemzug ein. Der Atem ist so lange wiemöglich anzuhalten (mindestens 3-4 Sekunden).
* Nehmen Sie den Inhalator vom Mund.
* Atmen Sie langsam und ruhig aus.
Möglicherweise kann das Arzneimittel weder geschmeckt noch gefühlt werden, auch wenn der
Inhalator richtig angewendet wurde.
Das Mundstück des Inhalators kann unter Verwendung eines trockenen Tuchs vor dem Schließen der
Schutzkappe gereinigt werden.
c) Schließen Sie den Inhalator und spülen Sie den Mund aus
Schieben Sie die Schutzkappe vollständig nach oben, um das Mundstück abzudecken.
Spülen Sie Ihren Mund mit Wasser aus, nachdem Sie den Inhalator angewendet haben. Schlucken Siedas Wasser nicht.
Dadurch wird die Gefahr verringert, dass als Nebenwirkung ein wunder Mund oder Rachen auftritt.
Weitere Hinweise zur Bedienung des Geräts, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Asthma
Dieses Arzneimittel sollte bei Patienten mit Asthma nicht angewendet werden, da es bei dieser
Patientenpopulation nicht untersucht wurde.
Nicht zur Anwendung im Akutfall
Es liegen keine klinischen Daten vor, die die Anwendung von Elebrato Ellipta zur Behandlung vonakuten Episoden eines Bronchospasmus oder zur Behandlung einer akuten COPD-Exazerbation (d. h.
als Notfallmedikation) stützen.
Verschlechterung der Erkrankung
Ein erhöhter Gebrauch von kurzwirksamen Bronchodilatatoren zur Symptomlinderung kann ein
Anzeichen für eine Verschlechterung der Krankheitskontrolle sein. Bei einer Verschlechterung der
COPD während der Behandlung mit Elebrato Ellipta sollte der Patient erneut untersucht und die
COPD-Behandlung überdacht werden.
Die Patienten sollten die Therapie mit Elebrato Ellipta nicht ohne ärztliche Überwachung abbrechen,da nach Absetzen des Arzneimittels wieder Symptome auftreten können.
Paradoxer Bronchospasmus
Nach der Anwendung von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol kann ein paradoxer
Bronchospasmus mit sofortigem Giemen und Kurzatmigkeit auftreten, der lebensbedrohlich sein kann.
Wenn ein paradoxer Bronchospasmus auftritt, muss die Behandlung sofort abgesetzt werden. Der
Patient sollte untersucht und, falls erforderlich, eine alternative Therapie eingeleitet werden.
Kardiovaskuläre WirkungenKardiovaskuläre Wirkungen wie Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern und Tachykardie)können nach Anwendung von Muscarinrezeptor-Antagonisten und Sympathomimetika, einschließlich
Umeclidinium bzw. Vilanterol, auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Deshalb soll Elebrato Ellipta bei
Patienten mit instabilen oder lebensbedrohlichen kardiovaskulären Erkrankungen mit Vorsichtangewendet werden.
Patienten mit Einschränkung der Leberfunktion
Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion, die Elebrato Elliptaerhalten, sollten hinsichtlich systemischer kortikosteroidbedingter Nebenwirkungen überwacht werden(siehe Abschnitt 5.2).
Systemische Kortikosteroidwirkungen
Systemische Wirkungen können bei jedem inhalativen Kortikosteroid auftreten, insbesondere unterhohen Dosierungen, die über einen langen Zeitraum verordnet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dassdiese Wirkungen auftreten, ist jedoch deutlich geringer als unter oralen Kortikosteroiden.
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten.
Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstelligwird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in
Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene
Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendungsystemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
BegleiterkrankungenElebrato Ellipta sollte bei Patienten mit konvulsiven Erkrankungen oder Thyreotoxikose und bei
Patienten, die ungewöhnlich stark auf beta2-adrenerge Agonisten ansprechen, mit Vorsichtangewendet werden.
Elebrato Ellipta sollte bei Patienten mit Lungentuberkulose oder bei Patienten mit chronischen oderunbehandelten Infektionen mit Vorsicht angewendet werden.
Anticholinerge Aktivität
Elebrato Ellipta sollte bei Patienten mit Engwinkelglaukom mit Vorsicht angewendet werden. Die
Patienten sollen über die Anzeichen und Symptome eines akuten Engwinkelglaukoms informiert undangewiesen werden, die Anwendung von Elebrato Ellipta bei Auftreten dieser Anzeichen oder
Symptome abzubrechen und unverzüglich ihren Arzt aufzusuchen.
Vorsicht ist geboten bei der Verschreibung von Elebrato Ellipta an Patienten mit Harnretention oder
Risikofaktoren für Harnretention, z. B. bei gutartiger Hypertrophie der Prostata. Fälle von akuter
Harnretention wurden in der Zeit nach der Markteinführung beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Pneumonie bei COPD-Patienten
Eine Zunahme der Inzidenz von Pneumonien, einschließlich Pneumonien, die eine
Krankenhauseinweisung erfordern, wurde bei COPD-Patienten, die inhalative Kortikosteroideerhalten, beobachtet. Es gibt einige Hinweise darauf, dass ein erhöhtes Risiko für Pneumonien miteiner erhöhten Steroid-Dosierung einhergeht. Dies konnte jedoch nicht eindeutig in allen Studiengezeigt werden.
Es gibt keinen eindeutigen klinischen Nachweis für Unterschiede im Ausmaß des Pneumonierisikosinnerhalb der Klasse der inhalativen Kortikosteroide.
Ärzte sollten bei COPD-Patienten auf eine mögliche Entwicklung einer Pneumonie achten, da sich dieklinischen Merkmale einer solchen Entzündung mit den Symptomen von COPD-Exazerbationenüberschneiden.
Risikofaktoren für eine Pneumonie bei COPD-Patienten umfassen aktuelles Rauchen, höheres Alter,niedrigen Body-Mass-Index (BMI) und schwere COPD-Ausprägungen.
Hypokaliämie
Beta2-adrenerge Agonisten können bei einigen Patienten eine signifikante Hypokaliämie verursachen,die möglicherweise unerwünschte kardiovaskuläre Wirkungen hervorrufen kann. Die Abnahme des
Serumkaliums ist üblicherweise vorübergehend und erfordert keine Supplementierung.
In klinischen Studien mit Elebrato Ellipta wurden in der empfohlenen therapeutischen Dosis keineklinisch relevanten Auswirkungen einer Hypokaliämie beobachtet. Vorsicht ist angezeigt bei
Anwendung von Elebrato Ellipta mit anderen Arzneimitteln, die ebenfalls eine Hypokaliämieverursachen können (siehe Abschnitt 4.5).
HyperglykämieBeta2-adrenerge Agonisten können bei einigen Patienten zu einem vorübergehenden Anstieg des
Blutzuckerspiegels führen. In klinischen Studien mit Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterolwurden bei der empfohlenen therapeutischen Dosis keine klinisch relevanten Wirkungen auf den
Blutzuckerspiegel beobachtet. Bei Diabetikern, die mit Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterolbehandelt wurden, wurde über einen Anstieg des Blutzuckerspiegels berichtet. Dies sollte bei der
Verordnung für Patienten mit Diabetes mellitus in der Vorgeschichte berücksichtigt werden (siehe
Abschnitt 4.8). Bei Patienten mit Diabetes sollte der Blutzuckerspiegel nach Beginn der Behandlungmit Elebrato Ellipta engmaschiger überwacht werden.
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nichtanwenden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Durch Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol in klinischen Dosen hervorgerufene klinischbedeutsame Arzneimittelwechselwirkungen sind wegen der niedrigen Plasmakonzentrationen nachinhalativer Anwendung als unwahrscheinlich anzusehen.
Wechselwirkungen mit Betablockern
Beta2-Blocker können die Wirkung von beta2-adrenergen Agonisten wie Vilanterol abschwächen oderaufheben. Falls Betablocker erforderlich sind, sollten kardioselektive Betablocker in Betracht gezogenwerden. Bei gleichzeitiger Anwendung sowohl nichtselektiver als auch selektiver Betablocker istjedoch Vorsicht geboten.
Wechselwirkungen mit CYP3A4-Inhibitoren
Fluticasonfuroat und Vilanterol unterliegen beide einer raschen Clearance aufgrund einesausgeprägten First-Pass-Metabolismus durch das Enzym CYP3A4.
Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung starker CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol,
Ritonavir, oder cobicistathaltiger Produkte), da die Möglichkeit einer erhöhten systemischen
Exposition von Fluticasonfuroat und Vilanterol besteht, die zu vermehrten Nebenwirkungen führenkönnte. Die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte
Risiko systemischer Nebenwirkungen der Kortikosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten aufsystemische Kortikosteroidnebenwirkungen überwacht werden. Bei gesunden Probanden wurde mitder Kombination Fluticasonfuroat/Vilanterol (184/22 Mikrogramm) und dem starken CYP3A4-
Inhibitor Ketoconazol (400 mg) eine Studie mit wiederholter Anwendung durchgeführt. Diegleichzeitige Anwendung erhöhte die Mittelwerte der AUC(0-24) und der Cmax von Fluticasonfuroat um36 % bzw. 33 %. Die Zunahme der Exposition von Fluticasonfuroat ging mit einer Abnahme des über0-24 Stunden gewichteten mittleren Serumcortisolspiegels um 27 % einher. Die gleichzeitige
Anwendung erhöhte die Mittelwerte der AUC(0-t) und der Cmax von Vilanterol um 65 % bzw. 22 %. Die
Zunahme der Vilanterol-Exposition war nicht mit einer Zunahme der durch den Beta2-Agonistenbedingten systemischen Wirkungen auf Herzfrequenz oder Blutkaliumspiegel verbunden.
Wechselwirkungen mit CYP2D6-Inhibitoren/CYP2D6-Polymorphismus
Umeclidinium ist ein Substrat des Cytochrom-P450-Isoenzyms 2D6 (CYP2D6). Die Steady-State-
Pharmakokinetik von Umeclidinium wurde bei gesunden Probanden untersucht, denen CYP2D6 fehlt(schlechte Metabolisierer). Bei einer im Vergleich zur therapeutischen Dosis um das 8-Fache höheren
Dosis wurde keine Auswirkung auf die AUC oder Cmax von Umeclidinium beobachtet. Bei einer umdas 16-Fache höheren Dosis wurde eine Zunahme der AUC von Umeclidinium auf das ca. 1,3-Fachefestgestellt, während keine Auswirkung auf die Cmax von Umeclidinium erkennbar war. Aufgrund der
Größenordnung dieser Veränderungen ist keine klinisch relevante Arzneimittelwechselwirkung zuerwarten, wenn Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol gleichzeitig mit CYP2D6-Inhibitoren oderbei Patienten mit genetischem Defekt der CYP2D6-Aktivität (schlechte Metabolisierer) angewendetwird.
Wechselwirkungen mit P-Glycoprotein-Inhibitoren
Fluticasonfuroat, Umeclidinium und Vilanterol sind Substrate des P-Glycoprotein (P-gp)-Transporters.
Der Effekt des moderaten P-gp-Inhibitors Verapamil (240 mg einmal täglich) auf die Steady-State-
Pharmakokinetik von Umeclidinium und Vilanterol wurde bei gesunden Probanden untersucht. Eswurde keine Auswirkung von Verapamil auf die Cmax von Umeclidinium oder Vilanterol festgestellt.
Es wurde ein Anstieg der AUC von Umeclidinium auf das 1,4-Fache beobachtet, ohne dass sich eine
Auswirkung auf die AUC von Vilanterol zeigte. Aufgrund der Größenordnung dieser Veränderungenist keine klinisch relevante Arzneimittelwechselwirkung zu erwarten, wenn
Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol gleichzeitig mit P-gp-Inhibitoren angewendet wird.
Klinische Studien zur Pharmakologie mit einem spezifischen P-gp-Inhibitor und Fluticasonfuroatwurden nicht durchgeführt.
Andere langwirksame Antimuscarinergika und langwirksame beta2-adrenerge Agonisten
Die gleichzeitige Anwendung von Elebrato Ellipta mit anderen langwirksamen muscarinergen
Antagonisten oder langwirksamen beta2-adrenergen Agonisten ist nicht untersucht worden und wirdnicht empfohlen, da sie die Nebenwirkungen verstärken kann (siehe Abschnitte 4.8 und 4.9).
Hypokaliämie
Bei gleichzeitiger kaliumsenkender Behandlung mit Methylxanthin-Derivaten, Steroiden odernicht-kaliumsparenden Diuretika kann sich eine durch beta2-adrenerge Agonisten möglicherweisehervorgerufene Hypokaliämie verstärken; deshalb ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftBisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von
Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien habeneine Reproduktionstoxizität bei Expositionen gezeigt, die klinisch nicht relevant sind (siehe
Abschnitt 5.3).
Die Anwendung von Elebrato Ellipta bei Schwangeren sollte nur in Erwägung gezogen werden, wennder erwartete Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für das ungeborene Kind rechtfertigt.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Fluticasonfuroat, Umeclidinium, Vilanterol oder deren Metaboliten in die
Muttermilch übergehen. Jedoch sind andere Kortikosteroide, muscarinerge Antagonisten undbeta2-adrenerge Agonisten in der Muttermilch nachweisbar. Ein Risiko für das
Neugeborene/Kleinkind kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darübergetroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Elebrato Elliptaverzichtet werden soll. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der
Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
FertilitätEs liegen keine Daten zu den Auswirkungen von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol auf die
Fertilität beim Menschen vor. Tierexperimentelle Studien zeigen keine Auswirkungen von
Fluticasonfuroat, Umeclidinium oder Vilanterol auf die männliche oder weibliche Fertilität (siehe
Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenFluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss aufdie Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Nasopharyngitis (7 %), Kopfschmerzen (5 %)und Infektion der oberen Atemwege (2 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDas Sicherheitsprofil von Elebrato Ellipta beruht auf drei klinischen Studien der Phase III und der
Spontanberichterstattung.
In den Fällen, in denen sich die Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen zwischen den Studienunterschieden, wird in der folgenden Tabelle die größere Häufigkeit angegeben.
Die festgestellten Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse aufgeführt.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehrhäufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10 000bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren
Daten nicht abschätzbar).
Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit
Infektionen und parasitäre Pneumonie Häufig
Erkrankungen Infektion der oberen Atemwege
Bronchitis
Pharyngitis
Rhinitis
Sinusitis
Influenza
Nasopharyngitis
Candidiasis im Mund- und Rachenraum
Harnwegsinfektion
Virale Infektion der Atemwege Gelegentlich
Erkrankungen des Überempfindlichkeitsreaktionen Selten
Immunsystems einschließlich Anaphylaxie, Angioödem,
Urtikaria und Hautausschlag
Stoffwechsel- und Hyperglykämie Selten
Ernährungsstörungen
Psychiatrische Erkrankungen Angstzustände Selten
Erkrankungen des Kopfschmerzen Häufig
Nervensystems Dysgeusie Gelegentlich
Tremor Selten
Augenerkrankungen Verschwommenes Sehen (siehe Abschnitt Gelegentlich4.4)
Glaukom
Augenschmerzen
Erhöhter Augeninnendruck Selten
Herzerkrankungen Supraventrikuläre Tachyarrhythmie Gelegentlich
TachykardieVorhofflimmern
Palpitationen Selten
Erkrankungen der Husten Häufig
Atemwege, des Brustraums Schmerzen im Oropharynxund Mediastinums Dysphonie Gelegentlich
Erkrankungen des Obstipation Häufig
Gastrointestinaltrakts Trockener Mund Gelegentlich
Skelettmuskulatur-, Arthralgie Häufig
Bindegewebs- und Rückenschmerzen
Knochenerkrankungen Frakturen Gelegentlich
Muskelspasmen Selten
Erkrankungen der Nieren Harnretention Seltenund Harnwege Dysurie
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenPneumonie
Bei insgesamt 1 810 Patienten mit fortgeschrittener COPD (mittleres postbronchodilatatorisches FEV1beim Screening 45 % vom Sollwert, Standardabweichung [SD] 13 %), von denen 65 % in dem Jahrvor Studieneintritt eine moderate/schwere COPD-Exazerbation hatten (Studie CTT116853), war die
Inzidenz der bis zu 24 Wochen berichteten Pneumonieereignisse bei den mit Elebrato Elliptabehandelten Patienten höher (20 Patienten, 2 %) als bei den Patienten, die Budesonid/Formoterolerhielten (7 Patienten, < 1 %). Pneumonien, die eine Krankenhauseinweisung erforderten, traten im
Zeitraum bis zu 24 Wochen bei 1 % der mit Elebrato Ellipta behandelten Patienten und bei < 1 % der
Patienten auf, die Budesonid/Formoterol erhielten. Bei einem Patienten, der Elebrato Ellipta erhielt,wurde über eine Pneumonie mit tödlichem Ausgang berichtet. In der Untergruppe von 430 Patienten,die bis zu 52 Wochen behandelt wurden, betrug die Inzidenz von Pneumonieereignissen sowohl im
Behandlungsarm mit Elebrato Ellipta als auch im Budesonid/Formoterol-Behandlungsarm 2 %. Die
Inzidenz von Pneumonien unter Elebrato Ellipta ist mit der vergleichbar, die im Behandlungsarm mit
Fluticasonfuroat/Vilanterol (FF/VI) 100/25 in klinischen FF/VI-Studien zu COPD beobachtet wurde.
In einer 52-wöchigen Studie mit insgesamt 10 355 COPD-Patienten mit einer Vorgeschichte vonmoderaten oder schweren Exazerbationen innerhalb der letzten 12 Monate (mittlerespostbronchodilatatorisches FEV1 beim Screening 46 % vom Sollwert, SD 15 %) (Studie CTT116855)betrug die Inzidenz von Pneumonien 8 % (317 Patienten) für Elebrato Ellipta (n = 4 151), 7 %(292 Patienten) für Fluticasonfuroat/Vilanterol (n = 4 134) und 5 % (97 Patienten) für
Umeclidinium/Vilanterol (n = 2 070). Pneumonien mit tödlichem Ausgang traten bei 12 von 4 151(3,5 pro 1 000 Patientenjahre) der mit Elebrato Ellipta behandelten Patienten auf, sowie bei 5 von4 134 (1,7 pro 1 000 Patientenjahre) der mit Fluticasonfuroat/Vilanterol behandelten Patienten und bei5 von 2 070 (2,9 pro 1 000 Patientenjahre) der mit Umeclidinium/Vilanterol behandelten Patienten.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
SymptomeEine Überdosierung wird wahrscheinlich Anzeichen, Symptome oder Nebenwirkungen hervorrufen,die mit den pharmakologischen Wirkungen der Einzelbestandteile assoziiert sind (z. B. Cushing-
Syndrom, cushingoide Erscheinungen, Nebennierenrindensuppression, Verminderung der
Knochenmineraldichte, trockener Mund, visuelle Akkommodationsstörungen, Tachykardie,
Herzrhythmusstörungen, Tremor, Kopfschmerzen, Palpitationen, Übelkeit, Hyperglykämie und
Hypokaliämie).
BehandlungEs gibt keine spezifische Behandlung für eine Überdosierung von Elebrato Ellipta. Bei einer
Überdosierung sollte der Patient bedarfsgerecht supportiv behandelt und entsprechend überwachtwerden.
Eine kardioselektive Betablockade sollte nur bei starken Anzeichen einer Überdosierung von
Vilanterol, die klinisch besorgniserregend sind und nicht auf supportive Maßnahmen ansprechen,erwogen werden. Kardioselektive Betablocker sollten bei Patienten mit Bronchospasmen in der
Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet werden.
Die weitere Behandlung sollte wie klinisch angezeigt oder gegebenenfalls entsprechend den
Empfehlungen des nationalen Giftinformationszentrums erfolgen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, Sympathomimetikain Kombination mit Anticholinergika einschließlich Dreifachkombinationen mit Kortikosteroiden,
ATC-Code: R03AL08.
WirkmechanismusFluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol ist eine Kombination von inhalativem synthetischem
Kortikosteroid, langwirksamem Muscarinrezeptor-Antagonist und langwirksamem beta2-adrenergem
Agonist (ICS/LAMA/LABA). Nach oraler Inhalation wirken Umeclidinium und Vilanterol lokal aufdie Atemwege und führen über unterschiedliche Mechanismen zu einer Bronchodilatation und
Fluticasonfuroat reduziert die Entzündung.
Fluticasonfuroat
Fluticasonfuroat ist ein Kortikosteroid mit starker antiphlogistischer Wirkung. Der genaue
Mechanismus, über den Fluticasonfuroat COPD-Symptome beeinflusst, ist nicht bekannt.
Kortikosteroide haben ein breites Spektrum an Wirkungen auf viele Zelltypen (z. B. Eosinophile,
Makrophagen, Lymphozyten) und an Entzündungsvorgängen beteiligte Mediatoren (z. B. Zytokineund Chemokine).
Umeclidinium
Umeclidinium ist ein langwirksamer Muscarinrezeptor-Antagonist (auch als ein Anticholinergikumbezeichnet). Umeclidinium übt seine bronchodilatatorische Aktivität durch kompetitive Hemmung der
Bindung von Acetylcholin an die muscarinergen Rezeptoren auf der glatten Bronchialmuskulatur aus.
Es weist am Subtyp M3 des humanen Muscarinrezeptors in vitro eine langsame Reversibilität und invivo eine lange Wirkdauer auf, wenn es in präklinischen Modellen direkt in die Lunge verabreichtwird.
Vilanterol
Vilanterol ist ein selektiver langwirksamer beta2-adrenerger Agonist (LABA). Die pharmakologischen
Wirkungen von Beta2-Adrenozeptoragonisten, einschließlich Vilanterol, sind zumindest teilweise aufeine Stimulation der intrazellulären Adenylatcyclase zurückzuführen, das Enzym, das die
Umwandlung von Adenosintriphosphat (ATP) zu zyklischem 3’,5’-Adenosinmonophosphat(zyklischem AMP) katalysiert. Erhöhte Spiegel von zyklischem AMP bewirken eine Relaxation derglatten Bronchialmuskulatur und hemmen die Freisetzung von Mediatoren der allergischen
Sofortreaktion aus den Zellen, insbesondere aus Mastzellen.
Pharmakodynamische WirkungenKardiale ElektrophysiologieDie Wirkung von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol (FF/UMEC/VI) auf das QT-Intervallwurde nicht in einer gründlichen QT (Thorough QT, TQT)-Studie untersucht. TQT-Studien zu FF/VIund UMEC/VI zeigten bei klinischen Dosen von FF, UMEC und VI keine klinisch relevanten
Wirkungen auf das QT-Intervall.
Bei einer Überprüfung von zentral aufgezeichneten EKGs von 911 Patienten mit COPD, die bis zu24 Wochen oder in einer Untergruppe mit 210 Patienten bis zu 52 Wochen
Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol erhielten, wurden keine klinisch relevanten Wirkungen aufdas QTc-Intervall beobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit von Elebrato Ellipta (92/55/22 Mikrogramm) bei einmal täglicher Anwendungwurde bei Patienten mit klinisch diagnostizierter COPD in zwei aktiv kontrollierten Studien und ineiner Nichtunterlegenheitsstudie untersucht. Alle drei Studien waren multizentrische, randomisierte,doppelblinde Studien, bei denen die Patienten symptomatisch sein mussten mit einem COPD
Assessment Test (CAT)-Score 10 und für mindestens drei Monate vor Studieneintritt eine tägliche
COPD-Erhaltungstherapie angewendet haben mussten.
FULFIL (CTT116853) war eine 24-wöchige Studie (n = 1 810) mit einer Verlängerung bis zu52 Wochen in einer Untergruppe von Patienten (n = 430), in der Elebrato Ellipta(92/55/22 Mikrogramm) mit zweimal täglich angewendetem Budesonid/Formoterol400/12 Mikrogramm (BUD/FOR) verglichen wurde. Beim Screening betrug das mittlerepostbronchodilatatorische FEV1 45 % vom Sollwert und 65 % der Patienten berichteten über eine odermehrere moderate/schwere Exazerbation im vorangegangenen Jahr.
IMPACT (CTT116855) war eine 52-wöchige Studie (n = 10 355), in der Elebrato Ellipta(92/55/22 Mikrogramm) mit Fluticasonfuroat/Vilanterol 92/22 Mikrogramm (FF/VI) und
Umeclidinium/Vilanterol 55/22 Mikrogramm (UMEC/VI) verglichen wurde. Beim Screening betrugdas mittlere postbronchodilatatorische FEV1 46 % vom Sollwert und über 99 % der Patientenberichteten über eine oder mehrere moderate/schwere Exazerbation im vorangegangenen Jahr.
Bei Studieneintritt waren die am häufigsten berichteten COPD-Erhaltungstherapien der FULFIL- und
IMPACT-Studien ICS+LABA+LAMA (28 % bzw. 34 %), ICS+LABA (29 % bzw. 26 %),
LAMA+LABA (10 % bzw. 8 %) und LAMA (9 % bzw. 7 %). Diese Patienten haben möglicherweiseauch andere COPD-Arzneimittel angewendet (z. B. Mukolytika oder Leukotrienrezeptor-
Antagonisten).
Studie 200812 war eine 24-wöchige Nichtunterlegenheitsstudie (n = 1 055), in der Elebrato Ellipta(92/55/22 Mikrogramm) mit der offenen Dreifachtherapie FF/VI (92/22 Mikrogramm) + UMEC(55 Mikrogramm), einmal täglich, mit verschiedenen Inhalatoren verabreicht, verglichen wurde. Dieeingeschlossenen Patienten hatten eine Vorgeschichte von moderaten oder schweren Exazerbationeninnerhalb der letzten 12 Monate.
LungenfunktionIn der FULFIL-Studie trat die bronchodilatatorische Wirkung von Elebrato Ellipta am ersten Tag der
Behandlung auf und blieb über den 24-wöchigen Behandlungszeitraum bestehen (die mittlere
Änderung des FEV1-Wertes gegenüber dem Ausgangswert betrug 90-222 ml an Tag 1 und 160-339 mlin Woche 24). Elebrato Ellipta verbesserte die Lungenfunktion (definiert als mittlere Änderung des
FEV1-Talwerts gegenüber dem Ausgangswert in Woche 24) signifikant (p < 0,001) (siehe Tabelle 1)und die Verbesserung blieb bei der Untergruppe von Patienten, die die Behandlung bis Woche 52fortsetzten, bestehen.
Tabelle 1: Endpunkt Lungenfunktion in der FULFIL-Studie
Behandlungsunterschied
Elebrato
BUD/FOR
Ellipta (95-%-KI)(n = 899)(n = 911) Vergleich mit BUD/FOR
FEV1-Talwert (l) in Woche 24, LS-Schätzung0,142 -0,029 0,171der mittleren Änderung gegenüber dema (0,0083) (0,0085) 0,148; 0,194
Ausgangswert (SE)
FEV1 = forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde; l = Liter; LS = kleinste Quadrate;
SE = Standardfehler; n = Anzahl in der intent-to-treat Population; KI = Konfidenzintervall; a Ein statistischsignifikanter Behandlungsunterschied für FF/UMEC/VI vs. BUD/FOR wurde auch bei den anderen
Bewertungszeitpunkten (Wochen 2, 4 und 12) beobachtet.
In der IMPACT-Studie verbesserte Elebrato Ellipta die Lungenfunktion im Vergleich zu FF/VI und
UMEC/VI über einen Zeitraum von 52 Wochen signifikant (p < 0,001) (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Endpunkt Lungenfunktion in der IMPACT-Studie
Behandlungsunterschied
Elebrato
FF/VI UMEC/VI (95-%-KI)
Ellipta(n = 4 134) (n = 2 070) Vergleich Vergleich(n = 4 151) Elebrato mit Elebrato mit
FF/VI UMEC/VI
FEV1-Talwert (l) in
Woche 52, LS-Schätzung der 0,094 -0,003 0,040 0,097 0,054mittleren Änderung gegenüber (0,004) (0,004) (0,006) 0,085; 0,109 0,039; 0,069dem Ausgangswert (SE)a
FEV1 = forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde; l = Liter; LS = kleinste Quadrate;
SE = Standardfehler; n = Anzahl in der intent-to-treat Population; KI = Konfidenzintervall; a Statistischsignifikante Behandlungsunterschiede für FF/UMEC/VI vs. FF/VI und FF/UMEC/VI vs. UMEC/VI wurdenauch bei den anderen Bewertungszeitpunkten (Wochen 4, 16, 28 und 40) beobachtet.
In der Studie 200812 war Elebrato Ellipta im Vergleich zu FF/VI+UMEC, gleichzeitig angewendetmit zwei Inhalatoren, in Bezug auf die Verbesserung des FEV1-Talwerts gegenüber dem
Ausgangswert in Woche 24, nicht-unterlegen. Die im Voraus festgelegte Nichtunterlegenheitsschwellebetrug 50 ml.
ExazerbationenIn der IMPACT-Studie reduzierte Elebrato Ellipta über 52 Wochen die jährliche Ratemoderater/schwerer Exazerbationen signifikant (p < 0,001) um 15 % (95-%-KI: 10; 20) im Vergleichzu FF/VI (Rate; 0,91 vs. 1,07 Ereignisse pro Patientenjahr) und um 25 % (95-%-KI: 19; 30) im
Vergleich zu UMEC/VI (Rate; 0,91 vs. 1,21 Ereignisse pro Patientenjahr). In der FULFIL-Studiereduzierte Elebrato Ellipta die jährliche Rate moderater/schwerer Exazerbationen im Vergleich zu
BUD/FOR signifikant (p = 0,002) um 35 % (95-%-KI: 14; 51) basierend auf Daten bis zu Woche 24.
In der IMPACT-Studie verlängerte Elebrato Ellipta die Zeit bis zur ersten moderaten/schweren
Exazerbation und verringerte signifikant (p < 0,001) das Risiko einer moderaten/schweren
Exazerbation, gemessen an Hand der Zeit bis zur ersten Exazerbation, sowohl im Vergleich zu FF/VI(14,8 %; 95-%-KI: 9,3; 19,9) als auch im Vergleich zu UMEC/VI (16,0 %; 95-%-KI: 9,4; 22,1). In der
FULFIL-Studie reduzierte Elebrato Ellipta signifikant das Risiko einer moderaten/schweren
Exazerbation im Vergleich zu BUD/FOR über 24 Wochen (33 %; 95-%-KI: 12; 48; p = 0,004).
In der IMPACT-Studie reduzierte Elebrato Ellipta die jährliche Rate schwerer Exazerbationen (d. h.
Exazerbationen, die eine Krankenhauseinweisung erforderten oder zu einem tödlichen Ausgangführten) im Vergleich zu FF/VI um 13 % (95-%-KI: -1; 24; p = 0,064). Im Vergleich zu UMEC/VIreduzierte Elebrato Ellipta die jährliche Rate schwerer Exazerbationen signifikant um 34 % (95-%-KI:
22; 44; p < 0,001).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Elebrato Ellipta verbesserte die gesundheitsbezogene Lebensqualität (gemessen anhand des
Gesamtscores des St. George’s Respiratory Questionnaire [SGRQ]) signifikant (p < 0,001), sowohl inder FULFIL-Studie (Woche 24) im Vergleich zu BUD/FOR (-2,2 Einheiten; 95-%-KI: -3,5; -1,0), alsauch in der IMPACT-Studie (Woche 52) im Vergleich zu FF/VI (-1,8 Einheiten; 95-%-KI: -2,4; -1,1)und UMEC/VI (-1,8 Einheiten; 95-%-KI: -2,6; -1,0).
Ein größerer Teil an Patienten die Elebrato Ellipta erhielten, zeigten sowohl in der FULFIL- als auchin der IMPACT-Studie eine klinisch bedeutsame Verbesserung im SGRQ Gesamtscore. In Woche 24der FULFIL-Studie zeigten 50 % der Elebrato Patienten und 41 % der BUD/FOR Patienten eineklinisch bedeutsame Verbesserung mit einem Chancenverhältnis (Odds-Ratio) von Respondern vs.
Non-Respondern von 1,41 (95-%-KI: 1,16; 1,70). In Woche 52 der IMPACT-Studie zeigten 42 % der
Elebrato Patienten, 34 % der FF/VI Patienten und 34 % der UMEC/VI Patienten eine klinischbedeutsame Verbesserung im SGRQ Gesamtscore mit einem OR vs. FF/VI von 1,41 (95-%-KI: 1,29;1,55) und einem OR vs. UMEC/VI von 1,41 (95-%-KI: 1,26; 1,57); alle Therapievergleiche warenstatistisch signifikant (p < 0,001).
In der FULFIL-Studie war der Anteil an Patienten, die in Woche 24 CAT-Responder waren (definiertals 2 Einheiten unter dem Ausgangswert oder niedriger), signifikant höher (p < 0,001) bei Patienten,die Elebrato Ellipta erhielten, im Vergleich zu BUD/FOR (53 % vs. 45 %; OR 1,44; 95-%-KI: 1,19;1,75). In der IMPACT-Studie war der Anteil an Patienten, die in Woche 52 CAT-Responder waren,signifikant höher (p < 0,001) bei Patienten, die mit Elebrato Ellipta behandelt wurden (42 %) im
Vergleich zu FF/VI (37 %; OR 1,24; 95-%-KI: 1,14; 1,36) und UMEC/VI (36 %; OR 1,28; 95-%-KI:
1,15; 1,43).
Linderung von Symptomen
Kurzatmigkeit wurde mit dem Transitional Dyspnoea Index (TDI) Focal Score in Woche 24 in der
FULFIL-Studie und in Woche 52 in der IMPACT-Studie (bei einer Teilmenge von Patienten,n = 5 058) gemessen. In der FULFIL-Studie war der Anteil der Responder gemäß TDI (definiert alsmindestens 1 Einheit) signifikant höher (p < 0,001) bei Elebrato Ellipta im Vergleich zu BUD/FOR(61 % vs. 51 %; OR 1,61; 95-%-KI: 1,33; 1,95). In der IMPACT-Studie war der Anteil der TDI-
Responder ebenfalls signifikant höher (p < 0,001) bei Elebrato Ellipta (36 %) im Vergleich zu FF/VI(29 %; OR 1,36; 95-%-KI: 1,19; 1,55) und UMEC/VI (30 %; OR 1,33; 95-%-KI: 1,13; 1,57).
In der FULFIL-Studie verbesserte Elebrato Ellipta im Vergleich zu BUD/FOR die täglichen COPD-
Symptome, gemessen anhand des E-RS: COPD-Gesamtscores (Abnahme von ≥ 2 Einheiten gegenüberdem Ausgangswert). Der Anteil an Respondern während den Wochen 21-24 war für Patienten, die mit
Elebrato Ellipta behandelt wurden im Vergleich zu BUD/FOR signifikant höher (p < 0,001) (47 %bzw. 37 %; OR 1,59; 95-%-KI: 1,30; 1,94).
Gebrauch von Bedarfsmedikation
In der FULFIL-Studie reduzierte Elebrato Ellipta den Gebrauch von Bedarfsmedikation im Vergleichzu BUD/FOR zwischen den Wochen 1-24 signifikant (p < 0,001) (Behandlungsunterschied: -0,2
Anwendungen pro Tag; 95-%-KI: -0,3; -0,1).
In der IMPACT-Studie reduzierte Elebrato Ellipta den Gebrauch von Bedarfsmedikation(Anwendungen pro Tag) im Vergleich zu FF/VI und UMEC/VI in jedem 4-Wochen-Zeitraumsignifikant (p < 0,001). In den Wochen 49-52 betrug der Behandlungsunterschied -0,28 (95-%-KI: -0,37; -0,19) im Vergleich zu FF/VI und -0,30 (95-%-KI: -0,41; -0,19) im Vergleich zu UMEC/VI.
Nächtliches Erwachen
In der IMPACT-Studie reduzierte Elebrato Ellipta in den Wochen 49 bis 52 die mittlere Anzahl der
Episoden nächtlichen Erwachens auf Grund von COPD signifikant, sowohl im Vergleich zu FF/VI (-0,05; 95-%-KI: -0,08; -0,01; p = 0,005), als auch im Vergleich zu UMEC/VI (-0,10; 95-%-KI: -0,14; -0,05; p < 0,001). Signifikante Reduktionen wurden über alle anderen Zeitpunkte hinweg für UMEC/VI(p < 0,001) und für alle bis auf zwei Zeitpunkte für FF/VI (p ≤ 0,021) beobachtet.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Elebrato Ellipta eine Freistellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen im Anwendungsgebiet
COPD gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Wenn Fluticasonfuroat, Umeclidinium und Vilanterol von gesunden Probanden inhalativ in
Kombination aus einem einzigen Inhalator angewendet wurden, war die Pharmakokinetik jeder
Komponente jener ähnlich, die beobachtet wurde, wenn jeder Wirkstoff entweder als
Fluticasonfuroat/Vilanterol-Kombination, als Umeclidinium/Vilanterol-Kombination oder als
Umeclidinium-Monotherapie angewendet wurde.
Populationspharmakokinetische Analysen von FF/UMEC/VI wurden unter Verwendung eineskombinierten PK-Datensatzes aus drei Phase III Studien mit 821 COPD-Patienten durchgeführt. Diesystemischen Arzneimittelkonzentrationen (Cmax im Steady State und AUC) von FF, UMEC und VInach Inhalation von FF/UMEC/VI in einem Inhalator (Dreifachkombination) lagen im Bereich jener,die nach Inhalation von FF/VI + UMEC aus zwei Inhalatoren, nach Inhalation von
Zweifachkombinationen (FF/VI und UMEC/VI) sowie nach Inhalation der Einzelsubstanzen (FF,
UMEC und VI) beobachtet werden. Eine kovariate Analyse zeigte eine scheinbar höhere FF Clearance(42 %) beim Vergleich von FF/VI zu FF/UMEC/VI; dies wird aber nicht als klinisch relevantangesehen.
ResorptionFluticasonfuroat
Nach inhalativer Anwendung von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol durch gesunde
Probanden wurde die Cmax von Fluticasonfuroat nach 15 Minuten erreicht. Die absolute
Bioverfügbarkeit von Fluticasonfuroat nach inhalativer Anwendung als Fluticasonfuroat/Vilanterolbetrug 15,2 %, die in erster Linie durch die Resorption des inhalierten Anteils der in die Lungefreigesetzten Dosis bedingt war. Der Beitrag der oralen Resorption war vernachlässigbar. Nachwiederholter Gabe von inhalativem Fluticasonfuroat/Vilanterol wurde der Steady State innerhalb von6 Tagen bei bis zu 1,6-facher Kumulation erreicht.
Umeclidinium
Nach inhalativer Anwendung von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol durch gesunde
Probanden wurde die Cmax von Umeclidinium nach 5 Minuten erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeitvon inhalativem Umeclidinium betrug im Durchschnitt 13 % der Dosis, wobei der Beitrag der oralen
Resorption vernachlässigbar war. Nach wiederholter Gabe von inhalativem Umeclidinium wurde der
Steady State innerhalb von 7 bis 10 Tagen bei 1,5- bis 2-facher Kumulation erreicht.
Vilanterol
Nach inhalativer Anwendung von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol durch gesunde
Probanden wurde die Cmax von Vilanterol nach 7 Minuten erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit voninhalativem Vilanterol betrug 27 % der Dosis, wobei der Beitrag der oralen Resorptionvernachlässigbar war. Nach wiederholter Gabe von inhalativem Umeclidinium/Vilanterol wurde der
Steady State innerhalb von 6 Tagen bei bis zu 1,5-facher Kumulation erreicht.
VerteilungFluticasonfuroat
Nach intravenöser Anwendung von Fluticasonfuroat an gesunden Probanden betrug dasdurchschnittliche Verteilungsvolumen im Steady State 661 Liter. Fluticasonfuroat zeigt eine geringe
Assoziation mit Erythrozyten. Die In-vitro-Plasmaproteinbindung von Fluticasonfuroat in
Humanplasma war hoch und betrug durchschnittlich > 99,6 %.
Umeclidinium
Nach intravenöser Anwendung von Umeclidinium an gesunden Probanden betrug dasdurchschnittliche Verteilungsvolumen 86 Liter. In vitro betrug die Plasmaproteinbindung in
Humanplasma im Durchschnitt 89 %.
Vilanterol
Nach intravenöser Anwendung von Vilanterol an gesunden Probanden betrug das durchschnittliche
Verteilungsvolumen im Steady State 165 Liter. Vilanterol zeigt eine geringe Assoziation mit
Erythrozyten. Die In‑vitro-Plasmaproteinbindung in Humanplasma betrug im Durchschnitt 94 %.
BiotransformationFluticasonfuroat
In-vitro-Studien zeigten, dass Fluticasonfuroat hauptsächlich über Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4)metabolisiert wird und ein Substrat des P-Glycoprotein (P-gp)-Transporters ist. Fluticasonfuroat wirdhauptsächlich durch Hydrolyse der S-Fluormethyl-Carbothioat-Gruppe zu Metaboliten mit signifikantreduzierter Kortikosteroidaktivität abgebaut. Die systemische Exposition gegenüber den Metabolitenist gering.
Umeclidinium
In-vitro-Studien zeigten, dass Umeclidinium hauptsächlich über Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6)metabolisiert wird und ein Substrat des P-Glycoprotein (P-gp)-Transporters ist. Die primären
Stoffwechselwege für Umeclidinium sind oxidativ (Hydroxylierung, O-Dealkylierung), gefolgt von
Konjugation (Glucuronidierung usw.). Dabei entsteht eine Reihe von Metaboliten mit entwederreduzierter pharmakologischer Aktivität oder mit soweit unbekannter pharmakologischer Aktivität.
Die systemische Exposition gegenüber den Metaboliten ist gering.
Vilanterol
In-vitro-Studien zeigten, dass Vilanterol hauptsächlich über Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4)metabolisiert wird und ein Substrat des P-Glycoprotein (P-gp)-Transporters ist. Vilanterol wirdhauptsächlich durch O-Dealkylierung zu einer Reihe von Metaboliten mit signifikant reduzierter
Beta1- und Beta2-Agonistenaktivität abgebaut. Die metabolischen Plasmaprofile nach oraler
Verabreichung von Vilanterol in einer Studie mit dem radioaktiv markierten Wirkstoff beim
Menschen entsprachen denen eines hohen First-Pass-Metabolismus. Die systemische Expositiongegenüber den Metaboliten ist gering.
EliminationFluticasonfuroat
Die scheinbare Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluticasonfuroat nach inhalativer Anwendungvon Fluticasonfuroat/Vilanterol betrug durchschnittlich 24 Stunden. Nach intravenöser Anwendungbetrug die Eliminationshalbwertszeit durchschnittlich 15,1 Stunden. Die Plasmaclearance nachintravenöser Anwendung betrug 65,4 Liter/Stunde. Die Ausscheidung im Urin machte etwa 2 % derintravenös angewendeten Dosis aus. Nach oraler Anwendung wird Fluticasonfuroat beim Menschenhauptsächlich durch Metabolisierung eliminiert, wobei die Metaboliten fast ausschließlich in den
Fäzes ausgeschieden werden und < 1 % der radioaktiven Dosis im Urin wiedergefunden wird.
Umeclidinium
Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Umeclidinium nach inhalativer Anwendung über 10 Tagebetrug im Durchschnitt 19 Stunden, wobei im Steady State 3 % bis 4 % des Wirkstoffs unverändert im
Urin ausgeschieden wurden. Die Plasmaclearance nach intravenöser Anwendung betrug151 Liter/Stunde. Nach intravenöser Gabe wurden etwa 58 % der verabreichten radioaktiv markierten
Dosis mit den Fäzes und etwa 22 % der verabreichten radioaktiv markierten Dosis im Urinausgeschieden. Die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte des Arzneimittels mit den Fäzes nachintravenöser Anwendung ist ein Hinweis auf eine Sekretion in die Galle. Nach oraler Gabe wurden92 % der verabreichten radioaktiv markierten Dosis hauptsächlich mit den Fäzes ausgeschieden.
Weniger als 1 % der oral verabreichten Dosis (1 % der wiedergefundenen Radioaktivität) wurde im
Urin ausgeschieden, was auf eine vernachlässigbare Resorption nach oraler Anwendung schließenlässt.
Vilanterol
Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Vilanterol nach inhalativer Anwendung über 10 Tage betrugim Durchschnitt 11 Stunden. Die Plasmaclearance von Vilanterol nach intravenöser Anwendungbetrug 108 Liter/Stunde. Nach oraler Anwendung von radioaktiv markiertem Vilanterol wurden 70 %der radioaktiv markierten Substanz im Urin und 30 % in den Fäzes ausgeschieden. Die primäre
Elimination von Vilanterol erfolgte über Metabolisierung, mit anschließender Ausscheidung der
Metaboliten in Urin und in den Fäzes.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie Auswirkungen des Alters auf die Pharmakokinetik von Fluticasonfuroat, Umeclidinium und
Vilanterol wurden in der populationspharmakokinetischen Analyse untersucht. Es wurden keineklinisch relevanten Auswirkungen beobachtet, die eine Dosisanpassung erfordern.
Einschränkung der NierenfunktionDie Wirkung von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol wurde bei Patienten mit Einschränkungder Nierenfunktion nicht untersucht. Es wurden jedoch Studien mit Fluticasonfuroat/Vilanterol und
Umeclidinium/Vilanterol durchgeführt, die keinen Hinweis auf einen Anstieg der systemischen
Exposition gegenüber Fluticasonfuroat, Umeclidinium oder Vilanterol ergaben. In-vitro-
Proteinbindungsstudien bei Probanden mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion und gesunden
Probanden lieferten keinen klinisch bedeutsamen Hinweis auf eine unterschiedliche Proteinbindung.
Die Auswirkungen einer Hämodialyse wurden nicht untersucht.
Einschränkung der LeberfunktionDie Wirkung von Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol wurde bei Patienten mit Einschränkungder Leberfunktion nicht untersucht. Es wurden jedoch Studien mit Fluticasonfuroat/Vilanterol und
Umeclidinium/Vilanterol durchgeführt.
Die Fluticasonfuroat/Vilanterol-Komponente von Elebrato Ellipta wurde bei Patienten mit
Einschränkung der Leberfunktion aller Schweregrade (Child-Pugh A, B oder C) untersucht. Patientenmit mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion zeigten gegenüber Fluticasonfuroat eine bis zudreifach höhere systemische Exposition (Fluticasonfuroat (FF) 184 Mikrogramm); deshalb erhielten
Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion die Hälfte der Dosis (FF 92 Mikrogramm).
Bei dieser Dosis wurden keine Auswirkungen auf die systemische Exposition beobachtet. Bei
Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion ist daher Vorsichtgeboten, aber es wird keine spezifische Dosisanpassung auf Basis der Leberfunktion empfohlen.
Gegenüber Vilanterol kam es zu keinem signifikanten Anstieg der systemischen Exposition.
Bei Patienten mit mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion fand sich kein Hinweis auf einen
Anstieg der systemischen Exposition weder gegenüber Umeclidinium noch gegenüber Vilanterol (Cmaxund AUC). Umeclidinium wurde bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion nichtuntersucht.
Andere besondere PatientengruppenDie Auswirkungen von Ethnie, Geschlecht und Gewicht auf die Pharmakokinetik von
Fluticasonfuroat, Umeclidinium und Vilanterol wurden ebenfalls in derpopulationspharmakokinetischen Analyse untersucht.
Bei 113 ostasiatischen COPD-Patienten (japanischer und ostasiatischer Herkunft), die FF/UMEC/VIaus einem einzelnen Inhalator erhielten (27 % der Patienten), waren die Schätzungen für die AUC(ss)von Fluticasonfuroat um durchschnittlich 30 % höher als bei Kaukasiern. Jedoch bleiben diesehöheren systemischen Expositionen unterhalb des Grenzwertes für FF-induzierte Reduktion des
Cortisolwertes im Serum und im Urin und werden als klinisch nicht relevant erachtet. Bei
COPD-Patienten ergab sich kein Effekt der ethnischen Herkunft auf die pharmakokinetischen
Parameter von Umeclidinium oder Vilanterol.
Es wurden basierend auf Ethnie, Geschlecht oder Gewicht keine klinisch relevanten Unterschiede, dieeine Dosisanpassung erfordern, bei systemischer Exposition mit Fluticasonfuroat, Umeclidinium oder
Vilanterol beobachtet.
Bezüglich anderer Patientencharakteristika ergab eine Studie bei schlechten CYP2D6-Metabolisierernkeinen Hinweis auf einen klinisch signifikanten Effekt des genetischen Polymorphismus von CYP2D6auf die systemische Exposition gegenüber Umeclidinium.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die in präklinischen Studien mit Fluticasonfuroat, Umeclidinium oder Vilanterol beobachtetenpharmakologischen und toxikologischen Wirkungen waren jene, die typischerweise mit
Glukokortikoiden, Muscarinrezeptor-Antagonisten oder beta2-adrenergen Agonisten verbunden sind.
Die gemeinsame Verabreichung von Fluticasonfuroat, Umeclidinium und Vilanterol an Hunde führtenicht zu einer signifikanten neuen toxischen Wirkung oder einer bedeutenden Verschlechterung dererwarteten Effekte, die mit Fluticasonfuroat, Umeclidinium oder Vilanterol allein verbunden sind.
Genotoxizität und KanzerogenitätFluticasonfuroat
Fluticasonfuroat war in einer Standardtestbatterie nicht genotoxisch und in
Lebenszeitinhalationsstudien bei Ratten oder Mäusen beim 1,4- bzw. 2,9-Fachen der beim Menschenbei einer Tagesdosis von 92 Mikrogramm Fluticasonfuroat beobachteten Expositionen (gemessen ander AUC) nicht kanzerogen.
Umeclidinium
Umeclidinium war in einer Standardtestbatterie nicht genotoxisch und in Lebenszeitinhalationsstudienbei Ratten oder Mäusen bei 20- oder 17-fach höherer Exposition als der klinischen Expositiongegenüber einer Tagesdosis von 55 Mikrogramm Umeclidinium beim Menschen (gemessen an der
AUC) nicht kanzerogen.
Vilanterol
Vilanterol (als Alpha-Phenylcinnamat) und Triphenylessigsäure waren nicht genotoxisch; dies zeigt,dass Vilanterol (als Trifenatat) für den Menschen keine genotoxische Gefahr darstellt. Wie andere
Beta2-Agonisten verursachte Vilanteroltrifenatat in Lebenszeitinhalationsstudien im
Reproduktionstrakt weiblicher Ratten und Mäuse sowie in der Hypophyse von Ratten proliferative
Wirkungen. Bei Ratten oder Mäusen kam es bei 0,9- bzw. 22-fach höherer Exposition als derklinischen Exposition gegenüber einer Tagesdosis von 22 Mikrogramm Vilanterol beim Menschen(gemessen an der AUC) nicht zu einem Anstieg der Tumorinzidenz.
Reproduktions- und EntwicklungstoxizitätFluticasonfuroat, Umeclidinium und Vilanterol hatten bei Ratten keine negativen Auswirkungen aufdie männliche oder weibliche Fertilität.
Fluticasonfuroat
Fluticasonfuroat war bei Ratten oder Kaninchen nicht teratogen, verzögerte jedoch bei Ratten die
Entwicklung und führte bei Kaninchen in maternotoxischen Dosen zu Fehlgeburten. Bei Ratten kames bei 6,6-fach höherer Exposition als der klinischen Exposition gegenüber einer Tagesdosis von92 Mikrogramm Fluticasonfuroat beim Menschen (gemessen an der AUC) nicht zu Wirkungen auf die
Entwicklung. Fluticasonfuroat hatte bei Ratten keine negativen Auswirkungen auf die prä- oderpostnatale Entwicklung.
Umeclidinium
Umeclidinium war bei Ratten oder Kaninchen nicht teratogen. In einer Prä- und Postnatalstudie führtedie subkutane Verabreichung von Umeclidinium an Ratten zu einer geringeren Gewichtszunahme und
Futteraufnahme der Muttertiere, die eine Dosis von 180 Mikrogramm/kg/Tag (etwa das 61-Fache derklinischen Exposition gegenüber einer Tagesdosis von 55 Mikrogramm Umeclidinium beim
Menschen, gemessen an der AUC) erhalten hatten, und zu einem etwas niedrigeren Gewicht der
Jungtiere vor der Entwöhnung.
Vilanterol
Vilanterol war bei Ratten nicht teratogen. In Inhalationsstudien bei Kaninchen verursachte Vilanterolähnliche Wirkungen, wie sie bei anderen beta2-adrenergen Agonisten beobachtet werden(Gaumenspalte, offene Augenlider, Verschmelzung der Brustbeinsegmente und Flexur/Malrotation der
Extremitäten). Bei subkutaner Anwendung zeigten sich bei 62-fach höherer Exposition als derklinischen Exposition gegenüber einer Tagesdosis von 22 Mikrogramm Vilanterol beim Menschen(gemessen an der AUC) keine Wirkungen. Vilanterol hatte bei Ratten keine negativen Auswirkungenauf die prä- oder postnatale Entwicklung.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Lactose-Monohydrat
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
2 Jahre
Haltbarkeit nach Öffnen der Schale: 6 Wochen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30 °C lagern.
Bei Aufbewahrung im Kühlschrank sollte der Inhalator vor der Anwendung über mindestens eine
Stunde wieder auf Raumtemperatur gebracht werden.
Den Inhalator in der versiegelten Schale aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Erist erst unmittelbar vor der ersten Anwendung zu entnehmen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Der Ellipta-Inhalator besteht aus einem hellgrauen Gehäuse, einer beigen Schutzkappe über dem
Mundstück und einem Zählwerk, verpackt in einer Schale aus Folienlaminat, die einen Beutel mit
Kieselgel als Trockenmittel enthält. Die Schale ist mit einer abziehbaren Deckfolie verschlossen.
Der Inhalator ist ein aus mehreren Komponenten zusammengesetztes Gerät und besteht aus
Polypropylen, Polyethylen hoher Dichte, Polyoxymethylen, Polybutylenterephthalat,
Acrylnitril-Butadien-Styrol, Polycarbonat und Edelstahl.
Der Inhalator enthält zwei Blisterstreifen aus Aluminiumfolienlaminat, die insgesamt 14 oder30 Dosen abgeben (Bedarf für 14 oder 30 Tage). Jeder Blisternapf in dem einen Streifen enthält
Fluticasonfuroat, jeder Blisternapf in dem anderen Streifen enthält Umeclidinium (als Bromid) und
Vilanterol (als Trifenatat).
Packungen mit 1 Inhalator mit 14 oder 30 Dosen.
Mehrfachpackungen mit 90 (3 Inhalatoren mit je 30) Dosen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nach der Inhalation sollten die Patienten den Mund mit Wasser ausspülen, ohne dieses zu schlucken.
Der Inhalator ist in einer Schale verpackt, die zur Verringerung der Feuchtigkeit einen Beutel mit
Trockenmittel enthält. Der Beutel mit dem Trockenmittel ist wegzuwerfen. Er darf nicht geöffnet,gegessen oder inhaliert werden. Der Patient sollte angewiesen werden, die Schale erst zu öffnen, wenner bereit ist, eine Dosis zu inhalieren.
Wenn der Inhalator erstmals aus seiner versiegelten Schale genommen wird, befindet er sich ingeschlossenem Zustand. Das Datum, ab dem das Arzneimittel zu verwerfen ist, ist auf das Etikett des
Inhalators und auf die Faltschachtel auf den dafür vorgesehenen Platz zu schreiben. Das Datum sollteeingetragen werden, sobald der Inhalator aus der Schale genommen wurde. Das Datum, ab dem das
Arzneimittel zu verwerfen ist, ist 6 Wochen nach dem Datum des Öffnens der Schale. Nach diesem
Datum soll der Inhalator nicht mehr verwendet werden. Die Schale kann nach dem ersten Öffnenweggeworfen werden.
Wenn die Schutzkappe des Inhalators geöffnet und geschlossen wird, ohne dass das Arzneimittelinhaliert wird, geht diese Dosis verloren. Die verlorene Dosis verbleibt sicher im Inhalator, steht abernicht mehr zur Inhalation zur Verfügung.
Es ist somit nicht möglich, bei einer Inhalation versehentlich eine zusätzliche oder eine doppelte Dosiszu inhalieren.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
GlaxoSmithKline Trading Services Limited12 Riverwalk
Citywest Business Campus
Dublin 24
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/17/1237/001
EU/1/17/1237/002
EU/1/17/1237/003
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 15. November 2017
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. Juli 2022
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.