Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels EFMODY 5mg kapseln mit veränderter wirkstofffreisetzung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Efmody 5 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung
Efmody 10 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Efmody 5 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Jede Hartkapsel mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 5 mg Hydrocortison.
Efmody 10 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Jede Hartkapsel mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 10 mg Hydrocortison.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Efmody 5 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Eine Kapsel (ca. 19 mm lang) mit einem lichtundurchlässigen blauen Kapseloberteil und einemlichtundurchlässigen weißen Kapselunterteil mit der Aufschrift 'CHC 5 mg“, die weißes biscremefarbenes Granulat enthält.
Efmody 10 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Eine Kapsel (ca. 19 mm lang) mit einem lichtundurchlässigen grünen Kapseloberteil und einemlichtundurchlässigen weißen Kapselunterteil mit der Aufschrift 'CHC 10 mg“, die weißes biscremefarbenes Granulat enthält.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung der kongenitalen Nebennierenhyperplasie (CAH) bei Jugendlichen ab 12 Jahren und
Erwachsenen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungDie Behandlung sollte von Ärzten eingeleitet werden, die Erfahrung in der Behandlung von CAH haben.
Bei der Erhaltungstherapie muss die Dosis entsprechend dem Ansprechen des Patienten individuelleingestellt werden. Es sollte die geringstmögliche Dosis gewählt werden.
Die Patienten sind auf ihr klinisches Ansprechen sowie auf Anzeichen, die eine Anpassung der Dosiserforderlich machen könnten, engmaschig zu überwachen, beispielsweise Veränderungen im klinischen
Status aufgrund von Remissionen oder Exazerbationen der Erkrankung, Veränderungen der Elektrolyte,insbesondere Hypokaliämie (siehe Abschnitt 4.4) oder Hyponatriämie, individuelles Ansprechen auf das
Arzneimittel und die Auswirkungen von Stress (z. B. Operation, Infektion, Trauma). Da die Behandlungein verändertes Wirkstofffreisetzungsprofil hat, werden Bluttests zur Überwachung der klinischen
Reaktion vorgenommen, wobei die Bewertung der Abenddosis mit einem Bluttest am Morgen und die
Bewertung der Morgendosis mit einem Bluttest am frühen Nachmittag erfolgen sollte.
Bei übermäßiger körperlicher und/oder geistiger Belastung muss die Dosis von Efmody möglicherweiseerhöht und/oder zusätzliches Hydrocortison mit sofortiger Wirkstofffreisetzung, insbesondere am
Nachmittag oder Abend, verabreicht werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von starken CYP3A4-Induktoren oder -Inhibitoren sollte eine
Dosisanpassung erwogen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Behandlung bei CAH
Die empfohlenen Ersatzdosen von Hydrocortison betragen 10-15 mg/m2/Tag bei Jugendlichen ab12 Jahren, die noch im Wachstum sind, und 15-25 mg/Tag bei Jugendlichen, die nicht mehr im
Wachstum sind, sowie bei erwachsenen Patienten mit CAH. Bei Patienten, bei denen körpereigenes
Kortisol noch in geringen Mengen hergestellt wird, kann eine niedrigere Dosierung ausreichend sein.
Zu Beginn sollte die Tagesdosis auf zwei Dosen aufgeteilt werden, wobei zwei Drittel bis drei Viertel der
Dosis abends vor dem Schlafengehen und der Rest morgens eingenommen werden. Die Patienten solltendann je nach individueller Reaktion titriert werden.
Die morgendliche Dosis sollte auf nüchternen Magen, mindestens 1 Stunde vor der ersten Mahlzeit, unddie abendliche Dosis zur Schlafenszeit, mindestens 2 Stunden nach der letzten Mahlzeit des Tages,eingenommen werden.
Umstellung von herkömmlichem oralem Glukokortikoid auf Efmody
Wenn Patienten von einer konventionellen oralen Hydrocortison-Ersatztherapie auf Efmody umgestelltwerden, sollte die identische tägliche Gesamtdosis gegeben werden, aber die Dosis sollte in zwei Dosengegeben werden, wobei zwei Drittel bis drei Viertel der Dosis abends vor dem Schlafengehen und der
Rest morgens gegeben werden sollte.
Wenn Patienten von anderen Glukokortikoiden auf Efmody umgestellt werden, sollte ein geeigneter
Umrechnungsfaktor verwendet und der Patient hinsichtlich der Reaktion sorgfältig überwacht werden.
Die Umstellung auf Efmody kann während der Optimierung der Dosis Symptome einer
Nebenniereninsuffizienz oder einer Überdosierung hervorrufen.
Eine Anfangsdosis von mehr als 40 mg Hydrocortison pro Tag wird nicht empfohlen.
Bei schwerem Trauma, interkurrenten Erkrankungen oder in Stresssituationen
In schwerwiegenden Situationen ist die Dosis unverzüglich zu erhöhen und die orale Anwendung von
Hydrocortison durch eine parenterale Behandlung zu ersetzen (siehe Abschnitt 4.4).
In weniger schwerwiegenden Situationen, in denen eine parenterale Verabreichung von Hydrocortisonnicht erforderlich ist, sollte in Zeiten körperlicher und/oder geistiger Belastung zusätzlich Hydrocortisonmit sofortiger Wirkstofffreisetzung in der gleichen Gesamttagesdosis wie Efmody in drei geteilten Dosenverabreicht werden; die Behandlung mit Efmody sollte ebenfalls nach dem üblichen Schema (d. h. einerdoppelten Tagesdosis Hydrocortison) fortgesetzt werden, um eine einfache Rückkehr zur normalen
Ersatzdosis von Efmody zu ermöglichen, sobald kein zusätzliches Hydrocortison mehr erforderlich ist.
Bei langfristigen Erhöhungen der Hydrocortison-Tagesdosis aufgrund längerer Stress- oder
Krankheitsphasen sollte das zusätzliche Hydrocortison vorsichtig abgesetzt werden.
Versäumte DosenWenn eine Dosis von Efmody versäumt wurde, wird empfohlen, sie so bald wie möglich nachzuholen.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenEs liegen keine klinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Efmody bei älteren Patienten über65 Jahren vor.
NierenfunktionsstörungBei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungerforderlich. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung wird eine Überwachung der klinischen
Reaktion empfohlen und kann eine Dosisanpassung erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungerforderlich. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wird eine Überwachung der klinischen
Reaktion empfohlen und kann eine Dosisanpassung erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheEs liegen keine klinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Efmody bei Kindern unter12 Jahren vor. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es andere hydrocortisonhaltige Arzneimittel.
JugendlicheEs liegen keine klinischen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Efmody bei Jugendlichen zwischen12 und 18 Jahren vor.
Art der Verabreichung
Die Kapseln müssen oral verabreicht werden.
Patienten sollten darauf hingewiesen werden, die Kapseln mit Wasser herunterzuschlucken.
Die Kapseln sollten nicht gekaut werden, um das Wirkstofffreisetzungsprofil nicht zu beeinflussen.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Nebennierenkrise
Bei Patienten mit bekannter Nebenniereninsuffizienz, die eine unzureichende Tagesdosis erhalten, oder in
Situationen mit erhöhtem Kortisolbedarf, kann eine akute Nebenniereninsuffizienz auftreten. Dahersollten Patienten auf Anzeichen und Symptome einer akuten Nebenniereninsuffizienz und einer
Nebennierenkrise sowie auf die Notwendigkeit hingewiesen werden, sofort einen Arzt aufzusuchen. Eineplötzliche Unterbrechung der Therapie mit Hydrocortison kann zu einer Nebennierenkrise sowie zum Todführen.
Während einer Nebennierenkrise sollte die parenterale, vorzugsweise intravenöse Gabe von
Hydrocortison in hohen Dosen zusammen mit Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Lösung als Infusiongemäß den aktuellen Behandlungsrichtlinien erfolgen.
Präoperativ, bei schwerem Trauma oder interkurrenter Erkrankung
Präoperativ sind Anästhesisten darüber zu informieren, ob der Patient derzeit Kortikosteroide einnimmtoder zuvor eingenommen hat.
Die parenterale Anwendung von Hydrocortison ist angezeigt bei vorübergehenden Krankheitsepisoden,wie schweren Infektionen, insbesondere Gastroenteritis einhergehend mit Erbrechen und/oder Durchfall,hohem Fieber jeglicher Ätiologie oder übermäßigem körperlichem Stress, wie schweren Unfällen oder
Operationen unter Vollnarkose. Bei Anwendung von parenteralem Hydrocortison sollte die Behandlungdes Patienten für den Fall einer Nebennierenkrise in einer Einrichtung mit Reanimationsausrüstungerfolgen.
In weniger schwerwiegenden Situationen, in denen eine parenterale Verabreichung von Hydrocortisonnicht erforderlich ist, z. B. bei geringgradigen Infektionen, mäßigem Fieber jeglicher Ätiologie und
Stresssituationen, wie kleineren chirurgischen Eingriffen, sollte ein hohes Bewusstsein dafür vorhandensein, dass das Risiko der Entwicklung einer akuten Nebenniereninsuffizienz besteht.
InfektionenDas Infektionsrisiko steigt durch die Gabe einer Ersatzdosis von Hydrocortison nicht an, jedoch solltenjede Infektion ernsthaft behandelt und die Steroid-Dosis frühzeitig erhöht werden (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit CAH sind während einer Infektion dem Risiko einer lebensbedrohlichen Nebennierenkriseausgesetzt. Daher ist dem klinischen Verdacht einer Infektion hohe Aufmerksamkeit zu widmen undfrühzeitig Expertenrat einzuholen.
ImmunisierungDie Behandlung mit Kortikosteroiden bei Patienten mit CAH führt nicht zu Immunsuppression und stelltdaher keine Gegenanzeige für die Anwendung von Lebendimpfstoffen dar.
Nebenwirkungen der Kortikosteroid-Ersatztherapie
Die meisten Nebenwirkungen von Kortikosteroiden stehen in Zusammenhang mit der jeweiligen
Dosierung sowie der Anwendungsdauer. Die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen ist daher geringer,wenn Kortikosteroide als Ersatztherapie angewendet werden. Hohe (supraphysiologische) Dosierungenvon Hydrocortison können zu erhöhtem Blutdruck, Salz- und Wasserretention und zu erhöhter
Kaliumausscheidung führen.
Eine langfristige Behandlung mit höheren als physiologischen Hydrocortisondosen kann zu klinischen
Merkmalen führen, die dem Cushing-Syndrom ähneln, mit erhöhter Adiposität, abdominaler Adipositas,
Hypertonie und Diabetes, und damit zu einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Morbidität und
Mortalität führen. Patienten sollten in Bezug auf Anzeichen von Diabetes gewarnt und auf die
Notwendigkeit hingewiesen werden, bei deren Auftreten einen Arzt aufzusuchen.
Alle Glukokortikoide erhöhen die Kalziumausscheidung und reduzieren die
Knochenumbaugeschwindigkeit. Eine langfristige Ersatztherapie mit Glukokortikoiden kann daher die
Knochenmineraldichte verringern (siehe Abschnitt 4.8).
Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass bei erwachsenen Patienten, die mit Hydrocortison-
Ersatztherapien behandelt wurden, potenziell schwere psychische Nebenwirkungen, wie Euphorie, Manie,
Psychosen mit Halluzinationen und Delirium aufgetreten sind (siehe Abschnitt 4.8). Die Symptome tretentypischerweise innerhalb weniger Tage oder Wochen nach Beginn der Behandlung auf. Die Risikenkönnen bei hoher Dosierung/systemischer Exposition (siehe auch Abschnitt 4.5) höher sein, obwohl die
Höhe der Dosierung keine Vorhersagen zu Beginn, Art, Schweregrad oder Dauer der Reaktionen erlaubt.
Die meisten Reaktionen klingen entweder nach der Reduzierung oder dem Absetzen der Dosis ab, obwohleine spezifische Behandlung notwendig sein kann. Patienten sollten angehalten werden, medizinischen
Rat einzuholen, wenn bedenkliche psychische Symptome auftreten, vor allem wenn depressive
Stimmungen oder Selbstmordgedanken vermutet werden. Patienten sollten auch auf mögliche psychische
Störungen achten, die entweder während oder unmittelbar nach einer schrittweisen Reduzierung/einem
Absetzen systemischer Steroide auftreten können, obwohl solche Reaktionen selten berichtet wurden.
Bei Patienten, die Kortikosteroide erhalten, sind seltene Fälle von anaphylaktoiden Reaktionenaufgetreten, daher sollte bei anaphylaktoiden Symptomen sofort medizinische Beratung eingeholt werden(siehe Abschnitt 4.8).
Magenentleerungs- und Motilitätsbeschwerden
Formulierungen mit veränderter Wirkstofffreisetzung, wie z. B. Efmody, werden bei Patienten miterhöhter gastrointestinaler Motilität, d. h. chronischer Diarrhö, aufgrund des Risikos einerbeeinträchtigten Kortisolexposition nicht empfohlen. Es gibt keine Daten zu Patienten mitnachgewiesener verlangsamter Magenentleerung oder Erkrankungen/Störungen der Motilität. Bei
Patienten mit diesen Beschwerden sollte die klinische Reaktion überwacht werden.
Wachstumshemmung
Kortikosteroide können zu einer ggf. irreversiblen Wachstumsverzögerung in der Kindheit sowie bei
Jugendlichen führen. Die Behandlung sollte auf die niedrigste Dosis beschränkt werden, die erforderlichist, um die gewünschte klinische Reaktion zu erreichen. Sobald eine Verringerung der Dosis möglich ist,sollte dies stufenweise erfolgen. Übermäßige Gewichtszunahme bei geringerem Größenwachstum oderandere Symptome oder Anzeichen des Cushing-Syndroms deuten auf einen überhöhten Glucocorticoid-
Ersatz hin. Kinder müssen engmaschig untersucht werden, um Wachstum, Blutdruck und allgemeines
Wohlbefinden zu beurteilen.
Beschleunigter sexueller Reifeprozess
Jugendliche mit CAH können einen beschleunigten sexuellen Reifeprozess aufweisen. Patienten solltenengmaschig überwacht werden; bei Anzeichen einer frühen Pubertät oder einer beschleunigten sexuellen
Reifung sollte eine Erhöhung der Dosis in Betracht gezogen werden. Eine sorgfältige und regelmäßige
Überwachung jugendlicher Patienten mit Dosisanpassung entsprechend des Ansprechens des einzelnen
Patienten wird empfohlen.
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten.
Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstelligwird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in
Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene
Erkrankungen, wie zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer odertopischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
Hypokaliämie
Die Behandlung einer CAH rechtfertigt häufig eine zusätzliche Behandlung mit Mineralcorticosteroiden.
Die Kaliumspiegel sollten überwacht werden (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8).
Vorsichtsmaßnahme
Sowohl bei Männern als auch bei Frauen, deren Fertilität aufgrund von CAH vermindert ist, kann es kurznach Beginn der Behandlung mit Efmody zu einer Wiederherstellung der Fertilität und dadurch zu einerunerwarteten Schwangerschaft kommen. Die Patienten sind zu informieren, dass es bei Beginn der
Behandlung mit Efmody zu einer Wiederherstellung der Fertiliät kommen kann, damit sie bei Bedarf die
Anwendung einer Verhütungsmethode in Betracht ziehen können (siehe Abschnitt 4.6).
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Hydrocortison wird über das Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4) metabolisiert. Die gleichzeitige
Anwendung von CYP3A4-Hemmern oder CYP3A4-Induktoren kann daher zu unerwünschten
Veränderungen in der Serumkonzentration von Hydrocortison mit dem Risiko von Nebenwirkungen,insbesondere einer Nebennierenkrise, führen. Bei Anwendung von Arzneimitteln dieser Art ist absehbar,dass die Dosierung angepasst werden muss und die Patienten sollten engmaschig überwacht werden.
Zu den CYP3A4-induzierenden Arzneimitteln, die eine Erhöhung der Dosierung von Efmody erforderlichmachen können, gehören beispielsweise:
- Anticonvulsiva: Phenytoin, Carbamazepin und Oxcarbazepin
- Antibiotika: Rifampicin und Rifabutin
- Barbiturate wie Phenobarbital und Primidon
- Antiretrovirale Arzneimittel: Efavirenz und Nevirapin
- Pflanzliche Arzneimittel, wie Johanniskraut
Zu den CYP3A4-hemmenden Arzneimitteln/Wirkstoffen, die eine Verringerung der Dosierung von
Hydrocortison erforderlich machen können, gehören beispielsweise:
- Antimykotika: Itraconazol, Posaconazol, Voriconazol
- Antibiotika: Erythromycin und Clarithromycin
- Antiretrovirale Arzneimittel: Ritonavir
- Grapefruitsaft
- Lakritz
Die erwünschten Wirkungen von hypoglykämischen Arzneimitteln einschließlich Insulin werden durch
Kortikosteroide antagonisiert.
Arzneimittel/Substanzen, die den Elektrolythaushalt beeinflussen, können bei Patienten, die mit Efmodybehandelt werden, das Risiko von Hypokaliämie erhöhen. Dazu gehören kaliumsparende Diuretika,stimulierende Abführmittel, Mineralcorticosteroide (Fludrocortison), Tetracosactid (Synacthen),intravenöses Amphotericin B und Lakritz.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftHydrocortison durchdringt die Plazenta. Hydrocortison wird bevorzugt durch das plazentare 11βHSD2 zuunwirksamem Cortison metabolisiert, wodurch die fetale Exposition reduziert wird. Es gibt keine
Hinweise darauf, dass eine Ersatztherapie mit Hydrocortison bei Schwangeren mit nachteiligen Folgenfür den Fötus verbunden ist. Während der Schwangerschaft kann Hydrocortison als Ersatztherapieangewendet werden.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität von Kortikosteroiden gezeigt (siehe
Abschnitt 5.3).
StillzeitHydrocortison geht in die Muttermilch über. Die für die Ersatztherapie verwendeten Dosen von
Hydrocortison haben jedoch wahrscheinlich keinen klinisch signifikanten Einfluss auf das Kind. Währendder Stillzeit kann Hydrocortison als Ersatztherapie angewendet werden.
FertilitätSowohl bei Männern als auch bei Frauen, deren Fertilität aufgrund von CAH vermindert ist, kann es kurznach Beginn der Behandlung mit Efmody zu einer Wiederherstellung der Fertilität kommen. Bei Frauenführt eine Reduktion von 17-OH-Progesteron und Androstendion zu einer entsprechenden Abnahme des
Progesteron- und Testosteronspiegels, durch die die Menses/Fertilität wiederhergestellt werden können(siehe Abschnitt 4.4).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Efmody hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen. Es wurde über Ermüdung und Schwindel berichtet. Eine unbehandelte bzw. durchungeeignete Ersatztherapie behandelte Nebenniereninsuffizienz kann die Verkehrstüchtigkeit und das
Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsIn klinischen Studien waren die insgesamt häufigsten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse akute
Nebennierenrindeninsuffizienz (4,2 % der mit Efmody behandelten Patienten), eine weitere häufige
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Efmody waren Ermüdung (11,7 % der Patienten),
Kopfschmerzen (7,5 %), gesteigerter Appetit (5,8 %), Schwindel (5,8 %) und Gewichtszunahme (5,8 %).
Zwei schwerwiegende Fälle von Hypokaliämie (2,2%) wurden in der Langzeit-Verlängerungsstudie
DIUR-006 bei Patienten berichtet, die ein Mineralocorticoid erhielten.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie häufigsten Reaktionen, die in der Gesamtpopulation der klinischen Studien zu Efmody berichtetwurden, sind im Folgenden tabellarisch aufgeführt. Die Häufigkeiten werden definiert als sehr häufig(≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100).
Tabelle 1. Tabellarische Zusammenfassung der in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen
Systemorganklassifizierung gemäß Ereignis Häufigkeit
MedDRA
Endokrine Erkrankungen Nebenniereninsuffizienz einschließlich Häufigakuter Ereignisse
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Gesteigerter Appetit Häufig
Verminderter Appetit Häufig
Gestörter Nüchternblutzucker Häufig
Psychiatrische Erkrankungen Schlaflosigkeit Häufig
Abnormale Träume Häufig
Depressive Verstimmung Häufig
Schlafstörungen Häufig
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen Häufig
Schwindel Häufig
Karpaltunnelsyndrom Häufig
Parästhesie Häufig
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit Häufig
Oberbauchschmerz Häufig
Erkrankungen der Haut und des Akne Häufig
Unterhautzellgewebes Abnormale Behaarung Häufig
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Arthralgie Häufig
Knochenerkrankungen Muskelermüdung* Häufig
Myalgie Häufig
Schmerzen in den Gliedmaßen Häufig
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden Asthenie Häufigam Verabreichungsort
Ermüdung Sehrhäufig
Untersuchungen Kalium im Blut erniedrigt Häufig
Low-Density-Lipoprotein erhöht Häufig
Renin erhöht Häufig
Gewichtszunahme Häufig
*Beinhaltet Muskelschwäche
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenNebenniereninsuffizienz (einschließlich akuter Ereignisse).
Während des klinischen Feldversuchs wurde von Ereignissen akuter Nebenniereninsuffizienz berichtet,die aber nicht mit Efmody in Verbindung gebracht wurden. Bei Patienten mit Nebenniereninsuffizienzsollte auf eine akute Nebenniereninsuffizienz geachtet und diese umgehend behandelt werden (siehe
Abschnitte 4.2 und 4.4).
Ebenfalls wurden bei Patienten, die Kortikosteroide erhalten, in seltenen Fällen anaphylaktoide
Reaktionen beobachtet, insbesondere wenn der Patient in der Vergangenheit allergisch auf Arzneimittelreagiert hat.
Bei historischen Kohorten von Erwachsenen, die seit der Kindheit in Bezug auf CAH behandelt wurden,zeigten sich eine Verringerung der Knochenmineraldichte sowie eine erhöhte Frakturrate (siehe
Abschnitt 4.4). Es ist jedoch unklar, ob dies im Zusammenhang mit der Hydrocortison-Therapie unter
Anwendung gängiger Ersatzschemata zu sehen ist.
Bei historischen Kohorten von Erwachsenen, die seit der Kindheit wegen CAH behandelt wurden,wurden erhöhte kardiovaskuläre Risikofaktoren und ein höheres Risiko für zerebrovaskuläre
Erkrankungen festgestellt als in der Allgemeinbevölkerung. Es ist jedoch unklar, ob dies mit der
Hydrocortison-Therapie unter den aktuellen Substitutionsschemata zusammenhängt.
Kinder und JugendlicheIn das klinische Entwicklungsprogramm für Efmody wurden keine pädiatrischen Patienten aufgenommen.
Hydrocortison wird seit mehr als 60 Jahren in der Pädiatrie mit einem ähnlichen Sicherheitsprofil wie bei
Erwachsenen eingesetzt. Bei Kindern, die wegen CAH mit Hydrocortison behandelt wurden, wurden
Wachstumsverzögerungen beobachtet, die sowohl durch die Erkrankung als auch durch Hydrocortisonverursacht werden können. Ein beschleunigter sexueller Reifungsprozess wurde bei mit Hydrocortisonbehandelten pädiatrischen Patienten mit CAH beobachtet und steht in Zusammenhang mit einerübermäßigen adrenalen Androgenproduktion (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über dasin Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Berichte von akuter Toxizität und/oder Todesfällen nach einer Überdosis Hydrocortison sind selten. Ein
Antidot existiert nicht. Eine Behandlung von Reaktionen auf chronische Vergiftung ist wahrscheinlichnicht indiziert, es sei denn, der Patient befindet sich in einem Gesundheitszustand, der ihn für negative
Auswirkungen von Hydrocortison ungewöhnlich stark empfänglich macht. In diesem Fall sollte eineentsprechende symptomatische Behandlung erfolgen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Corticosteroide zur systemischen Anwendung; Glucocorticoide. ATC-
Code: H02AB09.
WirkmechanismusHydrocortison ist ein Glucocorticoid. Glucocorticoide haben durch ihre Wirkung auf die intrazellulären
Steroidrezeptoren vielfältige Effekte in verschiedenen Geweben.
Pharmakodynamische WirkungenHydrocortison ist ein Glucocorticoid und die synthetische Form des körpereigenen Kortisols.
Glucocorticoide sind adrenocorticale Steroide, die sowohl natürlich vorkommen als auch synthetischhergestellt werden können und vom Magen-Darm-Trakt mühelos absorbiert werden. Kortisol ist daswichtigste von der Nebennierenrinde abgesonderte Kortikosteroid. Natürliche Glucocorticoide(Hydrocortison und Cortison), die auch salzrückhaltende Eigenschaften haben, werden als Ersatztherapiebei Nebenniereninsuffizienz verwendet. Sie werden ferner aufgrund ihrer starkenentzündungshemmenden Wirkung bei Erkrankungen in zahlreichen Organsystemen eingesetzt.
Glucocorticoide verursachen tiefgreifende und vielfältige Stoffwechselwirkungen. Darüber hinausverändern sie die Immunreaktionen des Körpers auf unterschiedliche Reize.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitEine Studie mit 122 Teilnehmern mit genetisch diagnostiziertem 21-Hydroxylase-Mangel, die auf
Efmody oder die Fortsetzung der Standardbehandlung mit verblindeter Titration der Dosis undregelmäßigen Nachtprofilen randomisiert wurden, konnte ihren primären Endpunkt der Überlegenheit in
Bezug auf die Veränderung des Mittelwerts des 24-Stunden-Standardabweichungs-Scores (SDS) für 17-
Hydroxyprogesteron 17-OHP vom Ausgangswert bis zu 24 Wochen nicht erreichen. Der 17-OHP-SDSwar in der Efmody-Kohorte nach 4 und 12 Wochen niedriger als bei der Standardtherapie. Nach24 Wochen war der 17-OHP-SDS am Vormittag (07.00 Uhr bis 15.00 Uhr) niedriger, jedoch nicht am
Abend oder in der Nacht (siehe auch Abbildung 1: Geometrisches mittleres 24-Stunden-Profil von 17-
OHP nach intensiver Behandlung über 24 Wochen). Eine Reduzierung der 17-OHP-Fläche unter der
Kurve trat in beiden Gruppen auf, wobei die Reduzierung in der Efmody-Kohorte größer war. Der
Prozentsatz der Patienten mit kontrolliertem 09.00 Uhr 17-OHP (<36nmol/l) lag zu Beginn der Studie bei50 % und nach 24 Wochen bei 91 % in der Efmody-Kohorte und 71 % in der Standardtherapie-Kohorte.
Efmody-Patienten erlitten keine Nebennierenkrisen (im Vergleich zu 3 Patienten im Kontrollarm) undhatten weniger Krankheitstage, an denen eine erhöhte Dosierung aufgrund von Stress erforderlich war (26gegenüber 36 im Kontrollarm), obwohl sie von mehr Episoden von interkurrenten infektiösen odergastrointestinalen Erkrankungen berichteten. Die tägliche Glucocorticoid-Dosis, gemessen als
Hydrocortison-Äquivalentdosis, stieg bei den meisten Probanden während der Studie an (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Änderungen der Glucocorticoid-Tagesdosis während der Phase-3-Studie DIUR-005
Dosis Gruppe mit Hydrocortison in Standard-Glucocorticoid-
Form von Hartkapseln mit Gruppeveränderter
Wirkstofffreisetzung
Studienbeginn 24 Wochen Studienbeginn 24 Wochen
Alle (Hydrocortison-Dosis-
Äquivalente)
Mediane Tagesdosis (mg) 25,0 30,0 25,0 31,3
Auf Hydrocortison bei
Studienbeginn
Mediane Tagesdosis (mg) 20,0 25,0 23,75 25,0
Auf Prednis(ol)one bei
Studienbeginn
Mediane Tagesdosis (mg) 30 27,5 26,6 32,8
Auf Dexamethason bei
Studienbeginn
Mediane Tagesdosis (mg) 30 30 40 40
Abbildung 1. Geometrisches mittleres 24-Stunden-Profil von 17-OHP nach intensiver Behandlung über24 Wochen entweder mit Efmody (geschlossene Kreise) oder einer Standardtherapie (offene Kreise) nach
Ende der Studie.
Standard GC 24 Wochen Efmody 24 Wochen
Eine Sicherheitsverlängerungsstudie (DIUR-006) mit 91 Patienten, die von den Prüfärzten titriert wurden,war durch Dosisreduzierungen gekennzeichnet, wobei die mediane Tagesdosis von Efmody bei der 18-
Monats-Zwischenanalyse (n=50) 20 mg betrug (von einer medianen täglichen Ausgangsdosis von30 mg), wobei die 17-OHP-Spiegel im klinisch festgelegten optimalen Bereich und Androstendion imoder unter dem Referenzbereich für normale Personen blieben.
17-OHP nmol/l
Bei der Sicherheitsbewertung klinischer Studien wurden Unterschiede zwischen den Behandlungsarmenin Bezug auf die unerwünschten Ereignisse berichtet (nach bevorzugtem Begriff [PT]). Diebemerkenswertesten Unterschiede zwischen der Efmody-Gruppe und der Standard-Glucocorticoid-
Gruppe wurde bei Kopfschmerzen (7,5 % bzw. 1,6 %), gesteigertem Appetit (5,8 % bzw. 3,3 %),
Gewichtszunahme (einschließlich übermäßiger Gewichtszunahme) (9,2 % bzw. 1,6 %), vermindertem
Appetit (5,0 % bzw. 0 %) und Übelkeit (4,2 % bzw. 1,6 %) beobachtet.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionNach einmaliger oraler Verabreichung bei nüchternen, dexamethason-supprimierten gesunden
Erwachsenen war die Resorptionsrate von Hydrocortison aus Efmody 20 mg verzögert und im Vergleichzu Hydrocortison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung 20 mg reduziert, was sich in einerniedrigeren Cmax und einer signifikant längeren Tmax für Efmody widerspiegelte (mediane Tmax für
SerumKortisol von 4,5 Stunden bzw. 0,88 Stunden für Efmody und Hydrocortison-Tabletten). Efmodyschien im Vergleich zu Hydrocortison-Tabletten mit sofortiger Wirkstofffreisetzung eine bessere
Bioverfügbarkeit aufzuweisen, wobei die Gesamtexposition von SerumKortisol und abgeleitetem freien
Kortisol bei Efmody um etwa 19 % bzw. 13 % höher war.
In der gleichen Population wurde festgestellt, dass Essen (eine fettreiche Mahlzeit 30 Minuten vor der
Dosis) die Absorptionsrate von Hydrocortison aus Efmody 20 mg verzögert und reduziert, was sich ineiner längeren Tmax (mediane Tmax für SerumKortisol von 6,75 Stunden bzw. 4,5 Stunden für nicht-nüchterne und nüchterne Probanden) und einer niedrigeren Cmax (reduziert um ca. 20 % bei nicht-nüchternen Probanden) widerspiegelt. Die Gesamtexposition schien bei nüchternen und nicht-nüchternen
Probanden ähnlich zu sein (90 % Konfidenzintervalle für das Verhältnis zwischen nüchternen und nicht-nüchternen Probanden für das geometrische kleinste quadratische Mittel von AUC0-t und AUC0-inf lageninnerhalb von 80-125 %). Diese Wirkung wird nicht als klinisch signifikant angesehen.
VerteilungMindestens 90 % des zirkulierenden Hydrocortisons ist reversibel an Protein gebunden.
Die Bindung ist auf zwei Proteinfraktionen zurückzuführen. Bei dem einen Kortikosteroid-bindenden
Globulin handelt es sich um ein Glycoprotein, bei dem anderen um Albumin.
BiotransformationHydrocortison wird in der Leber metabolisiert und ein Großteil des Gewebes nimmt hydrierte oderdegradierte Formen wie Tetrahydrocortison und TetrahydroKortisol an, die, zumeist konjugiert als
Glucuronide, zusammen mit einem sehr kleinen Anteil an unverändertem Hydrocortison über den Urinausgeschieden werden. Hydrocortison wird sowohl durch CYP3A4 verstoffwechselt als auch durch diesesreguliert.
EliminationIn der oben beschriebenen nüchternen Dexamethason-supprimierten gesunden erwachsenen Populationwaren die Werte der terminalen Eliminationshalbwertszeit für Efmody und Hydrocortison-Tablettenähnlich (geometrisches Mittel t1/2 für SerumKortisol von 1,38 Stunden bzw. 1,40 Stunden). Der Abstandschien bei Hydrocortisontabletten höher zu sein als bei Efmody (geometrisches Mittel CL/F für
SerumKortisol von 22,24 L/h bzw. 18,48 L/h).
Pädiatrie
Die Pharmakokinetik von Efmody wurde in der pädiatrischen Population nicht untersucht.
Andere Populationen
Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion wurden keine Studien durchgeführt.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die Anwendung von Kortikosteroiden bei trächtigen Tieren kann zu Anomalien bei der Fötusentwicklungwie Gaumenspalten, intrauterine Wachstumsverzögerungen sowie Auswirkungen auf Wachstum und
Entwicklung des Gehirns führen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Granulat
Mikrokristalline Cellulose
Povidon
Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2)
Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1)
Talkum
Dibutyldecandioat
Kapsel
Gelatine
Efmody 5 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung (weiß/blau)
Titandioxid (E 171)
Indigocarmin (E132)
Efmody 10 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung (weiß/grün)
Titandioxid (E 171)
Indigocarmin (E132)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)
DrucktinteSchellack
Eisen(II, III)-oxid (E172)
PropylenglycolKaliumhydroxid
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
In der Originalverpackung aufbewahren.
Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf die Lagertemperaturerforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Die Kapseln werden in Flaschen aus hochdichtem Polyethylen mit kindergesichertem,manipulationssicherem Schraubverschluss aus Polypropylen mit integriertem Trockenmittel geliefert.
Jede Flasche enthält 50 Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Packungsgröße:
Umkarton mit 1 Flasche à 50 Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Umkarton mit 2 Flaschen à 50 Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung (100 Kapseln).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zubeseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Neurocrine Netherlands B.V.
Van Heuven Goedhartlaan 935 A,1181LD Amstelveen,
Niederlandediurnalinfo@neurocrine.com
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
Efmody 5 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung EU/1/21/1549/001 (50 Kapseln)
Efmody 10 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung EU/1/21/1549/002 (50 Kapseln)
Efmody 5 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung EU/1/21/1549/004 (100 (2x50) Kapseln)
Efmody 10 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung EU/1/21/1549/005 (100 (2x50) Kapseln)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 27. Mai 2021
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.