Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels EFAVIRENZ/EMTRICITABINA/TENOFOVIR DISOPROXIL ZENTIVA 600mg / 200mg / 245mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva 600 mg/200 mg/245 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Filmtablette enthält 600 mg Efavirenz, 200 mg Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilphosphat(entsprechend 245 mg Tenofovirdisoproxil).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette).
Rosafarbene, ovale, beidseitig gewölbte Filmtablette mit den Abmessungen von ca.20,0 mm x 10,7 mm.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva ist eine fixe Dosiskombination aus Efavirenz,
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil. Es wird zur Behandlung von Erwachsenen im Alter von18 Jahren und darüber mit HIV-1-Infektion (Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus 1)angewendet, die unter ihrer derzeitigen antiretroviralen Kombinationstherapie seit mehr als drei
Monaten virussupprimiert sind mit Plasmakonzentrationen der HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml. Bei den
Patienten darf es unter einer früheren antiretroviralen Therapie nicht zu einem virologischen Versagengekommen sein. Es muss bekannt sein, dass vor Beginn der initialen antiretroviralen Therapie keine
Virusstämme mit Mutationen vorhanden waren, die zu signifikanten Resistenzen gegen einen der drei
Wirkstoffe von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva führen (siehe Abschnitte 4.4 und5.1).
Der Beleg des Nutzens einer Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist in erster
Linie durch 48-Wochen-Daten aus einer klinischen Studie belegt, in der Patienten mit stabiler
Virussuppression unter einer antiretroviralen Kombinationstherapie auf
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt wurden (siehe Abschnitt 5.1). Zur Anwendungvon einer Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei nicht vorbehandelten undbei intensiv vorbehandelten Patienten liegen derzeit keine Daten aus klinischen Studien vor.
Es liegen keine Daten zur Kombination von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und anderenantiretroviralen Wirkstoffen vor.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Therapie sollte nur durch einen Arzt eingeleitet werden, der in der Behandlung der HIV-Infektionerfahren ist.
DosierungErwachseneDie empfohlene Dosis Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva ist eine Tablette einmaltäglich oral.
Wenn ein Patient die Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva um bis zu12 Stunden gegenüber der gewohnten Einnahmezeit versäumt, sollte er die Einnahme so bald wiemöglich nachholen und das gewohnte Einnahmeschema fortsetzen. Wenn ein Patient die Einnahmevon Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva um mehr als 12 Stunden versäumt und es fast
Zeit für die nächste Dosis ist, sollte er die versäumte Dosis nicht nachholen und einfach das gewohnte
Einnahmeschema fortsetzen.
Wenn der Patient innerhalb von 1 Stunde nach der Einnahme von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva erbricht, sollte er eine weitere Tablette einnehmen.
Wenn der Patient später als 1 Stunde nach der Einnahme von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva erbricht, ist keine weitere Dosis erforderlich.
Es wird empfohlen, dass die Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufnüchternen Magen eingenommen wird, da eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme zu erhöhter
Efavirenzexposition und damit zu einem Anstieg der Häufigkeit von Nebenwirkungen führen kann(siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Um die Verträglichkeit von Efavirenz im Hinblick auf ZNS-
Nebenwirkungen zu verbessern, wird die Einnahme vor dem Schlafengehen empfohlen (siehe
Abschnitt 4.8).
Es ist damit zu rechnen, dass die Exposition gegenüber Tenofovir (AUC) nach Einnahme einer
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auf nüchternen Magen um rund 30 %geringer sein wird als nach Einnahme des Einzelwirkstoffs Tenofovirdisoproxil mit Nahrungsmitteln(siehe Abschnitt 5.2). Es liegen keine Daten zu den klinischen Auswirkungen der vermindertensystemischen Verfügbarkeit vor. Bei virussupprimierten Patienten ist zu erwarten, dass diese
Reduktion von begrenzter klinischer Relevanz ist (siehe Abschnitt 5.1).
Für den Fall, dass ein Absetzen der Therapie mit einem der Wirkstoffe von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva angezeigt ist oder falls eine Dosisanpassungnotwendig ist, stehen Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil auch als Einzelpräparate zur
Verfügung. Bitte beachten Sie in diesem Fall die Zusammenfassungen der Merkmale des
Arzneimittels (SmPCs) zu diesen Arzneimitteln.
Wenn die Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva abgesetzt wird, ist dielange Halbwertszeit von Efavirenz (siehe Abschnitt 5.2) ebenso zu bedenken wie die langeintrazelluläre Halbwertszeit von Tenofovir und Emtricitabin. Aufgrund von großen Unterschieden von
Patient zu Patient bei diesen Parametern und Bedenken hinsichtlich einer Resistenzentwicklung sinddie aktuellen Leitlinien für die HIV-Therapie zu Rate zu ziehen; ebenso ist auch der Grund des
Therapieabbruchs zu berücksichtigen.
DosisanpassungWird Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva in Kombination mit Rifampicin bei
Patienten, die 50 kg oder mehr wiegen, angewendet, so kann eine zusätzliche Gabe von 200 mg
Efavirenz pro Tag (800 mg insgesamt) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva sollte bei älteren Patienten mit Vorsichtangewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
NierenfunktionsstörungenEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva wird nicht empfohlen bei Patienten mit einermittelgradigen oder schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min), weil beidieser Patientengruppe eine Anpassung des Dosierungsintervalls von Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil erforderlich ist, die mit der Kombinationstablette nicht erreicht werden kann(siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
LeberfunktionsstörungenDie Pharmakokinetik von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wurde bei Patienten mit
Leberfunktionsstörungen nicht untersucht. Patienten mit leichter Lebererkrankung (Klasse A nach
Child-Pugh-Turcotte [CPT]) können die normale empfohlene Dosis der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erhalten (siehe Abschnitte pct. 4.3, pct. 4.4 und 5.2). Diese
Patienten müssen sorgfältig auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Efavirenz, vor allem auf
ZNS-Symptome, überwacht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Wenn Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva bei Patienten, die mit HIV und HBVkoinfiziert sind, abgesetzt wird, sollten diese Patienten engmaschig auf Anzeichen einer Exazerbationder Hepatitis hin überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei
Kindern im Alter von unter 18 Jahren sind nicht erwiesen (siehe Abschnitt 5.2).
Art der AnwendungEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva Tabletten sollten einmal täglich unzerkaut mit
Wasser eingenommen werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Schwere Leberschädigung (CPT-Klasse C) (siehe Abschnitt 5.2).
Gleichzeitige Anwendung mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Midazolam, Triazolam, Pimozid,
Bepridil oder Mutterkornalkaloiden (z. B. Ergotamin, Dihydroergotamin, Ergometrin und
Methylergometrin). Efavirenz kann über seine Konkurrenz um Cytochrom P450 (CYP) 3A4 zur
Hemmung des Metabolismus führen und schwerwiegende und/oder lebensbedrohliche
Nebenwirkungen (z. B. Arrhythmien, verlängerte Sedierung oder Atemdepression) hervorrufen (siehe
Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Anwendung mit Elbasvir/ Grazoprevir, da ein signifikantes Absinken der
Plasmakonzentrationen von Elbasvir und Grazoprevir zu erwarten ist. Diese Wirkung ist auf die
Induktion von CYP3A4 bzw. P-gp durch Efavirenz zurückzuführen und kann zum Verlust dertherapeutischen Wirkung von Elbasvir/Grazoprevir führen (siehe Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Anwendung mit Voriconazol. Efavirenz verringert die Voriconazolplasmakonzentrationsignifikant, während Voriconazol die Efavirenzplasmakonzentration signifikant erhöht. Da
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva ein Fixkombinationspräparat ist, kann die
Efavirenzdosis nicht verändert werden (siehe Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Anwendung mit pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum)enthalten, aufgrund des Risikos einer Verringerung der Plasmakonzentration und der klinischen
Wirkung von Efavirenz (siehe Abschnitt 4.5).
Anwendung bei Patienten mit:
* einer familiären Anamnese mit plötzlichen Todesfällen oder mit angeborener Verlängerung des
QTc-Intervalls im Elektrokardiogramm oder mit jeglichen anderen klinischen Zuständen, diebekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern.
* symptomatischen Herzarrhythmien oder klinisch relevanter Bradykardie oder kongestiver
Herzinsuffizienz, begleitet von reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion in der Anamnese.
* schweren Störungen des Elektrolythaushalts, z. B. Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie.
Gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern(proarrhythmisch).
Zu diesen Arzneimitteln gehören:
* Antiarrhythmika der Klassen IA und III,
* Neuroleptika, Antidepressiva,
* bestimmte Antibiotika, einschließlich einigen Vertretern der folgenden Klassen: Makrolide,
Fluorchinolone, Imidazol- und Triazol-Antimykotika,
* bestimmte nicht sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol),
* Cisaprid,
* Flecainid,
* bestimmte Antimalariamittel,
* Methadon (siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.1).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Gleichzeitige Anwendung mit anderen ArzneimittelnEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva darf als Fixkombination nicht gleichzeitig mitanderen Arzneimitteln angewendet werden, die seine Wirkstoffe Emtricitabin oder
Tenofovirdisoproxil enthalten. Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva sollte nichtgleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die Efavirenz enthalten, es sei denn, dies ist zur
Dosisanpassung, z. B. bei gleichzeitiger Anwendung von Rifampicin, notwendig (siehe Abschnitt 4.2).
Aufgrund der Ähnlichkeit mit Emtricitabin dürfen keine anderen Cytidin-Analoga wie Lamivudingleichzeitig mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva angewendet werden (siehe
Abschnitt 4.5). Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva darf nicht gleichzeitig mit
Adefovirdipivoxil oder mit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva und Didanosinwird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wird nicht empfohlen, da zuerwarten ist, dass die Plasmakonzentrationen von Velpatasvir und Voxilaprevir nach der gleichzeitigen
Anwendung von Efavirenz absinken, was zu einer verminderten therapeutischen Wirkung von
Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir führt (siehe Abschnitt 4.5).
Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffenvor.
Die gleichzeitige Anwendung von Ginkgo-biloba-Extrakten wird nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.5).
Wechsel von einer PI-basierten antiretroviralen Therapie
Die derzeit verfügbaren Daten von Patienten mit PI-basierter antiretroviraler Therapie zeigen, dass ein
Wechsel zu Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu einer Verminderung des
Therapieansprechens führen kann (siehe Abschnitt 5.1). Diese Patienten müssen sorgfältig auf
Anstiege der Viruslast und, da sich das Sicherheitsprofil von Efavirenz von dem der
Proteaseinhibitoren unterscheidet, auf Nebenwirkungen überwacht werden.
Opportunistische InfektionenPatienten, die Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil oder eine andere antiretrovirale Therapieerhalten, können weiterhin opportunistische Infektionen und sonstige Komplikationen einer
HIV-Infektion entwickeln. Deshalb ist eine fortlaufende engmaschige klinische Überwachung durch
Ärzte, die in der Behandlung von Patienten mit Begleiterkrankungen einer HIV-Infektion erfahrensind, erforderlich.
Nahrungseffekte
Die Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit Nahrungsmitteln kann die
Efavirenzexposition erhöhen (siehe Abschnitt 5.2) und zu einem Anstieg in der Häufigkeit von
Nebenwirkungen führen (siehe Abschnitt 4.8). Es wird empfohlen,
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva auf nüchternen Magen, vorzugsweise vor dem
Schlafengehen, einzunehmen.
Lebererkrankung
Die Pharmakokinetik, Sicherheit und Wirksamkeit von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilwurden nicht bei Patienten mit vorbestehenden relevanten Leberfunktionsstörungen geprüft (siehe
Abschnitt 5.2). Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva ist bei Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung (siehe Abschnitt 4.3) kontraindiziert und wird für Patienten mit mittelschwerer
Leberfunktionsstörung nicht empfohlen. Da Efavirenz vor allem durch das CYP-System metabolisiertwird, ist bei der Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva bei Patienten mitleichter Leberfunktionsstörung Vorsicht geboten. Diese Patienten müssen sorgfältig auf
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Efavirenz, vor allem auf ZNS-Symptome, überwachtwerden. Zur Beurteilung ihrer Lebererkrankung sollten in regelmäßigen Abständen
Laboruntersuchungen durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit vorbestehenden Leberfunktionsstörungen, einschließlich chronisch aktiver Hepatitis,zeigen während einer antiretroviralen Kombinationstherapie (ART) häufiger Veränderungen der
Leberwerte und müssen gemäß üblicher Praxis überwacht werden. Bei Hinweisen auf eine
Verschlimmerung der Lebererkrankung oder einem dauerhaften Anstieg der Serumtransaminasen aufmehr als das 5-Fache der Obergrenze des Normbereichs muss der Nutzen der Fortsetzung der Therapiemit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil gegenüber den möglichen Risiken einer signifikanten
Lebertoxizität abgewogen werden. Bei solchen Patienten muss eine Unterbrechung oder ein Abbruchder Therapie erwogen werden (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Patienten, die andere mit Lebertoxizität assoziierte Arzneimittel erhalten, wird außerdem die
Überwachung der Leberenzyme empfohlen.
LeberreaktionenEs gibt Berichte nach Marktzulassung über Leberversagen auch bei Patienten ohne vorbestehende
Lebererkrankung oder andere erkennbare Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.8). Eine Überwachung der
Leberenzyme sollte bei allen Patienten unabhängig von einer vorbestehenden Leberfunktionsstörungoder anderen Risikofaktoren in Betracht gezogen werden.
HIV-infizierte Patienten mit Hepatitis-B-(HBV)- oder Hepatitis-C-(HCV)-Koinfektion
Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die eine ART erhalten, weisen ein erhöhtes Risiko fürdas Auftreten schwerwiegender, möglicherweise letal verlaufender hepatischer Nebenwirkungen auf.
Für eine optimale Behandlung der HIV-Infektion bei Patienten mit HBV-Koinfektion sollten Ärzte dieaktuellen HIV-Therapieleitlinien beachten.
Bitte beachten Sie bei einer gleichzeitigen antiviralen Therapie einer Hepatitis B oder C auch diejeweilige Zusammenfassung der Merkmale dieser Arzneimittel.
Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei der
Therapie der chronischen HBV-Infektion wurden nicht untersucht. In pharmakodynamischen Studienhaben Emtricitabin und Tenofovir einzeln und in Kombination eine Aktivität gegen HBV gezeigt(siehe Abschnitt 5.1). Begrenzte klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil eine Aktivität gegen HBV aufweisen, wenn sie im Rahmen einer antiretroviralen
Kombinationstherapie zur Kontrolle der HIV-Infektion angewendet werden. Das Absetzen der
Therapie mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit einer HIV-Infektion undeiner HBV-Koinfektion kann mit schweren akuten Exazerbationen der Hepatitis assoziiert sein.
Patienten mit einer HIV-Infektion und einer HBV-Koinfektion, bei denen
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil abgesetzt wird, müssen über mindestens vier Monate nach
Beendigung der Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil sorgfältig klinisch unddurch Laboruntersuchungen überwacht werden. Eine erneute Hepatitis-B-Therapie kann erforderlichsein. Bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder Zirrhose wird ein Behandlungsabbruchnicht empfohlen, da eine Exazerbation nach Behandlungsende zu einer Dekompensation führen kann.
QTc-VerlängerungBei der Anwendung von Efavirenz (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1) wurde eine QTc-Verlängerungbeobachtet. Für Patienten mit einem erhöhten Risiko für Torsade de pointes oder Patienten, die
Arzneimittel mit einem bekannten Risiko für Torsade de pointes einnehmen, sind Alternativen für
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva in Erwägung zu ziehen.
Psychiatrische Symptome
Über psychiatrische Nebenwirkungen ist bei Patienten berichtet worden, die mit Efavirenz behandeltwurden. Bei Patienten mit psychiatrischen Störungen in der Anamnese scheint ein größeres Risiko fürschwere psychiatrische Nebenwirkungen zu bestehen. Insbesondere waren schwere Depressionenhäufiger bei Patienten mit Depressionen in der Anamnese. Es liegen auch Berichte aus der Zeit nachder Marktzulassung zu schwerer Depression, Tod durch Suizid, Wahnvorstellungen,psychoseähnlichen Störungen und Katatonie vor. Die Patienten müssen darauf hingewiesen werden,dass sie beim Auftreten von Symptomen wie schwerer Depression, Psychose oder Suizidgedankensofort ihren Arzt/ihre Ärztin kontaktieren sollten, um die Möglichkeit zu prüfen, ob diese Symptomeauf die Anwendung von Efavirenz zurückzuführen sind, und wenn ja, ob die Risiken der
Therapiefortsetzung den Nutzen überwiegen (siehe Abschnitt 4.8).
ZNS-Symptome
Bei Patienten, die in klinischen Studien täglich 600 mg Efavirenz erhielten, wurden häufig unteranderem Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen und abnormes
Träumen beobachtet. Schwindel trat auch in klinischen Studien mit Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil auf. In Studien mit Emtricitabin wurde zudem über Kopfschmerzen berichtet(siehe Abschnitt 4.8). Gewöhnlich treten Efavirenz-assoziierte ZNS-Symptome während derersten ein oder zwei Tage der Therapie auf und verschwinden im Allgemeinen nach den erstenzwei bis vier Wochen. Die Patienten sollten darüber informiert werden, dass sich diese gängigen
Symptome, wenn sie überhaupt auftreten, wahrscheinlich mit fortgesetzter Therapie bessern undnicht auf ein anschließendes Auftreten der weniger häufigen psychiatrischen Symptomehinweisen.
Anfälle
Bei mit Efavirenz behandelten Patienten sind Krampfanfälle beobachtet worden, im Allgemeinen bei
Patienten mit bekannter Anfallsanamnese. Bei Patienten, die gleichzeitig ein hauptsächlich über die
Leber metabolisiertes Antikonvulsivum wie z. B. Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbitalerhalten, kann eine periodische Überwachung der Plasmaspiegel erforderlich sein. In einer
Arzneimittel-Interaktionsstudie wurden die Plasmakonzentrationen von Carbamazepin beigleichzeitiger Anwendung von Carbamazepin und Efavirenz gesenkt (siehe Abschnitt 4.5). Vorsichtist bei allen Patienten mit Anfällen in der Anamnese geboten.
NierenfunktionsstörungEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva wird für Patienten mit mittelgradiger bis schwerer
Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min) nicht empfohlen, da bei dieser
Patientengruppe eine Anpassung der Dosierung von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil erforderlichist, die mit der Kombinationstablette nicht erreicht werden kann (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2). Beigleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit einem nephrotoxischen Arzneimittel ist die
Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva zu vermeiden. Wenn diegleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und nephrotoxischen
Wirkstoffen (z. B. Aminoglykoside, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin,
Vancomycin, Cidofovir, Interleukin-2) unvermeidbar ist, muss die Nierenfunktion wöchentlichkontrolliert werden (siehe Abschnitt 4.5).
Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung wurden unter der Behandlungmit Tenofovirdisoproxil Fälle von akutem Nierenversagen nach Beginn der Anwendung vonhochdosierten oder mehreren nicht steroidalen antiinflammatorischen Arzneimitteln (NSAIDs)berichtet. Falls Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva gleichzeitig mit einem NSAIDverabreicht wird, sollte die Nierenfunktion angemessen kontrolliert werden.
Nierenversagen, Nierenfunktionsstörungen, erhöhtes Kreatinin, Hypophosphatämie und proximale
Tubulopathie (einschließlich Fanconi-Syndrom) wurden in der klinischen Praxis im
Zusammenhang mit der Einnahme von Tenofovirdisoproxil berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Es wird empfohlen, die Kreatinin-Clearance bei allen Patienten vor Beginn der Therapie mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva zu berechnen und auch die Nierenfunktion(Kreatinin-Clearance und Serumphosphat) bei Patienten ohne Risikofaktoren für eine
Nierenfunktionsstörung nach 2 bis 4 Behandlungswochen, nach 3 Behandlungsmonaten und danachalle 3 bis 6 Monate zu überwachen. Bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung in der
Anamnese und bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung ist einehäufigere Überwachung der Nierenfunktion erforderlich.
Bei allen Patienten mit einem Serumphosphatspiegel < 1,5 mg/dl (0,48 mmol/l) oder einer auf< 50 ml/min erniedrigten Kreatinin-Clearance, die Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentivaerhalten, muss die Nierenfunktion innerhalb einer Woche erneut kontrolliert werden. Dabei sollte aucheine Bestimmung des Blutzuckers, der Kaliumkonzentration im Blut sowie der Glukosekonzentrationim Urin erfolgen (siehe 'Proximale Tubulopathie“ in Abschnitt 4.8). Da
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva ein Kombinationspräparat ist und die
Dosierungsintervalle der einzelnen Wirkstoffe nicht verändert werden können, muss
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva abgesetzt werden, wenn eine Kreatinin-Clearancevon < 50 ml/min bestätigt ist oder der Serumphosphatspiegel auf < 1,0 mg/dl (0,32 mmol/l) gesunkenist. Für den Fall, dass die Nierenfunktion kontinuierlich abnimmt, ohne dass ein anderer erkennbarer
Grund vorliegt, sollte ebenfalls eine Unterbrechung der Therapie mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva erwogen werden. Für den Fall, dass ein Absetzender Therapie mit einem der Wirkstoffe von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentivaangezeigt ist oder falls eine Dosisanpassung notwendig ist, stehen Efavirenz, Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil auch als Einzelpräparate zur Verfügung.
Wirkung auf die Knochen
Knochenanomalien, wie z. B. eine Osteomalazie, die sich als persistierende oder verschlechternde
Knochenschmerzen manifestieren und in seltenen Fällen zu Frakturen beitragen können, sindmöglicherweise mit einer durch Tenofovirdisoproxil induzierten proximalen renalen Tubulopathieassoziiert (siehe Abschnitt 4.8).
In randomisierten kontrollierten klinischen Studien mit einer Dauer von bis zu 144 Wochenwurde bei HIV- oder HBV-infizierten Patienten im Zusammenhang mit Tenofovirdisoproxil ein
Absinken der Knochenmineraldichte (BMD, bone mineral density) beobachtet. Diese Abnahmender BMD besserten sich im Allgemeinen nach Absetzen der Behandlung.
In anderen (prospektiven und Querschnitts-)Studien wurde das größte Absinken der BMD bei
Patienten beobachtet, die Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer Behandlung erhielten, die einengeboosterten Proteasehemmer beinhaltete.
Angesichts der mit Tenofovirdisoproxil assoziierten Knochenanomalien und der begrenzten
Langzeitdaten über die Auswirkungen von Tenofovirdisoproxil auf die Knochengesundheit unddas Frakturrisiko, sollten bei Patienten mit Osteoporose oder mit Knochenfrakturen in der
Anamnese alternative Behandlungen in Erwägung gezogen werden.
Bei vermuteten oder nachgewiesenen Knochenanomalien sollte eine entsprechende medizinische
Beratung eingeholt werden.
HautreaktionenBei Anwendung der einzelnen Wirkstoffe von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentivasind leichte bis mittelgradige Exantheme beobachtet worden. Efavirenz-assoziierte Exanthemeklangen unter Fortsetzung der Therapie im Allgemeinen wieder ab. Geeignete Antihistaminikaund/oder Kortikosteroide können die Verträglichkeit erhöhen und den Rückgang des Exanthemsbeschleunigen. Ein schwerwiegendes Exanthem mit Blasenbildung, feuchter Abschuppung(Desquamation) oder Ulzeration der Haut wurde bei weniger als 1 % der mit Efavirenz behandelten
Patienten berichtet (siehe Abschnitt 4.8.). Die Inzidenz von Erythema multiforme oder Stevens-
Johnson-Syndrom lag bei ca. 0,1 %. Die Therapie mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Zentiva ist bei Auftreten eines schwerwiegenden Exanthems mit Blasenbildung, Abschuppung der
Haut, Beteiligung der Schleimhaut oder Fieber abzusetzen. Die Erfahrungen mit Efavirenz bei
Patienten, die andere antiretrovirale Wirkstoffe der NNRTI-Klasse abgesetzt haben, sind begrenzt.
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva wird nicht für Patienten empfohlen, bei denenwährend der Einnahme von NNRTI eine lebensbedrohliche Hautreaktion (z. B. Stevens-Johnson-
Syndrom) auftrat.
Gewicht und metabolische ParameterWährend einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der
Blutlipid- und Blutglukosewerte auftreten. Diese Veränderungen können teilweise mit demverbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammenhängen. In einigen Fällen ist ein
Einfluss der Behandlung auf die Blutlipidwerte erwiesen, während es für die Gewichtszunahmekeinen klaren Nachweis eines Zusammenhangs mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für die
Überwachung der Blutlipid- und Blutglukosewerte wird auf die anerkannten HIV-Therapieleitlinienverwiesen. Die Behandlung von Lipidstörungen sollte nach klinischem Ermessen erfolgen.
Mitochondriale Dysfunktion nach Exposition in utero
Nukleos(t)id-Analoga können die mitochondriale Funktion in unterschiedlichem Ausmaßbeeinträchtigen. Dies ist unter Stavudin, Didanosin und Zidovudin am stärksten ausgeprägt. Es liegen
Berichte über mitochondriale Funktionsstörungen bei HIV-negativen Kleinkindern vor, die in uteround/oder postnatal gegenüber Nukleosid-Analoga exponiert waren. Diese Berichte betrafenüberwiegend Behandlungen mit Zidovudin-haltigen Therapien. Die hauptsächlich berichteten
Nebenwirkungen waren hämatologische Störungen (Anämie, Neutropenie) und Stoffwechselstörungen(Hyperlaktatämie, erhöhte Serumlipasewerte). Diese Ereignisse waren meistens vorübergehend. Seltenwurde über spät auftretende neurologische Störungen (Hypertonus, Konvulsionen,
Verhaltensänderungen) berichtet. Ob solche neurologischen Störungen vorübergehend oder bleibendsind, ist derzeit nicht bekannt. Diese Erkenntnisse sollten bei jedem Kind, das in utero gegenüber
Nukleos(t)id-Analoga exponiert war und schwere klinische, insbesondere neurologische Befundeunbekannter Ätiologie aufweist, berücksichtigt werden. Diese Erkenntnisse haben keinen Einfluss aufdie derzeitigen nationalen Empfehlungen zur Anwendung der antiretroviralen Therapie beischwangeren Frauen zur Prävention einer vertikalen HIV-Transmission.
Immun-Reaktivierungs-SyndromBei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der
Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residualeopportunistische Infektionen entwickeln, die zu schweren klinischen Verläufen oder zur
Verschlechterung von Symptomen führt. Typischerweise wurden solche Reaktionen innerhalb derersten Wochen oder Monate nach Beginn der ART beobachtet. Entsprechende Beispiele sind
CMV-Retinitis, disseminierte und/oder lokalisierte mykobakterielle Infektionen und
Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie. Jedes Entzündungssymptom ist zu bewerten und, fallsnotwendig, ist eine Behandlung einzuleiten.
Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus Basedow und
Autoimmunhepatitis) vor, die im Rahmen einer Immunreaktivierung auftraten; allerdings ist der
Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der
Behandlung auftreten.
OsteonekroseObwohl eine multifaktorielle Ätiologie angenommen wird (darunter Anwendung von
Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Immunsuppression, höherer Body-Mass-Index), wurden
Fälle von Osteonekrose insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung und/oder
Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, bei Auftreten von
Gelenkbeschwerden und -schmerzen, Gelenksteife oder Schwierigkeiten bei Bewegungen den Arztaufzusuchen.
Patienten mit HIV-1-Mutationen
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil soll nicht bei Patienten angewendet werden, deren Vireneine K65R-, M184V/I- oder K103N-Mutation aufweisen (siehe Abschnitte 4.1 und 5.1).
Ältere PatientenDie Anwendung der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten über65 Jahren wurde nicht untersucht. Da ältere Patienten häufiger eine eingeschränkte Leber- oder
Nierenfunktion aufweisen, ist bei der Behandlung dieser Patientengruppe mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.2).
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Da Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva Efavirenz, Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil enthält, können alle Wechselwirkungen, die für die einzelnen Wirkstoffe ermitteltwurden, auch unter Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva auftreten. Studien zur
Erfassung von Wechselwirkungen mit diesen Wirkstoffen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva als Fixkombination sollte nicht gleichzeitig mitanderen Arzneimitteln angewendet werden, die die Wirkstoffe Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxilenthalten. Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva sollte nicht gleichzeitig mit
Arzneimitteln angewendet werden, die Efavirenz enthalten, es sei denn, dies ist zur Dosisanpassung,z. B. bei gleichzeitiger Anwendung von Rifampicin, notwendig (siehe Abschnitt 4.2). Aufgrund der
Ähnlichkeit mit Emtricitabin sind gleichzeitig mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentivakeine anderen Cytidin-Analoga wie Lamivudin anzuwenden.
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva darf nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil odermit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden.
Efavirenz ist ein In-vivo-Induktor von CYP3A4, CYP2B6 und UGT1A1. Substanzen, die Substratefür diese Enzyme sind, können bei gleichzeitiger Anwendung mit Efavirenz verminderte
Plasmakonzentrationen aufweisen. Efavirenz kann CYP2C19 und CYP2C9 induzieren. Allerdingswurde in vitro auch eine Hemmung beobachtet, so dass der Gesamteffekt der gleichzeitigen
Anwendung von Substraten dieser Enzyme unklar ist (siehe Abschnitt 5.2).
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz mit Metamizol, das ein Induktor von metabolisierenden
Enzymen, einschließlich CYP2B6 und CYP3A4, ist, kann zu einer Reduktion der
Plasmakonzentration von Efavirenz mit einer potenziellen Abnahme der klinischen Wirksamkeitbewirken. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung von Metamizol und Efavirenz Vorsicht geboten;das klinische Ansprechen und/oder die Wirkstoffspiegel sollten entsprechend überwacht werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz mit Arzneimitteln (z. B. Ritonavir) oder Nahrungsmitteln(z. B. Grapefruitsaft), die die CYP3A4- oder CYP2B6-Aktivität hemmen, kann die
Efavirenzexposition erhöhen. Substanzen oder pflanzliche Zubereitungen (z. B. Ginkgo-biloba-
Extrakte und Johanniskraut), die diese Enzyme induzieren, können zu einer verminderten
Plasmakonzentration von Efavirenz führen. Die gleichzeitige Anwendung von Johanniskraut istkontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Die gleichzeitige Anwendung von Ginkgo-biloba-Extraktenwird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
In-vitro-Studien und klinische pharmakokinetische Wechselwirkungsstudien zeigen, dass das Risiko
CYP-vermittelter Wechselwirkungen zwischen Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil und anderen
Arzneimitteln gering ist.
Wechselwirkung mit dem Cannabinoid-Test
Efavirenz bindet nicht an Cannabinoid-Rezeptoren. Bei nicht infizierten Probanden und
HIV-infizierten Patienten, die Efavirenz erhielten, wurden basierend auf einigen Screening-Assaysfalsch positive Ergebnisse des Cannabinoid-Tests im Urin berichtet. In solchen Fällen werden
Bestätigungtests durch spezifischere Methoden wie z. B. Gaschromatographie/Massenspektrometrieempfohlen.
Gegenanzeigen für die gleichzeitige Anwendung
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva darf nicht gleichzeitig mit Terfenadin,
Astemizol, Cisaprid, Midazolam, Triazolam, Pimozid, Bepridil oder Mutterkornalkaloiden (z. B.
Ergotamin, Dihydroergotamin, Ergometrin und Methylergometrin) angewendet werden, da die
Hemmung des Metabolismus dieser Arzneimittel zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen
Ereignissen führen kann (siehe Abschnitt 4.3).
Elbasvir/Grazoprevir
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Elbasvir/Grazoprevir ist kontraindiziert, da sie zum Verlust des virologischen Ansprechens auf
Elbasvir/Grazoprevir führen kann (siehe Abschnitt 4.3 und Tabelle 1).
Voriconazol
Die gleichzeitige Anwendung von Standarddosen von Efavirenz und Voriconazol ist kontraindiziert.
Da Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva ein Fixkombinationspräparat ist, kann die
Efavirenzdosis nicht verändert werden; Voriconazol und Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Zentiva dürfen daher nicht gleichzeitig angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3 und Tabelle 1).
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Johanniskraut bzw. pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut enthalten, ist kontraindiziert. Der
Plasmaspiegel von Efavirenz kann durch die gleichzeitige Anwendung von Johanniskraut verringertwerden. Dies beruht auf der Induktion von Arzneimittel-verstoffwechselnden Enzymen und/oder
Transportproteinen durch Johanniskraut. Wenn ein Patient bereits Johanniskraut einnimmt, muss das
Johanniskraut abgesetzt, die Viruslast überprüft und, wenn möglich, der Plasmaspiegel von Efavirenzbestimmt werden. Der Plasmaspiegel von Efavirenz kann nach Absetzen von Johanniskraut ansteigen.
Die induzierende Wirkung von Johanniskraut kann nach Absetzen der Behandlung über mindestens2 Wochen anhalten (siehe Abschnitt 4.3).
QT-verlängernde Arzneimittel
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva mit
Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern und zu Torsade de pointes führenkönnten, wie Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Neuroleptika und Antidepressiva, bestimmte
Antibiotika, darunter einige Vertreter der folgenden Klassen: Makrolide, Fluorchinolone, Imidazol-und Triazol-Antimykotika, bestimmte nicht sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol),
Cisaprid, Flecainid, bestimmte Antimalariamittel und Methadon (siehe Abschnitt 4.3), istkontraindiziert.
Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen
Atazanavir/Ritonavir
Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um eine Dosierungsempfehlung für Atazanavir/Ritonavir in
Kombination mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu geben. Die gleichzeitige Anwendungvon Atazanavir/Ritonavir und Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva wird daher nichtempfohlen (siehe Tabelle 1).
Didanosin
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva und Didanosinwird nicht empfohlen (siehe Tabelle 1).
Sofosbuvir/Velpatasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wird nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4. und Tabelle 1).
Renal ausgeschiedene Arzneimittel
Da Emtricitabin und Tenofovir hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden werden, kann diegleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Arzneimitteln, die die Nierenfunktion beeinträchtigen oder die um die aktive tubuläre Sekretionkonkurrieren (z. B. Cidofovir), zu einer Erhöhung der Serumkonzentrationen von Emtricitabin,
Tenofovir und/oder den gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln führen.
Die Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva ist zu vermeiden beigleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit einem nephrotoxischen Arzneimittel. Dazugehören unter anderem: Aminoglykoside, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin,
Vancomycin, Cidofovir oder Interleukin-2 (siehe Abschnitt 4.4).
Praziquantel
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz wird nicht empfohlen, da dies zu einer signifikanten
Verringerung der Plasmakonzentrationen von Praziquantel führt mit dem Risiko eines
Therapieversagens infolge einer erhöhten hepatischen Metabolisierung induziert durch Efavirenz.
Falls eine gleichzeitige Anwendung erforderlich ist, könnte eine höhere Dosis von Praziquantel in
Erwägung gezogen werden.
Weitere Wechselwirkungen
Wechselwirkungen zwischen Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva bzw. seineneinzelnen Wirkstoffen oder anderen Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführt,wobei '↑“ einen Anstieg bedeutet, '↓“ eine Abnahme, '↔“ keine Veränderung, 'b.i.d.“ zweimaltäglich, 'q.d.“ einmal täglich und 'q8h“ alle 8 Stunden. Wenn verfügbar, sind die 90 %-
Konfidenzintervalle in Klammern angegeben.
Tabelle 1: Wechselwirkungen zwischen Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentivabzw. seinen einzelnen Wirkstoffen und anderen Arzneimitteln
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
ANTIINFEKTIVA
HIV-antivirale Arzneimittel
Proteasehemmer
Atazanavir/Ritonavir/ Atazanavir: Die gleichzeitige Anwendung von
Tenofovirdisoproxil AUC: ↓ 25 % (↓ 42 bis ↓ 3) Atazanavir/Ritonavir und(300 mg q.d./100 mg q.d./ Cmax: ↓ 28 % (↓ 50 bis ↑ 5) Efavirenz/Emtricitabin/245 mg q.d.) Cmin: ↓ 26 % (↓ 46 bis ↑ 10) Tenofovirdisoproxil Zentiva wirdnicht empfohlen.
Die gleichzeitige Anwendungvon Atazanavir/Ritonavir und
Tenofovir führte zu einererhöhten Tenofovirexposition.
Höhere
Tenofovirkonzentrationenkönnten Tenofovir-assoziierteunerwünschte Ereignisse,darunter
Nierenfunktionsstörungen,verstärken.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Atazanavir/Ritonavir/ Atazanavir (abends
Efavirenz eingenommen):(400 mg q.d./100 mg q.d./ AUC: ↔* (↓ 9 % bis ↑ 10 %)600 mg q.d., jeweils mit Cmax: ↑ 17 %* (↑ 8 bis ↑ 27)
Nahrungsmitteln Cmin: ↓ 42 %* (↓ 31 bis ↓ 51)eingenommen)
Atazanavir (abends
Atazanavir/Ritonavir/ eingenommen):
Efavirenz AUC: ↔*/** (↓ 10 % bis ↑(400 mg q.d./200 mg q.d./ 26 %)600 mg q.d., jeweils mit Cmax: ↔*/** (↓ 5 % bis ↑
Nahrungsmitteln 26 %)eingenommen) Cmin: ↑ 12 %*/** (↓ 16 bis ↑49)(Induktion von CYP3A4).
* im Vergleich mit
Atazanavir 300 mg/Ritonavir100 mg q.d. am Abend ohne
Efavirenz. Diese Abnahmeder Atazanavir-Cmin könnteeinen negativen Einfluss aufdie Wirksamkeit von
Atazanavir haben.
** gestützt auf historische
Daten.
Die gleichzeitige Anwendungvon Efavirenz mit
Atazanavir/Ritonavir wirdnicht empfohlen.
Atazanavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Darunavir/Ritonavir/ Darunavir: Efavirenz/Emtricitabin/
Efavirenz AUC: ↓ 13 % Tenofovirdisoproxil in(300 mg b.i.d.*/100 mg b.i.d./C min: ↓ 31 % Kombination mit600 mg q.d.) Cmax: ↓ 15 % Darunavir/Ritonavir 800/100 mg
* weniger als die (Induktion von CYP3A4) einmal täglich kann zu einerempfohlenen Dosierungen; suboptimalen Cmin von Darunavirähnliche Ergebnisse werden Efavirenz: führen. Wenn Efavirenz/mit den empfohlenen AUC: ↑ 21 % Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Dosierungen erwartet. Cmin: ↑ 17 % Zentiva in Kombination mit
Cmax: ↑ 15 % Darunavir/Ritonavir angewendet(Hemmung von CYP3A4) wird, sollte das Therapieschema
Darunavir/Ritonavir/ Darunavir: Darunavir/Ritonavir 600/100 mg
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔ zweimal täglich angewendet(300 mg b.i.d.*/100 mg b.i Cmin: ↔ werden. Darunavir/Ritonavir sollte.d./ mit Vorsicht in Kombination mit245 mg q.d.) Tenofovir: Efavirenz/Emtricitabin/
* weniger als die AUC: ↑ 22 % Tenofovirdisoproxil Zentivaempfohlene Dosis Cmin: ↑ 37 % angewendet werden. Siehe
Darunavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden Ritonavir weiter unten. Eine
Emtricitabin nicht untersucht. Aufgrund Überwachung der Nierenfunktionder unterschiedlichen kann angezeigt sein, insbesondere
Eliminationswege sind keine bei Patienten mit einer
Wechselwirkungen zu systemischen oder renalenerwarten. Grunderkrankung oder bei
Patienten, die nephrotoxische
Wirkstoffe einnehmen.
Fosamprenavir/Ritonavir/ Keine klinisch relevanten Efavirenz/Emtricitabin/
Efavirenz pharmakokinetischen Tenofovirdisoproxil Zentiva und(700 mg b.i.d./100 mg b.i. Wechselwirkungen. Fosamprenavir/Ritonavir könnend./600 mg q.d.) ohne Dosisanpassung gleichzeitig
Fosamprenavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden angewendet werden. Siehe
Emtricitabin nicht untersucht. Ritonavir weiter unten.
Fosamprenavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Indinavir/Efavirenz Efavirenz: Es liegen keine ausreichenden(800 mg q8h/200 mg q.d.) AUC: ↔ Daten vor, um eine
Cmax: ↔ Dosierungsempfehlung für eine
Cmin: ↔ Anwendung von Indinavir in
Kombination mit Efavirenz/
Indinavir: Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
AUC: ↓ 31 % (↓ 8 bis ↓ 47) Zentiva zu geben. Da die klinische
Cmin: ↓ 40 % Bedeutung von erniedrigten
Indinavirkonzentrationen nicht
Eine ähnliche Reduktion der bekannt ist, sollte das Ausmaß
Indinavirexposition wurde dieser beobachtetenbeobachtet, wenn Indinavir pharmakokinetischen Interaktion1.000 mg q8h mit Efavirenz berücksichtigt werden, wenn ein600 mg q.d. gegeben wurde Therapieschema gewählt wird, das(Induktion von CYP3A4). sowohl Indinavir als auch
Für die gleichzeitige Efavirenz, einen der Wirkstoffe
Anwendung von Efavirenz von Efavirenz/Emtricitabin/und niedrig dosiertem Tenofovirdisoproxil Zentiva,
Ritonavir in Kombination mit enthält.einem Proteasehemmer wirdauf den nachstehenden
Abschnitt über Ritonavirverwiesen.
Indinavir/Emtricitabin Indinavir:(800 mg q8h/200 mg q.d.) AUC: ↔
Cmax: ↔
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Indinavir/ Indinavir:
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔(800 mg q8h/245 mg q.d.) Cmax: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Lopinavir/Ritonavir/ Lopinavir/Ritonavir: Es liegen keine ausreichenden
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔ Daten vor, um eine(400 mg b.i.d./ Cmax: ↔ Dosierungsempfehlung für eine100 mg b.i.d./245 mg q.d.) Cmin: ↔ Anwendung von
Lopinavir/Ritonavir in
Tenofovir: Kombination mit Efavirenz/
AUC: ↑ 32 % (↑ 25 bis ↑ 38) Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Cmax: ↔ Zentiva zu geben. Die
Cmin: ↑ 51 % (↑ 37 bis ↑ 66) gleichzeitige Anwendung von
Lopinavir/Ritonavir und
Höhere Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovird
Tenofovirkonzentrationen isoproxil Zentiva wird nichtkönnten Tenofovir-assoziierte empfohlen.unerwünschte Ereignisse,darunter
Nierenfunktionsstörungen,verstärken.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Lopinavir/Ritonavir Erhebliche Abnahme der
Weichkapseln oder Lopinavirexposition, die eine
Lösung zum Dosisanpassung von
Einnehmen/Efavirenz Lopinavir/Ritonavirerforderlich macht. Bei
Lopinavir/Ritonavir Kombination mit Efavirenz
Tabletten/Efavirenz und zwei NRTIs führte eine(400/100 mg b.i.d./600 mg Dosis von 533/133 mgq.d.) Lopinavir/Ritonavir(Weichkapseln) zweimal(500/125 mg b.i.d./600 mg täglich zu vergleichbarenq.d.) Lopinavirplasmakonzentrationen wie Lopinavir/Ritonavir(Weichkapseln) 400/100 mgzweimal täglich ohne
Efavirenz (historische Daten).
Lopinavirkonzentration:↓ 30-40 %
Lopinavirkonzentrationen:ähnlich wie
Lopinavir/Ritonavir400/100 mg zweimal täglichohne Efavirenz. In
Kombination mit Efavirenz isteine Dosisanpassung für
Lopinavir/Ritonavirerforderlich. Für diegleichzeitige Anwendung von
Efavirenz und niedrigdosiertem Ritonavir in
Kombination mit einem
Proteasehemmer wird auf dennachstehenden Abschnitt über
Ritonavir verwiesen.
Lopinavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Ritonavir/Efavirenz Ritonavir: Die gleichzeitige Anwendung von(500 mg b.i.d./600 mg q.d.) Morgen-AUC: ↑ 18 % Ritonavir in einer Dosierung von(↑ 6 bis ↑ 33) 600 mg und Efavirenz/
Abend-AUC: ↔ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Morgen-Cmax: ↑ 24 % Zentiva wird nicht empfohlen. Bei(↑ 12 bis ↑ 38) der Anwendung von
Abend-Cmax: ↔ Efavirenz/Emtricitabin/
Morgen-Cmin: ↑ 42 % Tenofovirdisoproxil Zentiva in(↑ 9 bis ↑ 86) Kombination mit niedrig dosiertem
Abend-Cmin: ↑ 24 % Ritonavir ist die Möglichkeit zu(↑ 3 bis ↑ 50) bedenken, dass aufgrund derpotentiellen
Efavirenz: pharmakodynamischen Interaktion
AUC: ↑ 21 % (↑ 10 bis ↑ 34) vermehrt Efavirenz-assoziierte
Cmax: ↑ 14 % (↑ 4 bis ↑ 26) unerwünschte Ereignisse auftreten.
Cmin: ↑ 25 % (↑ 7 bis ↑ 46)(Hemmung der CYP-vermittelten oxidativen
Metabolisierung)
Die Kombination aus
Efavirenz und Ritonavir500 mg oder 600 mg zweimaltäglich erwies sich als nichtgut verträglich (unter anderemtraten Schwindel, Übelkeit,
Parästhesien und erhöhte
Leberenzymwerte auf). Esliegen keine ausreichenden
Daten zur Verträglichkeit von
Efavirenz in Kombination mitniedrig dosiertem Ritonavir(100 mg ein- oder zweimaltäglich) vor.
Ritonavir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Saquinavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden Es liegen keine ausreichenden
Efavirenz nicht untersucht. Für die Daten vor, um einegleichzeitige Anwendung von Dosierungsempfehlung für eine
Efavirenz und niedrig Anwendung von Saquinavir/dosiertem Ritonavir in Ritonavir in Kombination mit
Kombination mit einem Efavirenz/Emtricitabin/
Proteasehemmer wird auf den Tenofovirdisoproxil Zentiva zuobigen Abschnitt über geben. Die gleichzeitige
Ritonavir verwiesen. Anwendung von Saquinavir/
Saquinavir/Ritonavir/ Es gab keine klinisch Ritonavir und Efavirenz/
Tenofovirdisoproxil relevanten Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilpharmakokinetischen Zentiva wird nicht empfohlen. Die
Wechselwirkungen bei Anwendung von Efavirenz/gleichzeitiger Anwendung Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilvon Tenofovirdisoproxil mit Zentiva in Kombination mit
Ritonavir-geboostertem Saquinavir als einzigem
Saquinavir. Proteasehemmer wird nicht
Saquinavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden empfohlen.
Emtricitabin nicht untersucht.
CCR5-Antagonist
Maraviroc/Efavirenz Maraviroc: Siehe Zusammenfassung der(100 mg b.i.d./600 mg q.d.) AUC12h: ↓ 45 % (↓ 38 bis ↓ Merkmale des Arzneimittels, das51) Maraviroc enthält.
Cmax: ↓ 51 % (↓ 37 bis ↓ 62)
Die Konzentration von
Efavirenz wurde nichtuntersucht. Ein Effekt wirdnicht erwartet.
Maraviroc/ Maraviroc:
Tenofovirdisoproxil AUC12h: ↔(300 mg b.i.d./245 mg q.d.) Cmax: ↔
Die Konzentration von
Tenofovir wurde nichtuntersucht. Ein Effekt wirdnicht erwartet.
Maraviroc/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Integrase-Strangtransfer-Hemmer
Raltegravir/Efavirenz Raltegravir: Efavirenz/Emtricitabin/(400 mg Einzeldosis/-) AUC: ↓ 36 % Tenofovirdisoproxil Zentiva und
C12h: ↓ 21 % Raltegravir können ohne
Cmax: ↓ 36 % Dosisanpassung gleichzeitig(Induktion von UGT1A1) angewendet werden.
Raltegravir/ Raltegravir:
Tenofovirdisoproxil AUC: ↑ 49 %(400 mg b.i.d./-) C12h: ↑ 3 %
Cmax: ↑ 64 %(Mechanismus der
Wechselwirkung unbekannt)
Tenofovir:
AUC: ↓ 10 %
C12h: ↓ 13 %
Cmax: ↓ 23 %
Raltegravir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
NRTIs und NNRTIs
NRTIs/Efavirenz Spezifische Aufgrund der Ähnlichkeit von
Wechselwirkungsstudien mit Lamivudin und Emtricitabin,
Efavirenz und anderen NRTIs einem Wirkstoff von Efavirenz/als Lamivudin, Zidovudin und Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Tenofovirdisoproxil wurden Zentiva, darf Efavirenz/nicht durchgeführt. Klinisch Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilrelevante Wechselwirkungen Zentiva nicht gleichzeitig mitwurden nicht beobachtet und Lamivudin angewendet werdensind nicht zu erwarten, da die (siehe Abschnitt 4.4).
NRTIs auf einem anderen
Weg als Efavirenzmetabolisiert werden und esdeshalb unwahrscheinlich ist,dass sie um die gleichenmetabolischen Enzyme und
Ausscheidungswegekonkurrieren.
NNRTIs/Efavirenz Wechselwirkungen wurden Da die Anwendung von zweinicht untersucht. NNRTIs sich hinsichtlich der
Wirksamkeit und Sicherheit alsnicht sinnvoll erwiesen hat, wirddie gleichzeitige Anwendung von
Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Zentiva undeinem weiteren NNRTI nichtempfohlen.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Didanosin/ Die gleichzeitige Anwendung Die gleichzeitige Anwendung von
Tenofovirdisoproxil von Tenofovirdisoproxil und Efavirenz/Emtricitabin/
Didanosin führt zu einem Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Anstieg der systemischen Didanosin wird nicht empfohlen.
Exposition von Didanosin um40-60 %. Eine erhöhte systemische
Didanosin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden Exposition gegenüber Didanosinnicht untersucht. kann das Risiko für Didanosin-
Didanosin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden bedingte Nebenwirkungennicht untersucht. erhöhen. Selten wurde über
Pankreatitis und Laktatazidose, diemitunter tödlich verlaufen,berichtet. Die gleichzeitige
Anwendung von
Tenofovirdisoproxil und Didanosinmit einer Dosis von 400 mg täglichwar mit einer signifikanten
Abnahme der CD4 Zellzahlassoziiert: Diese istmöglicherweise durch eineintrazelluläre Interaktionverursacht, die zu einem Anstiegan phosphoryliertem (d. h.aktivem) Didanosin führte. Wurdeeine auf 250 mg verringerte Dosisvon Didanosin gleichzeitig mit
Tenofovirdisoproxil zur
Behandlung der HIV-1-Infektionangewendet, wurde beiverschiedenen untersuchten
Kombinationen eine hohe Rate anvirologischem Versagen berichtet.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Hepatitis-C-antivirale Arzneimittel
Elbasvir/Grazoprevir + Elbasvir: Die gleichzeitige Anwendung von
Efavirenz AUC: ↓ 54% Efavirenz/Emtricitabin/
Cmax: ↓ 45% Tenofovirdisoproxil Zentiva und(Induktion von CYP3A4 oder Elbasvir/Grazoprevir ist
P-gp - Auswirkung auf kontraindiziert, da sie zum Verlust
Elbasvir) des virologischen Ansprechens auf
Elbasvir/Grazoprevir führen kann.
Grazoprevir: Dieser Verlust ist auf ein
AUC: ↓ 83% signifikantes Absinken der
Cmax: ↓ 87% Elbasvir-/Grazoprevir-(Induktion von CYP3A4 oder Plasmakonzentrationen
P-gp - Auswirkung auf zurückzuführen, welches durch die
Grazoprevir) Induktion von CYP3A4 bzw. P-gpverursacht wird. Weitere
Efavirenz: Informationen finden Sie in der
AUC: ↔ Fachinformation für
Cmax: ↔ Elbasvir/Grazoprevir.
Glecaprevir/Pibrentasvir/ Erwartet: Die gleichzeitige Anwendung von
Efavirenz Glecaprevir: ↓ Glecaprevir/Pibrentasvir mit
Pibrentasvir: ↓ Efavirenz, einem Bestandteil von
Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Zentiva, kannzu deutlich verringerten
Plasmakonzentrationen von
Glecaprevir und Pibrentasvirführen, was zu einer reduziertentherapeutischen Wirkung führt.
Die gleichzeitige Anwendung von
Glecaprevir/Pibrentasvir mit
Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Zentiva wirdnicht empfohlen. Weitere
Informationen sind der
Fachinformation für
Glecaprevir/Pibrentasvir zuentnehmen.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Ledipasvir/Sofosbuvir Ledipasvir: Keine Dosisanpassung empfohlen.(90 mg/400 mg q.d.) + AUC: ↓ 34 % (↓ 41 bis ↓ 25) Die erhöhte Tenofovirexposition
Efavirenz/Emtricitabin/ Cmax: ↓ 34 % (↓ 41 bis ↑ 25) könnte zu mit Tenofovirdisoproxil
Tenofovirdisoproxil Cmin: ↓ 34 % (↓ 43 bis ↑ 24) assoziierten Nebenwirkungen,(600 mg/200 mg/ darunter245 mg q.d.) Sofosbuvir: Nierenfunktionsstörungen, führen.
AUC: ↔ Die Nierenfunktion muss
Cmax: ↔ engmaschig überwacht werden
GS-3310071: (siehe Abschnitt 4.4).
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↑ 98 % (↑ 77 bis ↑ 123)
Cmax: ↑ 79 % (↑ 56 bis ↑ 104)
Cmin: ↑ 163 % (↑ 137 bis ↑197)
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Bei gleichzeitiger Anwendung von(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↔ Efavirenz/Emtricitabin/
Efavirenz/Emtricitabin/ Cmax: ↑ 38 % (↑ 14 bis ↑ Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Tenofovirdisoproxil 67) Sofosbuvir/Velpatasvir bzw.(600 mg/200 mg/245 mg GS-3310071: Sofosbuvir/Velpatasvir/q.d.) AUC: ↔ Voxilaprevir ist davon auszugehen,
Cmax: ↔ dass die Plasmakonzentrationen
Cmin: ↔ von Velpatasvir und Voxilaprevirabsinken. Die gleichzeitige
Velpatasvir: Anwendung von
AUC: ↓ 53 % (↓ 61 bis ↓ Efavirenz/Emtricitabin/43) Tenofovirdisoproxil Zentiva und
C : ↓ 47 % (↓ 57 bis ↓ Sofosbuvir/Velpatasvir bzw.
max36) Sofosbuvir/Velpatasvir/
C : 57 % ( 64 bis Voxilaprevir wird nicht empfohlenmin ↓ ↓ ↓48) (siehe Abschnitt 4.4).
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↑ 81 % (↑ 68 bis ↑94)
Cmax: ↑ 77 % (↑ 53 bis ↑104)
Cmin: ↑ 121 % (↑ 100 bis ↑143)
Sofosbuvir/Velpatasvir/ Wechselwirkungen wurden
Voxilaprevir nur für(400 mg/100 mg/100 mg Sofosbuvir/Velpatasvirq.d.) + untersucht.
Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Erwartet:(600 mg/200 mg/245 mg Voxilaprevir: ↓q.d.)
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Sofosbuvir (400 mg q.d.) + Sofosbuvir: Efavirenz/Emtricitabin/
Efavirenz/Emtricitabin/ AUC: ↔ Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Tenofovirdisoproxil Cmax: ↓ 19 % (↓ 40 bis ↑ 10) Sofosbuvir können ohne(600 mg/200 mg/ GS-3310071: Dosisanpassung gleichzeitig245 mg q.d.) AUC: ↔ verabreicht werden.
Cmax: ↓ 23 % (↓ 30 bis ↑ 16)
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↑ 25 % (↑ 8 bis ↑ 45)
Cmin: ↔
Antibiotika
Clarithromycin/Efavirenz Clarithromycin: Die klinische Relevanz dieser(500 mg b.i.d./400 mg q.d.) AUC: ↓ 39 % (↓ 30 bis ↓ 46) Plasmaspiegeländerungen von
Cmax: ↓ 26 % (↓ 15 bis ↓ 35) Clarithromycin ist nicht bekannt.
Clarithromycin-14- Alternativen zu Clarithromycinhydroxymetabolit: (z. B. Azithromycin) können in
AUC: ↑ 34 % (↑ 18 bis ↑ 53) Erwägung gezogen werden.
Cmax: ↑ 49 % (↑ 32 bis ↑ 69) Andere Makrolidantibiotika wie
Erythromycin wurden in
Efavirenz: Kombination mit Efavirenz/
AUC: ↔ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Cmax: ↑ 11 % (↑ 3 bis ↑ 19) Zentiva nicht untersucht.(Induktion von CYP3A4)
Exanthembildung bei 46 %der nicht infizierten
Probanden bei gleichzeitiger
Anwendung von Efavirenzund Clarithromycin.
Clarithromycin/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Clarithromycin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Antimykobakterielle Arzneimittel
Rifabutin/Efavirenz Rifabutin: In Kombination mit Efavirenz/(300 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 38 % (↓ 28 bis ↓ 47) Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Cmax: ↓ 32 % (↓ 15 bis ↓ 46) Zentiva sollte die tägliche Dosis
Cmin: ↓ 45 % (↓ 31 bis ↓ 56) von Rifabutin um 50 % erhöhtwerden. Wird Rifabutin zwei- oder
Efavirenz: dreimal wöchentlich in
AUC: ↔ Kombination mit Efavirenz/
Cmax: ↔ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Cmin: ↓ 12 % (↓ 24 bis ↑ 1) Zentiva angewendet, ist eine(Induktion von CYP3A4) Verdoppelung der Rifabutindosis
Rifabutin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden in Betracht zu ziehen. Diesenicht untersucht. Dosisanpassung ist klinisch nicht
Rifabutin/ Wechselwirkungen wurden ausreichend untersucht worden.
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht. Individuelle Verträglichkeit undvirologisches Ansprechen solltenbei Dosisanpassungen in Betrachtgezogen werden (siehe
Abschnitt 5.2).
Rifampicin/Efavirenz Efavirenz: Bei Anwendung von Efavirenz/(600 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 26 % (↓ 15 bis↓ 36) Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Cmax: ↓ 20 % (↓ 11 bis↓ 28) Zentiva mit Rifampicin bei
Cmin: ↓ 32 % (↓ 15 bis↓ 46) Patienten, die 50 kg oder mehr(Induktion von CYP3A4 und wiegen, kann die zusätzliche Gabe
CYP2B6) von 200 mg Efavirenz pro Tag
Rifampicin/ Rifampicin: (800 mg insgesamt) zu einer
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔ ähnlichen Efavirenzexposition(600 mg q.d./245 mg q.d.) Cmax: ↔ führen wie die Einnahme dertäglichen Efavirenzdosis von
Tenofovir: 600 mg ohne Rifampicin. Diese
AUC: ↔ Dosisanpassung ist klinisch nicht
Cmax: ↔ ausreichend untersucht worden.
Rifampicin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden Individuelle Verträglichkeit undnicht untersucht. virologisches Ansprechen solltenbei Dosisanpassungen in Betrachtgezogen werden (siehe
Abschnitt 5.2). Eine Anpassungder Rifampicindosis beigleichzeitiger Gabe mit
Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Zentiva wirdnicht empfohlen.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Antimykotika
Itraconazol/Efavirenz Itraconazol: Da keine Dosisempfehlung für(200 mg b.i.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 39 % (↓ 21 bis↓ 53) Itraconazol bei Anwendung mit
Cmax: ↓ 37 % (↓ 20 bis↓ 51) Efavirenz/Emtricitabin/
Cmin: ↓ 44 % (↓ 27 bis↓ 58) Tenofovirdisoproxil Zentiva(verminderte Itraconazol- gemacht werden kann, sollte eine
Konzentrationen: Induktion alternative antimykotischevon CYP3A4) Therapie erwogen werden.
Hydroxyitraconazol:
AUC: ↓ 37 % (↓ 14 bis ↓ 55)
Cmax: ↓ 35 % (↓ 12 bis ↓ 52)
Cmin: ↓ 43 % (↓ 18 bis ↓ 60)
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Itraconazol/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Itraconazol/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Posaconazol/Efavirenz Posaconazol: Die gleichzeitige Anwendung von(-/400 mg q.d.) AUC: ↓ 50 % Posaconazol und
Cmax: ↓ 45 % Efavirenz/Emtricitabin/(Induktion von UDP-G) Tenofovirdisoproxil Zentiva sollte
Posaconazol/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden vermieden werden, es sei denn, dernicht untersucht. Nutzen für den Patienten
Posaconazol/ Wechselwirkungen wurden überwiegt die Risiken.
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Voriconazol/Efavirenz Voriconazol: Da Efavirenz/Emtricitabin/(200 mg b.i.d./400 mg q.d.) AUC: ↓ 77 % Tenofovirdisoproxil Zentiva ein
Cmax: ↓ 61 % Fixkombinationspräparat ist, kanndie Efavirenzdosis nicht verändert
Efavirenz: werden; Voriconazol und
AUC: ↑ 44 % Efavirenz/Emtricitabin/
Cmax: ↑ 38 % Tenofovirdisoproxil Zentiva(kompetitive Hemmung der dürfen daher nicht gleichzeitigoxidativen Metabolisierung) angewendet werden.
Die gleichzeitige Anwendungvon Standarddosen von
Efavirenz und Voriconazol istkontraindiziert (siehe
Abschnitt 4.3).
Voriconazol/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Voriconazol/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Antimalariamittel
Artemether/Lumefantrin/ Artemether: Da verringerte Konzentrationen
Efavirenz AUC: ↓ 51 % von Artemether,(20/120-mg-Tablette, Cmax: ↓ 21 % Dihydroartemisinin oder6 Dosen mit jeweils Lumefantrin zu einer verminderten4 Tabletten über 3 Tage/ Dihydroartemisinin (aktiver Wirksamkeit gegen Malaria führen600 mg q.d.) Metabolit): können, ist bei gleichzeitiger
AUC: ↓ 46 % Anwendung von
Cmax: ↓ 38 % Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Zentiva mit
Lumefantrin: Artemether/Lumefantrin-Tabletten
AUC: ↓ 21 % Vorsicht geboten.
Cmax: ↔
Efavirenz:AUC: ↓ 17 %
Cmax: ↔(Induktion von CYP3A4)
Artemether/Lumefantrin/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Artemether/Lumefantrin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Atovaquon und Atovaquon: Die gleichzeitige Anwendung von
Proguanilhydrochlorid/Efa AUC: ↓ 75 % (↓ 62 bis ↓ 84) Atovaquon/Proguanil mitvirenz (250/100 mg Cmax: ↓ 44 % (↓ 20 bis ↓ 61) Efavirenz/Emtricitabin/
Einzeldosis/ Tenofovirdisoproxil Zentiva sollte600 mg q.d.) Proguanil: vermieden werden.
AUC: ↓ 43 % (↓ 7 bis ↓ 65)
Cmax: ↔
Atovaquon und Wechselwirkungen wurden
Proguanilhydrochlorid/ nicht untersucht.
Emtricitabin
Atovaquon und Wechselwirkungen wurden
Proguanilhydrochlorid/ nicht untersucht.
Tenofovirdisoproxil
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
ANTIKONVULSIVA
Carbamazepin/Efavirenz Carbamazepin: Für die Anwendung von(400 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 27 % (↓ 20 bis ↓ 33) Efavirenz/Emtricitabin/
Cmax: ↓ 20 % (↓ 15 bis ↓ 24) Tenofovirdisoproxil Zentiva mit
Cmin: ↓ 35 % (↓ 24 bis ↓ 44) Carbamazepin kann keine
Dosierungsempfehlung gegeben
Efavirenz: werden. Es sollte eine alternative
AUC: ↓ 36 % (↓ 32 bis ↓ 40) antikonvulsive Therapie erwogen
Cmax: ↓ 21 % (↓ 15 bis ↓ 26) werden. Der Plasmaspiegel von
Cmin: ↓ 47 % (↓ 41 bis ↓ 53) Carbamazepin sollte periodisch(verminderte überwacht werden.
Carbamazepinkonzentration:
CYP3A4-Induktion;verminderte
Efavirenzkonzentrationen:
Induktion von CYP3A4 und
CYP2B6)
Die gleichzeitige Anwendunghöherer Dosen von Efavirenzoder Carbamazepin ist nichtuntersucht worden.
Carbamazepin/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Carbamazepin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Phenytoin, Phenobarbital Wechselwirkungen mit Bei gleichzeitiger Anwendung vonund andere Efavirenz, Emtricitabin oder Efavirenz/Emtricitabin/
Antikonvulsiva, die Tenofovirdisoproxil wurden Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Substrate der CYP- nicht untersucht. Es besteht einem Antikonvulsivum, das ein
Isozyme sind die Möglichkeit einer Substrat der CYP-Isozyme ist,
Senkung oder Erhöhung der sollte eine periodische
Plasmakonzentrationen von Überwachung der
Phenytoin, Phenobarbital und Antikonvulsivaspiegelanderen Antikonvulsiva, die durchgeführt werden.
Substrate der CYP-Isozymesind, wenn sie gleichzeitig mit
Efavirenz angewendet werden
Valproinsäure/Efavirenz Keine klinisch relevante Efavirenz/Emtricitabin/(250 mg b.i.d./600 mg q.d.) Auswirkung auf die Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Pharmakokinetik von Valproinsäure können ohne
Efavirenz. Es sind begrenzte Dosisanpassung gleichzeitig
Daten verfügbar, die darauf angewendet werden. Die Patientenhinweisen, dass keine klinisch müssen zur Kontrolle von Anfällenrelevante Auswirkung auf die überwacht werden.
Pharmakokinetik von
Valproinsäure besteht.
Valproinsäure/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Valproinsäure/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Vigabatrin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden Efavirenz/Emtricitabin/
Gabapentin/Efavirenz nicht untersucht. Klinisch Tenofovirdisoproxil Zentiva undrelevante Interaktionen Vigabatrin oder Gabapentinwerden nicht erwartet, da können ohne Dosisanpassung
Vigabatrin und Gabapentin gleichzeitig angewendet werden.ausschließlich unverändertmit dem Urin ausgeschiedenwerden und es daherunwahrscheinlich ist, dass sieum dieselben metabolischen
Enzymsysteme und
Eliminationswegekonkurrieren wie Efavirenz.
Vigabatrin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden
Gabapentin/Emtricitabin nicht untersucht.
Vigabatrin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Gabapentin/
Tenofovirdisoproxil
ANTIKOAGULANZIEN
Warfarin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden Bei gleichzeitiger Anwendung mit
Acenocoumarol/Efavirenz nicht untersucht. Die Efavirenz/Emtricitabin/
Plasmakonzentrationen und Tenofovirdisoproxil Zentiva kann
Wirkungen von Warfarin oder eine Dosisanpassung von Warfarin
Acenocoumarol werden oder Acenocoumarol erforderlichmöglicherweise durch sein.
Efavirenz gesteigert oderverringert.
ANTIDEPRESSIVA
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
Sertralin/Efavirenz Sertralin: Bei gleichzeitiger Anwendung mit(50 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 39 % (↓ 27 bis ↓ 50) Efavirenz/Emtricitabin/
Cmax: ↓ 29 % (↓ 15 bis ↓ 40) Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmin: ↓ 46 % (↓ 31 bis ↓ 58) sollten sich Erhöhungen der
Sertralin-Dosierung nach dem
Efavirenz: klinischen Ansprechen richten.
AUC: ↔
Cmax: ↑ 11 % (↑ 6 bis ↑ 16)
Cmin: ↔(Induktion von CYP3A4)
Sertralin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Sertralin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Paroxetin/Efavirenz Paroxetin: Efavirenz/Emtricitabin/(20 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↔ Tenofovirdisoproxil Zentiva und
Cmax: ↔ Paroxetin können ohne
Cmin: ↔ Dosisanpassung gleichzeitigangewendet werden.
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Paroxetin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Paroxetin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Fluoxetin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden Efavirenz/Emtricitabin/nicht untersucht. Da Fluoxetin Tenofovirdisoproxil Zentiva undein mit Paroxetin Fluoxetin können ohnevergleichbares metabolisches Dosisanpassung gleichzeitig
Profil hat, d. h. einen starken angewendet werden.hemmenden Effekt auf
CYP2D6, sind für Fluoxetingleichfalls keine
Wechselwirkungen zuerwarten.
Fluoxetin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Fluoxetin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Norepinephrin- und Dopamin-Wiederaufnahmehemmer
Bupropion/Efavirenz Bupropion: Erhöhungen der Bupropiondosis(150 mg Einzeldosis AUC: ↓ 55 % (↓ 48 bis ↓ 62) sollten sich nach dem klinischen[verzögerte Cmax: ↓ 34 % (↓ 21 bis ↓ 47) Ansprechen richten, jedoch sollte
Freisetzung]/600 mg q.d.) die empfohlene Maximaldosis von
Hydroxybupropion: Bupropion nicht überschritten
AUC: ↔ werden. Eine Dosisanpassung für
Cmax: ↑ 50 %(↑ 20 bis ↑ 80) Efavirenz ist nicht erforderlich.(Induktion von CYP2B6)
Bupropion/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Bupropion/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
KARDIOVASKULÄRE ARZNEIMITTEL
Calciumkanalblocker
Diltiazem/Efavirenz Diltiazem: Bei gleichzeitiger Anwendung mit(240 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 69 % (↓ 55 bis ↓ 79) Efavirenz/Emtricitabin/
Cmax: ↓ 60 % (↓ 50 bis ↓ 68) Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmin: ↓ 63 % (↓ 44 bis ↓ 75) sollten sich Dosisanpassungen von
Diltiazem nach dem klinischen
Desacetyldiltiazem: Ansprechen richten (siehe die
AUC: ↓ 75 % (↓ 59 bis ↓ 84) Zusammenfassung der Merkmale
Cmax: ↓ 64 % (↓ 57 bis ↓ 69) des Arzneimittels von Diltiazem).
Cmin: ↓ 62 % (↓ 44 bis ↓ 75)
N-Monodesmethyldiltiazem:
AUC: ↓ 37 % (↓ 17 bis ↓ 52)
Cmax: ↓ 28 % (↓ 7 bis ↓ 44)
Cmin: ↓ 37 % (↓ 17 bis ↓ 52)
Efavirenz:AUC: ↑ 11 % (↑ 5 bis ↑ 18)
Cmax: ↑ 16 % (↑ 6 bis ↑ 26)
Cmin: ↑ 13 % (↑ 1 bis ↑ 26)(Induktion von CYP3A4)
Der Anstieg derpharmakokinetischen
Parameter von Efavirenz wirdnicht als klinisch signifikanterachtet.
Diltiazem/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Diltiazem/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Verapamil, Felodipin, Wechselwirkungen mit Bei gleichzeitiger Anwendung mit
Nifedipin und Nicardipin Efavirenz, Emtricitabin oder Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil wurden Tenofovirdisoproxil Zentivanicht untersucht. Wenn sollten sich Dosisanpassungen von
Efavirenz gleichzeitig mit Kalziumkanalblockern nach demeinem Kalziumkanalblocker klinischen Ansprechen richtenangewendet wird, der ein (siehe die Zusammenfassung der
Substrat des CYP3A4- Merkmale des Arzneimittels für
Enzyms ist, ist eine den Kalziumkanalblocker).
Verringerung der
Konzentration des
Kalziumkanalblockers im
Plasma möglich.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
LIPIDSENKENDE ARZNEIMITTEL
HMG-CoA-Reduktasehemmer
Atorvastatin/Efavirenz Atorvastatin: Die Cholesterinwerte sollten(10 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 43 % (↓ 34 bis ↓ 50) periodisch überwacht werden. Bei
Cmax: ↓ 12 % (↓ 1 bis ↓ 26) gleichzeitiger Anwendung mit
Efavirenz/Emtricitabin/2-Hydroxyatorvastatin: Tenofovirdisoproxil Zentiva
AUC: ↓ 35 % (↓ 13 bis ↓ 40) können Dosisanpassungen von
Cmax: ↓ 13 % (↓ 0 bis ↓ 23) Atorvastatin notwendig werden(siehe Zusammenfassung der4-Hydroxyatorvastatin: Merkmale des Arzneimittels für
AUC: ↓ 4 % (↓ 0 bis ↓ 31) Atorvastatin).
Cmax: ↓ 47 % (↓ 9 bis ↓ 51)
Aktive HMG-CoA-
Reduktasehemmer insgesamt:
AUC: ↓ 34 % (↓ 21 bis ↓ 41)
Cmax: ↓ 20 % (↓ 2 bis ↓ 26)
Atorvastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Atorvastatin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Pravastatin/Efavirenz Pravastatin: Die Cholesterinwerte sollten(40 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 40 % (↓ 26 bis ↓ 57) periodisch überwacht werden. Bei
Cmax: ↓ 18 % (↓ 59 bis ↑ 12) gleichzeitiger Anwendung mit
Pravastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden Efavirenz/Emtricitabin/nicht untersucht. Tenofovirdisoproxil Zentiva
Pravastatin/ Wechselwirkungen wurden können Dosisanpassungen von
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht. Pravastatin notwendig werden(siehe Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels für
Pravastatin).
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Simvastatin/Efavirenz Simvastatin: Die Cholesterinwerte sollten(40 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 69 % (↓ 62 bis ↓ 73) periodisch überwacht werden. Bei
Cmax: ↓ 76 % (↓ 63 bis ↓ 79) gleichzeitiger Anwendung mit
Efavirenz/Emtricitabin/
Simvastatinsäure: Tenofovirdisoproxil Zentiva
AUC: ↓ 58 % (↓ 39 bis ↓ 68) können Dosisanpassungen von
Cmax: ↓ 51 % (↓ 32 bis ↓ 58) Simvastatin notwendig werden(siehe Zusammenfassung der
Aktive HMG-CoA- Merkmale des Arzneimittels für
Reduktasehemmer insgesamt: Simvastatin).
AUC: ↓ 60 % (↓ 52 bis ↓ 68)
Cmax: ↓ 62 % (↓ 55 bis ↓ 78)(Induktion von CYP3A4)
Die gleichzeitige Anwendungvon Efavirenz mit
Atorvastatin, Pravastatin oder
Simvastatin beeinflusste nichtdie AUC oder die Cmax-Wertevon Efavirenz.
Simvastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Simvastatin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Rosuvastatin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden Efavirenz/Emtricitabin/nicht untersucht. Rosuvastatin Tenofovirdisoproxil Zentiva undwird größtenteils unverändert Rosuvastatin können ohneüber die Fäzes ausgeschieden, Dosisanpassung gleichzeitigweshalb eine angewendet werden.
Wechselwirkung mit
Efavirenz nicht erwartet wird.
Rosuvastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Rosuvastatin/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
HORMONELLE KONTRAZEPTIVA
Oral: Ethinylestradiol: Zusätzlich zu hormonellen
Ethinylestradiol + AUC: ↔ Kontrazeptiva muss eine
Norgestimat/Efavirenz Cmax: ↔ zuverlässige Barriere-Methode zur(0,035 mg + 0,25 mg q.d./ Cmin: ↓ 8 % (↑ 14 bis ↓ 25) Verhütung angewendet werden600 mg q.d.) (siehe Abschnitt 4.6).
Norelgestromin (aktiver
Metabolit):
AUC: ↓ 64 % (↓ 62 bis ↓ 67)
Cmax: ↓ 46 % (↓ 39 bis ↓ 52)
Cmin: ↓ 82 % (↓ 79 bis ↓ 85)
Levonorgestrel (aktiver
Metabolit):
AUC: ↓ 83 % (↓ 79 bis ↓ 87)
Cmax: ↓ 80 % (↓ 77 bis ↓ 83)
Cmin: ↓ 86 % (↓ 80 bis ↓ 90)(Metabolismusinduktion)
Efavirenz: keine klinischrelevanten
Wechselwirkungen.Die klinische Signifikanzdieser Auswirkungen ist nichtbekannt.
Ethinylestradiol/ Ethinylestradiol:
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔(-/245 mg q.d.) Cmax: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Norgestimat/ Wechselwirkungen wurden
Ethinylestradiol/ nicht untersucht.
Emtricitabin
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Injektion: In einer dreimonatigen Aufgrund der begrenzten zur
Depomedroxyprogesteron- Wechselwirkungsstudie Verfügung stehenden Daten mussacetat (DMPA)/Efavirenz zeigten sich bei Patienten, die zusätzlich zu hormonellen(150 mg i. m. Einzeldosis eine Efavirenz-haltige Kontrazeptiva eine zuverlässige
DMPA) antiretrovirale Therapie Barriere-Methode zur Verhütungerhielten, verglichen mit angewendet werden (siehesolchen, die keine Abschnitt 4.6).antiretrovirale Therapieerhielten, keine signifikanten
Unterschiede derpharmakokinetischen
Parameter von MPA. Die
Autoren einer anderen Studiekamen zu ähnlichen
Resultaten, obwohl in dieser
Studie die MPA-
Plasmaspiegel eine höhere
Variabilität aufwiesen.
Entsprechend der
Ovulationshemmung bliebenin beiden Studien die
Plasmaprogesteronspiegel für
Patienten, die Efavirenz und
DMPA erhielten, niedrig.
DMPA/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
DMPA/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Implantat: Eine verminderte Exposition Zusätzlich zu hormonellen
Etonogestrel/Efavirenz von Etonogestrel kann Kontrazeptiva muss eineerwartet werden (Induktion zuverlässige Barriere-Methode zurvon CYP3A4). Seit der Verhütung angewendet werden
Markteinführung gab es (siehe Abschnitt 4.6).gelegentlich Meldungen überdas Versagen von
Kontrazeptiva, die
Etonogestrel enthielten, beimit Efavirenz behandelten
Patienten.
Etonogestrel/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht
Etonogestrel/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
IMMUNSUPPRESSIVA
Durch CYP3A4 Wechselwirkungen wurden Eine Dosisanpassung für dasmetabolisierte nicht untersucht. Immunsuppressivum kann nötig
Immunsuppressiva ↓ Exposition des sein. Es wird eine engmaschige(z. B. Ciclosporin, Immunsuppressivums kann Überwachung der Konzentrationen
Tacrolimus, erwartet werden (Induktion des Immunsuppressivums über
Sirolimus)/Efavirenz von CYP3A4). mindestens 2 Wochen (bis zum
Es kann davon ausgegangen Erreichen stabilerwerden, dass diese Konzentrationen) empfohlen,
Immunsuppressiva die wenn eine Behandlung mit
Efavirenzexposition nicht Efavirenz/Emtricitabin/beeinflussen. Tenofovirdisoproxil Zentiva
Tacrolimus/Emtricitabin/ Tacrolimus: begonnen oder beendet wird.
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔(0,1 mg/kg q.d./200 mg/ Cmax: ↔245 mg q.d.) C24h: ↔
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
C24h: ↔
Tenofovirdisoproxil:
AUC: ↔
Cmax: ↔
C24h: ↔
OPIOIDE
Methadon/Efavirenz Methadon: Aufgrund des Risikos der QTc-(35-100 mg q.d./ AUC: ↓ 52 % (↓ 33 bis ↓ 66) Verlängerung ist die gleichzeitige600 mg q.d.) Cmax: ↓ 45 % (↓ 25 bis ↓ 59) Anwendung mit(Induktion von CYP3A4) Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Zentiva zu
In einer Studie an vermeiden (siehe Abschnitt 4.3).
HIV-Infizierten mitintravenösem Drogenkonsumbewirkte die gleichzeitige
Anwendung von Efavirenzund Methadon einen
Rückgang des Plasmaspiegelsvon Methadon sowie Opiat-
Entzugserscheinungen. Die
Methadondosis wurde im
Mittel um 22 % erhöht, umdie Entzugssymptome zulindern.
Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen
Anwendungsgebieten Wirkstoffkonzentration Anwendung mit
Mittlere prozentuale Efavirenz/Emtricitabin/
Veränderung der AUC, Tenofovirdisoproxil Zentiva
Cmax, Cmin mit 90 %- (Efavirenz 600 mg, Emtricitabin
Konfidenzintervall, sofern 200 mg, Tenofovirdisoproxilverfügbar 245 mg)(Mechanismus)
Methadon/ Methadon:
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔(40-110 mg q.d./ Cmax: ↔245 mg q.d.) Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Methadon/Emtricitabin Wechselwirkungen wurdennicht untersucht.
Buprenorphin/Naloxon/ Buprenorphin: Trotz der Verringerung der
Efavirenz AUC: ↓ 50 % Buprenorphinexposition zeigtekein Patient
Norbuprenorphin: Entzugserscheinungen. Bei
AUC: ↓ 71 % gleichzeitiger Anwendung mit
Efavirenz/Emtricitabin/
Efavirenz: Tenofovirdisoproxil Zentiva ist
Keine klinisch relevanten eine Dosisanpassung vonpharmakokinetischen Buprenorphin möglicherweise
Wechselwirkungen. nicht erforderlich.
Buprenorphin/Naloxon/ Wechselwirkungen wurden
Emtricitabin nicht untersucht.
Buprenorphin/Naloxon/ Wechselwirkungen wurden
Tenofovirdisoproxil nicht untersucht.
1 Wichtigster zirkulierender Metabolit von Sofosbuvir.
Studien zu sonstigen Arzneimitteln
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz mit Azithromycin, Cetirizin, Fosamprenavir/Ritonavir,
Lorazepam, Zidovudin, Aluminium-/Magnesiumhydroxid-Antazida, Famotidin oder Fluconazolverursachte keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen. Das Wechselwirkungspotential zwischen
Efavirenz und anderen Azol-Antimykotika wie Ketoconazol ist nicht untersucht worden.
Die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin mit Stavudin, Zidovudin oder Famciclovir verursachtekeine klinisch signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen. Die gleichzeitige Anwendungvon Tenofovirdisoproxil mit Emtricitabin oder Ribavirin verursachte ebenfalls keine klinischsignifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter (siehe nachstehend und Abschnitt 5.3)
Mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva behandelte Frauen sollten eine
Schwangerschaft vermeiden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich einem Schwangerschaftstestunterziehen, bevor sie die Therapie mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva beginnen.
Kontrazeption bei Männern und FrauenWährend der Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva sollte in
Kombination mit anderen empfängnisverhütenden Methoden (wie zum Beispiel oralen oder anderenhormonellen Kontrazeptiva, siehe Abschnitt 4.5) immer eine Barriere-Methode angewendet werden.
Aufgrund der langen Halbwertszeit von Efavirenz werden geeignete Maßnahmen zur
Empfängnisverhütung für einen Zeitraum von 12 Wochen nach Absetzen von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva empfohlen.
SchwangerschaftEfavirenz: Retrospektiv wurden sieben Fälle mit Befunden, die denen von Neuralrohrdefekteneinschließlich Meningomyelozele entsprachen, berichtet. Dabei erhielten alle Mütter Efavirenz-haltige
Therapien (davon ausgenommen Efavirenz-haltige fixe Dosiskombinationen) im ersten Trimenon.
Zwei weitere Fälle (1 prospektiver und 1 retrospektiver) mit Neuralrohrdefekten einschließlich
Meningomyelozele entsprechenden Befunden wurden nach Einnahme von fixen Dosiskombinationenaus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil berichtet. Ein Kausalzusammenhang dieser Fällemit der Anwendung von Efavirenz in Bezug auf die genannten Defekte wurde nicht nachgewiesen. Da
Neuralrohrdefekte während der ersten 4 Wochen der fetalen Entwicklung auftreten (zu der Zeit in dersich das Neuralrohr schließt), betrifft dieses potentielle Risiko Frauen, die während des ersten
Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Efavirenz exponiert sind.
Bis Juli 2013 wurden dem Antiretroviral Pregnancy Registry (APR) prospektive Berichte von904 Schwangerschaften gemeldet, während derer eine Exposition mit Efavirenz-haltigen Therapien imersten Trimenon stattfand und die zu 766 Lebendgeburten führten. Bei einem Kind wurde ein
Neuralrohrdefekt festgestellt und die Häufigkeit und das Verteilungsmuster anderer Geburtsfehlerwaren ähnlich denen, die bei mit nicht Efavirenz-haltigen Therapien exponierten Kindern und
HIV-negativen Kontrollen auftreten. Die Häufigkeit eines Neuralrohrdefekts in der
Allgemeinbevölkerung liegt bei 0,5-1 Fällen pro 1.000 Lebendgeburten.
Bei Feten mit Efavirenz behandelter Affen wurden Fehlbildungen beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil:
Weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (mehr als 1.000 Schwangerschaftsausgänge)deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität in Verbindung mit
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil hin. Tierexperimentelle Studien mit Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva sollte während der Schwangerschaft nichtangewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilaufgrund des klinischen Zustands der Frau erforderlich ist.
StillzeitEs wurde gezeigt, dass Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir in die Muttermilchausgeschieden wird.
Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir
Auswirkungen auf Neugeborene/Kinder haben. Ein Risiko für das Kind kann nicht ausgeschlossenwerden. Daher sollte Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva während der Stillzeit nichtangewendet werden.
Um eine Übertragung von HIV auf das Kind zu vermeiden, wird empfohlen, dass HIV-infizierte
Frauen ihre Kinder nicht stillen.
FertilitätDaten am Menschen zum Einfluss auf die Fertilität von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilsind nicht verfügbar. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungenvon Efavirenz, Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil in Bezug auf die Fertilität.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es ist jedoch sowohl im Zusammenhang mit Efavirenz alsauch mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil über Schwindelgefühle berichtet worden. Efavirenzkann auch Konzentrationsstörungen und/oder Schläfrigkeit hervorrufen. Der Patient ist anzuweisen, bei
Auftreten dieser Symptome von der Ausübung potentiell gefährlicher Tätigkeiten wie der Teilnahmeam Straßenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen abzusehen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung zum Sicherheitsprofil
Die Kombination von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil wurde bei 460 Patientenentweder als Fixkombination in einer Tablette (Studie AI266073) oder als Kombination der
Einzelarzneimittel (Studie GS-01-934) untersucht. Die Nebenwirkungen entsprachen im Allgemeinendenjenigen, die in vorausgegangenen Studien mit den einzelnen Wirkstoffen beobachtet worden sind.
Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bei Patienten, die bis zu 48 Wochen in der Studie
AI266073 behandelt wurden und für die ein Zusammenhang mit Efavirenz, Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil als möglich oder wahrscheinlich erachtet wurde, waren psychiatrische
Erkrankungen (16 %), Erkrankungen des Nervensystems (13 %) und Erkrankungen des
Gastrointestinaltrakts (7 %).
Es wurde über schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Erythema multiforme,neuropsychiatrische Nebenwirkungen (einschließlich schwerer Depression, Tod durch Suizid,psychoseähnlicher Störungen und Krampfanfälle), schwere Leberreaktionen sowie Pankreatitis und
Laktatazidose (mitunter tödlich) berichtet.
In seltenen Fällen wurde auch über Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen und gelegentliche
Ereignisse proximaler renaler Tubulopathie (einschließlich Fanconi-Syndrom), manchmal mitnachfolgenden Knochenanomalien (selten als Mitursache bei Frakturen), berichtet. Eine
Überwachung der Nierenfunktion wird bei Patienten, die mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil behandelt werden, empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Das Absetzen der Therapie mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit einer
HIV-Infektion und einer HBV-Koinfektion kann mit schweren akuten Exazerbationen der Hepatitisverbunden sein (siehe Abschnitt 4.4).
Die Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit Nahrungsmitteln kann die
Efavirenzexposition erhöhen und zu einem Anstieg der Häufigkeit von Nebenwirkungen führen (siehe
Abschnitte 4.4 und 5.2).
Tabellarische Zusammenfassung der NebenwirkungenIn Tabelle 2 sind die in klinischen Studien und seit der Markteinführung beobachteten
Nebenwirkungen, die während antiretroviraler Kombinationstherapien mit den Wirkstoffen
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und den einzelnen Wirkstoffen von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufgetreten sind, geordnet nach Organsystem, Häufigkeitund dem Wirkstoff/den Wirkstoffen von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, dem/denen die
Nebenwirkungen zuzuordnen sind, aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die
Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind definiert als sehrhäufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100) oder selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000).
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil: Meldungen zu innerhalb der Studie AI266073 (über48 Wochen, n = 203) aufgetretenen Nebenwirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich in
Zusammenhang mit der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil standen, aberbisher nicht mit einem der einzelnen Wirkstoffe der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva assoziiert waren, umfassen:
Häufig: - Anorexie
Gelegentlich: - Mundtrockenheit
- Zusammenhangloses Sprechen
- Gesteigerter Appetit
- Verminderte Libido
- Myalgie
Tabelle 2: Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, geordnet nach dem Wirkstoff/den Wirkstoffen,dem/denen die Nebenwirkungen zuzuordnen sind
Efavirenz Emtricitabin Tenofovirdisoproxil
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:Häufig Neutropenie
Gelegentlich Anämie1
Erkrankungen des Immunsystems:Häufig Allergische Reaktion
Gelegentlich Hypersensitivität
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:Sehr häufig Hypophosphatämie2
Häufig Hypertriglyceridämie3 Hyperglykämie,
Hypertriglyceridämie
Gelegentlich Hypercholesterolämie3 Hypokalämie2
Selten Laktatazidose
Psychiatrische Erkrankungen:Häufig Depression (bei 1,6 % in Abnorme Träume,schwerer Form)3, Angst3, Schlaflosigkeitabnorme Träume3,
Schlaflosigkeit3
Gelegentlich Suizidversuch3,
Suizidgedanken3,
Psychose3, Manie3,
Paranoia3, Halluzination3,euphorische Stimmung3,
Affektlabilität3,
Verwirrtheitszustand3,
Aggression3, Katatonie3
Selten Vollzogener Suizid3,4,
Wahnvorstellungen3,4,
Neurose3,4
Efavirenz Emtricitabin Tenofovirdisoproxil
Erkrankungen des Nervensystems:Sehr häufig Kopfschmerzen Schwindel
Häufig Kleinhirn-assoziierte Schwindel Kopfschmerzen
Koordinations- und
Gleichgewichtsstörungen3,
Schläfrigkeit (2,0 %)3,
Kopfschmerzen (5,7 %)3,
Konzentrationsstörung(3,6 %)3, Schwindel(8,5 %)3
Gelegentlich Krämpfe3, Amnesie3,abnormes Denken3,
Ataxie3,
Koordinationsstörungen3,
Agitation3, Tremor
Augenerkrankungen:Gelegentlich Verschwommenes Sehen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:
Gelegentlich Tinnitus, Drehschwindel
Gefäßerkrankungen:Gelegentlich Plötzliches Erröten(Flushing)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:Sehr häufig Diarrhö, Übelkeit Diarrhö, Erbrechen,
Übelkeit
Häufig Diarrhö, Erbrechen, Erhöhte Amylasen Bauchschmerzen,
Bauchschmerzen, einschließlich Bauchaufblähung,
Übelkeit erhöhter Pankreas- Flatulenz
Amylase, erhöhte
Serumlipase,
Erbrechen,
Bauchschmerzen,
Dyspepsie
Gelegentlich Pankreatitis Pankreatitis
Leber- und Gallenerkrankungen:Häufig Erhöhte Aspartat- Erhöhte Serum-AST Erhöhte
Aminotransferase (AST), und/oder erhöhte Transaminasenwerteerhöhte Alanin- Serum-ALT,
Aminotransferase (ALT), Hyperbilirubinämieerhöhte Gamma-
Glutamyltransferase(GGT)
Gelegentlich Akute Hepatitis
Selten Leberversagen3,4 Hepatosteatose,
Hepatitis
Efavirenz Emtricitabin Tenofovirdisoproxil
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:Sehr häufig Exantheme (mittelschwer- Exanthemeschwer; 11,6 %, alle
Schweregrade; 18 %)3
Häufig Juckreiz Vesikulobullöses
Exanthem,pustulöses
Exanthem,makulopapulöses
Exanthem,
Exantheme, Juckreiz,
Urtikaria,
Verfärbung der Haut(verstärkte
Pigmentierung)1
Gelegentlich Stevens-Johnson- Angioödem4
Syndrom, Erythemamultiforme3, schweres
Exanthem (< 1 %)
Selten Photoallergische Angioödem
Dermatitis
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:Sehr häufig Erhöhte
Kreatinkinase
Häufig Abnahme der
Knochenmineraldichte
Gelegentlich Rhabdomyolyse2,
Muskelschwäche2
Selten Osteomalazie(manifestiert sich als
Knochenschmerzen undselten als Mitursachebei Frakturen)2,4,
Myopathie2
Erkrankungen der Nieren und Harnwege:Gelegentlich Erhöhte Kreatininwerte,
Proteinurie, proximalerenale Tubulopathieeinschließlich Fanconi-
Syndrom
Selten (akutes oderchronisches)
Nierenversagen, akutetubuläre Nekrose,
Nephritis(einschließlich akuteinterstitielle Nephritis)4,nephrogener Diabetesinsipidus
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:Gelegentlich Gynäkomastie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:Sehr häufig Asthenie
Häufig Müdigkeit Schmerzen, Asthenie1 Bei pädiatrischen Patienten, die Emtricitabin einnahmen, kam es häufig zu Anämie und sehr häufigzu einer Verfärbung der Haut (verstärkte Pigmentierung).
2 Diese Nebenwirkung kann infolge einer proximalen renalen Tubulopathie auftreten. Liegt diese
Erkrankung nicht vor, wird Tenofovirdisoproxil nicht als Ursache betrachtet.
3 Einzelheiten siehe Abschnitt 4.8, 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“.4 Diese Nebenwirkung wurde im Rahmen der Überwachung nach der Markteinführung entweder für
Efavirenz, Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil gemeldet. Die Häufigkeitskategorie ist eine
Schätzung anhand von statistischen Berechnungen, die auf der Gesamtzahl der Patienten basieren,die in klinischen Studien mit Efavirenz (n = 3.969) oder in randomisierten, kontrolliertenklinischen Studien mit Emtricitabin (n = 1.563) oder in randomisierten, kontrollierten klinischen
Studien und im Rahmen des Expanded Access Programms mit Tenofovirdisoproxil behandeltwurden (n = 7.319).
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenAusschlag
In klinischen Studien mit Efavirenz traten Exantheme in der Regel in Form von leichten bismittelschweren makulopapulösen Exanthemen auf, die sich innerhalb der ersten beiden Wochen der
Therapie mit Efavirenz bildeten. Bei den meisten Patienten besserten sich diese Exantheme beifortgesetzter Therapie mit Efavirenz innerhalb eines Monats. Bei den Patienten, die ihre Therapie mitder Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufgrund eines Exanthemsunterbrochen haben, kann die Behandlung wieder aufgenommen werden. Wenn die Behandlung mit der
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wieder aufgenommen wird, ist die
Anwendung geeigneter Antihistaminika und/oder Kortikosteroide zu empfehlen.
Psychiatrische Symptome
Patienten mit psychiatrischen Störungen in der Anamnese scheinen ein größeres Risiko für dieschweren psychiatrischen Nebenwirkungen zu haben, die in der Efavirenz-Spalte von Tabelle 2aufgeführt sind.
ZNS-Symptome
ZNS-Symptome treten häufig in Zusammenhang mit Efavirenz, einem der Wirkstoffe von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva, auf. In kontrollierten klinischen Studien mit
Efavirenz traten ZNS-Symptome von mittelschwerer bis schwerer Intensität bei 19 % (schwere 2 %)der Patienten auf und 2 % der Patienten brachen die Therapie aufgrund von ZNS-Symptomen ab.
ZNS-Symptome treten im Allgemeinen innerhalb der ersten beiden Therapietage mit Efavirenz aufund klingen in der Regel nach den ersten zwei bis vier Wochen ab. Sie können häufiger auftreten,wenn die Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu den Mahlzeiteneingenommen wird. Dies kann auf erhöhte Plasmaspiegel von Efavirenz zurückzuführen sein (siehe
Abschnitt 5.2). Die Einnahme vor dem Schlafengehen scheint hier die Verträglichkeit zu verbessern(siehe Abschnitt 4.2).
Leberversagen unter Efavirenz
Leberversagen, einschließlich Fälle bei Patienten ohne vorbestehende Lebererkrankung odererkennbare Risikofaktoren, die nach der Marktzulassung berichtet wurden, war mitunter durch einenfulminanten Verlauf gekennzeichnet, der in einigen Fällen zur Transplantation oder zum Tod führte.
NierenfunktionsstörungenDa die Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Nierenschäden hervorrufenkann, wird die Überwachung der Nierenfunktion empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8,'Zusammenfassung zum Sicherheitsprofil“). In der Regel klang eine proximale renale Tubulopathienach dem Absetzen von Tenofovirdisoproxil ab oder verbesserte sich. Allerdings verbesserte sich beieinigen Patienten trotz des Absetzens von Tenofovirdisoproxil die verringerte Kreatinin-Clearancenicht wieder vollständig. Bei Patienten mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung(beispielsweise Patienten mit schon bestehenden Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung,fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Patienten, die gleichzeitig nephrotoxische Arzneimittelerhalten) besteht ein erhöhtes Risiko, dass es bei ihnen trotz des Absetzens von Tenofovirdisoproxilzu einer unvollständigen Erholung der Nierenfunktion kommt (siehe Abschnitt 4.4).
LaktatazidoseFälle von Laktatazidose wurden bei der Einnahme von Tenofovirdisoproxil allein oder in Kombinationmit anderen antiretroviralen Mitteln berichtet. Patienten mit prädisponierenden Faktoren wie schweren
Leberschädigung (CPT, Klasse C) (siehe Abschnitt 4.3) oder Patienten, die Begleitmedikamenteerhalten, von denen bekannt ist, dass sie eine Laktatazidose auslösen, haben ein erhöhtes Risiko, währendder Tenofovirdisoproxilbehandlung eine schwere Laktatazidose zu bekommen, einschließlich tödlicher
Verläufe.
Metabolische ParameterWährend einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der
Blutlipid- und Blutglukosewerte auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
Immun-Reaktivierungs-SyndromBei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitungeiner ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische
Infektionen entwickeln. Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus
Basedow und Autoimmunhepatitis) vor; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel unddiese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
OsteonekroseFälle von Osteonekrose wurden insbesondere bei Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren,fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Häufigkeit des
Auftretens ist unbekannt (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie vorliegenden Sicherheitsdaten zu Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind unzureichend.
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva wird für diese Patientengruppe nicht empfohlen(siehe Abschnitt 4.2).
Sonstige besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie Anwendung der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten über65 Jahren wurde nicht untersucht. Da ältere Patienten häufiger eine eingeschränkte Leber- oder
Nierenfunktion aufweisen, ist bei der Behandlung dieser Patientengruppe mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit NierenfunktionsstörungenDa Tenofovirdisoproxil nierentoxisch wirken kann, wird eine engmaschige Überwachung der
Nierenfunktion bei allen mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Zentiva behandelten
Patienten mit einer leichten Nierenfunktionsstörung empfohlen (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 5.2).
Patienten mit HIV/HBV- oder HCV-Koinfektion
Nur eine begrenzte Anzahl von Patienten in der Studie GS-01-934 war mit HBV (n = 13) oder HCV(n = 26) koinfiziert. Das Nebenwirkungsprofil von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilbei HIV/HBV- oder HIV/HCV-koinfizierten Patienten ähnelte dem von HIV-infizierten Patientenohne Koinfektion. Wie jedoch bei dieser Patientenpopulation zu erwarten, kamen erhöhte AST- und
ALT-Werte häufiger als bei Patienten mit alleiniger HIV-Infektion vor.
Exazerbation der Hepatitis nach Absetzen der Behandlung
Bei HIV-infizierten Patienten mit HBV-Koinfektion können nach Absetzen der Behandlung klinischeund laborchemische Zeichen einer Hepatitis auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Einige Patienten, die versehentlich zweimal täglich 600 mg Efavirenz einnahmen, haben überverstärkte ZNS-Symptome berichtet. Bei einem Patienten wurden unwillkürliche Muskelkontraktionenbeobachtet.
Im Falle einer Überdosierung ist der Patient auf Anzeichen einer Toxizität (siehe Abschnitt 4.8)zu beobachten. Falls erforderlich, müssen entsprechende unterstützende
Standardtherapiemaßnahmen eingeleitet werden.
Aktivkohle kann zur Entfernung von nicht absorbiertem Efavirenz mit eingesetzt werden. Es gibtkein spezifisches Antidot für eine Überdosierung mit Efavirenz. Aufgrund der starken Proteinbindungvon Efavirenz ist es unwahrscheinlich, dass durch Dialyse signifikante Mengen aus dem Blut entferntwerden können.
Bis zu 30 % der Emtricitabindosis und ungefähr 10 % der Tenofovirdosis können durch Hämodialyseeliminiert werden. Es ist nicht bekannt, ob Emtricitabin oder Tenofovir auch durch Peritonealdialyseeliminiert werden können.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung, antivirale Mittel zur
Behandlung von HIV-Infektionen, Kombinationen, ATC-Code: J05AR06.
Wirkmechanismus und pharmakodynamische WirkungenEfavirenz ist ein NNRTI von HIV-1. Efavirenz ist ein nicht kompetitiver Hemmer der Reversen
Transkriptase (RT) von HIV-1 und hemmt nicht signifikant die RT des humanen
Immundefizienzvirus 2 (HIV-2) oder die zellulären Desoxyribonukleinsäure-(DNA-)Polymerasen α,β, γ und δ. Bei Emtricitabin handelt es sich um ein Nukleosid-Analogon von Cytidin.
Tenofovirdisoproxil wird in vivo in Tenofovir umgewandelt, ein Nukleosidmonophosphat-(Nukleotid-)Analogon von Adenosinmonophosphat.
Emtricitabin und Tenofovir werden durch zelluläre Enzyme zu Emtricitabin-Triphosphat bzw.
Tenofovir-Diphosphat phosphoryliert. In-vitro-Studien belegen, dass sowohl Emtricitabin als auch
Tenofovir vollständig phosphoryliert werden können, wenn sie in Zellkulturen kombiniert werden.
Emtricitabin-Triphosphat und Tenofovir-Diphosphat hemmen die Reverse Transkriptase von HIV-1kompetitiv und bewirken auf diese Weise einen DNA-Kettenabbruch.
Sowohl Emtricitabin-Triphosphat als auch Tenofovir-Diphosphat hemmen die DNA-Polymerasen von
Säugetieren nur geringfügig. Es liegen keine Hinweise auf eine mitochondriale Toxizität in vitro oderin vivo vor.
Kardiale ElektrophysiologieDie Wirkung von Efavirenz auf das QTc-Intervall wurde in einer offenen, positiv- undplacebokontrollierten QT-Studie mit Crossover-Design und fixer Einzelsequenz in 3 Phasen und mit3 Behandlungen an 58 gesunden Probanden, darunter besonders viele mit CYP2B6-Polymorphismen,untersucht. Die mittlere Cmax von Efavirenz bei Teilnehmern mit CYP2B6-*6/*6-Genotyp nach
Anwendung einer Tagesdosis von 600 mg über einen Zeitraum von 14 Tagen betrug das 2,25-Facheder mittleren Cmax, die bei Teilnehmern mit CYP2B6-*1/*1-Genotyp beobachtet wurde. Es wurde einpositiver Zusammenhang zwischen der Konzentration von Efavirenz und der QTc-Verlängerungbeobachtet. Basierend auf dem Zusammenhang zwischen Konzentration und QTc beträgt die mittlere
QTc-Verlängerung und die zugehörige Obergrenze des 90%igen Konfidenzintervalls 8,7 ms und11,3 ms bei Probanden mit CYP2B6-*6/*6-Genotyp nach der Anwendung einer täglichen Dosis von600 mg über einen Zeitraum von 14 Tagen (siehe Abschnitt 4.5).
Antivirale Aktivität in vitroEfavirenz zeigte antivirale Aktivität gegen die meisten Non-B-Isolate (Subtypen A, AE, AG, C, D,
F, G, J und N), hatte aber eine verringerte antivirale Aktivität gegen Viren der Gruppe O.
Emtricitabin zeigte antivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F und G.
Tenofovir zeigte antivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F, G und O. Sowohl
Emtricitabin als auch Tenofovir zeigten stammspezifische Aktivität gegen HIV-2 und antivirale
Aktivität gegen HBV.
Im Rahmen von Studien zur antiviralen Aktivität der kombinierten Anwendung von Efavirenz und
Emtricitabin, Efavirenz und Tenofovir und von Emtricitabin und Tenofovir wurden in vitro additivebis synergistische antivirale Effekte beobachtet.
ResistenzResistenz gegenüber Efavirenz lässt sich in vitro selektieren und führte zu einzelnen oder multiplen
Aminosäuresubstitutionen in der HIV-1-RT, darunter L100I, V108I, V179D und Y181C. Im Rahmenklinischer Studien mit Efavirenz erwies sich K103N als die am häufigsten beobachtete RT-Substitutionin Virusisolaten von Patienten mit einem Wiederanstieg der Viruslast. Substitutionen an den RT-
Positionen 98, 100, 101, 108, 138, 188, 190 oder 225 wurden ebenfalls beobachtet, aber mit geringerer
Häufigkeit und oft nur zusammen mit K103N. Kreuzresistenzprofile für Efavirenz, Nevirapin und
Delavirdin in vitro zeigten, dass die Substitution von K103N bei allen drei NNRTI zu einem
Empfindlichkeitsverlust führt.
Das Potential für eine Kreuzresistenz zwischen Efavirenz und NRTI ist aufgrund derunterschiedlichen Bindungsorte am Zielenzym und des Wirkungsmechanismus gering. Das Potentialfür eine Kreuzresistenz zwischen Efavirenz und Proteasehemmern ist aufgrund der verschiedenenbeteiligten Zielenzyme gering.
Resistenz gegenüber Emtricitabin oder Tenofovir ist in vitro und bei einigen HIV-1-infizierten
Patienten beschrieben worden - bei Emtricitabin aufgrund der Entwicklung einer M184V- oder
M184I-Substitution in der RT und bei Tenofovir aufgrund einer K65R-Substitution in der RT.
Emtricitabin-resistente Viren mit der M184V/I-Mutation waren kreuzresistent gegenüber Lamivudin,blieben aber empfindlich gegenüber Didanosin, Stavudin, Tenofovir und Zidovudin. Die K65R-
Mutation kann auch durch Abacavir oder Didanosin selektiert werden und vermindert die
Empfindlichkeit gegenüber diesen Substanzen sowie gegenüber Lamivudin, Emtricitabin und
Tenofovir. Die Anwendung von Tenofovirdisoproxil bei Patienten, deren HIV-1 eine K65R-Mutationzeigt, ist zu vermeiden. Sowohl bei der K65R- als auch bei der M184V/I-Mutation bleibt die
Empfindlichkeit gegenüber Efavirenz unbeeinträchtigt. Außerdem wurde durch Tenofovir eine K70E-
Substitution in der HIV-1-RT selektiert, was zu einer geringfügig verminderten Empfindlichkeitgegenüber Abacavir, Emtricitabin, Lamivudin und Tenofovir führt.
Patienten, bei denen HIV-1 drei oder mehr Thymidin-Analoga-assoziierte Mutationen (TAM)einschließlich einer M41L- oder einer L210W-Substitution der RT aufwies, zeigten einereduzierte Empfindlichkeit gegenüber Tenofovirdisoproxil.
Resistenzentwicklung in vivo (antiretroviral nicht vorbehandelte Patienten): Im Rahmen einer nichtverblindeten, randomisierten klinischen Studie über 144 Wochen (GS-01-934), in der Efavirenz,
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil als Einzelpräparate (oder ab Woche 96 bis Woche 144
Efavirenz und die Fixkombination aus Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil) bei antiretroviral nichtvorbehandelten Patienten untersucht wurde, wurde bei allen Patienten mit einem bestätigten
HIV-RNA-Wert > 400 Kopien/ml in Woche 144 oder bei vorzeitigem Studienabbruch eine
Genotypisierung der Plasma-HIV-1-Isolate durchgeführt (siehe Abschnitt Klinische Wirksamkeitund Sicherheit). Die Ergebnisse in Woche 144:
* Die M184V/I-Mutation wurde bei 2 von 19 (10,5 %) analysierten Virusisolaten von Patientenaus der mit Efavirenz + Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil behandelten Gruppe und bei 10 von29 (34,5 %) analysierten Virusisolaten aus der mit Efavirenz + Lamivudin/Zidovudinbehandelten Gruppe nachgewiesen (p-Wert < 0,05, Exakter Test nach Fisher: Vergleich der
Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil-Gruppe mit der Lamivudin/Zidovudin-Gruppe bei allen
Patienten).
* Keines der untersuchten Viren zeigte die K65R- oder die K70E-Mutation.
* Eine genotypische Resistenz gegenüber Efavirenz, hauptsächlich die K103N-Mutation,entwickelte sich in Viren bei 13 von 19 (68 %) Patienten der Efavirenz + Emtricitabin +
Tenofovirdisoproxil-Gruppe und in Viren bei 21 von 29 (72 %) Patienten der Efavirenz +
Lamivudin/Zidovudin-Gruppe. Eine Zusammenfassung der Entwicklung von
Resistenzmutationen zeigt Tabelle 3.
Tabelle 3: Resistenzentwicklung bis Woche 144 der Studie GS-01-934
Efavirenz +
Emtricitabin + Efavirenz +
Tenofovirdisoproxil Lamivudin/ Zidovudin(N = 244) (N = 243)
Resistenzanalyse bis Woche 144 19 31
Genotypisierungen während der Therapie 19 (100 %) 29 (100 %)
Efavirenz-Resistenz1 13 (68 %) 21 (72 %)
K103N 8 (42 %) 18* (62 %)
K101E 3 (16 %) 3 (10 %)
G190A/S 2 (10,5 %) 4 (14 %)
Y188C/H 1 (5 %) 2 (7 %)
V108I 1 (5 %) 1 (3 %)
P225H 0 2 (7 %)
M184V/I 2 (10,5 %) 10* (34,5 %)
K65R 0 0
K70E 0 0
TAMs2 0 2 (7 %)
*p < 0,05; Exakter Test nach Fisher zum Vergleich aller Patienten des Efavirenz + Emtricitabin +
Tenofovirdisoproxil-Arms mit denen des Efavirenz + Lamivudin/Zidovudin-
Arms1Weitere Efavirenz-Resistenz-Mutationen: A98G (n = 1), K103E (n = 1), V179D (n = 1), M230L(n = 1)2Thymidin-Analoga-assoziierte Mutationen, z. B. D67N (n = 1) und K70R (n = 1)
In der nicht verblindeten Verlängerungsphase der Studie GS-01-934, in der Patienten die Kombinationaus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auf nüchternen Magen erhielten, wurden drei weitere
Fälle einer Resistenzentwicklung beobachtet. Alle drei Patienten hatten eine Fixkombination aus
Lamivudin und Zidovudin plus Efavirenz über 144 Wochen erhalten und wurden dann auf die
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt. Zwei Patienten mitbestätigtem virologischen Versagen entwickelten zu Woche 240 (96 Wochen Behandlung mit der
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) und zu Woche 204 (60 Wochen
Behandlung mit der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) Substitutionen, diemit einer Resistenz gegen Efavirenz (NNRTI) assoziiert sind, einschließlich der K103N-, V106V/I/M-und Y188Y/C-Substitution in der Reversen Transkriptase. Ein dritter Patient hatte bei Eintritt in die
Verlängerungsphase mit der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilvorbestehende Substitutionen, die mit einer Resistenz gegen Efavirenz (NNRTI) assoziiert sind, sowiedie M184V-Substitution in der Reversen Transkriptase, die mit einer Resistenz gegen Emtricitabinassoziiert ist. Dieser Patient zeigte ein suboptimales virologisches Ansprechen und entwickelte zu
Woche 180 (36 Wochen Behandlung mit der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) die NRTI-Resistenz-assoziierten Substitutionen K65K/R,
S68N und K70K/E.
Bitte beachten Sie die Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels zu den
Einzelwirkstoffen, um nähere Informationen zur Resistenzentwicklung in vivo bei diesen
Arzneimitteln zu erhalten.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitIn einer nicht verblindeten, randomisierten klinischen Studie (GS-01-934) über 144 Wochen erhieltenantiretroviral nicht vorbehandelte HIV-1-infizierte Patienten entweder einmal täglich eine Therapie mit
Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil oder zweimal täglich eine Fixkombination aus
Lamivudin und Zidovudin plus einmal täglich Efavirenz. Patienten, die die 144-wöchige Behandlungin einem der Behandlungsarme der Studie GS-01-934 abgeschlossen hatten, konnten optional in einenicht verblindete Verlängerungsphase der Studie mit der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, auf nüchternen Magen eingenommen, wechseln. Es liegen
Daten von 286 auf die Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellten
Patienten vor: 160 von ihnen waren zuvor mit Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilbehandelt worden, die anderen 126 hatten Lamivudin und Zidovudin plus Efavirenz erhalten. Bei
Patienten beider initialer Behandlungsgruppen, die anschließend in der nicht verblindeten
Verlängerungsphase der Studie die Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilerhielten, wurden hohe Raten an Virussuppression aufrechterhalten. Nach 96 Wochen Behandlung mitder Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil blieb die Plasmakonzentration der
HIV-1-RNA bei 82 % der Patienten bei < 50 Kopien/ml; bei 85 % blieb sie bei < 400 Kopien/ml(Intention-to-Treat-Analyse (ITT); Fehlende Daten = Versagen).
Studie AI266073 war eine nicht verblindete, randomisierte klinische Studie über 48 Wochen mit
HIV-infizierten Patienten zum Vergleich der Wirksamkeit von der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit der Wirksamkeit einer antiretroviralen Therapie ausmindestens zwei Nukleosid- oder Nukleotid-Reverse-Transkriptase- Hemmern (NRTI) und einem
Proteasehemmer oder einem nicht nukleosidischen Reverse- Transkriptase-Hemmer, jedoch nichteiner Therapie mit allen Wirkstoffen aus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil. Die
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wurde auf nüchternen Mageneingenommen (siehe Abschnitt 4.2). Bei den Patienten hatte zuvor noch keine andere antiretrovirale
Therapie virologisch versagt, es waren keine HIV-1-Mutationen bekannt, die zu einer Resistenz gegeneinen der drei Wirkstoffe (Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) führen, und sie waren seitmindestens drei Monaten vor Studienbeginn virussupprimiert. Die Patienten wurden entweder auf die
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt (N = 203) oder erhieltenweiterhin ihre bisherige antiretrovirale Therapie (N = 97). Die 48-Wochen-Daten zeigten, dass bei den
Patienten, die nach der Randomisierung auf die Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt wurden, hohe Raten an Virussuppression,vergleichbar mit denjenigen bei der bisherigen Therapie, aufrechterhalten blieben (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: 48-Wochen-Daten zur Wirksamkeit aus Studie AI266073, in der Patienten mit
Virussuppression unter antiretroviraler Kombinationstherapie die Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erhielten
Behandlungsgruppe
Kombination aus Fortführung der Unterschied zwischen
Efavirenz/ der Kombination aus
Endpunkt Emtricitabin/ bisherigen
Therapie Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil(N = 203) (N = 97) Tenofovirdisoproxil undn/N (%) der bisherigen Therapien/N (%) (95 %-KI)
Patienten mit HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml
PVR (KM) 94,5 % 85,5 % 8,9 % (-7,7 % bis 25,6 %)
F = Ausgeschlossen 179/181 (98,9 %) 85/87 (97,7 %) 1,2 % (-2,3 % bis 6,7 %)
F = Versagen 179/203 (88,2 %) 85/97 (87,6 %) 0,5 % (-7,0 % bis 9,3 %)
Modifizierte LOCF 190/203 (93,6 %) 94/97 (96,9 %) -3,3 % (-8,3 % bis 2,7 %)
Patienten mit HIV-1-RNA < 200 Kopien/ml
PVR (KM) 98,4 % 98,9 % -0,5 % (-3,2 % bis 2,2 %)
Behandlungsgruppe
Kombination aus Unterschied zwischen
Efavirenz/ Fortführung derbisherigen der Kombination aus
Endpunkt Emtricitabin/ Therapie Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil(N = 203) (N = 97) Tenofovirdisoproxil undn/N (%) der bisherigen Therapien/N (%) (95 %-KI)
F = Ausgeschlossen 181/181 (100 %) 87/87 (100 %) 0 % (-2,4 % bis 4,2 %)
F = Versagen 181/203 (89,2 %) 87/97 (89,7 %) -0,5 % (-7,6 % bis 7,9 %)
PVR (KM): Pure virologic response (reine virologische Wirksamkeit), nach der Kaplan-Meier-
Methode (KM) ermittelt
F: Fehlende Daten
Modifizierte LOCF: Post-hoc-Analyse, in der Patienten, die virologisch nicht ansprachen oderaufgrund von Nebenwirkungen abbrachen, als Therapieversager zählten; für andere Abbrecherwurde die Methode LOCF (last observation carried forward) angewendet.
Bei getrennter Analyse beider Strata waren die Ansprechraten bei den Patienten, die auf die
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt wurden und die vorher einen
PI erhalten hatten, numerisch niedriger [PVR (Analyse der Sensitivität): 92,4 % für Patienten mit einer
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil gegenüber 94,0 % für Patienten, die ihrebisherige Therapie fortführten (SBR-Patienten); eine Differenz (95 % KI) von -1,6 % (-10,0 %,6,7 %)]. Im früheren NNRTI-Arm betrugen die Ansprechraten 98,9 % für Patienten mit einer
Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil gegenüber 97,4 % für SBR-Patienten;eine Differenz (95 % KI) von 1,4 % (-4,0 %, 6,9 %). Ein ähnlicher Trend war in einer
Subgruppenanalyse von vorbehandelten Patienten mit HIV-1-RNA < 75 Kopien/ml bei Studienbeginnaus einer retrospektiven Kohortenstudie (Datenerhebung über einen Zeitraum von 20 Monaten, siehe
Tabelle 5) zu beobachten.
Tabelle 5: Erhalt der Pure Virologic Response (reine virologische Wirksamkeit) (Kaplan-
Meier % (Standardfehler) [95%-KI]) in Woche 48 bei vorbehandelten Patienten mit HIV-1-
RNA < 75 Kopien/ml bei Studienbeginn, deren Therapie auf eine Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt wurde, entsprechend der Art dervorherigen antiretroviralen Therapie (Kaiser-Permanente-Patientendatenbank)
Vorbehandlung mit einer
Kombination aus Vorbehandlung mit Vorbehandlung mit
Efavirenz/Emtricitabin/ NNRTI-basierter Therapie PI-basierter Therapie
Tenofovirdisoproxil (N = 104) (N = 34)(N = 299)98,9 % (0,6 %) 98,0 % (1,4 %) 93,4 % (4,5 %)[96,8 %, 99,7 %] [92,3 %, 99,5 %] [76,2 %, 98,3 %]
Zur Anwendung einer Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei nichtvorbehandelten und bei intensiv vorbehandelten Patienten liegen derzeit keine Daten aus klinischen
Studien vor. Es gibt keine klinischen Daten zu der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit virologischem Versagen nachantiretroviraler Initialtherapie oder mit der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen.
Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion
Begrenzte klinische Erfahrungen bei Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion weisen darauf hin,dass die Therapie mit Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer antiretroviralen
Kombinationstherapie zur Kontrolle der HIV-Infektion auch zu einer Senkung des HBV-DNA-Titersführt (Senkung um 3 log10 bzw. Senkung um 4 bis 5 log10) (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilbei Kindern im Alter von unter 18 Jahren sind nicht erwiesen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Um die Pharmakokinetik von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil bei getrennter
Anwendung bei HIV-infizierten Patienten zu bestimmen, wurden die separaten Darreichungsformenvon Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil verwendet. Die Bioäquivalenz einer Filmtabletteder Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit der kombinierten Anwendungeiner Efavirenz-600-mg-Filmtablette plus einer Emtricitabin-200-mg-Hartkapsel plus einer
Tenofovirdisoproxil-245-mg-Filmtablette (letztere entspricht 300 mg Tenofovirdisoproxilfumarat)nach einmaliger Anwendung bei nüchternen gesunden Probanden wurde im Rahmen der Studie GS-
US-177-0105 ermittelt (siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: Zusammenfassung der pharmakokinetischen Daten aus Studie GS-US-177-0105
Efavirenz Emtricitabin Tenofovirdisoproxil(n = 45) (n = 45) (n = 45)
GMR GMR GMR
Parameter Prüfung Vergleich (%)(90 %KI Prüfung Vergleich (%) Prüfun Vergleic (%)(90 %KI g h (90 %KI) ) )
Cmax 2.264,3 2.308,6 98,79 2.130,6 2.384,4 88,84(92,28, (84,02, 325,1 352,9 91,46(ng/ml) (26,8) (30,3) 105,76) (25,3) (20,4) 93,94) (34,2) (29,6) (84,64,98,83)
AUC 125.623, 95,84 97,98 99,290-last 6 132.795,7 10.682,6 10.874,4 1.948,8 1.969,0(ng∙h/ml)(25,7) (27,0) (90,73, (94,90,101,23) (18,1) (14,9) 101,16) (32,9) (32,8) (91,02,108,32)
AUC 146.074,inf 9 155.518,6 95,87(89,63, 10.854,9 11.054,3 97,96(94,86, 2.314,0 2.319,4 100,45(ng∙h/ml) (34,6) (17,9) (14,9) (93,22,(33,1) 102,55) 101,16) (29,2) (30,3) 108,23)t1/2 180,6 182,5 14,5 14,6 18,9 17,8(h) (45,3) (38,3) (53,8) (47,8) (20,8) (22,6)
Prüfung: Einnahme einer einzelnen Fixkombinationstablette im Nüchternzustand
Vergleich: Efavirenz 600 mg als Einzeldosistablette, 200 mg Emtricitabin als Kapsel und 245 mg
Tenofovirdisoproxil als Tablette, eingenommen im Nüchternzustand
Die Angaben für Prüfung und Vergleich sind Mittelwerte (% Variationskoeffizient)
GMR = geometrisch mittlere Ratio auf Grundlage der adjustierten Mittelwerte
KI = Konfidenzintervall
ResorptionBei HIV-infizierten Patienten wurde 5 Stunden nach Anwendung die maximale Plasmakonzentrationvon Efavirenz erreicht, die Steady-state-Plasmakonzentration innerhalb von 6 bis 7 Tagen. Bei35 Patienten, die einmal täglich 600 mg Efavirenz erhielten, lag die maximale Plasmakonzentration im
Steady-state (Cmax) bei 12,9 ± 3,7 μM (29 %) (Mittelwert ± Standardabweichung SD[Variationskoeffizient CV in %]), der Mittelwert von Cmin im Steady-state bei 5,6 ± 3,2 μM (57 %)und der AUC-Wert bei 184 ± 73 μM*h (40 %).
Emtricitabin wird rasch resorbiert; die maximale Plasmakonzentration wird 1 bis 2 Stunden nach der
Einnahme erreicht. Nach wiederholter oraler Anwendung von Emtricitabin bei 20 HIV-infizierten
Patienten lag bei einem Dosierungsintervall von 24 Stunden die Cmax im Steady-state bei1,8 ± 0,7 μg/ml (Mittel ± SD) (39 % CV), die Cmin bei 0,09 ± 0,07 μg/ml (80 %) und die AUC bei10,0 ± 3,1 μg*h/ml (31 %).
Nach oraler Anwendung einer Einzeldosis von 245 mg Tenofovirdisoproxil bei HIV-infizierten
Patienten im Nüchternzustand wurde die maximale Tenofovirkonzentration innerhalb einer Stundeerreicht, die Cmax und die AUC (Mittelwert ± SD) (% CV) betrugen 296 ± 90 ng/ml (30 %) und2.287 ± 685 ng*h/ml (30 %). Die orale Bioverfügbarkeit von Tenofovir aus Tenofovirdisoproxil betrugnach Einnahme im Nüchternzustand rund 25 %.
Nahrungseffekte
Die Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist nicht in Verbindung mit der
Aufnahme von Nahrungsmitteln untersucht worden.
Nach Anwendung von Efavirenz-Kapseln in Verbindung mit einer fettreichen Mahlzeit stiegen diemittleren AUC- und Cmax-Werte von Efavirenz um 28 % bzw. 79 % im Vergleich zur Einnahme im
Nüchternzustand an. Die Einnahme von Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin zu einer fettreichenoder einer leichten Mahlzeit bewirkte im Vergleich zur Einnahme auf nüchternen Magen einen
Anstieg der mittleren AUC von Tenofovir um 43,6 % bzw. 40,5 % sowie einen Anstieg der Cmax um16 % bzw. 13,5 %, wobei die Emtricitabinexposition unverändert blieb.
Es wird empfohlen, dass die Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufnüchternen Magen eingenommen wird, da eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme zu erhöhten
Efavirenzkonzentrationen und damit zu einem Anstieg der Häufigkeit von Nebenwirkungen führenkann (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). Es ist anzunehmen, dass die Exposition gegenüber Tenofovir(AUC) nach Einnahme der Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufnüchternen Magen um rund 30 % geringer ist als nach Einnahme von Tenofovirdisoproxil mit
Nahrungsmitteln (siehe Abschnitt 5.1).
VerteilungEfavirenz wird stark (> 99 %) an menschliche Plasmaproteine, überwiegend Albumin, gebunden.
Die In-vitro-Bindung von Emtricitabin an Plasmaproteine beim Menschen liegt im
Konzentrationsbereich von 0,02 bis 200 µg/ml konzentrationsunabhängig bei < 4 %. Nachintravenöser Anwendung lag das Verteilungsvolumen von Emtricitabin bei ungefähr 1,4 l/kg. Nachoraler Anwendung wird Emtricitabin breit im gesamten Körper verteilt. Die mittlere Ratio von
Plasma- zu Blutkonzentration betrug rund 1,0; die mittlere Ratio von Sperma- zu
Plasmakonzentration ungefähr 4,0.
Die In-vitro-Bindung von Tenofovir an Plasma- oder Serumprotein beim Menschen betrug in einem
Konzentrationsbereich zwischen 0,01 und 25 µg/ml weniger als 0,7 % (Plasmaproteine) bzw. 7,2 %(Serumproteine). Nach intravenöser Anwendung lag das Verteilungsvolumen von Tenofovir beiungefähr 800 ml/kg. Nach oraler Anwendung wird Tenofovir breit im gesamten Körper verteilt.
BiotransformationHumanstudien und In-vitro-Studien mit menschlichen Lebermikrosomen haben gezeigt, dass Efavirenzhauptsächlich durch das CYP-System zu hydroxylierten Metaboliten verstoffwechselt wird, mitanschließender Glukuronidierung dieser hydroxylierten Metaboliten. Diese Metaboliten sind im
Wesentlichen gegen HIV-1 inaktiv. Die In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass CYP3A4 und
CYP2B6 die wichtigsten für den Abbau von Efavirenz verantwortlichen Isozyme sind und dass der
Wirkstoff die CYP-Isozyme 2C9, 2C19 und 3A4 hemmt. In In-vitro-Studien hemmte Efavirenz
CYP2E1 nicht. CYP2D6 und CYP1A2 hemmte es nur bei Konzentrationen, die weit über den inklinischer Anwendung erreichten Konzentrationen lagen.
Bei Patienten mit homozygoter G516T-Variante des Isozyms CYP2B6 kann die Efavirenz-
Konzentration im Plasma erhöht sein. Die klinische Bedeutung dieser Assoziation ist nichtbekannt, jedoch ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, dass die Häufigkeit und Schwere
Efavirenz-assoziierter unerwünschter Ereignisse zunimmt.
Es konnte gezeigt werden, dass Efavirenz durch Induktion von CYP3A4 und CYP2B6 seinen eigenen
Metabolismus induziert, was für einige Patienten klinisch relevant sein kann. Bei nicht infizierten
Probanden führten Mehrfachdosen von 200 bis 400 mg/Tag über 10 Tage zu einer geringeren
Akkumulation als erwartet (um 22 % bis 42 % niedriger) und zu einer kürzeren terminalen
Halbwertszeit von 40 bis 55 Stunden (Halbwertszeit der Einzeldosis 52 bis 76 Stunden). Es konnteauch gezeigt werden, dass Efavirenz UGT1A1 induziert. Die Exposition von Raltegravir (ein
UGT1A1- Substrat) wird durch die Anwesenheit von Efavirenz vermindert (siehe Abschnitt 4.5,
Tabelle 1). Obgleich In-vitro-Daten darauf hinweisen, dass Efavirenz CYP2C9 und CYP2C19 hemmt,gibt es sich widersprechende Berichte über erhöhte oder erniedrigte Konzentrationen von Substratendieser Enzyme bei gleichzeitiger Anwendung von Efavirenz in vivo. Der Gesamteffekt dergleichzeitigen Anwendung ist unklar.
Emtricitabin wird nur in geringem Umfang metabolisiert. Die Biotransformation von Emtricitabinumfasst die Oxidation des Thiol-Anteils zu 3'-Sulfoxid-Diastereomeren (ca. 9 % der Dosis) sowie die
Konjugation mit Glukuronsäure zum 2'-O-Glukuronid (ca. 4 % der Dosis). In-vitro-Untersuchungenhaben gezeigt, dass weder Tenofovirdisoproxil noch Tenofovir Substrate für CYP-Enzyme sind.
Weder Emtricitabin noch Tenofovir hemmten in vitro die Metabolisierung von Arzneimitteln, dievon einem der wichtigen humanen CYP-Isozyme, die an der Biotransformation von Arzneimittelnbeteiligt sind, vermittelt wird. Emtricitabin hemmte auch nicht das für die Glukuronidierungverantwortliche Enzym Uridin-5'-Diphosphoglukuronyl-Transferase.
EliminationEfavirenz besitzt eine relativ lange terminale Halbwertszeit von mindestens 52 Stunden nach
Einzeldosen (siehe auch die oben dargestellten Ergebnisse der Bioäquivalenzstudie) und 40 bis55 Stunden nach Mehrfachdosen. Ungefähr 14 bis 34 % der radioaktiv markierten Efavirenzdosiswurden im Harn wieder gefunden und weniger als 1 % der Dosis wurde im Harn als unverändertes
Efavirenz ausgeschieden.
Nach oraler Anwendung liegt die Eliminationshalbwertszeit von Emtricitabin bei ca. 10 Stunden.
Emtricitabin wird primär über die Nieren eliminiert, wobei die Dosis vollständig mit dem Urin (ca.86 %) und der Fäzes (ca. 14 %) ausgeschieden wird. Dabei lagen 13 % der Emtricitabindosis im Urinin Form von drei Metaboliten vor. Die systemische Clearance von Emtricitabin betrug im Durchschnitt307 ml/min.
Nach oraler Anwendung liegt die Eliminationshalbwertszeit von Tenofovir bei etwa 12 bis18 Stunden. Tenofovir wird primär über die Nieren eliminiert, sowohl durch Filtration als auch durchein aktives tubuläres Transportsystem, wobei nach intravenöser Anwendung etwa 70 bis 80 % der
Dosis als unveränderte Substanz über den Urin ausgeschieden werden. Die scheinbare Clearance von
Tenofovir betrug im Durchschnitt 307 ml/min. Die renale Clearance betrug schätzungsweise ca.210 ml/min; damit war diese Rate höher als die glomeruläre Filtrationsrate. Dies deutet darauf hin,dass die aktive tubuläre Sekretion bei der Ausscheidung von Tenofovir eine wichtige Rolle spielt.
Pharmakokinetik bei besonderen PatientengruppenAlterEs wurden keine pharmakokinetischen Studien zur Anwendung von Efavirenz, Emtricitabin oder
Tenofovir bei älteren Patienten (im Alter von über 65 Jahren) durchgeführt.
GeschlechtDie pharmakokinetischen Eigenschaften von Emtricitabin und Tenofovir bei männlichen undweiblichen Patienten sind vergleichbar. Obgleich begrenzte Daten darauf hinweisen, dass
Frauen gegebenenfalls eine höhere Efavirenzexposition aufweisen können, scheint sich beiihnen keine geringere Toleranz gegenüber Efavirenz zu finden.
Ethnische ZugehörigkeitObgleich begrenzte Daten darauf hinweisen, dass asiatische und von den pazifischen Inselnstammende Patienten gegebenenfalls eine höhere Efavirenzexposition aufweisen können, scheint sichbei ihnen keine geringere Toleranz gegenüber Efavirenz zu finden.
Kinder und JugendlicheEs wurden keine pharmakokinetischen Studien zur Anwendung der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Kleinkindern und Kindern im Alter von unter 18 Jahrendurchgeführt (siehe Abschnitt 4.2).
NierenfunktionsstörungDie pharmakokinetischen Eigenschaften von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil nachgleichzeitiger Anwendung der separaten Darreichungsformen oder nach Einnahme der Kombinationaus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei HIV-infizierten Patienten mit einer
Nierenfunktionsstörung wurden nicht geprüft.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von 200 mg Emtricitabin oder 245 mg Tenofovirdisoproxilwurden nach einmaliger Anwendung der Einzelpräparate bei nicht HIV-infizierten Patienten mitunterschiedlich schweren Nierenfunktionsstörungen bestimmt. Der Schweregrad der
Nierenfunktionsstörung wurde anhand des Ausgangswerts der Kreatinin-Clearance bestimmt(normale Nierenfunktion bei Kreatinin-Clearance > 80 ml/min, leichte Nierenfunktionsstörung bei
Kreatinin- Clearance = 50 bis 79 ml/min, mittelgradige Nierenfunktionsstörung bei Kreatinin-
Clearance = 30 bis 49 ml/min und schwere Nierenfunktionsstörung bei Kreatinin-Clearance = 10 bis29 ml/min).
Die mittlere Exposition (% CV) gegenüber Emtricitabin stieg von 12 µg*h/ml (25 %) bei Patientenmit normaler Nierenfunktion auf 20 µg*h/ml (6 %) bei Patienten mit einer leichten, auf 25 µg*h/ml(23 %) bei Patienten mit einer mittelgradigen Nierenfunktionsstörung und auf 34 µg*h/ml (6 %) bei
Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung.
Die mittlere Exposition (% CV) gegenüber Tenofovir stieg von 2.185 ng*h/ml (12 %) bei Patientenmit normaler Nierenfunktion auf 3.064 ng*h/ml (30 %) bei Patienten mit einer leichten
Nierenfunktionsstörung, auf 6.009 ng*h/ml (42 %) bei Patienten mit einer mittelgradigen
Nierenfunktionsstörung und auf 15.985 ng*h/ml (45 %) bei Patienten mit einer schweren
Nierenfunktionsstörung.Bei hämodialysepflichtigen Patienten mit einer terminalen Niereninsuffizienz (ESRD [end stage renaldisease]) kam es zwischen zwei Dialysebehandlungen zu einem ausgeprägten Anstieg der
Emtricitabinexposition über 72 Stunden auf 53 µg*h/ml (19 %) und der Tenofovirexposition über48 Stunden auf 42.857 ng*h/ml (29 %).
Die Pharmakokinetik von Efavirenz wurde bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung nicht untersucht.
Es wird jedoch weniger als 1 % der Efavirenzdosis unverändert im Urin ausgeschieden. Die
Auswirkung einer Nierenfunktionsstörung auf die Efavirenzexposition ist daher wahrscheinlich sehrgering.
Bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance< 50 ml/min) wird die Anwendung einer Kombination aus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilnicht empfohlen, da bei dieser Patientengruppe eine Anpassung des Dosisintervalls von Emtricitabinund Tenofovirdisoproxil erforderlich ist, die mit der Kombinationstablette nicht erreicht werden kann(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
LeberfunktionsstörungDie pharmakokinetischen Eigenschaften der Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wurden nicht bei HIV-infizierten Patienten mit einer
Leberfunktionsstörung geprüft. Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist die Kombinationaus Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit Vorsicht anzuwenden (siehe Abschnitte 4.3 und4.4).
Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf die Kombination aus
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3) und wirdnicht bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung empfohlen. In einer Studie mit einer
Einzeldosis von Efavirenz war die Halbwertszeit bei dem einzigen Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung (Klasse C nach Child-Pugh-Turcotte) verdoppelt, was auf die Möglichkeiteiner deutlich vermehrten Anreicherung hindeutete. Eine Studie mit Mehrfachgabe von Efavirenzzeigte keine relevante Auswirkung auf die Pharmakokinetik von Efavirenz bei Patienten mit leichter
Leberfunktionsstörung (Klasse A nach Child-Pugh-Turcotte) im Vergleich zur Kontrolle. Die Datenreichten nicht aus, um zu bestimmen, ob eine mittelschwere oder schwere Leberfunktionsstörung(Klasse B oder C nach Child-Pugh-Turcotte) die Pharmakokinetik von Efavirenz beeinflusst.
Die Pharmakokinetik von Emtricitabin wurde bei nicht HBV-infizierten Patienten mit unterschiedlichschwerer Leberinsuffizienz nicht untersucht. Im Allgemeinen entsprach die Pharmakokinetik von
Emtricitabin bei HBV-infizierten Patienten der bei gesunden Probanden und bei HIV-infizierten
Patienten.
Tenofovirdisoproxil wurde als Einzeldosis von 245 mg bei nicht HIV-infizierten Patienten mitunterschiedlich stark ausgeprägten Leberfunktionsstörungen (Definition gemäß CPT-Klassifikation)angewendet. Die Pharmakokinetik von Tenofovir war bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörungnicht wesentlich verändert. Daher ist bei diesen Patienten keine Dosisanpassung für
Tenofovirdisoproxil erforderlich.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
EfavirenzPräklinische Studien zur Sicherheitspharmakologie von Efavirenz lassen keine besonderen
Gefahren für den Menschen erkennen. In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe erhielten
Cynomolgus-Affen 1 Jahr lang oder länger Efavirenz in einer Dosis, die zu mittleren AUC-Wertenführte, die etwa um das 2-Fache über den Werten lagen, die beim Menschen unter der empfohlenen
Dosis erreicht werden, wurden Gallengangshyperplasien beobachtet, die sich nach Beendigung der
Behandlung zurückbildeten. Bei Ratten wurden Gallengangsfibrosen beobachtet. Nicht-anhaltende
Krampfanfälle wurden bei einigen Affen beobachtet, die Efavirenz für mindestens 1 Jahr in einer
Dosis erhielten, die zu 4- bis 13-fach höheren Plasma-AUC-Werten führte, verglichen mit humanen
Werten bei empfohlener Dosis.
In konventionellen Genotoxizitätstests war Efavirenz weder mutagen noch klastogen. Studien zumkanzerogenen Potential zeigten eine höhere Inzidenz von Leber- und Lungentumoren bei weiblichen
Mäusen, jedoch nicht bei männlichen Mäusen. Der Mechanismus der Tumorbildung und diepotentielle Bedeutung für den Menschen sind nicht bekannt. Studien zum kanzerogenen Potential anmännlichen Mäusen sowie männlichen und weiblichen Ratten waren negativ.
Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten eine erhöhte fetale Resorption bei Ratten. Bei Feten vonmit Efavirenz behandelten Ratten und Kaninchen wurden keine Fehlbildungen beobachtet. Allerdingswurden bei 3 von 20 Feten/Neugeborenen von mit Efavirenz behandelten Cynomolgus-Affen nach
Dosen, die zu ähnlichen Plasmakonzentrationen von Efavirenz wie beim Menschen führten,
Fehlbildungen beobachtet. Anenzephalie und unilaterale Anophthalmie mit sekundärer Vergrößerungder Zunge wurden bei einem Fetus, Mikroophthalmie bei einem anderen und eine Gaumenspalte beieinem dritten Fetus beobachtet.
Emtricitabin
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potentiallassen die präklinischen Daten zu Emtricitabin keine besonderen Gefahren für den Menschenerkennen.
Tenofovirdisoproxil
Präklinische Studien zur Sicherheitspharmakologie von Tenofovirdisoproxil lassen keine besonderen
Gefahren für den Menschen erkennen. Daten aus Studien an Ratten, Hunden und Affen zur Toxizitätbei wiederholter Gabe nach Exposition über dem oder im humantherapeutischen Bereich, die alsmöglicherweise relevant für die klinische Anwendung zu bewerten sind, schließen Nieren- und
Knochentoxizität sowie eine Abnahme der Serumphosphatkonzentration ein. Knochentoxizität wurdein Form von Osteomalazie (Affen) und verringerter BMD (Knochendichte bei Ratten und Hunden)diagnostiziert. Zu einer Knochentoxizität bei jungen erwachsenen Ratten und Hunden kam es bei
Expositionen, die der ≥ 5-fachen Exposition in jugendlichen oder erwachsenen Patienten entsprachen.
Zu einer Knochentoxizität bei jugendlichen infizierten Affen kam es bei sehr hohen Expositionen nachsubkutaner Dosis (≥ der 40-fachen Exposition in Patienten). Die Ergebnisse aus den Studien an Rattenund Affen deuten auf eine wirkstoffbedingte Verringerung der intestinalen Phosphatresorption mitmöglicher sekundärer Verringerung der BMD hin.
Genotoxizitätsstudien zeigten positive Ergebnisse im In-vitro-Maus-Lymphom-Assay, keineeindeutigen Ergebnisse bei einem der Stämme, die im Ames-Test verwendet wurden, und schwachpositive Ergebnisse bei einem UDS-Test an primären Ratten-Hepatozyten. Jedoch war das Ergebnisin einem In-vivo-Mikronukleus-Test am Knochenmark von Mäusen negativ.
Kanzerogenitätsstudien an Ratten und Mäusen bei oraler Gabe zeigten nur eine geringe Inzidenzvon Duodenaltumoren bei extrem hohen Dosen an Mäusen. Es ist unwahrscheinlich, dass dies fürden Menschen relevant ist.
Studien zur Reproduktionstoxizität an Ratten und Kaninchen zeigten keine Auswirkungen auf
Fortpflanzungs-, Fertilitäts-, Schwangerschafts- oder fetale Parameter. In peri-/postnatalen Studienmit Tenofovirdisoproxil allerdings waren in maternaltoxischen Dosierungen die Lebensfähigkeits-
Index und das Gewicht der Jungtiere verringert.
Kombination von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil
In einmonatigen oder kürzeren Studien zur Genotoxizität und zur Toxizität bei wiederholter Gabeder Kombination dieser beiden Wirkstoffe wurden keine vermehrten toxischen Effekte im
Vergleich zu Studien mit den einzelnen Wirkstoffen festgestellt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernMikrokristalline Cellulose
Croscarmellose-Natrium
Hyprolose
Natriumdodecylsulfat
Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
Hochdisperses Siliciumdioxid
Talkum
TablettenfilmPoly(vinylalkohol)
Titandioxid (E 171)
Macrogol
Talkum
Eisen(III)-oxid (E 172)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)
Eisen(II,III)-oxid (E 172)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
2 Jahre.
Nach Anbruch 30 Tage haltbar.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungenerforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Die
Flasche fest verschlossen halten.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Flasche aus Niederdruckpolyethylen (HDPE) mit kindergesichertem Verschluss aus Polypropylen, die30 Filmtabletten und Silicagel-Trocknungsmittel enthält.
Die folgenden Packungsgrößen sind verfügbar: Umkarton mit 1 Flasche mit 30 Filmtabletten und
Umkarton mit 90 (3 Flaschen mit je 30) Filmtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Zum Öffnen der Flasche wird der kindergesicherte Verschluss nach unten gedrückt und gegen den
Uhrzeigersinn gedreht.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Zentiva, k.s.
U Kabelovny 130102 37 Prag 10
Tschechische Republik
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/17/1210/001
EU/1/17/1210/002
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 17. Juli 2017
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 17. Mai 2022
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.