Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels EFAVIRENZ/EMTRICITABINA/TENOFOVIR DISOPROXIL KRKA 600mg / 200mg / 245mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka 600 mg/200 mg/245 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Filmtablette enthält 600 mg Efavirenz, 200 mg Emtricitabin und 245 mg Tenofovirdisoproxil (als
Succinat).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette.
Die Filmtabletten sind hellorange-rosafarbene, ovale, bikonvexe Filmtabletten mit abgeschrägten
Kanten. Tablettengröße: 20 x 11 mm.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka ist eine fixe Dosiskombination aus Efavirenz,
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil. Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka wird zur
Behandlung von Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und darüber mit HIV-1-Infektion (Infektion mitdem Humanen Immundefizienzvirus 1) angewendet, die unter ihrer derzeitigen antiretroviralen
Kombinationstherapie seit mehr als drei Monaten virussupprimiert sind mit Plasmakonzentrationender HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml. Bei den Patienten darf es unter einer früheren antiretroviralen
Therapie nicht zu einem virologischen Versagen gekommen sein. Es muss bekannt sein, dass vor
Beginn der initialen antiretroviralen Therapie keine Virusstämme mit Mutationen vorhanden waren,die zu signifikanten Resistenzen gegen einen der drei Wirkstoffe von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka führen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).
Der Beleg des Nutzens von Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist in erster Linie durch 48-
Wochen-Daten aus einer klinischen Studie belegt, in der Patienten mit stabiler Virussuppression untereiner antiretroviralen Kombinationstherapie auf Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilumgestellt wurden (siehe Abschnitt 5.1). Zur Anwendung von Efavirenz/
Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei nicht vorbehandelten und bei intensiv vorbehandelten Patientenliegen derzeit keine Daten aus klinischen Studien vor.
Es liegen keine Daten zur Kombination von Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und anderenantiretroviralen Wirkstoffen vor.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Therapie sollte nur durch einen Arzt eingeleitet werden, der in der Behandlung der HIV-Infektionerfahren ist.
DosierungErwachseneDie empfohlene Dosis Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka ist eine Tablette einmaltäglich oral.
Wenn ein Patient die Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka um bis zu12 Stunden gegenüber der gewohnten Einnahmezeit versäumt, sollte er die Einnahme so bald wiemöglich nachholen und das gewohnte Einnahmeschema fortsetzen. Wenn ein Patient die Einnahmevon Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka um mehr als 12 Stunden versäumt und es fast
Zeit für die nächste Dosis ist, sollte er die versäumte Dosis nicht nachholen und einfach das gewohnte
Einnahmeschema fortsetzen.
Wenn der Patient innerhalb von 1 Stunde nach der Einnahme von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka erbricht, sollte er eine weitere Tablette einnehmen.
Wenn der Patient später als 1 Stunde nach der Einnahme von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka erbricht, ist keine weitere Dosis erforderlich.
Es wird empfohlen, dass Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka auf nüchternen Mageneingenommen wird, da eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme zu erhöhter Efavirenz-Exposition unddamit zu einem Anstieg der Häufigkeit von Nebenwirkungen führen kann (siehe Abschnitte 4.4 und4.8). Um die Verträglichkeit von Efavirenz im Hinblick auf ZNS-Nebenwirkungen zu verbessern,wird die Einnahme vor dem Schlafengehen empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).
Es ist damit zu rechnen, dass die Exposition gegenüber Tenofovir (AUC) nach Einnahme von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auf nüchternen Magen um rund 30 % geringer sein wirdals nach Einnahme des Einzelwirkstoffs Tenofovirdisoproxil mit Nahrungsmitteln (siehe Abschnitt5.2). Es liegen keine Daten zu den klinischen Auswirkungen der verminderten systemischen
Verfügbarkeit vor. Bei virussupprimierten Patienten ist zu erwarten, dass diese Reduktion vonbegrenzter klinischer Relevanz ist (siehe Abschnitt 5.1).
Für den Fall, dass ein Absetzen der Therapie mit einem der Wirkstoffe von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil angezeigt ist oder falls eine Dosisanpassung notwendigist, stehen Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil auch als Einzelpräparate zur Verfügung.
Bitte beachten Sie in diesem Fall die Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels (SmPCs)zu diesen Arzneimitteln.
Wenn die Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil abgesetzt wird, ist die lange
Halbwertzeit von Efavirenz (siehe Abschnitt 5.2) ebenso zu bedenken wie die lange intrazelluläre
Halbwertzeit von Tenofovir und Emtricitabin. Aufgrund von großen Unterschieden von Patient zu
Patient bei diesen Parametern und Bedenken hinsichtlich einer Resistenzentwicklung sind dieaktuellen Leitlinien für die HIV-Therapie zu Rate zu ziehen; ebenso ist auch der Grund des
Therapieabbruchs zu berücksichtigen.
Dosisanpassung: Wird Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil in Kombination mit Rifampicinbei Patienten, die 50 kg oder mehr wiegen, angewendet, so kann eine zusätzliche Gabe von 200 mg
Efavirenz pro Tag (800 mg insgesamt) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka sollte bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendetwerden (siehe Abschnitt 4.4).
NierenfunktionsstörungEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird nicht empfohlen bei Patienten mit einermittelgradigen oder schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min), weil beidieser Patientengruppe eine Anpassung des Dosierungsintervalls von Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil erforderlich ist, die mit der Kombinationstablette nicht erreicht werden kann(siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
LeberfunktionsstörungDie Pharmakokinetik von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wurde bei Patienten mit
Leberfunktionsstörungen nicht untersucht. Patienten mit leichter Lebererkrankung (Klasse A nach
Child-Pugh-Turcotte [CPT]) können die normale empfohlene Dosis
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erhalten (siehe Abschnitte pct. 4.3, pct. 4.4 und 5.2). Diese
Patienten müssen sorgfältig auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Efavirenz, vor allem auf
ZNS-Symptome, überwacht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Wenn Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten, die mit HIV und dem Hepatitis-B-
Virus (HBV) koinfiziert sind, abgesetzt wird, sollten diese Patienten engmaschig auf Anzeichen einer
Exazerbation der Hepatitis hin überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Kindern im Altervon unter 18 Jahren ist nicht erwiesen (siehe Abschnitt 5.2).
Art der AnwendungDie Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka Tabletten sollten einmal täglich unzerkaut mit
Wasser eingenommen werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Schwere Leberschädigung (CPT-Klasse C) (siehe Abschnitt 5.2).
Gleichzeitige Anwendung mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid, Midazolam, Triazolam, Pimozid,
Bepridil oder Mutterkorn-Alkaloiden (z. B. Ergotamin, Dihydroergotamin, Ergometrin und
Methylergometrin). Efavirenz kann über seine Konkurrenz um Cytochrom P450 (CYP) 3A4 zur
Hemmung des Metabolismus führen und schwerwiegende und/oder lebensbedrohliche
Nebenwirkungen (z. B. Arrhythmien, verlängerte Sedierung oder Atemdepression) hervorrufen (siehe
Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Anwendung mit Elbasvir/Grazoprevir, da ein signifikantesAbsinken der
Plasmakonzentrationen von Elbasvir und Grazoprevir zu erwarten ist. Diese Wirkung ist auf die
Induktion von CYP3A4 bzw. P-gp durch Efavirenz zurückzuführen und kann zum Verlust dertherapeutischen Wirkung von Elbasvir/Grazoprevir führen (siehe Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Anwendung mit Voriconazol. Efavirenz verringert die Voriconazol-Plasmakonzentrationsignifikant, während Voriconazol die Efavirenz-Plasmakonzentration signifikant erhöht. Da
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ein Fixkombinationspräparat ist, kann die Efavirenz-Dosisnicht verändert werden (siehe Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Anwendung mit pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum)enthalten, aufgrund des Risikos einer Verringerung der Plasmakonzentration und der klinischen
Wirkung von Efavirenz (siehe Abschnitt 4.5).
Anwendung bei Patienten mit:
- einer familiären Anamnese mit plötzlichen Todesfällen oder mit angeborener Verlängerung des
QTc-Intervalls im Elektrokardiogramm oder mit jeglichen anderen klinischen Zuständen, diebekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern.
- symptomatischen Herzarrhythmien oder klinisch relevanter Bradykardie oder kongestiver
Herzinsuffizienz, begleitet von reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion in der Anamnese.
- schweren Störungen des Elektrolythaushalts, z. B. Hypokalämie oder Hypomagnesiämie.
Gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern(proarrhythmisch).
Zu diesen Arzneimitteln gehören:
- Antiarrhythmika der Klassen IA und III,
- Neuroleptika, Antidepressiva,
- bestimmte Antibiotika, einschließlich einigen Vertretern der folgenden Klassen: Makrolide,
Fluorchinolone, Imidazol- und Triazol-Antimykotika
- bestimmte, nicht sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol),
- Cisaprid,
- Flecainid,
- bestimmte Antimalariamittel,
- Methadon (siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.1).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Gleichzeitige Anwendung mit anderen ArzneimittelnEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil darf als Fixkombination nicht gleichzeitig mit anderen
Arzneimitteln angewendet werden, die seine Wirkstoffe Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxilenthalten. Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil sollte nicht gleichzeitig mit Arzneimittelnangewendet werden, die Efavirenz enthalten, es sei denn, dies ist zur Dosisanpassung z. B. beigleichzeitiger Anwendung von Rifampicin notwendig (siehe Abschnitt 4.2).
Aufgrund der Ähnlichkeit mit Emtricitabin dürfen keine anderen Cytidin-Analoga wie Lamivudingleichzeitig mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil angewendet werden (siehe Abschnitt 4.5).
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil darf nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil oder mit
Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und Didanosin wird nichtempfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und
Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wird nicht empfohlen, da zuerwarten ist, dass die Plasmakonzentrationen von Velpatasvir und Voxilaprevir nach der gleichzeitigen
Anwendung von Efavirenz absinken, was zu einer verminderten therapeutischen Wirkung von
Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir führt (siehe Abschnitt 4.5).
Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka in Kombination mit anderen antiretroviralen
Wirkstoffen vor.
Die gleichzeitige Anwendung von Ginkgo biloba-Extrakten wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt4.5).
Wechsel von einer Proteaseinhibitor (PI)-basierten antiretroviralen Therapie
Die derzeit verfügbaren Daten von Patienten mit PI-basierter antiretroviraler Therapie zeigen, dass ein
Wechsel zu Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Krka zu einer Verminderung des
Therapieansprechens führen kann (siehe Abschnitt 5.1). Diese Patienten müssen sorgfältig auf
Anstiege der Viruslast und, da sich das Sicherheitsprofil von Efavirenz von dem der
Proteaseinhibitoren unterscheidet, auf Nebenwirkungen überwacht werden.
Opportunistische InfektionenPatienten, die Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil oder eine andere antiretrovirale Therapieerhalten, können weiterhin opportunistische Infektionen und sonstige Komplikationen einer HIV-
Infektion entwickeln. Deshalb ist eine fortlaufende engmaschige klinische Überwachung durch Ärzte,die in der Behandlung von Patienten mit Begleiterkrankungen einer HIV-Infektion erfahren sind,erforderlich.
Nahrungseffekte
Die Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit Nahrungsmitteln kann die
Efavirenz-Exposition erhöhen (siehe Abschnitt 5.2) und zu einem Anstieg in der Häufigkeit von
Nebenwirkungen führen (siehe Abschnitt4.8). Es wird empfohlen, Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auf nüchternen Magen,vorzugsweise vor dem Schlafengehen, einzunehmen.
Lebererkrankung
Die Pharmakokinetik, Sicherheit und Wirksamkeit von Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilwurden nicht bei Patienten mit vorbestehenden relevanten Leberfunktionsstörungen geprüft (siehe
Abschnitt 5.2). Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist bei Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung (siehe Abschnitt 4.3) kontraindiziert und wird für Patienten mit mittelschwerer
Leberfunktionsstörung nicht empfohlen. Da Efavirenz vor allem durch das CYP-System metabolisiertwird, ist bei der Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit leichter
Leberfunktionsstörung Vorsicht geboten. Diese Patienten müssen sorgfältig auf Nebenwirkungen im
Zusammenhang mit Efavirenz, vor allem auf ZNS-Symptome, überwacht werden. Zur Beurteilungihrer Lebererkrankung sollten in regelmäßigen Abständen Laboruntersuchungen durchgeführt werden(siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit vorbestehenden Leberfunktionsstörungen, einschließlich chronisch aktiver Hepatitis,zeigen während einer antiretroviralen Kombinationstherapie (ART) häufiger Veränderungen der
Leberwerte und müssen gemäß üblicher Praxis überwacht werden. Bei Hinweisen auf eine
Verschlimmerung der Lebererkrankung oder einem dauerhaften Anstieg der Serumtransaminasen aufmehr als das 5-fache der Obergrenze des Normbereichs muss der Nutzen der Fortsetzung der Therapiemit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil gegenüber den möglichen Risiken einer signifikanten
Lebertoxizität abgewogen werden. Bei solchen Patienten muss eine Unterbrechung oder ein Abbruchder Therapie erwogen werden (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Patienten, die andere mit Lebertoxizität assoziierte Arzneimittel erhalten, wird außerdem die
Überwachung der Leberenzyme empfohlen.
LeberreaktionenEs gibt Berichte nach Marktzulassung über Leberversagen auch bei Patienten ohne vorbestehende
Lebererkrankung oder andere erkennbare Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.8). Eine Überwachung der
Leberenzyme sollte bei allen Patienten unabhängig von einer vorbestehenden Leberfunktionsstörungoder anderen Risikofaktoren in Betracht gezogen werden.
HIV-infizierte Patienten mit Hepatitis-B-(HBV)- oder Hepatitis-C(HCV)-Koinfektion
Patienten mit chronischer Hepatitis B oder C, die eine ART erhalten, weisen ein erhöhtes Risiko fürdas Auftreten schwerwiegender, möglicherweise letal verlaufender hepatischer Nebenwirkungen auf.
Für eine optimale Behandlung der HIV-Infektion bei Patienten mit HBV-Koinfektion sollten Ärzte dieaktuellen HIV-Therapieleitlinien beachten.
Bitte beachten Sie bei einer gleichzeitigen antiviralen Therapie einer Hepatitis B oder C auch diejeweilige Zusammenfassung der Merkmale dieser Arzneimittel.
Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei der
Therapie der chronischen HBV-Infektion wurde nicht untersucht. In pharmakodynamischen Studienhaben Emtricitabin und Tenofovir einzeln und in Kombination eine Aktivität gegen HBV gezeigt(siehe Abschnitt 5.1). Begrenzte klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil eine Aktivität gegen HBV aufweisen, wenn sie im Rahmen einer antiretroviralen
Kombinationstherapie zur Kontrolle der HIV-Infektion angewendet werden. Das Absetzen der
Therapie mit Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit einer HIV-Infektion undeiner HBV-Koinfektion kann mit schweren akuten Exazerbationen der Hepatitis assoziiert sein.
Patienten mit einer HIV-Infektion und einer HBV-Koinfektion, bei denen
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil abgesetzt wird, müssen mindestens vier Monate nach
Beendigung der Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil sorgfältig klinisch unddurch Laboruntersuchungen überwacht werden. Eine erneute Hepatitis-B-Therapie kann erforderlichsein. Bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder Zirrhose wird ein Behandlungsabbruchnicht empfohlen, da eine Exazerbation nach Behandlungsende zu einer Dekompensation führen kann.
QTc-VerlängerungBei der Anwendung von Efavirenz (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1) wurde eine QTc-Verlängerungbeobachtet. Für Patienten mit einem erhöhten Risiko für Torsade de Pointes oder Patienten, die
Arzneimittel mit einem bekannten Risiko für Torsade de Pointes einnehmen, sind Alternativen für
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil in Erwägung zu ziehen.
Psychiatrische Symptome
Über psychiatrische Nebenwirkungen ist bei Patienten berichtet worden, die mit Efavirenz behandeltwurden. Bei Patienten mit psychiatrischen Störungen in der Anamnese scheint ein größeres Risiko fürschwere psychiatrische Nebenwirkungen zu bestehen. Insbesondere waren schwere Depressionenhäufiger bei Patienten mit Depressionen in der Anamnese. Es liegen auch Berichte aus der Zeit nachder Marktzulassung zu schwerer Depression, Tod durch Suizid, Wahnvorstellungen,psychoseähnlichen Störungen und Katatonie vor. Die Patienten müssen darauf hingewiesen werden,dass sie beim Auftreten von Symptomen wie schwerer Depression, Psychose oder Suizidgedankensofort ihren Arzt/ihre Ärztin kontaktieren sollten, um die Möglichkeit zu prüfen, ob diese Symptomeauf die Anwendung von Efavirenz zurückzuführen sind, und wenn ja, ob die Risiken der
Therapiefortsetzung den Nutzen überwiegen (siehe Abschnitt 4.8).
ZNS-Symptome
Bei Patienten, die in klinischen Studien täglich 600 mg Efavirenz erhielten, wurden häufig unteranderem Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen und abnormes
Träumen beobachtet. Schwindel trat auch in klinischen Studien mit Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil auf. In Studien mit Emtricitabin wurde zudem über Kopfschmerzen berichtet(siehe Abschnitt 4.8). Gewöhnlich treten Efavirenz-assoziierte ZNS-Symptome während der ersten einoder zwei Tage der Therapie auf und verschwinden im Allgemeinen nach den ersten zwei bis vier
Wochen. Die Patienten sollten darüber informiert werden, dass sich diese gängigen Symptome, wennsie überhaupt auftreten, wahrscheinlich mit fortgesetzter Therapie bessern und nicht auf einanschließendes Auftreten der weniger häufigen psychiatrischen Symptome hinweisen.
Anfälle
Bei mit Efavirenz behandelten Patienten sind Krampfanfälle beobachtet worden, im Allgemeinen bei
Patienten mit bekannter Anfallsanamnese. Bei Patienten, die gleichzeitig ein hauptsächlich über die
Leber metabolisiertes Antikonvulsivum wie z. B. Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbitalerhalten, kann eine periodische Überwachung der Plasmaspiegel erforderlich sein. In einer
Arzneimittel-Interaktionsstudie wurden die Plasmakonzentrationen von Carbamazepin beigleichzeitiger Anwendung von Carbamazepin und Efavirenz gesenkt (siehe Abschnitt 4.5). Vorsichtist bei allen Patienten mit Anfällen in der Anamnese geboten.
NierenfunktionsstörungEfavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird für Patienten mit mittelgradiger bis schwerer
Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min) nicht empfohlen, da bei dieser
Patientengruppe eine Anpassung der Dosierung von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil erforderlichist, die mit der Kombinationstablette nicht erreicht werden kann (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2). Beigleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit einem nephrotoxischen Arzneimittel ist die
Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu vermeiden.
Wenn die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil undnephrotoxischen Wirkstoffen (z. B. Aminoglykoside, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir,
Pentamidin, Vancomycin, Cidofovir, Interleukin-2) unvermeidbar ist, muss die Nierenfunktionwöchentlich kontrolliert werden (siehe Abschnitt 4.5).
Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung wurden unter der Behandlung mit
Tenofovirdisoproxil Fälle von akutem Nierenversagen nach Beginn der Anwendung vonhochdosierten oder mehreren nicht steroidalen antiinflammatorischen Arzneimitteln (NSAIDs)berichtet. Falls Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil gleichzeitig mit einem NSAID verabreichtwird, sollte die Nierenfunktion angemessen kontrolliert werden.
Nierenversagen, Nierenfunktionsstörungen, erhöhtes Kreatinin, Hypophosphatämie und proximale
Tubulopathie (einschließlich Fanconi-Syndrom) wurden in der klinischen Praxis im Zusammenhangmit der Einnahme von Tenofovirdisoproxil berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Es wird empfohlen, die Kreatinin-Clearance bei allen Patienten vor Beginn der Therapie mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu berechnen und auch die Nierenfunktion (Kreatinin-
Clearance und Serumphosphat) bei Patienten ohne Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörungnach 2 bis 4 Behandlungswochen, nach 3 Behandlungsmonaten und danach alle 3 bis 6 Monate zuüberwachen. Bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung in der Anamnese und bei Patienten miterhöhtem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung, ist eine häufigere Überwachung der Nierenfunktionerforderlich.
Bei allen Patienten mit einem Serumphosphatspiegel < 1,5 mg/dl (0,48 mmol/l) oder einer auf< 50 ml/min erniedrigten Kreatinin-Clearance, die Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilerhalten, muss die Nierenfunktion innerhalb einer Woche erneut kontrolliert werden. Dabei sollte aucheine Bestimmung des Blutzuckers, der Kaliumkonzentration im Blut sowie der Glukosekonzentrationim Urin erfolgen (siehe 'Proximale Tubulopathie“ in Abschnitt 4.8). Da
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ein Kombinationspräparat ist und die Dosierungsintervalleder einzelnen Wirkstoffe nicht verändert werden können, muss
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil abgesetzt werden, wenn eine Kreatinin-Clearance von< 50 ml/min bestätigt ist oder der Serumphosphatspiegel auf < 1,0 mg/dl (0,32 mmol/l) gesunken ist.
Für den Fall, dass die Nierenfunktion kontinuierlich abnimmt, ohne dass ein anderer erkennbarer
Grund vorliegt, sollte ebenfalls eine Unterbrechung der Therapie mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erwogen werden. Für den Fall, dass ein Absetzen der
Therapie mit einem der Wirkstoffe von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil angezeigt ist oderfalls eine Dosisanpassung notwendig ist, stehen Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil auchals Einzelpräparate zur Verfügung.
Wirkung auf die Knochen
In einer kontrollierten klinischen Studie über 144 Wochen (GS-99-903), die Tenofovirdisoproxil mit
Stavudin jeweils in Kombination mit Lamivudin und Efavirenz bei nicht antiretroviral vorbehandelten
Patienten verglich, wurde in beiden Behandlungsgruppen ein leichtes Absinken der
Knochenmineraldichte (BMD) der Hüfte und Wirbelsäule beobachtet. Das Absinken der BMD in der
Wirbelsäule und die Veränderungen der Knochen-Biomarker gegenüber dem Ausgangswert warennach 144 Wochen in der mit Tenofovirdisoproxil behandelten Patientengruppe signifikant größer. Das
Absinken der BMD der Hüfte war in dieser Gruppe bis zur Woche 96 signifikant größer. In dieser
Studie bestand allerdings kein erhöhtes Fraktur-Risiko und kein Anzeichen auf klinisch relevante
Knochenanomalien in Woche 144.
In anderen (prospektiven und Querschnitts-) Studien wurde das größte Absinken der BMD bei
Patienten beobachtet, die Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer Behandlung erhielten, die einengeboosterten Proteasehemmer beinhaltete. Angesichts der mit Tenofovirdisoproxil assoziierten
Knochenanomalien und der begrenzten Langzeitdaten über die Auswirkungen von
Tenofovirdisoproxil auf die Knochengesundheit und das Frakturrisiko, sollten bei Patienten mit
Osteoporose und hohem Frakturrisiko alternative Behandlungen in Erwägung gezogen werden.
Knochenanomalien, wie z. B. eine Osteomalazie, die sich als persistierende oder verschlechternde
Knochenschmerzen manifestieren und in seltenen Fällen zu Frakturen beitragen können, sindmöglicherweise mit einer durch Tenofovirdisoproxil induzierten proximalen renalen Tubulopathieassoziiert (siehe Abschnitt 4.8).
Tenofovirdisoproxil kann außerdem ein Absinken der Knochenmineraldichte (BMD, bone mineraldensity) verursachen.
Bei vermuteten oder nachgewiesenen Knochenanomalien sollte eine entsprechende medizinische
Beratung eingeholt werden.
HautreaktionenBei Anwendung der einzelnen Wirkstoffe von Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil sindleichte bis mittelgradige Exantheme beobachtet worden. Efavirenz-assoziierte Exantheme klangenunter Fortsetzung der Therapie im Allgemeinen wieder ab. Geeignete Antihistaminika und/oder
Kortikosteroide können die Verträglichkeit erhöhen und den Rückgang des Exanthems beschleunigen.
Ein schwerwiegendes Exanthem mit Blasenbildung, feuchter Abschuppung (Desquamation) oder
Ulzeration der Haut wurde bei weniger als 1 % der mit Efavirenz behandelten Patienten berichtet(siehe Abschnitt 4.8.). Die Inzidenz von Erythema multiforme oder Stevens-Johnson-Syndrom lag beica. 0,1 %. Die Therapie mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist bei Auftreten einesschwerwiegenden Exanthems mit Blasenbildung, Abschuppung der Haut, Beteiligung der Schleimhautoder Fieber abzusetzen. Die Erfahrungen mit Efavirenz bei Patienten, die andere antiretrovirale
Wirkstoffe der NNRTI-Klasse abgesetzt haben, sind begrenzt.
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird nicht für Patienten empfohlen, bei denen währendder Einnahme von einem nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) einelebensbedrohliche Hautreaktion (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom) auftrat.
Gewicht und metabolische ParameterWährend einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid-und Blutglukosewerte auftreten. Diese Veränderungen können teilweise mit dem verbesserten
Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammenhängen. In einigen Fällen ist ein Einfluss der
Behandlung auf die Blutlipidwerte erwiesen, während es für die Gewichtszunahme keinen klaren
Nachweis eines Zusammenhangs mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für die Überwachung der
Blutlipid- und Blutglukosewerte wird auf die anerkannten HIV-Therapieleitlinien verwiesen. Die
Behandlung von Lipidstörungen sollte nach klinischem Ermessen erfolgen.
Mitochondriale Dysfunktion nach Exposition in utero
Nukleos(t)id-Analoga können die mitochondriale Funktion in unterschiedlichem Ausmaßbeeinträchtigen. Dies ist unter Stavudin, Didanosin und Zidovudin am stärksten ausgeprägt. Es liegen
Berichte über mitochondriale Funktionsstörungen bei HIV-negativen Kleinkindern vor, die in uteround/oder postnatal gegenüber Nukleosid-Analoga exponiert waren. Diese Berichte betrafenüberwiegend Behandlungen mit Zidovudin-haltigen Therapien. Die hauptsächlich berichteten
Nebenwirkungen waren hämatologische Störungen (Anämie, Neutropenie) und Stoffwechselstörungen(Hyperlaktatämie, erhöhte Serum-Lipase-Werte). Diese Ereignisse waren meistens vorübergehend.
Selten wurde über spät auftretende neurologische Störungen (Hypertonus, Konvulsionen,
Verhaltensänderungen) berichtet. Ob solche neurologischen Störungen vorübergehend oder bleibendsind, ist derzeit nicht bekannt. Diese Erkenntnisse sollten bei jedem Kind, das in utero gegenüber
Nukleos(t)id-Analoga exponiert war und schwere klinische, insbesondere neurologische Befundeunbekannter Ätiologie aufweist, berücksichtigt werden. Diese Erkenntnisse haben keinen Einfluss aufdie derzeitigen nationalen Empfehlungen zur Anwendung der antiretroviralen Therapie beischwangeren Frauen zur Prävention einer vertikalen HIV-Transmission.
Immun-Reaktivierungs-SyndromBei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitungeiner ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische
Infektionen entwickeln, die zu schweren klinischen Verläufen oder zur Verschlechterung von
Symptomen führt. Typischerweise wurden solche Reaktionen innerhalb der ersten Wochen oder
Monate nach Beginn der ART beobachtet. Entsprechende Beispiele sind CMV-Retinitis, disseminierteund/oder lokalisierte mykobakterielle Infektionen und Pneumocystis jirovecii-Pneumonie. Jedes
Entzündungssymptom ist zu bewerten und falls notwendig ist eine Behandlung einzuleiten.
Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus Basedow und
Autoimmunhepatitis) vor, die im Rahmen einer Immun-Reaktivierung auftraten; allerdings ist der
Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der
Behandlung auftreten.
OsteonekroseObwohl eine multifaktorielle Ätiologie angenommen wird (darunter Anwendung von
Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Immunsuppression, höherer Body-Mass-Index), wurden
Fälle von Osteonekrose insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung und/oder
Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, bei Auftreten von
Gelenkbeschwerden und -schmerzen, Gelenksteife oder Schwierigkeiten bei Bewegungen den Arztaufzusuchen.
Patienten mit HIV-1-Mutationen
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil soll nicht bei Patienten angewendet werden, deren Vireneine K65R-, M184V/I- oder K103N-Mutation aufweisen (siehe Abschnitte 4.1 und 5.1).
Ältere PatientenDie Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten über 65 Jahren wurdenicht untersucht. Da ältere Patienten häufiger eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktionaufweisen, ist bei der Behandlung dieser Patientengruppe mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.2).
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Da Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilenthält, können alle Wechselwirkungen, die für die einzelnen Wirkstoffe ermittelt wurden, auch unter
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auftreten. Studien zur Erfassung von Wechselwirkungenmit diesen Wirkstoffen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil als Fixkombination sollte nicht gleichzeitig mit anderen
Arzneimitteln angewendet werden, die die Wirkstoffe Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxilenthalten. Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil sollte nicht gleichzeitig mit Arzneimittelnangewendet werden, die Efavirenz enthalten, es sei denn, dies ist zur Dosisanpassung z. B. beigleichzeitiger Anwendung von Rifampicin notwendig (siehe Abschnitt 4.2). Aufgrund der Ähnlichkeitmit Emtricitabin sind gleichzeitig mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil keine anderen
Cytidin-Analoga wie Lamivudin anzuwenden. Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil darf nichtgleichzeitig mit Adefovirdipivoxil oder mit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten,angewendet werden.
Efavirenz ist ein In- vivo-Induktor von CYP3A4, CYP2B6 und UGT1A1. Substanzen, die Substratefür diese Enzyme sind, können bei gleichzeitiger Anwendung mit Efavirenz verminderte
Plasmakonzentrationen aufweisen. Efavirenz kann CYP2C19 und CYP2C9 induzieren. Allerdingswurde in vitro auch eine Hemmung beobachtet, so dass der Gesamteffekt der gleichzeitigen
Anwendung von Substraten dieser Enzyme unklar ist (siehe Abschnitt 5.2).
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz mit Arzneimitteln (z. B. Ritonavir) oder Nahrungsmitteln(z. B. Grapefruitsaft), die die CYP3A4-oder CYP2B6-Aktivität hemmen, kann die Efavirenz-
Exposition erhöhen. Substanzen oder pflanzliche Zubereitungen (z. B. Ginkgo biloba-Extrakte und
Johanniskraut), die diese Enzyme induzieren, können zu einer verminderten Plasmakonzentration von
Efavirenz führen. Die gleichzeitige Anwendung von Johanniskraut ist kontraindiziert (siehe Abschnitt4.3). Die gleichzeitige Anwendung von Ginkgo biloba-Extrakten wird nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4).
In-vitro-Studien und klinische pharmakokinetische Wechselwirkungsstudien zeigen, dass das Risiko
CYP-vermittelter Wechselwirkungen zwischen Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil und anderen
Arzneimitteln gering ist.
Wechselwirkung mit dem Cannabinoid-Test
Efavirenz bindet nicht an Cannabinoid-Rezeptoren. Bei nicht-infizierten Probanden und HIV-infizierten Patienten, die Efavirenz erhielten, wurden basierend auf einigen Screening Assays falsch-positive Ergebnisse des Cannabinoid-Tests im Urin berichtet. In solchen Fällen werden
Bestätigungtests durch spezifischere Methoden wie z. B. Gaschromatographie/Massenspektrometrieempfohlen.
Gegenanzeigen für die gleichzeitige Anwendung
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil darf nicht gleichzeitig mit Terfenadin, Astemizol,
Cisaprid, Midazolam, Triazolam, Pimozid, Bepridil oder Mutterkorn-Alkaloiden (z. B. Ergotamin,
Dihydroergotamin, Ergometrin und Methylergometrin) angewendet werden, da die Hemmung des
Metabolismus dieser Arzneimittel zu schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Ereignissen führen kann(siehe Abschnitt 4.3).
Elbasvir/Grazoprevir
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und
Elbasvir/Grazoprevir ist kontraindiziert, da sie zum Verlust des virologischen Ansprechens auf
Elbasvir/Grazoprevir führen kann (siehe Abschnitt 4.3 und Tabelle 1).
Voriconazol
Die gleichzeitige Anwendung von Standarddosen von Efavirenz und Voriconazol ist kontraindiziert.
Da Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ein Fixkombinationspräparat ist, kann die Efavirenz-
Dosis nicht verändert werden; Voriconazol und Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil dürfendaher nicht gleichzeitig angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3 und Tabelle 1).
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und Johanniskraut bzw.pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut enthalten, ist kontraindiziert. Der Plasmaspiegel von
Efavirenz kann durch die gleichzeitige Anwendung von Johanniskraut verringert werden. Dies beruhtauf der Induktion von Arzneimittel-verstoffwechselnden Enzymen und/oder Transportproteinen durch
Johanniskraut. Wenn ein Patient bereits Johanniskraut einnimmt, muss das Johanniskraut abgesetzt,die Viruslast überprüft und, wenn möglich, der Plasmaspiegel von Efavirenz bestimmt werden. Der
Plasmaspiegel von Efavirenz kann nach Absetzen von Johanniskraut ansteigen. Die induzierende
Wirkung von Johanniskraut kann nach Absetzen der Behandlung über mindestens 2 Wochen anhalten(siehe Abschnitt 4.3).
Metamizol
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz mit Metamizol, das metabolisierende Enzymeeinschließlich CYP2B6 und CYP3A4 induziert, kann eine Reduktion der Plasmakonzentrationen von
Efavirenz mit einer potenziellen Abnahme der klinischen Wirksamkeit verursachen. Daher ist beigleichzeitiger Anwendung von Metamizol und Efavirenz Vorsicht geboten; das klinische Ansprechenund/oder die Wirkstoffspiegel sollten entsprechend überwacht werden.
QT-verlängernde Arzneimittel
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit Arzneimitteln, diebekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern und zu Torsade de Pointes führen könnten, wie
Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Neuroleptika und Antidepressiva, bestimmte Antibiotika,darunter einige Vertreter der folgenden Klassen: Makrolide, Fluorchinolone, Imidazol- und Triazol-
Antimykotika, bestimmte nicht-sedierende Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol), Cisaprid,
Flecainid, bestimmte Antimalariamittel und Methadon (siehe Abschnitt 4.3), ist kontraindiziert.
Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlenAtazanavir/Ritonavir
Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um eine Dosierungsempfehlung für Atazanavir/Ritonavir in
Kombination mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu geben. Die gleichzeitige Anwendungvon Atazanavir/Ritonavir und Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird daher nicht empfohlen(siehe Tabelle 1).
Didanosin
Die gleichzeitige Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und Didanosin wird nichtempfohlen (siehe Tabelle 1).
Sofosbuvir/Velpatasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und
Sofosbuvir/Velpatasvir bzw. Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wird nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4. und Tabelle 1).
Renal ausgeschiedene Arzneimittel
Da Emtricitabin und Tenofovir hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden werden, kann diegleichzeitige Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und Arzneimitteln, die die
Nierenfunktion beeinträchtigen oder die um die aktive tubuläre Sekretion konkurrieren (z. B.
Cidofovir), zu einer Erhöhung der Serumkonzentrationen von Emtricitabin, Tenofovir und/oder dengleichzeitig angewendeten Arzneimitteln führen.
Die Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist zu vermeiden bei gleichzeitigeroder vor kurzem erfolgter Behandlung mit einem nephrotoxischen Arzneimittel. Dazu gehören unteranderem: Aminoglykoside, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin, Vancomycin,
Cidofovir oder Interleukin-2 (siehe Abschnitt 4.4).
Praziquantel
Die gleichzeitige Gabe von Efavirenz wird nicht empfohlen, da dies zu einem signifikanten Rückgangder Plasmakonzentrationen von Praziquantel führt mit dem Risiko eines Therapieversagens infolgeeiner erhöhten hepatischen Metabolisierung induziert durch Efavirenz. Falls eine
Kombinationsbehandlung erforderlich ist, könnte eine höhere Dosis von Praziquantel in Erwägunggezogen werden.
Weitere Wechselwirkungen
Wechselwirkungen zwischen Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bzw. seinen einzelnen
Wirkstoffen und anderen Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführt, wobei '↑“einen Anstieg bedeutet, '↓“ eine Abnahme, '↔“ keine Veränderung, 'b.i.d.“ zweimal täglich, 'q.d.“einmal täglich und 'q8h“ alle 8 Stunden. Wenn verfügbar, sind die 90 %-Konfidenzintervalle in
Klammern angegeben.
Tabelle 1: Wechselwirkungen zwischen Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bzw. seineneinzelnen Wirkstoffen und anderen Arzneimitteln
Arzneimittel Auswirkungen auf die Empfehlung zurnach Wirkstoffkonzentration gleichzeitigen Anwendung
Anwendungsgebieten Mittlere prozentuale Veränderung der mit
AUC, Cmax, Cmin mit 90 %- Efavirenz/Emtricitabin/Te
Konfidenzintervall, sofern verfügbar nofovirdisoproxil(Mechanismus) (Efavirenz 600 mg,
Emtricitabin 200 mg,
Tenofovirdisoproxil245 mg)
ANTIINFEKTIVA
HIV-antivirale Arzneimittel
Proteasehemmer
Atazanavir/Ritonavir/ Atazanavir: Die gleichzeitige
Tenofovirdisoproxil AUC: ↓ 25 % (↓ 42 bis ↓ 3) Anwendung von(300 mg q.d./100 mg q.d./245 mg q.d.) Cmax: ↓ 28 % (↓ 50 bis ↑ 5) Atazanavir/Ritonavir und
Cmin: ↓ 26 % (↓ 46 bis ↑ 10) Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird nicht
Die gleichzeitige Anwendung von empfohlen.
Atazanavir/Ritonavir und Tenofovirführte zu einer erhöhten Tenofovir-
Exposition. Höhere Tenofovir-
Konzentrationen könnten Tenofovir-assoziierte unerwünschte Ereignisse,darunter Nierenfunktionsstörungen,verstärken.
Atazanavir/Ritonavir/Efavirenz Atazanavir (abends eingenommen):
(400 mg q.d./100 mg q.d./600 mg q.d., AUC: ↔* (↓ 9 % bis ↑ 10 %)jeweils mit Nahrungsmitteln Cmax: ↑ 17 %* (↑ 8 bis ↑ 27)eingenommen) Cmin: ↓ 42 %* (↓ 31 bis ↓ 51)
Atazanavir/Ritonavir/Efavirenz Atazanavir (abends eingenommen):
(400 mg q.d./200 mg q.d./600 mg q.d., AUC: ↔*/** (↓ 10 % bis ↑ 26 %)jeweils mit Nahrungsmitteln Cmax: ↔*/** (↓ 5 % bis ↑ 26 %)eingenommen) Cmin: ↑ 12 %*/** (↓ 16 bis ↑ 49)(Induktion von CYP3A4).
* Im Vergleich mit Atazanavir300 mg/Ritonavir 100 mg q.d. am
Abend ohne Efavirenz. Diese Abnahmeder Atazanavir Cmin könnte einennegativen Einfluss auf die Wirksamkeitvon Atazanavir haben.
** gestützt auf historische Daten.
Die gleichzeitige Anwendung von
Efavirenz mit Atazanavir/Ritonavir wirdnicht empfohlen.
Atazanavir/Ritonavir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Darunavir/Ritonavir/Efavirenz Darunavir: Efavirenz/Emtricitabin/Teno(300 mg b.i.d.*/100 mg b.i.d./600 mg AUC: ↓ 13 % fovirdisoproxil inq.d.) Cmin: ↓ 31 % Kombination mit
Cmax: ↓ 15 % Darunavir/Ritonavir
* weniger als die empfohlenen 800/100 mg einmal täglich
Dosierungen; ähnliche Ergebnisse (Induktion von CYP3A4) kann zu einer suboptimalenwerden mit den empfohlenen Efavirenz: Cmin von Darunavir führen.
Dosierungen erwartet. AUC: ↑ 21 % Wenn
Cmin: ↑ 17 % Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmax: ↑ 15 % fovirdisoproxil in(Hemmung von CYP3A4) Kombination mit
Darunavir/Ritonavir/ Darunavir: Darunavir/Ritonavir
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔ angewendet wird, sollte das(300 mg b.i.d.*/100 mg b.i.d./245 mg Cmin: ↔ Therapieschemaq.d.) Darunavir/Ritonavir
Tenofovir: 600/100 mg zweimal täglich
* weniger als die empfohlene AUC: ↑ 22 % angewendet werden.
Dosierung. Cmin: ↑ 37 % Darunavir/Ritonavir solltemit Vorsicht in Kombination
Darunavir/Ritonavir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht mituntersucht. Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Aufgrund der unterschiedlichen fovirdisoproxil angewendet
Eliminationswege sind keine werden. Siehe Ritonavir
Wechselwirkungen zu erwarten. weiter unten. Eine
Überwachung der
Nierenfunktion kannangezeigt sein, insbesonderebei Patienten mit einersystemischen oder renalen
Grunderkrankung oder bei
Patienten, dienephrotoxische Wirkstoffeeinnehmen.
Fosamprenavir/Ritonavir/ Efavirenz Keine klinisch relevanten Efavirenz/Emtricitabin/Teno(700 mg b.i.d./100 mg b.i.d./600 mg pharmakokinetischen fovirdisoproxil undq.d.) Wechselwirkungen. Fosamprenavir/Ritonavirkönnen ohne
Fosamprenavir/Ritonavir/ Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht Dosisanpassung gleichzeitiguntersucht. angewendet werden. Siehe
Fosamprenavir/Ritonavir/ Wechselwirkungen wurden nicht Ritonavir weiter unten.
Tenofovirdisoproxil untersucht.
Indinavir/Efavirenz Efavirenz: Es liegen keine(800 mg q8h/200 mg q.d.) AUC: ↔ ausreichenden Daten vor,
Cmax: ↔ um eine
Cmin: ↔ Dosierungsempfehlung füreine Anwendung von
Indinavir: Indinavir in Kombination
AUC: ↓ 31 % (↓ 8 bis ↓ 47) mit
Cmin: ↓ 40 % Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu geben. Da
Eine ähnliche Reduktion der die klinische Bedeutung von
Indinavirexposition wurde beobachtet, erniedrigten Indinavir-wenn Indinavir 1.000 mg q8h mit Konzentrationen nicht
Efavirenz 600 mg q.d. gegeben wurde. bekannt ist, sollte das(Induktion von CYP3A4) Ausmaß dieser beobachteten
Für die gleichzeitige Anwendung von pharmakokinetischen
Efavirenz und niedrig dosiertem Interaktion berücksichtigt
Ritonavir in Kombination mit einem werden, wenn ein
Proteasehemmer wird auf den Therapieschema gewähltnachstehenden Abschnitt über Ritonavir wird, das sowohl Indinavirverwiesen. als auch den
Indinavir/Emtricitabin Indinavir: Efavirenz/Emtricitabin/Teno(800 mg q8h/200 mg q.d.) AUC: ↔ fovirdisoproxil-Wirkstoff
Cmax: ↔ Efavirenz enthält.
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Indinavir/Tenofovirdisoproxil Indinavir:
(800 mg q8h/245 mg q.d.) AUC: ↔
Cmax: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Lopinavir/Ritonavir/ Lopinavir/Ritonavir: Es liegen keine
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔ ausreichenden Daten vor,(400 mg b.i.d./100 mg b.i.d./245 mg Cmax: ↔ um eineq.d.) Cmin: ↔ Dosierungsempfehlung füreine Anwendung von
Tenofovir: Lopinavir/Ritonavir in
AUC: ↑ 32 % (↑ 25 bis ↑ 38) Kombination mit
Cmax: ↔ Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmin: ↑ 51 % (↑ 37 bis ↑ 66) fovirdisoproxil zu geben.
Die gleichzeitige
Höhere Tenofovir-Konzentrationen Anwendung vonkönnten Tenofovir-assoziierte Liponavir/Ritonavir wirdunerwünschte Ereignisse, darunter nicht empfohlen.
Nierenfunktionsstörungen, verstärken.
Lopinavir/Ritonavir Weichkapseln Erhebliche Abnahme der Lopinavir-oder Lösung zum Exposition, die eine Dosisanpassung von
Einnehmen/Efavirenz Lopinavir/Ritonavir erforderlich macht.
Bei Kombination mit Efavirenz undzwei NRTIs führte eine Dosis von533/133 mg Lopinavir/Ritonavir(Weichkapseln) zweimal täglich zuvergleichbaren Lopinavir-
Plasmakonzentrationen wie
Lopinavir/Ritonavir (Weichkapseln)400/100 mg zweimal täglich ohne
Efavirenz (historische Daten).
Lopinavir/Ritonavir Tabletten/ Lopinavir-Konzentration: ↓ 30-40 %
Efavirenz(400/100 mg b.i.d./600 mg q.d.) Lopinavir-Konzentrationen: ähnlich wie
Lopinavir/Ritonavir 400/100 mg(500/125 mg b.i.d./600 mg q.d.) zweimal täglich ohne Efavirenz. In
Kombination mit Efavirenz ist eine
Dosisanpassung für Lopinavir/Ritonavirerforderlich. Für die gleichzeitige
Anwendung von Efavirenz und niedrigdosiertem Ritonavir in Kombination miteinem Proteasehemmer wird auf dennachstehenden Abschnitt über Ritonavirverwiesen.
Lopinavir/Ritonavir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Ritonavir/Efavirenz Ritonavir: Die gleichzeitige(500 mg b.i.d./600 mg q.d.) Morgen-AUC: ↑ 18 % (↑ 6 bis ↑ 33) Anwendung von Ritonavir
Abend-AUC: ↔ in einer Dosierung von
Morgen-Cmax: ↑ 24 % (↑ 12 bis ↑ 38) 600 mg und
Abend-Cmax: ↔ Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Morgen-Cmin: ↑ 42 % (↑ 9 bis ↑ 86) fovirdisoproxil wird nicht
Abend-Cmin: ↑ 24 % (↑ 3 bis ↑ 50) empfohlen. Bei der
Anwendung von
Efavirenz: Efavirenz/Emtricitabin/Teno
AUC: ↑ 21 % (↑ 10 bis ↑ 34) fovirdisoproxil in
Cmax: ↑ 14 % (↑ 4 bis ↑ 26) Kombination mit niedrig
Cmin: ↑ 25 % (↑ 7 bis ↑ 46) dosiertem Ritonavir ist die(Hemmung der CYP-vermittelten Möglichkeit zu bedenken,oxidativen Metabolisierung) dass aufgrund derpotentiellen
Die Kombination aus Efavirenz und pharmakodynamischen
Ritonavir 500 mg oder 600 mg Interaktion vermehrtzweimal täglich erwies sich als nicht Efavirenz-assoziiertegut verträglich (unter anderem traten unerwünschte Ereignisse
Schwindel, Übelkeit, Parästhesien und auftreten.
erhöhte Leberenzymwerte auf). Esliegen keine ausreichenden Daten zur
Verträglichkeit von Efavirenz in
Kombination mit niedrig dosiertem
Ritonavir (100 mg ein- oder zweimaltäglich) vor.
Ritonavir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Ritonavir/ Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Saquinavir/Ritonavir/Efavirenz Wechselwirkungen wurden nicht Es liegen keineuntersucht. ausreichenden Daten vor,
Für die gleichzeitige Anwendung von um eine
Efavirenz und niedrig dosiertem Dosierungsempfehlung für
Ritonavir in Kombination mit einem eine Anwendung von
Proteasehemmer wird auf den obigen Saquinavir/Ritonavir in
Abschnitt über Ritonavir verwiesen. Kombination mit
Saquinavir/Ritonavir/ Es gab keine klinisch relevanten Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Tenofovirdisoproxil pharmakokinetischen fovirdisoproxil zu geben.
Wechselwirkungen bei gleichtzeitiger Die gleichzeitige
Anwendung von Tenofovirdisoproxil Anwendung vonmit Ritonavir-geboostertem Saquinavir. Saquinavir/Ritonavir und
Saquinavir/Ritonavir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht Efavirenz/Emtricitabin/Tenountersucht. fovirdisoproxil wird nichtempfohlen. Die Anwendungvon
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil in
Kombination mit Saquinavirals einzigem
Proteasehemmer wird nichtempfohlen.
CCR5-Antagonist
Maraviroc/Efavirenz Maraviroc: Siehe Zusammenfassung der(100 mg b.i.d./600 mg q.d.) AUC12h: ↓ 45 % (↓ 38 bis ↓ 51) Merkmale des Arzneimittels,
Cmax: ↓ 51 % (↓ 37 bis ↓ 62) das Maraviroc enthält.
Die Konzentration von Efavirenzwurde nicht untersucht. Ein Effekt wirdnicht erwartet.
Maraviroc/ Tenofovirdisoproxil Maraviroc:
(300 mg b.i.d./245 mg q.d.) AUC12h: ↔
Cmax: ↔
Die Konzentration von Tenofovirwurde nicht untersucht. Ein Effekt wirdnicht erwartet.
Maraviroc/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Integrase-Strangtransfer-Hemmer
Raltegravir/Efavirenz Raltegravir: Efavirenz/Emtricitabin/Teno(400 mg Einzeldosis/-) AUC: ↓ 36 % fovirdisoproxil und
C12h: ↓ 21 % Raltegravir können ohne
Cmax: ↓ 36 % Dosisanpassung gleichzeitig(Induktion von UGT1A1) angewendet werden.
Raltegravir/ Tenofovirdisoproxil Raltegravir:
(400 mg b.i.d./-) AUC: ↑ 49 %
C12h: ↑ 3 %
Cmax: ↑ 64 %(Mechanismus der Wechselwirkungunbekannt)
Tenofovir:
AUC: ↓ 10 %
C12h: ↓ 13 %
Cmax: ↓ 23 %
Raltegravir/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
NRTIs und NNRTIs
NRTIs/Efavirenz Spezifische Wechselwirkungsstudien Aufgrund der Ähnlichkeitmit Efavirenz und anderen NRTIs als von Lamivudin und
Lamivudin, Zidovudin und Emtricitabin, einem
Tenofovirdisoproxil wurden nicht Wirkstoff vondurchgeführt. Klinisch relevante Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Wechselwirkungen wurden nicht fovirdisoproxil, darfbeobachtet und sind nicht zu erwarten, Efavirenz/Emtricitabin/Tenoda die NRTIs auf einem anderen Weg fovirdisoproxil nichtals Efavirenz metabolisiert werden und gleichzeitig mit Lamivudines deshalb unwahrscheinlich ist, dass angewendet werden (siehesie um die gleichen metabolischen Abschnitt 4.4).
Enzyme und Ausscheidungswegekonkurrieren.
NNRTIs/Efavirenz Wechselwirkungen wurden nicht Da die Anwendung von zweiuntersucht. NNRTIs sich hinsichtlichder Wirksamkeit und
Sicherheit als nicht sinnvollerwiesen hat, wird diegleichzeitige Anwendungvon
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und einemweiteren NNRTI nichtempfohlen.
Didanosin/ Tenofovirdisoproxil Die gleichzeitige Anwendung von Die gleichzeitige
Tenofovirdisoproxil und Didanosin Anwendung vonführt zu einem Anstieg der Efavirenz/Emtricitabin/Tenosystemischen Exposition von fovirdisoproxil und
Didanosin um 40-60 %. Didanosin wird nicht
Didanosin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden nicht empfohlen.
untersucht.
Didanosin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht Eine erhöhte systemischeuntersucht. Exposition gegenüber
Didanosin kann das Risikofür Didanosin-bedingte
Nebenwirkungen erhöhen.
Selten wurde über
Pankreatitis und
Laktatazidose, die mituntertödlich verlaufen, berichtet.
Die gleichzeitige
Anwendung von
Tenofovirdisoproxil und
Didanosin mit einer Dosisvon 400 mg täglich war miteiner signifikanten Abnahmeder CD4-Zellzahl assoziiert:
Diese ist möglicherweisedurch eine intrazelluläre
Interaktion verursacht, diezu einem Anstieg anphosphoryliertem (d. h.
aktivem) Didanosin führte.
Wurde eine auf 250 mgverringerte Dosis von
Didanosin gleichzeitig mit
Tenofovirdisoproxil zur
Behandlung der
HIV-1-Infektionangewendet, wurde beiverschiedenen untersuchten
Kombinationen eine hohe
Rate an virologischem
Versagen berichtet.
Hepatitis C-antivirale Arzneimittel
Elbasvir/Grazoprevir + Elbasvir: Die gleichzeitige
Efavirenz AUC: ↓ 54 % Anwendung von
Cmax: ↓ 45 % Efavirenz/Emtricitabin/Teno(Induktion von CYP3A4 oder P-gp - fovirdisoproxil und
Auswirkung auf Elbasvir) Elbasvir/Grazoprevir istkontraindiziert, da sie zum
Grazoprevir: Verlust des virologischen
AUC: ↓ 83 % Ansprechens auf
Cmax: ↓ 87 % Elbasvir/Grazoprevir führen(Induktion von CYP3A4 oder P-gp - kann. Dieser Verlust ist auf
Auswirkung auf Grazoprevir) ein signifikantes Absinkender Elbasvir-/Grazoprevir-
Efavirenz: Plasmakonzentrationen
AUC: ↔ zurückzuführen, welches
Cmax: ↔ durch die Induktion von
CYP3A4 bzw. P-gpverursacht wird. Weitere
Informationen finden Sie inder Fachinformation für
Elbasvir/Grazoprevir.
Glecaprevir/Pibrentasvir/Efavirenz Erwartet: Die gleichzeitige
Glecaprevir: ↓ Anwendung von
Pibrentasvir: ↓ Glecaprevir/Pibrentasvir mit
Efavirenz, einem Bestandteilvon
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, kann zudeutlich verringerten
Plasmakonzentrationen von
Glecaprevir und Pibrentasvirführen, was zu einerreduzierten therapeutischen
Wirkung führt. Diegleichzeitige Anwendungvon Glecaprevir/Pibrentasvirmit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird nichtempfohlen. Weitere
Informationen sind der
Fachinformation für
Glecaprevir/Pibrentasvir zuentnehmen.
Ledipasvir/Sofosbuvir Ledipasvir: Keine Dosisanpassung(90 mg/400 mg q.d.) + AUC: ↓ 34 % (↓ 41 bis ↓ 25) empfohlen. Die erhöhte
Efavirenz/Emtricitabin/ Cmax: ↓ 34 % (↓ 41 bis ↑ 25) Tenofovir-Exposition könnte
Tenofovirdisoproxil Cmin: ↓ 34 % (↓ 43 bis ↑ 24) zu mit Tenofovirdisoproxil(600 mg/200 mg/245 mg q.d.) assoziierten Nebenwirkun-
Sofosbuvir: gen, darunter
AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen,
Cmax: ↔ führen. Die Nierenfunktion
GS-3310071: muss engmaschig überwacht
AUC: ↔ werden (siehe
Cmax: ↔ Abschnitt 4.4).
Cmin: ↔
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↑ 98 % (↑ 77 bis ↑ 123)
Cmax: ↑ 79 % (↑ 56 bis ↑ 104)
Cmin: ↑ 163 % (↑ 137 bis ↑ 197)
Sofosbuvir/Velpatasvir Sofosbuvir: Bei gleichzeitiger(400 mg/100 mg q.d.) + AUC: ↔ Anwendung von
Efavirenz/Emtricitabin/ Cmax: ↑ 38 % (↑ 14 bis ↑ 67) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Tenofovirdisoproxil fovirdisoproxil und(600 mg/200 mg/245 mg q.d.) GS-3310071: Sofosbuvir/Velpatasvir bzw.
AUC: ↔ Sofosbuvir/Velpatasvir/
Cmax: ↔ Voxilaprevir ist davon
Cmin: ↔ auszugehen, dass die
Plasmakonzentrationen von
Velpatasvir: Velpatasvir und
AUC: ↓ 53 % (↓ 61 bis ↓ 43) Voxilaprevir absinken. Die
Cmax: ↓ 47 % (↓ 57 bis ↓ 36) gleichzeitige Anwendung
Cmin: ↓ 57 % (↓ 64 bis ↓ 48) von
Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Efavirenz: fovirdisoproxil und
AUC: ↔ Sofosbuvir/Velpatasvir bzw.
Cmax: ↔ Sofosbuvir/Velpatasvir/
Cmin: ↔ Voxilaprevir wird nichtempfohlen (siehe Abschnitt
Emtricitabin: 4.4).
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↑ 81 % (↑ 68 bis ↑ 94)
Cmax: ↑ 77 % (↑ 53 bis ↑ 104)
Cmin: ↑ 121 % (↑ 100 bis ↑ 143)
Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir Wechselwirkungen wurden nur für(400 mg/100 mg/100 mg q.d.) + Sofosbuvir/Velpatasvir untersucht.
Efavirenz/Emtricitabin/
Tenofovirdisoproxil Erwartet:
(600 mg/200 mg/245 mg q.d.) Voxilaprevir:↓
Sofosbuvir (400 mg/100 mg q.d.) + Sofosbuvir: Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Efavirenz/Emtricitabin/ AUC: ↔ fovirdisoproxil und
Tenofovirdisoproxil Cmax: ↓ 19 % (↑ 40 bis ↑ 10) Sofosbuvir können(600 mg/200 mg/245 mg q.d.) zusammen ohne
GS-3310071: Dosisanpassung angewendet
AUC: ↔ werden.
Cmax: ↓ 23 % (↑ 30 bis ↑ 16)
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↑ 25 % (↑ 8 bis ↑ 45)
Cmin: ↔
Antibiotika
Clarithromycin/Efavirenz Clarithromycin: Die klinische Relevanz(500 mg b.i.d./400 mg q.d.) AUC: ↓ 39 % (↓ 30 bis ↓ 46) dieser
Cmax: ↓ 26 % (↓ 15 bis ↓ 35) Plasmaspiegeländerungenvon Clarithromycin ist nicht
Clarithromycin 14-hydroxymetabolit: bekannt.
AUC: ↑ 34 % (↑ 18 bis ↑ 53) Alternativen zu
Cmax: ↑ 49 % (↑ 32 bis ↑ 69) Clarithromycin (z. B.
Azithromycin) können in
Efavirenz: Erwägung gezogen werden.
AUC: ↔ Andere Makrolidantibiotika
Cmax: ↑ 11 % (↑ 3 bis ↑ 19) wie Erythromycin wurden in(Induktion von CYP3A4) Kombination mit
Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Exanthembildung bei 46 % der nicht- fovirdisoproxil nichtinfizierten Probanden bei gleichzeitiger untersucht.
Anwendung von Efavirenz und
Clarithromycin.
Clarithromycin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Clarithromycin/ Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Antimykobakterielle Arzneimittel
Rifabutin/Efavirenz Rifabutin: In Kombination mit(300 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 38 % (↓ 28 bis ↓ 47) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmax: ↓ 32 % (↓ 15 bis ↓ 46) fovirdisoproxil sollte die
Cmin: ↓ 45 % (↓ 31 bis ↓ 56) tägliche Dosis von Rifabutinum 50 % erhöht werden.
Efavirenz: Wird Rifabutin zwei- oder
AUC: ↔ dreimal wöchentlich in
Cmax: ↔ Kombination mit
Cmin: ↓ 12 % (↓ 24 bis ↑ 1) Efavirenz/Emtricitabin/Teno(Induktion von CYP3A4) fovirdisoproxil angewendet,
Rifabutin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht ist eine Verdoppelung deruntersucht. Rifabutin-Dosis in Betracht
Rifabutin/ Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nicht zu ziehen. Dieseuntersucht. Dosisanpassung ist klinischnicht ausreichend untersuchtworden. Individuelle
Verträglichkeit undvirologisches Ansprechensollten bei
Dosisanpassungen in
Betracht gezogen werden(siehe Abschnitt 5.2).
Rifampicin/Efavirenz Efavirenz: Bei Anwendung von(600 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 26 % (↓ 15 bis ↓ 36) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmax: ↓ 20 % (↓ 11 bis ↓ 28) fovirdisoproxil mit
Cmin: ↓ 32 % (↓ 15 bis ↓ 46) Rifampicin bei Patienten, die(Induktion von CYP3A4 und CYP2B6) 50 kg oder mehr wiegen,
Rifampicin/ Tenofovirdisoproxil Rifampicin: kann die zusätzliche Gabe(600 mg q.d./245 mg q.d.) AUC: ↔ von 200 mg Efavirenz pro
Cmax: ↔ Tag (800 mg insgesamt) zueiner ähnlichen
Tenofovir: Efavirenzexposition führen
AUC: ↔ wie die Einnahme der
Cmax: ↔ täglichen Efavirenzdosis von
Rifampicin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht 600 mg ohne Rifampicin.
untersucht. Diese Dosisanpassung istklinisch nicht ausreichenduntersucht worden.
Individuelle Verträglichkeitund virologisches
Ansprechen sollten bei
Dosisanpassungen in
Betracht gezogen werden(siehe Abschnitt 5.2). Eine
Anpassung der Rifampicin-
Dosis bei gleichzeitiger
Gabe mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird nichtempfohlen.
Antimykotika
Itraconazol/Efavirenz Itraconazol: Da keine Dosisempfehlung(200 mg b.i.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 39 % (↓ 21 bis ↓ 53) für Itraconazol bei
Cmax: ↓ 37 % (↓ 20 bis ↓ 51) Anwendung mit
Cmin: ↓ 44 % (↓ 27 bis ↓ 58) Efavirenz/Emtricitabin/Teno(verminderte Itraconazol- fovirdisoproxil gemacht
Konzentrationen: Induktion von werden kann, sollte eine
CYP3A4) alternative antimykotische
Therapie erwogen werden.
Hydroxyitraconazol:
AUC: ↓ 37 % (↓ 14 bis ↓ 55)
Cmax: ↓ 35 % (↓ 12 bis ↓ 52)
Cmin: ↓ 43 % (↓ 18 bis ↓ 60)
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Itraconazol/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Itraconazol/ Wechselwirkungen wurden nicht
Tenofovirdisoproxil untersucht.
Posaconazol/Efavirenz Posaconazol: Die gleichzeitige(-/400 mg q.d.) AUC: ↓ 50 % Anwendung von
Cmax: ↓ 45 % Posaconazol und(Induktion von UDP-G) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Posaconazol/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht fovirdisoproxil sollteuntersucht. vermieden werden, es sei
Posaconazol/ Wechselwirkungen wurden nicht denn, der Nutzen für den
Tenofovirdisoproxil untersucht. Patienten überwiegt die
Risiken.
Voriconazol/Efavirenz Voriconazol: Da(200 mg b.i.d./400 mg q.d.) AUC: ↓ 77 % Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmax: ↓ 61 % fovirdisoproxil ein
Fixkombinationspräparat ist,
Efavirenz: kann die Efavirenz-Dosis
AUC: ↑ 44 % nicht verändert werden;
Cmax: ↑ 38 % Voriconazol und(kompetitive Hemmung der oxidativen Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Metabolisierung) fovirdisoproxil dürfen dahernicht gleichzeitig
Die gleichzeitige Anwendung von angewendet werden.
Standarddosen von Efavirenz und
Voriconazol ist kontraindiziert(siehe Abschnitt 4.3).
Voriconazol/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Voriconazol/ Wechselwirkungen wurden nicht
Tenofovirdisoproxil untersucht.
Antimalariamittel
Artemether/Lumefantrin/ Efavirenz Artemether: Da verringerte(20/120 mg Tablette, 6 Dosen mit AUC: ↓ 51 % Konzentrationen vonjeweils 4 Tabletten über Cmax: ↓ 21 % Artemether,3 Tage/600 mg q.d.) Dihydroartemisinin oder
Dihydroartemisinin (aktiver Lumefantrin zu einer
Metabolit): verminderten Wirksamkeit
AUC: ↓ 46 % gegen Malaria führen
Cmax: ↓ 38 % können, ist bei gleichzeitiger
Anwendung von
Lumefantrin: Efavirenz/Emtricitabin/Teno
AUC: ↓ 21 % fovirdisoproxil mit
Cmax: ↔ Artemether/ Lumefantrin
Tabletten Vorsicht geboten.
Efavirenz:AUC: ↓ 17 %
Cmax: ↔(Induktion von CYP3A4)
Artemether/Lumefantrin/ Wechselwirkungen wurden nicht
Emtricitabin untersucht.
Artemether/Lumefantrin/ Wechselwirkungen wurden nicht
Tenofovirdisoproxil untersucht.
Atovaquon und Atovaquon: Die gleichzeitige
Proguanilhydrochlorid/Efavirenz AUC: ↓ 75 % (↓ 62 bis ↓ 84) Anwendung von(250/100 mg Einzeldosis/600 mg Cmax: ↓ 44 % (↓ 20 bis ↓ 61) Atovaquon/Proguanil mitq.d.) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Proguanil: fovirdisoproxil sollte
AUC: ↓ 43 % (↓ 7 bis ↓ 65) vermieden werden.
Cmax: ↔
Atovaquon und Wechselwirkungen wurden nicht
Proguanilhydrochlorid/ untersucht.
Emtricitabin
Atovaquon und Wechselwirkungen wurden nicht
Proguanilhydrochlorid/ untersucht.
Tenofovirdisoproxil
ANTIKONVULSIVA
Carbamazepin/Efavirenz Carbamazepin: Für die Anwendung von(400 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 27 % (↓ 20 bis ↓ 33) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmax: ↓ 20 % (↓ 15 bis ↓ 24) fovirdisoproxil mit
Cmin: ↓ 35 % (↓ 24 bis ↓ 44) Carbamazepin kann keine
Dosierungsempfehlung
Efavirenz: gegeben werden. Es sollte
AUC: ↓ 36 % (↓ 32 bis ↓ 40) eine alternative
Cmax: ↓ 21 % (↓ 15 bis ↓ 26) antikonvulsive Therapie
Cmin: ↓ 47 % (↓ 41 bis ↓ 53) erwogen werden. Der(verminderte Carbamazepin- Plasmaspiegel von
Konzentration: Carbamazepin sollte
CYP3A4-Induktion; verminderte periodisch überwacht
Efavirenz-Konzentrationen: Induktion werden.
von CYP3A4 und CYP2B6)
Die gleichzeitige Anwendung höherer
Dosen von Efavirenz oder
Carbamazepin ist nicht untersuchtworden.
Carbamazepin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Carbamazepin/ Wechselwirkungen wurden nicht
Tenofovirdisoproxil untersucht.
Phenytoin, Phenobarbital und andere Wechselwirkungen mit Efavirenz, Bei gleichzeitiger
Antikonvulsiva, die Substrate der Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil Anwendung von
CYP-Isozyme sind wurden nicht untersucht. Es besteht die Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Möglichkeit einer Senkung oder fovirdisoproxil und einem
Erhöhung der Plasmakonzentrationen Antikonvulsivum, das einvon Phenytoin, Phenobarbital und Substrat der CYP-Isozymeanderen Antikonvulsiva, die Substrate ist, sollte eine periodischeder CYP-Isozyme sind, wenn sie Überwachung dergleichzeitig mit Efavirenz angewendet Antikonvulsiva-Spiegelwerden. durchgeführt werden.
Valproinsäure/Efavirenz Keine klinisch relevante Auswirkung Efavirenz/Emtricitabin/Teno(250 mg b.i.d./600 mg q.d.) auf die Pharmakokinetik von fovirdisoproxil und
Efavirenz. Es sind begrenzte Daten Valproinsäure können ohneverfügbar, die darauf hinweisen, dass Dosisanpassung gleichzeitigkeine klinisch relevante Auswirkung angewendet werden. Dieauf die Pharmakokinetik von Patienten müssen zur
Valproinsäure besteht. Kontrolle von Anfällen
Valproinsäure/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht überwacht werden.
untersucht.
Valproinsäure/ Wechselwirkungen wurden nicht
Tenofovirdisoproxil untersucht.
Vigabatrin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden nicht Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Gabapentin/Efavirenz untersucht. fovirdisoproxil und
Klinisch relevante Interaktionen Vigabatrin oder Gabapentinwerden nicht erwartet, da Vigabatrin können ohneund Gabapentin ausschließlich Dosisanpassung gleichzeitigunverändert mit dem Urin angewendet werden.
ausgeschieden werden und es daherunwahrscheinlich ist, dass sie umdieselben metabolischen
Enzymsysteme und Eliminationswegekonkurrieren wie Efavirenz.
Vigabatrin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht
Gabapentin/Emtricitabin untersucht.
Vigabatrin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nicht
Gabapentin/Tenofovirdisoproxil untersucht.
ANTIKOAGULANTIEN
Warfarin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden nicht Bei gleichzeitiger
Acenocoumarol/Efavirenz untersucht. Anwendung mit
Die Plasmakonzentrationen und Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Wirkungen von Warfarin oder fovirdisoproxil kann eine
Acenocoumarol werden Dosisanpassung vonmöglicherweise durch Efavirenz Warfarin odergesteigert oder verringert. Acenocoumarol erforderlichsein.
ANTIDEPRESSIVA
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
Sertralin/Efavirenz Sertralin: Bei gleichzeitiger(50 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 39 % (↓ 27 bis ↓ 50) Anwendung mit
Cmax: ↓ 29 % (↓ 15 bis ↓ 40) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmin: ↓ 46 % (↓ 31 bis ↓ 58) fovirdisoproxil sollten sich
Erhöhungen der Sertralin-
Efavirenz: Dosierung nach dem
AUC: ↔ klinischen Ansprechen
Cmax: ↑ 11 % (↑ 6 bis ↑ 16) richten.
Cmin: ↔(Induktion von CYP3A4)
Sertralin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Sertralin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Paroxetin/Efavirenz Paroxetin: Efavirenz/Emtricitabin/Teno(20 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↔ fovirdisoproxil und
Cmax: ↔ Paroxetin können ohne
Cmin: ↔ Dosisanpassung gleichzeitigangewendet werden.
Efavirenz:AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Paroxetin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Paroxetin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Fluoxetin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden nicht Efavirenz/Emtricitabin/Tenountersucht. fovirdisoproxil und
Da Fluoxetin ein mit Paroxetin Fluoxetin können ohnevergleichbares metabolisches Profil Dosisanpassung gleichzeitighat, d. h. einen starken hemmenden angewendet werden.
Effekt auf CYP2D6, sind für Fluoxetingleichfalls keine Wechselwirkungen zuerwarten.
Fluoxetin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Fluoxetin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Norepinephrin-und Dopamin-Wiederaufnahmehemmer
Bupropion/Efavirenz Bupropion: Erhöhungen der[150 mg Einzeldosis (verzögerte AUC: ↓ 55 % (↓ 48 bis ↓ 62) Bupropiondosis sollten sich
Freisetzung)/600 mg q.d.] Cmax: ↓ 34 % (↓ 21 bis ↓ 47) nach dem klinischen
Ansprechen richten, jedoch
Hydroxybupropion: sollte die empfohlene
AUC: ↔ Maximaldosis von
Cmax: ↑ 50 (↑ 20 bis ↑ 80) Bupropion nicht(Induktion von CYP2B6) überschritten werden. Eine
Bupropion/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht Dosisanpassung füruntersucht. Efavirenz ist nicht
Bupropion/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nicht erforderlich.
untersucht.
KARDIOVASKULÄRE ARZN EIMITTEL
Kalziumkanalblocker
Diltiazem/Efavirenz Diltiazem: Bei gleichzeitiger(240 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 69 % (↓ 55 bis ↓ 79) Anwendung mit
Cmax: ↓ 60 % (↓ 50 bis ↓ 68) Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Cmin: ↓ 63 % (↓ 44 bis ↓ 75) fovirdisoproxil sollten sich
Dosisanpassungen von
Desacetyldiltiazem: Diltiazem nach dem
AUC: ↓ 75 % (↓ 59 bis ↓ 84) klinischen Ansprechen
Cmax: ↓ 64 % (↓ 57 bis ↓ 69) richten (siehe die
Cmin: ↓ 62 % (↓ 44 bis ↓ 75) Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels
N-monodesmethyldiltiazem: von Diltiazem).
AUC: ↓ 37 % (↓ 17 bis ↓ 52)
Cmax: ↓ 28 % (↓ 7 bis ↓ 44)
Cmin: ↓ 37 % (↓ 17 bis ↓ 52)
Efavirenz:AUC: ↑ 11 % (↑ 5 bis ↑ 18)
Cmax: ↑ 16 % (↑ 6 bis ↑ 26)
Cmin: ↑ 13 % (↑ 1 bis ↑ 26)(Induktion von CYP3A4)
Der Anstieg der pharmakokinetischen
Parameter von Efavirenz wird nicht alsklinisch signifikant erachtet.
Diltiazem/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Diltiazem/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Verapamil, Felodipin, Nifedipin und Wechselwirkungen mit Efavirenz, Bei gleichzeitiger
Nicardipin Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil Anwendung mitwurden nicht untersucht. Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Wenn Efavirenz gleichzeitig mit einem fovirdisoproxil sollten sich
Kalziumkanalblocker angewendet Dosisanpassungen vonwird, der ein Substrat des CYP3A4- Kalziumkanalblockern nach
Enzyms ist, ist eine Verringerung der dem klinischen Ansprechen
Konzentration des richten (siehe die
Kalziumkanalblockers im Plasma Zusammenfassung dermöglich. Merkmale des Arzneimittelsfür den
Kalziumkanalblocker).
LIPIDSENKENDE ARZNEIMITTEL
HMG-CoA-Reduktasehemmer
Atorvastatin/Efavirenz Atorvastatin: Die Cholesterinwerte sollten(10 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 43 % (↓ 34 bis ↓ 50) periodisch überwacht
Cmax: ↓ 12 % (↓ 1 bis ↓ 26) werden. Bei gleichzeitiger
Anwendung mit2-Hydroxyatorvastatin: Efavirenz/Emtricitabin/Teno
AUC: ↓ 35 % (↓ 13 bis ↓ 40) fovirdisoproxil können
Cmax: ↓ 13 % (↓ 0 bis ↓ 23) Dosisanpassungen von
Atorvastatin notwendig4-Hydroxyatorvastatin: werden (siehe
AUC: ↓ 4 % (↓ 0 bis ↓ 31) Zusammenfassung der
Cmax: ↓ 47 % (↓ 9 bis ↓ 51) Merkmale des Arzneimittelsfür Atorvastatin).
Aktive HMG-CoA-Reduktasehemmerinsgesamt:
AUC: ↓ 34 % (↓ 21 bis ↓ 41)
Cmax: ↓ 20 % (↓ 2 bis ↓ 26)
Atorvastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Atorvastatin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Pravastatin/Efavirenz Pravastatin: Die Cholesterinwerte sollten(40mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 40 % (↓ 26 bis ↓ 57) periodisch überwacht
Cmax: ↓ 18 % (↓ 59 bis ↑ 12) werden. Bei gleichzeitiger
Anwendung mit
Pravastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht Efavirenz/Emtricitabin/Tenountersucht. fovirdisoproxil können
Pravastatin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nicht Dosisanpassungen vonuntersucht. Pravastatin notwendigwerden (siehe
Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittelsfür Pravastatin).
Simvastatin/Efavirenz Simvastatin: Die Cholesterinwerte sollten(40 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 69 % (↓ 62 bis ↓ 73) periodisch überwacht
Cmax: ↓ 76 % (↓ 63 bis ↓ 79) werden. Bei gleichzeitiger
Anwendung mit
Simvastatinsäure: Efavirenz/Emtricitabin/Teno
AUC: ↓ 58 % (↓ 39 bis ↓ 68) fovirdisoproxil können
Cmax: ↓ 51 % (↓ 32 bis ↓ 58) Dosisanpassungen von
Simvastatin notwendig
Aktive HMG-CoA-Reduktasehemmer werden (sieheinsgesamt: Zusammenfassung der
AUC: ↓ 60 % (↓ 52 bis ↓ 68) Merkmale des Arzneimittels
Cmax: ↓ 62 % (↓ 55 bis ↓ 78) für Simvastatin).
(Induktion von CYP3A4)
Die gleichzeitige Anwendung von
Efavirenz mit Atorvastatin, Pravastatinoder Simvastatin beeinflusste die AUCoder die Cmax-Werte von Efavirenznicht.
Simvastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Simvastatin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Rosuvastatin/Efavirenz Wechselwirkungen wurden nicht Efavirenz/Emtricitabin/Tenountersucht. fovirdisoproxil und
Rosuvastatin wird größtenteils Rosuvastatin können ohneunverändert über die Fäzes Dosisanpassung gleichzeitigausgeschieden, weshalb eine angewendet werden.
Wechselwirkung mit Efavirenz nichterwartet wird.
Rosuvastatin/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Rosuvastatin/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
HORMONELLE KONTRAZEPTIVA
Oral: Ethinylestradiol: Zusätzlich zu hormonellen
Ethinylestradiol+Norgestimat/ AUC: ↔ Kontrazeptiva muss eine
Efavirenz Cmax: ↔ zuverlässige Barriere-(0,035 mg+0,25 mg q.d./600 mg Cmin: ↓ 8 % (↑ 14 bis ↓ 25) Methode zur Verhütungq.d.) Norelgestromin (aktiver Metabolit): angewendet werden (siehe
AUC: ↓ 64 % (↓ 62 bis ↓ 67) Abschnitt 4.6).
Cmax: ↓ 46 % (↓ 39 bis ↓ 52)
Cmin: ↓ 82 % (↓ 79 bis ↓ 85)
Levonorgestrel (aktiver Metabolit):
AUC: ↓ 83 % (↓ 79 bis ↓ 87)
Cmax: ↓ 80 % (↓ 77 bis ↓ 83)
Cmin: ↓ 86 % (↓ 80 bis ↓ 90)(Metabolismusinduktion)
Efavirenz: keine klinisch relevanten
Wechselwirkungen.Die klinische Signifikanz dieser
Auswirkungen ist nicht bekannt.
Ethinylestradiol/ Ethinylestradiol:
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔(-/245 mg q.d.) Cmax: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Norgestimat/Ethinylestradiol/ Wechselwirkungen wurden nicht
Emtricitabin untersucht.
Injektion: In einer dreimonatigen Aufgrund der begrenzten zur
Depomedroxyprogesteronacetat Wechselwirkungsstudie zeigten sich Verfügung stehenden Daten(DMPA)/Efavirenz bei Patienten, die eine Efavirenz- muss zusätzlich zu(150 mg i.m. Einzeldosis DMPA) haltige antiretrovirale Therapie hormonellen Kontrazeptivaerhielten, verglichen mit solchen, die eine zuverlässige Barriere-keine antiretrovirale Therapie erhielten, Methode zur Verhütungkeine signifikanten Unterschiede der angewendet werden (siehepharmakokinetischen Parameter von Abschnitt
MPA. Die Autoren einer anderen 4.6).
Studie kamen zu ähnlichen Resultaten,obwohl in dieser Studie die MPA-
Plasmaspiegel eine höhere Variabilitätaufwiesen. Entsprechend der
Ovulationshemmung blieben in beiden
Studien die Plasmaprogesteronspiegelfür Patienten, die Efavirenz und DMPAerhielten, niedrig.
DMPA/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
DMPA/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Implantat: Eine verminderte Exposition von Zusätzlich zu hormonellen
Etonogestrel/Efavirenz Etonogestrel kann erwartet werden Kontrazeptiva muss eine(Induktion von CYP3A4). Seit der zuverlässige Barriere-
Markteinführung gab es gelegentlich Methode zur Verhütung
Meldungen über das Versagen von angewendet werden (siehe
Kontrazeptiva, die Etonogestrel Abschnitt 4.6).
enthielten, bei mit Efavirenzbehandelten Patienten.
Etonogestrel/Tenofovirdisoproxil Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Etonogestrel/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
IMMUNSUPPRESSIVA
Durch CYP3A4 metabolisierte Wechselwirkungen wurden nicht Eine Dosisanpassung für das
Immunsuppressiva (z. B. untersucht. Immunsuppressivum kann
Cyclosporin, Tacrolimus, ↓ Exposition des Immunsuppressivums nötig sein. Es wird eine
Sirolimus)/Efavirenz kann erwartet werden (Induktion von engmaschige Überwachung
CYP3A4). der Konzentrationen des
Es kann davon ausgegangen werden, Immunsuppressivums überdass diese Immunsuppressiva die mindestens 2 Wochen (bis
Efavirenz-Exposition nicht zum Erreichen stabilerbeeinflussen. Konzentrationen)
Tacrolimus/Emtricitabin/ Tacrolimus: empfohlen, wenn eine
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔ Behandlung mit(0,1 mg/kg q.d./200 mg/245 mg q.d.) Cmax: ↔ Efavirenz/Emtricitabin/Teno
C24h: ↔ fovirdisoproxil begonnenoder beendet wird.
Emtricitabin:
AUC: ↔
Cmax: ↔
C24h: ↔
Tenofovirdisoproxil:
AUC: ↔
Cmax: ↔
C24h: ↔
OPIOIDE
Methadon/Efavirenz Methadon: Aufgrund des Risikos der(35-100 mg q.d./600 mg q.d.) AUC: ↓ 52 % (↓ 33 bis ↓ 66) QTc-Verlängerung ist die
Cmax: ↓ 45 % (↓ 25 bis ↓ 59) gleichzeitige Anwendung(Induktion von CYP3A4) mit
Efavirenz/Emtricitabin/Teno
In einer Studie an HIV-Infizierten mit fovirdisoproxil zu vermeidenintravenösem Drogenkonsum bewirkte (siehe Abschnitt 4.3).
die gleichzeitige Anwendung von
Efavirenz und Methadon einen
Rückgang des Plasmaspiegels von
Methadon sowie Opiat-
Entzugserscheinungen. Die
Methadondosis wurde im Mittel um22 % erhöht, um die Entzugssymptomezu lindern.
Methadon/ Methadon:
Tenofovirdisoproxil AUC: ↔(40-110 mg q.d./245 mg q.d.) Cmax: ↔
Cmin: ↔
Tenofovir:
AUC: ↔
Cmax: ↔
Cmin: ↔
Methadon/Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.
Buprenorphin/Naloxon/Efavirenz Buprenorphin: Trotz der Verringerung der
AUC: ↓ 50 % Buprenorphin-Expositionzeigte kein Patient
Norbuprenorphin: Entzugserscheinungen. Bei
AUC: ↓ 71 % gleichzeitiger Anwendungmit
Efavirenz: Efavirenz/Emtricitabin/Teno
Keine klinisch relevanten fovirdisoproxil ist einepharmakokinetischen Dosisanpassung von
Wechselwirkungen. Buprenorphin
Buprenorphin/Naloxon/ Emtricitabin Wechselwirkungen wurden nicht möglicherweise nichtuntersucht. erforderlich.
Buprenorphin/Naloxon/ Wechselwirkungen wurden nicht
Tenofovirdisoproxil untersucht.1 Wichtigster zirkulierender Metabolit von Sofosbuvir.
Studien zu sonstigen Arzneimitteln
Die gleichzeitige Anwendung von Efavirenz mit Azithromycin, Cetirizin, Fosamprenavir/Ritonavir,
Lorazepam, Zidovudin, Aluminium-/Magnesiumhydroxid-Antazida, Famotidin oder Fluconazolverursachte keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen. Das Wechselwirkungspotential zwischen
Efavirenz und anderen Azol-Antimykotika wie Ketoconazolist nicht untersucht worden.
Die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin mit Stavudin, Zidovudin oder Famciclovir verursachtekeine klinisch signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen. Die gleichzeitige Anwendungvon Tenofovirdisoproxil mit Emtricitabin oder Ribavirin verursachte ebenfalls keine klinischsignifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter (siehe nachstehend und Abschnitt 5.3)
Mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil behandelte Frauen sollten eine Schwangerschaftvermeiden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich einem Schwangerschaftstest unterziehen, bevorsie die Therapie mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil beginnen.
Kontrazeption bei Männern und FrauenWährend der Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil sollte in Kombination mitanderen empfängnisverhütenden Methoden (wie zum Beispiel oralen oder anderen hormonellen
Kontrazeptiva, siehe Abschnitt 4.5) immer eine Barriere-Methode angewendet werden.
Aufgrund der langen Halbwertzeit von Efavirenz werden geeignete Maßnahmen zur
Empfängnisverhütung für einen Zeitraum von 12 Wochen nach Absetzen von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil empfohlen.
SchwangerschaftEfavirenzRetrospektiv wurden sieben Fälle mit Befunden, die denen von Neuralrohrdefekten einschließlich
Meningomyelozele entsprachen, berichtet. Dabei erhielten alle Mütter Efavirenz-haltige Therapien(davon ausgenommen Efavirenz-haltige fixe Dosiskombinationen) im ersten Trimenon.
Zwei weitere Fälle (1 prospektiver und 1 retrospektiver) mit Neuralrohrdefekten einschließlich
Meningomyelozele entsprechenden Befunden wurden nach Einnahme von fixen Dosiskombinationenaus Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil berichtet. Ein Kausalzusammenhang dieser Fällemit der Anwendung von Efavirenz in Bezug auf die genannten Defekte wurde nicht nachgewiesen. Da
Neuralrohrdefekte während den ersten 4 Wochen der fetalen Entwicklung auftreten (zu der Zeit in dersich das Neuralrohr schließt), betrifft dieses potenzielle Risiko Frauen, die während des ersten
Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Efavirenz exponiert sind.
Bis Juli 2013 wurden dem Antiretroviral Pregnancy Registry (APR) prospektive Berichte von904 Schwangerschaften gemeldet, während derer eine Exposition mit Efavirenz-haltigen Therapien imersten Trimenon stattfand und die zu 766 Lebendgeburten führten. Bei einem Kind wurde ein
Neuralrohrdefekt festgestellt und die Häufigkeit und das Verteilungsmuster anderer Geburtsfehlerwaren ähnlich denen, die bei mit nicht-Efavirenz-haltigen Therapien exponierten Kindern und HIV-negativen Kontrollen auftreten. Die Häufigkeit eines Neuralrohrdefekts in der Allgemeinbevölkerungliegt bei 0,5-1 Fällen pro 1 000 Lebendgeburten.
Bei Feten von mit Efavirenz behandelten Affen wurden Fehlbildungen beobachtet (siehe Abschnitt5.3).
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil
Eine große Menge an Daten zu schwangeren Frauen (mehr als 1 000 Schwangerschaftsausgänge)deutet nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität in Verbindung mit
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil hin.
Tierexperimentelle Studien mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil ergaben keine Hinweise auf eine
Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil darf während der Schwangerschaft nicht angewendetwerden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufgrunddes klinischen Zustands der Frau erforderlich ist.
StillzeitEs wurde gezeigt, dass Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir in die Muttermilch übergehen. Es gibtnur ungenügende Informationen darüber, ob Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovir Auswirkungen auf
Neugeborene/Kinder haben. Ein Risiko für das Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Daher sollte
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Um eine Übertragung von HIV auf das Kind zu vermeiden, wird empfohlen, dass HIV-positive Frauennicht stillen.
FertilitätDaten am Menschen zum Einfluss auf die Fertilität von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilsind nicht verfügbar.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen von Efavirenz,
Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil in Bezug auf die Fertilität.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen durchgeführt. Es ist jedoch sowohl im Zusammenhang mit Efavirenz alsauch mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil über Schwindelgefühle berichtet worden. Efavirenzkann auch Konzentrationsstörungen und/oder Schläfrigkeit hervorrufen. Der Patient ist anzuweisen,bei Auftreten dieser Symptome von der Ausübung potentiell gefährlicher Tätigkeiten wie der
Teilnahme am Straßenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen abzusehen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung zum Sicherheitsprofil
Die Kombination von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil wurde bei 460 Patientenentweder als Fixkombination in einer Tablette Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (Studie
AI266073) oder als Kombination der Einzelarzneimittel (Studie GS-01-934) untersucht. Die
Nebenwirkungen entsprachen im Allgemeinen denjenigen, die in vorausgegangenen Studien mit deneinzelnen Wirkstoffen beobachtet worden sind. Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bei
Patienten, die bis zu 48 Wochen in der Studie AI266073 behandelt wurden und für die ein
Zusammenhang mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil als möglich oder wahrscheinlicherachtet wurde, waren psychiatrische Erkrankungen (16 %), Erkrankungen des Nervensystems (13 %)und Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (7 %).
Es wurde über schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Erythema multiforme,neuropsychiatrische Nebenwirkungen (einschließlich schwerer Depression, Tod durch Suizid,psychoseähnlicher Störungen und Krampfanfälle), schwere Leberreaktionen sowie Pankreatitis und
Laktatazidose (mitunter tödlich) berichtet.
In seltenen Fällen wurde auch über Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen und gelegentliche
Ereignisse proximaler renaler Tubulopathie (einschließlich Fanconi-Syndrom), manchmal mitnachfolgenden Knochenanomalien (selten als Mitursache bei Frakturen), berichtet. Eine Überwachungder Nierenfunktion wird bei Patienten, die mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil behandeltwerden, empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Das Absetzen der Therapie mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit einer
HIV-Infektion und einer HBV-Koinfektion kann mit schweren akuten Exazerbationen der Hepatitisverbunden sein (siehe Abschnitt 4.4).
Die Einnahme von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit Nahrungsmitteln kann die
Efavirenz-Exposition erhöhen und zu einem Anstieg der Häufigkeit von Nebenwirkungen führen(siehe Abschnitt 4.4 und 5.2).
Tabellarische Zusammenfassung der NebenwirkungenIn Tabelle 2 sind die in klinischen Studien und seit der Markteinführung beobachteten
Nebenwirkungen, die während antiretroviraler Kombinationstherapien mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und den einzelnen Wirkstoffen von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil aufgetreten sind, geordnet nach Organsystem, Häufigkeitund dem Wirkstoff/den Wirkstoffen von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, dem/denen die
Nebenwirkungen zuzuordnen sind, aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die
Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind definiert alssehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100) oder selten(≥ 1/10 000, < 1/1 000).
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil
Meldungen zu innerhalb der Studie AI266073 (über 48 Wochen, n=203) aufgetretenen
Nebenwirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich in Zusammenhang mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil standen, aber bisher nicht mit einem der einzelnen
Wirkstoffe von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil assoziiert waren, umfassen:
Häufig: - Anorexie
Gelegentlich: - Mundtrockenheit
- Zusammenhangloses Sprechen
- Gesteigerter Appetit
- Verminderte Libido
- Myalgie
Tabelle 2: Nebenwirkungen im Zusammenhang mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, geordnet nach dem Wirkstoff/den Wirkstoffen von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, dem/denen die Nebenwirkungen zuzuordnen sind
Efavirenz Emtricitabin Tenofovirdisoproxil
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:Häufig Neutropenie
Gelegentlich Anämie1
Erkrankungen des Immunsystems:Häufig Allergische Reaktion
Gelegentlich Überempfindichkeit
Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen:
Sehr häufig Hypophosphatämie2
Häufig Hypertriglyzeridämie3 Hyperglykämie,
Hypertriglyzeridämie
Gelegentlich Hypercholesterinämie3 Hypokaliämie2
Selten Laktatazidose
Psychiatrische Erkrankungen:Häufig Depression (bei 1,6 % in Abnorme Träume,schwerer Form)3, Angst3, Schlaflosigkeitabnorme Träume3,
Schlaflosigkeit3
Gelegentlich Suizidversuch3,
Suizidgedanken3, Psychose3,
Manie3, Paranoia3,
Halluzination3, euphorische
Stimmung3, Affektlabilität3,
Verwirrtheitszustand3,
Aggression3, Katatonie3
Selten Vollzogener Suizid3,4,
Wahnvorstellungen3,4,
Neurose3,4
Erkrankungen des Nervensystems:Sehr häufig Kopfschmerzen Schwindel
Häufig Kleinhirn-assoziierte Schwindel Kopfschmerzen
Koordinations- und
Gleichgewichtsstörungen3,
Schläfrigkeit (2,0 %)3,
Kopfschmerzen (5,7 %)3,
Konzentrationsstörung(3,6 %)3, Schwindel (8,5 %)3
Gelegentlich Krämpfe3, Amnesie3,abnormes Denken3, Ataxie3,
Koordinationsstörungen3,
Agitation3, Tremor
Augenerkrankungen:Gelegentlich Verschwommenes Sehen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:
Gelegentlich Tinnitus, Drehschwindel
Gefäßerkrankungen:Gelegentlich Plötzliches Erröten(Flushing)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:Sehr häufig Diarrhoe, Übelkeit Diarrhoe, Erbrechen,
Übelkeit
Häufig Diarrhoe, Erbrechen, Erhöhte Amylasen Bauchschmerzen,
Bauchschmerzen, Übelkeit einschließlich erhöhter Bauchaufblähung,
Pankreas-Amylase, Flatulenzerhöhter Serum-Lipase,
Erbrechen,
Bauchschmerzen,
Dyspepsie
Gelegentlich Pankreatitis Pankreatitis
Leber-und Gallenerkrankungen:
Häufig Erhöhte Aspartat- Erhöhte Serum-AST Erhöhte
Aminotransferase (AST), und/oder erhöhte Serum- Transaminasewerteerhöhte Alanin- ALT, Hyperbilirubinämie
Aminotransferase (ALT),erhöhte Gamma-
Glutamyltransferase (GGT)
Gelegentlich Akute Hepatitis
Selten Leberversagen3,4 Hepatosteatose, Hepatitis
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:Sehr häufig Exantheme (mittelschwer- Exanthemeschwer; 11,6 %, alle
Schweregrade; 18 %)3
Häufig Juckreiz Vesikulobullöses
Exanthem, pustulöses
Exanthem,makulopapulöses
Exanthem, Exantheme,
Juckreiz, Urtikaria,
Verfärbung der Haut(verstärkte
Pigmentierung)1
Gelegentlich Stevens-Johnson-Syndrom, Angioödem4
Erythema multiforme3,schweres Exanthem (< 1 %)
Selten Photoallergische Dermatitis Angioödem
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen:
Sehr häufig Erhöhte Kreatinkinase
Gelegentlich Rhabdomyolyse2,
Muskelschwäche2
Selten Osteomalazie (manifestiertsich als
Knochenschmerzen undselten als Mitursache bei
Frakturen)2,4, Myopathie2
Erkrankungen der Nieren und Harnwege:Gelegentlich Erhöhte Kreatininwerte,
Proteinurie, proximalerenale Tubulopathieeinschließlich Fanconi-
Syndrom
Selten (akutes oder chronisches)
Nierenversagen, akutetubuläre Nekrose,
Nephritis (einschließlichakute interstitielle
Nephritis)4, nephrogener
Diabetes insipidus
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:Gelegentlich Gynäkomastie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:Sehr häufig Asthenie
Häufig Müdigkeit Schmerzen. Asthenie1 Bei pädiatrischen Patienten, die Emtricitabin einnahmen, kam es häufig zu Anämie und sehr häufig zu einer Verfärbung der
Haut (verstärkte Pigmentierung).2 Diese Nebenwirkung kann infolge einer proximalen renalen Tubulopathie auftreten. Liegt diese Erkrankung nicht vor, wird
Tenofovirdisoproxil nicht als Ursache betrachtet.3 Einzelheiten siehe Abschnitt 4.8 Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen.4 Diese Nebenwirkung wurde im Rahmen der Überwachung nach der Markteinführung entweder für Efavirenz, Emtricitabinoder Tenofovirdisoproxil gemeldet. Die Häufigkeitskategorie ist eine Schätzung anhand von statistischen Berechnungen, dieauf der Gesamtzahl der Patienten basieren, die in klinischen Studien mit Efavirenz (n=3 969) oder in randomisierten,kontrollierten klinischen Studien mit Emtricitabin (n=1 563) oder in randomisierten, kontrollierten klinischen Studien und im
Rahmen des Expanded Access Programms mit Tenofovirdisoproxil behandelt wurden (n=7 319).
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenAusschlag
In klinischen Studien mit Efavirenz traten Exantheme in der Regel in Form von leichten bismittelschweren makulopapulösen Exanthemen auf, die sich innerhalb der ersten beiden Wochen der
Therapie mit Efavirenz bildeten. Bei den meisten Patienten besserten sich diese Exantheme beifortgesetzter Therapie mit Efavirenz innerhalb eines Monats. Bei den Patienten, die ihre
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Therapie aufgrund eines Exanthems unterbrochen haben,kann die Behandlung wieder aufgenommen werden. Wenn die Behandlung mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wieder aufgenommen wird, ist die Anwendung geeigneter
Antihistaminika und/oder Kortikosteroide zu empfehlen.
Psychiatrische Symptome
Patienten mit psychiatrischen Störungen in der Anamnese scheinen ein größeres Risiko für dieschweren psychiatrischen Nebenwirkungen zu haben, die in der Efavirenz-Spalte von
Tabelle 2 aufgeführt sind.
ZNS-Symptome
ZNS-Symptome treten häufig in Zusammenhang mit Efavirenz, einem der Wirkstoffe von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, auf. In kontrollierten klinischen Studien mit Efavirenztraten ZNS-Symptome von mittelschwerer bis schwerer Intensität bei 19 % (schwere 2 %) der
Patienten auf und 2 % der Patienten brachen die Therapie aufgrund von ZNS-Symptomen ab. ZNS-
Symptome treten im Allgemeinen innerhalb der ersten beiden Therapietage mit Efavirenz auf undklingen in der Regel nach den ersten zwei bis vier Wochen ab. Sie können häufiger auftreten, wenn
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zu den Mahlzeiten eingenommen wird. Dies kann auferhöhte Plasmaspiegel von Efavirenz zurückzuführen sein (siehe Abschnitt 5.2). Die Einnahme vordem Schlafengehen scheint hier die Verträglichkeit zu verbessern (siehe Abschnitt 4.2).
Leberversagen unter Efavirenz
Leberversagen, einschließlich Fälle bei Patienten ohne vorbestehende Lebererkrankung odererkennbare Risikofaktoren, die nach der Marktzulassung berichtet wurden, war mitunter durch einenfulminanten Verlauf gekennzeichnet, der in einigen Fällen zur Transplantation oder zum Tod führte.
NierenfunktionsstörungenDa Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Nierenschäden hervorrufen kann, wird die
Überwachung der Nierenfunktion empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8 Zusammenfassung zum
Sicherheitsprofil). In der Regel klang eine proximale renale Tubulopathie nach dem Absetzen von
Tenofovirdisoproxil ab oder verbesserte sich. Allerdings verbesserte sich bei einigen Patienten trotzdes Absetzens von Tenofovirdisoproxil die verringerte Kreatinin-Clearance nicht wieder vollständig.
Bei Patienten mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung (beispielsweise Patienten mit schonbestehenden Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung, fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder
Patienten, die gleichzeitig nephrotoxische Arzneimittel erhalten) besteht ein erhöhtes Risiko, dass esbei ihnen trotz des Absetzens von Tenofovirdisoproxil zu einer unvollständigen Erholung der
Nierenfunktion kommt (siehe Abschnitt 4.4).
LaktatazidoseFälle von Laktatazidose wurden bei der Einnahme von Tenofovirdisoproxil allein oder in Kombinationmit anderen antiretroviralen Mitteln berichtet. Patienten mit prädisponierenden Faktoren wie einerdekompensierten Lebererkrankung (CPT, Klasse C) (siehe Abschnitt 4.3) oder Patienten, die
Begleitmedikamente erhalten, von denen bekannt ist, dass sie eine Laktatazidose auslösen, haben einerhöhtes Risiko, während der Tenofovirdisoproxilbehandlung eine schwere Laktatazidose zubekommen, einschließlich tödlicher Verläufe.
Metabolische ParameterWährend einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid-und Blutglukosewerte auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
Immun-Reaktivierungs-SyndromBei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitungeiner ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische
Infektionen entwickeln. Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus
Basedow und Autoimmunhepatitis) vor; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel unddiese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
OsteonekroseFälle von Osteonekrose wurden insbesondere bei Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren,fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Häufigkeit des
Auftretens ist unbekannt (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie vorliegenden Sicherheitsdaten zu Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind unzureichend.
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wird für diese Patientengruppe nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.2).
Sonstige besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten über 65 Jahren wurdenicht untersucht. Da ältere Patienten häufiger eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktionaufweisen, ist bei der Behandlung dieser Patientengruppe mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit NierenfunktionsstörungenDa Tenofovirdisoproxil nierentoxisch wirken kann, wird eine engmaschige Überwachung der
Nierenfunktion bei allen mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil behandelten Patienten miteiner leichten Nierenfunktionsstörung empfohlen (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 5.2).
Patienten mit HIV/HBV- oder HCV-Koinfektion
Nur eine begrenzte Anzahl von Patienten in der Studie GS-01-934 war mit HBV (n=13) oder HCV(n=26) koinfiziert. Das Nebenwirkungsprofil von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil bei
HIV/HBV- oder HIV/HCV-koinfizierten Patienten ähnelte dem von HIV-infizierten Patienten ohne
Koinfektion. Wie jedoch bei dieser Patienten-Population zu erwarten, kamen erhöhte AST- und ALT-
Werte häufiger vor als bei Patienten mit alleiniger HIV-Infektion.
Exazerbation der Hepatitis nach Absetzen der Behandlung
Bei HIV-infizierten Patienten mit HBV-Koinfektion können nach Absetzen der Behandlung klinischeund laborchemische Zeichen einer Hepatitis auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldersystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
SymptomeEinige Patienten, die versehentlich zweimal täglich 600 mg Efavirenz einnahmen, haben überverstärkte ZNS-Symptome berichtet. Bei einem Patienten wurden unwillkürliche Muskelkontraktionenbeobachtet.
BehandlungIm Falle einer Überdosierung ist der Patient auf Anzeichen einer Toxizität (siehe Abschnitt 4.8) zubeobachten. Falls erforderlich, müssen entsprechende unterstützende Standardtherapiemaßnahmeneingeleitet werden.
Aktivkohle kann zur Entfernung von nicht absorbiertem Efavirenz mit eingesetzt werden. Es gibt keinspezifisches Antidot für eine Überdosierung mit Efavirenz. Aufgrund der starken Proteinbindung von
Efavirenz ist es unwahrscheinlich, dass durch Dialyse signifikante Mengen aus dem Blut entferntwerden können.
Bis zu 30 % der Emtricitabin-Dosis und ungefähr 10 % der Tenofovir-Dosis können durch
Hämodialyse eliminiert werden. Es ist nicht bekannt, ob Emtricitabin oder Tenofovir auch durch
Peritonealdialyse eliminiert werden können.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung, antivirale Mittel zur
Behandlung von HIV-Infektionen, Kombinationen, ATC-Code: J05AR06
Wirkmechanismus und pharmakodynamische WirkungenEfavirenz ist ein NNRTI von HIV-1. Efavirenz ist ein nicht-kompetitiver Hemmer der Reversen
Transkriptase (RT) von HIV-1 und hemmt nicht signifikant die RT des Humanen
Immundefizienzvirus2 (HIV-2) oder die zellulären Desoxyribonukleinsäure-(DNA-)-Polymerasen α,β, γ und δ. Bei Emtricitabin handelt es sich um ein Nukleosidanalogon von Cytidin.
Tenofovirdisoproxil wird in vivo in Tenofovir umgewandelt, ein Nukleosidmonophosphat-(Nukleotid-)Analogon von Adenosinmonophosphat.
Emtricitabin und Tenofovir werden durch zelluläre Enzyme zu Emtricitabin-Triphosphat bzw.
Tenofovir-Diphosphat phosphoryliert. In-vitro-Studien belegen, dass sowohl Emtricitabin als auch
Tenofovir vollständig phosphoryliert werden können, wenn sie in Zellkulturen kombiniert werden.
Emtricitabin-Triphosphat und Tenofovir-Diphosphat hemmen die Reverse Transkriptase von HIV-1kompetitiv und bewirken auf diese Weise einen DNA-Kettenabbruch.
Sowohl Emtricitabin-Triphosphat als auch Tenofovir-Diphosphat hemmen die DNA-Polymerasen von
Säugetieren nur geringfügig. Es liegen keine Hinweise auf eine mitochondriale Toxizität in vitro oderin vivo vor.
Kardiale ElektrophysiologieDie Wirkung von Efavirenz auf das QTc-Intervall wurde in einer offenen, positiv- undplacebokontrollierten QT-Studie mit Crossover-Design und fixer Einzelsequenz in 3 Phasen und mit3 Behandlungen an 58 gesunden Probanden, darunter besonders viele mit CYP2B6 Polymorphismen,untersucht. Die mittlere Cmax von Efavirenz bei Teilnehmern mit CYP2B6 *6/*6 Genotyp nach
Anwendung einer Tagesdosis von 600 mg über einen Zeitraum von 14 Tagen betrug das 2,25-Facheder mittleren Cmax die bei Teilnehmern mit CYP2B6 *1/*1 Genotyp beobachtet wurde. Es wurde einpositiver Zusammenhang zwischen der Konzentration von Efavirenz und der QTc-Verlängerungbeobachtet. Basierend auf dem Zusammenhang zwischen Konzentration und QTc beträgt die mittlere
QTc-Verlängerung und die zugehörige Obergrenze des 90%igen Konfidenzintervall 8,7 ms und11,3 ms bei Probanden mit CYP2B6 *6/*6 Genotyp nach der Anwendung einer täglichen Dosis von600 mg über einen Zeitraum von 14 Tagen (siehe Abschnitt 4.5).
Antivirale Aktivität in vitroEfavirenz zeigte antivirale Aktivität gegen die meisten non-B-Isolate (Subtypen A, AE, AG, C, D, F,
G, J und N), hatte aber eine verringerte antivirale Aktivität gegen Viren der Gruppe O. Emtricitabinzeigte antivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F und G. Tenofovir zeigteantivirale Aktivität gegen die HIV-1-Subtypen A, B, C, D, E, F, G und O. Sowohl Emtricitabin alsauch Tenofovir zeigten stammspezifische Aktivität gegen HIV-2 und antivirale Aktivität gegen HBV.
Im Rahmen von Studien zur antiviralen Aktivität der kombinierten Anwendung von Efavirenz und
Emtricitabin, Efavirenz und Tenofovir und von Emtricitabin und Tenofovir wurden in vitro additivebis synergistische antivirale Effekte beobachtet.
ResistenzResistenz gegenüber Efavirenz lässt sich in vitro selektieren und führte zu einzelnen oder multiplen
Aminosäuresubstitutionen in der HIV-1-RT, darunter L100I, V108I, V179D und Y181C. Im Rahmenklinischer Studien mit Efavirenz erwies sich K103N als die am häufigsten beobachtete RT-
Substitution in Virusisolaten von Patienten mit einem Wiederanstieg der Viruslast. Substitutionen anden RT-Positionen 98, 100, 101, 108, 138, 188, 190 oder 225 wurden ebenfalls beobachtet, aber mitgeringerer Häufigkeit und oft nur zusammen mit K103N. Kreuzresistenzprofile für Efavirenz,
Nevirapin und Delavirdin in vitro zeigten, dass die Substitution von K103N bei allen drei NNRTI zueinem Empfindlichkeitsverlust führt.
Das Potential für eine Kreuzresistenz zwischen Efavirenz und NRTI ist aufgrund der unterschiedlichen
Bindungsorte am Zielenzym und des Wirkungsmechanismus gering. Das Potential für eine
Kreuzresistenz zwischen Efavirenz und Proteasehemmern ist aufgrund der verschiedenen beteiligten
Zielenzyme gering.
Resistenz gegenüber Emtricitabin oder Tenofovir ist in vitro und bei einigen HIV-1-infizierten
Patienten beschrieben worden - bei Emtricitabin aufgrund der Entwicklung einer M184V- oder
M184I-Substitution in der RT und bei Tenofovir aufgrund einer K65R-Substitution in der RT.
Emtricitabin-resistente Viren mit der M184V/I-Mutation waren kreuzresistent gegenüber Lamivudin,blieben aber empfindlich gegenüber Didanosin, Stavudin, Tenofovir und Zidovudin. Die K65R-
Mutation kann auch durch Abacavir oder Didanosin selektiert werden und vermindert die
Empfindlichkeit gegenüber diesen Substanzen sowie gegenüber Lamivudin, Emtricitabin und
Tenofovir. Die Anwendung von Tenofovirdisoproxil bei Patienten, deren HIV-1 eine K65R-Mutationzeigt, ist zu vermeiden. Sowohl bei der K65R- als auch bei der M184V/I-Mutation bleibt die
Empfindlichkeit gegenüber Efavirenz unbeeinträchtigt. Außerdem wurde durch Tenofovir eine K70E-
Substitution in der HIV-1-RT selektiert, was zu einer geringfügig verminderten Empfindlichkeitgegenüber Abacavir, Emtricitabin, Lamivudin und Tenofovir führt.
Patienten, bei denen HIV-1 drei oder mehr Thymidin-Analoga-assoziierte Mutationen (TAM)einschließlich einer M41L- oder einer L210W-Substitution der RT aufwies, zeigten eine reduzierte
Empfindlichkeit gegenüber Tenofovirdisoproxil.
Resistenzentwicklung in vivo (antiretroviral nicht vorbehandelte Patienten): Im Rahmen einer nichtverblindeten randomisierten klinischen Studie über 144 Wochen (GS-01-934), in der Efavirenz,
Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil als Einzelpräparate (oder ab Woche 96 bis Woche 144 Efavirenzund die Fixkombination aus Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil) bei antiretroviral nichtvorbehandelten Patienten untersucht wurde, wurde bei allen Patienten mit einem bestätigten HIV-
RNA-Wert > 400 Kopien/ml in Woche 144 oder bei vorzeitigem Studienabbruch eine
Genotypisierung der Plasma-HIV-1-Isolate durchgeführt (siehe Abschnitt Klinische Erfahrungen). Die
Ergebnisse in Woche 144:
- Die M184V/I-Mutation wurde bei 2 von 19 (10,5 %) analysierten Virusisolaten von Patientenaus der mit Efavirenz + Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil behandelten Gruppe und bei 10 von29 (34,5 %) analysierten Virusisolaten aus der mit Efavirenz + Lamivudin/Zidovudinbehandelten Gruppe nachgewiesen (p-Wert < 0,05, Exakter Test nach Fisher: Vergleich der
Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil-Gruppe mit der Lamivudin/Zidovudin-Gruppe bei allen
Patienten).
- Keines der untersuchten Viren zeigte die K65R-, oder die K70E-Mutation.
- Eine genotypische Resistenz gegenüber Efavirenz, hauptsächlich die K103N-Mutation,entwickelte sich in Viren bei 13 von 19 (68 %) Patienten der Efavirenz + Emtricitabin +
Tenofovirdisoproxil-Gruppe und in Viren bei 21 von 29 (72 %) Patienten der Efavirenz +
Lamivudin/Zidovudin-Gruppe. Eine Zusammenfassung der Entwicklung von
Resistenzmutationen zeigt Tabelle 3.
Tabelle 3: Resistenzentwicklung bis Woche 144 der Studie GS-01-934
Efavirenz+ Efavirenz+
Emtricitabin+ Lamivudin/
Tenofovirdisoproxil Zidovudin(N=244) (N=243)
Resistenzanalyse bis Woche 144 9 31
Genotypisierungen während der Therapie 19 (100 %) 29 (100 %)
Efavirenz-Resistenz1 13 (68 %) 21 (72 %)
K103N 8 (42 %) 18* (62 %)
K101E 3 (16 %) 3 (10 %)
G190A/S 2 (10,5 %) 4 (14 %)
Y188C/H 1 (5 %) 2 (7 %)
V108I 1 (5 %) 1 (3 %)
P225H 0 2 (7 %)
M184V/I 2 (10,5 %) 10* (34,5 %)
K65R 0 0
K70E 0 0
TAMs 0 2 (7 %)
* p < 0,05; Exakter Test nach Fisher zum Vergleich aller Patienten des Efavirenz+ Emtricitabin + Tenofovirdisoproxil-Armsmit denen des Efavirenz+ Lamivudin/Zidovudin-Arms1 Weitere Efavirenz-Resistenz-Mutationen: A98G (n=1), K103E (n=1), V179D (n=1), M230L (n=1)2 Thymidin-Analoga-assoziierte Mutationen, z. B. D67N (n=1) und K70R (n=1)
In der nicht verblindeten Verlängerungsphase der Studie GS-01-934, in der Patienten
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auf nüchternen Magen erhielten, wurden drei weitere
Fälle einer Resistenzentwicklung beobachtet. Alle drei Patienten hatten eine Fixkombination aus
Lamivudin und Zidovudin plus Efavirenz über 144 Wochen erhalten und wurden dann auf
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt. Zwei Patienten mit bestätigtem virologischen
Versagen entwickelten zu Woche 240 (96 Wochen Behandlung mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) und zu Woche 204 (60 Wochen Behandlung mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) Substitutionen, die mit einer Resistenz gegen Efavirenz(NNRTI) assoziiert sind, einschließlich der K103N-, V106V/I/M- und Y188Y/C-Substitution in der
Reversen Transkriptase. Ein dritter Patient hatte bei Eintritt in die Verlängerungsphase mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil vorbestehende Substitutionen, die mit einer Resistenzgegen Efavirenz (NNRTI) assoziiert sind, sowie die M184V-Substitution in der Reverse
Transkriptase, die mit einer Resistenz gegen Emtricitabin assoziiert ist. Dieser Patient zeigte einsuboptimales virologisches Ansprechen und entwickelte zu Woche 180 (36 Wochen Behandlung mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil) die NRTI-Resistenz assoziierten Substitutionen K65K/R,
S68N und K70K/E.
Bitte beachten Sie die Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels zu den Einzelwirkstoffen,um nähere Informationen zur Resistenzentwicklung in vivo bei diesen Arzneimitteln zu erhalten.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitIn einer nicht verblindeten, randomisierten klinischen Studie (GS-01-934) über 144 Wochen erhieltenantiretroviral nicht vorbehandelte HIV-1-infizierte Patienten entweder einmal täglich eine Therapiemit Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil oder zweimal täglich eine Fixkombination aus
Lamivudin und Zidovudin plus einmal täglich Efavirenz (bitte beachten Sie hierzu auch die
Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels für Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil).
Patienten, die die 144-wöchige Behandlung in einem der Behandlungsarme der Studie GS-01-934abgeschlossen hatten, konnten optional in eine nicht verblindete Verlängerungsphase der Studie mit
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, auf nüchternen Magen eingenommen, wechseln. Esliegen Daten von 286 auf Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellten Patienten vor: 160von ihnen waren zuvor mit Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil behandelt worden, dieanderen 126 hatten Lamivudin/Zidovudin plus Efavirenz erhalten. Bei Patienten beider initialer
Behandlungsgruppen, die anschließend in der nicht verblindeten Verlängerungsphase der Studie
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erhielten, wurden hohe Raten an Virussuppressionaufrecht erhalten. Nach 96 Wochen Behandlung mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bliebdie Plasmakonzentration der HIV-1-RNA bei 82 % der Patienten bei < 50 Kopien/ml; bei 85 % bliebsie bei < 400 Kopien/ml (Intention-to-Treat-Analyse (ITT); Fehlende Daten=Versagen).
Studie AI266073 war eine nicht verblindete, randomisierte klinische Studie über 48 Wochen mit HIV-infizierten Patienten zum Vergleich der Wirksamkeit von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilmit der Wirksamkeit einer antiretroviralen Therapie aus mindestens zwei Nukleosid- oder Nukleotid-
Reverse-Transkriptase-Hemmern (NRTIs) und einem Proteasehemmer oder einemnichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmer, jedoch nicht einer Therapie mit allen
Wirkstoffen von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (Efavirenz, Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil). Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wurde auf nüchternen Mageneingenommen (siehe Abschnitt 4.2). Bei den Patienten hatte zuvor noch keine andere antiretrovirale
Therapie virologisch versagt, es waren keine HIV-1-Mutationen bekannt, die zu einer Resistenz gegeneinen der drei Wirkstoffe von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil führen, und sie waren seitmindestens drei Monaten vor Studienbeginn virussupprimiert. Die Patienten wurden entweder auf
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt (N=203) oder erhielten weiterhin ihre bisherigeantiretrovirale Therapie (N=97). Die 48-Wochen-Daten zeigten, dass bei den Patienten, die nach der
Randomisierung auf Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt wurden, hohe Raten an
Virussuppression, vergleichbar mit denjenigen bei der bisherigen Therapie, aufrechterhalten blieben(siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: 48-Wochen-Daten zur Wirksamkeit aus Studie AI266073, in der Patienten mit
Virussuppression unter antiretroviraler Kombinationstherapie
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erhielten
Endpunkt Behandlungsgruppe
Efavirenz + Fortführung der Unterschied zwischen Efavirenz
Emtricitabin + bisherigen + Emtricitabin +
Tenofovirdisoproxil Therapie (N=97) Tenofovirdisoproxil und der(N=203) n/N (%) bisherigen Therapien/N (%) (95 %-KI)
Patienten mit HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml
PVR (KM) 94,5 % 85,5 % 8,9 % (-7,7 % bis 25,6 %)
F=Ausgeschlossen 179/181 (98,9 %) 85/87 (97,7 %) 1,2 % (-2,3 % bis 6,7 %)
F=Versagen 179/203 (88,2 %) 85/97 (87,6 %) 0,5 % (-7,0 % bis 9,3 %)
Modifizierte LOCF 190/203 (93,6 %) 94/97 (96,9 %) -3,3 % (-8,3 % bis 2,7 %)
Patienten mit HIV-1-RNA < 200 Kopien/ml
PVR (KM) 98,4 % 98,9 % -0,5 % (-3,2 % bis 2,2 %)
F=Ausgeschlossen 181/181 (100 %) 87/87 (100 %) 0 % (-2,4 % bis 4,2 %)
F=Versagen 181/203 (89,2 %) 87/97 (89,7 %) -0,5 % (-7,6 % bis 7,9 %)
PVR (KM): Pure virologic response (reine virologische Wirksamkeit), nach der Kaplan-Meier-Methode (KM) ermittelt
F: Fehlende Daten
Modifizierte LOCF: Post-hoc-Analyse, in der Patienten, die virologisch nicht ansprachen oder auf Grund von
Nebenwirkungen abbrachen, als Therapieversager zählten; für andere Abbrecher wurde die Methode LOCF (last observationcarried forward) angewendet.
Bei getrennter Analyse beider Strata waren die Ansprechraten bei den Patienten im
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil -Arm, die vorher einen PI erhalten hatten, numerischniedriger [PVR (Analyse der Sensitivität): 92,4 % für Efavirenz/ Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-
Patienten gegenüber 94,0 % für Patienten, die ihre bisherige Therapie fortführten (SBR-Patienten);eine Differenz (95 % CI) von -1,6 % (-10,0 %, 6,7 %)]. Im früheren NNRTI-Arm betrugen die
Ansprechraten 98,9 % für Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Patienten gegenüber 97,4 % für
SBR-Patienten; eine Differenz (95 % CI) von 1,4 % (-4,0 %, 6,9 %).
Ein ähnlicher Trend war in einer Subgruppenanalyse von vorbehandelten Patienten mit HIV-1-
RNA < 75 Kopien/ml bei Studienbeginn aus einer retrospektiven Kohortenstudie (Datenerhebung übereinen Zeitraum von 20 Monaten, siehe Tabelle 5) zu beobachten.
Tabelle 5: Erhalt der Pure Virologic Response (reine virologische Wirksamkeit) (Kaplan-Meier% (Standardfehler) [95%-KI]) in Woche 48 bei vorbehandelten Patienten mit HIV-1-
RNA < 75 Kopien/ml bei Studienbeginn, deren Therapie auf
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil umgestellt wurde, entsprechend der Art dervorherigen antiretroviralen Therapie (Kaiser-Permanente-Patientendatenbank)
Vorbehandlung mit Wirkstoffen Vorbehandlung mit NNRTI- Vorbehandlung mit PI-basierter
Efavirenz/Emtricitabin/ basierter Therapie Therapie
Tenofovirdisoproxil (N=299) (N=104) (N=34)98,9 % (0,6 %) 98,0 % (1,4 %) 93,4 % (4,5 %)[96,8 %, 99,7 %] [92,3 %, 99,5 %] [76,2 %, 98,3 %]
Zur Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei nicht vorbehandelten und beiintensiv vorbehandelten Patienten liegen derzeit keine Daten aus klinischen Studien vor. Es gibt keineklinischen Daten zu Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit virologischem
Versagen nach antiretroviraler Initialtherapie oder mit Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil in
Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen.
Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion
Begrenzte klinische Erfahrungen bei Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion weisen darauf hin,dass die Therapie mit Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer antiretroviralen
Kombinationstherapie zur Kontrolle der HIV-Infektion auch zu einer Senkung des HBV-DNA-Titersführt (Senkung um 3 log10 bzw. Senkung um 4 bis 5 log10) (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Kindern im Altervon unter 18 Jahren ist nicht erwiesen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Um die Pharmakokinetik von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil bei getrennter
Anwendung bei HIV-infizierten Patienten zu bestimmen, wurden die separaten Darreichungsformenvon Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil verwendet. Die Bioäquivalenz einer
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Filmtablette mit der kombinierten Anwendung einer
Efavirenz-600-mg-Filmtablette plus einer Emtricitabin-200-mg-Hartkapsel plus einer
Tenofovirdisoproxil-245-mg-Filmtablette (letztere entspricht 300 mg Tenofovirdisoproxil) nacheinmaliger Anwendung bei nüchternen gesunden Probanden wurde im Rahmen der Studie GS-US-177-0105 ermittelt (siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: Zusammenfassung der pharmakokinetischen Daten aus Studie GS-US-177-0105
Efavirenz Emtricitabin Tenofovirdisoproxil(n=45) (n=45) (n=45)
GMR (%) GMR (%) GMR (%)
Parameter Prüfung Vergleich (90 %-KI) Prüfung Vergleich (90 %-KI) Prüfung Vergleich (90 %-KI)
Cmax 2.264,3 2.308,6 98,79 2.130,6 2.384,4 88,84 325,1 352,9 91,46(ng/ml) (26,8) (30,3) (92,28, (25,3) (20,4) (84,02, (34,2) (29,6) (84,64,105,76) 93,94) 98,83)
AUC0-last 125.623,6 132.795,7 95,84 10.682, 10.874, 97,98 1.948,8 1.969,0 99,29(ng∙h/ml) (25,7) (27,0) (90,73, 6 4 (94,90, (32,9) (32,8) (91,02,101,23) (18,1) (14,9) 101,16) 108,32)
AUCinf 146.074,9 155.518,6 95,87 10.854, 11.054, 97,96 2.314,0 2.319,4 100,45(ng∙h/ml) (33,1) (34,6) (89,63, 9 3 (94,86, (29,2) (30,3) (93,22,102,55) (17,9) (14,9) 101,16) 108,23)
T1/2 180,6 182,5 14,5 14,6 18,9 17,8(h) (45,3) (38,3) (53,8) (47,8) (20,8) (22,6)
Prüfung: Einnahme einer einzelnen Fixkombinationstablette im Nüchternzustand
Vergleich: Efavirenz 600mg als Einzeldosis-Tablette, 200 mg Emtricitabin als Kapsel und 300 mg
Tenofovirdisoproxil als Tablette, eingenommen im Nüchternzustand
Die Angaben für Prüfung und Vergleich sind Mittelwerte (% Variationskoeffizient)
GMR = geometrisch mittlere Ratio auf Grundlage der adjustierten Mittelwerte; KI = Konfidenzintervall
ResorptionBei HIV-infizierten Patienten wurde fünf Stunden nach Anwendung die maximale
Plasmakonzentration von Efavirenz erreicht, die Steady-state-Plasmakonzentration innerhalb von 6 bis7 Tagen. Bei 35 Patienten, die einmal täglich 600 mg Efavirenz erhielten, lag die maximale
Plasmakonzentration im Steady-state (Cmax) bei 12,9 ± 3,7 μM (29 %) (Mittelwert ±
Standardabweichung SD [Variationskoeffizient CV in %]), der Mittelwert von Cmin im Steady-state bei5,6 ± 3,2 μM (57 %) und der AUC-Wert bei 184 ± 73 μM*h (40 %).
Emtricitabin wird rasch resorbiert; die maximale Plasmakonzentration wird 1 bis 2 Stunden nach der
Einnahme erreicht. Nach wiederholter oraler Anwendung von Emtricitabin bei 20 HIV-infizierten
Patienten lag bei einem Dosierungsintervall von 24 Stunden die Cmax im Steady-state bei 1,8 ±0,7 μg/ml (Mittel ± SD) (39 % CV), die Cmin bei 0,09 ± 0,07 μg/ml (80 %) und die AUC bei 10,0 ±3,1 μg*h/ml (31 %).
Nach oraler Anwendung einer Einzeldosis von 245 mg Tenofovirdisoproxil bei HIV-infizierten
Patienten im Nüchternzustand wurde die maximale Tenofovir-Konzentration innerhalb einer Stundeerreicht, die Cmax und die AUC (Mittelwert ± SD) (% CV) betrugen 296 ± 90 ng/ml (30 %) und2 287 ± 685 ng*h/ml (30 %). Die orale Bioverfügbarkeit von Tenofovir aus Tenofovirdisoproxil betrugnach Einnahme im Nüchternzustand rund 25 %.
Nahrungseffekte
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil ist nicht in Verbindung mit der Aufnahme von
Nahrungsmitteln untersucht worden.
Nach Anwendung von Efavirenz-Kapseln in Verbindung mit einer fettreichen Mahlzeit stiegen diemittleren AUC- und Cmax-Werte von Efavirenz um 28 % bzw. 79 % im Vergleich zur Einnahme im
Nüchternzustand an. Die Einnahme von Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin zu einer fettreichenoder einer leichten Mahlzeit bewirkte im Vergleich zur Einnahme auf nüchternen Magen einen
Anstieg der mittleren AUC von Tenofovir um 43,6 % bzw. 40,5 % sowie einen Anstieg der Cmaxum 16 % bzw. 13,5 %, wobei die Emtricitabin-Exposition unverändert blieb.
Es wird empfohlen, dass Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auf nüchternen Mageneingenommen wird, da eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme zu erhöhten Efavirenz-Konzentrationenund damit zu einem Anstieg der Häufigkeit von Nebenwirkungen führen kann (siehe Abschnitte 4.4und 4.8). Es ist anzunehmen, dass die Exposition gegenüber Tenofovir (AUC) nach Einnahme von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil auf nüchternen Magen um rund 30 % geringer ist als nach
Einnahme von Tenofovirdisoproxil mit Nahrungsmitteln (siehe Abschnitt 5.1).
VerteilungEfavirenz wird stark (> 99 %) an menschliche Plasmaproteine, überwiegend Albumin, gebunden.
Die In-vitro-Bindung von Emtricitabin an Plasmaproteine beim Menschen liegt im
Konzentrationsbereich von 0,02 bis 200 μg/ml konzentrationsunabhängig bei < 4 %. Nachintravenöser Anwendung lag das Verteilungsvolumen von Emtricitabin bei ungefähr 1,4 l/kg. Nachoraler Anwendung wird Emtricitabin breit im gesamten Körper verteilt. Die mittlere Ratio von
Plasma-zu Blutkonzentration betrug rund 1,0; die mittlere Ratio von Sperma- zu Plasmakonzentrationungefähr 4,0.
Die In-vitro-Bindung von Tenofovir an Plasma- oder Serumprotein beim Menschen betrug in einem
Konzentrationsbereich zwischen 0,01 und 25 μg/ml weniger als 0,7 % (Plasmaproteine) bzw. 7,2 %(Serumproteine). Nach intravenöser Anwendung lag das Verteilungsvolumen von Tenofovir beiungefähr 800 ml/kg. Nach oraler Anwendung wird Tenofovir breit im gesamten Körper verteilt.
BiotransformationHumanstudien und In-vitro-Studien mit menschlichen Lebermikrosomen haben gezeigt, dass
Efavirenz hauptsächlich durch das CYP-System zu hydroxylierten Metaboliten verstoffwechselt wird,mit anschließender Glukuronidierung dieser hydroxylierten Metaboliten. Diese Metaboliten sind im
Wesentlichen gegen HIV-1 inaktiv. Die In-vitro-Studien weisen daraufhin, dass CYP3A4 und
CYP2B6 die wichtigsten für den Abbau von Efavirenz verantwortlichen Isozyme sind und dass der
Wirkstoff die CYP-Isozyme 2C9, 2C19 und 3A4 hemmt. In In-vitro-Studien hemmte Efavirenz
CYP2E1 nicht. CYP2D6 und CYP1A2 hemmte es nur bei Konzentrationen, die weit über den inklinischer Anwendung erreichten Konzentrationen lagen.
Bei Patienten mit homozygoter G516T-Variante des Isozyms CYP2B6 kann die Efavirenz-
Konzentration im Plasma erhöht sein. Die klinische Bedeutung dieser Assoziation ist nicht bekannt,jedoch ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, dass die Häufigkeit und Schwere
Efavirenz-assoziierter unerwünschter Ereignisse zunimmt.
Es konnte gezeigt werden, dass Efavirenz durch Induktion von CYP3A4 und CYP2B6 seinen eigenen
Metabolismus induziert, was für einige Patienten klinisch relevant sein kann. Bei nicht-infizierten
Probanden führten Mehrfachdosen von 200 bis 400 mg/Tag über 10 Tage zu einer geringeren
Akkumulation als erwartet (um 22 % bis 42 % niedriger) und zu einer kürzeren terminalen
Halbwertzeit von 40 bis 55 Stunden (Halbwertzeit der Einzeldosis 52 bis 76 Stunden). Es konnte auchgezeigt werden, dass Efavirenz UGT1A1 induziert. Die Exposition von Raltegravir (ein
UGT1A1-Substrat) wird durch die Anwesenheit von Efavirenz vermindert (siehe Abschnitt 4.5,
Tabelle 1).
Obgleich In-vitro-Daten darauf hinweisen, dass Efavirenz CYP2C9 und CYP2C19 hemmt, gibt es sichwidersprechende Berichte über erhöhte oder erniedrigte Konzentrationen von Substraten dieser
Enzyme bei gleichzeitiger Anwendung von Efavirenz in vivo. Der Gesamteffekt der gleichzeitigen
Anwendung ist unklar.
Emtricitabin wird nur in geringem Umfang metabolisiert. Die Biotransformation von Emtricitabinumfasst die Oxidation des Thiol-Anteils zu 3'-Sulfoxid-Diastereomeren (ca. 9 % der Dosis) sowie die
Konjugation mit Glukuronsäure zum 2'-O-Glukuronid (ca. 4 % der Dosis). In-vitro-Untersuchungenhaben gezeigt, dass weder Tenofovirdisoproxil noch Tenofovir Substrate für CYP-Enzyme sind.
Weder Emtricitabin noch Tenofovir hemmten in vitro die Metabolisierung von Arzneimitteln, die voneinem der wichtigen humanen CYP-Isozyme, die an der Biotransformation von Arzneimitteln beteiligtsind, vermittelt wird. Emtricitabin hemmte auch nicht das für die Glukuronidierung verantwortliche
Enzym Uridin-5'-Diphosphoglukuronyl-Transferase.
EliminationEfavirenz besitzt eine relativ lange terminale Halbwertzeit von mindestens 52 Stunden nach
Einzeldosen (siehe auch die oben dargestellten Ergebnisse der Bioäquivalenzstudie) und 40 bis55 Stunden nach Mehrfachdosen. Ungefähr 14 bis 34 % der radioaktiv markierten Efavirenz-Dosiswurden im Harn wieder gefunden, und weniger als 1 % der Dosis wurde im Harn als unverändertes
Efavirenz ausgeschieden.
Nach oraler Anwendung liegt die Eliminations-Halbwertzeit von Emtricitabin bei ca. 10 Stunden.
Emtricitabin wird primär über die Nieren eliminiert, wobei die Dosis vollständig mit dem Urin (ca.86 %) und der Fäzes (ca. 14 %) ausgeschieden wird. Dabei lagen 13 % der Emtricitabin-Dosis im Urinin Form von drei Metaboliten vor. Die systemische Clearance von Emtricitabin betrug im Durchschnitt307 ml/min.
Nach oraler Anwendung liegt die Eliminations-Halbwertzeit von Tenofovir bei etwa 12 bis18 Stunden. Tenofovir wird primär über die Nieren eliminiert, sowohl durch Filtration als auch durchein aktives tubuläres Transportsystem, wobei nach intravenöser Anwendung etwa 70 bis 80 % der
Dosis als unveränderte Substanz über den Urin ausgeschieden werden. Die scheinbare Clearance von
Tenofovir betrug im Durchschnitt 307 ml/min. Die renale Clearance betrug schätzungsweise ca.210 ml/min; damit war diese Rate höher als die glomeruläre Filtrationsrate. Dies deutet darauf hin,dass die aktive tubuläre Sekretion bei der Ausscheidung von Tenofovir eine wichtige Rolle spielt.
Pharmakokinetik bei besonderen PatientengruppenAlterEs wurden keine pharmakokinetischen Studien zur Anwendung von Efavirenz, Emtricitabin oder
Tenofovir bei älteren Patienten (im Alter von über 65 Jahren) durchgeführt.
GeschlechtDie pharmakokinetischen Eigenschaften von Emtricitabin und Tenofovir bei männlichen undweiblichen Patienten sind vergleichbar. Obgleich begrenzte Daten darauf hinweisen, dass Frauengegebenenfalls eine höhere Efavirenz-Exposition aufweisen können, scheint sich bei ihnen keinegeringere Toleranz gegenüber Efavirenz zu finden.
Ethnische ZugehörigkeitObgleich begrenzte Daten darauf hinweisen, dass asiatische und von den pazifischen Inselnstammende Patienten gegebenenfalls eine höhere Efavirenz-Exposition aufweisen können, scheint sichbei ihnen keine geringere Toleranz gegenüber Efavirenz zu finden.
Kinder und JugendlicheEs wurden keine pharmakokinetischen Studien zur Anwendung von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Kleinkindern und Kindern im Alter von unter18 Jahren durchgeführt (siehe Abschnitt 4.2).
NierenfunktionsstörungDie pharmakokinetischen Eigenschaften von Efavirenz, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil nachgleichzeitiger Anwendung der separaten Darreichungsformen oder nach Einnahme von
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei HIV-infizierten Patienten mit einer
Nierenfunktionsstörung wurden nicht geprüft.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Emtricitabin 200 mg oder Tenofovirdisoproxil 245 mgwurden nach einmaliger Anwendung der Einzelpräparate bei nicht HIV-infizierten Patienten mitunterschiedlich schweren Nierenfunktionsstörungen bestimmt. Der Schweregrad der
Nierenfunktionsstörung wurde anhand des Ausgangswerts der Kreatinin-Clearance bestimmt (normale
Nierenfunktion bei Kreatinin-Clearance > 80 ml/min, leichte Nierenfunktionsstörung bei Kreatinin-
Clearance = 50 bis 79 ml/min, mittelgradige Nierenfunktionsstörung bei Kreatinin-Clearance = 30 bis49 ml/min und schwere Nierenfunktionsstörung bei Kreatinin-Clearance = 10 bis 29 ml/min).
Die mittlere Exposition (% CV) gegenüber Emtricitabin stieg von 12 μg*h/ml (25 %) bei Patienten mitnormaler Nierenfunktion auf 20 μg*h/ml (6 %) bei Patienten mit einer leichten, auf 25 μg*h/ml (23 %)bei Patienten mit einer mittelgradigen Nierenfunktionsstörung und auf 34 μg*h/ml (6 %) bei Patientenmit einer schweren Nierenfunktionsstörung.
Die mittlere Exposition (% CV) gegenüber Tenofovir stieg von 2.185 ng*h/ml (12 %) bei Patientenmit normaler Nierenfunktion auf 3.064 ng*h/ml (30 %) bei Patienten mit einer leichten
Nierenfunktionsstörung, auf 6.009 ng*h/ml (42 %) bei Patienten mit einer mittelgradigen
Nierenfunktionsstörung und auf 15.985 ng*h/ml (45 %) bei Patienten mit einer schweren
Nierenfunktionsstörung.Bei hämodialysepflichtigen Patienten mit einer terminalen Niereninsuffizienz (ESRD [end stage renaldisease]) kam es zwischen zwei Dialysebehandlungen zu einem ausgeprägten Anstieg der
Emtricitabin-Exposition über 72 Stunden auf 53 μg*h/ml (19 %) und der Tenofovir-Exposition über48 Stunden auf 42.857 ng*h/ml (29 %).
Die Pharmakokinetik von Efavirenz wurde bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung nicht untersucht.
Es wird jedoch weniger als 1 % der Efavirenz-Dosis unverändert im Urin ausgeschieden. Die
Auswirkung einer Nierenfunktionsstörung auf die Efavirenz-Exposition ist daher wahrscheinlich sehrgering.
Bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance< 50 ml/min) wird die Anwendung von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil nicht empfohlen,da bei dieser Patientengruppe eine Anpassung des Dosisintervalls von Emtricitabin und
Tenofovirdisoproxil erforderlich ist, die mit der Kombinationstablette nicht erreicht werden kann(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
LeberfunktionsstörungDie pharmakokinetischen Eigenschaften von Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wurden nichtbei HIV-infizierten Patienten mit einer Leberfunktionsstörung geprüft. Bei Patienten mit leichter
Leberfunktionsstörung ist Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil mit Vorsicht anzuwenden (siehe
Abschnitte 4.3 und 4.4).
Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilnicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3) und wird nicht bei Patienten mit mittelschwerer
Leberfunktionsstörung empfohlen. In einer Studie mit einer Einzeldosis von Efavirenz war die
Halbwertzeit bei dem einzigen Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Klasse C nach Child-
Pugh-Turcotte) verdoppelt, was auf die Möglichkeit einer deutlich vermehrten Anreicherunghindeutete. Eine Studie mit Mehrfachgabe von Efavirenz zeigte keine relevante Auswirkung auf die
Pharmakokinetik von Efavirenz bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Klasse A nach
Child-Pugh-Turcotte) im Vergleich zur Kontrolle. Die Daten reichten nicht aus, um zu bestimmen, obeine mittelschwere oder schwere Leberfunktionsstörung (Klasse B oder C nach Child-Pugh-Turcotte)die Pharmakokinetik von Efavirenz beeinflusst.
Die Pharmakokinetik von Emtricitabin wurde bei nicht-HBV-infizierten Patienten mit unterschiedlichschwerer Leberinsuffizienz nicht untersucht. Im Allgemeinen entsprach die Pharmakokinetik von
Emtricitabin bei HBV-infizierten Patienten der bei gesunden Probanden und bei HIV-infizierten
Patienten.
Tenofovirdisoproxil wurde als Einzeldosis von 245 mg bei nicht-HIV-infizierten Patienten mitunterschiedlich stark ausgeprägten Leberfunktionsstörungen (Definition gemäß CPT-Klassifikation)angewendet. Die Pharmakokinetik von Tenofovir war bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörungnicht wesentlich verändert. Daher ist bei diesen Patienten keine Dosisanpassung für
Tenofovirdisoproxil erforderlich.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
EfavirenzPräklinische Studien zur Sicherheitspharmakologie von Efavirenz lassen keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen. In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe erhielten Cynomolgus-
Affen 1 Jahr lang oder länger Efavirenz in einer Dosis, die zu mittleren AUC-Werten führte, die etwaum das 2-fache über den Werten lagen, die beim Menschen unter der empfohlenen Dosis erreichtwerden. Es wurden Gallengangshyperplasien beobachtet, die sich nach Beendigung der Behandlungzurückbildeten. Bei Ratten wurde eine Gallengangsfibrose beobachtet. Kurzfristige Krampfanfällewurden bei einigen Affen beobachtet, die Efavirenz für mindestens 1 Jahr in einer Dosis erhielten, diezu 4-bis 13-fach höheren Plasma AUC-Werten führte, verglichen mit Menschen, die die empfohlene
Dosis erhielten.
In konventionellen Genotoxizitätstests war Efavirenz weder mutagen noch klastogen. Studien zumkanzerogenen Potential zeigten eine höhere Inzidenz von Leber- und Lungentumoren bei weiblichen
Mäusen, jedoch nicht bei männlichen Mäusen. Der Mechanismus der Tumorbildung und diepotentielle Bedeutung für den Menschen sind nicht bekannt. Studien zum kanzerogenen Potential anmännlichen Mäusen sowie männlichen und weiblichen Ratten waren negativ.
Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten eine erhöhte fetale Resorption bei Ratten. Bei Feten vonmit Efavirenz behandelten Ratten und Kaninchen wurden keine Fehlbildungen beobachtet. Allerdingswurden bei 3 von 20 Feten/Neugeborenen von mit Efavirenz behandelten Cynomolgus-Affen nach
Dosen, die zu ähnlichen Plasmakonzentrationen von Efavirenz wie beim Menschen führten,
Fehlbildungen beobachtet. Anenzephalie und unilaterale Anophthalmie mit sekundärer Vergrößerungder Zunge wurden bei einem Fetus, Mikroophthalmie bei einem anderen und eine Gaumenspalte beieinem dritten Fetus beobachtet.
Emtricitabin
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potentiallassen die präklinischen Daten zu Emtricitabin keine besonderen Gefahren für den Menschenerkennen.
Tenofovirdisoproxil
Präklinische Studien zur Sicherheitspharmakologie von Tenofovirdisoproxil lassen keine besonderen
Gefahren für den Menschen erkennen. Daten aus Studien an Ratten, Hunden und Affen zur Toxizitätbei wiederholter Gabe nach Exposition über dem oder im humantherapeutischen Bereich, die alsmöglicherweise relevant für die klinische Anwendung zu bewerten sind, schließen Nieren- und
Knochentoxizität sowie eine Abnahme der Serumphosphat-Konzentration ein. Knochentoxizität wurdein Form von Osteomalazie (Affen) und verringerter Knochenmineraldichte (bone mineral density,
BMD) (Ratten und Hunde) diagnostiziert. Zu einer Knochentoxizität bei jungen erwachsenen Rattenund Hunden kam es bei Expositionen, die der ≥ 5-fachen Exposition von jugendlichen odererwachsenen Patienten entsprachen. Zu einer Knochentoxizität bei jugendlichen infizierten Affen kames bei sehr hohen Expositionen nach subkutaner Dosis (≥ der 40-fachen Exposition von Patienten).
Die Ergebnisse aus den Studien an Ratten und Affen deuten auf eine wirkstoffbedingte Verringerungder intestinalen Phosphatresorption mit möglicher sekundärer Verringerung der BMD hin.
Genotoxizitätsstudien zeigten positive Ergebnisse im In-vitro-Maus-Lymphom-Assay, keineeindeutigen Ergebnisse bei einem der Stämme, die im Ames-Test verwendet wurden, und schwachpositive Ergebnisse bei einem UDS-Test an primären Ratten-Hepatozyten. Jedoch war das Ergebnis ineinem In-vivo-Mikronukleus-Test am Knochenmark von Mäusen negativ.
Kanzerogenitätsstudien an Ratten und Mäusen bei oraler Gabe zeigten nur eine geringe Inzidenz von
Duodenal-Tumoren bei extrem hohen Dosen an Mäusen. Es ist unwahrscheinlich, dass dies für den
Menschen relevant ist.
Studien zur Reproduktionstoxizität an Ratten und Kaninchen zeigten keine Auswirkungen auf
Fortpflanzungs-, Fertilitäts-, Schwangerschafts-oder fetale Parameter. In peri-/postnatalen Studien mit
Tenofovirdisoproxil allerdings waren in maternaltoxischen Dosierungen die Lebensfähigkeit und das
Gewicht der Jungtiere verringert.
Kombination von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil
In einmonatigen oder kürzeren Studien zur Genotoxizität und zur Toxizität bei wiederholter Gabe der
Kombination dieser beiden Wirkstoffe wurden keine vermehrten toxischen Effekte im Vergleich zu
Studien mit den einzelnen Wirkstoffen festgestellt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernMikrokristalline Cellulose
Hyprolose (Typ EF)
Natriumlaurylsulfat
Croscarmellose-Natrium
Eisen(III)-oxid (E 172)
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
Natriumstearylfumarat
TablettenfilmPoly(vinylalkohol)
Macrogol 3350
Titandioxid (E 171)
Talkum
Eisen(III)-oxid (E 172)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
3 Jahre.
Nach Anbruch: 2 Monate.
Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30°C lagern.
Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Flasche aus Hochdruckpolyethylen (HDPE) mit kindergesichertem Verschluss aus Polypropylen mit
Silicagel-Trocknungsmittel.
Packungsgrößen: 30 und 90 (3x30) Filmtabletten (3 Flaschen mit je 30 Filmtabletten).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
KRKA, d.d., Novo mesto, Šmarješka cesta 6, 8501 Novo mesto, Slowenien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/17/1263/001 30 Filmtabletten
EU/1/17/1263/002 90 (3 x 30) Filmtabletten
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 08. Februar 2018
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 07. November 2022
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu. verfügbar.