Angewendet bei: Schmerzen und Entzündungen
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Parecoxib (nichtsteroidales Antirheumatikum)
ATC: M01AH04 (Muskel- und Skelettsystem | Antiphlogistika und Antirheumatika | Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika | Coxibe)
Dieses Arzneimittel kann wichtige Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.
Dieses Arzneimittel kann die Nieren beeinträchtigen.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Dieses Arzneimittel kann das Blutungsrisiko erhöhen.
Dieses Arzneimittel kann das Risiko für Geschwüre oder Magen-Darm-Blutungen erhöhen.
Parecoxib ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID), das zur Behandlung von akuten postoperativen Schmerzen eingesetzt wird. Es ist ein selektiver Cyclooxygenase-2 (COX-2)-Hemmer, der Entzündungen und Schmerzen reduziert, ohne die Magenschleimhaut wesentlich zu beeinträchtigen.
Das Medikament wird intravenös oder intramuskulär gemäß den Anweisungen Ihres Arztes verabreicht. Es ist wichtig, die vorgeschriebene Dosierung einzuhalten und das Medikament nicht langfristig ohne ärztliche Aufsicht zu verwenden.
Nebenwirkungen können Übelkeit, Schwindel, Reaktionen an der Injektionsstelle oder in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen oder eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion umfassen.
Patienten sollten ihren Arzt über alle anderen verwendeten Medikamente oder bestehende Erkrankungen wie Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen informieren, um die sichere Anwendung von Parecoxib zu gewährleisten.
Preis
Zuzahlung
Patient
359.23 RON
359.23 RON
0.00 RON
Dynastat 40 mg Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 40 mg Parecoxib (als 42,36 mg Parecoxib-Natrium). Nach dem
Auflösen beträgt die Parecoxib-Konzentration 20 mg/ml. 2 ml des aufgelösten Pulvers enthalten40 mg Parecoxib.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält pro Dosis weniger als 1 mmol Natrium (23 mg).
Nach Auflösen in Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %) enthält Dynastat ungefähr 0,44 mmol
Natrium pro Durchstechflasche.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (Pulver zur Herstellung einer Injektionszubereitung)
Weißes bis fast weißes Pulver
Zur Kurzzeitbehandlung von postoperativen Schmerzen bei Erwachsenen
Bei der Entscheidung, einen selektiven Cyclooxygenase-2 (COX-2)-Hemmer zu verschreiben, mussdas individuelle Gesamtrisiko des Patienten (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4) berücksichtigt werden.
Die empfohlene Dosis beträgt 40 mg und wird intravenös (i.v.) oder intramuskulär (i.m.) angewendet.
Anschließend können je nach Bedarf alle 6 bis 12 Stunden 20 mg oder 40 mg nachdosiert werden, biszu maximal 80 mg pro Tag.
Da unter selektiven COX-2-Hemmern mit Dosis und Anwendungsdauer das kardiovaskuläre Risikozunehmen kann, sollte über den kürzest möglichen Behandlungszeitraum die niedrigste wirksame
Tagesdosis verwendet werden. Für eine Behandlung mit Dynastat über 3 Tage hinaus liegen begrenzteklinische Erfahrungen vor (siehe Abschnitt 5.1).
Gleichzeitige Anwendung zusammen mit Opioidanalgetika
Opioidanalgetika können gemeinsam mit Parecoxib angewendet werden. Die Dosierung von
Parecoxib erfolgt dabei wie im vorangegangenen Absatz beschrieben. In allen klinischen
Untersuchungen wurde Parecoxib in festen Zeitintervallen appliziert, während die Opioide bei Bedarfverabreicht wurden.
Ältere PatientenIm Allgemeinen ist eine Dosisanpassung bei älteren Patienten ( 65 Jahre) nicht erforderlich. Beiälteren Patienten, die weniger als 50 kg wiegen, sollte die Behandlung jedoch mit der Hälfte derempfohlenen Dynastat-Dosis begonnen und die maximale Tagesdosis auf 40 mg reduziert werden(siehe Abschnitt 5.2).
Patienten mit LeberfunktionsstörungenBei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Score 10) liegen keine klinischen
Erfahrungen vor, daher ist die Anwendung bei diesen Patienten kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3und 5.2). Bei Patienten mit leichten Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Score 5 bis 6) ist im
Allgemeinen keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit mäßigen Leberfunktionsstörungen(Child-Pugh-Score 7 bis 9) sollte die Dynastat-Behandlung mit Vorsicht und mit der Hälfte derempfohlenen Dosis begonnen und die Tageshöchstdosis auf 40 mg reduziert werden.
Patienten mit NierenfunktionsstörungenBei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 30 ml/min) oder bei
Patienten mit einer Neigung zur Flüssigkeitsretention sollte Parecoxib mit der niedrigstenempfohlenen Dosis (20 mg) begonnen und die Nierenfunktion der Patienten engmaschig überwachtwerden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Aufgrund der Pharmakokinetik ist bei Patienten mit leichter bismäßiger Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 30 bis 80 ml/min) keine Dosisanpassungerforderlich.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Parecoxib bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Esliegen keine Daten vor. Deshalb wird Parecoxib bei diesen Patienten nicht empfohlen.
Art der AnwendungDie intravenöse Bolusinjektion kann schnell und direkt in eine Vene oder in einen vorhandenen
Infusionsschlauch injiziert werden. Die intramuskuläre Gabe soll langsam und tief in den Muskelgespritzt werden. Zu Angaben über die Zubereitung des Arzneimittels vor der Verabreichung siehe
Abschnitt 6.6.
Da es zu einer Ausfällung kommen kann, wenn Dynastat in Lösung mit anderen Arzneimittelngemischt wird, darf es weder während der Zubereitung noch bei der Injektion mit anderen
Arzneimitteln vermischt werden. Bei Patienten, bei denen derselbe Infusionsschlauch auch zur
Injektion eines anderen Arzneimittels verwendet werden soll, muss dieser vor und nach der Dynastat-
Injektion ausreichend mit einer kompatiblen Lösung gespült werden.
Nach Zubereitung mit einem geeigneten Lösungsmittel darf Dynastat nur i.v. oder i.m. oder indemselben Infusionsschlauch verabreicht werden mit:
- Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %),
- Glucose-Infusionslösung 50 mg/ml (5 %),
- Natriumchlorid- 4,5 mg/ml (0,45 %) und Glucose-Injektionslösung 50 mg/ml (5 %)oder
- Ringer-Laktat-Injektionslösung.
Die Injektion in einen Infusionsschlauch, der Glucose 50 mg/ml (5 %) in Ringer-Laktat-
Injektionslösung führt, oder in andere Flüssigkeiten zur intravenösen Anwendung, die nicht obenaufgelistet sind, wird nicht empfohlen, da dies eine Ausfällung aus der Lösung verursachen kann.
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile
- schwerwiegende allergische Arzneimittelreaktionen jeder Art in der Anamnese, besonders
Hautreaktionen wie z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie undsystemischen Symptomen (DRESS-Syndrom), toxisch-epidermale Nekrolyse, Erythemamultiforme, oder Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide (siehe
Abschnitte 4.4 und 4.8)
- aktive peptische Ulzera oder gastrointestinale (GI) Blutungen
- Patienten, die nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder nichtsteroidalen Antirheumatika(NSAR) einschließlich COX-2-Hemmern mit Bronchospasmus, akuter Rhinitis,
Nasenschleimhautpolypen, angioneurotischen Ödemen, Urtikaria oder sonstigen allergischen
Erkrankungen reagiert haben.
- 3. Schwangerschaftstrimenon und Stillzeit (siehe Abschnitte 4.6 und 5.3)
- schwere Leberfunktionsstörungen (Serumalbumin < 25 g/l oder Child-Pugh-Score ≥ 10)
- entzündliche Darmerkrankungen
- Herzinsuffizienz (NYHA II bis IV)
- Behandlung postoperativer Schmerzen nach einer koronaren Bypass-Operation (CABG) (siehe
Abschnitte 4.8 und 5.1)
- klinisch gesicherte koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit und/ oderzerebrovaskuläre Erkrankungen
Für Dynastat liegen klinische Erfahrungen nach zahnchirurgischen Operationen, orthopädischen,gynäkologischen Operationen (hauptsächlich Hysterektomie) und nach koronaren Bypass-Operationenvor. Für andere Eingriffe, z. B. gastrointestinale oder urologische Operationen, gibt es begrenzte
Erfahrungen (siehe Abschnitt 5.1).
Andere Anwendungsarten als intravenös oder intramuskulär (z. B. intraartikulär, intrathekal) wurdennicht geprüft und sollten nicht zur Anwendung kommen.
Aufgrund der Möglichkeit von verstärkten Nebenwirkungen bei höheren Dosen von Parecoxib,anderen COX-2-Hemmern oder NSAR sollte bei Patienten, die mit Parecoxib behandelt werden, nacheiner Dosiserhöhung eine entsprechende Kontrolle erfolgen. Falls sich keine verbesserte Wirksamkeitfeststellen lässt, sollten andere therapeutische Möglichkeiten erwogen werden (siehe Abschnitt 4.2).
Für eine Behandlung mit Dynastat über 3 Tage hinaus liegen begrenzte klinische Erfahrungen vor(siehe Abschnitt 5.1).
Falls es während der Behandlung zu einer Verschlechterung der nachfolgend beschriebenen
Organfunktionen kommt, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen und ein Abbruch der Parecoxib-
Therapie erwogen werden.
Kardiovaskuläre Ereignisse
Bei Langzeitanwendung wurden COX-2-Hemmer mit einem erhöhten Risiko kardiovaskulärer undthrombotischer Ereignisse in Verbindung gebracht. Es konnte bisher weder das genaue Risiko einer
Einzeldosis noch die Therapiedauer, die mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, bestimmt werden.
Patienten mit erheblichen Risikofaktoren für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse (z. B.
Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) sollten nur nach sorgfältiger Nutzen-
Risiko-Abwägung mit Parecoxib behandelt werden (siehe Abschnitt 5.1).
Im Falle von klinischen Anzeichen für eine Verschlechterung des spezifischen Krankheitszustands beidiesen Patienten sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und ein Absetzen der Behandlung mit
Parecoxib in Erwägung zu ziehen (siehe Abschnitt 5.1). Abgesehen von koronaren Bypass-
Operationen (CABG) ist Dynastat bei anderen Eingriffen zur kardiovaskulären Revaskularisation nichtuntersucht worden. Studien zu anderen Arten von chirurgischen Eingriffen außer CABG schlossen nur
Patienten mit dem American Society of Anesthesiology (ASA)-Status I bis III ein.
Acetylsalicylsäure und andere NSAR
Selektive COX-2-Hemmer sind aufgrund der fehlenden Wirkung auf die Blutplättchen kein Ersatz für
Acetylsalicylsäure zur Prophylaxe von kardiovaskulären thromboembolischen Erkrankungen. Dahersollte eine gerinnungshemmende Therapie nicht abgesetzt werden (siehe Abschnitt 5.1). Bei einergleichzeitigen Anwendung von Dynastat mit Warfarin und anderen oralen Antikoagulanzien ist
Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.5). Die gleichzeitige Anwendung von Parecoxib mit anderen
NSAR als niedrigdosierte Acetylsalicylsäure sollte vermieden werden.
Dynastat kann Fieber und andere Zeichen einer Entzündung maskieren (siehe Abschnitt 5.1). Im
Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR und in nichtklinischen Studien mit Dynastat wurde in
Einzelfällen eine Verschlimmerung von Weichteilinfektionen beschrieben (siehe Abschnitt 5.3). Die
Operationswunde bei Patienten, die mit Dynastat behandelt werden, sollte sehr sorgfältig auf
Anzeichen einer Infektion beobachtet werden.
Gastrointestinale Ereignisse
Unter Parecoxib wurden gastrointestinale (GI) Komplikationen (Perforationen, Ulzera und Blutungen[PUBs]) beobachtet, einige von ihnen verliefen tödlich. Daher ist bei der Behandlung von Patientenmit besonders hohem Risiko für die Entwicklung gastrointestinaler Komplikationen unter NSAR
Vorsicht geboten; bei älteren Patienten, bei Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen wie
Ulzeration und gastrointestinale Blutung in der Vorgeschichte oder bei Patienten, die gleichzeitig
Acetylsalicylsäure anwenden. Die NSAR-Klasse wird auch bei der gleichzeitigen Anwendung mit
Glukokortikoiden, selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern, anderen
Thrombozytenfunktionshemmern, anderen NSAR oder bei Patienten, die Alkohol konsumieren, miterhöhten GI-Komplikationen in Verbindung gebracht. Das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen(Geschwüre und andere Komplikationen) erhöht sich zusätzlich bei gleichzeitiger Anwendung von
Parecoxib und Acetylsalicylsäure (auch bei niedrigen Dosen).
HautreaktionenNach der Marktzulassung wurden bei Patienten, die Parecoxib erhielten, schwerwiegende
Hautreaktionen, einschließlich Erythema multiforme, exfoliativer Dermatitis und Stevens-Johnson-
Syndrom (einige davon mit tödlichem Ausgang), berichtet. Zusätzlich wurden nach der
Marktzulassung bei Patienten, die Valdecoxib (den aktiven Metaboliten von Parecoxib) erhielten,tödlich verlaufende toxisch-epidermale Nekrolysen beobachtet. Dies kann auch für Parecoxib nichtausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.8). Einige NSAR und selektive COX-2-Hemmer wurdenmit einem erhöhten Risiko für ein generalisiertes bullöses fixes Arzneiexanthem (generalized bullousfixed drug eruption [GBFDE]) in Verbindung gebracht. Basierend auf Berichten über andereschwerwiegende Hautreaktionen bei Exposition gegenüber Celecoxib und Valdecoxib kann es beieiner Exposition gegenüber Parecoxib zu einem DRESS-Syndrom kommen. Das höchste Risiko fürderartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahlder Fälle im 1. Behandlungsmonat auftraten.
Vom Arzt sollten zur Kontrolle auf schwerwiegende Hautreaktionen unter der Therapie geeignete
Maßnahmen, wie z. B. zusätzliche Praxistermine, getroffen werden. Die Patienten müssen angehaltenwerden, jede auftretende Hautveränderung umgehend Ihrem Arzt zu berichten.
Beim ersten Anzeichen eines Hautausschlags, einer Schleimhautläsion oder irgendwelcher anderer
Überempfindlichkeitssymptome sollte Parecoxib abgesetzt werden. Schwerwiegende Hautreaktionentreten bekanntermaßen unter NSAR einschließlich selektiven COX-2-Hemmern und anderen
Arzneimitteln auf. Jedoch scheint im Vergleich mit anderen selektiven COX-2-Hemmern die
Melderate für schwerwiegende Hautreaktionen mit Valdecoxib (dem aktiven Metaboliten von
Parecoxib) höher zu liegen. Für Patienten mit bekannter Allergie gegen Sulfonamide könnte einerhöhtes Risiko für Hautreaktionen bestehen (siehe Abschnitt 4.3). Auch bei Patienten ohne bekannte
Allergie gegen Sulfonamide könnte ein Risiko für schwerwiegende Hautreaktionen bestehen.
ÜberempfindlichkeitÜberempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie und Angioödem) wurden nach der Marktzulassung für
Valdecoxib und Parecoxib berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Einige dieser Reaktionen wurden bei
Patienten mit bekannten allergischen Reaktionen auf Sulfonamide beobachtet (siehe Abschnitt 4.3).
Beim ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Parecoxib abgesetzt werden.
Über Fälle von schwerer Hypotonie kurz nach der Parecoxib-Applikation wurde nach
Markteinführung von Parecoxib berichtet. Einige dieser Fälle traten ohne weitere Symptome einer
Anaphylaxie auf. Der Arzt sollte auf die Behandlung einer schweren Hypotonie vorbereitet sein.
Flüssigkeitsretention, Ödeme, renale Ereignisse
Wie bei anderen Arzneimitteln, die die Prostaglandinsynthese hemmen, wurden Flüssigkeitsretentionund Ödeme bei einigen Patienten beobachtet, die Parecoxib erhielten. Daher sollte Parecoxib bei
Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion, vorbestehendem Ödem oder anderen Zuständen, die füreine Flüssigkeitsretention prädisponieren oder sie verschlimmern können, nur mit Vorsichtangewendet werden. Dies schließt Patienten ein, die eine diuretische Medikation erhalten oder einanderweitiges Risiko für eine Hypovolämie haben. Wenn es klinische Hinweise auf eine
Verschlechterung des Zustands dieser Patienten gibt, sollten entsprechende Maßnahmen einschließlichdes Absetzens von Parecoxib ergriffen werden.
Nach der Marktzulassung wurde bei Patienten, die Parecoxib erhielten, über das Auftreten akuter
Niereninsuffizienz berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Da die Prostaglandinsynthese-Hemmung zu einer
Verschlechterung der Nierenfunktion und zu einer vermehrten Flüssigkeitsretention führen kann, istbei der Anwendung von Dynastat an Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe
Abschnitt 4.2) oder Hypertonie oder bei Patienten mit beeinträchtigter Herz- oder Leberfunktion odermit einer Neigung zur Flüssigkeitsretention Vorsicht geboten.
Bei Patienten mit Dehydratation muss die Behandlung mit Dynastat mit Vorsicht begonnen werden. Indiesem Fall ist es ratsam, die Patienten erst zu rehydrieren und dann mit der Dynastat-Therapie zubeginnen.
HypertonieWie alle NSAR kann Parecoxib zum Auftreten einer neuen oder zur Verschlechterung einerbestehenden Hypertonie führen. Beides kann zu einem erhöhten Auftreten von kardiovaskulären
Ereignissen beitragen. Parecoxib sollten daher bei Patienten mit Hypertonie mit Vorsicht angewendetwerden. Der Blutdruck sollte während des Therapiebeginns und während der gesamten Therapiedauerengmaschig überwacht werden. Falls der Blutdruck signifikant ansteigt, sollte eine
Alternativbehandlung erwogen werden.
LeberfunktionsstörungDynastat darf bei Patienten mit mäßigen Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Score 7 bis 9) nur mit
Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Anwendung mit oralen Antikoagulanzien
Die gleichzeitige Anwendung von NSAR und oralen Antikoagulanzien erhöht das Blutungsrisiko.
Dies betrifft orale Antikoagulanzien einschließlich Warfarin/ Cumarin-Derivate und neuartige orale
Antikoagulanzien (z. B. Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban) (siehe Abschnitt 4.5).
NatriumgehaltDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Die Therapie mit Antikoagulanzien muss insbesondere in den ersten Tagen nach Beginn der Dynastat-
Therapie bei Patienten überwacht werden, die Warfarin oder andere Antikoagulanzien erhalten, da beidiesen Patienten ein erhöhtes Risiko für Blutungskomplikationen besteht. Patienten, die orale
Antikoagulanzien erhalten, sollten daher engmaschig auf ihre Thromboplastinzeit (INR) überwachtwerden, vor allem in den ersten Tagen nach Beginn der Behandlung oder nach einer Änderung der
Dosis von Parecoxib (siehe Abschnitt 4.4).
Dynastat hat keine Wirkung auf die durch Acetylsalicylsäure vermittelte Hemmung der
Thrombozytenaggregation oder die Blutungszeiten. Klinische Studien deuten darauf hin, dass
Dynastat zusammen mit niedrigdosierter Acetylsalicylsäure ( 325 mg) gegeben werden kann. Inklinischen Studien zeigte sich - wie auch bei anderen NSAR - bei gemeinsamer Anwendung mitniedrigdosierter Acetylsalicylsäure ein gegenüber der alleinigen Anwendung von Parecoxib erhöhtes
Risiko für gastrointestinale Ulzerationen und andere gastrointestinale Komplikationen (siehe
Abschnitt 5.1).
Die gleichzeitige Anwendung von Parecoxib mit Heparin hatte keinen Effekt auf die
Pharmakodynamik von Heparin (aktivierte partielle Thromboplastinzeit) verglichen mit Heparinalleine.
Die Inhibition von Prostaglandinen durch NSAR, einschließlich COX-2-Hemmer, kann die Wirkungvon Angiotensin-Converting-Enzym(ACE)-Hemmern, Angiotensin-II-Antagonisten, Betablockernund Diuretika herabsetzen. Diese Wechselwirkung ist bei Patienten zu beachten, die neben Parecoxibgleichzeitig ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten, Betablocker und Diuretika erhalten.
Bei älteren Patienten, volumenreduzierten Patienten (einschließlich solcher unter Diuretikatherapie)oder Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die gleichzeitige Anwendung von NSAR,einschließlich selektiver COX-2-Hemmer, zusammen mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-
Antagonisten zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich akuten
Nierenversagens, führen. Derartige Auswirkungen sind üblicherweise reversibel.
Aus diesen Gründen sollte die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel mit Vorsicht erfolgen. Esist eine angemessene Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen, und die Notwendigkeit einer Überwachungder Nierenfunktion sollte zu Beginn der Begleittherapie und im Anschluss in regelmäßigen Abständenbeurteilt werden.
Es wird angenommen, dass bei gleichzeitiger Anwendung von NSAR und Ciclosporin oder
Tacrolimus die nierenschädigende Wirkung von Ciclosporin oder Tacrolimus verstärkt wird, und zwardurch die Wirkungen der NSAR auf die Prostaglandine der Niere. Die Nierenfunktion muss überwachtwerden, wenn Parecoxib mit einem dieser Arzneimittel zusammen angewendet wird.
Dynastat kann zusammen mit Opioidanalgetika gegeben werden. In klinischen Studien wurde der
Tagesbedarf an bei Bedarf angewendeten Opioiden durch die gleichzeitige Gabe von Parecoxibsignifikant verringert.
Wirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Parecoxib (oder seines aktiven
Metaboliten Valdecoxib)
Parecoxib wird rasch zum aktiven Metaboliten Valdecoxib hydrolysiert. Beim Menschen zeigten
Studien, dass Valdecoxib hauptsächlich über die Isoenzyme CYP3A4 und 2C9 metabolisiert wird.
Die Valdecoxib-Plasmaexposition (AUC und Cmax) war bei gleichzeitiger Anwendung mit Fluconazol(hauptsächlich ein CYP2C9-Hemmer) erhöht (um 62 % bzw. 19 %). Dies zeigt, dass die Parecoxib-
Dosis bei Patienten, die eine Fluconazol-Therapie erhalten, reduziert werden muss.
Die Valdecoxib-Plasmaexposition (AUC und Cmax) war bei gleichzeitiger Anwendung mit
Ketoconazol (CYP3A4-Hemmer) erhöht (um 38 % bzw. 24 %), jedoch sollte eine Dosisanpassung bei
Patienten, die Ketoconazol erhalten, im Allgemeinen nicht notwendig sein.
Die Wirkung auf die Enzyminduktion wurde nicht untersucht. Bei gleichzeitiger Anwendung mit
Enzyminduktoren wie z. B. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin oder Dexamethason kann die
Metabolisierung von Valdecoxib erhöht sein.
Wirkung von Parecoxib (oder seines aktiven Metaboliten Valdecoxib) auf die Pharmakokinetikanderer Arzneimittel
Eine Behandlung mit Valdecoxib (40 mg zweimal täglich über 7 Tage) führte bei Dextromethorphan(CYP2D6-Substrat) zu einem 3-fachen Anstieg der Plasmakonzentrationen. Daher ist beigleichzeitiger Anwendung von Dynastat und Arzneimitteln, die hauptsächlich über CYP2D6metabolisiert werden und einen engen therapeutischen Bereich besitzen (z. B. Flecainid, Propafenon,
Metoprolol), Vorsicht geboten.
Die Omeprazol (CYP2C19-Substrat)-Plasmaexposition von 40 mg einmal täglich war nach
Anwendung von Valdecoxib 40 mg zweimal täglich für 7 Tage um 46 % erhöht, während die
Plasmaexposition von Valdecoxib unverändert war. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass
Valdecoxib - obwohl es nicht durch CYP2C19 metabolisiert wird - ein Hemmer dieses Isoenzymssein kann. Daher ist bei der Anwendung von Dynastat zusammen mit Arzneimitteln, diebekannterweise CYP2C19-Substrate sind (z. B. Phenytoin, Diazepam oder Imipramin), Vorsichtgeboten.
Bei zwei pharmakokinetischen Wechselwirkungsstudien an Patienten mit rheumatoider Arthritis, dieeine stabile wöchentliche Methotrexat-Dosis (5 bis 20 mg/Woche als einzelne orale oderintramuskuläre Dosis) erhielten, hatte oral gegebenes Valdecoxib (10 mg zweimal täglich oder 40 mgzweimal täglich) eine geringe bis gar keine Wirkung auf die Steady-State-Plasmakonzentrationen von
Methotrexat. Allerdings wird zu Vorsicht geraten, wenn Methotrexat zusammen mit NSARverabreicht wird, da die Gabe von NSAR zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Methotrexat führenkann. Eine angemessene Überwachung der Methotrexat-bedingten Toxizität sollte bei gleichzeitiger
Anwendung von Parecoxib und Methotrexat in Erwägung gezogen werden.
Eine gleichzeitige Anwendung von Valdecoxib und Lithium führte zu einer signifikanten Abnahmeder Serumclearance (25 %) und der renalen Clearance (30 %) von Lithium mit einer um 34 % höheren
Serumexposition im Vergleich zu Lithium alleine. Die Serumkonzentration von Lithium muss bei
Patienten, die Lithium erhalten, zu Beginn oder bei einer Änderung der Parecoxib-Therapieengmaschig überwacht werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Valdecoxib und Glibenclamid (CYP3A4-Substrat) hatte wedereinen Einfluss auf die Pharmakokinetik (Exposition) noch auf die Pharmakodynamik (Blutzucker- und
Insulinspiegel) von Glibenclamid.
Injizierbare Anästhetika
Die gleichzeitige i.v.-Anwendung von 40 mg Parecoxib und Propofol (CYP2C9-Substrat) oder
Midazolam (CYP3A4-Substrat) beeinflusste weder die Pharmakokinetik (Metabolismus und
Exposition) noch die Pharmakodynamik (Wirkungen auf das EEG, psychomotorische Tests und
Aufwachen aus Sedierung) von i.v. appliziertem Propofol oder i.v. appliziertem Midazolam. Darüberhinaus führte die gleichzeitige Gabe von Valdecoxib zu keiner klinisch signifikanten Wirkung auf diehepatische oder intestinale CYP3A4-vermittelte Metabolisierung von oral eingenommenem
Midazolam. Die intravenöse Anwendung von 40 mg Parecoxib zeigte keine signifikante Wirkung aufdie Pharmakokinetik von entweder i.v. appliziertem Fentanyl oder i.v. appliziertem Alfentanil(CYP3A4-Substrate).
Inhalierbare Anästhetika
Es wurden keine spezifischen Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Bei Operationsstudien, in denen
Parecoxib präoperativ angewendet wurde, ergab sich kein Hinweis auf eine pharmakodynamische
Wechselwirkung zwischen verabreichtem Parecoxib und den inhalierbaren Anästhetika Lachgas und
Isofluran (siehe Abschnitt 5.1).
Es liegen keine adäquaten Daten zur Anwendung von Parecoxib bei Schwangeren oder während des
Geburtsvorgangs vor. Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann sich jedoch nachteilig auf die
Schwangerschaft auswirken. Daten aus epidemiologischen Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko für
Fehlgeburten nach Anwendung von Prostaglandinsynthesehemmern in der Frühphase der
Schwangerschaft hin. Bei Tieren konnte nachgewiesen werden, dass die Verabreichung von
Prostaglandinsynthesehemmern einschließlich Parecoxib zu erhöhten Verlusten vor und nach der
Einnistung und erhöhter embryofetaler Letalität (siehe Abschnitte 5.1 und 5.3) führt. Ab der20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Dynastat ein durch eine fötale
Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen. Dieses kann kurz nach Beginn der
Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel. Darüber hinauswurde über eine Verengung des Ductus arteriosus nach einer Behandlung im 2. Trimenon der
Schwangerschaft berichtet, die sich in den meisten Fällen nach Absetzen der Behandlungzurückbildete. Daher sollte Dynastat während des 1. und 2. Trimenons der Schwangerschaft nichtverabreicht werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Wenn Dynastat von Frauen, dieschwanger werden möchten, oder während des 1. und 2. Trimenons der Schwangerschaft angewendetwird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehaltenwerden. Nach einer mehrtägigen Einnahme von Dynastat ab der 20. Schwangerschaftswoche sollteeine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductusarteriosus erwogen werden. Dynastat sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine
Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird.
Während des 3. Trimenons der Schwangerschaft können alle Prostaglandinsynthesehemmer den Fötusden folgenden Risiken aussetzen:
- kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductusarteriosus sowie pulmonale Hypertonie)
- Nierenfunktionsstörung (siehe oben)
Zudem können die Mutter und das Neugeborene am Ende der Schwangerschaft den folgenden Risikenausgesetzt sein:
- mögliche Verlängerung der Blutungszeit und aggregationshemmende Wirkung, die auchbei sehr niedrigen Dosen auftreten kann
- Hemmung der Uteruskontraktionen, die zu verzögerten oder verlängerten Wehen führenkann
Folglich ist Dynastat im 3. Trimenon der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3und 5.3).
StillzeitDie Verabreichung einer Einzeldosis Parecoxib an stillende Frauen nach einem Kaiserschnitt führtezum Übergang einer relativ geringen Menge Parecoxib und seines aktiven Metaboliten Valdecoxib indie Muttermilch, woraus sich eine niedrige relative Dosis für den Säugling ergab (etwa 1 % dergewichtsadaptierten mütterlichen Dosis). Dynastat darf nicht bei stillenden Frauen angewendet werden(siehe Abschnitt 4.3).
FertilitätWie auch bei anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie die Cyclooxygenase-/
Prostaglandinsynthese hemmen, wird die Anwendung von Dynastat bei Frauen, die schwanger werdenmöchten, nicht empfohlen (siehe Abschnitte pct. 4.3, 5.1 und 5.3).
Aufgrund des Wirkmechanismus kann die Anwendung von NSAR den Eisprung verzögern oderverhindern, was bei manchen Frauen mit reversibler Infertilität verbunden war. Bei Frauen, die
Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, oder bei denen die Ursachen einer Infertilität untersuchtwerden, sollte ein Absetzen von NSAR einschließlich Dynastat erwogen werden.
Patienten, die sich unter Behandlung mit Dynastat benommen, schwindelig oder schläfrig fühlen,dürfen weder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen noch Maschinen bedienen.
Die häufigste Nebenwirkung von Dynastat ist Übelkeit. Die schwersten Reaktionen treten gelegentlichbis selten auf und umfassen kardiovaskuläre Ereignisse wie Myokardinfarkt und ausgeprägte
Hypotonie sowie Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anaphylaxie, Angioödeme undschwerwiegende Hautreaktionen. Nach koronaren Bypass-Operationen haben Patienten, denen
Dynastat verabreicht wird, ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko für z. B. kardiovaskuläre/thromboembolische Ereignisse (einschließlich Myokardinfarkt, Schlaganfall/ TIA, Lungenembolieund tiefe Venenthrombosen, siehe Abschnitte 4.3 und 5.1), tiefe chirurgische Infektionen oder
Komplikationen bei der sternalen Wundheilung.
Nebenwirkungstabelle
Die folgenden Nebenwirkungen wurden in 28 placebokontrollierten klinischen Studien bei Patientenberichtet, die Parecoxib erhielten (n = 5402). Berichte aus den Erfahrungen nach der Markteinführungwerden mit der Häufigkeit 'nicht bekannt“ angegeben, da deren Häufigkeit auf Grundlage derverfügbaren Daten nicht abschätzbar ist. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die
Nebenwirkungen mit der MedDRA-Terminologie und nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Häufigkeit der Nebenwirkungen
Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekannt( 1/10) ( 1/100 bis ( 1/1.000 bis ( 1/10.000 bis< 1/10) < 1/100) < 1/1.000)
Infektionen und parasitäre ErkrankungenPharyngitis, abnormale serösealveoläre Wunddrainage im
Ostitis Sternum,
Wundinfektion
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystemspostoperative Thrombozytopenie
AnämieErkrankungen des Immunsystemsanaphylaktoide
Reaktion
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenHypokaliämie Anorexie,
HyperglykämieAgitation,
Schlaflosigkeit
Erkrankungen des NervensystemsHypästhesie, zerebrovaskuläre
Schwindelgefü Störungenhl
Häufigkeit der Nebenwirkungen
Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekannt( 1/10) ( 1/100 bis ( 1/1.000 bis ( 1/10.000 bis< 1/10) < 1/100) < 1/1.000)
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Ohrenschmerzen
HerzerkrankungenMyokardinfarkt, Kreislaufkollaps,
Bradykardie dekompensierte
Herzinsuffizienz,
TachykardieHypertonie, Hypertonie
Hypotonie (verschlechtert),orthostatische Hypotonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinumsrespiratorisch Lungenembolie Dyspnoee Insuffizienz
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsNausea Bauchschmerzegastroduodenale Ulzera, Pankreatitis,n, Erbrechen, gastroösophageale Ösophagitis,
Obstipation, Refluxkrankheit, Mundödem
Dyspepsie, Mundtrockenheit, (periorale
Flatulenz ungewöhnliche Schwellungen)gastrointestinale
Geräusche
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesPruritus, Ekchymose, Stevens-Johnson-
Hyperhidrose Exanthem, Urtikaria Syndrom, Erythemamultiforme,exfoliative
Dermatitis
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenRückenschm Arthralgieerzen
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeOligurie akute Niereninsuffizienz
NiereninsuffizienzAllgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsortperiphere Asthenie, Schmerzen an Überempfindlichke
Ödeme der Injektionsstelle, itsreaktionen wie
Reaktionen an der anaphylaktische
Injektionsstelle Reaktionen und
AngioödemeUntersuchungenerhöhtes erhöhte
Kreatinin im Blutkreatinphosphokin
Blut ase-Werte, erhöhte
Blutlaktatdehydrogenase-Werte, SGOTerhöht, SGPT erhöht,erhöhte Blut-
Harnstoff-Stickstoff-
Werte
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Häufigkeit der Nebenwirkungen
Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekannt( 1/10) ( 1/100 bis ( 1/1.000 bis ( 1/10.000 bis< 1/10) < 1/100) < 1/1.000)
Komplikationen nacheinem Eingriff (Haut)
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenBei der Anwendung nach Markteinführung wurde eine toxisch-epidermale Nekrolyse unter
Valdecoxib beobachtet, die auch bei Parecoxib nicht ausgeschlossen werden kann (siehe
Abschnitt 4.4). Weiterhin wurden die folgenden seltenen schweren Nebenwirkungen im
Zusammenhang mit NSAR beobachtet, die auch für Parecoxib nicht ausgeschlossen werden können:
Bronchospasmen und Hepatitis.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzuzeigen.
Bei einer Überdosierung von Parecoxib wurden Nebenwirkungen berichtet, die auch bei denempfohlenen Dosierungen von Parecoxib beschrieben wurden.
Patienten sollen im Falle einer akuten Überdosierung symptomatisch und unterstützend behandeltwerden. Es gibt kein spezifisches Antidot. Parecoxib ist ein Prodrug von Valdecoxib. Valdecoxib wirddurch Hämodialyse nicht entfernt. Diurese oder Alkalisierung des Urins sind aufgrund der hohen
Proteinbindung von Valdecoxib nicht geeignet.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiinflammatorische und antirheumatische Arzneimittel, Coxibe
ATC-Code: M01AH04
Parecoxib ist ein Prodrug von Valdecoxib. Valdecoxib ist ein innerhalb des klinischen Dosisbereichsselektiver COX-2-Hemmer. Die Cyclooxygenase ist verantwortlich für die Prostaglandinbildung. Eswurden zwei Isoformen, COX-1 und COX-2, identifiziert. Die COX-2 ist diejenige Isoform des
Enzyms, für die eine Induktion durch proinflammatorische Stimuli gezeigt wurde. Es wurde postuliert,dass sie in erster Linie für die Synthese prostanoider Mediatoren im Rahmen von Schmerzen,
Entzündungen und Fieber verantwortlich ist. Offenbar spielt die COX-2 auch bei der Ovulation, der
Implantation, beim Verschluss des Ductus arteriosus, der Regulierung der Nierenfunktion und
Funktionen des zentralen Nervensystems (Fieberinduktion, Schmerzempfindung und kognitive
Funktionen) eine Rolle. COX-2 könnte auch an der Abheilung von Ulzera beteiligt sein. Beim
Menschen wurde die COX-2 in Geweben um Magenulzera gefunden. Ihre Bedeutung im Rahmen des
Heilungsprozesses von Ulzera beim Menschen ist jedoch noch nicht nachgewiesen.
Der Unterschied in der thrombozytenhemmenden Aktivität zwischen einigen COX-1-hemmenden
NSAR und selektiven COX-2-Hemmern könnte bei Patienten mit einem Risiko fürthromboembolische Reaktionen von klinischer Signifikanz sein. COX-2-Hemmer reduzieren die
Bildung von systemischem (und damit möglicherweise auch endothelialem) Prostacyclin, ohne das
Thromboxan der Plättchen zu beeinflussen. Die klinische Relevanz dieser Beobachtungen ist bishernoch nicht geklärt.
Parecoxib wurde bisher bei einer Reihe größerer und kleinerer Operationen angewendet. Die
Wirksamkeit von Dynastat wurde in Schmerzstudien bei Dental-, gynäkologischen (Hysterektomie),orthopädischen (Knie- und Hüftersatz) und koronaren Bypass-Operationen nachgewiesen. Der erstewahrnehmbare analgetische Effekt trat nach 7 bis 13 Minuten ein, mit einer klinisch bedeutsamen
Analgesie nach 23 bis 39 Minuten und einem Wirkungsoptimum innerhalb von 2 Stunden nach Gabevon Einzeldosen von 40 mg i.v. oder i.m. Das Ausmaß des analgetischen Effektes einer 40-mg-Dosiswar vergleichbar mit der Gabe von 60 mg Ketorolac i.m. oder 30 mg Ketorolac i.v. Nach Gabe einer
Einmaldosis war die Dauer der Analgesie abhängig von der Dosis und dem klinischen Schmerzmodellund hielt zwischen 6 und über 12 Stunden an.
Anwendung von Parecoxib über 3 Tage hinaus
Die meisten Studien waren für eine Gabe von Parecoxib über einen Zeitraum von bis zu 3 Tagenkonzipiert. Die Daten aus 3 randomisierten, placebokontrollierten Studien, bei denen laut Prüfplaneine Behandlung mit Parecoxib über 3 Tage hinaus zulässig war, wurden zusammengefasst undanalysiert. In der zusammengefassten (gepoolten) Analyse von 676 Patienten erhielten 318 Placebound 358 Parecoxib. Von den mit Parecoxib behandelten Patienten erhielten 317 Patienten Parecoxibbis zu 4 Tage lang, 32 Patienten bis zu 5 Tage lang und nur 8 Patienten wurden bis zu 6 Tage lang und1 Patient 7 oder mehr Tage behandelt. Von den mit Placebo behandelten Patienten erhielten270 Patienten Placebo bis zu 4 Tage lang, 43 Patienten bis zu 5 Tage lang und nur 3 Patienten wurdenbis zu 6 Tage lang und 2 Patienten 7 oder mehr Tage behandelt. Die demografischen Daten beider
Gruppen waren vergleichbar. Die mittlere (Standardabweichung) Dauer der Behandlung betrug4,1 (0,4) Tage bei Parecoxib und 4,2 (0,5) Tage bei Placebo; der Bereich betrug 4 bis 7 Tage bei
Parecoxib und 4 bis 9 Tage bei Placebo. Die Inzidenz von unerwünschten Ereignissen bei Patienten,die 4 bis 7 Tage lang (mediane Dauer 4 Tage) Parecoxib erhielten, war nach Behandlungstag 3 geringund mit Placebo vergleichbar.
Opioideinsparende Wirkungen
In einer placebokontrollierten Studie bei orthopädischen und allgemeinchirurgischen Eingriffen (n =1050) erhielten die Patienten initial Dynastat in einer parenteralen Dosis von 40 mg i.v. gefolgt von20 mg zweimal täglich über mindestens 72 Stunden, und zwar zusätzlich zu einer Standardtherapie,die auch Opioide zur patientenkontrollierten Analgesie umfasste. An den Tagen 2 und 3 verringertesich der Opioidverbrauch unter der Therapie mit Dynastat um 7,2 mg und 2,8 mg (37 % und 28 %).
Dieser verminderte Opioidverbrauch ging mit einem signifikanten Rückgang der von Patientenberichteten opioidbedingten Begleitsymptome einher. Es zeigte sich eine zusätzliche
Schmerzlinderung im Vergleich zur Monotherapie mit Opioiden. Weitere Studien bei anderenchirurgischen Eingriffen erbrachten ähnliche Ergebnisse. Es gibt keine Hinweise darauf, dass es beigleichzeitiger Gabe zusammen mit Opioiden zu einer geringeren Gesamtnebenwirkungsrate von
Parecoxib im Vergleich mit Placebo kommt.
Gastrointestinale Studien
In Kurzzeitstudien (7 Tage) war die Inzidenz von endoskopisch feststellbaren gastroduodenalen Ulzerabzw. Erosionen bei jungen und älteren ( 65 Jahre) Probanden, die Dynastat (5 bis 21 %) erhaltenhatten, - obwohl höher als bei Placebo (5 bis 12 %) - statistisch signifikant niedriger als die Inzidenz,die unter NSAR (66 bis 90 %) beobachtet wurde.
Postoperative CABG-Studien zur Verträglichkeit
Zusätzlich zur routinemäßigen Erfassung von unerwünschten Ereignissen wurden im Voraus definierte
Ereigniskategorien, die von einem unabhängigen Expertengremium bewertet wurden, in zweiplacebokontrollierten Studien zur Verträglichkeit untersucht. Dabei erhielten die Patienten Parecoxibüber mindestens 3 Tage und wurden danach für 10 bis 14 Tage auf orales Valdecoxib umgestellt.
Während der Behandlung erhielten alle Patienten eine analgetische Standardtherapie.
Bei beiden CABG-Studien erhielten die Patienten vor der Randomisierung und während der gesamten
Studiendauer niedrigdosierte Acetylsalicylsäure.
Die erste CABG-Studie war eine 14-tägige placebokontrollierte Doppelblindstudie. Die Patientenwurden mindestens 3 Tage lang mit zweimal täglich 40 mg Parecoxib i.v. gefolgt von zweimal täglich40 mg Valdecoxib (Parecoxib/Valdecoxib-Gruppe: n = 311) oder mit Placebo/Placebo (n = 151)behandelt. Es wurden 9 im Voraus definierte Nebenwirkungskategorien untersucht (kardiovaskuläre/thromboembolische Ereignisse; Perikarditis; erstmaliges Auftreten oder Exazerbation einer
Herzinsuffizienz; Nierenfunktionsstörung/ Nierenversagen; Ulkuskomplikationen im oberen
Gastrointestinaltrakt; größere Blutungen außerhalb des GI-Trakts; Infektionen; nichtinfektiöse
Lungenbeschwerden und Tod). Im Vergleich zur Placebo-Gruppe ergab sich in der
Parecoxib/Valdecoxib-Gruppe sowohl für die Phase der i.v.-Gabe (0,0 % vs. 2,2 %) wie auch über diegesamte Studiendauer (1,3 % vs. 4,8 %) eine signifikant (p < 0,05) höhere Inzidenz ankardiovaskulären/ thromboembolischen Ereignissen (Myokardinfarkt, Ischämie, zerebrovaskuläre
Ereignisse, tiefe Venenthrombosen und Lungenembolie). Postoperative Wundheilungsstörungen(zumeist sternale Wundheilung) wurden unter der Parecoxib/Valdecoxib-Behandlung häufigerbeobachtet.
In der zweiten CABG-Studie wurden 4 im Voraus definierte Nebenwirkungskategorien untersucht(kardiovaskuläre/ thromboembolische Ereignisse; Nierenfunktionsstörung/ Nierenversagen;
Ulkuskomplikationen/ Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt; postoperative
Wundheilungsstörungen). Innerhalb von 24 Stunden nach ihrer CABG-Operation wurden die
Patienten in die folgenden Behandlungsgruppen randomisiert: zunächst eine Initialdosis von 40 mg
Parecoxib i.v. gefolgt von 20 mg i.v. alle 12 Stunden über mindestens 3 Tage und anschließend orales
Valdecoxib (20 mg alle 12 Stunden) für den Rest der 10-tägigen Behandlungszeit (n = 544); zunächsti.v. Placebo, dann orales Valdecoxib (n = 544); zunächst i.v. Placebo gefolgt von oralem Placebo(n = 548). Im Vergleich zur Placebo/Placebo-Gruppe (0,5 %) wurden in der Parecoxib/Valdecoxib-
Gruppe (2,0 %) signifikant (p = 0,033) mehr Ereignisse der Kategorie 'kardiovaskulär/thromboembolisch“ beobachtet. Die Behandlung mit Placebo und Valdecoxib war im Vergleich mitder Placebo/Placebo-Behandlung ebenfalls mit einer höheren Inzidenz kardiovaskulärer/thromboembolischer Ereignisse verbunden, der Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant.
Drei der insgesamt sechs kardiovaskulären/ thromboembolischen Ereignisse in der
Placebo/Valdecoxib-Gruppe traten während der Placebo-Behandlung auf. Diese Patienten erhieltenkein Valdecoxib. Die im Voraus definierten Ereignisse, die in allen drei Behandlungsgruppen amhäufigsten auftraten, betrafen die Kategorie 'postoperative Wundheilungsstörungen“ und schlossentiefe Infektionen von Operationswunden und Komplikationen bei der sternalen Wundheilung ein.
Bei keiner der im Voraus definierten anderen Ereigniskategorien (Nierenfunktionsstörung/
Nierenversagen; Ulkuskomplikationen im oberen Gastrointestinaltrakt; postoperative
Wundheilungsstörungen) ergab sich ein signifikanter Unterschied zwischen Verum und Placebo.
Allgemeinchirurgische Eingriffe
In einer großen (n = 1050) Studie bei überwiegend orthopädischen/ allgemeinchirurgischen Eingriffenerhielten die Patienten entweder zunächst eine Initialdosis von 40 mg Parecoxib i.v., dann mindestens3 Tage lang 20 mg Parecoxib i.v. alle 12 Stunden, gefolgt von 20 mg Parecoxib oral alle 12 Stundenfür den Rest der insgesamt 10-tägigen Behandlungszeit (n = 525) oder Placebo i.v. gefolgt von oralem
Placebo (n = 525). Bei diesen postoperativen Patienten ergab sich kein signifikanter Unterschied imallgemeinen Verträglichkeitsprofil (einschließlich der 4 oben in der 2. CABG-Studie im Vorausdefinierten Nebenwirkungskategorien) zwischen der Parecoxib/Valdecoxib- und der Placebo-
Behandlung.Thrombozytenstudien
In einer Reihe von kleinen Studien mit mehrmaliger Gabe an junge und ältere Probanden hatte die
Gabe von 20 oder 40 mg Dynastat zweimal täglich keine Auswirkungen auf die
Thrombozytenaggregation oder Blutung - verglichen zu Placebo. Bei jungen Probanden hatte die
Gabe von 40 mg Dynastat zweimal täglich keinen klinisch signifikanten Effekt auf die durch
Acetylsalicylsäure vermittelte Hemmung der Thrombozytenfunktion (siehe Abschnitt 4.5).
Nach i.v.- oder i.m.-Injektion wird Parecoxib durch enzymatische Hydrolyse in der Leber schnell zu
Valdecoxib, der pharmakologisch aktiven Substanz, umgewandelt.
ResorptionDie durch Messung der Gesamtplasmakonzentration (AUC) und der maximalen Plasmakonzentration(Cmax) bestimmte Valdecoxib-Exposition ist nach Gabe von Einzeldosen von Dynastat im klinischen
Dosisbereich in etwa linear. Die AUC und Cmax sind nach zweimal täglicher Gabe von bis zu 50 mgi.v. und bis zu 20 mg i.m. linear. Die Steady-State-Plasmakonzentration von Valdecoxib wurde beizweimal täglicher Gabe innerhalb von 4 Tagen erreicht.
Nach i.v.- oder i.m.-Gabe von Einzeldosen von 20 mg Parecoxib wird Cmax von Valdecoxib nachungefähr 30 Minuten bzw. ungefähr 1 Stunde erreicht. Die Valdecoxib-Exposition war in Hinblick auf
AUC und Cmax nach i.v.- und i.m.-Anwendung vergleichbar. Die Parecoxib-Exposition war in
Hinblick auf AUC nach i.v.- oder i.m.-Anwendung vergleichbar. Die durchschnittliche Cmax von
Parecoxib war nach i.m.-Gabe niedriger im Vergleich zur i.v.-Bolusgabe, was auf eine langsameextravaskuläre Resorption nach i.m.-Gabe zurückzuführen ist. Diese Abnahme wird als nicht klinischrelevant erachtet, da die Cmax von Valdecoxib vergleichbar ist, unabhängig von einer i.v.- oder i.m.-
Gabe von Parecoxib.
VerteilungDas Verteilungsvolumen von Valdecoxib nach i.v.-Gabe beträgt ungefähr 55 Liter. Die Plasma-proteinbindung beträgt in dem mit der empfohlenen Maximaldosis von 80 mg/Tag erreichten
Konzentrationsbereich ungefähr 98 %. Valdecoxib, nicht aber Parecoxib, wird extensiv an
Erythrozyten gebunden.
BiotransformationParecoxib wird in vivo schnell und nahezu vollständig in Valdecoxib und Propionsäure umgewandelt,mit einer Plasmahalbwertszeit von ungefähr 22 Minuten. Die Elimination von Valdecoxib erfolgt übereinen ausgeprägten Leberstoffwechsel und schließt verschiedene Abbauwege ein, einschließlich überdie Isoenzyme Cytochrom P450 (CYP) 3A4 und CYP2C9 und die CYP-unabhängige
Glukuronidierung (etwa 20 %) der Sulfonamid-Untereinheit. Ein hydrolysierter Metabolit von
Valdecoxib (über den CYP-Abbauweg), der im menschlichen Plasma gefunden wurde, ist ein aktiver
COX-2-Hemmer. Er stellt ungefähr 10 % der Valdecoxib-Konzentration dar; wegen der niedrigen
Konzentration dieses Metaboliten ist nicht zu erwarten, dass dieser Metabolit nach Gabetherapeutischer Dosen von Parecoxib eine klinisch signifikante Wirkung hat.
EliminationValdecoxib wird über den Leberstoffwechsel eliminiert, wobei weniger als 5 % des Wirkstoffsunverändert im Urin gefunden werden. Es wird kein unverändertes Parecoxib im Urin und nur Spurenin den Fäzes gefunden. Ungefähr 70 % der Dosis werden in Form von inaktiven Metaboliten im Urinausgeschieden. Die Plasmaclearance (CLp) von Valdecoxib beträgt ca. 6 l/h. Nach i.v.- oderi.m.-Gabe von Parecoxib beträgt die Eliminationshalbwertszeit (t1/2) von Valdecoxib ungefähr8 Stunden.
Ältere PatientenDynastat wurde in Rahmen von Pharmakokinetik- und Therapiestudien an 335 älteren Patienten(65 bis 96 Jahre) angewendet. Bei gesunden älteren Freiwilligen war die tatsächliche Clearance von
Valdecoxib nach oraler Anwendung verringert, was, verglichen mit gesunden jungen Freiwilligen, zueiner ungefähr 40 % höheren Plasmaexposition (AUC) von Valdecoxib führte. Bezogen auf das
Körpergewicht war die Steady-State-Plasmakonzentration von Valdecoxib bei älteren Frauen ca. 16 %höher als bei älteren Männern (siehe Abschnitt 4.2).
NierenfunktionsstörungenBei i.v.-Anwendung von 20 mg Dynastat an Patienten mit verschiedenen Graden von
Nierenfunktionsstörung wurde Parecoxib schnell aus dem Plasma entfernt. Da die Exkretion über den
Urin kein entscheidender Eliminationsweg für Valdecoxib ist, wurde keine Veränderung der
Valdecoxib-Clearance beobachtet, nicht einmal bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungenoder bei Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen (siehe Abschnitt 4.2).
LeberfunktionsstörungenMäßige Leberfunktionsstörungen führen nicht zu einer Reduktion oder Erhöhung der
Umwandlungsrate von Parecoxib zu Valdecoxib. Bei Patienten mit mäßigen Leberfunktionsstörungen(Child-Pugh-Score 7 bis 9) soll die Behandlung mit der Hälfte der empfohlenen Dosis von Dynastatbegonnen werden und die maximale Tagesdosis soll auf 40 mg reduziert werden, da die Valdecoxib-
Expositionen bei diesen Patienten mehr als doppelt so hoch (130 % höher) waren. Patienten mitschweren Leberfunktionsstörungen wurden nicht untersucht; deshalb wird die Anwendung von
Dynastat bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.2und 4.3).
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie oder Toxizität beiwiederholter Gabe mit der 2-fachen maximalen Humanexposition von Parecoxib lassen diepräklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Jedoch entsprach bei den Studien zur chronischen Toxizität an Hunden und Ratten die systemische
Exposition von Valdecoxib (der aktive Metabolit von Parecoxib) in etwa dem 0,8-Fachen dersystemischen Exposition bei älteren Menschen bei der empfohlenen therapeutischen
Tagesmaximaldosis von 80 mg. Höhere Dosen waren mit einer Verschlechterung und verzögerten
Heilung von Hautinfektionen verknüpft, einem Effekt, der wahrscheinlich mit einer COX-2-Inhibitionassoziiert ist.
In Studien zur Reproduktionstoxizität traten Verluste nach Einnistung, Resorptionen und eineverringerte Gewichtszunahme beim Fötus bei Dosen auf, die bei Studien an Kaninchen keinematernale Toxizität zeigten. An Ratten wurde keine Wirkung von Parecoxib auf die männliche oderweibliche Fertilität beobachtet.
Die Wirkungen von Parecoxib in der Spätphase der Trächtigkeit oder in der prä- und postnatalen
Phase wurden nicht untersucht.
Die Einmalgabe von Parecoxib i.v. an laktierenden Ratten ergab in der Milch Konzentrationen an
Parecoxib, Valdecoxib und einem aktiven Metaboliten des Valdecoxib vergleichbar mit denjenigendes mütterlichen Plasmas.
Das kanzerogene Potenzial von Parecoxib wurde nicht untersucht.
Dinatriumhydrogenphosphat
Phosphorsäure und/ oder Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Dynastat und Opioide sollten nicht zusammen in derselben Spritze gegeben werden.
Die Verwendung von Ringer-Laktat-Injektionslösung oder Glucose 50 mg/ml (5 %) in Ringer-Laktat-
Injektionslösung zum Auflösen hat zur Folge, dass Parecoxib aus der Lösung ausfällt, und wird dahernicht empfohlen.
Die Verwendung von sterilem Wasser für Injektionszwecke wird nicht empfohlen, da die daraushergestellte Lösung nicht isoton ist.
Nach RekonstitutionDynastat darf nicht in den Infusionsschlauch eines anderen Arzneimittels injiziert werden. Der
Infusionsschlauch muss vor und nach der Dynastat-Injektion genügend lange mit einer kompatiblen
Lösung (siehe Abschnitt 6.6) gespült werden.
Die Injektion des rekonstituierten Arzneimittels in einen Infusionsschlauch, der Glucose 50 mg/ml(5 %) in Ringer-Laktat-Injektionslösung führt, oder in andere Flüssigkeiten zur intravenösen
Anwendung, die nicht unter Abschnitt 6.6 aufgelistet sind, wird nicht empfohlen, da dies eine
Ausfällung aus der Lösung verursachen kann.
Die Haltbarkeitsdauer des nicht rekonstituierten Arzneimittels beträgt 3 Jahre.
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung, die nicht im Kühlschrankgelagert oder eingefroren werden sollte, wurde für bis zu 24 Stunden bei 25 °C nachgewiesen. Dahersind 24 Stunden für das rekonstituierte Arzneimittel als maximale Haltbarkeitsdauer anzusehen.
Trotzdem sollte die rekonstituierte Lösung aufgrund des Risikos einer mikrobiologischen
Verunreinigung bei Injektionszubereitungen sofort verwendet werden, es sei denn, die Herstellung istunter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt. Ist dies nicht der Fall, ist der
Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung verantwortlich,die normalerweise nicht länger als 12 Stunden bei 25 °C betragen sollten.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen vor der Zubereitungerforderlich.
Lagerungsbedingungen des rekonstituierten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
Durchstechflaschen (5 ml) aus farblosem Typ-I-Glas mit einem Stopfen aus Butylkautschuk,verschlossen mit einem violetten Polypropylen-Schnappverschluss auf dem Aluminiumsiegel.
Dynastat ist in Packungen mit 10 Durchstechflaschen erhältlich.
Dynastat muss vor der Anwendung aufgelöst werden. Es ist frei von Konservierungsmitteln. Die
Zubereitung muss unter aseptischen Bedingungen erfolgen.
Lösungsmittel zur Zubereitung
Die zur Zubereitung zulässigen Lösungsmittel für Dynastat sind:
- Natriumchlorid-Injektions-/Infusionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
- Glucoseinfusionslösung 50 mg/ml (5 %)
- Natriumchlorid- 4,5 mg/ml (0,45 %) und Glucose-Injektions-/Infusionslösung 50 mg/ml (5 %)
Vorgehensweise bei der Zubereitung
Arbeiten Sie aseptisch, um lyophilisiertes Parecoxib (als Parecoxib) aufzulösen. Entfernen Sie denvioletten Schnappverschluss, um den zentralen Bereich des Gummistopfens der Parecoxib-40-mg-
Durchstechflasche freizulegen. Ziehen Sie mit einer sterilen Nadel und Spritze 2 ml eines zulässigen
Lösungsmittels auf und durchstechen Sie mit der Nadel den zentralen Bereich des Gummistopfens,um das Lösungsmittel in die Parecoxib-40-mg-Durchstechflasche zu überführen. Lösen Sie das
Pulver vollständig unter vorsichtigem Umschütteln auf und überprüfen Sie die so hergestellte
Zubereitung vor deren Anwendung. Der gesamte Inhalt der Durchstechflasche sollte für eineeinmalige Anwendung aufgezogen werden.
Nach der Zubereitung sollte die Flüssigkeit eine klare Lösung sein. Dynastat muss vor der Anwendungvisuell auf Partikel und Farbveränderungen geprüft werden. Die Lösung darf nicht verwendet werden,wenn eine Farbveränderung, Trübung oder Partikel festgestellt werden. Dynastat muss innerhalb von24 Stunden nach der Zubereitung verwendet oder anschließend verworfen werden (siehe
Abschnitt 6.3).
Das zubereitete Produkt ist isoton.
Kompatible Lösungen bei Infusion in einen Infusionsschlauch
Nach Auflösung mit einem geeigneten Lösungsmittel darf Dynastat nur i.v. oder i.m. oder in einen
Infusionsschlauch injiziert werden mit:
- Natriumchlorid-Injektions-/Infusionslösung 9 mg/ml (0,9 %),
- Glucose-Infusionslösung 50 mg/ml (5 %),
- Natriumchlorid- 4,5 mg/ml (0,45 %) und Glucose-Injektions-/Infusionslösung 50 mg/ml (5 %)oder
- Ringer-Laktat-Injektionslösung.
Nur zum einmaligen Gebrauch. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechendden nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.