Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels DUOTRAV 40mcg / 5mg / ml augentropfenlösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
DuoTrav 40 Mikrogramm/ml + 5 mg/ml Augentropfen, Lösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jeder ml Lösung enthält 40 Mikrogramm Travoprost und 5 mg Timolol (als Timololmaleat).
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungJeder ml Lösung enthält Polyquaternium-1 (POLYQUAD) 10 Mikrogramm, Propylenglycol 7,5 mgund Macrogolglycerolhydroxystearat 1 mg (siehe Abschnitt 4.4).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Augentropfen, Lösung (Augentropfen).
Klare, farblose Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
DuoTrav ist indiziert zur Senkung des Augeninnendrucks (IOD) bei erwachsenen Patienten mit
Offenwinkelglaukom oder okulärer Hypertension, die mit topischen Betablockern oder
Prostaglandin-Analoga nicht ausreichend eingestellt sind (siehe Abschnitt 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungAnwendung bei Erwachsenen einschließlich älteren Patienten
Die Dosierung von DuoTrav beträgt einmal täglich, morgens oder abends, 1 Tropfen in den
Bindehautsack des/der betroffenen Auges(n). DuoTrav sollte immer zur gleichen Tageszeitangewendet werden.
Wenn eine Anwendung vergessen wurde, sollte die Behandlung wie vorgesehen mit der nächsten
Anwendung fortgesetzt werden. Die Dosierung von einem Tropfen täglich in das/die betroffene(n)
Auge(n) sollte nicht überschritten werden.
Besondere PatientengruppenAnwendung bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
Zu DuoTrav oder Timolol 5 mg/ml Augentropfen sind keine Untersuchungen bei Patienten miteingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion durchgeführt worden.
Travoprost ist bei Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Leberfunktion sowie bei Patienten mitleicht bis stark eingeschränkter Nierenfunktion untersucht worden (Kreatinin-Clearance von14 ml/min). Bei diesen Patienten ist keine Anpassung der Dosierung notwendig.
Für Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist üblicherweise keine
Dosierungsanpassung von DuoTrav erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von DuoTrav bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungZur Anwendung am Auge.
Der Patient sollte die umhüllende Schutzfolie erst unmittelbar vor dem ersten Gebrauch entfernen. Um
Kontaminationen von Tropferspitze und Lösung zu vermeiden, dürfen weder das Augenlid noch die
Augenumgebung oder andere Oberflächen mit der Tropferspitze der Flasche in Berührung kommen.
Durch 2-minütiges Verschließen des Tränenkanals oder Schließen der Augenlider wird diesystemische Aufnahme verringert. Dies kann zu verminderten systemischen Nebenwirkungen underhöhter lokaler Wirksamkeit führen (siehe Abschnitt 4.4).
Wird mehr als ein topisches Ophthalmikum verabreicht, müssen die einzelnen Anwendungenmindestens 5 Minuten auseinander liegen (siehe Abschnitt 4.5).
Wird die Behandlung von einem anderen topischen Antiglaukomatosum auf DuoTrav umgestellt,sollte das vorherige Präparat abgesetzt und die Behandlung mit DuoTrav am folgenden Tagaufgenommen werden.
Patienten müssen angewiesen werden, weiche Kontaktlinsen vor der Anwendung von DuoTrav zuentfernen und diese frühestens 15 Minuten nach der Anwendung von DuoTrav wieder einzusetzen(siehe Abschnitt 4.4).
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Überempfindlichkeit gegen sonstige Betablocker.
Reaktive Atemwegserkrankungen einschließlich bronchialen Asthmas oder dessen Vorgeschichte,schwere chronisch obstruktive Lungenkrankheit.
Sinusbradykardie, Sick-Sinus Syndrom einschließlich sinu-atrialem Block; atrioventrikulärer Block 2.
- oder 3. - Grades, der nicht durch einen Herzschrittmacher kontrolliert ist; Herzversagen, kardiogener
Schock. Schwere allergische Rhinitis und Hornhautdystrophien.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Systemisch
Wie andere topisch angewendete ophthalmische Wirkstoffe werden Travoprost und Timololsystemisch aufgenommen. Aufgrund des beta-adrenergen Bestandteils, Timolol, können die gleichenkardiovaskulären, pulmonären und sonstigen Nebenwirkungen auftreten wie bei systemischen
Arzneimitteln, die Betablocker enthalten. Die Inzidenz systemischer Nebenwirkungen nach topischerophthalmischer Applikation ist geringer als bei systemischer Applikation. Für Informationen zur
Verminderung der systemischen Aufnahme siehe Abschnitt 4.2.
HerzerkrankungenDie Therapie mit Betablockern sollte bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen (z.B. koronare
Herzkrankheit, Prinzmetal-Angina und Herzinsuffizienz) sowie Hypotension kritisch beurteilt undeine Therapie mit anderen Wirkstoffen in Betracht gezogen werden. Patienten mit kardiovaskulären
Erkrankungen sollten auf die Anzeichen einer Verschlechterung dieser Erkrankungen beobachtetsowie auf Nebenwirkungen kontrolliert werden.
Aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf die Überleitungszeit sollten Betablocker bei Patienten mit
Herzblock ersten Grades nur unter Vorsicht eingesetzt werden.
GefäßerkrankungenPatienten mit schweren peripheren Durchblutungstörungen oder -Erkrankungen (z.B. schwere Formender Raynaud-Krankheit oder des Raynaud-Syndroms) sollten nur unter Vorsicht behandelt werden.
Atemwegserkankungen
Nach Anwendung einiger ophthalmischer Betablocker bei Asthmapatienten sind respiratorische
Reaktionen einschließlich Todesfälle aufgrund von Bronchospasmen berichtet worden.
Bei Patienten mit leichter/moderater chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sollte
DuoTrav unter Vorsicht angewandt werden und nur dann, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle
Risiko überwiegt.
Hypoglykämie/Diabetes
Bei Patienten mit Spontan-Hypoglykämie oder Patienten mit labilem Diabetes sollten Betablocker nurunter Vorsicht eingesetzt werden, da sie die klinischen Zeichen und Symptome einer akuten
Hypoglykämie maskieren können.
Muskelschwäche
Von betablockerhaltigen Arzneimitteln wurde berichtet, dass sie Muskelschwäche verstärken, die beibestimmten Symptomen der Myasthenie (wie Doppeltsehen, Ptosis und generalisierter Schwäche)vorliegt.
HornhauterkrankungenOphthalmische Betablocker können ein Trockenes Auge verursachen. Patienten mit
Hornhauterkrankungen sollten unter Vorsicht behandelt werden.
Ablösung der Chorioidea
Unter der Therapie mit kammerwasserproduktionshemmenden Wirkstoffen (z.B. Timolol,
Acetazolamid) wurde nach Filtrationseingriffen über Ablösungen der Chorioidea berichtet.
Sonstige Betablocker
Die Wirkung auf den intraokulären Druck oder die bekannten Wirkungen der systemischen
Betablockade werden durch Timolol bei Patienten potenziert, die bereits einen systemischen
Betablocker erhalten. Die Reaktion dieser Patienten sollte engmaschig überwacht werden. Die
Anwendung zweier topischer Betablocker wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Chirurgische AnästhesieOphthalmische Betablocker können die systemischen beta-agonistischen Wirkungen beispielsweisevon Adrenalin verhindern. Der Anästhesist sollte informiert werden, wenn der Patient Timololanwendet.
HyperthyreoseBetablocker können die klinischen Zeichen einer Hyperthyreose maskieren.
Hautkontakt
Prostaglandine und Prostaglandin-Analoga sind biologisch aktive Wirkstoffe, die durch die Hautresorbiert werden können. Schwangere Frauen oder Frauen, die schwanger werden wollen, solltengeeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen, um den direkten Kontakt mit dem Flascheninhalt zuvermeiden. Bei unbeabsichtigtem Kontakt mit einer beachtlichen Menge des Flascheninhalts sollte diebetroffene Stelle sofort sorgfältig gereinigt werden.
Anaphylaktische ReaktionenUnter der Betablockertherapie sprechen Patienten mit bekannter Atopie oder einer Vorgeschichteschwerer anaphylaktischer Reaktionen bei wiederholter Exposition auf diverse Allergene stärker aufdiese an und reagieren möglicherweise nicht mehr auf die zur Behandlung anaphylaktischer
Reaktionen übliche Dosis Adrenalin.
Begleittherapie
Timolol kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken (siehe Abschnitt 4.5).
Es wird nicht empfohlen, zwei topische Prostaglandine zu kombinieren.
Okuläre Wirkungen
Travoprost kann die Augenfarbe allmählich verändern, indem es die Anzahl der Melanosomen(Pigmentgranula) der Melanozyten erhöht. Vor Therapiebeginn müssen Patienten auf einemöglicherweise dauerhafte Veränderung der Irisfarbe hingewiesen werden. Die unilaterale
Behandlung kann eine bleibende Heterochromie zur Folge haben. Langzeitwirkungen auf die
Melanozyten und etwaige Konsequenzen daraus sind derzeit nicht bekannt. Die Veränderung der
Irisfarbe geschieht langsam und kann über Monate bis Jahre hinweg unbemerkt bleiben. Diese
Veränderung der Augenfarbe trat vorwiegend bei Patienten mit gemischtfarbigen Iriden auf wie zum
Beispiel blaubrauner, graubrauner, gelbbrauner und grünbrauner Irisfarbe, jedoch auch bei Patientenmit braunen Augen. Typischerweise breitet sich die braune Pigmentierung vom Bereich um die Pupilleherum konzentrisch aus bis hin zur Peripherie des betroffenen Auges. Aber die Iris kann auch ganzoder teilweise brauner werden. Nach Therapieabbruch ist keine weitere Erhöhung des Gehaltes anbraunem Irispigment beobachtet worden.
In kontrollierten klinischen Studien wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von Travoprostvon einem Dunklerwerden der periorbitalen Haut und/oder der Augenliderhaut berichtet.
Bei der Anwendung von Prostaglandin-Analoga wurden periorbitale sowie Augenlidveränderungeneinschließlich vertieftem Augenlidsulkus beobachtet.
Travoprost kann allmählich die Wimpern der behandelten Augen verändern. Diese Veränderungenwurden bei etwa der Hälfte aller Patienten aus den klinischen Studien beobachtet und umfassen eine
Zunahme der Länge, der Dicke, der Pigmentierung und/oder der Anzahl der Wimpern. Der
Mechanismus der Veränderungen der Wimpern und die Langzeitfolgen sind derzeit nicht bekannt.
Travoprost hat bei Untersuchungen an Affen leichte Fissuren der Lider verursacht. Dieser Effektwurde jedoch während der klinischen Studien nicht beobachtet und scheint artspezifisch zu sein.
Es existieren keine Erfahrungen mit DuoTrav bei entzündlichen Augenerkrankungen; auch nicht beineovaskulärem, Winkelblock-, Engwinkel- oder kongenitalem Glaukom und nur begrenzte
Erfahrungen bei Augenerkrankungen aufgrund einer Schilddrüsenüberfunktion, Offenwinkelglaukombei pseudophaken Patienten sowie bei Pigmentglaukom oder Pseudoexfoliationsglaukom.
Unter Behandlung mit Prostaglandin-F2-Analoga wurden Makulaödeme berichtet. Bei aphaken
Patienten, pseudophaken Patienten mit Hinterkapselriss oder mit Vorderkammerlinse oder Patientenmit bekannten Risikofaktoren für ein zystoides Makulaödem ist DuoTrav mit Vorsicht anzuwenden.
Bei Patienten mit bekannter Prädisposition für Iritis/Uveitis sowie bei bestehender intraokulärer
Entzündung kann DuoTrav mit Vorsicht angewendet werden.
Sonstige BestandteileDuoTrav enthält Propylenglycol, das Hautreizungen hervorrufen kann.
DuoTrav enthält Macrogolglycerolhydroxystearat, das Hautreaktionen hervorrufen kann.
Patienten müssen angewiesen werden, Kontaktlinsen vor der Anwendung von DuoTrav zu entfernenund diese frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einzusetzen (siehe Abschnitt 4.2).
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine spezifischen Arzneimittel-Interaktionsstudien mit Travoprost oder Timololdurchgeführt.
Folgende Wirkstoffe bewirken bei gleichzeitiger Gabe mit betablockerhaltigen Augentropfenmöglicherweise additiv eine Hypotension und/oder eine ausgeprägte Bradykardie: orale
Calciumkanalblocker, betablockerhaltige Arzneimittel, Antiarrhythmika (einschließlich Amiodaron),
Digitalisglykoside, Parasympathomimetika oder Guanethidin.
Beim plötzlichen Absetzen von Clonidin tritt eine hypertensive Reaktion auf, die durch die Einnahmevon Betablockern potenziert werden kann.
Es liegen Berichte über eine potenzierte systemische Betablockade vor (z.B. erniedrigte Herzfrequenz,
Depression) bei gleichzeitiger Behandlung mit CYP2D6-Inhibitoren (z.B. Quinidin, Fluoxetin,
Paroxetin) und Timolol.
In Einzelfällen wurde über eine Mydriasis aufgrund der gleichzeitigen Anwendung ophthalmischer
Betablocker und Adrenalin (Epinephrin) berichtet.
Betablocker können die hypoglykämische Wirkung antidiabetisch wirkender Arzneimittel verstärken.
Betablocker können die klinischen Zeichen und Symptome einer Hypoglykämie maskieren (siehe
Abschnitt 4.4).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/KontrazeptionDuoTrav darf nicht von Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, ohne dass ausreichendeschwangerschaftsverhütende Maßnahmen ergriffen werden (siehe Abschnitt 5.3).
SchwangerschaftDie Anwendung von Travoprost während der Schwangerschaft führt zu gesundheitsschädlichenpharmakologischen Wirkungen beim ungeborenen und/oder beim neugeborenen Kind.
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von DuoTrav oder der
Einzelkomponenten bei Schwangeren vor. Timolol sollte in der Schwangerschaft nicht eingesetztwerden, außer es ist eindeutig indiziert.
Epidemiologische Studien zeigen keine Missbildungen, weisen jedoch auf das Risiko einerintrauterinen Wachstumsverzögerung hin, wenn Betablocker oral verabreicht werden. Außerdemwurden bei Neugeborenen klinische Zeichen und Symptome einer Betablockade beobachtet (z.B.
Bradykardie, Hypotension, Atemnot und Hypoglykämie), wenn Betablocker bis zur Entbindungangewendet wurden. Bei Anwendung von DuoTrav bis zur Entbindung sollte das Neugeborene in denersten Tagen nach der Geburt sorgfältig überwacht werden.
DuoTrav sollte in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, außer es ist eindeutig indiziert. Für
Informationen zur Verminderung der systemischen Aufnahme siehe Abschnitt 4.2.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Travoprost aus Augentropfen beim Menschen in die Muttermilch übergeht.
Tierstudien zeigen, dass Travoprost und seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Timololgeht in die Muttermilch über und hat das Potential, im gestillten Säugling schwerwiegende
Nebenwirkungen hervorzurufen. Die therapeutische Dosierung von Timolol in Augentropfen istjedoch sehr wahrscheinlich zu gering, um ausreichende Mengen in der Muttermilch zu erzeugen undso beim Säugling die klinischen Symptome einer Betablockade auszulösen. Für Informationen zur
Verminderung der systemischen Aufnahme siehe Abschnitt 4.2.
Die Anwendung von DuoTrav bei stillenden Frauen wird nicht empfohlen.
FertilitätZur Auswirkung von DuoTrav auf die Fertilität des Menschen liegen keine Daten vor. In Tierstudienzeigte Travoprost bei bis zu 75-fach höheren Dosierungen als die maximal empfohlene okuläre Dosisfür den Menschen keine Auswirkungen auf die Fertilität, wohingegen bei Timolol keine relevante
Auswirkung bei diesen Dosierungen beobachtet wurde.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenDuoTrav hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen.Wie bei allen Augentropfen können vorübergehendes Verschwommensehen und andere
Beeinträchtigungen der Sicht auftreten. Wenn sich nach dem Eintropfen Verschwommenseheneinstellt, dürfen Patienten nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, bis diese
Beeinträchtigung abgeklungen ist. DuoTrav kann auch Halluzinationen, Schwindelgefühl, Nervositätund/oder Fatigue hervorrufen (siehe Abschnitt 4.8), was die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeitzum Bedienen von Maschinen beeinflussen kann. Patienten sollten darauf hingewiesen werden, nichtam Straßenverkehr teilzunehmen und Maschinen zu bedienen, sollten diese Symptome bei ihnenauftreten.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsIn klinischen Studien wurde DuoTrav an 2170 Patienten angewendet. Die häufigstebehandlungsbedingte Nebenwirkung war okuläre Hyperämie (12,0%).
Tabellarische Zusammenfassung der NebenwirkungenDie Nebenwirkungen, die in der folgenden Tabelle aufgeführt sind, wurden in klinischen Studienbeobachtet oder nach Markteinführung gemeldet. Sie sind nach Organsystemen klassifiziert undwerden folgendermaßen definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich(≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000) oder unbekannt (kannauf Grund der vorliegenden Daten nicht abgeschätzt werden). In jeder Häufigkeitskategorie sind die
Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angeordnet.
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich Überempfindlichkeit
Psychiatrische Erkrankungen Selten Nervosität
Unbekannt Halluzinationen*, Depression
Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich Schwindelgefühl, Kopfschmerz
Unbekannt apoplektischer Insult, Synkope, Parästhesie
Augenerkrankungen Sehr häufig okuläre Hyperämie
Häufig Keratitis punctata, Augenschmerzen,
Sehstörung, verschwommenes Sehen,trockenes Auge, Augenjucken,
Augenbeschwerden, Augenreizung
Gelegentlich Keratitis, Iritis, Konjunktivitis, Entzündungder vorderen Augenkammer, Blepharitis,
Photophobie, verminderte Sehschärfe,
Astenopie, Schwellung des Auges,
Tränensekretion verstärkt, Erythem des
Augenlids, Wimpernwachstum,
Augenallergie, Bindehautödem,
Augenlidödem
Selten Hornhauterosion, Entzündung der
Meibomdrüsen, Bindehautblutung,
Augenlidrandverkrustung, Trichiasis,
Distichiasis
Unbekannt Makulaödem, Augenlidptosis, vertiefte
Lidfurche, Irishyperpigmentierung,
Erkrankung der Kornea
Herzerkrankungen Gelegentlich Bradykardie
Selten Arrhythmien, unregelmäßige Herzfrequenz
Unbekannt Herzinsuffizienz, Tachykardie,
Brustkorbschmerz, Palpitationen
Gefäßerkrankungen Gelegentlich Hypertension, Hypotension
Unbekannt Peripheres Ödem
Erkrankungen der Atemwege, des Gelegentlich Dyspnoe, retronasaler Ausfluss
Brustraums und Mediastinums Selten Dysphonie, Bronchospasmen, Husten,
Rachenreizungen, Schmerzen im
Oropharynx, Beschwerden an der Nase
Unbekannt Asthma
Erkrankungen des Unbekannt Geschmacksstörung
Gastrointestinaltrakts
Leber- und Gallenerkrankungen Selten Erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte
Aspartataminotransferase
Erkrankungen der Haut und des Gelegentlich Kontaktdermatitis, Hypertrichose,
Unterhautzellgewebes Hauthyperpigmentierung (periokulär)
Selten Urtikaria, Hautverfärbung, Alopezie
Unbekannt Ausschlag
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Selten Schmerzen in den Extremitäten
Knochenerkrankungen
Erkrankungen der Nieren und Selten Chromurie
Harnwege
Allgemeine Erkrankungen und Selten Durst, Fatigue
Beschwerden am Verabreichungsort
* Nebenwirkungen, die unter Timolol beobachtet wurden.
Weitere Nebenwirkungen, die bei einem der Wirkstoffe beobachtet wurden und potenziell bei
DuoTrav auftreten können:
Travoprost
Systemorganklasse MedDRA Terminologie der Nebenwirkung(PT)
Erkrankungen des Immunsystems Saisonale Allergie
Psychiatrische Erkrankungen Ängstlichkeit, Insomnie
Augenerkrankungen Uveitis, Bindehautfollikel, Augenausfluss,
Periorbitalödem, Augenlidpruritus, Ektropion,
Katarakt, Iridocyclitis, Herpes simplex am Auge,
Augenentzündung, Photopsie, Augenlidekzeme,
Halos sehen, Hypästhesie des Auges,
Vorderkammerpigmentierung, Mydriasis,
Hyperpigmentierung der Wimpern, Verdickungvon Wimpern, Gesichtsfelddefekt
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Vertigo, Tinnitus
Gefäßerkrankungen Erniedrigter diastolischer Blutdruck, erhöhtersystolischer Blutdruck
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums Asthma verstärkt, allergische Rhinitis, Epistaxis,und Mediastinums Erkrankung der Atemwege, Nasenverstopfung,trockene Nase
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Peptisches Ulkusrezidiv, gastrointestinale
Erkrankung, Diarrhoe, Obstipation,
Mundtrockenheit, Abdominalschmerz, Übelkeit,
ErbrechenErkrankungen der Haut und des Exfoliation der Haut, anomale Veränderungen der
Unterhautzellgewebes Haarstruktur, allergische Dermatitis,
Veränderungen der Haarfarbe, Madarosis,
Pruritus, anomales Haarwachstum, Erythem
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems,
Knochenerkrankungen Arthralgie
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Dysurie, Harninkontinenz
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Asthenie
Verabreichungsort
Untersuchungen Prostataspezifisches Antigen erhöht
TimololWie bei anderen topisch angewendeten ophthalmischen Arzneimitteln wird Timolol vom
Körperkreislauf aufgenommen. Dabei können unerwünschte Wirkungen ähnlich wie bei systemischen
Betablockern auftreten. Die zusätzlich aufgeführten Nebenwirkungen beinhalten Reaktionen innerhalbder Klasse der ophthalmischen Betablocker. Die Inzidenz unerwünschter systemischer
Nebenwirkungen ist bei topischer ophthalmischer Gabe geringer als bei systemischer Applikation. Für
Informationen zur Verminderung der systemischen Aufnahme siehe Abschnitt 4.2.
Systemorganklasse MedDRA Terminologie der Nebenwirkung(PT)
Erkrankungen des Immunsystems Systemische allergische Reaktionen einschließlich
Angioödem, Urtikaria, Ausschlag lokal und amganzen Körper, Pruritus, Anaphylaxie
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Hypoglykämie
Psychiatrische Erkrankungen Halluzinationen, Insomnie, Albträume,
Gedächtnisverlust
Erkrankungen des Nervensystems Zerebrale Ischämie, verstärkte klinische Zeichenund Symptome einer Myasthenia gravis
Augenerkrankungen Klinische Zeichen und Symptome okulärer
Reizungen (z.B. Brennen, Stechen, Jucken,
Augentränen, Augenrötung), Ablösung der
Chorioidea nach Filtrationschirurgie (siehe
Abschnitt 4.4), verminderte
Hornhautempfindlichkeit, Doppeltsehen
Herzerkrankungen Ödeme, dekompensierte Herzinsuffizienz,atrioventrikulärer Block, Herzstillstand
Gefäßerkrankungen Raynaud-Phänomen, kalte Hände und Füße
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit, Dyspepsie, Diarrhoe, trockener Mund,
Abdominalschmerz, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des Psoriasiformer Ausschlag oder Exazerbation einer
Unterhautzellgewebes Psoriasis
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Myalgie
Knochenerkrankungen
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Sexuelle Dysfunktion, verminderte Libido
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Asthenie
Verabreichungsort
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Eine topische Überdosierung von DuoTrav ist unwahrscheinlich und dürfte keine toxischen
Wirkungen haben.
Im Falle versehentlichen Verschluckens sind die Symptome einer systemischen Betablockade
Bradykardie, Hypotonie, Bronchospasmen und Herzinsuffizienz.
Wenn DuoTrav überdosiert wurde, sollte eine symptomatische und unterstützende Behandlungerfolgen. Timolol wird nicht ohne Weiteres dialysiert.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophthalmika; Antiglaukomatosa und Miotika, ATC-Code:
S01ED51.
WirkmechanismusDuoTrav enthält zwei Wirkstoffe: Travoprost und Timololmaleat. Beide Komponenten senken denintraokulären Druck über Mechanismen ab, die sich ergänzen. Ihre Gesamtwirkung bedeutet einezusätzliche Drucksenkung im Vergleich zur Wirkung der Einzelsubstanzen.
Travoprost, ein Prostaglandin-F2α-Analogon, ist ein hochselektiver Vollagonist mit hoher Affinitätzum Prostaglandin-FP-Rezeptor und senkt den intraokulären Druck durch Steigerung des
Kammerwasserabflusses durch das Trabekelmaschenwerk und uveosklerale Abflusswege. Beim
Menschen tritt die Senkung des intraokulären Drucks ungefähr 2 Stunden nach dem Eintropfen ein,die maximale Wirkung ist nach 12 Stunden erreicht. Die signifikante Drucksenkung nach einmaligem
Tropfen hält mindestens 24 Stunden an.
Timolol ist ein nichtselektiver adrenerger Betablocker ohne intrinsische sympathomimetische
Aktivität, direkte myocarddepressive Wirkung oder membranstabilisierende Aktivität. Tonografischeund fluorofotometrische Studien am Menschen weisen darauf hin, dass Timolol in erster Linie die
Kammerwasserproduktion absenkt und die Abflussfazilität leicht verbessert.
Sekundärpharmakologie
Travoprost bewirkte nach 7 Tagen topischer okulärer Gabe eine signifikante Erhöhung des Blutflussesam Sehnervenkopf des Kaninchens (1 x täglich 1,4 Mikrogramm).
Pharmakodynamische WirkungenKlinische Wirkung
In einer kontrollierten klinischen 12-Monatsstudie mit Patienten mit Offenwinkelglaukom oderokulärer Hypertension und einem Ausgangsdruck von 25 bis 27 mmHg bewirkte die morgendliche
Einmalgabe von DuoTrav eine Drucksenkung von 8 bis 10 mmHg.
DuoTrav zeigte sich im Vergleich zu Latanoprost 50 Mikrogramm/ml + Timolol 5 mg/ml bei der
IOD-Senkung über alle Studienzeitpunkte nicht unterlegen.
In einer kontrollierten klinischen 3-Monatsstudie mit Patienten mit Offenwinkelglaukom oder okulärer
Hypertension und einem Ausgangsdruck von 27 bis 30 mmHg bewirkte die morgendliche Einmalgabevon DuoTrav eine Drucksenkung von 9 bis 12 mmHg.
Sie war damit um 2 mmHg stärker als bei Travoprost 40 Mikrogramm/ml bei abendlicher Einmalgabeund 2 bis 3 mmHg stärker als bei Timolol 5 mg/ml 2 x täglich. Der mittlere morgendliche IOD(8:00 Uhr, 24 Stunden nach der letzten Gabe von DuoTrav) wurde durch DuoTrav bei allen
Studienterminen statistisch signifikant stärker abgesenkt als durch Travoprost.
In zwei kontrollierten klinischen 3-Monatsstudien bei Patienten mit Offenwinkelglaukom oderokulärer Hypertension und einem Ausgangsdruck von 23 bis 26 mmHg bewirkte die morgendliche
Einmalgabe von DuoTrav eine Drucksenkung von 7 bis 9 mmHg. Die mittlere IOD-Senkung durch
DuoTrav war nicht geringer, wenngleich zahlenmäßig etwas unter den Werten der
Kombinationstherapie von Travoprost 40 Mikrogramm/ml 1 x täglich abends und Timolol 5 mg/ml1 x täglich morgens.
Bei Ausgangswerten des intraokulären Drucks von 24 bis 26 mmHg zeigte sich in einersechswöchigen kontrollierten Studie, die Patienten mit Offenwinkelglaukom oder okulärer
Hypertension umfaßte, eine gemittelte Reduzierung um 8 mmHg bei einer 1 x täglichen Gabe von
DuoTrav (konserviert mit Polyquaternium-1) am Morgen. Diese Senkung war identisch mit der
Senkung unter DuoTrav konserviert mit Benzalkoniumchlorid.
Die Einschlusskriterien waren für alle Studien gleich außer hinsichtlich des IOD und der Reaktion aufvorhergehende IOD-senkende Therapien. Die klinische Entwicklung von DuoTrav umfasste Patientenmit und ohne vorausgegangene Therapie. Ungenügende Ansprechbarkeit auf eine Monotherapie warkein Einschlusskriterium.
Studiendaten deuten darauf hin, dass die Abendgabe bei der mittleren IOD-Senkung möglicherweise
Vorteile bietet. Bei der Empfehlung für eine Morgen- oder Abendgabe sollte die Zweckmäßigkeit fürden Patienten sowie die erwartete Compliance berücksichtigt werden.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionTravoprost und Timolol werden über die Hornhaut aufgenommen. Travoprost ist ein Prodrug. Es wirdin der Hornhaut durch Esterhydrolyse rasch zur aktiven freien Säure umgewandelt. Bei 22 Probandenwar nach fünf Tagen mit 1 x täglicher Gabe von DuoTrav (Polyquaternium-1 konserviert) bei denmeisten Teilnehmern (94,4 %) die freie Säure von Travoprost im Plasma nicht quantifizierbar und eine
Stunde nach der Gabe grundsätzlich nicht nachweisbar. Bei Proben oberhalb der
Quantifizierungsgrenze (Quantifizierungsgrenze 0,01 ng/ml) lagen die Konzentrationen zwischen0,01 und 0,03 ng/ml. Die mittlere Timolol steady-state Cmax betrug 1,34 ng/ml; Tmax wurde ungefähr0,69 Stunden nach der 1 x-täglichen Gabe von DuoTrav erreicht.
VerteilungDie freie Säure von Travoprost ist in Tierstudien im Kammerwasser während der ersten Stunden, immenschlichen Plasma nur innerhalb der ersten Stunde nach der topischen Applikation von DuoTravnachweisbar. Timolol kann im Kammerwasser des Menschen nach der topischen Gabe von Timololund im Plasma nach topischer Gabe von DuoTrav bis zu 12 Stunden später nachgewiesen werden.
BiotransformationTravoprost und die aktive freie Säure werden hauptsächlich über den Metabolismus ausgeschieden.
Die systemische Metabolisierung ähnelt derjenigen von endogenem Prostaglandin-F2α, die durch
Reduktion der 13-14 Doppelbindung, Oxidation der 15-Hydroxyl-Gruppe und β-oxidative Abspaltungan der oberen Seitenkette charakterisiert ist.
Timolol wird über zwei Wege metabolisiert. Ein Abbauweg fügt eine Ethanolaminseitenkette an den
Thiadazolring, während der andere Abbauweg dem morpholinen Stickstoffatom eine
Ethanol-Seitenkette anfügt sowie eine zweite, ähnliche Seitenkette mit einer Carbonylgruppe am
Stickstoffatom einfügt. Nach okulärer Verabreichung von DuoTrav beträgt die Plasmahalbwertzeitt½ von Timolol 4 Stunden.
EliminationDie aktive freie Säure von Travoprost und ihre Metaboliten werden hauptsächlich über die Nierenausgeschieden. Im Urin finden sich weniger als 2% einer am Auge gegebenen Dosis als freie Säure.
Timolol und dessen Metaboliten werden hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Ungefähr20% einer Timolol-Dosierung wird unverändert im Urin ausgeschieden, der Rest als Metaboliten.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die zweimal tägliche Gabe von DuoTrav bei Affen führte zu vermehrtem Auftreten von Fissuren der
Lider und zu erhöhter Irispigmentierung wie sie nach der okulären Gabe von Prostanoiden beobachtetwird.
An Kulturen menschlicher Hornhautzellen sowie nach topischer Applikation am Kaninchenaugezeigte sich, dass-verglichen mit Augentropfen, die mit Benzalkoniumchlorid konserviert sind-mit
Polyquaternium-1 konserviertes DuoTrav nur eine minimale Oberflächentoxizität am Auge aufweist.
Travoprost
Die topische okuläre Applikation von Travoprost am jeweils rechten Auge von Affen in
Konzentrationen von 0,012% 2 x täglich über ein Jahr hinweg ergab keine Anzeichen für einesystemische Toxizität.
Reproduktionstoxizitätsstudien mit systemischer Gabe von Travoprost sind an Ratten, Mäusen und
Kaninchen durchgeführt worden. Die Befunde stehen im Einklang mit der agonistischen Aktivität an
FP-Rezeptoren des Uterus und umfassen frühe Embryoletalität, Verlust nach Einnistung und
Fötotoxizität. Während der Organogenese bei trächtigen Ratten führte die systemische Gabe von
Travoprost, die der 200 fachen klinischen Dosierung entsprach, zu einem erhöhten Auftreten von
Missbildungen. Im Fruchtwasser und im fötalen Gewebe von trächtigen Ratten, denen 3H Travoprostgegeben wurde, fanden sich geringe Mengen an Radioaktivität. Reproduktions- und
Entwicklungsstudien zeigten deutliche Auswirkungen auf den Verlust der Föten mit einer hohen
Verlustrate bei Ratten und Mäusen (180 pg/ml bzw. 30 pg/ml Plasmakonzentration) bei Belastungen,die dem 1,2 bis 6 fachen der klinischen Exposition (bis 25 pg/ml) entsprachen.
TimololDie präklinischen Daten zu Timolol, die auf konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie,zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur Genotoxizität und zum karzinogenen Potenzial basieren,lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Studien zur Reproduktionstoxizität mit
Timolol ergaben bei der Ratte eine verzögerte foetale Knochenbildungsgeschwindigkeit ohne
Nebenwirkungen auf die postnatale Entwicklung (das 7000 fache der klinischen Dosis) sowie eineerhöhte foetale Resorption beim Kaninchen (das 14000 fache der klinischen Dosis).
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Polyquaternium-1
Mannitol (E421)
Propylenglycol (E1520)
Macrogolglycerolhydroxystearat
Borsäure
Natriumchlorid
Natriumhydroxid und/oder Salzsäure (zur pH-Wert Einstellung)
Gereinigtes Wasser
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
2 Jahre.
4 Wochen nach dem erstmaligen Öffnen nicht mehr verwenden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Ovale 2,5 ml Flasche aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen niederer Dichte (LDPE) mit PP- oder
LDPE-Tropfer und einem Schraubverschluss aus Polypropylen in einer Folienverpackung.
Packungsgrößen: 1, 3 oder 6 Flaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Novartis Europharm Limited
Vista Building
Elm Park, Merrion Road
Dublin 4
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Zulassung: 24. April 2006
Datum der letzten Verlängerung: 07. Oktober 2010
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.