Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels DESLORATADINA ACTAVIS 5mg filmtabletten
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Desloratadin Actavis 5 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Tablette enthält 5 mg Desloratadin.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette
Blau gefärbte, runde, bikonvexe Filmtabletten mit einem Durchmesser von 6 mm und der Prägung'LT' auf einer Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Desloratadin Actavis wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zur Besserungder Symptomatik bei:
- allergischer Rhinitis (siehe Abschnitt 5.1)
- Urtikaria (siehe Abschnitt 5.1)
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungErwachsene und Jugendliche (12 Jahre und älter): Die empfohlene Dosierung von Desloratadin
Actavis beträgt eine Tablette einmal täglich.
Die Behandlung der intermittierenden allergischen Rhinitis (Auftreten der Symptome an weniger als4Tagen pro Woche oder über weniger als 4 Wochen) sollte entsprechend der Bewertung desbisherigen Krankheitsverlaufes beim Patienten erfolgen und kann nach dem Abklingen der Symptomebeendet und bei deren Wiederauftreten wieder aufgenommen werden.
Bei der persistierenden allergischen Rhinitis (Auftreten der Symptome an 4 oder mehr Tagen pro
Woche und über mehr als 4 Wochen) kann den Patienten während der Allergiezeit eine kontinuierliche
Behandlung vorgeschlagen werden.
Kinder und JugendlicheEs gibt eingeschränkte Erfahrung aus klinischen Studien zur Wirksamkeit bei der Anwendung von
Desloratadin bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Desloratadin Actavis 5 mg Filmtabletten bei Kindern im Altervon unter 12 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen.
Art der AnwendungZum Einnehmen.
Die Dosis kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile oder Loratadin.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei schwerer Niereninsuffizienz sollte Desloratadin nur mit Vorsicht angewendet werden (siehe
Abschnitt 5.2).
Desloratadin sollte bei Patienten mit Krampfanfällen in der Eigen- oder Familienanamnese mit
Vorsicht angewendet werden; dies gilt vor allem für jüngere Kinder (siehe Abschnitt 4.8), die für neuauftretende Krampfanfälle unter einer Desloratadin-Therapie anfälliger sind. Medizinisches
Fachpersonal kann in Erwägung ziehen, Desloratadin bei Patienten, die während der Behandlungeinen Krampfanfall erleiden, abzusetzen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Klinisch relevante Wechselwirkungen wurden im Rahmen klinischer Studien mit Desloratadin-
Tabletten nicht festgestellt, bei denen Erythromycin oder Ketoconazol zusätzlich verabreicht wurden(siehe unter Abschnitt 5.1).
Kinder und JugendlicheStudien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
In einer klinisch-pharmakologischen Studie wurde bei gleichzeitiger Einnahme von Desloratadin
Tabletten und Alkohol die leistungsmindernde Wirkung von Alkohol nicht verstärkt (siehe
Abschnitt 5.1). Allerdings wurde nach Markteinführung über Fälle von Alkoholunverträglichkeit und -vergiftung berichtet. Daher wird zur Vorsicht geraten, wenn unter dieser Behandlung Alkoholkonsumiert wird.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftWeitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (mehr als 1000 Schwangerschaftsausgänge)deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität von Desloratadin hin.
Tierversuche weisen auf keine direkt oder indirekt schädigende Wirkungen im Hinblick auf die
Reproduktionstoxizität hin (siehe Abschnitt 5.3). Vorsichtshalber sollte aber die Anwendung von
Desloratadin während der Schwangerschaft möglichst vermieden werden.
StillzeitDesloratadin wurde bei gestillten Neugeborenen/Säuglingen behandelter Mütter nachgewiesen. Die
Auswirkung von Desloratadin auf Neugeborene/Säuglinge ist nicht bekannt. Daher muss abgewogenwerden, abzustillen oder die Desloratadin-Therapie abzubrechen/auszusetzen, wobei der Nutzen des
Stillens für das Kind und der Therapie-Nutzen für die Frau zu berücksichtigen sind.
FertilitätEs liegen keine Daten zur Fertilität beim Mann oder bei der Frau vor.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenBasierend auf klinischen Studiendaten hat Desloratadin keinen oder einen zu vernachlässigenden
Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Die Patientensollten darüber aufgeklärt werden, dass es bei den meisten Patienten zu keiner Schläfrigkeit kommt.
Da jedoch individuelle Unterschiede im Bezug auf das Ansprechen bei Arzneimitteln bestehen, wirdempfohlen, Patienten zu raten, von Aktivitäten, die mentale Aufmerksamkeit erfordern wie das Führenvon Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen, so lange abzusehen, bis sich ihr individuelles
Ansprechen auf das Arzneimittel eingestellt hat.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsBei klinischen Studien in verschiedenen Indikationen, einschließlich allergischer Rhinitis undchronisch idiopathischer Urtikaria, wurden bei der empfohlenen Dosis von 5 mg täglich 3 % mehr
Nebenwirkungen bei Patienten mit Desloratadin berichtet, als bei Patienten, die mit Placebo behandeltwurden. Die am häufigsten aufgetretenen Nebenwirkungen, über die häufiger als bei Placebo berichtetwurde, waren Müdigkeit (1,2 %), Mundtrockenheit (0,8 %) und Kopfschmerzen (0,6 %).
Kinder und JugendlicheBei einer klinischen Studie mit 578 jugendlichen Patienten von 12 bis 17 Jahren war die häufigste
Nebenwirkung Kopfschmerzen, diese trat bei 5,9 % der Patienten auf, die mit Desloratadin behandeltwurden und bei 6,9 % der Patienten, die mit Placebo behandelt wurden.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Häufigkeit von Nebenwirkungen in klinischen Studien, über die häufiger als unter Placeboberichtet wurde, sowie weitere Nebenwirkungen, über die sehr selten nach Markteinführung berichtetwurde, sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehrhäufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren
Daten nicht abschätzbar).
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung unter Desloratadin
Stoffwechsel- und Nicht bekannt Verstärkter Appetit
Ernährungsstörungen
Psychiatrische Erkrankungen Sehr selten Halluzinationen
Nicht bekannt Anomales Verhalten, Aggression,depressive Verstimmung
Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen
Nervensystems Sehr selten Schwindel, Somnolenz, Schlaflosigkeit,psychomotorische Hyperaktivität,
KrampfanfälleAugenerkrankungen Nicht bekannt Augentrockenheit
Herzerkrankungen Sehr selten Tachykardie, Herzklopfen
Nicht bekannt QT-Verlängerung
Erkrankungen des Häufig Mundtrockenheit
Gastrointestinaltrakts Sehr selten Abdominalschmerzen, Übelkeit,
Erbrechen, Dyspepsie, Diarrhoe
Leber- und Sehr selten Leberenzymerhöhungen, erhöhtes
Gallenerkrankungen Bilirubin, Hepatitis
Nicht bekannt Ikterus
Erkankungen der Haut und des Nicht bekannt Photosensitivität
Unterhautzellgewebes
Skelettmuskulatur-, Sehr selten Myalgie
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Allgemeine Erkrankungen und Häufig Ermüdung
Beschwerden am Sehr selten Überempfindlichkeitsreaktionen (wie
Verabreichungsort Anaphylaxie, Angioödem, Dyspnoe,
Pruritus, Hautausschlag und Urtikaria)
Nicht bekannt Asthenie
Untersuchungen Nicht bekannt Gewichtszunahme
Kinder und JugendlicheZu weiteren Nebenwirkungen, über die nach Markteinführung mit nicht bekannter Häufigkeit bei
Kindern und Jugendlichen berichtet wurde, zählten auch QT-Verlängerung, Arrhythmie, Bradykardie,anomales Verhalten und Aggression.
Eine retrospektive Beobachtungsstudie zur Sicherheit zeigte eine im Vergleich zu behandlungsfreien
Perioden erhöhte Inzidenz von neu auftretenden Krampfanfällen während der Behandlung mit
Desloratadin bei Patienten im Alter von 0 bis 19 Jahren. Bei Kindern im Alter zwischen 0 und4 Jahren betrug der adjustierte absolute Anstieg 37,5 (95%-Konfidenzintervall (KI): 10,5-64,5) pro100.000 Personenjahre (PJ) bei einer Hintergrundinzidenz für neu auftretende Krampfanfälle von 80,3pro 100.000 PJ. Bei Patienten im Alter zwischen 5 und 19 Jahren betrug der adjustierte absolute
Anstieg 11,3 (95%-KI: 2,3-20,2) pro 100.000 PJ bei einer Hintergrundinzidenz von 36,4 pro100.000 PJ. Siehe Abschnitt 4.4.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über dasin Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Das Nebenwirkungsprofil im Zusammenhang mit Überdosierungen ist gemäß den Erfahrungen nach
Markteinführung ähnlich wie das unter therapeutischen Dosen; allerdings können die Effekteausgeprägter sein
BehandlungIm Falle einer Überdosierung sind die Standardmaßnahmen zur Entfernung des nicht resorbiertenarzneilich wirksamen Bestandteils in Erwägung zu ziehen. Es werden symptomatische undunterstützende Maßnahmen empfohlen.
Desloratadin wird durch eine Hämodialyse nicht entfernt; es ist nicht bekannt, ob Desloratadin durcheine Peritonealdialyse eliminiert wird.
SymptomeIn einer Mehrfachdosis-Studie, bei der bis zu 45 mg Desloratadin (neunfache klinische Dosis)angewendet wurden, wurden keine klinisch relevanten Wirkungen beobachtet.
Kinder und JugendlicheDas Nebenwirkungsprofil im Zusammenhang mit Überdosierungen ist gemäß den Erfahrungen nach
Markteinführung ähnlich wie das unter therapeutischen Dosen; allerdings können die Effekteausgeprägter sein.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihistaminika - H1-Antagonist; ATC-Code: R06A X27
WirkmechanismusDesloratadin ist ein nicht-sedierender, langwirksamer Histaminantagonist mit einer selektiven,peripheren H1-Rezeptor-antagonistischen Aktivität. Nach oraler Applikation hemmt Desloratadinselektiv die peripheren Histamin-H1-Rezeptoren, da die Substanz nicht in das zentrale Nervensystemübertritt.
Desloratadin zeigte antiallergische Eigenschaften bei in vitro-Studien. Dies schließt sowohl die
Hemmung der Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen wie IL-4, IL-6, IL-8 und IL-13 ausmenschlichen Mastzellen/Basophilen ein als auch die Hemmung der Expression des
Adhäsionsmoleküls P-Selektin auf Endothelialzellen. Die klinische Relevanz dieser Beobachtungen istnoch zu bestätigen.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitIm Rahmen einer klinischen Studie mit Mehrfachdosen, in der Desloratadin in einer Dosierung von biszu 20 mg täglich über 14 Tage verabreicht wurde, wurde keine statistisch signifikante oder klinischrelevante kardiovaskuläre Wirkung beschrieben. In einer klinisch-pharmakologischen Studie, in der
Desloratadin in einer Dosierung von 45 mg täglich (das Neunfache der klinischen Dosis) über zehn
Tage verabreicht wurde, zeigte sich keine Verlängerung des QTc-Intervalls.
In Wechselwirkungsstudien mit Mehrfachdosen an Ketoconazol und Erythromycin wurden keineklinisch relevanten Veränderungen der Desloratadin-Plasmakonzentrationen beobachtet.
Desloratadin geht in nur geringen Mengen in das zentrale Nervensystem über. In kontrolliertenklinischen Studien wurde bei der empfohlenen Dosierung von 5 mg täglich keine erhöhte Häufigkeitvon Schläfrigkeit im Vergleich zu Placebo festgestellt. Bei einer Einzel-Tagesdosis von 7,5 mg führte
Desloratadin in klinischen Studien zu keiner Beeinträchtigung der Psychomotorik. Bei einer
Einzeldosis-Studie mit Erwachsenen zeigte Desloratadin 5 mg keinen Einfluss auf Standard-
Messgrößen der Flugleistung einschließlich der Verstärkung subjektiver Schläfrigkeit oder den
Aufgaben, die mit dem Fliegen verbunden sind.
In klinisch-pharmakologischen Studien kam es durch die gleichzeitige Einnahme von Alkohol wederzu einer Verstärkung der Alkohol-induzierten Leistungsbeeinträchtigung noch zu einer Erhöhung der
Schläfrigkeit. Bei den Ergebnissen des psychomotorischen Tests konnten keine signifikanten
Unterschiede zwischen den mit Desloratadin und den mit Placebo behandelten Patienten festgestelltwerden, unabhängig davon, ob Desloratadin alleine oder mit Alkohol eingenommen wurde.
Bei Patienten mit allergischer Rhinitis war Desloratadin wirksam bei der Linderung der Symptomewie Niesen, Nasensekretion und Juckreiz der Nase, Juckreiz, Tränenfluss und Rötung der Augensowie Juckreiz am Gaumen. Desloratadin zeigte 24 Stunden lang eine effektive Kontrolle der
Symptome.Kinder und JugendlicheDie Wirksamkeit von Desloratadin-Tabletten wurde in Studien mit jugendlichen Patienten von 12 bis17 Jahren nicht eindeutig gezeigt.
Zusätzlich zu der etablierten Klassifizierung in saisonal und perennial, kann allergische Rhinitis in
Abhängigkeit von der Dauer der Symptome alternativ auch in intermittierende allergische Rhinitis undpersistierende allergische Rhinitis eingeteilt werden. Intermittierende allergische Rhinitis wird als
Auftreten der Symptome für weniger als 4 Tage pro Woche oder weniger als 4 Wochen definiert.
Persistierende allergische Rhinitis wird als Auftreten der Symptome an 4 oder mehr Tagen pro Wocheund mehr als 4 Wochen definiert.
Wie anhand des Gesamtscores des Fragebogens zur Lebensqualität bei Rhino-Konjunktivitis gezeigtwurde, vermindert Desloratadin effektiv die durch saisonale allergische Rhinitis hervorgerufene
Belastung. Die größte Verbesserung wurde im Bereich der gewohnten Aufgaben und der durch die
Symptome eingeschränkten alltäglichen Tätigkeiten festgestellt.
Die chronisch idiopathische Urtikaria wurde stellvertretend für weitere Formen der Urtikariauntersucht, da die zugrunde liegende Pathophysiologie ungeachtet der Ätiologie bei denunterschiedlichen Formen ähnlich ist und chronische Patienten einfacher prospektiv rekrutiert werdenkönnen. Da die Histaminfreisetzung ein ursächlicher Faktor bei allen urtikariellen Erkrankungen ist,wird erwartet, dass Desloratadin außer bei der chronisch idiopathischen Urtikaria auch bei anderen
Formen der Urtikaria zu einer Verbesserung der Symptome führt; dies wird durch die Empfehlungender klinischen Leitlinien bestätigt.
In zwei Placebo-kontrollierten Studien über 6 Wochen bei Patienten mit chronisch idiopathischer
Urtikaria war Desloratadin wirksam bei der Verbesserung von Pruritus und der Herabsetzung von
Größe und Anzahl von Quaddeln am Ende des ersten Dosisintervalls. Bei jeder Studie hielten die
Wirkungen über das 24-Stunden-Dosisintervall hinaus an. Wie in anderen Studien mit Antihistaminikabei chronisch idiopathischer Urtikaria wurde die Minderheit der Patienten, die nicht auf
Antihistaminika reagierten, aus der Studie ausgeschlossen. Eine Verbesserung des Juckreizes um mehrals 50 % wurde bei 55 % der mit Desloratadin behandelten Patienten im Vergleich zu 19 % der mit
Placebo behandelten Patienten beobachtet. Die Behandlung mit Desloratadin reduzierte die Störungdes Schlafes und des Wachseins bedeutend, wie durch eine 4-Punkte-Skala zur Bewertung dieser
Variablen gemessen wurde.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resoption
Desloratadin ist innerhalb von 30 Minuten nach Verabreichung im Plasma nachweisbar. Desloratadinwird gut resorbiert, wobei Plasmaspitzenkonzentrationen nach ungefähr 3 Stunden erreicht werden;die terminale Halbwertzeit beträgt ungefähr 27 Stunden. Der Grad der Kumulation von Desloratadinentsprach seiner Halbwertzeit (ungefähr 27 Stunden) und einer Anwendungshäufigkeit von einmaltäglich. Die Bioverfügbarkeit von Desloratadin war bei Dosierungen von 5 mg bis 20 mgdosisproportional.
In einer Pharmakokinetik-Studie, bei der die Patienten-Demographien mit der allgemeinen saisonalenallergischen Rhinitis -Population vergleichbar waren, wurde bei 4 % der Patienten eine höhere
Konzentration von Desloratadin erreicht. Dieser Prozentsatz kann je nach ethnischer Herkunftvariieren. Die maximale Desloratadin-Konzentration war nach ca. 7 Stunden etwa 3mal höher miteiner terminalen Halbwertzeit von ungefähr 89 Stunden. Das Sicherheitsprofil dieser Patienten warvon dem der allgemeinen Bevölkerung nicht abweichend.
VerteilungDesloratadin bindet mäßig (83-87 %) an Plasmaproteine. Es liegen keine Anhaltspunkte für eineklinisch relevante Kumulation nach einmal täglicher Anwendung von Desloratadin (5-20 mg) über14 Tage vor.
BiotransformationDas für den Metabolismus von Desloratadin verantwortliche Enzym wurde jedoch noch nichtidentifiziert, so dass Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln nicht ganz ausgeschlossen werdenkönnen. Desloratadin hemmt in-vivo nicht CYP3A4 und in-vitro-Studien haben gezeigt, dass das
Arzneimittel CYP2D6 nicht hemmt und weder ein Substrat noch ein Inhibitor des P-Glykoproteins ist.
EliminationIn einer Einzeldosisstudie mit Desloratadin in einer Dosierung von 7,5 mg wirkten sich Mahlzeiten(fetthaltiges, kalorienreiches Frühstück) nicht auf die Verfügbarkeit von Desloratadin aus. In eineranderen Studie hatte Grapefruit-Saft keine Auswirkung auf die Verfügbarkeit von Desloratadin.
Patienten mit eingeschränkter NierenfunktionDie Pharmakokinetik von Desloratadin bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) wurdein einer Einmaldosis-Studie und einer Mehrfachdosis-Studie mit der von gesunden Probandenverglichen. In der Einmaldosis-Studie war die Exposition gegenüber Desloratadin bei Patienten mitleichter bis mittelgradiger CNI etwa um den Faktor 2 und mit schwerer CNI etwa um den Faktor 2,5gegenüber gesunden Probanden erhöht. In der Mehrfachdosis-Studie wurde der Steady State nach
Tag 11 erreicht; im Vergleich zu gesunden Probanden war hier die Exposition gegenüber Desloratadinbei Patienten mit leichter bis mittelgradiger CNI ca. um den Faktor 1,5 und bei Patienten mit schwerer
CNI ca. um den Faktor 2,5 erhöht. In beiden Studien waren die Änderungen der Exposition (AUC und
Cmax) gegenüber Desloratadin und 3-Hydroxy-Desloratadin klinisch nicht relevant.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Bei Desloratadin handelt es sich um den wirksamen Hauptmetaboliten von Loratadin. Die mit
Desloratadin und Loratadin durchgeführten präklinischen Studien zeigten, bei einem vergleichbaren
Grad der Exposition von Desloratadin, keine qualitativen oder quantitativen Unterschiede hinsichtlichdes Toxizitätsprofils von Desloratadin und von Loratadin.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potentiallassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Das Fehleneines kanzerogenen Potentials wurde in Studien gezeigt, die mit Desloratadin und Loratadindurchgeführt wurden.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Tablettenkern:Mikrokristalline Cellulose
Vorverkleisterte Stärke
Mannitol
Talkum
Magnesiumstearat
Filmüberzug:Hypromellose 6cP
Titandioxid (E171)
Macrogol 6000
Indigocarmin-Aluminiumsalz (E132)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Blisterpackungen:
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Tablettenbehältnisse:
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungenerforderlich.
Das Behältnis fest verschlossen halten,um den Inhalt vor Licht zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
OPA/Aluminium/PVC-Aluminium-Blisterpackungen
Packungsgrößen: 7, 10, 14, 20 , 21, 30, 50, 90 und 100 Filmtabletten
Polyethylen-Tablettenbehältnisse, die ein Trockenmittel enthalten und mit einem Polyethylen-Deckelverschlossen sind.
Packungsgrößen: 30 und 100 Filmtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Actavis Group PTC ehf.
Dalshraun 1220 Hafnarfjörður
Island
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/11/745/001
EU/1/11/745/002
EU/1/11/745/003
EU/1/11/745/004
EU/1/11/745/005
EU/1/11/745/006
EU/1/11/745/007
EU/1/11/745/008
EU/1/11/745/009
EU/1/11/745/010
EU/1/11/745/011
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 13.01.2012
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 11.11.2016
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.