Warnhinweis zur Fruchtbarkeit
Dieses Arzneimittel kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
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Dieses Arzneimittel kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Dieses Arzneimittel kann die Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Lesen Sie vor der Anwendung die Packungsbeilage.
Mit besonderer Vorsicht handhaben.
Während der Behandlung ist eine zuverlässige Verhütung erforderlich.
Dieses Arzneimittel während der Stillzeit nicht anwenden.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Bei Kindern nur gemäß Packungsbeilage oder ärztlicher Empfehlung anwenden.
Dieses Arzneimittel kann die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen.
Dieses Arzneimittel kann Sehstörungen verursachen.
Datroway 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Eine Durchstechflasche mit Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält100 mg Datopotamab deruxtecan. Nach der Rekonstitution enthält eine Durchstechflasche mit 5 ml
Lösung 20 mg/ml Datopotamab deruxtecan (siehe Abschnitt 6.6).
Datopotamab deruxtecan ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (AWK), das einen humanisiertenmonoklonalen Anti-TROP2-IgG1-Antikörper (mAb) enthält, welcher in Säugetierzellen (Ovarialzellendes chinesischen Hamsters) gebildet wird und über einen Tetrapeptid-basierten, abspaltbaren Linkerkovalent an DXd, ein Exatecan-Derivat und Topoisomerase-I-Inhibitor, gebunden ist. An jedes
Antikörpermolekül sind ungefähr 4 Deruxtecan-Moleküle gebunden.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 1,50 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Durchstechflasche mit 100 mg.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Weißes bis gelblich weißes lyophilisiertes Pulver, das wie eine geformte Masse ('cake“) aussieht.
Datroway wird angewendet als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mitinoperablem oder metastasiertem Hormonrezeptor (HR)-positivem, HER2-negativem Brustkrebs, diebereits eine endokrine Therapie und mindestens eine Chemotherapielinie im fortgeschrittenen Stadiumerhalten haben (siehe Abschnitt 5.1).
Datroway muss von einem Arzt verordnet und unter der Aufsicht eines Arztes angewendet werden,der Erfahrung mit der Anwendung von Krebsmedikamenten hat.
Auswahl der Patienten
Patienten zur Behandlung eines inoperablen oder metastasierten HR-positiven HER2 negativen
Brustkrebs müssen basierend auf einem dokumentierten HER2-negativen Ergebnis ausgewähltwerden, das - falls verfügbar - mit einem IVD-Medizinprodukt mit CE-Kennzeichnung oder durcheinen alternativen validierten Test ermittelt wurde.
DosierungDie empfohlene Dosis Datroway beträgt 6 mg/kg (bis maximal 540 mg bei Patienten ≥ 90 kg)
Körpergewicht und wird als intravenöse Infusion einmal alle 3 Wochen (21-tägiger Zyklus) bis zum
Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten einer inakzeptablen Toxizität angewendet.
Prämedikation und prophylaktische Arzneimittel
Vor jeder Infusion von Datroway muss eine Prämedikation zur Vorbeugung von Reaktionen im
Zusammenhang mit einer Infusion in Betracht gezogen werden, die aus einem Antihistaminikum und
Paracetamol (mit oder ohne Glucocorticoide) besteht (siehe Abschnitt 4.8).
Es wird außerdem empfohlen, dass die Patienten vor der Infusion von Datroway und an dendarauffolgenden Tagen je nach Bedarf prophylaktische Antiemetika (Dexamethason mit 5-HT3-
Antagonisten sowie andere Arzneimittel wie NK1-Rezeptor-Antagonisten) erhalten.
Zur prophylaktischen Behandlung von Keratitis und Stomatitis, siehe Abschnitt 4.4.
DosisanpassungenDosisanpassungen bei Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion
Wenn der Patient Symptome im Zusammenhang mit einer Infusion zeigt, muss die
Infusionsgeschwindigkeit von Datroway gesenkt oder die Infusion unterbrochen werden. Beilebensbedrohlichen Reaktionen auf die Infusion ist Datroway dauerhaft abzusetzen.
Dosisanpassungen bei NebenwirkungenGemäß den in Tabelle 1 und 2 aufgeführten Leitlinien kann die Behandlung von Nebenwirkungen eine
Dosisverzögerung, eine Dosisreduktion oder den Abbruch der Behandlung erfordern.
Die Dosis von Datroway darf nach einer Dosisreduktion nicht wieder erhöht werden.
Tabelle 1: Dosisreduktionen bei Nebenwirkungen
Empfohlene Initialdosis 6 mg/kg (bis maximal 540 mg bei Patienten ≥ 90 kg)
Erste Dosisreduktion 4 mg/kg (bis maximal 360 mg bei Patienten ≥ 90 kg)
Zweite Dosisreduktion 3 mg/kg (bis maximal 270 mg bei Patienten ≥ 90 kg)
Tabelle 2: Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen
Nebenwirkung Schweregrad* Dosisanpassung
Interstitielle Lungenerkrankung Asymptomatische Dosis aussetzen bis(interstitial lung disease, ILD/Pneumonitis Schweregrad 0# erreicht ist,
ILD)/Pneumonitis [siehe (Schweregrad 1) dann:
Abschnitte 4.4 und 4.8] * bei Rückbildung innerhalbvon 28 Tagen oder wenigernach dem Datum deserstmaligen Auftretens Dosisbeibehalten
* bei Rückbildung innerhalbvon mehr als 28 Tagen nachdem Datum des erstmaligen
Auftretens Dosis um eine
Nebenwirkung Schweregrad* Dosisanpassung
Stufe reduzieren (siehe
Tabelle 1)
* sobald Verdacht auf eine
ILD/Pneumonitis besteht,
Kortikosteroid-Behandlungin Erwägung ziehen
Symptomatische * dauerhaft absetzen
ILD/Pneumonitis * bei Verdacht auf eine(Schweregrad 2 oder höher) ILD/Pneumonitis umgehendeine Kortikosteroid-
Behandlung einleiten
Keratitis [siehe Abschnitte 4.4 Schweregrad 2 * Dosis aussetzen bisund 4.8] Schweregrad 1 oder niedrigererreicht ist, dann Dosisbeibehalten
Schweregrad 3 * Dosis aussetzen bis
Schweregrad 1 oder niedrigererreicht ist, dann Dosis um1 Stufe reduzieren (siehe
Tabelle 1)
Schweregrad 4 * dauerhaft absetzen
Stomatitis [siehe Abschnitte 4.4 Schweregrad 2 * Dosis aussetzen bisund 4.8] Schweregrad 1 oder niedrigererreicht ist
* Behandlung mit der gleichen
Dosis wie beim ersten
Auftreten fortsetzen
* bei erneutem Auftreten in
Betracht ziehen, die
Behandlung mit reduzierter
Dosisstufe fortsetzen (siehe
Tabelle 1)
Schweregrad 3 * Dosis aussetzen bis
Schweregrad 1 oder niedrigererreicht ist
* Behandlung mit reduzierter
Dosisstufe fortsetzen (siehe
Tabelle 1)
Schweregrad 4 * dauerhaft absetzen
* Gemäß 'National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events“ (NCI CTCAE),
Version 5.0.# Schweregrad 0 bezieht sich auf das vollständige Abklingen der ILD/Pneumonitis, einschließlich des
Verschwindens radiologischer Befunde im Zusammenhang mit aktiver ILD/Pneumonitis. Eine verbleibende
Narbenbildung oder Fibrose nach Abklingen der ILD/Pneumonitis wird nicht als aktive Erkrankung angesehen.
Verspätet angewendete oder versäumte DosenWenn eine vorgesehene Dosis verspätet angewendet oder versäumt wird, muss sie sobald wie möglichgegeben werden, ohne den nächsten geplanten Behandlungszyklus abzuwarten. Der Behandlungsplanmuss entsprechend angepasst werden, um einen 3-Wochen-Abstand zwischen den Dosenaufrechtzuerhalten.
Besondere PatientengruppenBei Patienten im Alter von 65 Jahren oder älter ist keine Dosisanpassung von Datroway erforderlich.
Für Patienten im Alter von 85 Jahren oder älter liegen zu Datopotamab deruxtecan nur begrenzte
Daten vor.
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance [ClCr] ≥ 30und < 90 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2). Die empfohlene
Dosierung von Datroway bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion wurde nicht ermittelt(siehe Abschnitt 5.2). Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen müssen sorgfältig überwachtwerden. Bei Patienten, die zu Beginn der Behandlung eine mäßig eingeschränkte Nierenfunktionhatten und die Datopotamab deruxtecan 6 mg/kg erhielten, wurden häufiger schwerwiegende
Nebenwirkungen beobachtet als bei solchen mit normaler Nierenfunktion.
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion (Gesamtbilirubin ≤ oberer Normwert [ upperlimit of normal, ULN] und Aspartat-Transaminase [AST]-Wert > ULN oder Gesamtbilirubin> 1 bis 1,5 × ULN, unabhängig vom AST-Wert) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Es liegen nurbegrenzte Daten vor, um eine Empfehlung zur Dosisanpassung bei Patienten mit mäßigeingeschränkter Leberfunktion (Gesamtbilirubin > 1,5 bis 3 × ULN, unabhängig vom AST-Wert)abzugeben. Es liegen keine ausreichenden Daten für Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion(Gesamtbilirubin > 3 × ULN, unabhängig vom AST-Wert) vor. Daher müssen Patienten mit mäßigund stark eingeschränkter Leberfunktion sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4 und 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Esliegen keine Daten vor.
Art der AnwendungDatroway ist zur intravenösen Anwendung bestimmt. Es muss von einem Arzt oder medizinischem
Fachpersonal rekonstituiert und verdünnt und als intravenöse Infusion gegeben werden. Datroway darfnicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion gegeben werden.
Die erste Infusion muss über 90 Minuten verabreicht werden. Die Patienten müssen während der
Infusion und für mindestens 30 Minuten nach der ersten Dosis auf Anzeichen oder Symptome von
Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion überwacht werden.
Anschließende Infusionen sind über 30 Minuten zu verabreichen, wenn die vorherigen Infusionenvertragen wurden. Die Patienten müssen während der Infusion und für mindestens 30 Minuten nachder Infusion beobachtet werden.
Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. vor/während der Anwendung des ArzneimittelsDieses Arzneimittel enthält eine zytotoxische Komponente, die kovalent an den monoklonalen
Antikörper gebunden ist (siehe besondere Handhabungs- und Entsorgungsverfahren in Abschnitt 6.6).
Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe
Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Interstitielle Lungenerkrankung/PneumonitisBei Patienten, die mit Datroway behandelt wurden, sind Fälle von interstitieller Lungenerkrankung(ILD), einschließlich Pneumonitis, berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8). Es wurden tödliche
Verläufe beobachtet.
Den Patienten ist zu raten, Husten, Dyspnoe, Fieber und/oder neue oder sich verschlechternde
Atemwegssymptome unverzüglich zu melden. Die Patienten sind auf Anzeichen und Symptome von
ILD/Pneumonitis zu überwachen. Anzeichen von ILD/Pneumonitis müssen umgehend untersuchtwerden. Bei Patienten mit Verdacht auf ILD/Pneumonitis ist eine Röntgenuntersuchungdurchzuführen. Die Konsultation eines Pneumologen muss in Betracht gezogen werden. Beiasymptomatischer ILD/Pneumonitis (Schweregrad 1) muss eine Kortikosteroidbehandlung in Betrachtgezogen werden (z. B. ≥ 0,5 mg/kg/Tag Prednisolon oder eine gleichwertige Behandlung). Die
Behandlung mit Datroway muss bis zur Erholung auf Schweregrad 0 verzögert werden und kannanschließend gemäß den Anweisungen in Tabelle 2 wieder aufgenommen werden (siehe
Abschnitt 4.2). Bei symptomatischer ILD/Pneumonitis (Schweregrad 2 oder höher) ist umgehend einesystemische Kortikosteroidbehandlung zu beginnen (z. B. ≥ 1 mg/kg/Tag Prednisolon oder einegleichwertige Behandlung). Diese Behandlung ist für mindestens 14 Tage fortzusetzen. Anschließendist die systemische Kortikosteroidbehandlung über mindestens 4 Wochen allmählich auszuschleichen.
Datroway muss bei Patienten, bei denen eine symptomatische (Schweregrad 2 oder höher)
ILD/Pneumonitis diagnostiziert wird, dauerhaft abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2). Patienten miteiner Vorgeschichte von ILD/Pneumonitis können ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer
ILD/Pneumonitis haben und müssen sorgfältig überwacht werden.
ÜberempfindlichkeitBei Datopotamab deruxtecan wurden schwere anaphylaktische Reaktionen beobachtet. Patientensollten engmaschig auf Überempfindlichkeit/allergische Reaktionen beobachtet werden, die dasgleiche klinische Erscheinungsbild wie eine infusionsbedingte Reaktion aufweisen können.
Arzneimittel zur Behandlung solcher Reaktionen sowie Notfallausrüstung sollten sofort zur Verfügungstehen. Im Falle einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion muss die Behandlung mit
Datopotamab deruxtecan unverzüglich und dauerhaft beendet werden.
KeratitisDatroway kann unerwünschte Wirkungen auf der Augenoberfläche, einschließlich Keratitis,verursachen. Die Anzeichen und Symptome einer Keratitis können trockenes Auge, verstärkte
Tränensekretion, Photophobie und Sehstörungen umfassen (siehe Abschnitt 4.8).
Die Patienten sind anzuweisen, zur Prophylaxe mehrmals täglich konservierungsmittelfreiebefeuchtende Augentropfen zu verwenden. Den Patienten ist zu raten, keine Kontaktlinsen zu tragen,es sei denn, diese werden ihnen von einem Augenarzt/einer Augenärztin verordnet. Bei neuaufgetretenen oder sich verschlimmernden okulären Anzeichen und Symptomen, die auf eine Keratitishindeuten könnten, sind die Patienten umgehend zu einer entsprechenden augenärztlichen
Untersuchung zu überweisen. Die Keratitis muss überwacht werden, und wenn die Diagnose bestätigtwird, muss die Dosis verzögert, reduziert oder Datroway dauerhaft abgesetzt werden (siehe
Abschnitt 4.2).
Patienten mit einer klinisch signifikanten Hornhauterkrankung wurden von der Studie ausgeschlossen(siehe Abschnitt 5.1). Patienten mit vorbestehender Keratitis sind sorgfältig zu überwachen.
Stomatitis
Bei Patienten, die mit Datroway behandelt wurden, sind Fälle von Stomatitis, einschließlich
Mundgeschwüre und orale Mukositis, berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8).
Zusätzlich zu einer guten Mundhygiene wird zu Beginn und während der Behandlung mit Datrowaydie tägliche Anwendung einer steroidhaltigen Mundspülung (z. B. Dexamethason orale Lösung0,1 mg/ml 4-mal täglich oder einer ähnlichen steroidhaltigen Mundspülung) zur Prophylaxe und
Behandlung empfohlen. Wenn es klinisch angezeigt ist, können Antimykotika gemäß den nationalen
Leitlinien in Betracht gezogen werden. Falls keine prophylaktische steroidhaltige Mundspülung zur
Verfügung steht, wird die Verwendung einer milden Mundspülung (z. B. eine alkoholfreie und/oderbikarbonathaltige Mundspülung) gemäß den nationalen Leitlinien empfohlen. Außerdem kann in
Betracht gezogen werden, während der Infusion kleine Eiswürfel oder Eiswasser im Mund zubehalten. Beim Auftreten einer Stomatitis kann die Häufigkeit der Mundspülungen erhöht und/oder eskönnen andere topische Behandlungen angewendet werden. Je nach Schweregrad der Nebenwirkungkann die Dosis verzögert, reduziert oder Datroway dauerhaft abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Embryofetale ToxizitätAusgehend von Erkenntnissen bei Tieren und aufgrund des Wirkmechanismus kann die
Topoisomerase-I-Inhibitor-Komponente von Datroway zu einer Schädigung des Embryos/Fetusführen, wenn es einer schwangeren Frau gegeben wird.
Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss vor Beginn der Datroway-Behandlung der
Schwangerschaftsstatus überprüft werden. Die Patientin muss über die potenziellen Risiken für den
Fetus aufgeklärt werden. Frauen im gebärfähigen Alter sind anzuweisen, während der Behandlung undfür mindestens 7 Monate nach der letzten Dosis von Datroway eine zuverlässige
Empfängnisverhütungsmethode anzuwenden. Männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen
Alter sind anzuweisen, während der Behandlung und für mindestens 4 Monate nach der letzten Dosisvon Datroway eine zuverlässige Empfängnisverhütungsmethode anzuwenden (siehe Abschnitt 4.6).
Patienten mit mäßig oder schwer eingeschränkter LeberfunktionEs liegen nur begrenzte Daten zu Patienten mit mäßig oder stark eingeschränkter Leberfunktion vor.
Da die Metabolisierung in der Leber und die Ausscheidung über die Galle die Haupteliminationswegedes Topoisomerase-I-Inhibitors DXd sind, muss Datroway bei Patienten mit mäßig oder starkeingeschränkter Leberfunktion mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 1,5 mg Polysorbat 80 pro Durchstechflasche. Polysorbate könnenallergische Reaktionen hervorrufen.
Es wurden keine klinischen Studien mit Datopotamab deruxtecan zur Erfassung von
Wechselwirkungen durchgeführt. Allerdings wurden klinische Arzneimittel-Wechselwirkungsstudienmit Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) durchgeführt, das den gleichen DXd-Payload wie Datrowayenthält. Die Cmax von DXd wurde durch Ritonavir (einen Inhibitor von CYP3A4 und OATP1B1 und1B3) oder Itraconazol (einen Inhibitor von CYP3A4) nicht beeinflusst. Die AUC (area under thecurve) wurde durch beide Inhibitoren um das 1,2-Fache erhöht, was als nicht klinisch relevantangesehen wurde. Daher haben CYP3A4-, OATP1B1- und OATP1B3-Inhibitorenhöchstwahrscheinlich keine klinisch relevante Auswirkung auf die PK von Deruxtecan, das aus
Datopotamab deruxtecan freigesetzt wird.
Frauen im gebärfähigen Alter/Empfängnisverhütung bei Frauen und Männern
Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss vor Beginn der Datroway-Behandlung der
Schwangerschaftsstatus überprüft werden.
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Datroway-Behandlung und für mindestens7 Monate nach der letzten Dosis eine zuverlässige Empfängnisverhütungsmethode anwenden.
Männer mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter müssen während der Datroway-Behandlung und fürmindestens 4 Monate nach der letzten Dosis eine zuverlässige Empfängnisverhütungsmethodeanwenden.
SchwangerschaftBisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Datroway bei Schwangeren vor. Ausgehendvon Erkenntnissen bei Tieren und aufgrund des Wirkmechanismus ist allerdings zu erwarten, dass die
Topoisomerase-I-Inhibitor-Komponente DXd auch zu einer Schädigung des Embryos/Fetus führenkann, wenn es schwangeren Frauen gegeben wird (siehe Abschnitt 5.3).
Die Anwendung von Datroway während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter,die nicht verhüten, wird nicht empfohlen. Die Patientinnen müssen über die potenziellen Risiken fürden Fetus aufgeklärt werden, bevor sie schwanger werden, und unverzüglich ihren Arzt kontaktieren,sobald sie schwanger werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Datopotamab deruxtecan in die Muttermilch übergeht. Humanes IgG wird indie Muttermilch ausgeschieden. Aufgrund des Potenzials für schwerwiegende Nebenwirkungen beigestillten Kindern müssen Frauen das Stillen vor Beginn der Behandlung mit Datroway beenden.
Frauen dürfen 1 Monat nach Beendigung der Behandlung mit dem Stillen beginnen.
FertilitätEs liegen keine Humandaten über die Auswirkungen von Datopotamab deruxtecan auf die Fertilitätvor. Aus Ergebnissen von Toxizitätsstudien an Tieren geht hervor, dass Datroway die männliche undweibliche Fortpflanzungsfunktion und Fertilität beeinträchtigen kann (siehe Abschnitt 5.3).
Männer und Frauen müssen sich vor der Behandlung bezüglich der Fertilitätserhaltung beraten lassen.
Es ist nicht bekannt, ob Datopotamab deruxtecan oder seine Metabolite in der Samenflüssigkeitauftreten. Männliche Patienten dürfen während des gesamten Behandlungszeitraums und fürmindestens 4 Monate nach der letzten Dosis von Datroway kein Sperma spenden oder konservierenlassen. Frauen dürfen während des gesamten Behandlungszeitraums und mindestens 7 Monate nachder letzten Dosis von Datroway keine Eizellen spenden oder für den eigenen Gebrauch entnehmenlassen.
Datroway kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.
Patienten müssen angewiesen werden, beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen
Vorsicht walten zu lassen, wenn sie während der Behandlung mit Datroway an Ermüdung oder
Sehstörungen leiden (siehe Abschnitt 4.8).
Die Beurteilung des gepoolten Sicherheitsprofils erfolgte in zwei klinischen Studien mit443 Patienten, die Datroway 6 mg/kg Körpergewicht zur Behandlung von Brustkrebs erhielten. Der
Median der Exposition gegenüber Datroway betrug in diesem Datensatz 6,2 Monate (Bereich 0,7 bis28,5 Monate).
Die häufigsten Nebenwirkungen waren Stomatitis (64,8 %), Übelkeit (57,6 %), Ermüdung/Fatigue(42,7 %), Alopezie (37,2 %), Obstipation (33,0 %), Erbrechen (26,0 %), trockenes Auge (25,5 %),
COVID-19 (17,8 %), Keratitis (17,8 %), Anämie (17,2 %), verminderter Appetit (16,3 %), AST erhöht(16,0 %), Ausschlag (15,3 %), Diarrhö (12,9 %), Neutropenie (12,0 %) und ALT erhöht (10,4 %).
Die häufigsten Nebenwirkungen von Schweregrad 3/4 waren Stomatitis (7,9 %), Ermüdung/Fatigue(4,3 %), Anämie (3,2 %), AST erhöht (2,7 %), Erbrechen (1,6 %), ALT erhöht (1,6 %), Übelkeit(1,4 %), Harnwegsinfektion (1,4 %), COVID-19 (1,1 %), verminderter Appetit (1,1 %), Neutropenie(1,1 %) und Lungenentzündung (1,1 %). Nebenwirkungen von Schweregrad 5 traten bei 0,7 % der
Patienten auf und waren auf ILD/Pneumonitis, Dyspnoe und Sepsis zurückzuführen.
Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren COVID-19 (1,4 %), Harnwegsinfektion(1,1 %), ILD/Pneumonitis (1,1 %) und Sepsis (1,1 %).
Die Häufigkeit eines Behandlungsabbruchs aufgrund von Nebenwirkungen betrug 3,6 %. Diehäufigste Nebenwirkung, die zum Abbruch der Behandlung führte, war ILD/Pneumonitis (2,0 %). Die
Häufigkeit von Dosisreduktionen aufgrund von Nebenwirkungen betrug 21,0 %. Die häufigsten
Nebenwirkungen, die zu Dosisreduktionen führten, waren Stomatitis (12,9 %), Ermüdung/Fatigue(3,2 %), Übelkeit (1,8 %) und Keratitis (1,4 %). Die Häufigkeit von Behandlungsunterbrechungenaufgrund von Nebenwirkungen betrug 19,6 %. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu
Behandlungsunterbrechungen führten, waren Stomatitis (5,2 %), COVID-19 (4,1 %),
Ermüdung/Fatigue (2,3 %), ILD/Pneumonitis (1,6 %), Lungenentzündung (1,6 %), Keratitis (1,4 %)und Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion (1,1 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn Tabelle 3 sind die für Datroway berichteten Nebenwirkungen aufgeführt. Die Nebenwirkungen sindnach Systemorganklasse und Häufigkeitskategorie aufgeführt. Die Häufigkeiten der Nebenwirkungenbasieren auf den Häufigkeiten aller unerwünschten Ereignisse, wobei ein Teil der Ereignisse einer
Nebenwirkung andere Ursachen als Datopotamab deruxtecan haben kann, wie z. B. die Erkrankung,andere Arzneimittel oder in keinem Zusammenhang stehende Ursachen. Der Schweregrad derunerwünschten Arzneimittelwirkungen wurde auf der Grundlage der Common Terminology Criteriafor Adverse Events (CTCAE, Allgemeine Terminologiekriterien von unerwünschten Ereignissen)bewertet, wobei Schweregrad 1 als leicht, Schweregrad 2 als mittelschwer, Schweregrad 3 als schwer,
Schweregrad 4 als lebensbedrohlich und Schweregrad 5 als Tod definiert wurde.
Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100; < 1/10);gelegentlich (≥ 1/1 000; < 1/100); selten (≥ 1/10 000; < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 3: Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Datopotamab deruxtecan 6 mg/kg behandeltwurden
Systemorganklasse Häufigkeitskategorie Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre ErkrankungenSehr häufig COVID-19a
Häufig Harnwegsinfektion,
Lungenentzündungb, Sepsis
Systemorganklasse Häufigkeitskategorie Nebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSehr häufig Anämie, Neutropeniec
Häufig Leukopenie
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekannt Anaphylaktische Reaktion
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenSehr häufig Verminderter Appetit
Erkrankungen des NervensystemsHäufig Dysgeusie
AugenerkrankungenSehr häufig Keratitisd, trockenes Auge
Häufig Konjunktivitise, verschwommenes
Sehen, Tränensekretion verstärkt,
Blepharitis, Dysfunktion der
Meibomdrüse, Photophobie
Gelegentlich Sehverschlechterung
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsHäufig ILD/Pneumonitisf, Dyspnoe
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig Stomatitisg, Erbrechen, Übelkeit,
Diarrhö, Obstipation
Häufig Mundtrockenheit
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesSehr häufig Alopezie, Ausschlagh
Häufig Pruritus, trockene Haut,
Hauthyperpigmentierungi,
Madarosis
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig Ermüdung/Fatiguej
Untersuchungen
Sehr häufig Aspartat-Aminotransferase erhöht,
Alanin-Aminotransferase erhöht
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Häufig Reaktion im Zusammenhang miteiner Infusionka Einschließlich COVID-19, COVID-19-Pneumonie, positiver SARS-CoV-2-Test.b Einschließlich Lungenentzündung, Infektion der unteren Atemwege und Pilzinfektion der unteren Atemwege.c Einschließlich Neutropenie und Neutrophilenzahl erniedrigt.d Einschließlich Keratitis, Keratitis punctata und ulzerativer Keratitis.e Einschließlich Konjunktivitis, Erkrankung der Bindehaut, Bindehauthyperämie und Bindehautreizung.f Einschließlich interstitieller Lungenerkrankung und Pneumonitis.g Einschließlich Stomatitis, aphthöses Ulkus, Glossitis, Mundulzeration, schmerzhaftes Schlucken,
Mundschmerzen, Schmerzen im Oropharynx und Rachenentzündung.h Einschließlich Ausschlag, erythematöser Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag und juckender Ausschlag.i Einschließlich Hauthyperpigmentierung und Hautverfärbung.j Einschließlich Ermüdung/Fatigue und Asthenie.k Als Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion gilt jede Reaktion (Reaktion im Zusammenhang mit einer
Infusion, Pruritus und Ausschlag), die am Tag der Datroway-Infusion auftritt.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenILD/Pneumonitis trat bei 4,7 % der Patientengruppe mit Brustkrebs auf, die mit Datroway 6 mg/kgbehandelt wurde; davon wurden in einer unabhängigen Überprüfung 3,6 % der arzneimittelbedingten
ILD/Pneumonitis zugeordnet. Die meisten Fälle von ILD/Pneumonitis waren Schweregrad 1 (2,9 %).
Ereignisse von Schweregrad 2 traten bei 0,9 % der Patienten auf. Ereignisse von Schweregrad 3 tratenbei 0,9 % der Patienten auf. Bei 0,2 % der Patienten traten arzneimittelbedingte Ereignisse auf, die
Schweregrad 5 zugeordnet wurden. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten betrug 5,8 Monate(Bereich: 1,1 bis 10,8).
Unerwünschte Wirkungen auf der Augenoberfläche
Unerwünschte Wirkungen auf der Augenoberfläche traten bei 49,0 % der mit Datroway behandelten
Patientengruppe auf; davon entfielen 35,0 % auf Schweregrad 1, 12,2 % auf Schweregrad 2 und 1,8 %auf Schweregrad 3. Keratitis trat bei 17,8 % der mit Datroway behandelten Patientengruppe auf; davonentfielen 13,3 % auf Schweregrad 1, 3,6 % auf Schweregrad 2, und 0,9 % auf Schweregrad 3. Diemediane Zeit bis zum Auftreten betrug 4,1 Monate (Bereich: 0 bis 23,2). Bei 0,5 % der Patienten kames zu einem Abbruch der Behandlung aufgrund von Keratitis.
Stomatitis
Stomatitis trat bei 64,8 % der mit Datroway behandelten Patientengruppe auf; davon entfielen 29,3 %auf Schweregrad 1, 27,5 % auf Schweregrad 2, und 7,9 % auf Schweregrad 3. Die mediane Zeit biszum ersten Auftreten betrug 0,6 Monate (Bereich: 0,03 bis 12,2). Bei 0,5 % der Patienten kam es zueinem Abbruch der Behandlung aufgrund von Stomatitis.
Hämatologische EreignisseIn der Studie TROPION-Breast01 trat Neutropenie bei 11,7 % der mit Datroway behandelten
Patienten auf (davon entfielen 1,1 % auf Schweregrad ≥ 3). Leukopenie trat bei 3,6 % der mit
Datroway behandelten Patienten auf (kein Fall mit Schweregrad ≥ 3). Koloniestimulierende Faktorenwurden bei 2,7 % der mit Datroway behandelten Patienten eingesetzt.
Ältere PatientenUnter den 443 Patienten mit Brustkrebs, die mit Datroway 6 mg/kg behandelt wurden, waren 23,3 %65 Jahre oder älter und 4,7 % 75 Jahre oder älter. Es liegen begrenzte Daten zur Ermittlung der
Sicherheit bei Patienten im Alter von 85 Jahren oder älter vor.
Bei den Patienten im Alter von 65 Jahren oder älter wurde ein zahlenmäßig niedrigerer Anteil an
Nebenwirkungen des Grades 3/4 (24,3 % vs. 25,0 %) und ein numerisch höherer Anteil anschwerwiegenden Nebenwirkungen (9,7 % vs. 6,8 %) und Nebenwirkungen, die zum
Behandlungsabbruch führten (3,9 % vs. 3,5 %), beobachtet als bei Patienten unter 65 Jahren.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es gibt derzeit keine spezifische Behandlung für den Fall einer Überdosierung. Eine höhere als dieangegebene Dosierung kann das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Die Ärzte müssen allgemeineunterstützende Maßnahmen ergreifen und eine angemessene Behandlung einleiten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: antineoplastische Mittel, monoklonale Antikörper und Antikörper-
Wirkstoff-Konjugate, ATC-Code: L01FX35
WirkmechanismusDatopotamab deruxtecan ist ein gegen TROP2 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat. Der
Antikörper ist ein humanisierter Anti-TROP2-IgG1-Antikörper, der an Deruxtecan gebunden ist, dasaus einem abspaltbaren Linker auf Tetrapeptidbasis und dem Topoisomerase-I-Inhibitor (DXd)besteht. Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ist im Plasma stabil. Der Antikörper bindet an TROP2,das auf der Oberfläche bestimmter Tumorzellen exprimiert wird. Nach der Bindung wird
Datopotamab deruxtecan in die Tumorzellen internalisiert. Die anschließende Freisetzung von DXdführt zu DNA-Schäden und apoptotischem Zelltod durch Hemmung der Topoisomerase I. Wie in vitrogezeigt, kann Datopotamab deruxtecan durch Mechanismen der antikörperabhängigen zellulären
Zytotoxizität (ADCC), der antikörperabhängigen zellulären Phagozytose (ADCP) und der
Zytotoxizität von DXd durch Bystander-Effekt auch eine indirekte Zytotoxizität gegen TROP2-exprimierende Tumorzellen und benachbarte Zellen aufweisen.
Pharmakodynamische WirkungenWie bei allen therapeutischen Proteinen besteht ein Potenzial für Immunogenität.
Während des medianen 5,5-monatigen Behandlungszeitraums in klinischen Studien bei NSCLC- und
Brustkrebspatienten, die mit Datroway in einer Dosis von 6 mg/kg behandelt wurden, betrug die
Inzidenz von Anti-Datopotamab-deruxtecan-Antikörpern 16 % (146 von 912) und die Inzidenz vonneutralisierenden Antikörpern gegen Datopotamab deruxtecan 2,5 % (23 von 912). Es gab keineoffensichtlichen Auswirkungen von Antikörpern gegen das Arzneimittel auf die Pharmakokinetik oder
Wirksamkeit von Datopotamab deruxtecan. Es wurden keine klinisch bedeutsamen Auswirkungen aufdie Sicherheit von Datopotamab deruxtecan beobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitHR+/HER2- Brustkrebs
TROPION-Breast01 (NCT05104866)
Die Wirksamkeit von Datroway wurde in der Studie TROPION-Breast01 untersucht, einermultizentrischen, offenen, randomisierten Studie mit 732 Patienten mit inoperablem odermetastasiertem HR-positivem, HER2-negativem (IHC 0, IHC1+ oder IHC2+/ISH-) Brustkrebs. Die
Patienten mussten unter endokriner Therapie progredient sein und für diese ungeeignet sein. Die
Patienten mussten ein bis zwei Chemotherapielinien im Zusammenhang mit einer inoperablen odermetastasierten Erkrankung erhalten haben. Patienten mit klinisch inaktiven Hirnmetastasen wurden indie Studie aufgenommen. Ausgeschlossen wurden Patienten mit einer Vorgeschichte einer
ILD/Pneumonitis, die eine Behandlung mit Steroiden erforderte, mit einer anhaltenden
ILD/Pneumonitis oder mit einer klinisch signifikanten Herz-, Lungen- oder Hornhauterkrankung zum
Zeitpunkt des Screenings. Ausgeschlossen wurden auch Patienten mit einem Eastern Cooperative
Oncology Group (ECOG) Leistungsstatus > 1.
Insgesamt wurden 732 Patienten im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten entweder Datroway6 mg/kg (N = 365) per intravenöser Infusion alle 3 Wochen oder eine Chemotherapie nach Wahl des
Arztes (N = 367, Eribulin 59,9 %, Capecitabin 20,7 %, Vinorelbin 10,4 % oder Gemcitabin 9,0 %) biszum Auftreten einer inakzeptablen Toxizität oder bis zum Fortschreiten der Erkrankung. Die
Randomisierung erfolgte stratifiziert nach vorheriger Chemotherapie (eine oder zwei), vorheriger
Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor (ja oder nein) und geografischer Region (USA, Kanada,
Europa oder Rest der Welt). Bis zum Fortschreiten der Erkrankung wurde alle 6 Wochen eine
Tumorbildgebung durchgeführt.
Die dualen primären Wirksamkeitsendpunkte waren das progressionsfreie Überleben (progression-free survival, PFS), welches durch eine verblindete unabhängige zentrale Überprüfung (blindedindependent central review, BICR) gemäß den Response Evaluation Criteria in Solid Tumours(RECIST-Kriterien) V1.1 bewertet wurde, und das Gesamtüberleben (overall survival, OS).
Sekundäre Endpunkte waren die bestätigte objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) unddie Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR).
Die demografischen Ausgangsdaten und die Krankheitsmerkmale der Patienten waren zwischen den
Behandlungsarmen ausgeglichen. Das mediane Alter lag bei 55 Jahren (Bereich: 28 bis 86); 22,3 %waren ≥ 65 Jahre alt, 98,8 % waren weiblich; 47,8 % waren Weiße, 1,5 % waren Schwarze oder
Afroamerikaner, 40,7 % waren Asiaten und 11,3 % waren hispanischer/lateinamerikanischerethnischer Zugehörigkeit; 57 % hatten einen ECOG-PS von 0 und 42,3 % einen ECOG-PS von 1;97,3 % hatten eine viszerale Erkrankung, 71,9 % hatten Lebermetastasen und 7,9 % hatten stabile
Hirnmetastasen zum Zeitpunkt der Randomisierung.
60,2 % der Patienten hatten zuvor eine endokrine Therapie in der (neo-)adjuvanten Phase erhalten,88,5 % hatten zuvor eine endokrine Therapie in der inoperablen oder metastasierten Phase erhaltenund alle Patienten hatten zuvor eine Chemotherapie in der inoperablen oder metastasierten Phaseerhalten. Insgesamt hatten 80,7 % der Patienten zuvor Taxane und 63,8 % zuvor Anthrazyklineerhalten. 62 % der Patienten hatten eine vorherige Chemotherapie erhalten und 37,7 % der Patientenhatten zwei vorherige Chemotherapien zur Behandlung einer inoperablen oder metastasierten
Erkrankung erhalten. 82,5 % der Patienten waren zuvor mit einem CDK4/6-Inhibitor behandeltworden.
Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 4 und in Abbildung 1 und 2 zusammengefasst.
Tabelle 4: Wirksamkeitsergebnisse in TROPION-Breast01
Wirksamkeitsparameter Datroway Chemotherapie(N = 365) (N = 367)
Progressionsfreies Überleben nach BICRa
Anzahl der Ereignisse (%) 212 (58,1) 235 (64,0)
Median, Monate (95%-KI) 6,9 (5,7; 7,4) 4,9 (4,2; 5,5)
Hazard Ratio (95%-KI) 0,63 (0,52; 0,76)p-Wertb < 0,0001
Gesamtüberlebenc, d
Anzahl der Ereignisse (%) 223 (61,1) 213 (58,0)
Median, Monate (95%-KI) 18,6 (17,3; 20,1) 18,3 (17,3; 20,5)
Hazard Ratio (95%-KI) 1,01 (0,83; 1,22)p-Werte 0,9445
Objektive Ansprechrate nach BICRa,fn (%) 133 (36,4) 84 (22,9)95%-KI 31,4; 41,3 18,6; 27,2
Ansprechdauer nach BICRa,f
Median, Monate (95%-KI) 6,7 (5,6; 9,8) 5,7 (4,9; 6,8)a Datenstichtag 17. Juli 2023b Die vordefinierte Grenze für den p-Wert lag bei 0,01.c Datenstichtag 24. Juli 2024d 12,3 % der Patienten im Datopotamab-deruxtecan-Arm und 24,0 % der Patienten im ICC-Arm wurden nach
Absetzen der Behandlung mit Trastuzumab deruxtecan und/oder Sacituzumab govitecan weiterbehandelt.e Die vordefinierte Grenze für den p-Wert lag bei 0,0403.f Die Endpunkte wurden deskriptiv analysiert.
Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurve des progressionsfreien Überlebens (PFS) gemäß BICR in der
Studie TROPION-Breast01 (Datenstichtag 17. Juli 2023)
Zensiert
Datopotamab deruxtecan (N = 365)
ICC (N = 367)
Anzahl Risikopatienten Zeit seit Randomisierung (Monate)
Datopotamab deruxtecan(N = 365)
ICC (N = 367)
Die Verbesserung des PFS nach BICR war in den präspezifizierten Subgruppen der Patientenkonsistent, einschließlich der geografischen Region, der vorherigen Anwendung eines CDK4/6-
Inhibitors und der vorherigen Therapielinie.
Abbildung 2: Kaplan-Meier-Kurve des finalen Gesamtüberlebens (OS) in der Studie
TROPION-Breast01 (Datenstichtag 24. Juli 2024)
Zensiert
Datopotamab deruxtecan (N = 365)
ICC (N = 367)
Zeit seit Randomisierung (Monate)
Anzahl Risikopatienten
Datopotamabderuxtecan (N = 365)
ICC (N = 367)
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Datroway eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei Brustkrebs gewährt (siehe
Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Die Pharmakokinetik von Datopotamab deruxtecan wurde bei 729 Patienten untersucht.
Bei der empfohlenen Dosierung von Datroway betrug das geometrische Mittel (Variationskoeffizient[VK]%) der Cmax von Datopotamab deruxtecan und DXd 154 µg/ml (20,3 %) bzw. 2,82 ng/ml(58,1 %), und die AUC (Fläche unter der Plasma-Konzentrations-Zeitkurve) von Datopotamab
Gesamtüberleben (%)
Progressionsfreies Überleben (%)deruxtecan und DXd betrug 671 µg*Tag/ml (31,4 %) bzw. 18,5 ng*Tag/ml (42,6 %) nach der ersten
Dosis in Zyklus 1.
VerteilungDas Verteilungsvolumen von Datopotamab deruxtecan im Fließgleichgewicht beträgt 3,52 l. In vitrolag die Proteinbindung von DXd in Humanplasma im Konzentrationsbereich von 10 ng/ml bis100 ng/ml bei 96,8 bis 98,0 %, und das Verhältnis von Blut- zu Plasmakonzentration von DXd betrug0,59-0,62.
BiotransformationDatopotamab deruxtecan wird in der Tumorzelle durch lysosomale Enzyme gespalten, wodurch DXdfreigesetzt wird. Es ist zu erwarten, dass der humanisierte monoklonale TROP2-IgG1-Antikörper überkatabole Vorgänge auf die gleiche Weise wie endogenes IgG zu kleinen Peptiden und Aminosäurenabgebaut wird. In-vitro-Studien zur Metabolisierung an menschlichen Lebermikrosomen zeigen, dass
DXd in erster Linie durch CYP3A4 über oxidative Vorgänge und in nicht nennenswertem Umfangdurch UGT oder andere CYP-Enzyme metabolisiert wird.
EliminationNach intravenöser Anwendung von Datopotamab deruxtecan bei Patienten wurde die Clearance von
Datopotamab deruxtecan auf 0,57 l/Tag geschätzt. Die mediane Eliminationshalbwertszeit (t1/2) von
Datopotamab deruxtecan betrug 4,82 Tage und die scheinbare mediane t1/2 von freigesetztem DXd lagbei etwa 5,50 Tagen. In vitro war DXd ein Substrat von P-gp, OATP1B1, OATP1B3, MATE2-K,
MRP1 und BCRP. Die Ausscheidung von DXd wurde beim Menschen nicht untersucht.
Wechselwirkungen in vitroEinfluss von Datroway auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass DXd wesentliche CYP450-Enzyme wie CYP1A2, 2B6, 2C8,2C9, 2C19, 2D6 und 3A nicht hemmt oder induziert. In-vitro-Studien weisen ferner darauf hin, dass
DXd keine Hemmwirkung auf OAT1-, OAT3-, OCT1-, OCT2-, OATP1B1-, OATP1B3-, MATE1-,
MATE2-K-, P-gp-, BCRP- oder BSEP-Transporter ausübt.
Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Datroway
In vitro war DXd ein Substrat von P-gp, OATP1B1, OATP1B3, MATE2-K, MRP1, und BCRP.
Bei Arzneimitteln, die eine Hemmwirkung auf MATE2-K-, MRP1-, P-gp-, OATP1B1- oder BCRP-
Transporter ausüben, werden keine bedeutsamen Arzneimittelwechselwirkungen erwartet (siehe
Abschnitt 4.5).
Linearität/Nicht-LinearitätBei intravenöser Anwendung stieg die Exposition von Datopotamab deruxtecan und freigesetztem
DXd im Dosisbereich von 4 mg/kg bis 10 mg/kg (etwa das 0,7- bis 1,7-Fache der empfohlenen Dosis)proportional zur verabreichten Dosis an. Bei der Dosis von 6 mg/kg wurde zwischen Zyklus 1 und
Zyklus 3 keine Akkumulation von Datopotamab deruxtecan beobachtet.
Besondere PatientengruppenEine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass Alter (26 bis 86 Jahre), ethnische
Zugehörigkeit, Region und Geschlecht keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Exposition von
Datopotamab deruxtecan oder DXd hatten. Das mittlere Verteilungsvolumen und die Clearance von
Datopotamab deruxtecan und DXd steigen mit zunehmendem Körpergewicht (35,6 kg bis 156 kg).
Dies wird als klinisch relevant angesehen. Siehe Abschnitt 4.2 für Dosisempfehlungen.
Eingeschränkte NierenfunktionEs wurde keine spezielle Studie zu eingeschränkter Nierenfunktion durchgeführt. Laut einerpopulationspharmakokinetischen Analyse von Patienten mit leicht bis mäßig (ClCr ≥ 30 und< 90 ml/min) eingeschränkter Nierenfunktion (Schätzung nach Cockcroft-Gault) wurde die
Pharmakokinetik von Datopotamab deruxtecan oder DXd durch eine leichte bis mäßige
Einschränkung der Nierenfunktion im Vergleich zu einer normalen Nierenfunktion (ClCr≥ 90 ml/min) nicht beeinflusst (siehe Abschnitt 4.2).
Eingeschränkte LeberfunktionEs wurde keine spezielle Studie zu eingeschränkter Leberfunktion durchgeführt. Laut einerpopulationspharmakokinetischen Analyse bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion(Gesamtbilirubin ≤ ULN und AST-Wert > ULN oder Gesamtbilirubin > 1 bis 1,5 × ULN, unabhängigvom AST-Wert) wurde die Pharmakokinetik von Datopotamab deruxtecan oder DXd durch eine leichteingeschränkte Leberfunktion im Vergleich zu einer normalen Leberfunktion nicht beeinflusst. Esliegen nur begrenzte Daten für Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion (Gesamtbilirubin> 1,5 bis 3 × ULN, unabhängig vom AST-Wert) vor, um Schlussfolgerungen ziehen zu können. Esliegen keine ausreichenden Daten für Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion(Gesamtbilirubin > 3 × ULN, unabhängig vom AST-Wert) vor. Deshalb müssen Patienten mit mäßigund schwer eingeschränkter Leberfunktion sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).
Toxizität bei wiederholter Verabreichung
Bei Expositionen gegenüber dem Topoisomerase-I-Inhibitor unterhalb der klinischen
Plasmaexposition wurden bei Tieren nach Verabreichung von Datopotamab deruxtecan Toxizitäten inlymphatischen und hämatopoetischen Organen, Darm, Niere, männlichen und weiblichen
Fortpflanzungsorganen, Lunge, Haut, Augen (Hornhaut), Leber und Schneidezähnen beobachtet. Beidiesen Tieren waren die Expositionen gegenüber dem AWK ähnlich oder lagen über der klinischen
Plasmaexposition.
GenotoxizitätDXd erwies sich sowohl in einem In-vivo-Knochenmark-Mikronukleus-Test bei Ratten als auch ineinem In-vitro-Aberrationstest mit Lungenchromosomen des chinesischen Hamsters als klastogen.
KarzinogenitätEs wurden keine Karzinogenitätsstudien mit Datopotamab deruxtecan durchgeführt.
Reproduktions- und EntwicklungstoxizitätEs wurden keine gezielten Fertilitätsstudien mit Datopotamab deruxtecan durchgeführt. Aus den
Ergebnissen einer Tier-Toxizitätsstudie an Ratten geht hervor, dass Datopotamab deruxtecan200 mg/kg (etwa das 29-Fache der für den Menschen empfohlenen Dosis von 6 mg/kg basierend aufder AUC) bei Expositionen des Topoisomerase-I-Inhibitors unterhalb der klinischen Plasmaexpositiondie männliche und weibliche Fortpflanzungsfunktion und Fertilität beeinträchtigen kann. Die Toxizitätfür den männlichen Fortpflanzungstrakt umfasste Hoden (Degeneration des Keimepithels und
Atrophie der Samenkanälchen) und Nebenhoden (Einzelzellnekrose des Duktalepithels, Zelltrümmerim Kanal und verringerte Anzahl von Spermien im Kanal), die sich nach 8-wöchiger
Behandlungsunterbrechung nicht zurückbildeten, mit Ausnahme von Einzelzellnekrose des
Duktalepithels. Die Auswirkungen auf die weibliche Fertilität, einschließlich einer Zunahme der
Anzahl atretischer Follikel in den Eierstöcken und einer Einzelzellnekrose des Schleimhautepithels inder Vagina, können reversibel sein.
Es wurden keine Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität mit Datopotamab deruxtecandurchgeführt. Ausgehend von den Ergebnissen allgemeiner Toxizitätsstudien an Tieren waren
Datopotamab deruxtecan und DXd toxisch für Zellen mit schneller Zellteilung (Hoden), und DXd wargenotoxisch, was auf ein Potenzial für Embryotoxizität und Teratogenität schließen lässt.
L-Histidin
L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat
SaccharosePolysorbat 80 (E 433)
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Zur Rekonstitution oder Verdünnung darf keine Natriumchlorid-Infusionslösung verwendet werden,da sie zur Partikelbildung führen kann.
4 Jahre
Rekonstituierte LösungDie chemische und physikalische Stabilität nach Öffnung wurde für bis zu 48 Stunden bei 2 °C bis8 °C nachgewiesen. Vom mikrobiologischen Standpunkt aus betrachtet, muss die Lösung sofortverwendet werden. Wird die rekonstituierte Lösung nicht sofort verwendet, unterliegen
Aufbewahrungsdauer und -bedingungen der gebrauchsfertigen Lösung vor der Anwendung der
Verantwortung des Anwenders und betragen normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei 2 ºC bis8 ºC, es sei denn, die Rekonstitution erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen
Bedingungen.
Verdünnte LösungEs wird empfohlen, die verdünnte Lösung sofort zu verwenden. Wenn die verdünnte Lösung nichtsofort verwendet wird, kann sie, einschließlich Zubereitung und Infusion, lichtgeschützt bei
Raumtemperatur (≤ 25 °C) für bis zu 4 Stunden oder für bis zu 24 Stunden im Kühlschrank bei 2 ºCbis 8 ºC aufbewahrt werden.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe
Abschnitt 6.3.
Datroway wird in einer 10-ml-Durchstechflasche aus braunem Borosilikatglas Typ 1 geliefert, die miteinem mit Fluorharz laminierten Butylkautschuk-Stopfen und einer blauen Flip-off-Bördelkappe aus
Polypropylen/Aluminium verschlossen ist.
Jede Schachtel enthält 1 Durchstechflasche.
Datroway enthält eine zytotoxische Komponente und muss unter der Aufsicht eines Arztesangewendet werden, der Erfahrung mit der Anwendung von Zytostatika hat. Es sind geeignete
Verfahren für die Zubereitung, Handhabung und Entsorgung von antineoplastischen undzytotoxischen Arzneimitteln anzuwenden.
Bei den folgenden Rekonstitutions- und Verdünnungsverfahren muss eine geeignete aseptische
Technik angewendet werden.
Rekonstitution* Unmittelbar vor der Verdünnung rekonstituieren.
* Für eine volle Dosis kann mehr als eine Durchstechflasche erforderlich sein. Berechnen Sie die
Dosis (mg), das erforderliche Gesamtvolumen der rekonstituierten Datroway-Lösung und diebenötigte Anzahl Durchstechflaschen mit Datroway (siehe Abschnitt 4.2).
* Rekonstituieren Sie jede 100-mg-Durchstechflasche mithilfe einer sterilen Spritze, indem Sielangsam 5 ml Wasser für Injektionszwecke in jede Durchstechflasche injizieren, um eine
Endkonzentration von 20 mg/ml zu erhalten.
* Schwenken Sie die Durchstechflasche behutsam, bis sich der Inhalt vollständig aufgelöst hat.
Nicht schütteln.
* Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Für den Fall, dass die
Lösung nicht sofort verwendet wird, wurde die chemische und physikalische Stabilität währenddes Gebrauchs für bis zu 48 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nachgewiesen. Die rekonstituierten
Datroway-Durchstechflaschen lichtgeschützt im Kühlschrank bei 2 ºC bis 8 ºC aufbewahren.
Nicht einfrieren.
* Das rekonstituierte Arzneimittel enthält kein Konservierungsmittel und ist nur für deneinmaligen Gebrauch bestimmt.
Verdünnung* Die berechnete Menge aus der/den Durchstechflasche(n) in eine sterile Spritze aufziehen. Dierekonstituierte Lösung visuell auf Partikel und Verfärbung überprüfen. Die Lösung muss klarund farblos bis hellgelb sein. Nicht verwenden, wenn sichtbare Partikel vorhanden sind oderwenn die Lösung trüb oder verfärbt ist.
* Das berechnete Volumen des rekonstituierten Datroway in einem Infusionsbeutel verdünnen,der 100 ml 5%ige Glukoselösung enthält. Keine Natriumchloridlösung verwenden (siehe
Abschnitt 6.2). Ein Infusionsbeutel aus Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyolefin (Polypropylen(PP) oder Copolymer aus Ethylen und Propylen) wird empfohlen.
* Den Infusionsbeutel vorsichtig umdrehen, damit sich die Lösung gut mischen kann. Nichtschütteln.
* Den Infusionsbeutel zum Schutz vor Licht abdecken.
* Wenn die Lösung nicht sofort verwendet wird, kann sie lichtgeschützt bei Raumtemperatur(≤ 25 °C) für bis zu 4 Stunden einschließlich Zubereitung und Infusion oder für bis zu24 Stunden im Kühlschrank bei 2 ºC bis 8 ºC aufbewahrt werden. Nicht einfrieren.
* Alle in der Durchstechflasche verbliebenen, nicht verwendeten Reste der Lösung sind zuentsorgen.
Anwendung* Wenn die zubereitete Infusionslösung gekühlt (2 ºC bis 8 ºC) gelagert wurde, wird empfohlen,die Lösung vor der Anwendung lichtgeschützt stehen zu lassen bis sie Raumtemperatur erreichthat.
* Die Gabe von Datroway als intravenöse Infusion darf nur über eine Infusionsleitung und ein
Schlauchset aus PVC, Polybutadien (PBD) oder Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) erfolgen.
* Datroway ist über ein Infusionsbesteck mit einem 0,2 μm In-Line-Filter aus
Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyethersulfon (PES) oder Nylon 66 zu geben.
* Nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion anwenden (siehe Abschnitt 4.2).
* Den Infusionsbeutel zum Schutz vor Licht abdecken.
* Datroway nicht mit anderen Arzneimitteln mischen oder andere Arzneimittel nicht überdenselben intravenösen Zugang geben.
BeseitigungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.