Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels BRINTELLIX 5mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Brintellix 5 mg Filmtabletten
Brintellix 10 mg Filmtabletten
Brintellix 15 mg Filmtabletten
Brintellix 20 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Brintellix 5 mg Filmtabletten
Eine Filmtablette enthält Vortioxetinhydrobromid entsprechend 5 mg Vortioxetin.
Brintellix 10 mg Filmtabletten
Eine Filmtablette enthält Vortioxetinhydrobromid entsprechend 10 mg Vortioxetin.
Brintellix 15 mg Filmtabletten
Eine Filmtablette enthält Vortioxetinhydrobromid entsprechend 15 mg Vortioxetin.
Brintellix 20 mg Filmtabletten
Eine Filmtablette enthält Vortioxetinhydrobromid entsprechend 20 mg Vortioxetin.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette)
Brintellix 5 mg Filmtabletten
Rosa, mandelförmige (5 x 8,4 mm) Filmtablette mit der Prägung 'TL“ auf einer Seite und '5“ auf deranderen Seite.
Brintellix 10 mg Filmtabletten
Gelbe, mandelförmige (5 x 8,4 mm) Filmtablette mit der Prägung 'TL“ auf einer Seite und '10“ aufder anderen Seite.
Brintellix 15 mg Filmtabletten
Orange, mandelförmige (5 x 8,4 mm) Filmtablette mit der Prägung 'TL“ auf einer Seite und '15“ aufder anderen Seite.
Brintellix 20 mg Filmtabletten
Rote, mandelförmige (5 x 8,4 mm) Filmtablette mit der Prägung 'TL“ auf einer Seite und '20“ auf deranderen Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Brintellix wird angewendet zur Behandlung von Episoden einer Major Depression bei Erwachsenen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungDie Anfangs- und empfohlene Dosis von Brintellix bei Erwachsenen unter 65 Jahren beträgt 10 mg
Vortioxetin einmal täglich.
Abhängig vom Ansprechen des Patienten kann die Dosis auf maximal 20 mg Vortioxetin einmaltäglich erhöht oder auf minimal 5 mg Vortioxetin einmal täglich gesenkt werden.
Nachdem die Depressionssymptome abgeklungen sind, wird zur Aufrechterhaltung derantidepressiven Wirkung eine Behandlungsdauer von mindestens 6 Monaten empfohlen.
Beendigung der BehandlungZur Vermeidung von Absetzsymptomen kann eine schrittweise Dosisreduktion in Betracht gezogenwerden (siehe Abschnitt 4.8). Es liegen jedoch keine ausreichenden Daten vor, um einen konkreten
Ausschleichplan zu empfehlen.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie niedrigste wirksame Dosis von 5 mg Vortioxetin einmal täglich sollte bei Patienten ≥ 65 Jahrenimmer als die Anfangsdosis verwendet werden. Vorsicht ist geboten, wenn Patienten ≥ 65 Jahren mit
Dosen über 10 mg Vortioxetin einmal täglich behandelt werden; hierfür liegen nur begrenzte Datenvor (siehe Abschnitt 4.4).
Cytochrom-P450-Inhibitoren
Abhängig vom Ansprechen des Patienten kann bei gleichzeitiger Anwendung eines starken CYP2D6-
Inhibitors (z. B. Bupropion, Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin) eine niedrigere Dosierung von Vortioxetinin Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Cytochrom-P450-Induktoren
Abhängig vom Ansprechen des Patienten kann bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Breitband-
Cytochrom-P450-Induktor (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin) eine Dosisanpassung von
Vortioxetin in Betracht gezogen werden. (siehe Abschnitt 4.5).
Kinder und JugendlicheBrintellix darf bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von unter 18 Jahren) mit Major Depression(MD) nicht angewendet werden, da die Wirksamkeit nicht erwiesen ist (siehe Abschnitt 5.1). Datenzur Sicherheit von Brintellix bei Kindern und Jugendlichen sind in Abschnitt 4.4, pct. 4.8 und 5.1beschrieben.
Nieren- oder Leberfunktionsstörung
Eine Dosisanpassung auf Grundlage der Nieren- oder Leberfunktion ist nicht erforderlich (siehe
Abschnitt 4.4 und 5.2).
Art der AnwendungBrintellix ist zum Einnehmen bestimmt.
Die Filmtabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Gleichzeitige Anwendung mit nicht-selektiven Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) oderselektiven MAO-A-Hemmern (siehe Abschnitt 4.5).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Brintellix darf bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 17 Jahren mit MD nicht angewendetwerden, da die Wirksamkeit nicht erwiesen ist (siehe Abschnitt 5.1). Das Nebenwirkungsprofil von
Vortioxetin bei Kindern und Jugendlichen war im Allgemeinen mit dem Erwachsener vergleichbar,mit Ausnahme einer höheren Inzidenz an Ereignissen in Zusammenhang mit Abdominalschmerzenund einer höheren Inzidenz von Suizidgedanken, insbesondere bei Jugendlichen im Vergleich zu
Erwachsenen (siehe Abschnitt 4.8 und 5.1). Suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und
Suizidgedanken) sowie Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut)wurden in klinischen Studien häufiger bei mit Antidepressiva behandelten Kindern und Jugendlichenbeobachtet als bei denjenigen, die mit Placebo behandelt wurden.
Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
Depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken,selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden. Dieses erhöhte
Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt. Da diese nichtunbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum
Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dassdas Suizidrisiko zu Beginn der Behandlung ansteigen kann.
Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapieausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedankenoder -versuchen erhöht. Sie sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwachtwerden. Eine Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von
Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren,die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo.
Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem der
Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach
Dosisanpassungen einhergehen. Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer
Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem
Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen. Sie solltenunverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten.
KrampfanfälleKrampfanfälle sind ein potenzielles Risiko bei der Anwendung von Antidepressiva. Deshalb sollteeine Behandlung mit Vortioxetin bei Patienten mit Krampfanfällen in der Vorgeschichte oder bei
Patienten mit instabiler Epilepsie vorsichtig eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.5). Die Behandlungsollte bei allen Patienten, bei denen Krampfanfälle auftreten oder bei denen die Häufigkeit der
Krampfanfälle zunimmt, beendet werden.
Serotonin-Syndrom oder malignes neuroleptisches Syndrom
Unter Behandlung mit Vortioxetin können ein Serotonin-Syndrom oder malignes neuroleptisches
Syndrom, beides potenziell lebensbedrohende Erkrankungen, auftreten. Das Risiko für ein Serotonin-
Syndrom oder ein malignes neuroleptisches Syndrom erhöht sich mit gleichzeitiger Anwendung vonserotonergen Wirkstoffen (einschließlich Opioiden und Triptanen), Arzneimitteln, die den
Serotoninstoffwechsel beeinträchtigen (einschließlich MAO-Hemmern), Antipsychotika und sonstigen
Dopaminantagonisten. Patienten sollten hinsichtlich des Auftretens von Anzeichen und Symptomeneines Serotonin-Syndroms oder eines malignen neuroleptischen Syndroms überwacht werden (siehe
Abschnitte 4.3 und 4.5).
Die Symptome eines Serotonin-Syndroms schließen Änderungen des mentalen Zustands (z. B.
Agitiertheit, Halluzinationen, Koma), vegetative Instabilität (z. B. Tachykardie, labiler Blutdruck,
Hyperthermie), neuromuskuläre Abweichungen (z. B. Hyperreflexie, Koordinationsstörungen)und/oder gastrointestinale Symptome (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö) ein. In diesem Fall sollte die
Behandlung mit Vortioxetin umgehend abgesetzt und eine symptomatische Behandlung eingeleitetwerden.
Manie/Hypomanie
Vortioxetin sollte bei Patienten mit Manie/Hypomanie in der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendetund bei allen Patienten, die in eine manische Phase übergehen, abgesetzt werden.
Aggression/Agitiertheit
Patienten, die mit mit Antidepressiva, einschließlich Vortioxetin,behandelt werden, können zudem
Gefühle von Aggression, Wut, Agitiertheit und Reizbarkeit entwickeln. Der Zustand und der
Krankheitsstatus des Patienten sollten engmaschig überwacht werden. Patienten (und Betreuer von
Patienten) sollten darauf aufmerksam gemacht werden, ärztlichen Rat einzuholen, sobaldaggressives/agitiertes Verhalten auftritt oder sich verschlimmert.
HämorrhagieAnormale Blutungen, wie z. B. Ekchymosen, Purpura und sonstige hämorrhagische Ereignisse, wiez. B. gastrointestinale oder gynäkologische Blutungen, wurden in seltenen Fällen in Verbindung mitder Anwendung von Antidepressiva mit serotonerger Wirkung, einschließlich Vortioxetin, berichtet.
SSRI/SNRI können das Risiko für postpartale Hämorrhagie erhöhen. Dieses Risiko könnte auch für
Vortioxetin gelten (siehe Abschnitt 4.6). Vorsicht ist geboten bei Patienten, die Antikoagulanzienund/oder Arzneimittel einnehmen, die bekanntermaßen die Thrombozytenfunktion beeinflussen (z. B.atypische Antipsychotika und Phenothiazine, die meisten trizyklischen Antidepressiva, nichtsteroidale
Antirheumatika [NSAR], Acetylsalicylsäure [ASS]) (siehe Abschnitt 4.5), und bei Patienten mitbekannten Blutungsneigungen/-störungen.
HyponatriämieHyponatriämie, vermutlich infolge inadäquater antidiuretischer Hormonsekretion (SIADH), wurdeselten in Zusammenhang mit der Anwendung von Antidepressiva mit serotonerger Wirkung (SSRI,
SNRI) berichtet. Vorsicht ist geboten bei Risikopatienten, wie z. B. älteren Patienten, Patienten mit
Leberzirrhose oder Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, diebekanntermaßen zu Hyponatriämie führen.
Bei Patienten mit symptomatischer Hyponatriämie sollte das Absetzen von Vortioxetin in Betrachtgezogen und eine angemessene medizinische Intervention eingeleitet werden.
Glaukom
Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antidepressiva, einschließlich Vortioxetin, wurde
Mydriasis berichtet. Dieser mydriatische Effekt kann den Augenwinkel verengen, wodurch einerhöhter Augeninnendruck und ein Winkelblockglaukom entstehen können. Bei der Verordnung von
Vortioxetin bei Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck oder bei Patienten mit Risiko für ein akutes
Engwinkelglaukom ist Vorsicht geboten.
Ältere PatientenDaten zur Anwendung von Brintellix bei älteren Patienten mit Episoden einer Major Depression sindnur in begrenztem Umfang verfügbar. Deshalb ist Vorsicht geboten, wenn Patienten ≥ 65 Jahren mit
Dosen von mehr als 10 mg Vortioxetin einmal täglich behandelt werden (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.8 und5.2).
Nieren- oder Leberfunktionsstörung
Vor dem Hintergrund, dass Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung empfindlicher reagierenund nur begrenzte Daten zur Anwendung von Brintellix bei dieser Subpopulation vorliegen, ist bei der
Behandlung dieser Patienten Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2).
Brintellix enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. ist im
Wesentlichen 'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Vortioxetin wird extensiv über die Leber metabolisiert, primär durch Oxidation von CYP2D6 und ingeringerem Ausmaß von CYP3A4/5 und CYP2C9 katalysiert (siehe Abschnitt 5.2).
Potenzielle Wirkung anderer Arzneimittel auf Vortioxetin
Irreversible nicht-selektive MAO-Hemmer
Aufgrund des Risikos für ein Serotonin-Syndrom ist Vortioxetin in jeglicher Kombination mitirreversiblen nicht-selektiven MAO-Hemmern kontraindiziert. Eine Behandlung mit Vortioxetin darfnicht vor Ablauf von mindestens 14 Tagen nach Beendigung der Behandlung mit einem irreversiblennicht-selektiven MAO-Hemmer eingeleitet werden. Nach dem Absetzen von Vortioxetin müssenmindestens 14 Tage vergangen sein, bevor eine Behandlung mit einem irreversiblen nicht-selektiven
MAO-Hemmer eingeleitet werden kann (siehe Abschnitt 4.3).
Reversible, selektive MAO-A-Hemmer (Moclobemid)
Die Kombination von Vortioxetin mit einem reversiblen und selektiven MAO-A-Hemmer, wie z. B.
Moclobemid, ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Wenn sich die Kombination als erforderlicherweist, sollte das hinzugefügte Arzneimittel in minimaler Dosierung und unter engmaschiger
Überwachung in Hinblick auf ein Serotonin-Syndrom angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Reversible, nicht-selektive MAO-Hemmer (Linezolid)
Die Kombination von Vortioxetin mit einem schwachen, reversiblen und nicht-selektiven MAO-
Hemmer, wie z. B. dem Antibiotikum Linezolid, ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Wenn sichdie Kombination als erforderlich erweist, sollte das hinzugefügte Arzneimittel in minimaler Dosierungund unter engmaschiger Überwachung im Hinblick auf ein Serotonin-Syndrom angewendet werden(siehe Abschnitt 4.4).
Irreversible, selektive MAO-B-Hemmer (Selegilin, Rasagilin)
Obwohl bei selektiven MAO-B-Hemmern von einem geringeren Risiko für ein Serotonin-Syndromausgegangen werden kann, als bei MAO-A-Hemmern, sollte die Kombination aus Vortioxetin undirreversiblen MAO-B-Hemmern, wie z. B. Selegilin oder Rasagilin, mit Vorsicht eingesetzt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung ist eine engmaschige Überwachung im Hinblick auf ein Serotonin-
Syndrom erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Serotonerge Arzneimittel
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung z. B. Opioiden(einschließlich Tramadol) und Triptanen (einschließlich Sumatriptan) kann zu einem Serotonin-
Syndrom führen (siehe Abschnitt 4.4).
Johanniskraut
Die gleichzeitige Anwendung von Antidepressiva mit serotonerger Wirkung und pflanzlichen
Arzneimitteln, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, kann zu einer erhöhten Inzidenzvon Nebenwirkungen, einschließlich Serotonin-Syndrom, führen (siehe Abschnitt 4.4).
Arzneimittel, die die Schwelle für Krampfanfälle herabsetzen
Antidepressiva mit serotonerger Wirkung können die Schwelle für Krampfanfälle herabsetzen.
Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, die die Schwelle für
Krampfanfälle herabsetzen können [z. B. Antidepressiva (Trizyklika, SSRI, SNRI), Neuroleptika(Phenothiazine, Thioxanthene und Butyrophenone), Mefloquin, Bupropion, Tramadol] (siehe
Abschnitt 4.4).
EKT (Elektrokrampftherapie)
Es liegt keine klinische Erfahrung mit dem gleichzeitigen Einsatz von Vortioxetin und EKT vor;deshalb ist Vorsicht geboten.
CYP2D6-Inhibitoren
Die Vortioxetin-Exposition (Fläche unter der Kurve, AUC) erhöhte sich um das 2,3-fache beigleichzeitiger Anwendung von Vortioxetin 10 mg/Tag mit Bupropion (einem starken CYP2D6-
Inhibitor 150 mg zweimal täglich) für 14 Tage bei gesunden Probanden. Die gleichzeitige Anwendungführte zu einer höheren Inzidenz von Nebenwirkungen, wenn Bupropion zu Vortioxetin hinzugefügtwurde, als wenn Vortioxetin zu Bupropion hinzugefügt wurde. Abhängig vom Ansprechen desjeweiligen Patienten kann eine niedrigere Vortioxetin-Dosis in Betracht gezogen werden, wenn einstarker CYP2D6-Inhibitor (z. B. Bupropion, Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin) zur Behandlung mit
Vortioxetin hinzugefügt wird (siehe Abschnitt 4.2).
CYP3A4-Inhibitoren und CYP2C9- und CYP2C19-Inhibitoren
Bei zusätzlicher Gabe von Vortioxetin zu einer seit 6 Tagen laufenden Behandlung mit Ketoconazol400 mg/Tag (ein CYP3A4/5- und P-Glykoprotein-Inhibitor) oder zu einer seit 6 Tagen laufenden
Behandlung mit Fluconazol 200 mg/Tag (ein CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4/5-Inhibitor) angesunde Probanden wurde eine 1,3-fache bzw. 1,5-fache Zunahme der Vortioxetin-AUC beobachtet.
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Bei gesunden Probanden wurde keine hemmende Wirkung einer Einzeldosis von 40 mg Omeprazol(CYP2C19-Inhibitor) auf die Pharmakokinetik von Vortioxetin-Mehrfachdosen beobachtet.
Wechselwirkungen bei schlechten CYP2D6-Metabolisierern
Die gleichzeitige Anwendung starker CYP3A4-Inhibitoren (wie Itraconazol, Voriconazol,
Clarithromycin, Telitromycin, Nefazodon, Conivaptan und zahlreicher HIV-Protease-Inhibitoren) mit
CYP2C9-Inhibitoren (wie Fluconazol und Amiodaron) bei schlechten CYP2D6-Metabolisierern (siehe
Abschnitt 5.2) wurde nicht speziell untersucht; es wird jedoch davon ausgegangen, dass es dadurch zueiner stärker erhöhten Vortioxetin-Exposition bei diesen Patienten kommt, verglichen mit demmoderaten Effekt, der oben beschrieben wurde.
Abhängig vom Ansprechen des jeweiligen Patienten kann bei gleichzeitiger Anwendung eines starken
CYP3A4- oder CYP2C9-Inhibitors bei schlechten CYP2D6-Metabolisierern eine niedrigere Dosis von
Vortioxetin in Betracht gezogen werden.
Cytochrom-P450-Induktoren
Bei zusätzlicher Gabe einer Einzeldosis von 20 mg Vortioxetin an gesunde Probanden zu einer seit10 Tagen laufenden Behandlung mit Rifampicin 600 mg/Tag (ein Breitband-Induktor der CYP-
Isozyme), wurde eine Abnahme der AUC von Vortioxetin um 72 % beobachtet. Abhängig vom
Ansprechen des Patienten kann eine Dosisanpassung in Betracht gezogen werden, wenn ein
Breitband-Cytochrom-P450-Induktor (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin) zur Behandlungmit Vortioxetin hinzugefügt wird (siehe Abschnitt 4.2).
AlkoholBei gleichzeitiger Verabreichung einer Einzeldosis Ethanol (0,6 g/kg) mit Einzeldosen von 20 mg oder40 mg Vortioxetin an gesunde Probanden wurden im Vergleich zu Placebo keine Wirkung auf die
Pharmakokinetik von Vortioxetin oder Ethanol und keine signifikante Beeinträchtigung der kognitiven
Funktion beobachtet. Während der Behandlung mit Antidepressiva ist der Konsum von Alkoholjedoch nicht ratsam.
Acetylsalicylsäure
Bei gesunden Probanden wurde keine Wirkung von Mehrfachdosen Acetylsalicylsäure 150 mg/Tagauf die Pharmakokinetik von Mehrfachdosen Vortioxetin beobachtet.
Potenzielle Wirkung von Vortioxetin auf andere Arzneimittel
Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer
Bei den INR-, Prothrombin- oder Plasma-R-/S-Warfarinwerten wurden im Anschluss an diezusätzliche Gabe von mehreren Dosen Vortioxetin und stabilen Warfarin-Dosierungen bei gesunden
Probanden keine signifikanten Effekte im Vergleich zu Placebo beobachtet. Auch bei zusätzlicher
Gabe von Acetylsalicylsäure 150 mg/Tag nach einer Behandlung mit mehreren Dosen Vortioxetinwurde bei gesunden Probanden keine signifikante hemmende Wirkung auf die
Thrombozytenaggregation oder die Pharmakokinetik von Acetylsalicylsäure oder Salicylsäure im
Vergleich zu Placebo beobachtet. Jedoch ist Vorsicht geboten, wenn Vortioxetin in Kombination mitoralen Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern oder Arzneimitteln zur
Schmerzlinderung (z. B. Acetylsalicylsäure (ASS) oder NSAR) angewendet wird, da potenziell einerhöhtes Blutungsrisiko besteht, das auf eine pharmakodynamische Wechselwirkung zurückzuführenist (siehe Abschnitt 4.4).
Cytochrom-P450-Substrate
In vitro zeigte Vortioxetin kein relevantes Potenzial zur Inhibition oder Induktion von Cytochrom-
P450-Isozymen (siehe Abschnitt 5.2).
Bei gesunden Probanden wurde nach mehreren Dosen Vortioxetin für die Cytochrom-P450-Isozyme
CYP2C19 (Omeprazol, Diazepam), CYP3A4/5 (Ethinylestradiol, Midazolam), CYP2B6 (Bupropion),
CYP2C9 (Tolbutamid, S-Warfarin), CYP1A2 (Coffein) oder CYP2D6 (Dextromethorphan) keineinhibierende Wirkung beobachtet.
Es wurden keine pharmakodynamischen Wechselwirkungen beobachtet. Für Vortioxetin wurde nachgleichzeitiger Anwendung mit einer 10-mg-Einzeldosis Diazepam keine signifikante Beeinträchtigungder kognitiven Funktion gegenüber Placebo beobachtet. Nach gleichzeitiger Anwendung von
Vortioxetin mit einem kombinierten oralen Kontrazeptivum (Ethinylestradiol30 µg/Levonorgestrel 150 µg) wurden im Vergleich zu Placebo keine signifikanten Wirkungenbezüglich der Sexualhormonspiegel beobachtet.
Lithium, Tryptophan
Nach zusätzlicher Gabe mehrerer Dosen Vortioxetin an gesunde Probanden während einer Steady-
State-Lithium-Exposition wurde keine klinisch relevante Wirkung beobachtet. Jedoch wurdenverstärkte Wirkungen berichtet, wenn Antidepressiva mit serotonerger Wirkung zusammen mit
Lithium oder Tryptophan angewendet wurden. Aus diesem Grund ist bei gleichzeitiger Anwendungvon Vortioxetin mit diesen Arzneimitteln Vorsicht geboten.
Beeinträchtigung von Drogenscreenings im Urin
Bei Patienten, die Vortioxetin eingenommen haben, wurden falsch positive Ergebnisse in Urin-
Enzymimmunoassays für Methadon berichtet. Bei der Interpretation positiver Urin-Drogenscreening-
Ergebnisse ist Vorsicht geboten, und die Bestätigung durch eine alternative Analysetechnik (z. B.chromatographische Verfahren) sollte in Betracht gezogen werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftBisher liegen nur begrenzte Daten für die Anwendung von Vortioxetin bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Die folgenden Symptome können nach Behandlung der Mutter mit serotonergen Arzneimitteln imfortgeschrittenen Schwangerschaftsverlauf bei dem Neugeborenen auftreten: Atemnot, Zyanose,
Apnoe, Krampfanfälle, Instabilität der Körpertemperatur, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme,
Erbrechen, Hypoglykämie, Hypertonie, Hypotonie, Hyperreflexie, Tremor, Überspanntheit ,
Reizbarkeit, Lethargie, anhaltendes Weinen, Somnolenz und Schlafstörungen. Diese Symptomekönnten entweder auf Absetzerscheinungen oder auf eine übermäßige serotonerge Aktivitätzurückzuführen sein. In der Mehrzahl der Fälle setzten derartige Komplikationen unmittelbar oderbald (< 24 Stunden) nach der Geburt ein.
Daten aus epidemiologischen Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von SSRI in der
Schwangerschaft, insbesondere im späten Stadium einer Schwangerschaft, das Risiko für das
Auftreten einer persistierenden pulmonalen Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN) erhöhen kann.
Obwohl bisher in keiner Studie der Zusammenhang zwischen PPHN und einer Behandlung mit
Vortioxetin untersucht wurde, kann dieses potenzielle Risiko aufgrund des Wirkmechanismus(Anstieg der Serotoninkonzentration) nicht ausgeschlossen werden.
Brintellix sollte bei schwangeren Frauen nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen fürdie Schwangere die potenziellen Risiken für den Fötus überwiegt.
Beobachtungsdaten zeigten ein erhöhtes Risiko (weniger als das 2-fache) für eine postpartale
Hämorrhagie infolge einer Exposition gegenüber einem SSRI/SNRI innerhalb des Monats vor der
Geburt. Obwohl in keinen Studien ein Zusammenhang zwischen der Behandlung mit Vortioxetin undeiner postpartalen Hämorrhagie untersucht wurde, besteht unter Berücksichtigung des
Wirkmechanismus ein potenzielles Risiko (siehe Abschnitt 4.4).
StillzeitDie zur Verfügung stehenden Daten am Tier zeigten, dass Vortioxetin/Vortioxetin-Metabolite in die
Milch übergehen. Es ist davon auszugehen, dass Vortioxetin auch beim Menschen in die Muttermilchübergeht (siehe Abschnitt 5.3).
Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden.
Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob aufdie Behandlung mit Brintellix verzichtet werden soll/die Behandlung mit Brintellix zu unterbrechenist. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die
Frau berücksichtigt werden.
FertilitätFertilitätsstudien an männlichen und weiblichen Ratten zeigten keine Wirkung von Vortioxetin auf die
Fertilität, Spermaqualität oder das Paarungsverhalten (siehe Abschnitt 5.3).
Fallberichte beim Menschen mit Arzneimitteln der verwandten pharmakologischen Antidepressiva-
Klasse (SSRI), zeigten eine reversible Wirkung auf die Spermaqualität. Eine Auswirkung auf die
Fertilität beim Menschen wurde bislang nicht beobachtet.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenBrintellix hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Da Nebenwirkungen wie Schwindel berichtet wurden,sollten Patienten vorsichtig sein, wenn sie ein Fahrzeug führen oder gefährliche Maschinen bedienen,besonders zu Beginn der Behandlung mit Vortioxetin oder bei einer Dosisänderung.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigste Nebenwirkung war Übelkeit.
Tabellarische Zusammenstellung der Nebenwirkungen
Die Häufigkeiten der unten aufgelisteten Nebenwirkungen sind wie folgt definiert: sehr häufig(≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis< 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Datennicht abschätzbar). Die Liste basiert auf Daten aus klinischen Studien und Erfahrungen nach der
Markteinführung.
SYSTEMORGANKLASSE HÄUFIGKEIT NEBENWIRKUNG
Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt* Anaphylaktische Reaktion
Endokrine Erkrankungen Nicht bekannt* Hyperprolaktinämie, in einigen
Fällen in Verbindung mit
Galaktorrhö
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Nicht bekannt* Hyponatriämie
Psychiatrische Erkrankungen Häufig Abnorme Träume
Nicht bekannt* Schlaflosigkeit
Nicht bekannt* Agitiertheit, Aggression (siehe
Abschnitt 4.4)
Erkrankungen des Nervensystems Häufig Schwindelgefühl
Gelegentlich Tremor
Nicht bekannt* Serotonin-Syndrom,
Kopfschmerzen,
Akathisie,
Bruxismus,
Trismus,
Restless-Legs-Syndrom
Augenerkrankungen Gelegentlich Verschwommenes Sehen
Selten Mydriasis (die zu einem akuten
Engwinkelglaukom führen kann,siehe Abschnitt 4.4)
Gefäßerkrankungen Gelegentlich Hitzegefühl
Nicht bekannt* Hämorrhagie (einschließlich
Kontusion, Ekchymose, Epistaxis,gastrointestinale oder vaginale
Blutung)
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes Sehr häufig Übelkeit
Häufig Diarrhö,
Obstipation,
Erbrechen,
Dyspepsie
Erkrankungen der Haut und des Häufig Pruritus, einschließlich
Unterhautgewebes generalisierter Pruritus
Hyperhidrosis
Gelegentlich Nächtliche Schweißausbrüche
Nicht bekannt* Angioödem,
Urticaria
Ausschlag
Allgemeine Erkrankungen und Nicht bekannt* Absetzsyndrom
Beschwerden am Verabreichungsort
*Auf der Grundlage von Fällen nach der Markteinführung
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenÜbelkeit
Übelkeit war für gewöhnlich leicht oder mäßig und trat innerhalb der ersten zwei Behandlungswochenauf. Die Nebenwirkungen waren im Allgemeinen vorübergehend und führten gewöhnlich nicht zueinem Therapieabbruch. Gastrointestinale Nebenwirkungen, wie Übelkeit, traten bei Frauen häufigerauf als bei Männern.
Ältere PatientenFür Dosen ≥ 10 mg Vortioxetin einmal täglich war die Studien-Abbruchrate bei Patienten ≥ 65 Jahrenerhöht. Für Dosen von 20 mg Vortioxetin einmal täglich waren die Inzidenzen für Übelkeit und
Obstipation höher bei Patienten ≥ 65 Jahren (42 % bzw. 15 %) als bei Patienten < 65 Jahren (27 %bzw. 4 %) (siehe Abschnitt 4.4).
Sexuelle Dysfunktion
In klinischen Studien wurde die sexuelle Dysfunktion anhand der Arizona Sexual Experience Scale(ASEX) bewertet. Dosen von 5 bis 15 mg zeigten keinen Unterschied gegenüber Placebo. Die 20 mg
Dosis Vortioxetin hingegen war mit einem Anstieg der sexuellen Dysfunktion (TESD) assoziiert(siehe Abschnitt 5.1). Nach der Markteinführung wurden Fälle von sexueller Dysfunktion bei
Vortioxetin-Dosen unter 20 mg gemeldet.
Klasseneffekt
Epidemiologische Studien, hauptsächlich durchgeführt an Patienten ab einem Alter von 50 Jahren,zeigen ein erhöhtes Risiko für Knochenfrakturen bei Patienten, die ein Arzneimittel aus verwandtenpharmakologischen Klassen von Antidepressiva (SSRIs oder TCAs) erhielten. Der Mechanismushinter diesem Risiko ist unbekannt und es ist nicht bekannt, ob dieses Risiko auch für Vortioxetinrelevant ist.
Kinder und JugendlicheEs wurden insgesamt 304 Kinder (Alter von 7 bis 11 Jahre) und 308 Jugendliche (12 bis 17 Jahren)mit Major Depression (MD) im Rahmen von jeweils zwei doppelblinden, placebokontrollierten
Studien mit Vortioxetin behandelt. Das Nebenwirkungsprofil von Vortioxetin bei Kindern und
Jugendlichen war im Allgemeinen mit dem bei Erwachsenen beobachteten vergleichbar, mit
Ausnahme einer höheren Inzidenz von Abdominalschmerzen und einer höheren Inzidenz von
Suizidgedanken, insbesondere bei Jugendlichen in Vergleich zu Erwachsenen (siehe Abschnitt 5.1).
Es wurden zwei offene Verlängerungsstudien mit Vortioxetin-Dosen von 5 bis 20 mg/Tag und einer
Behandlungsdauer von 6 Monaten (N=662) bzw. 18 Monaten (N=94) durchgeführt. Insgesamt war das
Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Vortioxetin in der Population von Kindern und
Jugendlichen bei Langzeitanwendung vergleichbar mit dem bei Kurzzeitanwendung beobachteten
Profil.
Absetzsymptome bei Beendigung der Behandlung mit Vortioxetin
In den klinischen Studien wurden die Absetzsymptome nach abruptem Absetzen der Vortioxetin-
Behandlung systematisch untersucht. Es gab keinen klinisch relevanten Unterschied zu Placebohinsichtlich der Inzidenz oder Art der Absetzsymptome nach der Behandlung mit Vortioxetin (siehe
Abschnitt 5.1). Es wurden Fälle von Absetzsymptomen nach der Markteinführung gemeldet, darunter
Symptome wie Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Empfindungsstörungen (einschließlich
Parästhesien, Stromschlaggefühle), Schlafstörungen (einschließlich Insomnie), Übelkeit und/oder
Erbrechen, Angstzustände, Reizbarkeit, Agitiertheit, Müdigkeit und Tremor. Diese Symptome könneninnerhalb der ersten Woche nach Absetzen von Vortioxetin auftreten.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Die Einnahme von Vortioxetin in klinischen Studien im Dosisbereich von 40 mg bis 75 mgverursachte eine Verstärkung der folgenden Nebenwirkungen: Übelkeit, posturaler Schwindel,
Diarrhö, abdominelle Beschwerden, generalisierter Pruritus, Somnolenz und Hitzegefühl.
Erfahrungen nach der Markteinführung beziehen sich hauptsächlich auf Vortioxetin-Überdosierungenbis zu 80 mg. Bei der Mehrzahl der Fälle wurden keine Symptome oder leichte Symptome berichtet.
Die am häufigsten berichteten Symptome waren Übelkeit und Erbrechen.
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Vortioxetin-Überdosierungen von über 80 mg vor. Nach
Dosen, die um ein Vielfaches höher waren als der therapeutische Dosisbereich, wurde das Auftretenvon Krampfanfällen und Serotonin-Syndrom berichtet.
Bei einer Überdosierung sollten die Behandlung der klinischen Symptome und eine entsprechende
Überwachung erfolgen. Es wird eine medizinische Nachsorge in einem spezialisierten Umfeldempfohlen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Psychoanaleptika; andere Antidepressiva,
ATC-Code: N06AX26
WirkmechanismusEs wird angenommen, dass der Wirkmechanismus von Vortioxetin mit dessen direkter Modulation derserotonergen Rezeptoraktivität und Hemmung des Serotonin-(5-HT)-Transporters zusammenhängt.
Präklinische Daten zeigen, dass Vortioxetin ein 5-HT3-, 5-HT7- und 5-HT1D-Rezeptorantagonist, einpartieller 5-HT1B-Rezeptoragonist und ein 5-HT1A-Rezeptoragonist ist und den 5-HT-Transporterhemmt, was zur Modulation der Neurotransmission in verschiedenen Systemen führt, die vorrangigdas Serotonin-, wahrscheinlich aber auch das Norepinephrin-, Dopamin-, Histamin-, Acetycholin-sowie das GABAerge und Glutamaterge System umfassen. Es wird davon ausgegangen, dass diesemultimodale Aktivität für die in Tierstudien beobachteten antidepressiven und Anxiolytika-ähnlichen
Wirkungen und die Verbesserung der kognitiven Funktion, des Lernens und Gedächtnissesverantwortlich ist. Der genaue Beitrag der individuellen Targets für das beobachtetepharmakodynamische Profil bleibt jedoch unklar, und es sollte mit Vorsicht vorgegangen werden,wenn Daten aus Tierstudien direkt auf Menschen extrapoliert werden.
Es wurden zwei Positronenemissionstomographie (PET)-Studien am Menschen unter Verwendungvon 5-HT-Transporterliganden (11C-MADAM oder 11C-DASB) durchgeführt, um die 5-HT-
Transporterbelegung im Gehirn über verschiedene Dosisstufen hinweg zu quantifizieren. Die mittlere5-HT-Transporterbelegung in den Raphe-Kernen betrug ungefähr 50 % bei 5 mg/Tag, 65 % bei10 mg/Tag und stieg auf über 80 % bei 20 mg/Tag.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Vortioxetin wurde in einem klinischen Programm untersucht, dasmehr als 6.700 Patienten umfasste, von denen mehr als 3.700 in Kurzzeitstudien (≤ 12 Wochen) zu
Episoden einer Major Depression mit Vortioxetin behandelt wurden. Es wurden zwölf doppelblinde,placebokontrollierte 6-/8-wöchige Studien mit fixer Dosierung durchgeführt, um die
Kurzzeitwirksamkeit von Vortioxetin bei Episoden einer Major Depression bei Erwachsenen(einschließlich älterer Patienten) zu untersuchen. Die Wirksamkeit von Vortioxetin wurde anmindestens einer Dosisgruppe in 9 der 12 Studien durch eine Differenz gegenüber Placebo vonmindestens 2 Punkten des Summenscores der Montgomery and Åsberg Depression Rating Scale(MADRS) oder Hamilton Depression Rating Scale 24 Item (HAM-D24) nachgewiesen. Dies wurdedurch klinische Relevanz belegt, gezeigt anhand des Verhältnisses von Respondern und Remitternsowie der Verbesserung des Clinical Global Impression - Improvement (CGI-I) Scores. Die
Wirksamkeit von Vortioxetin erhöhte sich mit steigender Dosis.
Der Effekt aus den einzelnen Studien wurde durch eine Metaanalyse (MMRM) der durchschnittlichen
Änderung des MADRS-Summenscore gegenüber Baseline in Woche 6/8 in placebokontrollierten
Kurzzeitstudien an Erwachsenen bestätigt. In der Metaanalyse der Studien war die gesamtedurchschnittliche Differenz gegenüber Placebo statistisch signifikant: -2,3 Punkte (p = 0,007), -3,6 Punkte (p < 0,001) und -4,6 Punkte (p < 0,001) für die Dosierung 5, 10 bzw. 20 mg/Tag. Die
Dosierung 15 mg/Tag unterschied sich in der Metaanalyse nicht von Placebo; die durchschnittliche
Differenz gegenüber Placebo betrug jedoch -2,6 Punkte. Die Wirksamkeit von Vortioxetin wird durchdie gepoolte Responderanalyse bestätigt, in der der Responderanteil für Vortioxetin zwischen 46 %und 49 % betrug, gegenüber 34 % für Placebo (p < 0,01; NRI-Analyse).
Darüber hinaus war Vortioxetin im Dosisbereich 5-20 mg/Tag nachweislich wirksam hinsichtlich desbreiten Spektrums an depressiven Symptomen (bewertet anhand der Verbesserung in allen MADRS
Einzel-Item-Scores).
Die Wirksamkeit von 10 oder 20 mg Vortioxetin/Tag wurde weiterhin in einer 12-wöchigen,doppelblinden Vergleichsstudie mit flexibler Dosierung gegenüber 25 oder 50 mg/Tag Agomelatin an
Patienten mit Episoden einer Major Depression gezeigt. Vortioxetin war Agomelatin statistischsignifikant überlegen, gemessen als Verbesserung des MADRS-Gesamtscores und belegt durch dieklinische Relevanz anhand der Anteile an Respondern und Remittern sowie der Verbesserung im CGI-
I.
Aufrechterhaltung
Die Aufrechterhaltung der antidepressiven Wirksamkeit wurde in einer Studie zur Rezidiv-Präventionnachgewiesen. Patienten in Remission nach einer anfänglichen 12-wöchigen Open-Label-Phase mit
Vortioxetin wurden randomisiert und erhielten entweder Vortioxetin 5 bzw. 10 mg/Tag oder Placebound wurden während einer doppelblinden Phase über mindestens 24 Wochen (24 bis 64 Wochen) auf
Rezidive hin beobachtet. Vortioxetin war hinsichtlich des primären Endpunkts, der Zeit bis zum
Wiederauftreten von Episoden einer Major Depression, mit einer Hazard Ratio von 2,0 gegenüber
Placebo überlegen (p=0,004); das heißt, dass das Risiko für ein Rezidiv in der Placebogruppe 2-malhöher war als in der Vortioxetin-Gruppe.
Ältere PatientenIn einer 8-wöchigen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit fixer Dosierung an älteren
Patienten mit Depression (im Alter von ≥ 65 Jahren, n = 452, von denen 156 mit Vortioxetin behandeltwurden) war Vortioxetin 5 mg/Tag, gemessen anhand der Verbesserung der MADRS- und HAM-D24-
Summenscores gegenüber Placebo überlegen. Die mit Vortioxetin beobachtete Wirkung betrug einen
Unterschied von 4,7 Punkten im MADRS-Summenscore in Woche 8 (MMRM-Analyse) gegenüber
Placebo.
Patienten mit schwerer Depression oder Depression und ausgeprägten Angstsymptomen
Bei Patienten mit schwerer Depression (MADRS-Summenscore ≥ 30 zur Baseline) und beidepressiven Patienten mit ausgeprägten Angstsymptomen (HAM-A-Summenscore ≥ 20 zur Baseline)zeigte Vortioxetin außerdem Wirksamkeit in den Kurzzeitstudien an Erwachsenen (die gesamtedurchschnittliche Differenz des MADRS-Summenscore gegenüber Placebo in Woche 6/8 reichte voneinem Unterschied von 2,8 bis 7,3 Punkten bzw. 3,6 bis 7,3 Punkten (MMRM-Analyse)). In derspeziellen Studie an älteren Patienten war Vortioxetin ebenfalls wirksam.
Die Aufrechterhaltung der antidepressiven Wirksamkeit wurde bei dieser Patientenpopulation auch inder Langzeit-Studie zur Rezidivprävention nachgewiesen.
Wirkungen von Vortioxetin auf die Scores des 'Digit Symbol Substitution Test“ (DSST), des'University of California San Diego Performance-Based Skills Assessment“ (UPSA) (objektive
Bewertungen) und des 'Perceived Deficits Questionnaire“ (PDQ) und des 'Cognitive and Physical
Functioning Questionnaire“ CPFQ (subjektive Bewertungen)
Die Wirksamkeit von Vortioxetin (5-20 mg/Tag) bei Patienten mit Episoden einer Major Depressionwurde in 2 placebokontrollierten Kurzzeitstudien an Erwachsenen und 1 placebokontrollierten
Kurzzeitstudie an älteren Patienten untersucht.
Vortioxetin hatte im 'Digit Symbol Substitution Test“ (DSST) eine statistisch signifikante Wirkunggegenüber Placebo im Bereich von Δ= 1,75 (p = 0,019) bis 4,26 (p <0,0001) in den beiden Studien an
Erwachsenen und Δ= 2,79 (p = 0,023) in der Studie an älteren Patienten. In der Meta-Analyse(ANCOVA, LOCF) der mittleren Veränderung gegenüber Baseline im DSST (Anzahl der korrekten
Symbole in allen drei Studien) unterschied sich Vortioxetin von Placebo (p <0,05) mit einerstandardisierten Effektstärke von 0,35. Bei Anpassung an die Veränderung im MADRS zeigte der
Gesamtscore in der Meta-Analyse derselben Studien, dass Vortioxetin sich von Placebo (p<0,05) miteiner standardisierten Effektstärke von 0,24 unterschied.
Eine Studie bewertete die Wirkung von Vortioxetin auf die funktionale Kapazität gemessen mit dem'University of California San Diego Performance-Based Skills Assessment“ (UPSA). Vortioxetinunterschied sich statistisch von Placebo mit einem Ergebnis von 8,0 für Vortioxetin gegenüber 5,1
Punkten für Placebo (p=0,0003).
In einer Studie war Vortioxetin bei der subjektiven Bewertung dem Placebo überlegen, gemessenunter Verwendung des “Perceived Deficits Questionnaire” mit dem Ergebnis von -14,6 für Vortioxetinund
- 10,5 für das Placebo (p=0,002). Vortioxetin unterschied sich bei der subjektiven Bewertung nichtvom Placebo gemessen unter Verwendung des 'Cognitive and Physical Functioning Questionnaire“,mit einem Ergebnis von -8,1 für Vortioxetin gegenüber -6,9 für das Placebo (p=0,086).
Verträglichkeit und Sicherheit
Die Sicherheit und Verträglichkeit von Vortioxetin wurde in Kurz- und Langzeitstudien über den
Dosisbereich von 5 bis 20 mg/Tag hinweg ermittelt. Für Informationen zu Nebenwirkungen siehe
Abschnitt 4.8.
Vortioxetin hat die Inzidenz von Schlaflosigkeit oder Somnolenz im Vergleich zum Placebo nichterhöht.
In klinischen, placebokontrollierten Kurz- und Langzeitstudien wurden potenzielle Absetzsymptomenach einem abrupten Abbruch der Behandlung mit Vortioxetin systematisch evaluiert. Bei der
Inzidenz oder Art der Absetzsymptome nach entweder einer Kurzzeitbehandlung (6-12 Wochen) odereiner Langzeitbehandlung (24-64 Wochen) mit Vortioxetin wurde kein klinisch relevanter
Unterschied gegenüber dem Placebo festgestellt.
Die Inzidenz der gemäß Selbsteinschätzung berichteten sexuellen Nebenwirkungen war in klinischen
Kurzzeit- und Langzeitstudien mit Vortioxetin gering und ähnlich wie die des Placebos. In Studienunter Verwendung des ASEX-Fragebogens (Arizona Sexual Experience Scale, ASEX) zeigte die
Inzidenz der behandlungsbedingten sexuellen Dysfunktion (Treatment-Emergent Sexual Dysfunction,
TESD) und der ASEX-Summenscore bei Dosen von 5 bis 15 mg/Tag Vortioxetin keinen klinischrelevanten Unterschied gegenüber dem Placebo für die Symptome der sexuellen Dysfunktion. Bei der
Dosis von 20 mg/Tag wurde im Vergleich zum Placebo ein TESD-Anstieg verzeichnet (ein Inzidenz-
Unterschied von 14,2 %, 95 %iges KI [1,4; 27,0]).
Die Wirkung von Vortioxetin auf die Sexualfunktion wurde im Rahmen einer 8-wöchigen,doppelblinden, Vergleichsstudie (n=424) mit flexibler Dosis weitergehend untersucht und mit der
Anwendung von Escitalopram bei Patienten verglichen, die mindestens 6 Wochen lang mit einem
SSRI (Citalopram, Paroxetin oder Sertralin) behandelt wurden und bei denen eine depressive
Symptomatik geringen Schweregrads (CGI-S ≤ 3 bei Baseline) sowie eine durch die vorangegangene
SSRI-Behandlung induzierte TESD vorlagen. Die Anwendung von Vortioxetin 10-20 mg/Tag führtezu einem statistisch signifikant geringeren Auftreten von TESD als Escitalopram 10-20 mg/Tag,gemessen anhand der Veränderung des CSFQ-14-Gesamtscores (2,2 Punkte; p=0,013) in Woche 8. In
Woche 8 gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen der Vortioxetin-Gruppe (162 (74,7 %))und der Escitalopram-Gruppe (137 (66,2 %)) hinsichtlich des Anteils der Responder (OR 1,5(p=0,057)). Die antidepressive Wirkung wurde in beiden Behandlungsgruppen aufrechterhalten.
Vortioxetin hatte im Vergleich zum Placebo in Kurz- und Langzeitstudien keine Wirkung auf das
Körpergewicht, die Herzfrequenz oder den Blutdruck.
In klinischen Studien wurden keine klinisch signifikanten Veränderungen an Leber oder Nierebeobachtet.
Vortioxetin zeigte bei Patienten mit Episoden einer Major Depression keine klinisch signifikante
Wirkung auf EKG-Parameter, darunter die QT-, QTc-, PR- und QRS-Intervalle. In einer ausführlichen
QTc-Studie an gesunden Probanden mit Dosierungen von bis zu 40 mg täglich wurde kein Potenzialfür eine Verlängerung des QTc-Intervalls beobachtet.
Kinder und JugendlicheEs wurden zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Kurzzeitstudien zur Wirksamkeitund Sicherheit mit fixer Dosierung (Vortioxetin 10 mg/Tag und 20 mg/Tag) und aktiver Kontrolle(Fluoxetin) durchgeführt: eine bei Kindern im Alter von 7 bis 11 Jahren mit MD und eine bei
Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit MD. Die Studien beinhalteten eine 4-wöchige, einfachverblindete Einstellungsphase mit Placebo und einer standardisierten psychosozialen Intervention(behandelte Patienten in der Studie mit Kindern N=677, in der Studie mit Jugendlichen N=777), undnur diejenigen, die nicht in der Einstellungsphase auf Placebo ansprachen, wurden randomisiert(Studie mit Kindern N=540, Studie mit Jugendlichen N=616).
In der Studie mit Kindern im Alter von 7 bis 11 Jahren ergab sich in Woche 8 kein statistischsignifikanter Unterschied in der Wirkung, erfasst als durchschnittlicher Gesamtscore der Children's
Depression Rating Scale-Revised (CDRS-R), zwischen den beiden Vortioxetin-Dosen (10 bzw. 20mg) und Placebo. Auch die aktive Kontrolle (Fluoxetin 20 mg/Tag) sowie die einzelnen Vortioxetin-
Dosen (10 und 20 mg/Tag) wiesen keinen signifikanten Unterschied zu Placebo auf. Im Allgemeinenglich das Profil der unerwünschten Wirkungen von Vortioxetin bei Kindern dem von Erwachsenen,mit Ausnahme einer höheren Inzidenz von Abdominalschmerzen, die bei Kindern gemeldet wurde.
Abbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse lagen bei 2,0 % bei Patienten, die mit Vortioxetin20 mg/Tag behandelt wurden, 1,3 % mit Vortioxetin 10 mg/Tag, 0,7 % mit Placebo und keine
Abbrüche mit Fluoxetin. Die am häufigsten gemeldeten unerwünschten Ereignisse in den
Behandlungsgruppen mit Vortioxetin waren Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindelgefühlund Abdominalschmerzen. Die Inzidenz von Übelkeit, Erbrechen und Abdominalschmerzen war inden Vortioxetin-Gruppen höher als in der Placebo-Gruppe. Als unerwünschte Ereignisse wurden
Suizidgedanken und suizidales Verhalten während der 4-wöchigen einfach verblindeten
Einstellungsphase (Placebo 2/677 [0,3 %]) und während der 8-wöchigen Behandlungsphase(Vortioxetin 10 mg/Tag 1/149 [0,7 %], Placebo 1/153 [0,7 %]) gemeldet. Ferner wurde das Ereignis'unspezifische aktive Suizidgedanken“ in der C-SSRS bei 5 Patienten während des 8-wöchigen
Behandlungszeitraums gemeldet (Vortioxetin 20 mg/Tag 1/153 [0,7 %], Placebo 1/153 [0,7 %] und
Fluoxetin 3/82 [3,7 %]). Suizidgedanken und suizidales Verhalten, die mittels der Columbia-Suicide
Severity Rating Scale (C-SSRS) gemessen wurden, waren in allen Behandlungsgruppen ähnlich.
In der Studie mit Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren waren weder Vortioxetin 10 mg/Tagnoch 20 mg/Tag im Gesamtscores der Children’s Depression Rating Scale-Revised (CDRS-R)gegenüber Placebo statistisch signifikant überlegen. Der CDRS-R Gesamtscore für die aktive
Kontrolle (Fluoxetin 20 mg/Tag) unterschied sich statistisch von dem für Placebo. Das
Nebenwirkungsprofil von Vortioxetin bei Jugendlichen war im Allgemeinen mit dem Erwachsenervergleichbar, mit Ausnahme einer bei Jugendlichen in Vergleich mit Erwachsenen berichteten höheren
Inzidenz von Abdominalschmerzen und Suizidgedanken. Die Absetzrate aufgrund unerwünschter
Ereignisse (hauptsächlich aufgrund von Suizidgedanken, Übelkeit und Erbrechen) war bei Patienten,die mit Vortioxetin 20 mg/Tag behandelt wurden, am höchsten (5,6 %), im Vergleich mit den
Patienten, die Vortioxetin 10 mg/Tag (2,7 %), Fluoxetin (3,3 %) und Placebo (1,3 %) erhielten. Dieam häufigsten in den Vortioxetin-Behandlungsgruppen beschriebenen unerwünschten Ereignissewaren Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Als unerwünschte Ereignisse wurden Suizidgedankenund -verhalten sowohl während des 4-wöchigen, einfach verblindeten Lead-In-Abschnitts (Placebo13/777 [1,7 %]) als auch während des 8-wöchigen Behandlungsabschnitts (Vortioxetin 10 mg/Tag2/147 [1,4 %], Vortioxetin 20 mg/Tag 6/161 [3,7 %], Fluoxetin 6/153 [3,9 %], Placebo 0/154 [0 %])beschrieben. Das Auftreten von Suizidgedanken und -verhalten war gemäß Messung anhand der C-
SSRS in allen Behandlungsgruppen vergleichbar.
Brintellix darf bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) mit Major Depression nichtangewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von
Ergebnissen zu Studien mit Vortioxetin zu Episoden einer Major Depression bei Kindern im Alter von< 7 Jahren gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionVortioxetin wird nach oraler Gabe langsam, aber gut resorbiert und erreicht innerhalb von 7 bis11 Stunden die maximale Plasmakonzentration. Nach Mehrfachdosierung von 5, 10, oder 20 mg/Tagwurden durchschnittliche Cmax-Werte von 9 bis 33 ng/ml beobachtet. Die absolute Bioverfügbarkeitbeträgt 75 %. Eine Wirkung von Nahrung auf die Pharmakokinetik wurde nicht beobachtet (siehe
Abschnitt 4.2).
VerteilungDas mittlere Verteilungsvolumen (Vss) beträgt 2.600 l, was auf eine umfassende extravaskuläre
Verteilung hindeutet. Die Plasmaproteinbindung von Vortioxetin ist hoch (98 bis 99 %) und scheintunabhängig von der Vortioxetin-Plasmakonzentration zu sein.
BiotransformationVortioxetin wird extensiv über die Leber metabolisiert, primär durch Oxidation von CYP2D6 und ingeringerem Ausmaß von CYP3A4/5 und CYP2C9 und nachfolgende Glucuronsäure-Konjugationkatalysiert.
In Interaktionsstudien wurde kein hemmender oder induzierender Effekt von Vortioxetin für die CYP-
Isozyme CYP1A2, CYP2A6, CYP2B6, CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6, CYP2E1 oder
CYP3A4/5 beobachtet (siehe Abschnitt 4.5). Vortioxetin ist ein schwaches P-gp-Substrat und einschwacher P-gp-Inhibitor.
Der Hauptmetabolit von Vortioxetin ist pharmakologisch inaktiv.
EliminationDie mittlere Eliminationshalbwertzeit und orale Clearance beträgt 66 Stunden bzw. 33 l/h. Ungefähr2/3 der inaktiven Vortioxetin-Metabolite werden in den Urin ausgeschieden und ca. 1/3 in den Stuhl.
Nur vernachlässigbare Mengen Vortioxetin werden in den Stuhl ausgeschieden. Steady-State-
Plasmakonzentrationen werden in ungefähr 2 Wochen erreicht.
Linearität/Nicht-LinearitätDie Pharmakokinetik-Daten sind im untersuchten Dosisbereich (2,5 bis 60 mg/Tag) linear undzeitunabhängig.
In Übereinstimmung mit der Halbwertzeit beträgt der Akkumulationsindex 5 bis 6, basierend auf einer
AUC0-24h im Anschluss an Mehrfachdosierungen von 5 bis 20 mg/Tag.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenNach Mehrfachdosierungen mit 10 mg/Tag stieg die Exposition gegenüber Vortioxetin bei älterengesunden Patienten (Alter ≥ 65 Jahre; n=20) im Vergleich zu jüngeren gesunden
Kontrollstudienteilnehmern (Alter ≤ 45 Jahre) um bis zu 27 % (Cmax und AUC). Die niedrigstewirksame Dosis von 5 mg Vortioxetin einmal täglich sollte bei Patienten ≥ 65 Jahren immer als die
Anfangsdosis verwendet werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei der Verordnung von Dosen über 10 mg
Vortioxetin einmal täglich an ältere Patienten ist jedoch Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4).
NierenfunktionsstörungDie Gabe einer Einzeldosis 10 mg Vortioxetin führte bei einer gemäß Cockcroft-Gault-Formeleingestuften Nierenfunktionsstörung (leicht, mittelschwer oder schwer; n=8 pro Gruppe) zu einemmoderaten Expositionsanstieg (um bis zu 30 %) im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe. Bei
Patienten mit Nierenerkrankung im Endstadium ging nach Gabe einer Einzeldosis von 10 mg
Vortioxetin nur ein kleiner Bruchteil von Vortioxetin während einer Dialyse verloren (AUC und Cmaxwaren 13 % bzw. 27 % geringer; n=8). Eine Dosisanpassung auf Grundlage der Nierenfunktion istnicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).
LeberfunktionsstörungEs wurde die Pharmakokinetik bei Patienten (N=6-8) mit leichter, mittelschwerer oder schwerer
Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Kriterien A, B oder C) im Vergleich mit der gesunder Probandenuntersucht. Die Veränderung der AUC war bei den Patienten mit leichter oder mittelschwerer
Leberfunktionsstörung weniger als 10 % geringer und bei den Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung 10 % größer. Die Cmax war in allen Gruppen weniger als 25 % geringer. Eine
Dosisanpassung auf Grundlage der Leberfunktion ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).
CYP2D6-Genotypen
Die Vortioxetin-Plasmakonzentration war bei schlechten CYP2D6-Metabolisierern ungefähr doppeltso hoch wie bei extensiven Metabolisierern. Die gleichzeitige Anwendung starker CYP3A4/2C9-
Inhibitoren bei schlechten CYP2D6-Metabolisierern könnte potentiell zu einer höheren Expositionführen (siehe Abschnitt 4.5).
Bei ultraschnellen CYP2D6-Metabolisierern lag die Plasmakonzentration bei 10 mg Vortioxetin/Tagzwischen denen von extensiven Metabolisierern bei 5 mg/Tag und 10 mg/Tag.
Abhängig vom Ansprechen des jeweiligen Patienten kann eine Dosisanpassung erforderlich sein(siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und JugendlicheDie Pharmakokinetik von Vortioxetin bei pädiatrischen Patienten mit Major Depression wurde nachoraler Anwendung von 5 bis 20 mg einmal täglich mittels Auswertung von Populationsmodellen auf
Grundlage von Daten aus einer Pharmakokinetikstudie (7-17 Jahre) und zwei Wirksamkeits- und
Sicherheitsstudien (7-17 Jahre) ermittelt. Die Pharmakokinetik von Vortioxetin bei pädiatrischen
Patienten war mit der bei erwachsenen Patienten beobachteten Pharmakokinetik vergleichbar.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die Verabreichung von Vortioxetin in Studien zur allgemeinen Toxizität an Mäusen, Ratten und
Hunden war hauptsächlich mit ZNS-bezogenen klinischen Anzeichen verbunden. Dazu gehörten
Speichelfluss (Ratte und Hund), Erweiterung der Pupillen (Hund) und zwei Fälle von Krämpfen bei
Hunden im Studienprogramm zur allgemeinen Toxizität. Unter Berücksichtigung einer maximalempfohlenen therapeutischen Dosis von 20 mg/Tag wurde ein No-Effect-Level für Krämpfe mit einerentsprechenden Sicherheitsspanne von 5 ermittelt. Die Zielorgantoxizität beschränkte sich auf Nieren(Ratten) und Leber (Mäuse und Ratten). Die Veränderungen an den Nieren von Ratten(Glomerulonephritis, Obstruktion der Nierentubuli, kristallines Material im Nierentubulus) und in der
Leber von Mäusen und Ratten (hepatozelluläre Hypertrophie, Hepatozytennekrose, Gallengang-
Hyperplasie, kristallines Material in den Gallengängen) wurden bei Expositionen beobachtet, die mehrals das 10-fache (Mäuse) und 2-fache (Ratten) der beim Menschen empfohlenen maximalentherapeutischen Dosis von 20 mg/Tag betrugen. Diese Befunde waren hauptsächlich auf einen Nager-spezifischen Vortioxetin-bezogenen Verschluss der Nierentubuli bzw. des Gallengangs mitkristallinem Material zurückzuführen und das Risiko für den Menschen wird als gering eingeschätzt.
Vortioxetin war in einer Reihe von in-vitro- und in-vivo-Standard-Tests nicht genotoxisch.
Basierend auf konventionellen Karzinogenitätsstudien über einen Zeitraum von 2 Jahren an Mäusenoder Ratten wird für Vortioxetin kein Karzinogenitätsrisiko für den Menschen angenommen.
Vortioxetin hatte bei Ratten keine Wirkung auf Fertilität, Paarungsverhalten, Fortpflanzungsorganeoder Spermienmorphologie und -motilität. Bei Ratten oder Kaninchen wurde keine teratogene
Wirkung von Vortioxetin nachgewiesen, jedoch wurde eine Reproduktionstoxizität hinsichtlich der
Wirkungen auf das Gewicht des Fetus und eine verzögerte Ossifikation bei Ratten unter einer10-fachen Exposition gegenüber der Exposition beim Menschen bei der empfohlenen maximalentherapeutischen Dosis von 20 mg/Tag beobachtet. Ähnliche Wirkungen wurden bei Kaninchen untersub-therapeutischer Exposition beobachtet.
In einer prä- und postnatalen Studie an Ratten wurde Vortioxetin mit einer erhöhten Mortalität der
Jungen, reduzierter Körpergewichtszunahme und verzögerter Entwicklung der Jungen in Verbindunggebracht, bei Dosierungen, die zu keiner maternalen Toxizität führten und bei damit verbundenen
Expositionen, die den beim Menschen im Anschluss an die Gabe von Vortioxetin 20 mg/Tagerreichten Expositionen ähnlich waren (siehe Abschnitt 4.6).
Vortioxetin-Metabolite gingen bei Ratten in die Milch über (siehe Abschnitt 4.6).
In Studien zur Toxizität an jungen Ratten stimmten alle behandlungsbezogenen Befunde mit den beierwachsenen Tieren beobachten Befunden überein.
Studien zu Risiken fürdie Umwelt haben gezeigt, dass Vortioxetin in der Umwelt persistent,bioakkumulativ und toxisch sein kann (fischgefährdend). Wenn Vortioxetin jedoch durch den
Patienten wie empfohlen angewendet wird, kann das Risiko für die aquatische und terrestrische
Umwelt als vernachlässigbar eingeschätzt werden (siehe Abschnitt 6.6.).
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Brintellix 5 mg Filmtabletten
TablettenkernMannitol (Ph. Eur,)
Mikrokristalline Cellulose
Hydroxypropylcellulose
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)
Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
FilmüberzugHypromellose
Macrogol 400
Titandioxid (E 171)
Eisen(III)-oxid (E 172)
Brintellix 10 mg Filmtabletten
TablettenkernMannitol (Ph. Eur,)
Mikrokristalline Cellulose
Hydroxypropylcellulose
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)
Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
FilmüberzugHypromellose
Macrogol 400
Titandioxid (E 171)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)
Brintellix 15 mg Filmtabletten
TablettenkernMannitol (Ph. Eur,)
Mikrokristalline Cellulose
Hydroxypropylcellulose
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)
Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
FilmüberzugHypromellose
Macrogol 400
Titandioxid (E 171)
Eisen(III)-oxid (E 172)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)
Brintellix 20 mg Filmtabletten
TablettenkernMannitol (Ph. Eur,)
Mikrokristalline Cellulose
Hydroxypropylcellulose
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.)
Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
FilmüberzugHypromellose
Macrogol 400
Titandioxid (E 171)
Eisen(III)-oxid (E 172)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Brintellix 5 mg Filmtabletten
Blisterpackung: Transparent; PVC/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen.
Packungen mit 14, 28 und 98 Filmtabletten.
Perforierte Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen: PVC/PVdC/Aluminium.
Packungen mit 56 x 1 und 98 x 1 Filmtabletten.
Bündelpackung mit 126 (9x14) und 490 (5 x (98 x 1)) Filmtabletten.
Tablettenbehältnis aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE).
Packungen mit 100 und 200 Filmtabletten.
Brintellix 10 mg Filmtabletten
Blisterpackung: Transparent; PVC/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen.
Packungen mit 7, 14, 28, 56 und 98 Filmtabletten.
Perforierte Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen: PVC/PVdC/Aluminium.
Packungen mit 56 x 1 und 98 x 1 Filmtabletten.
Bündelpackung mit 126 (9x14) und 490 (5 x (98 x 1)) Filmtabletten.
Tablettenbehältnis aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE).
Packungen mit 100 und 200 Filmtabletten.
Brintellix 15 mg Filmtabletten
Blisterpackung: Transparent; PVC/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen.
Packungen mit 14, 28, 56 und 98 Filmtabletten.
Perforierte Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen: PVC/PVdC/Aluminium.
Packungen mit 56 x 1 und 98 x 1 Filmtabletten.
Bündelpackung mit 490 (5 x (98 x 1)) Filmtabletten.
Tablettenbehältnis aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE).
Packungen mit 100 und 200 Filmtabletten.
Brintellix 20 mg Filmtabletten
Blisterpackung: Transparent; PVC/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen.
Packungen mit 14, 28, 56 und 98 Filmtabletten.
Perforierte Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen: PVC/PVdC/Aluminium.
Packungen mit 56 x 1 und 98 x 1 Filmtabletten.
Bündelpackung mit 126 (9x14) und 490 (5 x (98 x 1)) Filmtabletten.
Tablettenbehältnis aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE).
Packungen mit 100 und 200 Filmtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Dieses Arzneimittel kann ein Risiko für die Umwelt darstellen (siehe Abschnitt 5.3).
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
H. Lundbeck A/S
Ottiliavej 92500 Valby
Dänemark
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
Brintellix 5 mg Filmtabletten
EU/1/13/891/001-007
EU/1/13/891/037-038
Brintellix 10 mg Filmtabletten
EU/1/13/891/008-017
EU/1/13/891/039
Brintellix 15 mg Filmtabletten
EU/1/13/891/018-026
Brintellix 20 mg Filmtabletten
EU/1/13/891/027-035
EU/1/13/891/040
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 18. Dezember 2013
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20. November 2018
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.