Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels BEYFORTUS 50mg injektionslösung in einer fertigspritze
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Beyfortus 50 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Beyfortus 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Beyfortus 50 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 50 mg Nirsevimab in 0,5 ml (100 mg/ml).
Beyfortus 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 100 mg Nirsevimab in 1 ml (100 mg/ml).
Nirsevimab ist ein humaner monoklonaler Immunglobulin-G1-kappa(IgG1κ)-Antikörper, der mittelsrekombinanter DNA-Technologie in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt wird.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 0,1 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Dosiseinheit von 50 mg (0,5 ml) und0,2 mg pro Dosiseinheit von 100 mg (1 ml) (siehe Abschnitt 4.4).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung (Injektion).
Klare bis opaleszente, farblose bis gelbe Lösung mit einem pH-Wert von 6,0.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Beyfortus ist indiziert zur Prävention von Respiratorischen Synzytial-Virus(RSV)-Erkrankungen derunteren Atemwege bei:
- Neugeborenen und Säuglingen während ihrer ersten RSV-Saison.
- Kindern im Alter von bis zu 24 Monaten, die während ihrer zweiten RSV-Saison weiterhinanfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sind (siehe Abschnitt 5.1).
Beyfortus sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungSäuglinge während ihrer ersten RSV-Saison
Die empfohlene Dosis ist eine 50-mg-Einmaldosis, intramuskulär angewendet, bei Säuglingen miteinem Körpergewicht < 5 kg sowie eine 100-mg-Einmaldosis, intramuskulär angewendet, bei
Säuglingen mit einem Körpergewicht von ≥ 5 kg.
Beyfortus sollte bei Säuglingen, die während der RSV-Saison geboren werden, ab Geburt verabreichtwerden. Für diejenigen, die außerhalb der RSV-Saison geboren werden, sollte Beyfortus möglichst vor
Beginn der RSV-Saison verabreicht werden.
Die Dosierung bei Säuglingen mit einem Körpergewicht von 1,0 kg bis < 1,6 kg basiert auf
Extrapolation, es liegen keine klinischen Daten vor. Bei Säuglingen mit einem Gewicht von < 1 kg isteine höhere Exposition zu erwarten als bei Säuglingen mit einem höheren Gewicht. Der Nutzen unddie Risiken der Anwendung von Nirsevimab bei Säuglingen < 1 kg sollten sorgfältig abgewogenwerden.
Es liegen begrenzte Daten bei extrem Frühgeborenen (Gestationsalter [GA] < 29 Wochen) im Altervon weniger als 8 Wochen vor. Es liegen keine klinischen Daten bei Säuglingen mit einempostmenstruellen Alter (Gestationsalter bei Geburt plus chronologisches Alter) von weniger als32 Wochen vor (siehe Abschnitt 5.1).
Kinder, die während ihrer zweiten RSV-Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankungsind
Die empfohlene Dosis ist eine 200-mg-Einmaldosis, angewendet als zwei intramuskuläre Injektionen(2 x 100 mg). Beyfortus sollte möglichst vor Beginn der zweiten RSV-Saison verabreicht werden.
Bei Kindern, bei denen eine Herzoperation mit einem kardiopulmonalen Bypass durchgeführt wird,kann eine zusätzliche Dosis angewendet werden, sobald das Kind nach der Operation stabil ist, umeinen ausreichenden Nirsevimab-Serumspiegel sicherzustellen. Wenn dies innerhalb von 90 Tagennach der ersten Gabe von Beyfortus erfolgt, sollte die zusätzliche Dosis je nach Körpergewicht 50 mgoder 100 mg während der ersten RSV-Saison oder 200 mg während der zweiten RSV-Saison betragen.
Wenn seit der ersten Dosis mehr als 90 Tage vergangen sind, kann als zusätzliche Dosis eine 50-mg-
Einmaldosis unabhängig vom Körpergewicht während der ersten RSV-Saison oder 100 mg währendder zweiten RSV-Saison gegeben werden, um die noch verbleibende RSV-Saison abzudecken.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nirsevimab bei Kindern im Alter von 2 bis 18 Jahren ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungBeyfortus darf ausschließlich als intramuskuläre Injektion angewendet werden.
Es wird intramuskulär verabreicht, vorzugsweise in den anterolateralen Oberschenkel.
Aufgrund des Risikos einer Ischiasnervschädigung sollte nicht routinemäßig in den Glutealmuskelinjiziert werden. Wenn zwei Injektionen erforderlich sind, sollten verschiedene Injektionsstellengewählt werden.
Hinweise zu besonderen Anforderungen an die Handhabung siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich AnaphylaxieSchwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen wurden nach der Verabreichung von Beyfortusberichtet. Anaphylaxie wurde bei monoklonalen Antikörpern gegen menschliches Immunglobulin G1(IgG1) beobachtet. Wenn Anzeichen und Symptome von Anaphylaxie oder einer anderen klinischsignifikanten Überempfindlichkeitsreaktion auftreten, ist die Anwendung sofort abzubrechen und einegeeignete Therapie mit Arzneimitteln und/oder unterstützende Therapie einzuleiten.
Klinisch relevante Erkrankungen des Blutes
Wie alle intramuskulären Injektionen sollte Nirsevimab mit Vorsicht bei Kindern mit
Thrombozytopenie oder anderen Gerinnungsstörungen angewendet werden.
Polysorbat 80 (E 433)
Dieses Arzneimittel enthält 0,1 mg Polysorbat 80 pro Dosiseinheit von 50 mg (0,5 ml) und 0,2 mg pro
Dosiseinheit von 100 mg (1 ml). Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.
Immungeschwächte Kinder
Bei einigen immungeschwächten Kindern mit Proteinverlusterkrankungen wurde in klinischen Studieneine hohe Nirsevimab-Clearance beobachtet (siehe Abschnitt 5.2) und Nirsevimab bietetmöglicherweise bei diesen Kindern nicht das gleiche Ausmaß an Schutz.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Monoklonale
Antikörper haben in der Regel kein signifikantes Potenzial für Wechselwirkungen, da sie Cytochrom-
P450-Enzyme (CYP) nicht direkt beeinflussen und keine Substrate hepatischer oder renaler
Transporter sind. Indirekte Effekte auf Cytochrom-P450-Enzyme sind unwahrscheinlich, da sich
Nirsevimab gegen ein exogenes Virus richtet.
Nirsevimab hat keinen Einfluss auf den diagnostischen RSV-Nachweis mittels Reverse-Transkriptase-
Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) oder mittels Antigenschnelltests, bei denen handelsübliche
Antikörper gegen die Antigenbindungsstellen I, II oder IV auf dem RSV-Fusions-(F-)Proteineingesetzt werden.
Gleichzeitige Anwendung mit anderen Impfstoffen
Da Nirsevimab ein monoklonaler Antikörper zur RSV-spezifischen passiven Immunisierung ist, istnicht zu erwarten, dass es die aktive Immunantwort auf gleichzeitig angewendete Impfstoffebeeinflusst.
Es liegen begrenzte Erfahrungen mit der gleichzeitigen Anwendung von Impfstoffen vor. In klinischen
Studien, in denen Nirsevimab zusammen mit üblichen Kinderimpfstoffen gegeben wurde, war das
Sicherheits- und Reaktogenitätsprofil des gleichzeitig angewendeten Regimes mit dem der alleinangewendeten Kinderimpfstoffe vergleichbar. Nirsevimab kann gleichzeitig mit Kinderimpfstoffengegeben werden.
Nirsevimab sollte nicht mit einem anderen Impfstoff in derselben Spritze oder Durchstechflaschevermischt werden (siehe Abschnitt 6.2). Wenn Nirsevimab gleichzeitig mit anderen Impfstoffen zur
Injektion angewendet werden soll, sollten diese mit getrennten Spritzen und an unterschiedlichen
Injektionsstellen injiziert werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenNicht zutreffend.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigste Nebenwirkung war Ausschlag (0,7 %), der innerhalb von 14 Tagen nach der
Anwendung auftrat. Die Mehrzahl der Fälle war von leichter bis mittlerer Intensität. Darüber hinauswurden Fieber und Reaktionen an der Injektionsstelle mit einer Rate von 0,5 % bzw. 0,3 % innerhalbvon 7 Tagen nach der Anwendung berichtet. Die Reaktionen an der Injektionsstelle waren nichtschwerwiegend.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn Tabelle 1 sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die bei 2966 Neugeborenen und Frühgeborenen(GA ≥ 29 Wochen) berichtet wurden, die Nirsevimab in klinischen Studien erhielten, und in der
Überwachung nach Markteinführung (siehe Abschnitt 4.4).
Nebenwirkungen, die in kontrollierten klinischen Studien berichtet wurden, sind nach MedDRA-
Systemorganklassen (system organ class, SOC) klassifiziert. Innerhalb jeder Systemorganklasse sinddie bevorzugten Begriffe nach abnehmender Häufigkeit und dann nach abnehmendem Schweregradaufgeführt. Die Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10),häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten(< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Nebenwirkungen
MedDRA SOC MedDRA-bevorzugter
Begriff Häufigkeit
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeita Nicht bekannt
Erkrankungen der Haut und des Ausschlagb Gelegentlich
Unterhautgewebes
Allgemeine Erkrankungen und Reaktion an der
Beschwerden am Verabreichungsort Injektionsstellec Gelegentlich
Fieber Gelegentlicha Nebenwirkung aus spontaner Berichterstattung.b Ausschlag wurde mittels der folgenden zusammengefassten bevorzugten Begriffe definiert: Ausschlag,makulo-papulöser Ausschlag, makulöser Ausschlag.c Reaktion an der Injektionsstelle wurde mittels der folgenden zusammengefassten bevorzugten Begriffedefiniert: Reaktion an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, Verhärtung an der Injektionsstelle,
Ödem an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle.
Säuglinge mit erhöhtem Risiko für eine schwere RSV-Erkrankung in ihrer ersten Saison
Die Sicherheit wurde in der Studie MEDLEY bei 918 Säuglingen mit erhöhtem Risiko für eineschwere RSV-Erkrankung untersucht, darunter 196 extrem Frühgeborene (GA < 29 Wochen) und306 Säuglinge mit Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung oder mit hämodynamischrelevantem angeborenem Herzfehler zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison eingeschlossen, die entweder
Nirsevimab (n = 614) oder Palivizumab (n = 304) erhielten. Das Sicherheitsprofil von Nirsevimab bei
Säuglingen, die Nirsevimab in ihrer ersten RSV-Saison erhielten, war mit dem Komparator
Palivizumab vergleichbar und entsprach dem Sicherheitsprofil von Nirsevimab bei Neugeborenen und
Frühgeborenen GA ≥ 29 Wochen (D5290C00003 und MELODY).
Kinder, die in ihrer zweiten Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sind
Die Sicherheit wurde in der Studie MEDLEY bei 220 Kindern mit Frühgeburt-bedingter chronischer
Lungenerkrankung oder mit hämodynamisch relevantem angeborenem Herzfehler untersucht, die inihrer ersten RSV-Saison Nirsevimab oder Palivizumab und die anschließend zu Beginn ihrer zweiten
RSV-Saison Nirsevimab erhielten (180 Teilnehmer erhielten Nirsevimab sowohl in Saison 1 als auch
Saison 2, 40 erhielten Palivizumab in Saison 1 und Nirsevimab in Saison 2). Das Sicherheitsprofil von
Nirsevimab bei Kindern, die Nirsevimab in ihrer zweiten RSV-Saison erhielten, entsprach dem
Sicherheitsprofil von Nirsevimab bei Neugeborenen und Frühgeborenen GA ≥ 29 Wochen(D5290C00003 und MELODY).
Die Sicherheit wurde außerdem in der Studie MUSIC untersucht, einer unverblindeten, nichtkontrollierten Einzeldosisstudie bei 100 immungeschwächten Säuglingen und Kindern im Alter von≤ 24 Monaten, die Nirsevimab in ihrer ersten oder zweiten RSV-Saison erhielten. Hierzu gehörten
Teilnehmer mit mindestens einer der folgenden Erkrankungen: Immunschwäche (kombiniert,
Antikörper oder andere Ätiologie) (n = 33); systemische hoch dosierte Therapie mit Corticosteroiden(n = 29); Organ- oder Knochenmarktransplantation (n = 16); Behandlung mit einerimmunsuppressiven Chemotherapie (n = 20); andere immunsuppressive Therapie (n = 15) und HIV-
Infektion (n = 8). Das Sicherheitsprofil von Nirsevimab entsprach dem erwarteten Profil für eine
Population immungeschwächter Kinder und dem Sicherheitsprofil von Nirsevimab bei Neugeborenenund Frühgeborenen GA ≥ 29 Wochen (D5290C00003 und MELODY).
Das Sicherheitsprofil von Nirsevimab bei Kindern während ihrer zweiten RSV-Saison entsprach dem
Sicherheitsprofil von Nirsevimab, das während ihrer ersten RSV-Saison beobachtet wurde.
Neugeborene und Frühgeborene zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison
Die Sicherheit von Nirsevimab wurde auch in HARMONIE untersucht, einer randomisierten, offenen,multizentrischen Studie mit 8 034 Neugeborenen und Frühgeborenen (GA ≥ 29 Wochen) zu Beginnihrer ersten RSV-Saison (nicht für Palivizumab geeignet), die Nirsevimab (n = 4 016) oder keine
Intervention (n = 4 018) zur Prävention einer Respiratorischen Synzytial-Virus-Infektion der unteren
Atemwege (RSV LRTI) mit Hospitalisierung erhielten. Das Sicherheitsprofil von Nirsevimab in derersten RSV-Saison entsprach dem Sicherheitsprofil von Nirsevimab in den placebokontrollierten
Studien (D5290C00003 und MELODY).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es gibt keine spezifische Behandlung bei einer Überdosierung mit Nirsevimab. Im Fall einer
Überdosierung sollte das Kind hinsichtlich Nebenwirkungen überwacht werden und, falls erforderlich,eine symptomatische Therapie erhalten.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsera und Immunglobuline, antivirale monoklonale
Antikörper, ATC-Code: J06BD08.
WirkmechanismusNirsevimab ist ein rekombinanter, neutralisierender, humaner, langwirksamer monoklonaler
Immunglobulin-G1-kappa(IgG1κ)-Antikörper gegen die Präfusionskonformation des Fusionsproteinsdes Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV-F-Protein), der mit einer dreifachen
Aminosäuresubstitution (YTE) in der Fc-Region modifiziert wurde, um die Serumhalbwertzeit zuverlängern. Nirsevimab bindet an ein hochkonserviertes Epitop an der Antigenbindungsstelle Ø des
Präfusionsproteins mit Dissoziationskonstanten von KD = 0,12 nM und KD = 1,22 nM für die RSV-
Untergruppen RSV-A bzw. RSV-B. Nirsevimab hemmt den entscheidenden Membranfusionsschrittim Prozess des Viruseintritts, neutralisiert das Virus und blockiert die Zellfusion.
Pharmakodynamische WirkungenAntivirale AktivitätDie Neutralisationsaktivität von Nirsevimab gegenüber RSV wurde in Zellkultur in einem Dosis-
Wirkungs-Modell mit kultivierten Hep-2-Zellen ermittelt. Nirsevimab neutralisierte RSV-A- und
RSV-B-Isolate mit medianen EC50-Werten von 3,2 ng/ml (Bereich 0,48 bis 15 ng/ml) bzw. 2,9 ng/ml(Bereich 0,3 bis 59,7 ng/ml). Die klinischen RSV-Isolate (70 RSV A und 49 RSV B) wurden zwischen2003 und 2017 Personen in den USA, Australien, den Niederlanden, Italien, China und Israelentnommen und kodierten die häufigsten RSV-F-Sequenzpolymorphismen, die unter denzirkulierenden Stämmen gefunden wurden.
Nirsevimab zeigte in vitro eine Bindung an immobilisierte humane Fcɣ-Rezeptoren (FcγRI, FcγRIIA,
FcγRIIB und FcγRIII) und eine gleichwertige neutralisierende Aktivität im Vergleich zu denparentalen monoklonalen Antikörpern IG7 und IG7-TM (Fc-Region modifiziert zur Reduktion der Fc-
Rezeptorbindung und der Effektorfunktion). In einem Tiermodell mit RSV-infizierten Baumwollrattenzeigten IG7 und IG7-TM eine vergleichbare dosisabhängige Verringerung der RSV-Replikation in der
Lunge und den Nasenmuscheln, was stark darauf hindeutet, dass der Schutz vor einer RSV-Infektioneher von der Neutralisationsaktivität von Nirsevimab abhängig ist als von einer Fc-vermittelten
Effektorfunktion.
Antivirale ResistenzIn der Zellkultur
Escape-Varianten wurden nach drei Passagen in der Zellkultur von RSV-A2- und -B9320-Stämmen in
Gegenwart von Nirsevimab selektiert. Rekombinante RSV-A-Varianten, die eine geringere
Empfindlichkeit gegenüber Nirsevimab zeigten, waren unter anderem jene mit den identifizierten
Substitutionen N67I+N208Y (103-fach im Vergleich zur Referenz). Rekombinante RSV-B-Varianten,die eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Nirsevimab zeigten, waren unter anderem solche mitden identifizierten Substitutionen N208D (> 90 000-fach), N208S (> 24 000-fach), K68N+N201S(> 13 000-fach) oder K68N+N208S (> 90 000-fach). Alle unter den Neutralisations-Escape-Variantenidentifizierten Resistenz-assoziierten Substitutionen waren in der Nirsevimab-Bindungsstellelokalisiert (Aminosäuren 62-69 und 196-212) und verringerten nachweislich die Bindungsaffinität andas RSV-Fusionsprotein.
In klinischen StudienIn den Studien MELODY, MEDLEY und MUSIC wies kein Teilnehmer mit medizinisch behandelter
RSV-Infektion der unteren Atemwege (medically-attended RSV-associated lower respiratory tractinfection, MA RSV LRTI) ein RSV-Isolat mit Nirsevimab-Resistenz-assoziierten Substitutionen injeglicher Behandlungsgruppe auf.
In Studie D5290C00003 (Teilnehmer, die eine 50-mg-Einmaldosis Nirsevimab erhielten, unabhängigvom Körpergewicht zum Zeitpunkt der Verabreichung) wiesen 2 von 40 Teilnehmern in der
Nirsevimab-Gruppe mit MA RSV LRTI ein RSV-Isolat mit Nirsevimab-Resistenz-assoziierten
Substitutionen auf. In der Placebogruppe hatte kein Teilnehmer ein RSV-Isolat, das Nirsevimab-
Resistenz-assoziierte Substitutionen enthielt. Rekombinante RSV-B-Varianten mit den identifizierten
Sequenzvarianten I64T+K68E+I206M+Q209R (> 447,1-fach) oder N208S (> 386,6-fach) des F-
Proteins in der Nirsevimab-Bindungsstelle führten zu einer geringeren Empfindlichkeit gegenübereiner Nirsevimab-Neutralisation.
Nirsevimab behielt seine Aktivität gegenüber rekombinanten RSV mit Palivizumab-Resistenz-assoziierten Substitutionen, die in molekularen epidemiologischen Studien und in Neutralisations-
Escape-Varianten von Palivizumab identifiziert wurden. Varianten, die gegenüber Nirsevimabresistent sind, weisen möglicherweise eine Kreuzresistenz gegenüber anderen monoklonalen
Antikörpern auf, die gegen das F-Protein von RSV gerichtet sind.
ImmunogenitätAnti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug-antibodies, ADA) wurden häufig nachgewiesen.
Der verwendete Immunogenitätstest hat Limitierungen beim Nachweis von ADA zu einem frühen
Zeitpunkt (vor Tag 361) in Anwesenheit hoher Arzneimittelkonzentrationen, weshalb die Inzidenz von
ADA nicht abschließend bestimmt werden konnte. Die Auswirkung auf die Nirsevimab-Clearance istungewiss. Teilnehmer, die an Tag 361 ADA-positiv waren, zeigten an Tag 361 reduzierte Nirsevimab-
Konzentrationen im Vergleich zu Teilnehmern, die Nirsevimab erhielten und ADA-negativ waren.
Die Auswirkung von ADA auf die Wirksamkeit von Nirsevimab wurde nicht ermittelt. Es wurdenkeine Hinweise auf einen Einfluss von ADA auf die Sicherheit beobachtet.
Klinische WirksamkeitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Nirsevimab wurden in zwei randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten multizentrischen Studien (D5290C00003 [Phase IIb] und MELODY [Phase III])zur Prävention von MA RSV LRTI bei Neugeborenen und Frühgeborenen (GA ≥ 29 Wochen) zu
Beginn ihrer ersten RSV-Saison untersucht. Die Sicherheit und Pharmakokinetik von Nirsevimabwurden ebenfalls in einer randomisierten, doppelblinden, Palivizumab-kontrollierten multizentrischen
Studie (MEDLEY [Phase II/III]) bei Säuglingen GA < 35 Wochen mit erhöhtem Risiko für eineschwere RSV-Erkrankung, einschließlich extrem Frühgeborene (GA < 29 Wochen) und Säuglinge mit
Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung oder mit hämodynamisch relevantemangeborenem Herzfehler, zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison, und bei Kindern mit Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung oder mit hämodynamisch relevantem angeborenem
Herzfehler zu Beginn ihrer zweiten RSV-Saison untersucht.
Die Sicherheit und Pharmakokinetik von Nirsevimab wurden zudem in einer unverblindeten, nichtkontrollierten multizentrischen Einzeldosisstudie (MUSIC [Phase II]) bei immungeschwächten
Säuglingen und Kindern im Alter von ≤ 24 Monaten untersucht.
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Nirsevimab, im Vergleich zu keiner Intervention, wurdenebenfalls in einer randomisierten, offenen, multizentrischen Studie (HARMONIE, Phase IIIb) zur
Prävention von RSV LRTI mit Hospitalisierung bei Neugeborenen und Frühgeborenen(GA ≥ 29 Wochen) untersucht, die während ihrer ersten RSV-Saison geboren wurden oder in dieseeintraten (nicht für Palivizumab geeignet).
Wirksamkeit gegen MA RSV LRTI, MA RSV LRTI mit Hospitalisierung und sehr schwere
MA RSV LRTI bei Neugeborenen und Frühgeborenen (D5290C00003 und MELODY)
In Studie D5290C00003 wurden insgesamt 1453 sehr und mäßig Frühgeborene (GA ≥ 29 bis< 35 Wochen) zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison im Verhältnis 2 : 1 randomisiert und erhielten eineintramuskuläre 50-mg-Einmaldosis Nirsevimab oder Placebo. Bei Randomisierung waren 20,3 % in
GA ≥ 29 bis < 32 Wochen, 79,7 % waren in GA ≥ 32 bis < 35 Wochen, 52,4 % waren männlich,72,2 % waren kaukasischer Abstammung, 17,6 % waren afrikanischer Abstammung, 1,0 % waren
Asiaten, 59,5 % wogen < 5 kg (17,0 % < 2,5 kg). 17,3 % der Säuglinge waren ≤ 1 Monat alt, 35,9 %waren > 1,0 Monat bis ≤ 3,0 Monate, 32,6 % waren > 3,0 Monate bis ≤ 6,0 Monate und 14,2 % waren> 6,0 Monate alt.
In MELODY (primäre Kohorte) wurden insgesamt 1490 Neugeborene und späte Frühgeborene(GA ≥ 35 Wochen) zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison im Verhältnis 2 : 1 randomisiert und erhielteneine intramuskuläre Einmaldosis Nirsevimab (50 mg Nirsevimab bei einem Körpergewicht < 5 kgoder 100 mg Nirsevimab bei einem Körpergewicht ≥ 5 kg zum Zeitpunkt der Anwendung) oder
Placebo. Bei Randomisierung waren 14,0 % in GA ≥ 35 bis < 37 Wochen und 86,0 % waren in
GA ≥ 37 Wochen, 51,6 % waren männlich, 53,5 % waren kaukasischer Abstammung, 28,4 % warenafrikanischer Abstammung, 3,6 % waren Asiaten, 40,0 % wogen < 5 kg (2,5 % < 2,5 kg). 24,5 % der
Säuglinge waren ≤ 1 Monat alt, 33,4 % waren > 1,0 Monat bis ≤ 3,0 Monate, 32,1 % waren> 3,0 Monate bis ≤ 6,0 Monate und 10,0 % waren > 6,0 Monate alt.
Säuglinge mit Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung/bronchopulmonaler Dysplasieoder hämodynamisch relevantem angeborenem Herzfehler (ausgenommen Säuglinge mitunkompliziertem angeborenem Herzfehler) in der Anamnese waren von den Studien augeschlossen.
Die Demografie- und Baseline-Charakteristika der Nirsevimab- und der Placebogruppen waren inbeiden Studien vergleichbar.
Der primäre Endpunkt für die Studien D5290C00003 und MELODY (primäre Kohorte) war die
Inzidenz medizinisch behandelter Infektionen der unteren Atemwege (einschließlich
Hospitalisierung), die auf eine mittels Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR)bestätigte RSV-Erkrankung (MA RSV LRTI) zurückzuführen waren, vorwiegend auftretend als
Bronchiolitis oder Pneumonie, bis 150 Tage nach der Anwendung. Anzeichen von LRTI warendefiniert als das Vorliegen eines der folgenden auf eine Infektion der unteren Atemwege hindeutenden
Befundes (wie z. B. Rasselgeräusche Lunge, Lungenrasseln, Lungenknistern, pfeifendes Atmen) beieiner körperlichen Untersuchung und mindestens einem Anzeichen für einen erhöhten klinischen
Schweregrad (erhöhte Atemfrequenz, Hypoxämie, akute hypoxische oder ventilatorische Insuffizienz,neu aufgetretene Apnoe, Nasenflügelatmen, Retraktionen, Ächzen oder Dehydrierung aufgrund von
Atembeschwerden). Der sekundäre Endpunkt war die Hospitalisierungsinzidenz bei Säuglingen mit
MA RSV LRTI. RSV-Hospitalisierung war definiert als Hospitalisierung aufgrund einer LRTI mitpositivem RSV-Nachweis oder einer Verschlechterung des respiratorischen Status und eines positiven
RSV-Nachweises bei einem bereits hospitalisierten Patienten. Sehr schwere MA RSV LRTI wurdenebenfalls untersucht, definiert als MA RSV LRTI mit Hospitalisierung und der Notwendigkeit von
Sauerstoffzufuhr oder intravenöser Flüssigkeitsgabe.
Die Wirksamkeit von Nirsevimab bei Neugeborenen und Frühgeborenen (GA ≥ 29 Wochen) zu
Beginn ihrer ersten RSV-Saison gegen MA RSV LRTI, MA RSV LRTI mit Hospitalisierung und sehrschwere MA RSV LRTI ist in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2: Wirksamkeit bei Neugeborenen und Frühgeborenen gegen MA RSV LRTI,
MA RSV LRTI mit Hospitalisierung und gegen sehr schwere MA RSV LRTI bis 150 Tage nach
Anwendung in den Studien D5290C00003 und MELODY (primäre Kohorte)
Inzidenz Wirksamkeita
Gruppe Therapie N in % (N) (95 %-KI)
Wirksamkeit bei Säuglingen gegen MA RSV LRTI bis 150 Tage nach Anwendung
Sehr und mäßig Frühgeborene Nirsevimab 969 2,6 (25)
GA ≥ 29 bis < 35 Wochen 70,1 % (52,3;b Placebo 484 9,5 (46)(D5290C00003) 81,2)c
Neugeborene und späte Nirsevimab 994 1,2 (12)
Frühgeborene GA ≥ 35 Wochen 74,5 % (49,6;
Placebo 496 5,0 (25) c(MELODY, primäre Kohorte) 87,1)
Wirksamkeit bei Säuglingen gegen MA RSV LRTI mit Hospitalisierung bis 150 Tage nach
AnwendungSehr und mäßig Frühgeborene Nirsevimab 969 0,8 (8)
GA ≥ 29 bis < 35 Wochen 78,4 % (51,9;b Placebo 484 4,1 (20) c(D5290C00003) 90,3)
Neugeborene und späte Nirsevimab 994 0,6 (6)
Frühgeborene GA ≥ 35 Wochen 62,1 % (-8,6;
Placebo 496 1,6 (8)(MELODY, primäre Kohorte) 86,8)
Wirksamkeit bei Säuglingen gegen sehr schwere MA RSV LRTI bis 150 Tage nach
AnwendungSehr und mäßig Frühgeborene Nirsevimab 969 0,4 (4)
GA ≥ 29 bis < 35 Wochen 87,5 % (62,9;b Placebo 484 3,3 (16) d(D5290C00003) 95,8)
Neugeborene und späte Nirsevimab 994 0,5 (5)
Frühgeborene GA ≥ 35 Wochen 64,2 % (-12,1;
Placebo 496 1,4 (7)(MELODY, primäre Kohorte) 88,6)da Basierend auf einer relativen Risikoreduktion gegenüber Placebo.b Alle Teilnehmer, die 50 mg unabhängig vom Körpergewicht zum Zeitpunkt der Anwendung erhalten hatten.c Vordefiniert, Multiplizität-kontrolliert; p-Wert = < 0,001.d Nicht Multiplizität-kontrolliert.
Die Subgruppenanalysen für den primären Wirksamkeitsendpunkt nach Gestationsalter, Geschlecht,ethnischer Zugehörigkeit und Region zeigten, dass die Ergebnisse mit denen der Gesamtpopulationkonsistent waren.
Die Schwere der Fälle von Durchbrüchen bei Teilnehmern, die aufgrund von MA RSV LRTIhospitalisiert waren, wurde bewertet. Bezogen auf Nirsevimab bzw. Placebo betrug der prozentuale
Anteil der Teilnehmer, die eine zusätzliche Sauerstoffgabe benötigten, 44,4 % (4/9) versus 81,0 %(17/21), der prozentuale Anteil der Teilnehmer, die einen kontinuierlichen positiven Atemwegsdruck(continuous positive airway pressure, CPAP)/High-Flow-Nasenkanüle (HFNC) benötigten, betrug11,1 % (1/9) versus 23,8 % (5/21), und 0 % (0/9) versus 28,6 % (6/21) wurden auf einer
Intensivstation aufgenommen.
Nach der primären Analyse wurden weitere Säuglinge in MELODY eingeschlossen; insgesamtwurden 3012 Säuglinge randomisiert und erhielten Nirsevimab (n = 2009) oder Placebo (n = 1003).
Die Wirksamkeit von Nirsevimab gegen MA RSV LRTI, MA RSV LRTI mit Hospitalisierung undgegen sehr schwere MA RSV LRTI bis 150 Tage nach Anwendung war eine relative Risikoreduktionvon 76,4 % (95 %-KI 62,3; 85,2), 76,8 % (95 %-KI 49,4; 89,4) bzw. 78,6 % (95 %-KI 48,8; 91,0).
Die Raten von MA RSV LRTI Ereignissen in der zweiten Saison (Tag 361 bis Tag 510 nach
Dosisgabe) waren in beiden Behandlungsgruppen ähnlich [19 (1,0 %) Nirsevimab-Empfänger und 10(1,0 %) Placebo-Empfänger].
Wirksamkeit gegen MA RSV LRTI bei Säuglingen mit erhöhtem Risiko und Kindern, die in ihrerzweiten Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sind (MEDLEY und MUSIC)
In MEDLEY wurden insgesamt 925 Säuglinge mit einem erhöhten Risiko für eine schwere RSV-
Erkrankung zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison randomisiert, einschließlich Säuglinge mit
Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung oder hämodynamisch relevantem angeborenem
Herzfehler, sowie Frühgeborene (GA < 35 Wochen) zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison. Die
Säuglinge erhielten entweder eine intramuskuläre Einmaldosis (2 : 1) Nirsevimab (50 mg Nirsevimabbei einem Körpergewicht < 5 kg oder 100 mg Nirsevimab bei einem Körpergewicht ≥ 5 kg zum
Zeitpunkt der Anwendung), gefolgt von 4 einmal monatlichen intramuskulären Gaben von Placebooder 5 einmal monatliche intramuskuläre Injektionen von 15 mg/kg Palivizumab. Bei Randomisierungwaren 21,6 % GA < 29 Wochen, 21,5 % GA ≥ 29 bis < 32 Wochen, 41,9 % GA ≥ 32 bis < 35 Wochenund 14,9 % waren GA ≥ 35 Wochen. 23,5 % dieser Säuglinge hatten eine Frühgeburt-bedingtechronische Lungenerkrankung und 11,2 % hatten einen hämodynamisch relevanten angeborenen
Herzfehler, 53,5 % waren männlich, 79,2 % waren kaukasischer Abstammung, 9,5 % warenafrikanischer Abstammung, 5,4 % waren Asiaten, 56,5 % wogen < 5 kg (9,7 % wogen < 2,5 kg).11,4 % der Säuglinge waren ≤ 1 Monat alt, 33,8 % waren > 1,0 Monat bis ≤ 3,0 Monate, 33,6 % waren> 3,0 Monate bis ≤ 6,0 Monate und 21,2 % waren > 6,0 Monate alt.
Bei Kindern mit erhöhtem Risiko für eine schwere RSV-Erkrankung mit Frühgeburt-bedingterchronischer Lungenerkrankung oder hämodynamisch relevantem angeborenem Herzfehler im Altervon ≤ 24 Monaten, die weiterhin anfällig waren, wurde die Studie für eine zweite RSV-Saisonfortgesetzt. Teilnehmer, die in ihrer ersten RSV-Saison Nirsevimab erhalten hatten, erhielten einezweite Einzeldosis von 200 mg Nirsevimab zu Beginn ihrer zweiten RSV-Saison (n = 180), gefolgtvon 4 einmal monatlichen intramuskulären Gaben von Placebo. Teilnehmer, die während ihrer ersten
RSV-Saison Palivizumab erhalten hatten, wurden zu Beginn ihrer zweiten RSV-Saison erneut im
Verhältnis 1 : 1 auf Nirsevimab oder Palivizumab randomisiert. Teilnehmer in der Nirsevimab-Gruppe(n = 40) erhielten eine einzelne Fixdosis von 200 mg, gefolgt von 4 einmal monatlichenintramuskulären Gaben von Placebo. Teilnehmer in der Palivizumab-Gruppe (n = 42) erhielten5 einmal monatliche intramuskuläre Gaben von 15 mg/kg Palivizumab. Von diesen Kindern hatten72,1 % eine Frühgeburt-bedingte chronische Lungenerkrankung und 30,9 % einen hämodynamischrelevanten angeborenen Herzfehler; 57,6 % waren männlich, 85,9 % kaukasischer Abstammung,4,6 % waren afrikanischer Abstammung, 5,7 % waren Asiaten und 2,3 % wogen < 7 kg. Die
Demografie- und Baseline-Charakteristika der Nirsevimab/Nirsevimab-, Palivizumab/Nirsevimab-und der Palivizumab/Palivizumab-Gruppe waren vergleichbar.
Die Wirksamkeit von Nirsevimab bei Säuglingen mit einem erhöhten Risiko für eine schwere RSV-
Erkrankung, einschließlich extrem Frühgeborene (GA < 29 Wochen) zu Beginn ihrer ersten RSV-
Saison und Kinder mit Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung oder hämodynamischrelevantem angeborenem Herzfehler im Alter von ≤ 24 Monaten zu Beginn ihrer ersten oder zweiten
RSV-Saison, wurde durch Extrapolation aus den Wirksamkeitsdaten von Nirsevimab in den
Studien D5290C00003 und MELODY (primäre Kohorte) basierend auf der pharmakokinetischen
Exposition (siehe Abschnitt 5.2) ermittelt. In der Studie MEDLEY betrug die Inzidenz von
MA RSV LRTI in der ersten RSV-Saison bis 150 Tage nach der Anwendung 0,6 % (4/616) in der
Nirsevimab-Gruppe und 1,0 % (3/309) in der Palivizumab-Gruppe. In der zweiten RSV-Saison tratenbis 150 Tage nach der Dosisgabe keine Fälle von MA RSV LRTI auf.
In der Studie MUSIC wurde die Wirksamkeit bei 100 immungeschwächten Säuglingen und Kindernim Alter von ≤ 24 Monaten, welche die empfohlene Dosierung von Nirsevimab erhielten, durch
Extrapolation aus den Wirksamkeitsdaten von Nirsevimab in den Studien D5290C00003 und
MELODY (primäre Kohorte) basierend auf der pharmakokinetischen Exposition (siehe Abschnitt 5.2)ermittelt. Bis 150 Tage nach der Dosisgabe traten keine Fälle von MA RSV LRTI auf.
Wirksamkeit gegen RSV LRTI mit Hospitalisierung bei Neugeborenen und Frühgeborenen(HARMONIE)
In der Studie HARMONIE wurden insgesamt 8 058 Neugeborene und Frühgeborene(GA ≥ 29 Wochen) randomisiert, die während ihrer ersten RSV-Saison geboren wurden oder in dieseeintraten und entweder eine einmalige i. m. Dosis Nirsevimab (50 mg bei < 5 kg Körpergewicht oder100 mg bei ≥ 5 kg Körpergewicht zum Zeitpunkt der Anwendung) oder keine Intervention erhielten.
Bei der Randomisierung betrug das mediane Alter 4 Monate (Bereich: 0 bis 12 Monate). 48,6 % der
Säuglinge waren ≤ 3 Monate alt, 23,7 % waren > 3 bis ≤ 6 Monate alt und 27,7 % waren > 6 Monatealt. Von diesen Säuglingen waren 52,1 % männlich und 47,9 % weiblich. Die Hälfte der Säuglingewurde während der RSV-Saison geboren. Die meisten Teilnehmer waren Neugeborene mit einem
Gestationsalter von ≥ 37 Wochen (85,2 %) bei der Geburt.
Der primäre Endpunkt der Studie HARMONIE war die Gesamtinzidenz von RSV LRTI mit
Hospitalisierung während der RSV-Saison bei Neugeborenen und Frühgeborenen, verursacht durcheine bestätigte RSV-Infektion. Die Wirksamkeit von Nirsevimab bei der Prävention von RSV LRTImit Hospitalisierung im Vergleich zu keiner Intervention wurde unter Berücksichtigung der
Nachbeobachtungszeit geschätzt, um die Anwendung unter realen Bedingungen nachzubilden. Diemediane Nachbeobachtungszeit der Teilnehmer betrug 2,3 Monate (Bereich: 0 bis 7,0 Monate) in der
Nirsevimab-Gruppe und 2,0 Monate (Bereich: 0 bis 6,8 Monate) in der Gruppe ohne Intervention.
RSV LRTI mit Hospitalisierung trat bei 11 von 4 037 Säuglingen in der Nirsevimab-Gruppe(Inzidenzrate = 0,001) und bei 60 von 4 021 Säuglingen in der Gruppe ohne Intervention(Inzidenzrate = 0,006) auf, was einer Wirksamkeit von 83,2 % (95 %-KI, 67,8 bis 92,0) bei der
Prävention von RSV LRTI mit Hospitalisierung während der RSV-Saison entspricht. Die Wirksamkeitblieb über 180 Tage nach Anwendung/Randomisierung erhalten (82,7 %; 95 %-KI, 67,8 bis 91,5).
Dauer des SchutzesAuf Grundlage der klinischen und pharmakokinetischen Daten beträgt die Dauer des Schutzes nach
Anwendung von Nirsevimab mindestens 5 bis 6 Monate.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Nirsevimab beruhen auf Daten aus einzelnen Studiensowie populationspharmakokinetischen Analysen. Die Pharmakokinetik von Nirsevimab war bei
Kindern und Erwachsenen nach intramuskulärer Gabe von klinisch relevanten Dosen in einem
Dosierungsbereich von 25 mg bis 300 mg dosisproportional.
ResorptionNach intramuskulärer Anwendung wurde die Maximalkonzentration innerhalb von 6 Tagen erreicht(Bereich: 1 bis 28 Tage) und die geschätzte absolute Bioverfügbarkeit betrug 84 %.
VerteilungDas geschätzte zentrale und periphere Verteilungsvolumen von Nirsevimab betrug 216 ml bzw.261 ml bei einem 5 kg schweren Säugling. Das Verteilungsvolumen nimmt mit steigendem
Körpergewicht zu.
BiotransformationNirsevimab ist ein humaner monoklonaler Immunglobulin-G1-kappa(IgG1κ)-Antikörper, der durch im
Körper weit verbreitete proteolytische Enzyme abgebaut und nicht durch Leberenzyme metabolisiertwird.
EliminationAls typischer monoklonaler Antikörper wird Nirsevimab durch intrazellulären Katabolismuseliminiert, und es gibt keinen Hinweis auf eine Target-vermittelte Clearance in den klinisch geprüften
Dosierungen.
Die geschätzte Clearance für Nirsevimab betrug 3,42 ml/Tag bei einem 5 kg schweren Säugling, unddie terminale Halbwertzeit betrug etwa 71 Tage. Die Nirsevimab-Clearance nimmt mit steigendem
Körpergewicht zu.
Besondere PatientengruppenEthnische ZugehörigkeitDie ethnische Zugehörigkeit hat keinen klinisch bedeutsamen Einfluss.
NierenfunktionsbeeinträchtigungAls typischer monoklonaler IgG-Antikörper wird Nirsevimab aufgrund seines hohen
Molekulargewichts nicht über die Nieren eliminiert. Es ist nicht davon auszugehen, dass eine
Veränderung der Nierenfunktion die Nirsevimab-Clearance beeinflusst. In klinischen Studien wurdejedoch bei einem Kind mit nephrotischem Syndrom eine erhöhte Nirsevimab-Clearance beobachtet.
Beeinträchtigung der Leber
Monoklonale IgG-Antikörper werden nicht primär über die Leber eliminiert. In klinischen Studienwurde jedoch bei einigen Kindern mit chronischer Lebererkrankung, die mit Proteinverlust verbundensein kann, eine erhöhte Nirsevimab-Clearance beobachtet.
Säuglinge mit erhöhtem Risiko für eine schwere RSV-Erkrankung und Kinder, die in ihrer zweiten
Saison weiterhin anfällig für eine schwere RSV-Erkrankung sind
Es gab keine signifikante Auswirkung einer Frühgeburt-bedingten chronischen Lungenerkrankungoder eines hämodynamisch relevanten angeborenen Herzfehlers auf die Pharmakokinetik von
Nirsevimab. Die Serumkonzentrationen an Tag 151 in MEDLEY waren mit denen in MELODYvergleichbar.
Bei Kindern mit Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung oder hämodynamischrelevantem angeborenem Herzfehler (MEDLEY) und bei immungeschwächten Kindern (MUSIC), diein ihrer zweiten Saison eine intramuskuläre Dosis von 200 mg Nirsevimab erhielten, waren die
Serumexpositionen gegenüber Nirsevimab geringfügig höher als in MELODY und zeigten eineerhebliche Überlappung (siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Nirsevimab-Expositionen nach intramuskulärer Dosisgabe, Mittelwert(Standardabweichung) [Bereich], abgeleitet auf Basis von individuellenpopulationspharmakokinetischen Parametern
N AUC AUC N Serumkonz.
Studie/Saison 0-365 Baseline CL(AUC) mg⁎Tag/ml mg⁎Tag/ml (Serumkonz. Tag 151
Tag 151) µg/ml
MELODY 954 12,2 (3,5) 21,3 (6,5) 636 26,6 (11,1)(primäre Kohorte) [3,3-24,9] [5,2-48,7] [2,1-76,6]
MEDLEY/Saison 1 591 12,3 (3,3) 22,6 (6,2) 457 27,8 (11,1)[4,1-23,4] [7-43,8] [2,1-66,2]
MEDLEY/Saison 2 189 21,5 (5,5) 23,6 (7,8) 163 55,6 (22,8)[7,5-41,9] [8,2-56,4] [11,2-189,3]
MUSIC/Saison 1 46 11,2 (4,3) 16,7 (7,3) 37 25,6 (13,4)[1,2-24,6] [3,1-43,4] [5,1-67,4]
MUSIC/Saison 2 50 16 (6,3) 21 (8,4) 42 33,2 (19,3)[2,2-25,5] [5,6-35,5] [0,9-68,5]
AUC0-365 = Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve von 0-365 Tage nach Dosisgabe, AUCBaseline CL = Flächeunter der Serumkonzentrations-Zeit-Kurve, abgeleitet aus den Post-hoc-Clearance-Werten bei Dosisgabe,
Serumkonz. Tag 151 = Konzentration an Tag 151, Visite an Tag 151 ± 14 Tage.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische ZusammenhängeIn den Studien D5290C00003 und MELODY (primäre Kohorte) wurden eine positive Korrelationzwischen der Serum-AUC (Area Under the Curve), basierend auf der Clearance bei Baseline, oberhalb12,8 mg⁎Tag/ml und einer geringeren Inzidenz von MA RSV LRTI beobachtet. Das empfohlene
Dosierungsregime, bestehend aus einer intramuskulären 50-mg-Dosis oder 100-mg-Dosis für
Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison und einer intramuskulären 200-mg-Dosis für Kinder zu Beginnihrer zweiten RSV-Saison, wurde basierend auf diesen Ergebnissen ausgewählt.
In der Studie MEDLEY erreichten > 80 % der Säuglinge mit erhöhtem Risiko für eine schwere RSV-
Erkrankung, einschließlich extrem Frühgeborene (GA < 29 Wochen) zu Beginn ihrer ersten RSV-
Saison und Säuglinge/Kinder mit Frühgeburt-bedingter chronischer Lungenerkrankung oderhämodynamisch relevantem angeborenem Herzfehler, zu Beginn ihrer ersten oder zweiten RSV-
Saison nach einer Einmaldosis Nirsevimab-Expositionen, die mit einem RSV-Schutz (Serum-AUCoberhalb 12,8 mg⁎Tag/ml) verbunden waren (siehe Abschnitt 5.1).
In der Studie MUSIC erreichten 75 % (72/96) der immungeschwächten Säuglinge/Kinder zu Beginnihrer ersten oder zweiten RSV-Saison Nirsevimab-Expositionen, die mit einem RSV-Schutzverbunden waren. Nach Ausschluss von 14 Kindern mit erhöhter Nirsevimab-Clearance erreichten87 % (71/82) der Teilnehmer Nirsevimab-Expositionen, die mit einem RSV-Schutz verbunden waren.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Präklinische Daten aus Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe und
Gewebe-Kreuzreaktivität lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Histidin
Histidinhydrochlorid
Argininhydrochlorid
SaccharosePolysorbat 80 (E 433)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
4 Jahre
Beyfortus darf für maximal 48 Stunden bei Raumtemperatur (20 °C - 25 °C) und vor Licht geschütztaufbewahrt werden. Nach dieser Zeit muss die Spritze entsorgt werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Nicht schütteln. Nicht direkter Hitze aussetzen.
Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Für Hinweise zur Aufbewahrung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Fertigspritze aus silikonisiertem Typ-1-Glas mit Luer-Lock-Anschluss und einem mit FluroTecbeschichteten Spritzenkolben.
Jede Fertigspritze enthält 0,5 ml oder 1 ml Lösung.
Packungsgrößen:* 1 oder 5 Fertigspritze(n) ohne Nadeln.
* 1 Fertigspritze, verpackt mit 2 separaten Nadeln unterschiedlicher Größe.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungDieses Arzneimittel soll von geschultem medizinischem Fachpersonal unter Anwendung aseptischer
Techniken angewendet werden, um Sterilität zu gewährleisten.
Untersuchen Sie das Arzneimittel vor der Anwendung visuell auf sichtbare Partikel und Verfärbungen.
Das Arzneimittel ist eine klare bis opaleszente, farblose bis gelbe Lösung. Nicht injizieren, wenn die
Flüssigkeit trübe oder verfärbt ist oder wenn sie große Partikel oder Fremdpartikel enthält.
Nicht anwenden, wenn die Fertigspritze heruntergefallen ist oder beschädigt wurde oder wenn das
Sicherheitssiegel des Umkartons beschädigt ist.
Hinweise zur AnwendungBeyfortus ist als 50-mg- und als 100-mg-Fertigspritze verfügbar. Überprüfen Sie die Dosisangabe aufdem Umkarton und auf dem Etikett der Fertigspritze, um sicherzustellen, dass Sie, je nach Bedarf, dierichtige Dosisstärke mit 50 mg oder 100 mg gewählt haben.
Beyfortus-50-mg-Fertigspritze (50 mg/0,5 ml) Beyfortus-100-mg-Fertigspritze (100 mg/1 ml)mit einem violetten Spritzenkolben. mit einem hellblauen Spritzenkolben.
Violett Hellblau
Die Bestandteile der Fertigspritze sind in Abbildung 1 dargestellt.
Abbildung 1: Bestandteile der Luer-Lock-Spritze
Fingerauflage Gummistopfen Spritzenkappe
Spritzenkolben Spritzenkörper Luer-Lock-Anschluss
Schritt 1: Halten Sie den Luer-Lock-Anschluss mit einer Hand fest (halten Sie möglichst nicht den
Spritzenkolben oder den Spritzenkörper fest) und schrauben Sie die Spritzenkappe ab, indem Sie siemit der anderen Hand gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Schritt 2: Befestigen Sie eine Luer-Lock-Nadel an der Fertigspritze, indem Sie die Nadel behutsam im
Uhrzeigersinn auf die Fertigspritze aufschrauben, bis Sie einen leichten Widerstand spüren.
Schritt 3: Halten Sie den Spritzenkörper mit einer Hand fest und ziehen Sie die Nadelschutzkappevorsichtig mit der anderen Hand gerade ab. Halten Sie den Spritzenkolben nicht fest, während Sie die
Nadelschutzkappe abziehen, da sich sonst der Gummistopfen bewegen könnte. Fassen Sie die Nadelnicht an und lassen Sie diese nicht mit einer Oberfläche in Berührung kommen. Setzen Sie die
Nadelschutzkappe nicht wieder auf die Fertigspritze auf und entfernen Sie nicht die Nadel von der
Spritze.
Schritt 4: Geben Sie den gesamten Inhalt der Fertigspritze als intramuskuläre Injektion, vorzugsweisein den anterolateralen Oberschenkel. Aufgrund des Risikos einer Ischiasnervschädigung sollte nichtroutinemäßig in den Glutealmuskel injiziert werden.
Schritt 5: Entsorgen Sie die benutzte Fertigspritze zusammen mit der Nadel umgehend in einemdurchstichsicheren Abwurfbehälter oder entsprechend den nationalen Anforderungen.
Wenn zwei Injektionen erforderlich sind, wiederholen Sie die Schritte 1-5 an einer anderen
Injektionsstelle.
EntsorgungJede Fertigspritze ist ausschließlich für den Einmalgebrauch. Nicht verwendetes Arzneimittel oder
Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Sanofi Winthrop Industrie82 avenue Raspail94250 Gentilly
Frankreich
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/22/1689/001 50 mg, 1 Fertigspritze für den Einmalgebrauch
EU/1/22/1689/002 50 mg, 1 Fertigspritze für den Einmalgebrauch mit Nadeln
EU/1/22/1689/003 50 mg, 5 Fertigspritzen für den Einmalgebrauch
EU/1/22/1689/004 100 mg, 1 Fertigspritze für den Einmalgebrauch
EU/1/22/1689/005 100 mg, 1 Fertigspritze für den Einmalgebrauch mit Nadeln
EU/1/22/1689/006 100 mg, 5 Fertigspritzen für den Einmalgebrauch
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Oktober 2022
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.