Angewendet bei: Asthma; chronisch obstruktive Lungenerkrankung
Substanz: Glycopyronium + Formoterol (Bronchodilatator + Beta-2-Adrenozeptoragonist)
ATC: R03AL07 (RESPIRATIONSTRAKT | INHALATIVE SYMPATHOMIMETIKA | Sympathomimetika in Kombination mit Anticholinergika)
Die Kombination aus Glycopyrronium und Formoterol wird zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), einschließlich chronischer Bronchitis und Lungenemphysem, eingesetzt. Sie hilft, Symptome wie Atemnot, Husten und ein Engegefühl in der Brust zu lindern und so die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
- Glycopyrronium ist ein langwirksamer muskarinischer Antagonist (LAMA), der die glatte Muskulatur der Atemwege entspannt, eine Verengung der Bronchien verhindert und die übermäßige Schleimproduktion reduziert.
- Formoterol ist ein langwirksamer Beta-2-Adrenozeptor-Agonist (LABA), der die Atemwege durch Entspannung der glatten Muskulatur erweitert und das Atmen erleichtert.
Diese Kombination bietet eine synergistische Wirkung, indem sie durch zwei unterschiedliche Mechanismen die Atemwege über einen längeren Zeitraum offen hält. Sie ist für die tägliche Anwendung als Erhaltungstherapie vorgesehen und nicht für die schnelle Linderung akuter Symptome.
Häufige Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Husten oder Rachenreizungen. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen, Herzklopfen, Zittern oder eine Verschlechterung der Atemwegssymptome auftreten. Es ist wichtig, dass Patienten das Medikament gemäß den Anweisungen ihres Arztes verwenden und die empfohlene Dosis nicht überschreiten.
Patienten sollten regelmäßig von ihrem Arzt überwacht werden, um die Wirksamkeit der Behandlung zu bewerten und mögliche Komplikationen zu vermeiden. Es ist auch wichtig, den Arzt über andere eingenommene Medikamente oder bestehende Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Glaukom zu informieren.
Bevespi Aerosphere 7,2 Mikrogramm/5 Mikrogramm Druckgasinhalation, Suspension
Jeder Sprühstoß (über das Mundstück abgegebene Dosis) enthält 9 Mikrogramm
Glycopyrroniumbromid, entsprechend 7,2 Mikrogramm Glycopyrronium, und 5 Mikrogramm
Formoterolfumarat-Dihydrat (Ph.Eur.).
Dies entspricht einer abgemessenen Dosis (d. h. die Dosis, die über das Ventil abgegeben wird) von10,4 Mikrogramm Glycopyrroniumbromid, entsprechend 8,3 Mikrogramm Glycopyrronium, und5,8 Mikrogramm Formoterolfumarat-Dihydrat (Ph.Eur.).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Druckgasinhalation, Suspension (Druckgasinhalation).
Weiße Suspension.
Bevespi Aerosphere ist für die bronchodilatatorische Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung beierwachsenen Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angezeigt (siehe
Abschnitt 5.1).
Die empfohlene Dosis beträgt zwei Sprühstöße 2-mal täglich (zwei Sprühstöße am Morgen und zwei
Sprühstöße am Abend).
Die Patienten sollten angewiesen werden, nicht mehr als 2 Sprühstöße 2-mal täglich anzuwenden.
Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, sollte diese so bald wie möglich nachgeholt werden und dienächste Dosis sollte zur üblichen Zeit angewendet werden. Die folgende Dosis darf nicht verdoppeltwerden, um die vergessene Dosis auszugleichen.
Besondere PatientengruppenBei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
NierenfunktionsstörungBei Patienten mit einer leichten bis mäßigen Nierenfunktionsstörung kann Bevespi Aerosphere in derempfohlenen Dosierung angewendet werden. Bei Patienten mit einer schweren
Nierenfunktionsstörung oder dialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz sollte es nur angewendetwerden, wenn der zu erwartende Nutzen das mögliche Risiko überwiegt (siehe Abschnitte 4.4 und5.2).
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit einer leichten bis mäßigen Leberfunktionsstörung kann Bevespi Aerosphere in derempfohlenen Dosierung angewendet werden. Es liegen keine relevanten Daten zur Anwendung von
Bevespi Aerosphere bei Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung vor. Das Arzneimittelsollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Kinder und JugendlicheEs gibt im Anwendungsgebiet COPD keinen relevanten Nutzen von Bevespi Aerosphere bei Kindernund Jugendlichen (im Alter unter 18 Jahren).
Art der AnwendungZur Inhalation.
Hinweise zur AnwendungBei der Betätigung von Bevespi Aerosphere wird Suspension mit hoher Geschwindigkeit aus dem
Druckbehältnis ausgestoßen. Wenn der Patient während der Betätigung des Inhalators durch das
Mundstück inhaliert, gelangen die Wirkstoffe über die eingeatmete Luft in die Atemwege des
Patienten.
Hinweis: Die Patienten sind in die korrekte Inhalationstechnik einzuweisen. Es ist wichtig, den
Patienten anzuweisen:
* die Hinweise zur Anwendung in der Packungsbeilage, die jedem Inhalator beiliegt, sorgfältigdurchzulesen.
* den Inhalator nicht zu verwenden, wenn das Trockenmittel, das sich im Folienbeutel befindet,aus seiner Verpackung ausgetreten ist.
* den Inhalator funktionsbereit zu machen, indem er ihn schüttelt und vor der erstmaligen
Anwendung vier Sprühstöße in die Luft abgibt oder zwei Sprühstöße, wenn der Inhalator längerals sieben Tage nicht mehr benutzt wurde, niedrigen Temperaturen ausgesetzt war oder fallengelassen wurde.
Um eine angemessene Verteilung der Wirkstoffe in der Lunge zu erreichen, muss die Betätigung des
Inhalators mit der Inhalation koordiniert werden.
Patienten, die Schwierigkeiten haben, das Auslösen der Inhalation mit dem Einatmen zu koordinieren,können Bevespi Aerosphere mit einem Spacer (Inhalationshilfe) anwenden, um die richtige
Anwendung des Arzneimittels sicherzustellen. Die Kompatibilität mit dem Aerochamber Plus Flow-
Vu Spacer wurde nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.2).
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Nicht zur Akuttherapie
Bevespi Aerosphere ist nicht zur Behandlung von akuten Bronchospasmus-Anfällen, d. h. als
Notfalltherapie, indiziert.
Asthma
Bevespi Aerosphere sollte nicht zur Behandlung von Asthma angewendet werden.
Paradoxer Bronchospasmus
Wie bei anderen Inhalationstherapien kann die Anwendung dieses Arzneimittels zu paradoxen
Bronchospasmen führen, die lebensbedrohlich sein können. Wenn ein paradoxer Bronchospasmusauftritt, muss die Behandlung mit dem Arzneimittel abgebrochen und eine andere Therapie in Betrachtgezogen werden.
Kardiovaskuläre WirkungenKardiovaskuläre Wirkungen, wie kardiale Arrhythmien, z. B. Vorhofflimmern und Tachykardie,können nach Anwendung von Muskarinrezeptor-Antagonisten und Sympathomimetika, einschließlich
Glycopyrronium oder Formoterol, auftreten. Patienten mit einer klinisch signifikanten unkontrollierten
Herz-Kreislauf-Erkrankung wurden von den klinischen Studien ausgeschlossen. Bevespi Aerospheresollte bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie z. B. ischämische
Herzerkrankung, Tachyarrhythmien oder schwerer Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden.
Auch bei Patienten mit Thyreotoxikose oder bekannter oder vermuteter Verlängerung des QTc-
Intervalls ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.5).
Hypokaliämieβ2-Adrenozeptoragonisten können eine signifikante Hypokaliämie verursachen, die die Anfälligkeitfür Herzrhythmusstörungen erhöhen kann. Die Verringerung des Serumkaliums ist normalerweisevorübergehend und erfordert keine Supplementierung. Bei Patienten mit schwerer COPD kann die
Hypokaliämie durch eine Hypoxie und Begleitbehandlung verstärkt werden (siehe Abschnitt 4.5).
HyperglykämieEine Inhalation hoher Dosen von β2-Adrenozeptoragonisten kann zu einer Erhöhung des
Blutzuckerspiegels führen.
Anticholinerge Wirkung
Aufgrund seiner anticholinergen Wirkung sollte Bevespi Aerosphere bei Patienten mitsymptomatischer Prostatahyperplasie, Harnverhalt oder Engwinkelglaukom mit Vorsicht angewendetwerden (siehe Abschnitt 4.8).
Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
Da Glycopyrronium hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, sollten Patienten mit einerschweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min), einschließlich solcher mitdialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz, nur dann mit Bevespi Aerosphere behandelt werden,wenn der zu erwartende Nutzen das mögliche Risiko überwiegt (siehe Abschnitt 5.2).
Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
Bei Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung, sollte Bevespi Aerosphere nur angewendetwerden, wenn der zu erwartende Nutzen das mögliche Risiko überwiegt (siehe Abschnitt 5.2). Diese
Patienten sollten auf potenzielle Nebenwirkungen hin überwacht werden.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Bevespi Aerosphere durchgeführt.
Basierend auf In-vitro-Studien wird jedoch das Potenzial für metabolische Wechselwirkungen alsgering eingestuft (siehe Abschnitt 5.2).
Da Glycopyrronium hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, können Wechselwirkungenpotenziell mit Arzneimitteln auftreten, die Einfluss auf die Mechanismen der renalen Exkretion haben.
In-vitro ist Glycopyrronium ein Substrat der renalen Transporter OCT2 und MATE1/2K. Gleichzeitigangewendetes Cimetidin (ein Test-Inhibitor von OCT2 und MATE1) zeigte als Wirkung auf die
Disposition von inhaliertem Glycopyrronium einen begrenzten Anstieg der systemischen
Gesamtkonzentration (AUC0-t) um 22 % und eine leichte Abnahme der renalen Clearance um 23 %.
Pharmakodynamische WechselwirkungenAndere Anticholinergika und Sympathomimetika
Eine gleichzeitige Anwendung von Bevespi Aerosphere mit anderen anticholinergen Arzneimittelnund/oder langwirksamen β2-Adrenozeptoragonisten wurde nicht untersucht und wird nicht empfohlen,da diese die bekannten Nebenwirkungen von inhalativen Muskarinrezeptorantagonisten oder β2-
Adrenozeptoragonisten verstärken könnte (siehe Abschnitte 4.4 und 4.9).
Obgleich mit Bevespi Aerosphere keine formalen In-vivo-Studien zur Erfassung von
Wechselwirkungen durchgeführt wurden, zeigen Studien keine klinische Evidenz von
Wechselwirkungen, wenn es zusammen mit anderen COPD-Arzneimitteln, einschließlichkurzwirksamer β2-adrenerger Bronchodilatoren, Methylxanthinen sowie oraler und inhalativer
Steroide, angewendet wird.
Arzneimittelinduzierte Hypokaliämie
Eine gleichzeitige Therapie mit Methylxanthin-Derivaten, Steroiden oder nichtkaliumsparenden
Diuretika kann die mögliche initiale hypokaliämische Wirkung von β2-Adrenozeptoragonistenverstärken. Daher sollte die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel nur mit Vorsicht erfolgen(siehe Abschnitt 4.4).
Betablocker
Betablocker (einschließlich Augentropfen) können die Wirkung von β2-Adrenozeptoragonisten wie
Formoterol abschwächen oder hemmen. Eine gleichzeitige Anwendung von nichtselektiven oderselektiven Betablockern sollte vermieden werden, sofern keine zwingenden Gründe für ihre
Anwendung vorliegen. Wird die Anwendung von Betablockern notwendig (einschließlich
Augentropfen), so sollten kardioselektive Betablocker bevorzugt werden, wobei auch bei deren
Anwendung Vorsicht geboten ist.
Andere pharmakodynamische Wechselwirkungen
Bevespi Aerosphere sollte mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die mit Arzneimittelnbehandelt werden, die bekanntlich das QTc-Intervall verlängern (siehe Abschnitt 4.4).
Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Bevespi Aerosphere bei Schwangeren vor.
Einzeldosis-Studien bei Menschen zeigten, dass sehr geringe Mengen Glycopyrronium die
Plazentaschranke passiert haben. In tierexperimentellen Reproduktionsstudien haben sowohl
Formoterol als auch Glycopyrronium, einzeln gegeben, unerwünschte Wirkungen bei sehr hohen
Dosen/systemischen Expositionsspiegeln gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Bevespi Aerosphere sollte während der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der zuerwartende Nutzen die potenziellen Risiken überwiegt.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Glycopyrronium oder Formoterol in die Muttermilch übergehen. Bei Rattenliegen Hinweise auf einen Übergang von Glycopyrronium und Formoterol in die Milch vor.
Die Anwendung von Bevespi Aerosphere bei stillenden Frauen sollte nur in Erwägung gezogenwerden, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter größer ist als jedes mögliche Risiko für den
Säugling (siehe Abschnitt 5.3).
FertilitätStudien an Ratten haben Beeinträchtigungen der Fertilität nur bei Dosen gezeigt, die oberhalb dermaximalen Humanexposition von Formoterol lagen (siehe Abschnitt 5.3). Glycopyrronium hat zukeinen unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität von Ratten geführt. Es ist unwahrscheinlich, dass
Bevespi Aerosphere die Fertilität beim Menschen beeinträchtigt, wenn es in der empfohlenen Dosisangewendet wird.
Bevespi Aerosphere hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeitund die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Schwindelgefühl und Übelkeit sind jedoch häufigauftretende Nebenwirkungen und sollten daher beim Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von
Maschinen berücksichtigt werden.
Das Sicherheitsprofil ist durch anticholinerge und β2-adrenerge Klasseneffekte charakterisiert, die mitden einzelnen Bestandteilen der Kombination in Zusammenhang stehen. Die am häufigstenberichteten Nebenwirkungen bei Patienten, die Bevespi Aerosphere erhielten, waren Kopfschmerzen(1,9 %), Übelkeit (1,4 %), Muskelspasmen (1,4 %) und Schwindel (1,3 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen basiert auf klinischen Studien und Erfahrungen mit
Bevespi Aerosphere nach Zulassung sowie auf Erfahrungen mit den Einzelwirkstoffen undentsprechenden Produkten.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehrhäufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1 000, <1/100), selten (≥1/10 000, <1/1 000),sehr selten (<1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar).
Tabelle 1 Nebenwirkungen nach Häufigkeit und Systemorganklasse
Systemorganklasse Bevorzugte Bezeichnung Häufigkeit
Erkrankungen des Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Gelegentlich
Immunsystems Hautausschlag und Pruritus
Stoffwechsel- und Hyperglykämie1 Gelegentlich
Ernährungsstörungen
Psychiatrische Angstzustände Häufig
Erkrankungen Agitiertheit Gelegentlich
Unruhe
Insomnie
Erkrankungen des Kopfschmerzen1 Häufig
Nervensystems Schwindelgefühl
Tremor1 Gelegentlich
Tachykardie Gelegentlich
Herzerkrankungen Palpitationen
Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern,supraventrikuläre Tachykardie und
Extrasystolen)
Erkrankungen des Mundtrockenheit2, Übelkeit Häufig
Gastrointestinaltrakts
Skelettmuskulatur, Muskelspasmen1 Häufig
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Erkrankungen der Harnwegsinfektion Häufig
Nieren und Harnwege Harnverhalt2 Gelegentlich
Allgemeine Brustschmerz Häufig
Erkrankungen und
Beschwerden am
Verabreichungsort1 Nebenwirkung von Formoterol2 Nebenwirkung von Glycopyrronium
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Eine Überdosierung von Bevespi Aerosphere kann zu übersteigerten anticholinergen und/oder β2-adrenergenen Anzeichen und Symptomen führen. Am häufigsten sind verschwommenes Sehen,
Mundtrockenheit, Übelkeit, Muskelkrampf, Tremor, Kopfschmerzen, Palpitationen und systolische
Hypertonie.Im Falle einer Überdosierung sollte der Patient unterstützend behandelt und bei Bedarf entsprechendüberwacht werden.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, Sympathomimetikain Kombination mit Anticholinergika, ATC-Code: R03AL07
WirkmechanismusBevespi Aerosphere enthält zwei Bronchodilatatoren: den langwirksamen
Muskarinrezeptorantagonisten Glycopyrronium (auch als Anticholinergikum bezeichnet) und denlangwirksamen β2-Adrenozeptoragonisten Formoterol mit einem raschem Wirkungseintritt.
Glycopyrronium besitzt eine ähnliche Affinität zu den Muskarin-Rezeptoren der Subtypen M1 bis M5.
In den Atemwegen entwickelt der Wirkstoff seine pharmakologische Wirkung durch Hemmung der
M3-Rezeptoren in den Zellen der glatten Muskulatur und führt so zu einer Bronchodilatation. Durchdie Aktivierung von Adenylatcyclase und die infolgedessen vermehrte Bildung von cAMP (zyklisches
Adenosinmonophosphat) verursacht Formoterol eine direkte Relaxation der glatten
Bronchialmuskulatur. Die Kombination der beiden Wirkstoffe mit unterschiedlichem
Wirkmechanismus führt zu einer additiven Wirkung im Vergleich zur Anwendung einer der
Einzelwirkstoffe.
Aufgrund der unterschiedlichen Dichte der Muskarin-Rezeptoren und β2-Adrenozeptoren in denzentralen und peripheren Atemwegen der Lunge haben die Muskarinrezeptor-Antagonisten einestärker relaxierende Wirkung auf die Muskeln der zentralen Atemwege und die β2-Sympathomimetikahaben eine stärker relaxierende Wirkung auf die Muskeln der peripheren Atemwege. Eine Relaxationsowohl der zentralen als auch der peripheren Atemwege durch die Kombinationstherapie trägtwahrscheinlich zur günstigen Wirkung auf die Lungenfunktion bei.
Pharmakodynamische WirkungenIn drei 24-wöchigen Phase-3-Studien (PINNACLE 1, PINNACLE 2 und PINNACLE 4) führte
Bevespi Aerosphere zu Verbesserungen der Lungenfunktion gegenüber Placebo (gemessen anhand desmorgendlichen Talwertes der exspiratorischen Einsekundenkapazität [FEV1] vor der Inhalation). Der
Wirkungseintritt wurde 5 Minuten nach Anwendung der ersten Dosis an Tag 1 nachgewiesen (die
Verbesserung gegenüber Placebo betrug in PINNACLE 1, PINNACLE 2 und PINNACLE 4 jeweils187 ml, 186 ml bzw. 179 ml [p < 0,001]). Der durchschnittliche bronchodilatatorische Effekt,abgeleitet aus seriellen FEV1-Messungen an Tag 1 und in Woche 12 aus PINNACLE 1, ist in
Abbildung 1 dargestellt. Die Ergebnisse aus PINNACLE 2 waren ähnlich wie in PINNACLE 1.
Abbildung 1 Mittlere Veränderung des FEV1 zur Baseline über die Zeit an Tag 1 und in
Woche 12
TAG 1
WOCHE 12
Elektrophysiologie des HerzensIn einer placebo- und aktiv-kontrollierten-(Moxifloxacin-) Thorough-QT-Studie (TQT-Studie) an69 gesunden Probanden wurde bei Anwendung eines Schwellenwertes von 10 ms kein klinischrelevanter Effekt auf das QT-Intervall gezeigt. Die größte mittlere Differenz (Obergrenze 90 %-KI)gegenüber Placebo in Bezug auf das Baseline- und individuell korrigierte QT-Intervall betrug 3,1(4,7) ms unter Bevespi Aerosphere (14,4 Mikrogramm /10 Mikrogramm) und 7,6 (9,2) ms für
Glycopyrronium/Formoterol, wobei die Dosis dem 8-Fachen der empfohlenen Glycopyrronium-Dosisund dem 4-Fachen der empfohlenen Formoterol-Dosis entsprach.
Klinische WirksamkeitDas klinische Entwicklungsprogramm für Bevespi Aerosphere umfasste drei 24-wöchige,randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte pivotale Phase-3-Studien mit Parallelgruppen an5.433 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD (PINNACLE 1, PINNACLE 2 und
PINNACLE 4).
Wirkung auf die Lungenfunktion
In den Studien PINNACLE 1, PINNACLE 2 und PINNACLE 4 zeigte Bevespi Aerosphere
Verbesserungen des FEV1-Talwertes über 24 Wochen im Vergleich zu Placebo, Glycopyrronium und
Formoterol (p < 0,0001) [siehe Tabelle 2]. Es trat keine Abschwächung der bronchodilatatorischen
Wirkung über die Zeit ein. Bevespi Aerosphere zeigte zudem Verbesserungen des maximalen FEV1innerhalb von 2 Stunden nach Anwendung über einen Zeitraum von 24 Wochen im Vergleich zu
Placebo, Glycopyrronium und Formoterol (p < 0,0001) [siehe Tabelle 2].
Verbesserungen des FEV1-Talwertes wurden unabhängig von Alter, Geschlecht, Grad der
Atemwegsverengung, Baseline-Symptomen, Raucher-Status oder Anwendung inhalativer
Kortikosteroide festgestellt.
Ergebnisse in Bezug auf die Symptomatik
Kurzatmigkeit
In PINNACLE 1 und PINNACLE 2 führte Bevespi Aerosphere zu Verbesserungen der Kurzatmigkeit,nachgewiesen anhand des Gesamtscores des SAC TDI (Self-administered Computerised Transitional
Dyspnoea Index Focal Score) über 24 Wochen im Vergleich zu Placebo und Glycopyrronium (siehe
Tabelle 2). Verbesserungen im Vergleich zu Formoterol wurden in PINNACLE 2 beobachtet (siehe
Tabelle 2). In PINNACLE 4 führte Bevespi Aerosphere zu einer Verbesserung der Kurzatmigkeit,nachgewiesen mittels des TDI-(Transitional Dyspnoe Index)-Gesamtscores über 24 Wochen im
Vergleich zu Placebo und Glycopyrronium (siehe Tabelle 2).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
In PINNACLE 1, PINNACLE 2 und PINNACLE 4 führte Bevespi Aerosphere zu einer Verbesserungder krankheitsspezifischen, gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen über 24 Wochen anhandder Reduktion des Gesamtscores des Fragebogens St. George’s Respiratory Questionnaire (SGRQ) im
Vergleich zu Placebo und Glycopyrronium (siehe Tabelle 2). Es wurden Verbesserungen gezeigt im
Vergleich zu Formoterol in PINNACLE 1 und PINNACLE 2.
Tabelle 2 Ergebnisse zu Lungenfunktion, symptomatischer und gesundheitsbezogener
Lebensqualität über 24 Wochen
Therapie- Therapieunterschiede (95 %-Konfidenzintervalle, p-Werte)
Vergleiche mit
Bevespi FEV1- FEV1- SAC-TDI/SGRQ- Tägl.
Aerosphere Talwert Höchstwert TDI- Gesamtscore Salbutamol-(ml)a (ml) Gesamt- Notfall-scoreb arzneimittel(Inhalationen/
Tag)c
PINNACLE 1
Bevespi158 288 0,47 -2,39 -1,08
Aerosphere(n=526) (132; 183) (259; 317) (0,21; 0,72) (-4,07; -0,71) (-1,43; -0,73)vs. p<0,0001 p<0,0001# p=0,0003 p=0,0053# p<0,0001#
Placebo (n=219)
Bevespi60 123 0,27 -1,90 -0,26
Aerosphere(n=526) (39; 80) (100; 146) (0,07; 0,47) (-3,24; 0,57) (-0,53; 0,01)vs. p<0,0001 p<0,0001# p=0,0086# p=0,0052# p=0,0619
Glycopyrronium(n=451)
Bevespi64 81 0,16 -0,75 -0,01
Aerosphere(n=526) (44; 84) (59; 104) (-0,03; 0,36) (-2,08; 0,57) (-0,27; 0,26)vs. p<0,0001 p<0,0001# p=0,1060 p=0,2640 p=0,9683
Formoterolhemi-fumarat (n=449)
PINNACLE 2
Bevespi129 278 0,33 -1,66 -1,04
Aerosphere(n=510) (103; 155) (249; 308) (0,11; 0,56) (-3,34; 0,02) (-1,37; -0,72)vs. p<0,0001 p<0,0001 p=0,0041 p=0,0534 p<0,0001
Placebo (n=223)
Bevespi55 129 0,21 -1,28 -0,57
Aerosphere(n=510) (34; 76) (106; 153) (0,03; 0,40) (-2,62; 0,06) (-0,83; -0,31)vs. p<0,0001 p<0,0001 p=0,0199 p=0,0605 p<0,0001
Glycopyrronium(n=439)
Bevespi57 76 0,28 -1,22 -0,29
Aerosphere(n=510) (36; 78) (52; 99) (0,10; 0,46) (-2,56; 0,13) (-0,55; -0,03)vs. p<0,0001 p<0,0001 p=0,0028 p=0,0760 p=0,0274#
Formoterol-fumarat (n=437)
PINNACLE 4
Bevespi155 293 0,80 -3,50 -0,98
Aerosphere(n=551) (129; 180) (265; 321) (0,47; 1,13) (-5,18; -1,82) (-1,47; -0,49)vs. p<0,0001 p<0,0001 p<0,0001 p<0,0001 p<0,0001
Placebo (n=235)
Bevespi55 141 0,33 -1,62 -0,77
Aerosphere(n=551) (35; 76) (119; 163) (0,07; 0,59) (-2,94; -0,30) (-1,16; -0,38)vs. p<0,0001 p<0,0001 p=0,0125 p=0,0165 p<0,0001
Glycopyrronium(n=474)
Bevespi72 97 0,15 -0,27 -0,41
Aerosphere(n=551) (52; 92) (75; 119) (-0,11; 0,41) (-1,59; 1,05) (-0,80; -0,03)vs. p<0,0001 p<0,0001 p=0,2530 p=0,6908 p=0,0345#
Formoterol-fumarat (n=480)n Patienten-Anzahl in der Intent-to-Treat-Populationa Primärer Endpunkt in allen Studienb PINNACLE 1 und PINNACLE 2 verwendeten SAC-TDI. PINNACLE 4 verwendete TDI. SAC-TDI war nur in
PINNACLE 1 und PINNACLE 2 ein primärer Endpunkt.c Daten von Patienten, die Salbutamol als Notfallarzneimittel in PINNACLE 4 anwendeten.# In dieser Studie wurde ein hierarchisch strukturiertes statistisches Testverfahren angewendet und dieser
Vergleich lag unter dem Vergleich, der keine statistische Signifikanz erreichte. Daher kann aus diesem Vergleichkeine statistische Signifikanz abgeleitet werden.
COPD-Exazerbationen
Die einzelnen Studien waren nicht speziell daraufhin ausgerichtet, die Therapieeffekte auf COPD-
Exazerbationen zu untersuchen und Patienten, bei denen eine schwere Exazerbation oder mehr als2 mittelschwere Exazerbationen auftraten, wurden von den Studien ausgeschlossen.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Bevespi Aerosphere eine Freistellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei COPDgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Nach Inhalation der Kombination aus Glycopyrronium und Formoterol wurde für jeden Wirkstoff eineähnliche Pharmakokinetik beobachtet wie bei separater Anwendung der Einzelwirkstoffe. Zur
Beurteilung der Pharmakokinetik kann somit jeder der beiden Wirkstoffe für sich betrachtet werden.
Wirkung eines Spacers
Wenn COPD-Patienten Bevespi Aerosphere mit dem Spacer Aerochamber Plus Flow-Vu anwendeten,erhöhte sich die systemische Gesamtexposition gegenüber Glycopyrronium (gemessen mittels AUC0-12) um 16 %, während die Exposition gegenüber Formoterol unverändert blieb.
ResorptionNach Inhalation von Bevespi Aerosphere durch COPD-Patienten wurde die Cmax von Glycopyrroniumnach ungefähr 5 Minuten und die Cmax von Formoterol innerhalb von 20 bis 60 Minuten erreicht. Das
Fließgleichgewicht (Steady State) wurde innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach wiederholter Anwendungvon Bevespi Aerosphere erreicht. Das Ausmaß der Exposition ist für Glycopyrronium ca. 2,3-fach undfür Formoterol ca. 1,5-fach höher als nach der ersten Dosis.
In einer Lungendepositionsstudie mit Bevespi Aerosphere an gesunden Freiwilligen wurde gezeigt,dass durchschnittlich 38 % der Nominaldosis in der Lunge deponiert werden. Es wurde sowohl einezentrale als auch eine periphere Deposition beobachtet.
VerteilungGlycopyrronium
Das geschätzte Vc/F (Volumen des zentralen Kompartiments) und Vp1/F (Volumen des peripheren
Kompartiments) für Glycopyrronium beträgt gemäß einer populationspharmakokinetischen Analyse741 l bzw. 2990 l. Im Konzentrationsbereich von 2-500 nmol/l bewegt sich die Plasmaproteinbindungvon Glycopyrronium zwischen 43 % und 54 %.
Formoterol
Das geschätzte Vc/F (Volumen des zentralen Kompartiments) und Vp1/F (Volumen des peripheren
Kompartiments) für Formoterol beträgt gemäß einer populationspharmakokinetischen Analyse 1030 lbzw. 647 l. Im Konzentrationsbereich von 10-500 nmol/l bewegt sich die Plasmaproteinbindung von
Formoterol zwischen 46 % und 58 %.
BiotransformationGlycopyrronium
Basierend auf der Literatur und den Ergebnissen einer In-vitro-Studie an humanen Hepatozyten spieltdie Metabolisierung bei der Gesamtelimination von Glycopyrronium eine untergeordnete Rolle.
CYP2D6 erwies sich als das wichtigste Enzym für die Metabolisierung von Glycopyrronium.
In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass Glycopyrronium keinen der Untertypen von Cytochrom-P450inhibiert und dass keine Induktion von CYP1A2, 2B6 oder 3A4 auftritt.
Formoterol
Formoterol wird hauptsächlich durch direkte Glukuronidierung sowie O-Demethylierung undnachfolgende Konjugation zu inaktiven Metaboliten metabolisiert. Sekundäre Stoffwechselwege sinddie Deformylierung und Sulfatkonjugation. CYP2D6 und CYP2C wurden als vorrangig für die O-
Demethylierung verantwortlich identifiziert.
In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass Formoterol die CYP450-Isoenzyme in therapeutischrelevanter Konzentration nicht hemmt.
EliminationNach intravenöser Gabe einer 0,2-mg-Dosis radioaktiv markierten Glycopyrroniums wurden 85 % der
Dosis 48 Stunden nach der Gabe im Urin nachgewiesen. Ein Teil der radioaktiven Dosis wurde auchin der Gallenflüssigkeit nachgewiesen. Die terminale Eliminationshalbwertzeit von Glycopyrroniumnach oraler Inhalation betrug gemäß einer populationspharmakokinetischen Analyse 15 Stunden.
Die Ausscheidung von Formoterol wurde an sechs gesunden Teilnehmern untersucht, die radioaktivmarkiertes Formoterol gleichzeitig peroral und intravenös erhielten. In dieser Studie wurden 62 % desradioaktiv markierten Formoterols über den Urin und 24 % über die Fäzes ausgeschieden. Dieterminale Eliminationshalbwertzeit von Formoterol nach oraler Inhalation betrug gemäß einerpopulationspharmakokinetischen Analyse 13 Stunden.
Linearität/Nichtlinearität
Nach oraler Inhalation zeigten Glycopyrronium (Dosisbereich: 14,4 bis 115,2 Mikrogramm) und
Formoterol (Dosisbereich: 2,4 bis 19,2 Mikrogramm) eine lineare Pharmakokinetik.
Besondere PatientengruppenAuf Grundlage der verfügbaren Daten ist bei geriatrischen Patienten für Bevespi Aerosphere keine
Dosisanpassung erforderlich.
NierenfunktionsstörungEs wurden keine Studien zur Bewertung der Auswirkungen einer Nierenfunktionsstörung auf die
Pharmakokinetik von Glycopyrronium und Formoterol durchgeführt. Die Auswirkung einer
Nierenfunktionsstörung auf die Exposition gegenüber Glycopyrronium und Formoterol über einen
Zeitraum von bis zu 12 Wochen wurden in einer populationspharmakokinetischen Analyse untersucht.
Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) variierte von 30-196 ml/min, was dem Bereicheiner mittelschweren bis nicht vorliegenden Nierenfunktionsstörung entsprach. Die systemische
Exposition (AUC0-12) gegenüber Glycopyrronium war bei Teilnehmern mit COPD und mittelschwererbis schwerer Nierenfunktionsstörung (eGFR 30-45 ml/min) um etwa 30 % höher als bei Teilnehmernmit COPD und normaler Nierenfunktion (eGFR > 90 ml/min). COPD-Patienten mit sowohl niedrigem
Körpergewicht als auch mittelschwerer bis schwerer Nierenfunktionsstörung haben möglicherweiseeine etwa doppelt so hohe systemische Exposition gegenüber Glycopyrronium. Die Nierenfunktionhatte keinen Einfluss auf die Exposition von Formoterol.
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit Leberfunktionsstörung wurden keine pharmakokinetischen Studien zu Bevespi
Aerosphere durchgeführt. Da Formoterol jedoch primär über die Leber ausgeschieden wird, kann bei
Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung von einer erhöhten Exposition ausgegangen werden.
Glycopyrronium wird primär über die Nieren aus dem systemischen Kreislauf ausgeschieden, daher istnicht zu erwarten, dass eine Leberfunktionsstörung zu einer bedenklichen systemischen Expositionführen könnte.
Andere besondere PatientengruppenEine populationspharmakokinetische Analyse von Glycopyrronium wurde anhand von Datendurchgeführt, die über insgesamt 311 Teilnehmer mit COPD erhoben wurden. Die Pharmakokinetikvon Glycopyrronium konnte am besten durch ein Zwei-Kompartiment-Dispositionsmodell mit Verlaufeiner Resorption nach einer Kinetik 1. Ordnung und einer linearen Elimination beschrieben werden.
Die typische Clearance (CL/F) von Glycopyrronium betrug 124 l/h.
Eine populationspharmakokinetische Analyse von Formoterol wurde anhand von Daten durchgeführt,die über insgesamt 437 Teilnehmer mit COPD erhoben wurden. Die Pharmakokinetik von Formoterolkonnte am besten in einem Zwei-Kompartiment-Dispositionsmodell mit Verlauf einer Resorption nacheiner Kinetik 1. Ordnung und einer linearen Elimination beschrieben werden. Die typische Clearance(CL/F) von Formoterol betrug 99 l/h.
Basierend auf dem Einfluss von Lebensalter, Geschlecht und Körpergewicht auf diepharmakokinetischen Parameter von Glycopyrronium und Formoterol ist keine Dosisanpassungerforderlich.
Bei beiden Einzelwirkstoffen gab es keine wesentlichen Unterschiede in Bezug auf die systemische
Gesamtexposition (AUC) zwischen gesunden Japanern und kaukasischen Teilnehmern. Es liegenkeine hinreichenden pharmakokinetischen Daten für einen Vergleich von Expositionen bei Menschenanderer ethnischer Zugehörigkeit oder Herkunft vor.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten keine besonderen
Gefahren für den Menschen erkennen.
Toxizitäten, die in Studien mit der Kombination aus Glycopyrronium und Formoterol bei Hundenbeobachtet wurden, standen mit der pharmakologischen Aktivität von Formoterol in Verbindung,einschließlich Auswirkungen, die vor allem das Herz-Kreislauf-System betrafen, wie Hyperämie,
Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und Myokardläsionen. Dies sind bekannte pharmakologische
Reaktionen nach Anwendung hoher Dosen von β-Adrenozeptor-Agonisten. Es wurden keinesignifikanten Effekte beobachtet, die Glycopyrronium zuzuschreiben waren.
Tierexperimentelle Reproduktionsstudien mit Formoterol zeigten bei hoher systemischer Expositionbei männlichen Ratten eine leicht reduzierte Fertilität und Implantationsverluste als auch eine
Abnahme des frühen postnatalen Überlebens und des Geburtsgewichts bei systemischen Expositionen,die deutlich über denen liegen, die bei der klinischen Anwendung erreicht werden. Die Ergebnissedieser tierexperimentellen Studien haben jedoch nur eine geringe Relevanz für die Anwendung am
Menschen. Bei Ratten und Mäusen, die Formoterol erhielten, wurde eine leichte Zunahme der
Inzidenz von Leiomyomen des Uterus beobachtet, ein Effekt, der als Klasseneffekt bei Nagetierennach einer Langzeitexposition mit hohen Dosen von β2-Adrenozeptor-Agonisten angesehen wird.
Tierexperimentelle Reproduktionsstudien mit Glycopyrronium haben eine Reduktion des fetalen
Gewichts bei Ratten und Kaninchen gezeigt und bei Rattennachkommen wurde vor der Entwöhnungeine nur geringe Gewichtszunahme bei systemischen Expositionen beobachtet, die deutlich höherwaren als solche, die in der klinischen Anwendung erreicht werden. In 2-Jahres-Studien mit Rattenund Mäusen wurde kein Hinweis auf eine Karzinogenität beobachtet.
Norfluran
Colfoscerilstearat
Calciumchlorid
Nicht zutreffend.
30 Monate
Nach Öffnen des Beutels nicht länger als 3 Monate verwenden.
Nicht über 30 °C lagern.
Nicht Temperaturen über 50 °C aussetzen.
Das Druckbehältnis nicht durchstechen.
Der Inhalator zur Abgabe von abgemessenen Dosen besteht aus einem Druckbehältnis aus Aluminiummit einer integrierten Dosisanzeige, eingesetzt in ein weißes Plastikgehäuse mit einem Mundstück undeiner orangen Schutzkappe. Jeder Inhalator ist einzeln in einen Folienbeutel, der einen Beutel mit
Trockenmittel enthält, und einen Umkarton verpackt.
Packungsgrößen:Packung mit 1 Inhalator mit 120 Sprühstößen.
Mehrfachpackung mit 360 (3 Inhalatoren mit jeweils 120) Sprühstößen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Das Druckbehältnis darf nicht zerbrochen, durchstochen oder verbrannt werden, selbst wenn esanscheinend leer ist.
AstraZeneca AB
SE-151 85 Södertälje
Schweden
EU/1/18/1339/001
EU/1/18/1339/002
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 18. Dezember 2018
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. September 2023
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.