Angewendet bei: Osteoporose; Knochenmetastasen; tumorinduzierte Hyperkalzämie
Art der Anwendung: Infusion
Substanz: Zoledronsäure (Bisphosphonat)
ATC: M05BA08 (Muskel- und Skelettsystem | Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation | Bisphosphonate)
Dieses Arzneimittel auf nüchternen Magen einnehmen.
Nicht zusammen mit Milch, Kalzium, Eisen, Magnesium oder Antazida einnehmen, wenn ein Abstand empfohlen wird.
Zoledronsäure ist ein Bisphosphonat, das intravenös gegeben wird, um Knochen zu stärken und Knochenabbau zu vermindern. Es wird bei Osteoporose, Morbus Paget des Knochens, zur Vorbeugung von Knochenkomplikationen bei manchen Krebsarten mit Knochenmetastasen und zur Behandlung tumorbedingter Hyperkalzämie eingesetzt. Es bremst den Knochenabbau.
Die Gabe erfolgt als Infusion in eine Vene, in Abständen je nach Indikation: bei Osteoporose manchmal einmal jährlich, in der Onkologie häufiger. Vor der Behandlung werden meist Nierenfunktion, Calcium und Vitamin D geprüft. Patienten können Calcium und Vitamin D erhalten und sollten gut hydriert sein, sofern der Arzt nichts anderes sagt.
Nebenwirkungen können Fieber, Muskel- oder Knochenschmerzen, Schüttelfrost und grippeähnliche Beschwerden nach der Infusion sein, besonders nach der ersten Gabe. Niedriges Calcium, Nierenschäden, Augenschmerz, Rhythmusstörungen oder Reaktionen an der Infusionsstelle können auftreten. Ein seltenes, wichtiges Risiko ist Kieferosteonekrose, besonders bei Krebspatienten.
Informieren Sie den Arzt vor Behandlung über Nierenerkrankung, Zahnprobleme, geplante Zahnentfernung, niedriges Calcium, Schwangerschaft oder Stillzeit. Suchen Sie rasch Hilfe bei starken Kieferschmerzen, lockeren Zähnen, Mundwunden, Oberschenkel- oder Hüftschmerz, Muskelkrämpfen, Taubheit, weniger Urin oder Schwellung. Zahnkontrolle kann nötig sein.