Merkblatt ABILIFY MAINTENA 400mg pulver+lösungsmittel zur herstellung einer depot-injektionssuspension


Angewendet bei: Schizophrenie; bipolare Störung

Substanz: Aripiprazol (Antipsychotikum)

ATC: N05AX12 (NERVENSYSTEM | ANTIPSYCHOTIKA | Andere Antipsychotika)

Aripiprazol ist ein atypisches Antipsychotikum, das zur Behandlung von Schizophrenie, bipolarer Störung und in einigen Fällen von therapieresistenter Major-Depression eingesetzt wird. Es wirkt als partieller Agonist der Dopamin-D2- und Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren sowie als Antagonist der 5-HT2A-Rezeptoren und trägt zur Balance der Neurotransmitter im Gehirn bei.

Aripiprazol ist in Tablettenform, als orale Lösungen und als langwirksame Injektionspräparate erhältlich. Es wird häufig verwendet, um psychotische Symptome wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen zu reduzieren und die Stimmung bei affektiven Störungen zu stabilisieren.

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme. In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen wie das maligne neuroleptische Syndrom oder Spätdyskinesien auftreten.

Aripiprazol ist ein essentielles Medikament zur Behandlung psychiatrischer Störungen und trägt dazu bei, die Lebensqualität der Patienten durch Reduktion der Symptome und Verhinderung von Rückfällen zu verbessern.

Allgemeine Daten zu ABILIFY MAINTENA 400mg

  • Substanz: Aripiprazol
  • Datum der letzten Medikamentenliste: 01-05-2026
  • Handelsgesetzbuch: W65091001
  • Konzentration: 400mg
  • Pharmazeutisches Formblatt: pulver+lösungsmittel zur herstellung einer depot-injektionssuspension
  • Quantität: 1
  • Produktart: original
  • Preis: 1001.87 RON
  • Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

  • Zulassungshersteller: H. LUNDBECK A/S - DANEMARCA
  • Zulassungsinhaber: OTSUKA PHARMACEUTICAL NETHERLANDS B.V. - OLANDA
  • Zulassungsnummer: 882/2013/02
  • Haltbarkeit: 3 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Aripiprazol

  • 10mg
  • 15mg
  • 1mg/ml
  • 20mg
  • 300mg
  • 30mg
  • 400mg
  • 5mg
  • 7.5mg/ml
  • 960mg

Vergütungslisten für ABILIFY MAINTENA 400mg Otsuka

G15 (C1) - Psychische Erkrankungen

Preis

Zuzahlung

Patient

1001.87 RON

1001.87 RON

0.00 RON

GX (C1) - GENERIC (wird in der Kompensationsliste C1 für eine andere Diagnose verwendet)

Preis

Zuzahlung

Patient

1001.87 RON

1001.87 RON

0.00 RON

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ABILIFY MAINTENA 400mg pulver+lösungsmittel zur herstellung einer depot-injektionssuspension

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Jede Durchstechflasche enthält 300 mg Aripiprazol.

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Jede Durchstechflasche enthält 400 mg Aripiprazol.

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Jede Fertigspritze enthält 300 mg Aripiprazol.

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Jede Fertigspritze enthält 400 mg Aripiprazol.

Nach der Rekonstitution enthält jeder ml Suspension 200 mg Aripiprazol.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Pulver: weiß bis cremefarben

Lösungsmittel: klare Lösung

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Abilify Maintena wird für die Erhaltungstherapie von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten, diestabil mit oral angewendetem Aripiprazol eingestellt wurden, angewendet.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Bei Patienten, die Aripiprazol nie eingenommen haben, muss vor Beginn der Behandlung mit Abilify

Maintena eine Verträglichkeit von oral angewendetem Aripiprazol gegeben sein.

Eine Titration der Dosis für Abilify Maintena ist nicht erforderlich.

Die Anfangsdosis kann nach einem von zwei Schemata verabreicht werden:

* Start mit einer Injektion: Am Tag des Behandlungsbeginns sollte eine Injektion mit Abilify

Maintena 400 mg verabreicht und die Behandlung mit 10 mg bis 20 mg oral angewendetem

Aripiprazol pro Tag an 14 aufeinander folgenden Tagen fortgesetzt werden, um während der

Einleitung der Behandlung die therapeutischen Aripiprazol-Konzentrationen aufrechtzuerhalten.

* Start mit zwei Injektionen: Am Tag des Behandlungsbeginns sollten zwei separate Injektionenmit Abilify Maintena 400 mg an zwei verschiedenen Injektionsstellen verabreicht werden (siehe

Art der Anwendung) zusammen mit einer oral angewendeten Aripiprazol-Dosis von 20 mg.

Nach Behandlungsbeginn beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis für Abilify Maintena 400 mg.

Abilify Maintena 400 mg sollte einmal monatlich als einmalige Injektion (nicht früher als 26 Tagenach der letzten Injektion) angewendet werden. Wenn Nebenwirkungen bei einer Dosis von 400 mgauftreten, sollte eine Dosisreduzierung auf 300 mg einmal monatlich in Betracht gezogen werden.

Versäumte Dosen
Versäumte Dosen

Zeitpunkt der versäumten Dosis Maßnahme

Wenn die 2. oder 3. Dosis versäumt wurdeund der Zeitraum seit der letzten Injektionwie folgt ist:> 4 Wochen und < 5 Wochen Die Injektion sollte so bald wie möglich erfolgenund dann wieder gemäß des monatlichen

Injektionsplans fortgesetzt werden.

> 5 Wochen Begleitend zur nächsten Injektion sollte oralangewendetes Aripiprazol für 14 Tage gegebenwerden oder es sollten zwei separate Injektionenzur gleichen Zeit zusammen mit einer Einzeldosisvon 20 mg oral angewendetem Aripiprazolverabreicht werden. Danach sollte der monatliche

Injektionsplan fortgesetzt werden.

Wenn die 4. oder nachfolgende Dosenversäumt werden (d. h. nach Erreichen des

Steady-State) und der Zeitraum seit derletzten Injektion wie folgt ist:> 4 Wochen und < 6 Wochen Die Injektion sollte so bald wie möglich erfolgenund dann wieder gemäß des monatlichen

Injektionsplans fortgesetzt werden.

> 6 Wochen Begleitend zur nächsten Injektion sollte oralangewendetes Aripiprazol für 14 Tage gegebenwerden oder es sollten zwei separate Injektionenzur gleichen Zeit zusammen mit einer Einzeldosisvon 20 mg oral angewendetem Aripiprazolverabreicht werden. Danach sollte der monatliche

Injektionsplan fortgesetzt werden.

Besondere Patientengruppen

Ältere

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei der Behandlung von

Schizophrenie bei Patienten ab 65 Jahren ist nicht erwiesen (siehe Abschnitt 4.4).

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Die vorhandenen Daten reichen nicht aus, um bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz

Dosierungsempfehlungen festzulegen. Bei diesen Patienten sollte die Dosierung vorsichtig erfolgen.

Orale Darreichungsformen sollten bevorzugt werden (siehe Abschnitt 5.2).

Bekannte langsame CYP2D6-Metabolisierung

Bei Patienten mit bekanntermaßen langsamer CYP2D6-Metabolisierung:

* Start mit einer Injektion: Die Anfangsdosis sollte Abilify Maintena 300 mg betragen und danachsollte die Behandlung an 14 aufeinander folgenden Tagen mit der verschriebenen täglichen

Dosis von oral angewendetem Aripiprazol fortgesetzt werden. Die Erhaltungsdosis sollte

Abilify Maintena 300 mg einmal monatlich betragen.

* Start mit zwei Injektionen: Die Anfangsdosis sollte aus 2 separaten Injektionen mit Abilify

Maintena 300 mg (siehe Art der Anwendung) zusammen mit einer Einzeldosis der zuvorverschriebenen Dosis von oral angewendetem Aripiprazol bestehen. Die Erhaltungsdosis sollte

Abilify Maintena 300 mg einmal monatlich betragen.

Bei Patienten mit bekanntermaßen langsamer CYP2D6-Metabolisierung und die gleichzeitig einenstarken CYP3A4-Inhibitor anwenden:

* Start mit einer Injektion: Die Anfangsdosis sollte auf 200 mg reduziert werden (siehe

Abschnitt 4.5) und danach sollte die Behandlung an 14 aufeinander folgenden Tagen mit derverschriebenen täglichen Dosis von oral angewendetem Aripiprazol fortgesetzt werden.

* Der Start mit zwei Injektionen darf bei Patienten mit bekanntermaßen langsamer CYP2D6-

Metabolisierung und die gleichzeitig einen starken CYP3A4-Inhibitor anwenden, nichtangewendet werden.

Die jeweilige empfohlene Abilify Maintena Erhaltungsdosis nach Injektionsbeginn ist in deruntenstehenden Tabelle aufgeführt. Abilify Maintena 400 mg und 300 mg sollte einmal monatlich(nicht früher als 26 Tage nach der letzten Injektion) als Einzelinjektion angewendet werden.

Anpassung der Erhaltungsdosis aufgrund von Wechselwirkungen mit CYP2D6- und/oder CYP3A4-

Inhibitoren und/oder CYP3A4-Induktoren

Wenn Patienten gleichzeitig mehr als 14 Tage hochwirksame CYP3A4- oder CYP2D6-Inhibitoreneinnehmen, sollte eine Anpassung der Erhaltungsdosis erfolgen. Wenn der CYP3A4- oder CYP2D6-

Inhibitor abgesetzt wird, muss die Dosis eventuell auf die vorherige Dosis gesteigert werden (siehe

Abschnitt 4.5). Im Falle von Nebenwirkungen durch Abilify Maintena trotz Dosisanpassungen, solltedie Notwendigkeit einer gleichzeitigen Anwendung von CYP2D6- oder CYP3A4- Inhibitoren erneutgeprüft werden.

Eine gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren mit Abilify Maintena 400 mg oder 300 mglänger als 14 Tage sollte vermieden werden, weil der Blutspiegel von Aripiprazol verringert wird undunter die wirksamen Konzentrationen sinken kann (siehe Abschnitt 4.5).

Anpassung der Erhaltungsdosis von Abilify Maintena bei Patienten, die gleichzeitighochwirksame CYP2D6-Inhibitoren, CYP3A4-Inhibitoren und/oder CYP3A4-Induktorenlänger als 14 Tage einnehmen

Angepasste monatliche Dosis

Patienten, die Abilify Maintena 400 mg erhalten

Hochwirksame CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitoren 300 mg

Hochwirksame CYP2D6- und CYP3A4-Inhibitoren 200 mg*

CYP3A4-Induktoren Anwendung vermeiden.

Patienten, die Abilify Maintena 300 mg erhalten

Hochwirksame CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitoren 200 mg*

Hochwirksame CYP2D6- und CYP3A4-Inhibitoren 160 mg*

CYP3A4-Induktoren Anwendung vermeiden.

* Die 200 mg und 160 mg Dosisanpassungen können nur durch die Verwendung von Abilify Maintena Pulverund Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension erreicht werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei Kindern und Jugendlichenim Alter von 0 bis 17 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Abilify Maintena 400 mg und 300 mg ist ausschließlich zur intramuskulären Anwendung bestimmtund darf nicht intravenös oder subkutan angewendet werden. Es darf ausschließlich vonmedizinischem Fachpersonal injiziert werden.

Die Suspension muss langsam als einmalige Injektion (Dosen dürfen nicht geteilt werden) in den

Gluteal- oder Deltamuskel injiziert werden. Es ist darauf zu achten, dass eine unbeabsichtigte

Injektion in ein Blutgefäß vermieden wird.

Wenn Sie mit dem Zwei-Injektionen-Start beginnen, injizieren Sie an zwei unterschiedlichen Stellenin zwei verschiedene Muskeln. Injizieren Sie NICHT beide Injektionen gleichzeitig in denselben

Delta- oder Glutealmuskel. Injizieren Sie bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern entweder in zweiunterschiedliche Deltamuskeln oder in einen Delta- und einen Glutealmuskel. NICHT in zwei

Glutealmuskeln injizieren.

Eine vollständige Anleitung für die Anwendung und Handhabung von Abilify Maintena 400 mg und300 mg ist in der Packungsbeilage (Informationen für medizinisches Fachpersonal) enthalten.

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Während der Behandlung mit einem Antipsychotikum kann es mehrere Tage bis zu einigen Wochendauern, bis sich der klinische Zustand des Patienten bessert. Die Patienten sollten in dieser Zeitdurchgängig engmaschig überwacht werden.

Anwendung bei Patienten, die sich in einem akuten erregten oder hochgradig psychotischen Zustandbefinden

Abilify Maintena 400 mg/300 mg sollte nicht zur Behandlung von akuten erregten oder hochgradigpsychotischen Zuständen eingesetzt werden, wenn eine unmittelbare Symptomkontrolle erforderlichist.

Suizidalität

Das Auftreten von suizidalem Verhalten gehört zu psychotischen Erkrankungen und wurde in einigen

Fällen nach Beginn oder nach Wechsel einer antipsychotischen Behandlung berichtet, auch bei

Behandlung mit Aripiprazol (siehe Abschnitt 4.8). Die antipsychotische Behandlung bei Patienten mithohem Risiko sollte engmaschig überwacht werden.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Aripiprazol sollte bei Patienten mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung (Myokardinfarkt oderischämische Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Überleitungsstörungen in der Anamnese),zerebrovaskulären Erkrankungen, Bedingungen, die für Hypotonie prädisponieren (Dehydratation,

Hypovolämie und Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln) oder Hypertonie (einschließlichhypertensiver Krise oder maligner Hypertonie) mit Vorsicht angewendet werden. Fälle von venöser

Thromboembolie (VTE) sind im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet worden. Da mit

Antipsychotika behandelte Patienten oft mit bereits bestehenden Risikofaktoren für VTE vorstelligwerden, sollten vor und während der Behandlung mit Aripiprazol alle möglichen Risikofaktoren für

VTE identifiziert und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden (siehe Abschnitt 4.8).

QT-Verlängerung

In klinischen Studien mit oral angewendetem Aripiprazol war die Inzidenz einer QT-Verlängerungvergleichbar zu Placebo. Aripiprazol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit einer QT-Verlängerung inder Familienanamnese angewendet werden (siehe Abschnitt 4.8).

Tardive Dyskinesie

In klinischen Studien, die ein Jahr oder kürzer dauerten, gab es gelegentliche Berichte über währendder Behandlung mit Aripiprazol auftretende Dyskinesie. Wenn bei einem mit Aripiprazol behandelten

Patienten Anzeichen und Symptome einer tardiven Dyskinesie auftreten, sollte eine Dosisreduzierungoder ein Absetzen in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.8). Nach Absetzen der Behandlungkönnen sich diese Symptome kurzzeitig verschlechtern oder sogar erst auftreten.

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

MNS ist ein potenziell tödlicher Symptomkomplex, der mit der Einnahme von Antipsychotika in

Zusammenhang gebracht wird. In klinischen Studien wurden seltene Fälle von MNS während der

Behandlung mit Aripiprazol berichtet. Klinische Manifestationen eines MNS sind hohes Fieber,

Muskelrigidität, ein veränderter Gemütszustand und Anzeichen autonomer Instabilität(unregelmäßiger Puls oder Blutdruck, Tachykardie, Schwitzen und Herzrhythmusstörungen). Weitere

Anzeichen können eine Erhöhung der Kreatinphosphokinase, Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) undakutes Nierenversagen sein. Jedoch wurden auch Erhöhungen der Kreatinphosphokinase und

Rhabdomyolyse, die nicht notwendigerweise mit einem MNS assoziiert waren, berichtet. Wenn ein

Patient Anzeichen und Symptome entwickelt, die auf ein MNS hindeuten, oder unklares hohes Fieberohne eine zusätzliche klinische Manifestation von MNS hat, müssen alle Antipsychotika,einschließlich Aripiprazol, abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.8).

Krampfanfälle

In klinischen Studien wurden gelegentliche Fälle von Krampfanfällen während der Behandlung mit

Aripiprazol berichtet. Daher sollte Aripiprazol bei Patienten mit Krampfanfällen in der Anamneseoder mit Zuständen, die mit Krampfanfällen im Zusammenhang stehen, mit Vorsicht angewendetwerden (siehe Abschnitt 4.8).

Ältere Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose

Erhöhte Mortalität

Bei älteren Patienten mit Alzheimer Demenz assoziierter Psychose trat in drei placebokontrollierten

Studien (n = 938, Durchschnittsalter: 82,4 Jahre; Bereich: 56 bis 99 Jahre) ein erhöhtes

Mortalitätsrisiko unter oral angewendetem Aripiprazol im Vergleich zum Placebo auf. Die

Mortalitätsrate bei mit oral angewendetem Aripiprazol behandelten Patienten lag bei 3,5 % verglichenmit 1,7 % bei Placebo. Obwohl es unterschiedliche Todesursachen gab, schienen die meisten

Todesfälle entweder kardiovaskulärer (z. B. Herzversagen, plötzlicher Tod) oder infektiöser (z. B.

Lungenentzündung) Natur zu sein (siehe Abschnitt 4.8).

Zerebrovaskuläre unerwünschte Reaktionen

In denselben Studien wurden unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen (z. B. Schlaganfall,transitorisch-ischämische Attacke) einschließlich Todesfällen bei Patienten (Durchschnittsalter:84 Jahre; Bereich: 78 bis 88 Jahre) berichtet. Insgesamt berichteten 1,3 % der mit oral angewendetem

Aripiprazol behandelten Patienten unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen im Vergleich zu 0,6 %der in diesen Studien mit Placebo behandelten Patienten. Dieser Unterschied war statistisch nichtsignifikant. Es gab jedoch in einer Studie mit fixer Dosierung, eine signifikante Dosis-Wirkungs-

Beziehung für unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen bei mit Aripiprazol behandelten Patienten(siehe Abschnitt 4.8).

Aripiprazol ist nicht zur Behandlung der mit Demenz in Verbindung stehenden Psychose angezeigt.

Hyperglykämie und Diabetes mellitus

Bei Patienten, die mit Aripiprazol behandelt wurden, wurde Hyperglykämie, die in einigen Fällenextrem und mit Ketoazidose oder hyperosmolarem Koma oder Tod assoziiert war, berichtet.

Risikofaktoren, die Patienten für schwere Komplikationen prädisponieren können, beinhalten

Übergewicht und Diabetes in der Familienanamnese. Patienten, die mit Aripiprazol behandelt werden,sollten auf Anzeichen und Symptome einer Hyperglykämie (wie z. B. Polydipsie, Polyurie,

Polyphagie und Schwäche) beobachtet werden. Patienten mit Diabetes mellitus oder mit

Risikofaktoren für Diabetes mellitus sollten regelmäßig in Bezug auf eine Verschlechterung der

Glukosewerte überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Überempfindlichkeit

Bei der Anwendung von Aripiprazol können Überempfindlichkeitsreaktionen in Form allergischer

Symptome auftreten (siehe Abschnitt 4.8).

Gewichtszunahme

Bei schizophrenen Patienten können häufig Gewichtszunahmen aufgrund der Anwendung von

Antipsychotika, bei denen Gewichtszunahme als Nebenwirkung bekannt ist, von Komorbiditäten bzw.einer ungesunden Lebensführung beobachtet werden und können zu schweren Komplikationen führen.

Eine Gewichtszunahme wurde nach Markteinführung bei Patienten berichtet, denen oral angewendetes

Aripiprazol verordnet wurde. In den beobachteten Fällen weisen die Patienten gewöhnlich signifikante

Risikofaktoren wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Hypophysenadenom in der Anamneseauf. In klinischen Studien hat Aripiprazol nicht zu einer klinisch relevanten Gewichtszunahme geführt(siehe Abschnitt 4.8).

Dysphagie

Motilitätsstörungen der Speiseröhre und Aspiration sind mit der Anwendung von Aripiprazolassoziiert worden. Aripiprazol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit einem Risiko für

Aspirationspneumonie angewendet werden.

Spielsucht-Störung und andere Störungen der Impulskontrolle

Bei Patienten, die Aripiprazol einnehmen, kann gesteigertes Verlangen insbesondere nach

Glücksspiel, sowie die Unfähigkeit dieses zu kontrollieren, auftreten. Andere Zwänge, über dieberichtet wurde, beinhalten gesteigertes sexuelles Verlangen, zwanghaftes Kaufverhalten, Essattackenoder zwanghaftes Essen und andere impulsive oder zwanghafte Verhaltensweisen. Es ist wichtig, dassverschreibende Ärzte Patienten, die mit Aripiprazol behandelt werden oder deren Betreuungspersonen,gezielt nach dem Auftreten von neuem oder gesteigertem zwanghaften Spielverhalten, sexuellem

Verlangen, zwanghaftem Kaufverhalten, Essattacken oder zwanghaftem Essen und anderen Zwängen,befragen. Es muss angemerkt werden, dass Störungen der Impulskontrolle mit der zugrundeliegenden

Erkrankung in Zusammenhang stehen können, es wurde jedoch in einigen Fällen darüber berichtet,dass das zwanghafte Verhalten nach einer Verringerung der Dosis oder einem Absetzen des

Arzneimittels aufgehört hat. Störungen der Impulskontrolle können, wenn sie nicht erkannt werden,beim Patienten und anderen zu schädlichen Auswirkungen führen. Wenn ein Patient solche Zwängeentwickelt, sollte eine Verringerung der Dosis oder ein Absetzen des Arzneimittels in Betrachtgezogen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Stürze

Aripiprazol kann Somnolenz, lageabhängige Hypotonie und motorische und sensorische Instabilitätverursachen, was zu Stürzen führen kann. Bei der Behandlung von Patienten mit erhöhtem Risiko ist

Vorsicht geboten und eine niedrigere Anfangsdosis sollte in Betracht gezogen werden (z. B. beiälteren oder geschwächten Patienten, siehe Abschnitt 4.2).

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h., es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Abilify Maintena durchgeführt.

Die nachfolgenden Informationen wurden aus Studien mit oral angewendetem Aripiprazol erhalten.

Aufgrund seines α1-adrenergen Rezeptorantagonismus kann Aripiprazol die Wirkung bestimmterantihypertensiver Arzneimittel verstärken.

Aufgrund der primären Wirkung von Aripiprazol auf das Zentralnervensystem (ZNS) ist Vorsichtgeboten, wenn Aripiprazol in Kombination mit Alkohol oder anderen zentral wirksamen Arzneimittelnmit sich überlagernden unerwünschten Reaktionen wie Sedierung angewendet wird (siehe

Abschnitt 4.8).

Aripiprazol sollte mit Vorsicht zusammen mit anderen Arzneimitteln, die eine QT-Verlängerung oder

Störungen des Elektrolythaushalts verursachen, angewendet werden.

Möglicher Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Aripiprazol

Chinidin und andere hochwirksame CYP2D6-Inhibitoren

In einer klinischen Studie mit oral angewendetem Aripiprazol steigerte ein hochwirksamer CYP2D6-

Inhibitor (Chinidin) bei gesunden Probanden die AUC von Aripiprazol um 107 %, während Cmaxunverändert blieb. Die AUC und Cmax von Dehydro-Aripiprazol, dem aktiven Metaboliten, verringertesich um 32 % bzw. 47 %. Es ist zu erwarten, dass andere hochwirksame Inhibitoren von CYP2D6, wie

Fluoxetin und Paroxetin, ähnliche Wirkungen haben und deshalb sollten ähnliche Dosisreduktionenvorgenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Ketoconazol und andere hochwirksame CYP3A4-Inhibitoren

In einer klinischen Studie mit oral angewendetem Aripiprazol steigerte ein hochwirksamer CYP3A4-

Inhibitor (Ketoconazol) bei gesunden Probanden die AUC und Cmax von Aripiprazol um 63 % bzw.37 %. Die AUC und Cmax von Dehydro-Aripiprazol stiegen um 77 % bzw. 43 %. Bei langsamen

CYP2D6-Metabolisierern kann die gemeinsame Anwendung mit hochwirksamen Inhibitoren von

CYP3A4 in höheren Plasmakonzentrationen von Aripiprazol resultieren im Vergleich zu starken

CYP2D6-Metabolisierern (siehe Abschnitt 4.2). Wenn man die gemeinsame Gabe von Ketoconazoloder anderen hochwirksamen CYP3A4-Inhibitoren mit Aripiprazol in Betracht zieht, sollte derpotenzielle Nutzen die potenziellen Risiken für den Patienten überwiegen. Andere hochwirksame

Inhibitoren von CYP3A4 wie Itraconazol und HIV-Proteaseinhibitoren, dürften ähnliche Wirkungenhaben und deshalb sollten ähnliche Dosisreduktionen vorgenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Nach Absetzen des CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitors sollte die Dosis von Aripiprazol auf die

Dosishöhe vor Beginn der Begleittherapie angehoben werden. Wenn schwache Inhibitoren von

CYP3A4 (z. B. Diltiazem) oder CYP2D6 (z. B. Escitalopram) gemeinsam mit Aripiprazol angewendetwerden, kann mit einem mäßigen Anstieg der Aripiprazol-Konzentrationen im Plasma gerechnetwerden.

Carbamazepin und andere CYP3A4-Induktoren

Nach gemeinsamer Anwendung mit Carbamazepin, einem hochwirksamen Induktor von CYP3A4,und oral angewendetem Aripiprazol bei Patienten mit Schizophrenie oder schizoaffektiver Störungwaren die geometrischen Mittel von Cmax und AUC von Aripiprazol um 68 % bzw. 73 % niedriger im

Vergleich zur Monotherapie mit oral angewendetem Aripiprazol (30 mg). Ebenso waren für Dehydro-

Aripiprazol die geometrischen Mittel von Cmax und AUC nach der gemeinsamen Anwendung mit

Carbamazepin um 69 % bzw. 71 % niedriger als nach Monotherapie mit oral angewendetem

Aripiprazol. Es ist zu erwarten, dass die gleichzeitige Anwendung von Abilify Maintena400 mg/300 mg mit anderen hochwirksamen Induktoren von CYP3A4 (wie Rifampicin, Rifabutin,

Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Efavirenz, Nevirapin und Johanniskraut) ähnliche Wirkungen hat.

Die gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg solltevermieden werden, weil der Blutspiegel von Aripiprazol sich verringern und unter die wirksamen

Konzentrationen sinken kann.

Serotoninsyndrom

Fälle eines Serotoninsyndroms wurden bei Patienten, die Aripiprazol nahmen, berichtet; und mögliche

Anzeichen und Symptome für diese Erkrankung können insbesondere in Fällen einer gleichzeitigen

Anwendung mit anderen serotonergen Arzneimitteln, z. B. selektive Serotonin-

Wiederaufnahmehemmer/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI/SNRI), oder mit

Arzneimitteln, die bekanntermaßen Aripiprazol-Konzentrationen erhöhen, auftreten (siehe

Abschnitt 4.8).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Nach einer Einzeldosis Abilify Maintena wird erwartet, dass Aripiprazol bis zu 34 Wochen im Plasmaverbleibt (siehe Abschnitt 5.2). Dies ist zu Beginn der Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter,im Hinblick auf eine mögliche zukünftige Schwangerschaft oder Stillen zu berücksichtigen. Bei

Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte Abilify Maintena nur angewendet werden, wenn dieseindeutig erforderlich ist.

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden und kontrollierten Studien mit Aripiprazol bei Schwangeren vor. Esliegen Berichte von kongenitalen Anomalien vor; ein kausaler Zusammenhang mit Aripiprazol wurdejedoch nicht nachgewiesen. Tierexperimentelle Studien konnten eine potenzielle

Entwicklungstoxizität nicht ausschließen (siehe Abschnitt 5.3). Patientinnen müssen daraufhingewiesen werden, ihren Arzt zu benachrichtigen, wenn sie während der Behandlung mit

Aripiprazol schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen.

Verordnende Ärzte müssen sich der langanhaltenden Wirkung von Abilify Maintena bewusst sein.

Aripiprazol war bei erwachsenen Patienten bis zu 34 Wochen nach Anwendung einer Einzeldosis der

Depot-Suspension im Plasma nachweisbar.

Neugeborene, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika (einschließlich

Aripiprazol) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptomeund/oder Absetzerscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variierenkönnen. Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor,

Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Infolgedessen sollten Neugeborenesorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Die maternale Exposition gegenüber Abilify Maintena vor und während der Schwangerschaft kann zu

Nebenwirkungen beim Neugeborenen führen. Abilify Maintena sollte während der Schwangerschaftnicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Stillzeit

Aripiprazol/Metabolite werden in die Muttermilch in solchen Mengen ausgeschieden, dass

Auswirkungen auf das gestillte Kind wahrscheinlich sind, wenn Abilify Maintena bei stillenden

Frauen angewendet wird. Da nach einer Einzeldosis Abilify Maintena erwartet wird, dass es bis zu34 Wochen im Plasma verbleibt (siehe Abschnitt 5.2), kann ein Risiko für gestillte Säuglinge auchdann bestehen, wenn die Gabe von Abilify Maintena lange vor dem Stillen stattgefunden hat.

Patientinnen, die derzeit mit Abilify Maintena behandelt werden oder in den vergangenen 34 Wochendamit behandelt wurden, sollten nicht stillen.

Fertilität

Studien zur Reproduktionstoxizität von Aripiprazol ergaben keine Beeinträchtigung der Fertilitätdurch Aripiprazol.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Aripiprazol hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeitzum Bedienen von Maschinen wegen möglicher Wirkungen auf das Nervensystem und die

Sehfähigkeit wie Sedierung, Benommenheit, Synkopen, verschwommenes Sehen, Diplopie (siehe

Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW), die bei ≥ 5 % der

Patienten in zwei doppelblinden, klinischen Langzeitstudien mit Abilify Maintena 400 mg/300 mgberichtet wurden, waren Gewichtszunahme (9,0 %), Akathisie (7,9 %), Schlaflosigkeit (5,8 %) und

Schmerzen an der Injektionsstelle (5,1 %).

Liste der Nebenwirkungen in Tabellenform

Die Häufigkeiten der UAWs aufgrund einer Aripiprazol-Therapie sind im Folgenden tabellarischdargestellt. Die Tabelle basiert auf Nebenwirkungen, die während klinischer Studien und/oder nach

Markteinführung berichtet wurden.

Alle UAW werden nach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten(< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Die unter der Häufigkeit 'nicht bekannt“ aufgeführten UAW wurden bei der Anwendung nach

Markteinführung berichtet.

Häufig Gelegentlich Nicht bekannt

Erkrankungen des Neutropenie Leukopenie

Blutes und des Anämie

Lymphsystems Thrombozytopenie

Neutrophilenzahlerniedrigt

Leukozytenzahlerniedrigt

Erkrankungen des Überempfindlichkeit Allergische Reaktion

Immunsystems (z. B. anaphylaktische

Reaktion, Angioödemeinschließlichgeschwollener Zunge,

Zungenödem,

Gesichtsödeme, Pruritusoder Urtikaria)

Endokrine Prolaktin im Blut Diabetisches

Erkrankungen erniedrigt hyperosmolares Koma

Hyperprolaktinämie diabetische Ketoazidose

Stoffwechsel- und Gewicht erhöht Hyperglykämie Anorexie

Ernährungsstörungen Diabetes mellitus Hypercholesterinämie Hyponatriämie

Gewicht Hyperinsulinämieerniedrigt Hyperlipidämie

Hypertriglyceridämie

Appetitstörung

Psychiatrische Agitiertheit Suizidgedanken Vollendeter Suizid

Erkrankungen Angst Psychose Suizidversuch

Unruhe Halluzination Spielsucht-Störung

Schlaflosigkeit Wahn Störungen der

Hypersexualität Impulskontrolle

Panikreaktion Essattacken

Depression Zwanghaftes

Affektlabilität Kaufverhalten

Apathie Poriomanie

Dysphorie Nervosität

Schlafstörung Aggression

Zähneknirschen

Verminderte Libido

Stimmungsänderung

Erkrankungen des Extrapyramidale Dystonie Malignes

Nervensystems Erkrankung Tardive Dyskinesie neuroleptisches

Akathisie Parkinsonismus Syndrom

Tremor Bewegungsstörung Grand-mal-Anfall

Dyskinesie Psychomotorische Serotoninsyndrom

Sedierung Hyperaktivität Sprechstörung

Somnolenz Syndrom der ruhelosen

Schwindelgefühl Beine

Kopfschmerzen Negro-Zeichen

Hypertonie

Bradykinesie

Sabbern

Geschmacksstörung

Parosmie

Häufig Gelegentlich Nicht bekannt

Augenerkrankungen Blickkrampf

Verschwommenes Sehen

Augenschmerzen

Diplopie

Photophobie

Herzerkrankungen Ventrikuläre Unerwarteter

Extrasystolen unerklärlicher Tod

Bradykardie Herzstillstand

Tachykardie Torsades de Pointes,

Elektrokardiogramm T- ventrikuläre

Wellen-Amplitude Arrhythmienerniedrigt QT-Verlängerung

Elektrokardiogrammanomal

Elektrokardiogramm

Umkehrung der T-Welle

Gefäßerkrankungen Hypertonie Synkope

Orthostasesyndrom Venöse

Blutdruck erhöht Thromboembolie(einschließlich

Lungenembolie undtiefer Venenthrombose)

Erkrankungen der Husten Oropharyngealspasmus

Atemwege, des Schluckauf Laryngospasmus

Brustraums und Aspirationspneumonie

Mediastinums

Erkrankungen des Mundtrockenheit Gastroösophageale Pankreatitis

Gastrointestinaltrakts Refluxkrankheit Dysphagie

Dyspepsie

Erbrechen

Diarrhoe

Übelkeit

Schmerzen im Oberbauch

Abdominale

Beschwerden

Obstipation

Häufiger Stuhlgang

Hypersalivation

Leber- und Anomaler Leberversagen

Gallenerkrankungen Leberfunktionstest Ikterus

Erhöhtes Leberenzym Hepatitis

Erhöhte Alkalische Phosphatase

Alaninaminotransferase erhöht

Erhöhte

Gammaglutamyltransferase

Erhöhtes Bilirubin im

Blut

Erhöhte

Aspartataminotransferase

Häufig Gelegentlich Nicht bekannt

Erkrankungen der Alopezie Ausschlag

Haut und des Akne Lichtempfindlichkeitsre

Unterhautgewebes Rosazea aktion

Ekzem Hyperhidrosis

Hautinduration Arzneimittelwirkungmit Eosinophilie undsystemischen

Symptomen (DRESS)

Skelettmuskulatur-, Muskuloskelettal Muskelrigidität Rhabdomyolyse

Bindegewebs- und e Steifigkeit Muskelspasmen

Knochenerkrankunge Muskelzuckenn Muskelspannung

Myalgie

Schmerz in einer

Extremität

Arthralgie

Rückenschmerzeneingeschränkte

Gelenkbeweglichkeit

Nackenrigidität

Trismus

Erkrankungen der Nephrolithiasis Harnretention,

Nieren und Harnwege Glykosurie Harninkontinenz

Schwangerschaft, Arzneimittelentzugssyn

Wochenbett und drom des Neugeborenenperinatale (siehe Abschnitt 4.6)

Erkrankungen

Erkrankungen der Erektionsstörung Galaktorrhoe Priapismus

Geschlechtsorgane Gynäkomastieund der Brustdrüse Brustschmerzempfindlichvulvovaginale

Trockenheit

Allgemeine Schmerzen an der Fieber Störung der

Erkrankungen und Injektionsstelle Asthenie Temperaturregulation

Beschwerden am Verhärtung an Gangstörung (z. B. Hypothermie,

Verabreichungsort der Brustkorbbeschwerden Fieber)

Injektionsstelle Reaktion an der Brustkorbschmerz

Ermüdung Injektionsstelle Peripheres Ödem

Erythem an der

Injektionsstelle

Schwellung an der

Injektionsstelle

Beschwerden an der

Injektionsstelle

Injektionsstelle juckend

Durst

Trägheit

Häufig Gelegentlich Nicht bekannt

Untersuchungen Kreatinphosphoki Glukose im Blut erhöht Fluktuation desnase im Blut Glukose im Blut Blutzuckerserhöht erniedrigtglykosyliertes

Hämoglobin erhöht

Taillenumfang vergrößert

Cholesterin im Bluterniedrigt

Triglyzeride im Bluterniedrigt

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Reaktionen an der Injektionsstelle

Während der doppelblinden, kontrollierten Phasen der beiden Langzeitstudien wurden Reaktionen ander Injektionsstelle beobachtet; diejenigen, die beobachtet wurden, waren im Allgemeinen leicht bismittelschwer ausgeprägt und heilten im Laufe der Zeit ab. Schmerzen an der Injektionsstelle (Inzidenz5,1 %) hatten einen medianen Beginn am 2. Tag nach der Injektion und eine mediane Dauer von4 Tagen.

In einer offenen Studie, welche die Bioverfügbarkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg nach

Injektion in den Delta- oder Glutealmuskel verglich, traten am Deltamuskel etwas häufiger Reaktionenan der Injektionsstelle auf. Die meisten davon waren leicht ausgeprägt und besserten sich beinachfolgenden Injektionen. Im Vergleich mit Studien, bei denen Abilify Maintena 400 mg/300 mg inden Glutealmuskel injiziert wurde, kam es bei Injektionen in den Deltamuskel häufiger zu einemwiederholten Auftreten von Schmerzen an der Injektionsstelle.

Neutropenie

Neutropenie wurde während des klinischen Studienprogramms mit Abilify Maintena 400 mg/300 mgberichtet und begann in der Regel rund um den 16. Tag nach der ersten Injektion und hielt im Median18 Tage an.

Extrapyramidale Symptome (EPS)

In Studien bei stabilen Patienten mit Schizophrenie war Abilify Maintena 400 mg/300 mg mit einerhöheren Frequenz von EPS-Symptomen (18,4 %) verbunden als die Behandlung mit oralangewendetem Aripiprazol (11,7 %). Akathisie war das am häufigsten beobachtete Symptom (8,2 %)und begann in der Regel rund um den 10. Tag nach der ersten Injektion und hielt im Median 56 Tagean. Patienten mit Akathisie erhielten in der Regel Anticholinergika als Behandlung, vor allem

Benzatropinmesilat und Trihexyphenidyl. Weniger oft wurden Substanzen wie Propranolol und

Benzodiazepine (Clonazepam und Diazepam) angewendet, um eine Akathisie zu kontrollieren.

Parkinsonismus-Ereignisse folgten in der Häufigkeit von 6,9 % mit Abilify Maintena 400 mg/300 mgbzw. 4,15 % bei oral angewendeten 10 mg bis 30 mg Aripiprazol Tabletten und mit 3,0 % bei Placebo.

Dystonie

Substanzklasseneffekt: Symptome der Dystonie, verlängerte abnormale Muskelkontraktionen, könnenbei anfälligen Personen während der ersten Behandlungstage auftreten. Dystoniesymptome umfassen:

Krampf der Genickmuskulatur, der manchmal zu einem Schlundkrampf fortschreitet,

Schluckbeschwerden, Atembeschwerden und/oder Heraushängen der Zunge. Während diese

Symptome bei niedriger Dosis auftreten können, treten sie häufiger und stärker bei hochpotenten undbei höheren Dosen von Antipsychotika der ersten Generation auf. Ein erhöhtes Risiko für eine akute

Dystonie wird bei Männern und jüngeren Altersgruppen beobachtet.

Gewicht

Während der doppelblinden, aktiv kontrollierten Phase der 38-wöchigen Langzeitstudie (siehe

Abschnitt 5.1) betrug die Inzidenz für eine Gewichtszunahme von  7 % vom Ausgangswert bis zumletzten Besuch 9,5 % für Abilify Maintena 400 mg/300 mg und 11,7 % für oral angewendete 10 mgbis 30 mg Aripiprazol-Tabletten. Die Inzidenz eines Gewichtsverlusts von ≥ 7 % vom Ausgangswertbis zum letzten Besuch betrug 10,2 % für Abilify Maintena 400 mg/300 mg und 4,5 % für die oralen10 mg bis 30 mg Aripiprazol-Tabletten. Während der doppelblinden, placebokontrollierten Phase der52-wöchigen Langzeitstudie (siehe Abschnitt 5.1) betrug die Inzidenz für eine Gewichtszunahme von 7 % vom Ausgangswert bis zum letzten Besuch 6,4 % Abilify Maintena 400 mg/300 mg und 5,2 %für Placebo. Die Inzidenz eines Gewichtsverlusts von ≥ 7 % vom Ausgangswert bis zum letzten

Besuch betrug für Abilify Maintena 400 mg/300 mg 6,4 % und 6,7 % für Placebo. Während derdoppelblinden Behandlung betrug die mittlere Veränderung des Körpergewichts vom Ausgangswertbis zum letzten Besuch −0,2 kg für Abilify Maintena 400 mg/300 mg bzw. −0,4 kg für Placebo(p = 0,812).

Prolaktin

In klinischen Studien zu dem/den genehmigten Anwendungsgebiet(en) und nach Marktzulassungwurden bei Anwendung von Aripiprazol sowohl erhöhte als auch verminderte Serum-Prolaktinspiegelim Vergleich zum Ausgangswert beobachtet (Abschnitt 5.1).

Spielsucht-Störungund andere Störungen der Impulskontrolle

Bei Patienten, die mit Aripiprazol behandelt werden, können Spielsucht-Störung, Hypersexualität,zwanghaftes Kaufverhalten, Essattacken und zwanghaftes Essen auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurden keine Fälle von mit Überdosierung verbundenen Nebenwirkungen in klinischen Studienmit Aripiprazol berichtet. Es ist darauf zu achten, eine unbeabsichtigte Injektion dieses Arzneimittelsin ein Blutgefäß zu vermeiden. Nach einer bestätigten oder vermuteten versehentlichen

Überdosierung/unbeabsichtigten intravenösen Injektion ist eine engmaschige Beobachtung des

Patienten und, sofern sich ein potenziell medizinisch ernstes Anzeichen oder Symptom entwickelt,eine Überwachung erforderlich, die eine kontinuierliche EKG-Überwachung umfassen sollte. Diemedizinische Beobachtung und Überwachung sollte fortgesetzt werden, bis sich der Patient erholt hat.

Eine Simulation eines Dose Dumping zeigte, dass die vorhergesagte mediane Aripiprazol-

Konzentration einen Spitzenwert von 4 500 ng/ml oder etwa das 9-fache des oberen therapeutischen

Bereichs erreicht. Im Falle eines Dose Dumping wird vorhergesagt, dass Aripiprazol-Konzentrationenschnell die Höhe der oberen Grenze des therapeutischen Fensters nach etwa 3 Tagen erreichen. Nachdem 7. Tag sinken die medianen Aripiprazol-Konzentrationen weiter auf Konzentrationen nach eineri.m.-Depotdosis ohne ein Dosis Dumping. Während eine Überdosierung weniger wahrscheinlich miteiner parenteralen als mit einer oralen Anwendung von Arzneimitteln auftritt, sind

Referenzinformationen für eine orale Aripiprazol-Überdosierung unten dargestellt.

Anzeichen und Symptome

In klinischen Studien und seit der Markteinführung wurden unbeabsichtigte oder absichtliche akute

Überdosen mit Aripiprazol allein bei erwachsenen Patienten mit berichteten geschätzten Dosen vonbis zu 1 260 mg (41-mal die höchste empfohlene Tagesdosis Aripiprazol) ohne Todesfolge beobachtet.

Die potenziell medizinisch relevanten Anzeichen und Symptome beinhalteten Lethargie, erhöhten

Blutdruck, Somnolenz, Tachykardie, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe. Außerdem wurdenunbeabsichtigte Überdosen mit Aripiprazol allein (bis zu 195 mg) ohne Todesfolge bei Kindernberichtet. Die potenziell medizinisch ernsten Anzeichen und Symptome, die berichtet wurden,beinhalteten Somnolenz, vorübergehenden Verlust des Bewusstseins und extrapyramidale Symptome.

Behandlung einer Überdosierung

Die Behandlung einer Überdosierung sollte sich auf unterstützende Maßnahmen konzentrieren,

Freihaltung der Atemwege, Sauerstoffversorgung und Beatmung, sowie auf eine symptomatische

Behandlung. Die Möglichkeit von multipler Arzneimittelbeteiligung sollte erwogen werden. Dahersollte sofort eine Überwachung der kardiovaskulären Funktionen eingeleitet werden, inklusivekontinuierlicher elektrokardiographischer Überwachung zur Identifizierung möglicher Arrhythmien.

Nach jeder vorliegenden oder vermuteten Überdosierung mit Aripiprazol ist eine engmaschigemedizinische Beobachtung und Überwachung solange angezeigt, bis sich der Patient erholt hat.

Hämodialyse

Zwar liegen keine Informationen über die Wirkung einer Hämodialyse bei der Behandlung einer

Überdosierung mit Aripiprazol vor; es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Hämodialyse in der

Behandlung einer Überdosierung von Nutzen ist, da Aripiprazol eine hohe Plasmaproteinbindungaufweist.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Psycholeptika, Andere Antipsychotika, ATC-Code: N05AX12

Wirkmechanismus

Es wird vermutet, dass die Wirksamkeit von Aripiprazol bei Schizophrenie über die Kombinationeiner partiell agonistischen Wirkung auf Dopamin D2- und Serotonin 5-HT1A-Rezeptoren und einerantagonistischen Wirkung auf Serotonin 5-HT2A-Rezeptoren vermittelt wird. Aripiprazol zeigte im

Tiermodell antagonistische Eigenschaften bei dopaminerger Hyperaktivität und agonistische

Eigenschaften bei dopaminerger Hypoaktivität. Aripiprazol zeigt in vitro eine hohe Bindungsaffinitätzum Dopamin D2- und D3-Rezeptor und zum Serotonin 5-HT1A- und 5-HT2A-Rezeptor sowie einemäßige Affinität zum Dopamin D4-, zum Serotonin 5-HT2C- und 5-HT7-, zum alpha-1-adrenergen undzum Histamin-H1-Rezeptor. Außerdem zeigte Aripiprazol eine mäßige Bindungsaffinität zu der

Serotonin- Wiederaufnahmestelle und keine nennenswerte Affinität zu cholinergen Muscarin-

Rezeptoren. Die Interaktion mit anderen Rezeptoren als den Dopamin- und Serotonin-Subtypenkönnte einige der anderen klinischen Wirkungen von Aripiprazol erklären.

Bei oraler Gabe von Aripiprazol in Dosierungen von 0,5 mg bis 30 mg einmal täglich über 2 Wochenan gesunde Probanden zeigte die Positronen-Emissions-Tomographie eine dosisabhängige

Verringerung der Bindung von 11C-Racloprid, einem D2/D3-Rezeptor-Liganden, am Nucleus caudatusund am Putamen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Erhaltungstherapie von Schizophrenie bei Erwachsenen

Abilify Maintena 400 mg/300 mg

Die Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei der Langzeitbehandlung von Patienten mit

Schizophrenie wurde in zwei randomisierten, doppelblinden Langzeitstudien nachgewiesen.

Die Zulassungsstudie war eine 38-wöchige, randomisierte, doppelblinde, aktiv kontrollierte Studie zur

Untersuchung der Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit dieses Arzneimittels als monatliche

Injektionen im Vergleich zu einmal täglich verabreichten oralen 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-

Tabletten als Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie. Diese Studie bestandaus einer Screeningphase und 3 Behandlungsphasen: Umstellungsphase, orale Stabilisierungsphaseund doppelblinde, aktiv kontrollierte Phase.

662 Patienten, die für die 38-wöchige, doppelblinde, aktiv kontrollierte Phase geeignet waren, wurdennach dem Zufallsprinzip im Verhältnis von 2:2:1 einer doppelblinden Behandlung in einer der3 Behandlungsgruppen zugeteilt: 1) Abilify Maintena 400 mg/300 mg 2) die Stabilisierungsdosis desoral angewendeten Aripiprazols mit 10 mg bis 30 mg oder 3) Aripiprazol als langwirkende

Injektionslösung mit 50 mg/25 mg. Die langwirkende Aripiprazol-Injektionslösung mit 50 mg/25 mgwurde als Aripiprazol mit niedriger Dosis eingeschlossen, um die Assaysensitivität für das Nicht-

Unterlegenheitsdesign zu testen.

Die Ergebnisse der Analyse des primären Wirksamkeitsendpunkts, der geschätzte Patientenanteil mitdrohendem Rückfall bis zum Ende von Woche 26 der doppelblinden, aktiv kontrollierten Phase,zeigten, dass Abilify Maintena 400 mg/300 mg oral angewendeten 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-

Tabletten nicht unterlegen ist.

Die geschätzten Rückfallraten bis Ende Woche 26 betrug 7,12 % bei Abilify Maintena 400 mg/300 mgund 7,76 % bei oral angewendeten 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-Tabletten, ein Unterschied von−0,64 %.

Das 95 %-KI (−5,26, 3,99) für den Unterschied im geschätzten Anteil an Patienten mit drohendem

Rückfall bis Ende Woche 26 schloss die vordefinierte Nicht-Unterlegenheitsbegrenzung von 11,5 %aus. Daher ist Abilify Maintena 400 mg/300 mg den oral angewendeten Tabletten mit 10 mg bis30 mg Aripiprazol nicht unterlegen.

Der geschätzte Patientenanteil mit drohendem Rückfall bis Ende Woche 26 betrug für Abilify

Maintena 400 mg/300 mg 7,12 %, was statistisch signifikant niedriger war als bei der langwirkenden

Aripiprazol Injektionslösung mit 50 mg/25 mg (21,80 %, p = 0,0006). Somit wurde eine Überlegenheitvon Abilify Maintena 400 mg/300 mg über die langwirkende Injektionslösung mit 50 mg/25 mg

Aripiprazol nachgewiesen und die Validität des Studiendesign bestätigt.

Die Kaplan-Meier-Kurven der Zeit von der Randomisierung bis zum drohenden Rückfall während der38-wöchigen, doppelblinden aktiv kontrollierten Phase für Abilify Maintena 400 mg/300 mg, 10 mgbis 30 mg oral angewendetes Aripiprazol und langwirkender Injektionslösung mit 50 mg/25 mg

Aripiprazol sind in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung 1 Kaplan-Meier-Kurve für die Zeit bis zur Exazerbation psychotischer

Symptome/drohendem Rückfall

HINWEIS: ARIP IMD 400/300 mg = Abilify Maintena 400 mg/300 mg; ARIP 10 mg bis 30 mg = oralangewendetes Aripiprazol; ARIP IMD 50/25 mg = Aripiprazol, langwirkende Injektionslösung

Ferner wird die Nicht-Unterlegenheit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg im Vergleich zu 10 mgbis 30 mg oral angewendetem Aripiprazol durch die Ergebnisse der Analyse der Positive and Negative

Syndrome Scale Score (PANSS) gestützt.

Tabelle 1 PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 38-LOCF(Last Observation Carried Forward):

Randomisierte Wirksamkeitsstichprobea, b

PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 38-LOCF (Last

Observation Carried Forward):

Randomisierte Wirksamkeitsstichprobea, b

Abilify Maintena Oral Aripiprazol, langwirkendeangewendetes Injektionslösung

Aripiprazol400 mg/300 mg 50 mg/25 mg(n = 263) 10 mg bis (n = 131)30 mg/Tag(n = 266)

Durchschnittlicher 57,9 (12,94) 56,6 (12,65) 56,1 (12,59)

Ausgangswert(SD)

Durchschnittliche −1,8 (10,49) 0,7 (11,60) 3,2 (14,45)

Änderung (SD)

P-Wert Nicht zutreffend 0,0272 0,0002a Negative Veränderung des Werts gibt eine Verbesserung an.b Ausschließlich Patienten, die sowohl einen Ausgangswert als auch mindestens einen Wert nach dem

Ausgangswert hatten, wurden eingeschlossen. P-Werte wurden aus dem Vergleich der Veränderung vom

Ausgangswert innerhalb eines Kovarianzanalysemodells mit der Behandlung als Term und dem

Ausgangswert als Kovariate abgeleitet.

Die zweite Studie war eine 52-wöchige, randomisierte, doppelblinde Absetzungsstudie bei US-amerikanischen erwachsenen Patienten mit der aktuellen Diagnose einer Schizophrenie. Diese Studiebestand aus einer Screeningphase und 4 Behandlungsphasen: Umstellung, orale Stabilisierung,

Stabilisierung mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg und doppelblinde, placebokontrollierte Phase.

Patienten, die die orale Stabilisierungsanforderung in der oralen Stabilisierungsphase erfüllten, wurdenin einfach verblindeter Weise der Verabreichung von Abilify Maintena 400 mg/300 mg zugewiesenund begannen eine Stabilisierungsphase mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg für minimal 12 Wochenund maximal 36 Wochen. Patienten, die für die doppelblinde, placebokontrollierte Phase geeignetwaren, wurden nach dem Zufallsprinzip in einem Verhältnis von 2:1 einer doppelblinden Behandlungmit Abilify Maintena 400 mg/300 mg bzw. Placebo zugeordnet.

Die endgültige Wirksamkeitsanalyse umfasste 403 randomisierte Patienten und 80 Exazerbationen vonpsychotischen Symptomen/Ereignissen drohenden Rückfalls. In der Placebogruppe waren 39,6 % der

Patienten zu einem drohenden Rückfall fortgeschritten, während in der Abilify Maintena400 mg/300 mg Gruppe ein drohender Rückfall bei 10 % der Patienten auftrat; somit hatten Patientenin der Placebogruppe ein 5,03-fach höheres Risiko für einen drohenden Rückfall.

Prolaktin

In der doppelblinden, aktiv kontrollierten Phase der 38-wöchigen Studie gab es vom Ausgangswert biszum letzten Besuch eine mittlere Abnahme der Prolaktin-Spiegel in der Gruppe mit Abilify Maintena400 mg/300 mg (−0,33 ng/ml), während im Vergleich dazu in der Gruppe mit oralen 10 mg bis 30 mg

Aripiprazol-Tabletten ein mittlerer Anstieg (0,79 ng/ml; p <0,01) verzeichnet wurde. Die Inzidenz vonmit Abilify Maintena 400 mg/300 mg behandelten Patienten mit Prolaktin-Spiegeln > 1-mal deroberen Grenze des Normbereichs (OGN) bei jeder Beurteilung betrug 5,4 % gegenüber 3,5 % der mitoralen 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-Tabletten behandelten Patienten.

Männliche Patienten wiesen in jeder Behandlungsgruppe im Allgemeinen eine höhere Inzidenz auf alsweibliche Patienten.

In der doppelblinden, placebokontrollierten Phase der 52-wöchigen Studie gab es vom Ausgangswertbis zum letzten Besuch eine mittlere Abnahme der Prolaktin-Spiegel in der Gruppe mit Abilify

Maintena 400 mg/300 mg (−0,38 ng/ml), während im Vergleich dazu in der Placebogruppe einmittlerer Anstieg (1,67 ng/ml) verzeichnet wurde. Die Inzidenz von mit Abilify Maintena400 mg/300 mg behandelten Patienten mit Prolaktin-Spiegeln > 1-mal OGN betrug 1,9 % gegenüber7,1 % der mit Placebo behandelten Patienten.

Akutbehandlung von Schizophrenie bei Erwachsenen

Die Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie,die einen akuten Rückfall erlitten, wurde in einer kurzfristigen (12-wöchigen), randomisierten,doppelblinden, placebokontrollierten Studie (n = 339) untersucht.

Im Hinblick auf den primären Endpunkt (Veränderung des PANSS-Gesamtpunktwerts zwischen

Baseline und Woche 10) zeigte sich Abilify Maintena 400 mg/300 mg (n = 167) gegenüber Placebo(n = 172) überlegen.

Ähnlich wie beim PANSS-Gesamtpunktwert wurde im Zeitverlauf auch bei den PANSS-Punktwertender Positiv- und Negativ-Subskalen eine Verbesserung (Verringerung) gegenüber der Baselinefestgestellt.

Tabelle 2 PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 10:

Randomisierte Wirksamkeitsstichprobe

PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 10:

Randomisierte Wirksamkeitsstichprobea

Abilify Maintena Placebo400 mg/300 mg

Durchschnittlicher Ausgangswert 102,4 (11,4) 103,4 (11,1)(SD) n = 162 n = 167

Durchschnittliche LS-Änderung (SE) −26,8 (1,6) −11,7 (1,6)n = 99 n = 81

P-Wert < 0,0001

Behandlungsdifferenzb (95 %-KI) −15,1 (−19,4; −10,8)a Die Daten wurden in einem MMRM-Ansatz (gemischtes Modell mit Messwiederholungen) analysiert. Indie Auswertung wurden nur Patienten aufgenommen, die randomisiert einer Behandlung zugeteilt wordenwaren, mindestens eine Injektion erhalten hatten und bei denen eine Baseline- und mindestens eine

Wirksamkeitsbeurteilung nach Baseline durchgeführt worden war.

b Differenz (Abilify Maintena minus Placebo) der durchschnittlichen LS-Veränderung gegenüber den

Ausgangswerten.

Darüber hinaus wurde mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg anhand der Veränderung des Clinical

Global Impressions Severity (CGI-S)-Punktwerts zwischen Baseline und Woche 10 eine statistischsignifikante Verbesserung der Symptome festgestellt.

Das persönliche und soziale Funktionsniveau wurde anhand der PSP-Skala (Personal and Social

Performance) beurteilt. Die PSP-Skala ist eine validierte, vom Arzt auszufüllende Skala, mit der diepersönliche und soziale Funktionalität in den folgenden vier Bereichen gemessen wird: sozialnützliche Aktivitäten (einschließlich Arbeit und Studium), persönliche und soziale Beziehungen,

Selbstfürsorge und störendes und aggressives Verhalten. Mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg wurdein der Woche 10 eine im Vergleich zu Placebo statistisch signifikante Behandlungsdifferenzfestgestellt (+7,1; p < 0,0001, 95 %-KI: 4,1; 10,1 in einem ANCOVA-Modell [LOCF]).

Das Sicherheitsprofil entsprach den bekannten Verträglichkeitsmerkmalen von Abilify Maintena400 mg/300 mg. Allerdings bestanden Unterschiede im Vergleich zu Beobachtungen, die im Rahmender Erhaltungstherapie bei der Behandlung von Schizophrenie gemacht wurden. In einer kurzfristigen(12-wöchigen), randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit Patienten, die Abilify

Maintena 400 mg/300 mg erhielten, waren Gewichtszunahme und Akathisie diejenigen Symptome,die mit einer im Vergleich zu Placebo mindestens doppelt so großen Inzidenz auftraten. Die Inzidenzeiner Gewichtszunahme von ≥ 7 % (zwischen Baseline und letzter Visite in Woche 12) lag mit Abilify

Maintena 400 mg/300 mg bei 21,5 % (Placebogruppe: 8,5 %). Eine Akathisie war das am häufigstenbeobachtete extrapyramidale Symptom (Abilify Maintena 400 mg/300 mg: 11,4 %;

Placebogruppe: 3,5 %).

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Abilify Maintena eine Freistellung von der

Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei

Schizophrenie gewährt (siehe Abschnitt 4.2 für Informationen zur Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Eine Resorption von Aripiprazol in den systemischen Kreislauf erfolgt aufgrund der geringen

Löslichkeit von Aripiprazol-Teilchen langsam und verzögert nach einer Verabreichung von Abilify

Maintena 400 mg/300 mg. Die durchschnittliche Resorptionshalbwertszeit von Abilify Maintena400 mg/300 mg beträgt 28 Tage. Die Resorption von Aripiprazol aus der IM-Depotformulierung warvollständig, relativ zu der IM-Standardformulierung (sofortige Freisetzung). Die dosisangepassten

Cmax-Werte für die Depotformulierung betrugen etwa 5 % der Cmax der IM-Standardformulierung.

Nach Verabreichung einer einzelnen Dosis Abilify Maintena 400 mg/300 mg in den Delta- oder

Glutealmuskel war das Ausmaß der Resorption (AUC) für beide Injektionsstellen vergleichbar, aberdie Resorptionsrate (Cmax) war nach der Injektion in den Deltamuskel höher. Nach intramuskulären

Mehrfachgaben steigen die Plasmakonzentrationen von Aripiprazol allmählich auf die maximale

Plasmakonzentration an. Bei einer Injektion in den Glutealmuskel wird die maximale

Plasmakonzentration im Median nach tmax = 7 Tagen erreicht und bei einer Injektion in den

Deltamuskel nach 4 Tagen. Für beide Injektionsstellen wurden bei typischen Patienten Steady-State-

Konzentrationen nach vier Dosen erreicht. Weniger als dosisproportionale Anstiege der Aripiprazol-und Dehydro-Aripiprazolkonzentrationen und AUC-Parameter werden nach monatlichen Injektionenvon 300 mg bis 400 mg für Abilify Maintena beobachtet.

Verteilung

Basierend auf den Ergebnissen von Studien mit einer oralen Gabe von Aripiprazol wird Aripiprazol imgesamten Körper mit einem scheinbaren Verteilungsvolumen von 4,9 l/kg verteilt, was auf extensiveextravaskuläre Verteilung hinweist. Bei therapeutischen Konzentrationen werden Aripiprazol und

Dehydro-Aripiprazol zu über 99 % an Serumproteine, hauptsächlich Albumin, gebunden.

Biotransformation

Aripiprazol wird überwiegend in der Leber hauptsächlich über drei Biotransformationswegemetabolisiert: Dehydrierung, Hydroxylierung und N-Dealkylierung. Basierend auf in vitro-Studiensind die Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 für die Dehydrierung und Hydroxylierung von Aripiprazolverantwortlich, die N-Dealkylierung wird durch CYP3A4 katalysiert. Aripiprazol macht den

Hauptanteil des Arzneimittels im systemischen Kreislauf aus. Nach Verabreichung von mehreren

Abilify Maintena 400 mg/300 mg-Dosen beträgt der Anteil von Dehydro-Aripiprazol, dem aktiven

Metaboliten, etwa 29,1 bis 32,5 % der AUC von Aripiprazol im Plasma.

Elimination

Nach mehrfacher Verabreichung von Abilify Maintena 400 mg/300 mg -Dosen beträgt die mittlereterminale Eliminationshalbwertszeit von Aripiprazol 46,5 bzw. 29,9 Tage, vermutlich aufgrund derresorptionsratenbegrenzten Kinetik. Nach oraler Gabe einer Einzeldosis von [14C]-markiertem

Aripiprazol wurden etwa 27 % der gegebenen Radioaktivität im Urin und annähernd 60 % in den

Faeces gefunden. Weniger als 1 % Aripiprazol wurde unverändert im Urin ausgeschieden und etwa18 % wurden unverändert in den Faeces gefunden.

Pharmakokinetik bei besonderen Patientengruppen

Langsame CYP2D6-Metabolisierer

Basierend auf einer pharmakokinetischen Populationsanalyse von Abilify Maintena 400 mg/300 mgbetrug die Gesamtkörper-Clearance von Aripiprazol 3,71 l/h bei normalen CYP2D6-Metabolisierernund etwa 1,88 l/h (etwa 50 % niedriger) bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern (Dosisempfehlungsiehe Abschnitt 4.2).

Ältere Patienten

Nach oraler Gabe von Aripiprazol gibt es keine Unterschiede in der Pharmakokinetik von Aripiprazolzwischen gesunden älteren und jüngeren erwachsenen Probanden. Ebenso zeigten sich bei derpharmakokinetischen Populationsanalyse von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei schizophrenen

Patienten keine altersabhängigen Wirkungen.

Geschlecht

Nach oraler Gabe von Aripiprazol gibt es keine Unterschiede in der Pharmakokinetik von Aripiprazolzwischen gesunden männlichen und weiblichen Probanden. Ebenso zeigten sich bei derpharmakokinetischen Populationsanalyse von Abilify Maintena 400 mg/300 mg in klinischen Studienbei schizophrenen Patienten keine geschlechtsabhängigen Wirkungen.

Rauchen

Eine populationsspezifische Auswertung zur Pharmakokinetik von oral angewendetem Aripiprazolergab keinen Hinweis auf klinisch signifikante Wirkungen hinsichtlich des Rauchens auf die

Pharmakokinetik von Aripiprazol.

Ethnische Zugehörigkeit

Eine populationsspezifische Auswertung zur Pharmakokinetik ergab keinen Hinweis auf Unterschiedehinsichtlich der ethnischen Zugehörigkeit bei der Pharmakokinetik von Aripiprazol.

Niereninsuffizienz

In einer Einzeldosisstudie mit oraler Gabe von Aripiprazol wurde bezüglich der pharmakokinetischen

Eigenschaften von Aripiprazol und Dehydro-Aripiprazol festgestellt, dass sie bei Patienten mitschweren Nierenerkrankungen im Vergleich zu denen von jungen gesunden Probanden ähnlich sind.

Leberinsuffizienz

Eine Einzeldosisstudie mit oraler Gabe von Aripiprazol bei Probanden mit verschiedengradiger

Leberzirrhose (Child-Pugh-Klassen A, B und C) zeigte keine signifikante Wirkung hinsichtlich der

Beeinträchtigung der Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Aripiprazol und Dehydro-

Aripiprazol, aber die Studie umfasste nur 3 Patienten mit Leberzirrhose der Klasse C, was nichtausreicht, um Schlüsse auf deren metabolische Kapazität zu ziehen.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Das toxikologische Profil für Aripiprazol, das an Versuchstiere über eine intramuskuläre Injektionverabreicht wurde, ähnelt in der Regel dem nach einer oralen Verabreichung bei vergleichbaren

Plasmaspiegeln. Mit einer intramuskulären Injektion war jedoch eine entzündliche Reaktion an der

Injektionsstelle zu sehen, die aus einer granulomatösen Entzündung, Herden (deponierter Wirkstoff),zellulären Infiltraten, Ödemen (Schwellungen) und, bei Affen, aus Fibrose bestand. Diese

Auswirkungen heilten allmählich mit Einstellung der Verabreichung ab.

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential mitoral angewendetem Aripiprazol ließen die präklinischen Sicherheitsdaten keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen.

Oral angewendetes Aripiprazol

Für oral angewendetes Aripiprazol wurden toxikologisch signifikante Wirkungen lediglich bei

Dosierungen oder Expositionen beobachtet, die die maximale Dosierung oder Exposition beim

Menschen deutlich überschritten, womit sie für die klinische Anwendung nur begrenzte oder keine

Bedeutung haben. Die Wirkungen umfassten: eine dosisabhängige Nebennierenrinden-Toxizität bei

Ratten nach 104 Wochen oraler Gabe mit dem etwa 3- bis 10-fachen der mittleren Steady-State-AUCbei der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen, und eine Zunahme von Nebennierenrinden-

Karzinomen und kombinierten Nebennierenrinden-Adenomen/Karzinomen bei weiblichen Ratten mitdem etwa 10-fachen der mittleren Steady- State-AUC bei der empfohlenen Maximaldosis beim

Menschen. Die höchste Exposition bei weiblichen Ratten, die keinen Tumor induzierte, war etwa 7-mal höher als die Exposition des Menschen bei empfohlener Dosierung.

Zusätzlich wurde eine Cholelithiasis als Folge der Ausfällung von Sulfat-Konjugaten der Hydroxy-

Metaboliten von Aripiprazol in der Galle von Affen nach wiederholter oraler Gabe von 25 mg/kg/Tagbis 125 mg/kg/Tag oder dem etwa 16- bis 81-fachen der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen,basierend auf mg/m2, festgestellt.

Allerdings betrugen die in der menschlichen Galle bei der höchsten empfohlenen Dosis von30 mg/Tag gefundenen Konzentrationen der Sulfat-Konjugate von Hydroxy-Aripiprazol nicht mehrals 6 % der Konzentrationen, die in der Studie über 39 Wochen in der Galle von Affen festgestelltwurden, und liegen weit unter den Grenzwerten (6 %) der in vitro-Löslichkeit.

In Studien mit wiederholter Gabe bei jungen Ratten und Hunden war das Toxizitätsprofil von

Aripiprazol mit dem von erwachsenen Tieren vergleichbar und es gab keine Hinweise auf

Neurotoxizität oder nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung.

Basierend auf den Ergebnissen des kompletten Satzes an Standarduntersuchungen zur Genotoxizitätwurde Aripiprazol als nicht genotoxisch eingestuft. Aripiprazol beeinträchtigte die Fertilität in Studienzur Reproduktionstoxizität nicht.

Bei Ratten wurden nach Dosierungen, die zu subtherapeutischen Expositionen (basierend auf der

AUC) führten, toxische Effekte auf die Entwicklung, einschließlich dosisabhängiger fetaler

Ossifikationsverzögerungen und möglicher teratogener Wirkungen beobachtet. Bei Kaninchen wurdendiese Effekte nach Dosierungen, die zu Expositionen des etwa 3- und 11-fachen der mittleren Steady-

State-AUC bei der empfohlenen klinischen Maximaldosis führten, beobachtet. Maternaltoxische

Effekte traten in dem Dosisbereich auf, in dem auch toxische Effekte auf die Entwicklung beobachtetworden waren.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver

Carmellose-Natrium

Mannitol (Ph. Eur.) (E421)

Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat (E339)

Natriumhydroxid (E524)

Lösungsmittel

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

Abilify Maintena 400 mg/300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-

Injektionssuspension

Die Suspension sollte unmittelbar nach der Rekonstitution injiziert werden, kann aber für bis zu4 Stunden bei einer Temperatur unter 25 °C in der Durchstechflasche aufbewahrt werden.

Abilify Maintena 400 mg/300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-

Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Die Suspension sollte unmittelbar nach der Rekonstitution injiziert werden, kann aber für bis zu2 Stunden bei einer Temperatur unter 25 °C in der Spritze aufbewahrt werden.

Nach Rekonstitution

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Suspension wurde für 4 Stunden bei25 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Suspension sofort verwendet werden, essei denn, die Methode der Öffnung/Rekonstitution schließt das Risiko einer mikrobiellen

Kontamination aus. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen der gebrauchsfertigen Suspension in der Verantwortung des Anwenders. Bewahren Siedie rekonstituierte Suspension nicht in der Spritze auf.

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Wenn die Injektion nicht sofort nach der Rekonstitution durchgeführt wird, kann die Spritze für bis zu2 Stunden bei einer Temperatur unter 25 °C aufbewahrt werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht einfrieren.

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Durchstechflasche

Durchstechflasche (Typ-I Glas) mit einem laminierten Gummistopfen und versiegelt mit einer Flip-off-Schutzkappe aus Aluminium.

Lösungsmittel2 ml-Durchstechflasche (Typ-I Glas) mit einem laminierten Gummistopfen und versiegelt mit einer

Flip-off-Schutzkappe aus Aluminium.

Einzelpackung

Jede Einzelpackung enthält eine Durchstechflasche mit Pulver, eine 2 ml-Durchstechflasche mit

Lösungsmittel, eine 3 ml-Luer-Lock-Spritze mit bereits angebrachter 38 mm 21-Gauge

Sicherheitskanüle mit Kanülenschutz, eine 3 ml-Einwegspritze mit Luer-Lock-Spitze, einen

Durchstechflaschenadapter und drei Sicherheitskanülen: eine 25 mm 23-Gauge, eine 38 mm 22-Gaugeund eine 51 mm 21-Gauge.

Bündelpackung

Bündelpackung mit 3 Einzelpackungen.

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Fertigspritze aus Klarglas (Typ-I-Glas) mit grauen Chlorbutylstopfen (Front-, Mittel- und Endstopfen),

Vorderteil aus Polypropylen, Fingergriff aus Polypropylen, Kolbenstange und Silikonüberkappe. Dievordere Kammer zwischen Frontstopfen und Mittelstopfen enthält das Pulver und die hintere Kammerzwischen Mittelstopfen und Endstopfen das Lösungsmittel.

Einzelpackung

Jede Einzelpackung enthält eine Fertigspritze und drei Sicherheitskanülen: eine 25 mm 23-Gauge, eine38 mm 22-Gauge und eine 51 mm 21-Gauge.

Bündelpackung

Bündelpackung mit 3 Einzelpackungen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Schütteln Sie die Durchstechflasche für mindestens 30 Sekunden kräftig, bis die Suspensioneinheitlich erscheint.

Wenn die Injektion nicht sofort nach der Rekonstitution durchgeführt wird, schütteln Sie sie vor der

Injektion für mindestens 60 Sekunden kräftig, um erneut zu suspendieren.

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

Schütteln Sie die Spritze kräftig und vertikal für 20 Sekunden, bis das Arzneimittel einheitlichmilchig-weiß aussieht, und verwenden Sie sie sofort. Wenn die Injektion nicht sofort nach der

Rekonstitution durchgeführt wird, kann die Spritze für bis zu 2 Stunden bei einer Temperatur unter25 °C aufbewahrt werden. Falls die Spritze länger als 15 Minuten aufbewahrt wurde, schütteln Sie die

Spritze vor der Injektion für mindestens 20 Sekunden kräftig, um erneut zu suspendieren.

Verabreichung in den Glutealmuskel

Die empfohlene Kanüle für eine Injektion in den Glutealmuskel ist eine 38 mm 22-Gauge-

Sicherheitskanüle; bei übergewichtigen Patienten (Body Mass Index > 28 kg/m2) sollte eine 51 mm,21-Gauge-Sicherheitskanüle verwendet werden. Bei glutealen Injektionen sollte zwischen den beiden

Glutealmuskeln abgewechselt werden.

Verabreichung in den Deltamuskel

Die empfohlene Kanüle für eine Injektion in den Deltamuskel ist eine 25 mm, 23-Gauge-

Sicherheitskanüle; bei übergewichtigen Patienten sollte eine 38 mm, 22-Gauge-Sicherheitskanüleverwendet werden. Bei Injektionen in den Deltamuskel sollte zwischen den beiden Oberarmenabgewechselt werden.

Die Durchstechflaschen mit Pulver und Lösungsmittel sowie die Fertigspritzen sind für deneinmaligen Gebrauch bestimmt.

Durchstechflasche, Adapter, Spritze, Kanülen, nicht verwendete Suspension und Wasser für

Injektionszwecke sind in geeigneter Weise zu entsorgen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

Eine vollständige Anleitung für die Anwendung und Handhabung von Abilify Maintena400 mg/300 mg ist in der Packungsbeilage (Informationen für medizinisches Fachpersonal) enthalten.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.

Herikerbergweg 2921101 CT, Amsterdam

Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

EU/1/13/882/001

EU/1/13/882/003

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

EU/1/13/882/002

EU/1/13/882/004

Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

EU/1/13/882/005

EU/1/13/882/007

Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze

EU/1/13/882/006

EU/1/13/882/008

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 15. November 2013

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 27. August 2018

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

MM.JJJJ

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.