Angewendet bei: Schizophrenie; bipolare Störung
Substanz: Aripiprazol (Antipsychotikum)
ATC: N05AX12 (NERVENSYSTEM | ANTIPSYCHOTIKA | Andere Antipsychotika)
Aripiprazol ist ein atypisches Antipsychotikum, das zur Behandlung von Schizophrenie, bipolarer Störung und in einigen Fällen von therapieresistenter Major-Depression eingesetzt wird. Es wirkt als partieller Agonist der Dopamin-D2- und Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren sowie als Antagonist der 5-HT2A-Rezeptoren und trägt zur Balance der Neurotransmitter im Gehirn bei.
Aripiprazol ist in Tablettenform, als orale Lösungen und als langwirksame Injektionspräparate erhältlich. Es wird häufig verwendet, um psychotische Symptome wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen zu reduzieren und die Stimmung bei affektiven Störungen zu stabilisieren.
Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme. In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen wie das maligne neuroleptische Syndrom oder Spätdyskinesien auftreten.
Aripiprazol ist ein essentielles Medikament zur Behandlung psychiatrischer Störungen und trägt dazu bei, die Lebensqualität der Patienten durch Reduktion der Symptome und Verhinderung von Rückfällen zu verbessern.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Jede Durchstechflasche enthält 300 mg Aripiprazol.
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Jede Durchstechflasche enthält 400 mg Aripiprazol.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 300 mg Aripiprazol.
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 400 mg Aripiprazol.
Nach der Rekonstitution enthält jeder ml Suspension 200 mg Aripiprazol.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Pulver: weiß bis cremefarben
Lösungsmittel: klare Lösung
Abilify Maintena wird für die Erhaltungstherapie von Schizophrenie bei erwachsenen Patienten, diestabil mit oral angewendetem Aripiprazol eingestellt wurden, angewendet.
Bei Patienten, die Aripiprazol nie eingenommen haben, muss vor Beginn der Behandlung mit Abilify
Maintena eine Verträglichkeit von oral angewendetem Aripiprazol gegeben sein.
Eine Titration der Dosis für Abilify Maintena ist nicht erforderlich.
Die Anfangsdosis kann nach einem von zwei Schemata verabreicht werden:
* Start mit einer Injektion: Am Tag des Behandlungsbeginns sollte eine Injektion mit Abilify
Maintena 400 mg verabreicht und die Behandlung mit 10 mg bis 20 mg oral angewendetem
Aripiprazol pro Tag an 14 aufeinander folgenden Tagen fortgesetzt werden, um während der
Einleitung der Behandlung die therapeutischen Aripiprazol-Konzentrationen aufrechtzuerhalten.
* Start mit zwei Injektionen: Am Tag des Behandlungsbeginns sollten zwei separate Injektionenmit Abilify Maintena 400 mg an zwei verschiedenen Injektionsstellen verabreicht werden (siehe
Art der Anwendung) zusammen mit einer oral angewendeten Aripiprazol-Dosis von 20 mg.
Nach Behandlungsbeginn beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis für Abilify Maintena 400 mg.
Abilify Maintena 400 mg sollte einmal monatlich als einmalige Injektion (nicht früher als 26 Tagenach der letzten Injektion) angewendet werden. Wenn Nebenwirkungen bei einer Dosis von 400 mgauftreten, sollte eine Dosisreduzierung auf 300 mg einmal monatlich in Betracht gezogen werden.
Versäumte DosenZeitpunkt der versäumten Dosis Maßnahme
Wenn die 2. oder 3. Dosis versäumt wurdeund der Zeitraum seit der letzten Injektionwie folgt ist:> 4 Wochen und < 5 Wochen Die Injektion sollte so bald wie möglich erfolgenund dann wieder gemäß des monatlichen
Injektionsplans fortgesetzt werden.
> 5 Wochen Begleitend zur nächsten Injektion sollte oralangewendetes Aripiprazol für 14 Tage gegebenwerden oder es sollten zwei separate Injektionenzur gleichen Zeit zusammen mit einer Einzeldosisvon 20 mg oral angewendetem Aripiprazolverabreicht werden. Danach sollte der monatliche
Injektionsplan fortgesetzt werden.
Wenn die 4. oder nachfolgende Dosenversäumt werden (d. h. nach Erreichen des
Steady-State) und der Zeitraum seit derletzten Injektion wie folgt ist:> 4 Wochen und < 6 Wochen Die Injektion sollte so bald wie möglich erfolgenund dann wieder gemäß des monatlichen
Injektionsplans fortgesetzt werden.
> 6 Wochen Begleitend zur nächsten Injektion sollte oralangewendetes Aripiprazol für 14 Tage gegebenwerden oder es sollten zwei separate Injektionenzur gleichen Zeit zusammen mit einer Einzeldosisvon 20 mg oral angewendetem Aripiprazolverabreicht werden. Danach sollte der monatliche
Injektionsplan fortgesetzt werden.
Besondere PatientengruppenÄltere
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei der Behandlung von
Schizophrenie bei Patienten ab 65 Jahren ist nicht erwiesen (siehe Abschnitt 4.4).
NiereninsuffizienzBei Patienten mit Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
LeberinsuffizienzBei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Die vorhandenen Daten reichen nicht aus, um bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz
Dosierungsempfehlungen festzulegen. Bei diesen Patienten sollte die Dosierung vorsichtig erfolgen.
Orale Darreichungsformen sollten bevorzugt werden (siehe Abschnitt 5.2).
Bekannte langsame CYP2D6-Metabolisierung
Bei Patienten mit bekanntermaßen langsamer CYP2D6-Metabolisierung:
* Start mit einer Injektion: Die Anfangsdosis sollte Abilify Maintena 300 mg betragen und danachsollte die Behandlung an 14 aufeinander folgenden Tagen mit der verschriebenen täglichen
Dosis von oral angewendetem Aripiprazol fortgesetzt werden. Die Erhaltungsdosis sollte
Abilify Maintena 300 mg einmal monatlich betragen.
* Start mit zwei Injektionen: Die Anfangsdosis sollte aus 2 separaten Injektionen mit Abilify
Maintena 300 mg (siehe Art der Anwendung) zusammen mit einer Einzeldosis der zuvorverschriebenen Dosis von oral angewendetem Aripiprazol bestehen. Die Erhaltungsdosis sollte
Abilify Maintena 300 mg einmal monatlich betragen.
Bei Patienten mit bekanntermaßen langsamer CYP2D6-Metabolisierung und die gleichzeitig einenstarken CYP3A4-Inhibitor anwenden:
* Start mit einer Injektion: Die Anfangsdosis sollte auf 200 mg reduziert werden (siehe
Abschnitt 4.5) und danach sollte die Behandlung an 14 aufeinander folgenden Tagen mit derverschriebenen täglichen Dosis von oral angewendetem Aripiprazol fortgesetzt werden.
* Der Start mit zwei Injektionen darf bei Patienten mit bekanntermaßen langsamer CYP2D6-
Metabolisierung und die gleichzeitig einen starken CYP3A4-Inhibitor anwenden, nichtangewendet werden.
Die jeweilige empfohlene Abilify Maintena Erhaltungsdosis nach Injektionsbeginn ist in deruntenstehenden Tabelle aufgeführt. Abilify Maintena 400 mg und 300 mg sollte einmal monatlich(nicht früher als 26 Tage nach der letzten Injektion) als Einzelinjektion angewendet werden.
Anpassung der Erhaltungsdosis aufgrund von Wechselwirkungen mit CYP2D6- und/oder CYP3A4-
Inhibitoren und/oder CYP3A4-Induktoren
Wenn Patienten gleichzeitig mehr als 14 Tage hochwirksame CYP3A4- oder CYP2D6-Inhibitoreneinnehmen, sollte eine Anpassung der Erhaltungsdosis erfolgen. Wenn der CYP3A4- oder CYP2D6-
Inhibitor abgesetzt wird, muss die Dosis eventuell auf die vorherige Dosis gesteigert werden (siehe
Abschnitt 4.5). Im Falle von Nebenwirkungen durch Abilify Maintena trotz Dosisanpassungen, solltedie Notwendigkeit einer gleichzeitigen Anwendung von CYP2D6- oder CYP3A4- Inhibitoren erneutgeprüft werden.
Eine gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren mit Abilify Maintena 400 mg oder 300 mglänger als 14 Tage sollte vermieden werden, weil der Blutspiegel von Aripiprazol verringert wird undunter die wirksamen Konzentrationen sinken kann (siehe Abschnitt 4.5).
Anpassung der Erhaltungsdosis von Abilify Maintena bei Patienten, die gleichzeitighochwirksame CYP2D6-Inhibitoren, CYP3A4-Inhibitoren und/oder CYP3A4-Induktorenlänger als 14 Tage einnehmen
Angepasste monatliche Dosis
Patienten, die Abilify Maintena 400 mg erhalten
Hochwirksame CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitoren 300 mg
Hochwirksame CYP2D6- und CYP3A4-Inhibitoren 200 mg*
CYP3A4-Induktoren Anwendung vermeiden.
Patienten, die Abilify Maintena 300 mg erhalten
Hochwirksame CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitoren 200 mg*
Hochwirksame CYP2D6- und CYP3A4-Inhibitoren 160 mg*
CYP3A4-Induktoren Anwendung vermeiden.
* Die 200 mg und 160 mg Dosisanpassungen können nur durch die Verwendung von Abilify Maintena Pulverund Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension erreicht werden.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei Kindern und Jugendlichenim Alter von 0 bis 17 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungAbilify Maintena 400 mg und 300 mg ist ausschließlich zur intramuskulären Anwendung bestimmtund darf nicht intravenös oder subkutan angewendet werden. Es darf ausschließlich vonmedizinischem Fachpersonal injiziert werden.
Die Suspension muss langsam als einmalige Injektion (Dosen dürfen nicht geteilt werden) in den
Gluteal- oder Deltamuskel injiziert werden. Es ist darauf zu achten, dass eine unbeabsichtigte
Injektion in ein Blutgefäß vermieden wird.
Wenn Sie mit dem Zwei-Injektionen-Start beginnen, injizieren Sie an zwei unterschiedlichen Stellenin zwei verschiedene Muskeln. Injizieren Sie NICHT beide Injektionen gleichzeitig in denselben
Delta- oder Glutealmuskel. Injizieren Sie bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern entweder in zweiunterschiedliche Deltamuskeln oder in einen Delta- und einen Glutealmuskel. NICHT in zwei
Glutealmuskeln injizieren.
Eine vollständige Anleitung für die Anwendung und Handhabung von Abilify Maintena 400 mg und300 mg ist in der Packungsbeilage (Informationen für medizinisches Fachpersonal) enthalten.
Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Während der Behandlung mit einem Antipsychotikum kann es mehrere Tage bis zu einigen Wochendauern, bis sich der klinische Zustand des Patienten bessert. Die Patienten sollten in dieser Zeitdurchgängig engmaschig überwacht werden.
Anwendung bei Patienten, die sich in einem akuten erregten oder hochgradig psychotischen Zustandbefinden
Abilify Maintena 400 mg/300 mg sollte nicht zur Behandlung von akuten erregten oder hochgradigpsychotischen Zuständen eingesetzt werden, wenn eine unmittelbare Symptomkontrolle erforderlichist.
Suizidalität
Das Auftreten von suizidalem Verhalten gehört zu psychotischen Erkrankungen und wurde in einigen
Fällen nach Beginn oder nach Wechsel einer antipsychotischen Behandlung berichtet, auch bei
Behandlung mit Aripiprazol (siehe Abschnitt 4.8). Die antipsychotische Behandlung bei Patienten mithohem Risiko sollte engmaschig überwacht werden.
Kardiovaskuläre ErkrankungenAripiprazol sollte bei Patienten mit bekannter kardiovaskulärer Erkrankung (Myokardinfarkt oderischämische Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Überleitungsstörungen in der Anamnese),zerebrovaskulären Erkrankungen, Bedingungen, die für Hypotonie prädisponieren (Dehydratation,
Hypovolämie und Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln) oder Hypertonie (einschließlichhypertensiver Krise oder maligner Hypertonie) mit Vorsicht angewendet werden. Fälle von venöser
Thromboembolie (VTE) sind im Zusammenhang mit Antipsychotika berichtet worden. Da mit
Antipsychotika behandelte Patienten oft mit bereits bestehenden Risikofaktoren für VTE vorstelligwerden, sollten vor und während der Behandlung mit Aripiprazol alle möglichen Risikofaktoren für
VTE identifiziert und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden (siehe Abschnitt 4.8).
QT-VerlängerungIn klinischen Studien mit oral angewendetem Aripiprazol war die Inzidenz einer QT-Verlängerungvergleichbar zu Placebo. Aripiprazol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit einer QT-Verlängerung inder Familienanamnese angewendet werden (siehe Abschnitt 4.8).
Tardive Dyskinesie
In klinischen Studien, die ein Jahr oder kürzer dauerten, gab es gelegentliche Berichte über währendder Behandlung mit Aripiprazol auftretende Dyskinesie. Wenn bei einem mit Aripiprazol behandelten
Patienten Anzeichen und Symptome einer tardiven Dyskinesie auftreten, sollte eine Dosisreduzierungoder ein Absetzen in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.8). Nach Absetzen der Behandlungkönnen sich diese Symptome kurzzeitig verschlechtern oder sogar erst auftreten.
Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)
MNS ist ein potenziell tödlicher Symptomkomplex, der mit der Einnahme von Antipsychotika in
Zusammenhang gebracht wird. In klinischen Studien wurden seltene Fälle von MNS während der
Behandlung mit Aripiprazol berichtet. Klinische Manifestationen eines MNS sind hohes Fieber,
Muskelrigidität, ein veränderter Gemütszustand und Anzeichen autonomer Instabilität(unregelmäßiger Puls oder Blutdruck, Tachykardie, Schwitzen und Herzrhythmusstörungen). Weitere
Anzeichen können eine Erhöhung der Kreatinphosphokinase, Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) undakutes Nierenversagen sein. Jedoch wurden auch Erhöhungen der Kreatinphosphokinase und
Rhabdomyolyse, die nicht notwendigerweise mit einem MNS assoziiert waren, berichtet. Wenn ein
Patient Anzeichen und Symptome entwickelt, die auf ein MNS hindeuten, oder unklares hohes Fieberohne eine zusätzliche klinische Manifestation von MNS hat, müssen alle Antipsychotika,einschließlich Aripiprazol, abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.8).
KrampfanfälleIn klinischen Studien wurden gelegentliche Fälle von Krampfanfällen während der Behandlung mit
Aripiprazol berichtet. Daher sollte Aripiprazol bei Patienten mit Krampfanfällen in der Anamneseoder mit Zuständen, die mit Krampfanfällen im Zusammenhang stehen, mit Vorsicht angewendetwerden (siehe Abschnitt 4.8).
Ältere Patienten mit Demenz-assoziierter Psychose
Erhöhte Mortalität
Bei älteren Patienten mit Alzheimer Demenz assoziierter Psychose trat in drei placebokontrollierten
Studien (n = 938, Durchschnittsalter: 82,4 Jahre; Bereich: 56 bis 99 Jahre) ein erhöhtes
Mortalitätsrisiko unter oral angewendetem Aripiprazol im Vergleich zum Placebo auf. Die
Mortalitätsrate bei mit oral angewendetem Aripiprazol behandelten Patienten lag bei 3,5 % verglichenmit 1,7 % bei Placebo. Obwohl es unterschiedliche Todesursachen gab, schienen die meisten
Todesfälle entweder kardiovaskulärer (z. B. Herzversagen, plötzlicher Tod) oder infektiöser (z. B.
Lungenentzündung) Natur zu sein (siehe Abschnitt 4.8).
Zerebrovaskuläre unerwünschte Reaktionen
In denselben Studien wurden unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen (z. B. Schlaganfall,transitorisch-ischämische Attacke) einschließlich Todesfällen bei Patienten (Durchschnittsalter:84 Jahre; Bereich: 78 bis 88 Jahre) berichtet. Insgesamt berichteten 1,3 % der mit oral angewendetem
Aripiprazol behandelten Patienten unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen im Vergleich zu 0,6 %der in diesen Studien mit Placebo behandelten Patienten. Dieser Unterschied war statistisch nichtsignifikant. Es gab jedoch in einer Studie mit fixer Dosierung, eine signifikante Dosis-Wirkungs-
Beziehung für unerwünschte zerebrovaskuläre Reaktionen bei mit Aripiprazol behandelten Patienten(siehe Abschnitt 4.8).
Aripiprazol ist nicht zur Behandlung der mit Demenz in Verbindung stehenden Psychose angezeigt.
Hyperglykämie und Diabetes mellitus
Bei Patienten, die mit Aripiprazol behandelt wurden, wurde Hyperglykämie, die in einigen Fällenextrem und mit Ketoazidose oder hyperosmolarem Koma oder Tod assoziiert war, berichtet.
Risikofaktoren, die Patienten für schwere Komplikationen prädisponieren können, beinhalten
Übergewicht und Diabetes in der Familienanamnese. Patienten, die mit Aripiprazol behandelt werden,sollten auf Anzeichen und Symptome einer Hyperglykämie (wie z. B. Polydipsie, Polyurie,
Polyphagie und Schwäche) beobachtet werden. Patienten mit Diabetes mellitus oder mit
Risikofaktoren für Diabetes mellitus sollten regelmäßig in Bezug auf eine Verschlechterung der
Glukosewerte überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).
ÜberempfindlichkeitBei der Anwendung von Aripiprazol können Überempfindlichkeitsreaktionen in Form allergischer
Symptome auftreten (siehe Abschnitt 4.8).
GewichtszunahmeBei schizophrenen Patienten können häufig Gewichtszunahmen aufgrund der Anwendung von
Antipsychotika, bei denen Gewichtszunahme als Nebenwirkung bekannt ist, von Komorbiditäten bzw.einer ungesunden Lebensführung beobachtet werden und können zu schweren Komplikationen führen.
Eine Gewichtszunahme wurde nach Markteinführung bei Patienten berichtet, denen oral angewendetes
Aripiprazol verordnet wurde. In den beobachteten Fällen weisen die Patienten gewöhnlich signifikante
Risikofaktoren wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Hypophysenadenom in der Anamneseauf. In klinischen Studien hat Aripiprazol nicht zu einer klinisch relevanten Gewichtszunahme geführt(siehe Abschnitt 4.8).
Dysphagie
Motilitätsstörungen der Speiseröhre und Aspiration sind mit der Anwendung von Aripiprazolassoziiert worden. Aripiprazol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit einem Risiko für
Aspirationspneumonie angewendet werden.
Spielsucht-Störung und andere Störungen der Impulskontrolle
Bei Patienten, die Aripiprazol einnehmen, kann gesteigertes Verlangen insbesondere nach
Glücksspiel, sowie die Unfähigkeit dieses zu kontrollieren, auftreten. Andere Zwänge, über dieberichtet wurde, beinhalten gesteigertes sexuelles Verlangen, zwanghaftes Kaufverhalten, Essattackenoder zwanghaftes Essen und andere impulsive oder zwanghafte Verhaltensweisen. Es ist wichtig, dassverschreibende Ärzte Patienten, die mit Aripiprazol behandelt werden oder deren Betreuungspersonen,gezielt nach dem Auftreten von neuem oder gesteigertem zwanghaften Spielverhalten, sexuellem
Verlangen, zwanghaftem Kaufverhalten, Essattacken oder zwanghaftem Essen und anderen Zwängen,befragen. Es muss angemerkt werden, dass Störungen der Impulskontrolle mit der zugrundeliegenden
Erkrankung in Zusammenhang stehen können, es wurde jedoch in einigen Fällen darüber berichtet,dass das zwanghafte Verhalten nach einer Verringerung der Dosis oder einem Absetzen des
Arzneimittels aufgehört hat. Störungen der Impulskontrolle können, wenn sie nicht erkannt werden,beim Patienten und anderen zu schädlichen Auswirkungen führen. Wenn ein Patient solche Zwängeentwickelt, sollte eine Verringerung der Dosis oder ein Absetzen des Arzneimittels in Betrachtgezogen werden (siehe Abschnitt 4.8).
Stürze
Aripiprazol kann Somnolenz, lageabhängige Hypotonie und motorische und sensorische Instabilitätverursachen, was zu Stürzen führen kann. Bei der Behandlung von Patienten mit erhöhtem Risiko ist
Vorsicht geboten und eine niedrigere Anfangsdosis sollte in Betracht gezogen werden (z. B. beiälteren oder geschwächten Patienten, siehe Abschnitt 4.2).
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h., es ist nahezu'natriumfrei“.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Abilify Maintena durchgeführt.
Die nachfolgenden Informationen wurden aus Studien mit oral angewendetem Aripiprazol erhalten.
Aufgrund seines α1-adrenergen Rezeptorantagonismus kann Aripiprazol die Wirkung bestimmterantihypertensiver Arzneimittel verstärken.
Aufgrund der primären Wirkung von Aripiprazol auf das Zentralnervensystem (ZNS) ist Vorsichtgeboten, wenn Aripiprazol in Kombination mit Alkohol oder anderen zentral wirksamen Arzneimittelnmit sich überlagernden unerwünschten Reaktionen wie Sedierung angewendet wird (siehe
Abschnitt 4.8).
Aripiprazol sollte mit Vorsicht zusammen mit anderen Arzneimitteln, die eine QT-Verlängerung oder
Störungen des Elektrolythaushalts verursachen, angewendet werden.
Möglicher Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Aripiprazol
Chinidin und andere hochwirksame CYP2D6-Inhibitoren
In einer klinischen Studie mit oral angewendetem Aripiprazol steigerte ein hochwirksamer CYP2D6-
Inhibitor (Chinidin) bei gesunden Probanden die AUC von Aripiprazol um 107 %, während Cmaxunverändert blieb. Die AUC und Cmax von Dehydro-Aripiprazol, dem aktiven Metaboliten, verringertesich um 32 % bzw. 47 %. Es ist zu erwarten, dass andere hochwirksame Inhibitoren von CYP2D6, wie
Fluoxetin und Paroxetin, ähnliche Wirkungen haben und deshalb sollten ähnliche Dosisreduktionenvorgenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).
Ketoconazol und andere hochwirksame CYP3A4-Inhibitoren
In einer klinischen Studie mit oral angewendetem Aripiprazol steigerte ein hochwirksamer CYP3A4-
Inhibitor (Ketoconazol) bei gesunden Probanden die AUC und Cmax von Aripiprazol um 63 % bzw.37 %. Die AUC und Cmax von Dehydro-Aripiprazol stiegen um 77 % bzw. 43 %. Bei langsamen
CYP2D6-Metabolisierern kann die gemeinsame Anwendung mit hochwirksamen Inhibitoren von
CYP3A4 in höheren Plasmakonzentrationen von Aripiprazol resultieren im Vergleich zu starken
CYP2D6-Metabolisierern (siehe Abschnitt 4.2). Wenn man die gemeinsame Gabe von Ketoconazoloder anderen hochwirksamen CYP3A4-Inhibitoren mit Aripiprazol in Betracht zieht, sollte derpotenzielle Nutzen die potenziellen Risiken für den Patienten überwiegen. Andere hochwirksame
Inhibitoren von CYP3A4 wie Itraconazol und HIV-Proteaseinhibitoren, dürften ähnliche Wirkungenhaben und deshalb sollten ähnliche Dosisreduktionen vorgenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).
Nach Absetzen des CYP2D6- oder CYP3A4-Inhibitors sollte die Dosis von Aripiprazol auf die
Dosishöhe vor Beginn der Begleittherapie angehoben werden. Wenn schwache Inhibitoren von
CYP3A4 (z. B. Diltiazem) oder CYP2D6 (z. B. Escitalopram) gemeinsam mit Aripiprazol angewendetwerden, kann mit einem mäßigen Anstieg der Aripiprazol-Konzentrationen im Plasma gerechnetwerden.
Carbamazepin und andere CYP3A4-Induktoren
Nach gemeinsamer Anwendung mit Carbamazepin, einem hochwirksamen Induktor von CYP3A4,und oral angewendetem Aripiprazol bei Patienten mit Schizophrenie oder schizoaffektiver Störungwaren die geometrischen Mittel von Cmax und AUC von Aripiprazol um 68 % bzw. 73 % niedriger im
Vergleich zur Monotherapie mit oral angewendetem Aripiprazol (30 mg). Ebenso waren für Dehydro-
Aripiprazol die geometrischen Mittel von Cmax und AUC nach der gemeinsamen Anwendung mit
Carbamazepin um 69 % bzw. 71 % niedriger als nach Monotherapie mit oral angewendetem
Aripiprazol. Es ist zu erwarten, dass die gleichzeitige Anwendung von Abilify Maintena400 mg/300 mg mit anderen hochwirksamen Induktoren von CYP3A4 (wie Rifampicin, Rifabutin,
Phenytoin, Phenobarbital, Primidon, Efavirenz, Nevirapin und Johanniskraut) ähnliche Wirkungen hat.
Die gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg solltevermieden werden, weil der Blutspiegel von Aripiprazol sich verringern und unter die wirksamen
Konzentrationen sinken kann.
Serotoninsyndrom
Fälle eines Serotoninsyndroms wurden bei Patienten, die Aripiprazol nahmen, berichtet; und mögliche
Anzeichen und Symptome für diese Erkrankung können insbesondere in Fällen einer gleichzeitigen
Anwendung mit anderen serotonergen Arzneimitteln, z. B. selektive Serotonin-
Wiederaufnahmehemmer/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI/SNRI), oder mit
Arzneimitteln, die bekanntermaßen Aripiprazol-Konzentrationen erhöhen, auftreten (siehe
Abschnitt 4.8).
Nach einer Einzeldosis Abilify Maintena wird erwartet, dass Aripiprazol bis zu 34 Wochen im Plasmaverbleibt (siehe Abschnitt 5.2). Dies ist zu Beginn der Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter,im Hinblick auf eine mögliche zukünftige Schwangerschaft oder Stillen zu berücksichtigen. Bei
Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollte Abilify Maintena nur angewendet werden, wenn dieseindeutig erforderlich ist.
SchwangerschaftEs liegen keine hinreichenden und kontrollierten Studien mit Aripiprazol bei Schwangeren vor. Esliegen Berichte von kongenitalen Anomalien vor; ein kausaler Zusammenhang mit Aripiprazol wurdejedoch nicht nachgewiesen. Tierexperimentelle Studien konnten eine potenzielle
Entwicklungstoxizität nicht ausschließen (siehe Abschnitt 5.3). Patientinnen müssen daraufhingewiesen werden, ihren Arzt zu benachrichtigen, wenn sie während der Behandlung mit
Aripiprazol schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen.
Verordnende Ärzte müssen sich der langanhaltenden Wirkung von Abilify Maintena bewusst sein.
Aripiprazol war bei erwachsenen Patienten bis zu 34 Wochen nach Anwendung einer Einzeldosis der
Depot-Suspension im Plasma nachweisbar.
Neugeborene, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika (einschließlich
Aripiprazol) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptomeund/oder Absetzerscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variierenkönnen. Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor,
Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Infolgedessen sollten Neugeborenesorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).
Die maternale Exposition gegenüber Abilify Maintena vor und während der Schwangerschaft kann zu
Nebenwirkungen beim Neugeborenen führen. Abilify Maintena sollte während der Schwangerschaftnicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.
StillzeitAripiprazol/Metabolite werden in die Muttermilch in solchen Mengen ausgeschieden, dass
Auswirkungen auf das gestillte Kind wahrscheinlich sind, wenn Abilify Maintena bei stillenden
Frauen angewendet wird. Da nach einer Einzeldosis Abilify Maintena erwartet wird, dass es bis zu34 Wochen im Plasma verbleibt (siehe Abschnitt 5.2), kann ein Risiko für gestillte Säuglinge auchdann bestehen, wenn die Gabe von Abilify Maintena lange vor dem Stillen stattgefunden hat.
Patientinnen, die derzeit mit Abilify Maintena behandelt werden oder in den vergangenen 34 Wochendamit behandelt wurden, sollten nicht stillen.
FertilitätStudien zur Reproduktionstoxizität von Aripiprazol ergaben keine Beeinträchtigung der Fertilitätdurch Aripiprazol.
Aripiprazol hat einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeitzum Bedienen von Maschinen wegen möglicher Wirkungen auf das Nervensystem und die
Sehfähigkeit wie Sedierung, Benommenheit, Synkopen, verschwommenes Sehen, Diplopie (siehe
Abschnitt 4.8).
Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW), die bei ≥ 5 % der
Patienten in zwei doppelblinden, klinischen Langzeitstudien mit Abilify Maintena 400 mg/300 mgberichtet wurden, waren Gewichtszunahme (9,0 %), Akathisie (7,9 %), Schlaflosigkeit (5,8 %) und
Schmerzen an der Injektionsstelle (5,1 %).
Liste der Nebenwirkungen in Tabellenform
Die Häufigkeiten der UAWs aufgrund einer Aripiprazol-Therapie sind im Folgenden tabellarischdargestellt. Die Tabelle basiert auf Nebenwirkungen, die während klinischer Studien und/oder nach
Markteinführung berichtet wurden.
Alle UAW werden nach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten(< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.
Die unter der Häufigkeit 'nicht bekannt“ aufgeführten UAW wurden bei der Anwendung nach
Markteinführung berichtet.
Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Erkrankungen des Neutropenie Leukopenie
Blutes und des Anämie
Lymphsystems Thrombozytopenie
Neutrophilenzahlerniedrigt
Leukozytenzahlerniedrigt
Erkrankungen des Überempfindlichkeit Allergische Reaktion
Immunsystems (z. B. anaphylaktische
Reaktion, Angioödemeinschließlichgeschwollener Zunge,
Zungenödem,
Gesichtsödeme, Pruritusoder Urtikaria)
Endokrine Prolaktin im Blut Diabetisches
Erkrankungen erniedrigt hyperosmolares Koma
Hyperprolaktinämie diabetische Ketoazidose
Stoffwechsel- und Gewicht erhöht Hyperglykämie Anorexie
Ernährungsstörungen Diabetes mellitus Hypercholesterinämie Hyponatriämie
Gewicht Hyperinsulinämieerniedrigt Hyperlipidämie
Hypertriglyceridämie
Appetitstörung
Psychiatrische Agitiertheit Suizidgedanken Vollendeter Suizid
Erkrankungen Angst Psychose Suizidversuch
Unruhe Halluzination Spielsucht-Störung
Schlaflosigkeit Wahn Störungen der
Hypersexualität Impulskontrolle
Panikreaktion Essattacken
Depression Zwanghaftes
Affektlabilität Kaufverhalten
Apathie Poriomanie
Dysphorie Nervosität
Schlafstörung Aggression
Zähneknirschen
Verminderte Libido
Stimmungsänderung
Erkrankungen des Extrapyramidale Dystonie Malignes
Nervensystems Erkrankung Tardive Dyskinesie neuroleptisches
Akathisie Parkinsonismus Syndrom
Tremor Bewegungsstörung Grand-mal-Anfall
Dyskinesie Psychomotorische Serotoninsyndrom
Sedierung Hyperaktivität Sprechstörung
Somnolenz Syndrom der ruhelosen
Schwindelgefühl Beine
Kopfschmerzen Negro-Zeichen
HypertonieBradykinesie
Sabbern
Geschmacksstörung
Parosmie
Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Augenerkrankungen Blickkrampf
Verschwommenes Sehen
Augenschmerzen
Diplopie
Photophobie
Herzerkrankungen Ventrikuläre Unerwarteter
Extrasystolen unerklärlicher Tod
Bradykardie Herzstillstand
Tachykardie Torsades de Pointes,
Elektrokardiogramm T- ventrikuläre
Wellen-Amplitude Arrhythmienerniedrigt QT-Verlängerung
Elektrokardiogrammanomal
Elektrokardiogramm
Umkehrung der T-Welle
Gefäßerkrankungen Hypertonie Synkope
Orthostasesyndrom Venöse
Blutdruck erhöht Thromboembolie(einschließlich
Lungenembolie undtiefer Venenthrombose)
Erkrankungen der Husten Oropharyngealspasmus
Atemwege, des Schluckauf Laryngospasmus
Brustraums und Aspirationspneumonie
Mediastinums
Erkrankungen des Mundtrockenheit Gastroösophageale Pankreatitis
Gastrointestinaltrakts Refluxkrankheit Dysphagie
Dyspepsie
ErbrechenDiarrhoe
Übelkeit
Schmerzen im Oberbauch
Abdominale
Beschwerden
ObstipationHäufiger Stuhlgang
Hypersalivation
Leber- und Anomaler Leberversagen
Gallenerkrankungen Leberfunktionstest Ikterus
Erhöhtes Leberenzym Hepatitis
Erhöhte Alkalische Phosphatase
Alaninaminotransferase erhöht
Erhöhte
Gammaglutamyltransferase
Erhöhtes Bilirubin im
Blut
Erhöhte
Aspartataminotransferase
Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Erkrankungen der Alopezie Ausschlag
Haut und des Akne Lichtempfindlichkeitsre
Unterhautgewebes Rosazea aktion
Ekzem Hyperhidrosis
Hautinduration Arzneimittelwirkungmit Eosinophilie undsystemischen
Symptomen (DRESS)
Skelettmuskulatur-, Muskuloskelettal Muskelrigidität Rhabdomyolyse
Bindegewebs- und e Steifigkeit Muskelspasmen
Knochenerkrankunge Muskelzuckenn Muskelspannung
Myalgie
Schmerz in einer
Extremität
ArthralgieRückenschmerzeneingeschränkte
Gelenkbeweglichkeit
Nackenrigidität
Trismus
Erkrankungen der Nephrolithiasis Harnretention,
Nieren und Harnwege Glykosurie Harninkontinenz
Schwangerschaft, Arzneimittelentzugssyn
Wochenbett und drom des Neugeborenenperinatale (siehe Abschnitt 4.6)
Erkrankungen
Erkrankungen der Erektionsstörung Galaktorrhoe Priapismus
Geschlechtsorgane Gynäkomastieund der Brustdrüse Brustschmerzempfindlichvulvovaginale
Trockenheit
Allgemeine Schmerzen an der Fieber Störung der
Erkrankungen und Injektionsstelle Asthenie Temperaturregulation
Beschwerden am Verhärtung an Gangstörung (z. B. Hypothermie,
Verabreichungsort der Brustkorbbeschwerden Fieber)
Injektionsstelle Reaktion an der Brustkorbschmerz
Ermüdung Injektionsstelle Peripheres Ödem
Erythem an der
Injektionsstelle
Schwellung an der
Injektionsstelle
Beschwerden an der
Injektionsstelle
Injektionsstelle juckend
Durst
Trägheit
Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Untersuchungen Kreatinphosphoki Glukose im Blut erhöht Fluktuation desnase im Blut Glukose im Blut Blutzuckerserhöht erniedrigtglykosyliertes
Hämoglobin erhöht
Taillenumfang vergrößert
Cholesterin im Bluterniedrigt
Triglyzeride im Bluterniedrigt
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenWährend der doppelblinden, kontrollierten Phasen der beiden Langzeitstudien wurden Reaktionen ander Injektionsstelle beobachtet; diejenigen, die beobachtet wurden, waren im Allgemeinen leicht bismittelschwer ausgeprägt und heilten im Laufe der Zeit ab. Schmerzen an der Injektionsstelle (Inzidenz5,1 %) hatten einen medianen Beginn am 2. Tag nach der Injektion und eine mediane Dauer von4 Tagen.
In einer offenen Studie, welche die Bioverfügbarkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg nach
Injektion in den Delta- oder Glutealmuskel verglich, traten am Deltamuskel etwas häufiger Reaktionenan der Injektionsstelle auf. Die meisten davon waren leicht ausgeprägt und besserten sich beinachfolgenden Injektionen. Im Vergleich mit Studien, bei denen Abilify Maintena 400 mg/300 mg inden Glutealmuskel injiziert wurde, kam es bei Injektionen in den Deltamuskel häufiger zu einemwiederholten Auftreten von Schmerzen an der Injektionsstelle.
NeutropenieNeutropenie wurde während des klinischen Studienprogramms mit Abilify Maintena 400 mg/300 mgberichtet und begann in der Regel rund um den 16. Tag nach der ersten Injektion und hielt im Median18 Tage an.
Extrapyramidale Symptome (EPS)
In Studien bei stabilen Patienten mit Schizophrenie war Abilify Maintena 400 mg/300 mg mit einerhöheren Frequenz von EPS-Symptomen (18,4 %) verbunden als die Behandlung mit oralangewendetem Aripiprazol (11,7 %). Akathisie war das am häufigsten beobachtete Symptom (8,2 %)und begann in der Regel rund um den 10. Tag nach der ersten Injektion und hielt im Median 56 Tagean. Patienten mit Akathisie erhielten in der Regel Anticholinergika als Behandlung, vor allem
Benzatropinmesilat und Trihexyphenidyl. Weniger oft wurden Substanzen wie Propranolol und
Benzodiazepine (Clonazepam und Diazepam) angewendet, um eine Akathisie zu kontrollieren.
Parkinsonismus-Ereignisse folgten in der Häufigkeit von 6,9 % mit Abilify Maintena 400 mg/300 mgbzw. 4,15 % bei oral angewendeten 10 mg bis 30 mg Aripiprazol Tabletten und mit 3,0 % bei Placebo.
Dystonie
Substanzklasseneffekt: Symptome der Dystonie, verlängerte abnormale Muskelkontraktionen, könnenbei anfälligen Personen während der ersten Behandlungstage auftreten. Dystoniesymptome umfassen:
Krampf der Genickmuskulatur, der manchmal zu einem Schlundkrampf fortschreitet,
Schluckbeschwerden, Atembeschwerden und/oder Heraushängen der Zunge. Während diese
Symptome bei niedriger Dosis auftreten können, treten sie häufiger und stärker bei hochpotenten undbei höheren Dosen von Antipsychotika der ersten Generation auf. Ein erhöhtes Risiko für eine akute
Dystonie wird bei Männern und jüngeren Altersgruppen beobachtet.
GewichtWährend der doppelblinden, aktiv kontrollierten Phase der 38-wöchigen Langzeitstudie (siehe
Abschnitt 5.1) betrug die Inzidenz für eine Gewichtszunahme von 7 % vom Ausgangswert bis zumletzten Besuch 9,5 % für Abilify Maintena 400 mg/300 mg und 11,7 % für oral angewendete 10 mgbis 30 mg Aripiprazol-Tabletten. Die Inzidenz eines Gewichtsverlusts von ≥ 7 % vom Ausgangswertbis zum letzten Besuch betrug 10,2 % für Abilify Maintena 400 mg/300 mg und 4,5 % für die oralen10 mg bis 30 mg Aripiprazol-Tabletten. Während der doppelblinden, placebokontrollierten Phase der52-wöchigen Langzeitstudie (siehe Abschnitt 5.1) betrug die Inzidenz für eine Gewichtszunahme von 7 % vom Ausgangswert bis zum letzten Besuch 6,4 % Abilify Maintena 400 mg/300 mg und 5,2 %für Placebo. Die Inzidenz eines Gewichtsverlusts von ≥ 7 % vom Ausgangswert bis zum letzten
Besuch betrug für Abilify Maintena 400 mg/300 mg 6,4 % und 6,7 % für Placebo. Während derdoppelblinden Behandlung betrug die mittlere Veränderung des Körpergewichts vom Ausgangswertbis zum letzten Besuch −0,2 kg für Abilify Maintena 400 mg/300 mg bzw. −0,4 kg für Placebo(p = 0,812).
Prolaktin
In klinischen Studien zu dem/den genehmigten Anwendungsgebiet(en) und nach Marktzulassungwurden bei Anwendung von Aripiprazol sowohl erhöhte als auch verminderte Serum-Prolaktinspiegelim Vergleich zum Ausgangswert beobachtet (Abschnitt 5.1).
Spielsucht-Störungund andere Störungen der Impulskontrolle
Bei Patienten, die mit Aripiprazol behandelt werden, können Spielsucht-Störung, Hypersexualität,zwanghaftes Kaufverhalten, Essattacken und zwanghaftes Essen auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es wurden keine Fälle von mit Überdosierung verbundenen Nebenwirkungen in klinischen Studienmit Aripiprazol berichtet. Es ist darauf zu achten, eine unbeabsichtigte Injektion dieses Arzneimittelsin ein Blutgefäß zu vermeiden. Nach einer bestätigten oder vermuteten versehentlichen
Überdosierung/unbeabsichtigten intravenösen Injektion ist eine engmaschige Beobachtung des
Patienten und, sofern sich ein potenziell medizinisch ernstes Anzeichen oder Symptom entwickelt,eine Überwachung erforderlich, die eine kontinuierliche EKG-Überwachung umfassen sollte. Diemedizinische Beobachtung und Überwachung sollte fortgesetzt werden, bis sich der Patient erholt hat.
Eine Simulation eines Dose Dumping zeigte, dass die vorhergesagte mediane Aripiprazol-
Konzentration einen Spitzenwert von 4 500 ng/ml oder etwa das 9-fache des oberen therapeutischen
Bereichs erreicht. Im Falle eines Dose Dumping wird vorhergesagt, dass Aripiprazol-Konzentrationenschnell die Höhe der oberen Grenze des therapeutischen Fensters nach etwa 3 Tagen erreichen. Nachdem 7. Tag sinken die medianen Aripiprazol-Konzentrationen weiter auf Konzentrationen nach eineri.m.-Depotdosis ohne ein Dosis Dumping. Während eine Überdosierung weniger wahrscheinlich miteiner parenteralen als mit einer oralen Anwendung von Arzneimitteln auftritt, sind
Referenzinformationen für eine orale Aripiprazol-Überdosierung unten dargestellt.
Anzeichen und SymptomeIn klinischen Studien und seit der Markteinführung wurden unbeabsichtigte oder absichtliche akute
Überdosen mit Aripiprazol allein bei erwachsenen Patienten mit berichteten geschätzten Dosen vonbis zu 1 260 mg (41-mal die höchste empfohlene Tagesdosis Aripiprazol) ohne Todesfolge beobachtet.
Die potenziell medizinisch relevanten Anzeichen und Symptome beinhalteten Lethargie, erhöhten
Blutdruck, Somnolenz, Tachykardie, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe. Außerdem wurdenunbeabsichtigte Überdosen mit Aripiprazol allein (bis zu 195 mg) ohne Todesfolge bei Kindernberichtet. Die potenziell medizinisch ernsten Anzeichen und Symptome, die berichtet wurden,beinhalteten Somnolenz, vorübergehenden Verlust des Bewusstseins und extrapyramidale Symptome.
Behandlung einer ÜberdosierungDie Behandlung einer Überdosierung sollte sich auf unterstützende Maßnahmen konzentrieren,
Freihaltung der Atemwege, Sauerstoffversorgung und Beatmung, sowie auf eine symptomatische
Behandlung. Die Möglichkeit von multipler Arzneimittelbeteiligung sollte erwogen werden. Dahersollte sofort eine Überwachung der kardiovaskulären Funktionen eingeleitet werden, inklusivekontinuierlicher elektrokardiographischer Überwachung zur Identifizierung möglicher Arrhythmien.
Nach jeder vorliegenden oder vermuteten Überdosierung mit Aripiprazol ist eine engmaschigemedizinische Beobachtung und Überwachung solange angezeigt, bis sich der Patient erholt hat.
HämodialyseZwar liegen keine Informationen über die Wirkung einer Hämodialyse bei der Behandlung einer
Überdosierung mit Aripiprazol vor; es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Hämodialyse in der
Behandlung einer Überdosierung von Nutzen ist, da Aripiprazol eine hohe Plasmaproteinbindungaufweist.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Psycholeptika, Andere Antipsychotika, ATC-Code: N05AX12
WirkmechanismusEs wird vermutet, dass die Wirksamkeit von Aripiprazol bei Schizophrenie über die Kombinationeiner partiell agonistischen Wirkung auf Dopamin D2- und Serotonin 5-HT1A-Rezeptoren und einerantagonistischen Wirkung auf Serotonin 5-HT2A-Rezeptoren vermittelt wird. Aripiprazol zeigte im
Tiermodell antagonistische Eigenschaften bei dopaminerger Hyperaktivität und agonistische
Eigenschaften bei dopaminerger Hypoaktivität. Aripiprazol zeigt in vitro eine hohe Bindungsaffinitätzum Dopamin D2- und D3-Rezeptor und zum Serotonin 5-HT1A- und 5-HT2A-Rezeptor sowie einemäßige Affinität zum Dopamin D4-, zum Serotonin 5-HT2C- und 5-HT7-, zum alpha-1-adrenergen undzum Histamin-H1-Rezeptor. Außerdem zeigte Aripiprazol eine mäßige Bindungsaffinität zu der
Serotonin- Wiederaufnahmestelle und keine nennenswerte Affinität zu cholinergen Muscarin-
Rezeptoren. Die Interaktion mit anderen Rezeptoren als den Dopamin- und Serotonin-Subtypenkönnte einige der anderen klinischen Wirkungen von Aripiprazol erklären.
Bei oraler Gabe von Aripiprazol in Dosierungen von 0,5 mg bis 30 mg einmal täglich über 2 Wochenan gesunde Probanden zeigte die Positronen-Emissions-Tomographie eine dosisabhängige
Verringerung der Bindung von 11C-Racloprid, einem D2/D3-Rezeptor-Liganden, am Nucleus caudatusund am Putamen.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitErhaltungstherapie von Schizophrenie bei Erwachsenen
Abilify Maintena 400 mg/300 mg
Die Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei der Langzeitbehandlung von Patienten mit
Schizophrenie wurde in zwei randomisierten, doppelblinden Langzeitstudien nachgewiesen.
Die Zulassungsstudie war eine 38-wöchige, randomisierte, doppelblinde, aktiv kontrollierte Studie zur
Untersuchung der Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit dieses Arzneimittels als monatliche
Injektionen im Vergleich zu einmal täglich verabreichten oralen 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-
Tabletten als Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie. Diese Studie bestandaus einer Screeningphase und 3 Behandlungsphasen: Umstellungsphase, orale Stabilisierungsphaseund doppelblinde, aktiv kontrollierte Phase.
662 Patienten, die für die 38-wöchige, doppelblinde, aktiv kontrollierte Phase geeignet waren, wurdennach dem Zufallsprinzip im Verhältnis von 2:2:1 einer doppelblinden Behandlung in einer der3 Behandlungsgruppen zugeteilt: 1) Abilify Maintena 400 mg/300 mg 2) die Stabilisierungsdosis desoral angewendeten Aripiprazols mit 10 mg bis 30 mg oder 3) Aripiprazol als langwirkende
Injektionslösung mit 50 mg/25 mg. Die langwirkende Aripiprazol-Injektionslösung mit 50 mg/25 mgwurde als Aripiprazol mit niedriger Dosis eingeschlossen, um die Assaysensitivität für das Nicht-
Unterlegenheitsdesign zu testen.
Die Ergebnisse der Analyse des primären Wirksamkeitsendpunkts, der geschätzte Patientenanteil mitdrohendem Rückfall bis zum Ende von Woche 26 der doppelblinden, aktiv kontrollierten Phase,zeigten, dass Abilify Maintena 400 mg/300 mg oral angewendeten 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-
Tabletten nicht unterlegen ist.
Die geschätzten Rückfallraten bis Ende Woche 26 betrug 7,12 % bei Abilify Maintena 400 mg/300 mgund 7,76 % bei oral angewendeten 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-Tabletten, ein Unterschied von−0,64 %.
Das 95 %-KI (−5,26, 3,99) für den Unterschied im geschätzten Anteil an Patienten mit drohendem
Rückfall bis Ende Woche 26 schloss die vordefinierte Nicht-Unterlegenheitsbegrenzung von 11,5 %aus. Daher ist Abilify Maintena 400 mg/300 mg den oral angewendeten Tabletten mit 10 mg bis30 mg Aripiprazol nicht unterlegen.
Der geschätzte Patientenanteil mit drohendem Rückfall bis Ende Woche 26 betrug für Abilify
Maintena 400 mg/300 mg 7,12 %, was statistisch signifikant niedriger war als bei der langwirkenden
Aripiprazol Injektionslösung mit 50 mg/25 mg (21,80 %, p = 0,0006). Somit wurde eine Überlegenheitvon Abilify Maintena 400 mg/300 mg über die langwirkende Injektionslösung mit 50 mg/25 mg
Aripiprazol nachgewiesen und die Validität des Studiendesign bestätigt.
Die Kaplan-Meier-Kurven der Zeit von der Randomisierung bis zum drohenden Rückfall während der38-wöchigen, doppelblinden aktiv kontrollierten Phase für Abilify Maintena 400 mg/300 mg, 10 mgbis 30 mg oral angewendetes Aripiprazol und langwirkender Injektionslösung mit 50 mg/25 mg
Aripiprazol sind in Abbildung 1 dargestellt.
Abbildung 1 Kaplan-Meier-Kurve für die Zeit bis zur Exazerbation psychotischer
Symptome/drohendem Rückfall
HINWEIS: ARIP IMD 400/300 mg = Abilify Maintena 400 mg/300 mg; ARIP 10 mg bis 30 mg = oralangewendetes Aripiprazol; ARIP IMD 50/25 mg = Aripiprazol, langwirkende Injektionslösung
Ferner wird die Nicht-Unterlegenheit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg im Vergleich zu 10 mgbis 30 mg oral angewendetem Aripiprazol durch die Ergebnisse der Analyse der Positive and Negative
Syndrome Scale Score (PANSS) gestützt.
Tabelle 1 PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 38-LOCF(Last Observation Carried Forward):
Randomisierte Wirksamkeitsstichprobea, b
PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 38-LOCF (Last
Observation Carried Forward):
Randomisierte Wirksamkeitsstichprobea, b
Abilify Maintena Oral Aripiprazol, langwirkendeangewendetes Injektionslösung
Aripiprazol400 mg/300 mg 50 mg/25 mg(n = 263) 10 mg bis (n = 131)30 mg/Tag(n = 266)
Durchschnittlicher 57,9 (12,94) 56,6 (12,65) 56,1 (12,59)
Ausgangswert(SD)
Durchschnittliche −1,8 (10,49) 0,7 (11,60) 3,2 (14,45)
Änderung (SD)
P-Wert Nicht zutreffend 0,0272 0,0002a Negative Veränderung des Werts gibt eine Verbesserung an.b Ausschließlich Patienten, die sowohl einen Ausgangswert als auch mindestens einen Wert nach dem
Ausgangswert hatten, wurden eingeschlossen. P-Werte wurden aus dem Vergleich der Veränderung vom
Ausgangswert innerhalb eines Kovarianzanalysemodells mit der Behandlung als Term und dem
Ausgangswert als Kovariate abgeleitet.
Die zweite Studie war eine 52-wöchige, randomisierte, doppelblinde Absetzungsstudie bei US-amerikanischen erwachsenen Patienten mit der aktuellen Diagnose einer Schizophrenie. Diese Studiebestand aus einer Screeningphase und 4 Behandlungsphasen: Umstellung, orale Stabilisierung,
Stabilisierung mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg und doppelblinde, placebokontrollierte Phase.
Patienten, die die orale Stabilisierungsanforderung in der oralen Stabilisierungsphase erfüllten, wurdenin einfach verblindeter Weise der Verabreichung von Abilify Maintena 400 mg/300 mg zugewiesenund begannen eine Stabilisierungsphase mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg für minimal 12 Wochenund maximal 36 Wochen. Patienten, die für die doppelblinde, placebokontrollierte Phase geeignetwaren, wurden nach dem Zufallsprinzip in einem Verhältnis von 2:1 einer doppelblinden Behandlungmit Abilify Maintena 400 mg/300 mg bzw. Placebo zugeordnet.
Die endgültige Wirksamkeitsanalyse umfasste 403 randomisierte Patienten und 80 Exazerbationen vonpsychotischen Symptomen/Ereignissen drohenden Rückfalls. In der Placebogruppe waren 39,6 % der
Patienten zu einem drohenden Rückfall fortgeschritten, während in der Abilify Maintena400 mg/300 mg Gruppe ein drohender Rückfall bei 10 % der Patienten auftrat; somit hatten Patientenin der Placebogruppe ein 5,03-fach höheres Risiko für einen drohenden Rückfall.
Prolaktin
In der doppelblinden, aktiv kontrollierten Phase der 38-wöchigen Studie gab es vom Ausgangswert biszum letzten Besuch eine mittlere Abnahme der Prolaktin-Spiegel in der Gruppe mit Abilify Maintena400 mg/300 mg (−0,33 ng/ml), während im Vergleich dazu in der Gruppe mit oralen 10 mg bis 30 mg
Aripiprazol-Tabletten ein mittlerer Anstieg (0,79 ng/ml; p <0,01) verzeichnet wurde. Die Inzidenz vonmit Abilify Maintena 400 mg/300 mg behandelten Patienten mit Prolaktin-Spiegeln > 1-mal deroberen Grenze des Normbereichs (OGN) bei jeder Beurteilung betrug 5,4 % gegenüber 3,5 % der mitoralen 10 mg bis 30 mg Aripiprazol-Tabletten behandelten Patienten.
Männliche Patienten wiesen in jeder Behandlungsgruppe im Allgemeinen eine höhere Inzidenz auf alsweibliche Patienten.
In der doppelblinden, placebokontrollierten Phase der 52-wöchigen Studie gab es vom Ausgangswertbis zum letzten Besuch eine mittlere Abnahme der Prolaktin-Spiegel in der Gruppe mit Abilify
Maintena 400 mg/300 mg (−0,38 ng/ml), während im Vergleich dazu in der Placebogruppe einmittlerer Anstieg (1,67 ng/ml) verzeichnet wurde. Die Inzidenz von mit Abilify Maintena400 mg/300 mg behandelten Patienten mit Prolaktin-Spiegeln > 1-mal OGN betrug 1,9 % gegenüber7,1 % der mit Placebo behandelten Patienten.
Akutbehandlung von Schizophrenie bei Erwachsenen
Die Wirksamkeit von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie,die einen akuten Rückfall erlitten, wurde in einer kurzfristigen (12-wöchigen), randomisierten,doppelblinden, placebokontrollierten Studie (n = 339) untersucht.
Im Hinblick auf den primären Endpunkt (Veränderung des PANSS-Gesamtpunktwerts zwischen
Baseline und Woche 10) zeigte sich Abilify Maintena 400 mg/300 mg (n = 167) gegenüber Placebo(n = 172) überlegen.
Ähnlich wie beim PANSS-Gesamtpunktwert wurde im Zeitverlauf auch bei den PANSS-Punktwertender Positiv- und Negativ-Subskalen eine Verbesserung (Verringerung) gegenüber der Baselinefestgestellt.
Tabelle 2 PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 10:
Randomisierte Wirksamkeitsstichprobe
PANSS Gesamtpunktzahl - Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 10:
Randomisierte Wirksamkeitsstichprobea
Abilify Maintena Placebo400 mg/300 mg
Durchschnittlicher Ausgangswert 102,4 (11,4) 103,4 (11,1)(SD) n = 162 n = 167
Durchschnittliche LS-Änderung (SE) −26,8 (1,6) −11,7 (1,6)n = 99 n = 81
P-Wert < 0,0001
Behandlungsdifferenzb (95 %-KI) −15,1 (−19,4; −10,8)a Die Daten wurden in einem MMRM-Ansatz (gemischtes Modell mit Messwiederholungen) analysiert. Indie Auswertung wurden nur Patienten aufgenommen, die randomisiert einer Behandlung zugeteilt wordenwaren, mindestens eine Injektion erhalten hatten und bei denen eine Baseline- und mindestens eine
Wirksamkeitsbeurteilung nach Baseline durchgeführt worden war.
b Differenz (Abilify Maintena minus Placebo) der durchschnittlichen LS-Veränderung gegenüber den
Ausgangswerten.
Darüber hinaus wurde mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg anhand der Veränderung des Clinical
Global Impressions Severity (CGI-S)-Punktwerts zwischen Baseline und Woche 10 eine statistischsignifikante Verbesserung der Symptome festgestellt.
Das persönliche und soziale Funktionsniveau wurde anhand der PSP-Skala (Personal and Social
Performance) beurteilt. Die PSP-Skala ist eine validierte, vom Arzt auszufüllende Skala, mit der diepersönliche und soziale Funktionalität in den folgenden vier Bereichen gemessen wird: sozialnützliche Aktivitäten (einschließlich Arbeit und Studium), persönliche und soziale Beziehungen,
Selbstfürsorge und störendes und aggressives Verhalten. Mit Abilify Maintena 400 mg/300 mg wurdein der Woche 10 eine im Vergleich zu Placebo statistisch signifikante Behandlungsdifferenzfestgestellt (+7,1; p < 0,0001, 95 %-KI: 4,1; 10,1 in einem ANCOVA-Modell [LOCF]).
Das Sicherheitsprofil entsprach den bekannten Verträglichkeitsmerkmalen von Abilify Maintena400 mg/300 mg. Allerdings bestanden Unterschiede im Vergleich zu Beobachtungen, die im Rahmender Erhaltungstherapie bei der Behandlung von Schizophrenie gemacht wurden. In einer kurzfristigen(12-wöchigen), randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit Patienten, die Abilify
Maintena 400 mg/300 mg erhielten, waren Gewichtszunahme und Akathisie diejenigen Symptome,die mit einer im Vergleich zu Placebo mindestens doppelt so großen Inzidenz auftraten. Die Inzidenzeiner Gewichtszunahme von ≥ 7 % (zwischen Baseline und letzter Visite in Woche 12) lag mit Abilify
Maintena 400 mg/300 mg bei 21,5 % (Placebogruppe: 8,5 %). Eine Akathisie war das am häufigstenbeobachtete extrapyramidale Symptom (Abilify Maintena 400 mg/300 mg: 11,4 %;
Placebogruppe: 3,5 %).
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Abilify Maintena eine Freistellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei
Schizophrenie gewährt (siehe Abschnitt 4.2 für Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
Eine Resorption von Aripiprazol in den systemischen Kreislauf erfolgt aufgrund der geringen
Löslichkeit von Aripiprazol-Teilchen langsam und verzögert nach einer Verabreichung von Abilify
Maintena 400 mg/300 mg. Die durchschnittliche Resorptionshalbwertszeit von Abilify Maintena400 mg/300 mg beträgt 28 Tage. Die Resorption von Aripiprazol aus der IM-Depotformulierung warvollständig, relativ zu der IM-Standardformulierung (sofortige Freisetzung). Die dosisangepassten
Cmax-Werte für die Depotformulierung betrugen etwa 5 % der Cmax der IM-Standardformulierung.
Nach Verabreichung einer einzelnen Dosis Abilify Maintena 400 mg/300 mg in den Delta- oder
Glutealmuskel war das Ausmaß der Resorption (AUC) für beide Injektionsstellen vergleichbar, aberdie Resorptionsrate (Cmax) war nach der Injektion in den Deltamuskel höher. Nach intramuskulären
Mehrfachgaben steigen die Plasmakonzentrationen von Aripiprazol allmählich auf die maximale
Plasmakonzentration an. Bei einer Injektion in den Glutealmuskel wird die maximale
Plasmakonzentration im Median nach tmax = 7 Tagen erreicht und bei einer Injektion in den
Deltamuskel nach 4 Tagen. Für beide Injektionsstellen wurden bei typischen Patienten Steady-State-
Konzentrationen nach vier Dosen erreicht. Weniger als dosisproportionale Anstiege der Aripiprazol-und Dehydro-Aripiprazolkonzentrationen und AUC-Parameter werden nach monatlichen Injektionenvon 300 mg bis 400 mg für Abilify Maintena beobachtet.
VerteilungBasierend auf den Ergebnissen von Studien mit einer oralen Gabe von Aripiprazol wird Aripiprazol imgesamten Körper mit einem scheinbaren Verteilungsvolumen von 4,9 l/kg verteilt, was auf extensiveextravaskuläre Verteilung hinweist. Bei therapeutischen Konzentrationen werden Aripiprazol und
Dehydro-Aripiprazol zu über 99 % an Serumproteine, hauptsächlich Albumin, gebunden.
BiotransformationAripiprazol wird überwiegend in der Leber hauptsächlich über drei Biotransformationswegemetabolisiert: Dehydrierung, Hydroxylierung und N-Dealkylierung. Basierend auf in vitro-Studiensind die Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 für die Dehydrierung und Hydroxylierung von Aripiprazolverantwortlich, die N-Dealkylierung wird durch CYP3A4 katalysiert. Aripiprazol macht den
Hauptanteil des Arzneimittels im systemischen Kreislauf aus. Nach Verabreichung von mehreren
Abilify Maintena 400 mg/300 mg-Dosen beträgt der Anteil von Dehydro-Aripiprazol, dem aktiven
Metaboliten, etwa 29,1 bis 32,5 % der AUC von Aripiprazol im Plasma.
EliminationNach mehrfacher Verabreichung von Abilify Maintena 400 mg/300 mg -Dosen beträgt die mittlereterminale Eliminationshalbwertszeit von Aripiprazol 46,5 bzw. 29,9 Tage, vermutlich aufgrund derresorptionsratenbegrenzten Kinetik. Nach oraler Gabe einer Einzeldosis von [14C]-markiertem
Aripiprazol wurden etwa 27 % der gegebenen Radioaktivität im Urin und annähernd 60 % in den
Faeces gefunden. Weniger als 1 % Aripiprazol wurde unverändert im Urin ausgeschieden und etwa18 % wurden unverändert in den Faeces gefunden.
Pharmakokinetik bei besonderen PatientengruppenLangsame CYP2D6-Metabolisierer
Basierend auf einer pharmakokinetischen Populationsanalyse von Abilify Maintena 400 mg/300 mgbetrug die Gesamtkörper-Clearance von Aripiprazol 3,71 l/h bei normalen CYP2D6-Metabolisierernund etwa 1,88 l/h (etwa 50 % niedriger) bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern (Dosisempfehlungsiehe Abschnitt 4.2).
Ältere PatientenNach oraler Gabe von Aripiprazol gibt es keine Unterschiede in der Pharmakokinetik von Aripiprazolzwischen gesunden älteren und jüngeren erwachsenen Probanden. Ebenso zeigten sich bei derpharmakokinetischen Populationsanalyse von Abilify Maintena 400 mg/300 mg bei schizophrenen
Patienten keine altersabhängigen Wirkungen.
GeschlechtNach oraler Gabe von Aripiprazol gibt es keine Unterschiede in der Pharmakokinetik von Aripiprazolzwischen gesunden männlichen und weiblichen Probanden. Ebenso zeigten sich bei derpharmakokinetischen Populationsanalyse von Abilify Maintena 400 mg/300 mg in klinischen Studienbei schizophrenen Patienten keine geschlechtsabhängigen Wirkungen.
Rauchen
Eine populationsspezifische Auswertung zur Pharmakokinetik von oral angewendetem Aripiprazolergab keinen Hinweis auf klinisch signifikante Wirkungen hinsichtlich des Rauchens auf die
Pharmakokinetik von Aripiprazol.
Ethnische ZugehörigkeitEine populationsspezifische Auswertung zur Pharmakokinetik ergab keinen Hinweis auf Unterschiedehinsichtlich der ethnischen Zugehörigkeit bei der Pharmakokinetik von Aripiprazol.
NiereninsuffizienzIn einer Einzeldosisstudie mit oraler Gabe von Aripiprazol wurde bezüglich der pharmakokinetischen
Eigenschaften von Aripiprazol und Dehydro-Aripiprazol festgestellt, dass sie bei Patienten mitschweren Nierenerkrankungen im Vergleich zu denen von jungen gesunden Probanden ähnlich sind.
LeberinsuffizienzEine Einzeldosisstudie mit oraler Gabe von Aripiprazol bei Probanden mit verschiedengradiger
Leberzirrhose (Child-Pugh-Klassen A, B und C) zeigte keine signifikante Wirkung hinsichtlich der
Beeinträchtigung der Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Aripiprazol und Dehydro-
Aripiprazol, aber die Studie umfasste nur 3 Patienten mit Leberzirrhose der Klasse C, was nichtausreicht, um Schlüsse auf deren metabolische Kapazität zu ziehen.
Das toxikologische Profil für Aripiprazol, das an Versuchstiere über eine intramuskuläre Injektionverabreicht wurde, ähnelt in der Regel dem nach einer oralen Verabreichung bei vergleichbaren
Plasmaspiegeln. Mit einer intramuskulären Injektion war jedoch eine entzündliche Reaktion an der
Injektionsstelle zu sehen, die aus einer granulomatösen Entzündung, Herden (deponierter Wirkstoff),zellulären Infiltraten, Ödemen (Schwellungen) und, bei Affen, aus Fibrose bestand. Diese
Auswirkungen heilten allmählich mit Einstellung der Verabreichung ab.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential mitoral angewendetem Aripiprazol ließen die präklinischen Sicherheitsdaten keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen.
Oral angewendetes Aripiprazol
Für oral angewendetes Aripiprazol wurden toxikologisch signifikante Wirkungen lediglich bei
Dosierungen oder Expositionen beobachtet, die die maximale Dosierung oder Exposition beim
Menschen deutlich überschritten, womit sie für die klinische Anwendung nur begrenzte oder keine
Bedeutung haben. Die Wirkungen umfassten: eine dosisabhängige Nebennierenrinden-Toxizität bei
Ratten nach 104 Wochen oraler Gabe mit dem etwa 3- bis 10-fachen der mittleren Steady-State-AUCbei der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen, und eine Zunahme von Nebennierenrinden-
Karzinomen und kombinierten Nebennierenrinden-Adenomen/Karzinomen bei weiblichen Ratten mitdem etwa 10-fachen der mittleren Steady- State-AUC bei der empfohlenen Maximaldosis beim
Menschen. Die höchste Exposition bei weiblichen Ratten, die keinen Tumor induzierte, war etwa 7-mal höher als die Exposition des Menschen bei empfohlener Dosierung.
Zusätzlich wurde eine Cholelithiasis als Folge der Ausfällung von Sulfat-Konjugaten der Hydroxy-
Metaboliten von Aripiprazol in der Galle von Affen nach wiederholter oraler Gabe von 25 mg/kg/Tagbis 125 mg/kg/Tag oder dem etwa 16- bis 81-fachen der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen,basierend auf mg/m2, festgestellt.
Allerdings betrugen die in der menschlichen Galle bei der höchsten empfohlenen Dosis von30 mg/Tag gefundenen Konzentrationen der Sulfat-Konjugate von Hydroxy-Aripiprazol nicht mehrals 6 % der Konzentrationen, die in der Studie über 39 Wochen in der Galle von Affen festgestelltwurden, und liegen weit unter den Grenzwerten (6 %) der in vitro-Löslichkeit.
In Studien mit wiederholter Gabe bei jungen Ratten und Hunden war das Toxizitätsprofil von
Aripiprazol mit dem von erwachsenen Tieren vergleichbar und es gab keine Hinweise auf
Neurotoxizität oder nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung.
Basierend auf den Ergebnissen des kompletten Satzes an Standarduntersuchungen zur Genotoxizitätwurde Aripiprazol als nicht genotoxisch eingestuft. Aripiprazol beeinträchtigte die Fertilität in Studienzur Reproduktionstoxizität nicht.
Bei Ratten wurden nach Dosierungen, die zu subtherapeutischen Expositionen (basierend auf der
AUC) führten, toxische Effekte auf die Entwicklung, einschließlich dosisabhängiger fetaler
Ossifikationsverzögerungen und möglicher teratogener Wirkungen beobachtet. Bei Kaninchen wurdendiese Effekte nach Dosierungen, die zu Expositionen des etwa 3- und 11-fachen der mittleren Steady-
State-AUC bei der empfohlenen klinischen Maximaldosis führten, beobachtet. Maternaltoxische
Effekte traten in dem Dosisbereich auf, in dem auch toxische Effekte auf die Entwicklung beobachtetworden waren.
Carmellose-Natrium
Mannitol (Ph. Eur.) (E421)
Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat (E339)
Natriumhydroxid (E524)
LösungsmittelWasser für Injektionszwecke
Nicht zutreffend.
3 Jahre
Abilify Maintena 400 mg/300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-
Injektionssuspension
Die Suspension sollte unmittelbar nach der Rekonstitution injiziert werden, kann aber für bis zu4 Stunden bei einer Temperatur unter 25 °C in der Durchstechflasche aufbewahrt werden.
Abilify Maintena 400 mg/300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-
Injektionssuspension in einer Fertigspritze
Die Suspension sollte unmittelbar nach der Rekonstitution injiziert werden, kann aber für bis zu2 Stunden bei einer Temperatur unter 25 °C in der Spritze aufbewahrt werden.
Nach RekonstitutionAbilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Suspension wurde für 4 Stunden bei25 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Suspension sofort verwendet werden, essei denn, die Methode der Öffnung/Rekonstitution schließt das Risiko einer mikrobiellen
Kontamination aus. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen der gebrauchsfertigen Suspension in der Verantwortung des Anwenders. Bewahren Siedie rekonstituierte Suspension nicht in der Spritze auf.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Wenn die Injektion nicht sofort nach der Rekonstitution durchgeführt wird, kann die Spritze für bis zu2 Stunden bei einer Temperatur unter 25 °C aufbewahrt werden.
Nicht einfrieren.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Durchstechflasche
Durchstechflasche (Typ-I Glas) mit einem laminierten Gummistopfen und versiegelt mit einer Flip-off-Schutzkappe aus Aluminium.
Lösungsmittel2 ml-Durchstechflasche (Typ-I Glas) mit einem laminierten Gummistopfen und versiegelt mit einer
Flip-off-Schutzkappe aus Aluminium.
Einzelpackung
Jede Einzelpackung enthält eine Durchstechflasche mit Pulver, eine 2 ml-Durchstechflasche mit
Lösungsmittel, eine 3 ml-Luer-Lock-Spritze mit bereits angebrachter 38 mm 21-Gauge
Sicherheitskanüle mit Kanülenschutz, eine 3 ml-Einwegspritze mit Luer-Lock-Spitze, einen
Durchstechflaschenadapter und drei Sicherheitskanülen: eine 25 mm 23-Gauge, eine 38 mm 22-Gaugeund eine 51 mm 21-Gauge.
Bündelpackung
Bündelpackung mit 3 Einzelpackungen.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Fertigspritze aus Klarglas (Typ-I-Glas) mit grauen Chlorbutylstopfen (Front-, Mittel- und Endstopfen),
Vorderteil aus Polypropylen, Fingergriff aus Polypropylen, Kolbenstange und Silikonüberkappe. Dievordere Kammer zwischen Frontstopfen und Mittelstopfen enthält das Pulver und die hintere Kammerzwischen Mittelstopfen und Endstopfen das Lösungsmittel.
Einzelpackung
Jede Einzelpackung enthält eine Fertigspritze und drei Sicherheitskanülen: eine 25 mm 23-Gauge, eine38 mm 22-Gauge und eine 51 mm 21-Gauge.
Bündelpackung
Bündelpackung mit 3 Einzelpackungen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Schütteln Sie die Durchstechflasche für mindestens 30 Sekunden kräftig, bis die Suspensioneinheitlich erscheint.
Wenn die Injektion nicht sofort nach der Rekonstitution durchgeführt wird, schütteln Sie sie vor der
Injektion für mindestens 60 Sekunden kräftig, um erneut zu suspendieren.
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
Schütteln Sie die Spritze kräftig und vertikal für 20 Sekunden, bis das Arzneimittel einheitlichmilchig-weiß aussieht, und verwenden Sie sie sofort. Wenn die Injektion nicht sofort nach der
Rekonstitution durchgeführt wird, kann die Spritze für bis zu 2 Stunden bei einer Temperatur unter25 °C aufbewahrt werden. Falls die Spritze länger als 15 Minuten aufbewahrt wurde, schütteln Sie die
Spritze vor der Injektion für mindestens 20 Sekunden kräftig, um erneut zu suspendieren.
Verabreichung in den Glutealmuskel
Die empfohlene Kanüle für eine Injektion in den Glutealmuskel ist eine 38 mm 22-Gauge-
Sicherheitskanüle; bei übergewichtigen Patienten (Body Mass Index > 28 kg/m2) sollte eine 51 mm,21-Gauge-Sicherheitskanüle verwendet werden. Bei glutealen Injektionen sollte zwischen den beiden
Glutealmuskeln abgewechselt werden.
Verabreichung in den Deltamuskel
Die empfohlene Kanüle für eine Injektion in den Deltamuskel ist eine 25 mm, 23-Gauge-
Sicherheitskanüle; bei übergewichtigen Patienten sollte eine 38 mm, 22-Gauge-Sicherheitskanüleverwendet werden. Bei Injektionen in den Deltamuskel sollte zwischen den beiden Oberarmenabgewechselt werden.
Die Durchstechflaschen mit Pulver und Lösungsmittel sowie die Fertigspritzen sind für deneinmaligen Gebrauch bestimmt.
Durchstechflasche, Adapter, Spritze, Kanülen, nicht verwendete Suspension und Wasser für
Injektionszwecke sind in geeigneter Weise zu entsorgen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Eine vollständige Anleitung für die Anwendung und Handhabung von Abilify Maintena400 mg/300 mg ist in der Packungsbeilage (Informationen für medizinisches Fachpersonal) enthalten.
Otsuka Pharmaceutical Netherlands B.V.
Herikerbergweg 2921101 CT, Amsterdam
Niederlande
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
EU/1/13/882/001
EU/1/13/882/003
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
EU/1/13/882/002
EU/1/13/882/004
Abilify Maintena 300 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
EU/1/13/882/005
EU/1/13/882/007
Abilify Maintena 400 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspensionin einer Fertigspritze
EU/1/13/882/006
EU/1/13/882/008
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 15. November 2013
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 27. August 2018
MM.JJJJ
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.