NUVAXOVID merkblatt medikamente x10 INJIZIERBARE DISPERSION NOVAVAX CZ A.S.

J07BX03 COVID-19-Impfstoff (rekombinant, mit Adjuvans)

Arzneimittel NUVAXOVID enthält die Substanz COVID-19-Impfstoff (rekombinant, mit Adjuvans) , ATC-Code J07BX03 - ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | IMPFSTOFFE | VIRALE IMPFSTOFFE | Andere virale Impfstoffe .

Allgemeine Daten zu NUVAXOVID NOVAVAX CZ A.S.

Substanz: COVID-19-Impfstoff (rekombinant, mit Adjuvans)

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-02-2022

Handelsgesetzbuch: W68339001

Konzentration:KEINE KONZENTRATION

Pharmazeutisches Formblatt: INJIZIERBARE DISPERSION

Quantität: 10

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller:NOVAVAX CZ A.S. - REPUBLICA CEHA

Zulassungsinhaber: NOVAVAX CZ A.S. - REPUBLICA CEHA

Zulassungsnummer: 1618/2021/01

Haltbarkeit: 9 Monate-ungeöffnete Flasche, bei einer Temperatur zwischen (2°C - 8°C)

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels NUVAXOVID x10 INJIZIERBARE DISPERSION NOVAVAX CZ A.S.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Nuvaxovid Injektionsdispersion

COVID-19-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Es handelt sich um eine Mehrdosen-Durchstechflasche, die 10 Dosen zu je 0,5 ml enthält.

Eine Dosis (0,5 ml) enthält 5 Mikrogramm des Spike-Proteins* von SARS-CoV-2 und ist mit Matrix-

M adjuvantiert.

Das Adjuvans Matrix-M enthält pro 0,5-ml-Dosis: Fraktion-A (42,5 Mikrogramm) und Fraktion-C

(7,5 Mikrogramm) von Quillaja-saponaria-Molina-Extrakt.

* hergestellt mittels rekombinanter DNA-Technologie unter Verwendung eines Baculovirus-

Expressionssystems in einer Insektenzelllinie aus Sf9-Zellen der Spezies Spodoptera frugiperda.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionsdispersion (Injektion).

Die Dispersion ist farblos bis gelblich, klar bis leicht opaleszent (pH-Wert 7,2).

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Nuvaxovid wird angewendet für die aktive Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19 verursacht

durch SARS-CoV-2 bei Personen ab 12 Jahren.

Dieser Impfstoff sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung
Grundimmunisierung
Personen ab 12 Jahren
Nuvaxovid wird intramuskulär in 2 Dosen zu je 0,5 ml verabreicht. Es wird empfohlen, die zweite

Dosis 3 Wochen nach der ersten Dosis zu verabreichen (siehe Abschnitt 5.1).

Austauschbarkeit
Es liegen keine Daten zur Austauschbarkeit von Nuvaxovid mit anderen COVID-19-Impfstoffen zur

Vervollständigung der Grundimmunisierung vor. Personen, die eine erste Dosis Nuvaxovid erhalten

haben, sollten zur Vervollständigung der Grundimmunisierung eine zweite Dosis Nuvaxovid erhalten.

Booster-Dosis

Booster-Dosis für Personen ab 18 Jahren

Personen ab 18 Jahren kann etwa 6 Monate nach der Grundimmunisierung mit Nuvaxovid eine

Booster-Dosis Nuvaxovid (0,5 ml) intramuskulär verabreicht werden (homologe Booster-Dosis).
Nuvaxovid kann auch Personen ab 18 Jahren als Booster-Dosis verabreicht werden, die eine

Grundimmunisierung mit einem mRNA-Impfstoff oder einem adenoviralen Vektorimpfstoff

(heterologe Booster-Dosis) erhalten haben. Das Dosierungsintervall für die heterologe Booster-Dosis

entspricht dem zugelassenen Intervall für eine Booster-Dosis mit dem Impfstoff, der für die

Grundimmunisierung verabreicht wurde (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nuvaxovid bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher noch nicht

erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Ältere Patienten
Bei älteren Personen im Alter von ≥ 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung
Nuvaxovid ist ausschließlich zur intramuskulären Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel des

Oberarms, vorgesehen.

Der Impfstoff darf nicht intravaskulär, subkutan oder intradermal injiziert werden.

Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben Spritze gemischt

werden.

Für Vorsichtsmaßnahmen vor der Anwendung des Impfstoffs, siehe Abschnitt 4.4.

Für Anweisungen zur Handhabung und zur Beseitigung des Impfstoffs, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert

werden.

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie
Im Zusammenhang mit Nuvaxovid wurden Fälle von Anaphylaxie berichtet. Für den Fall einer

anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung des Impfstoffs muss stets eine geeignete

medizinische Behandlung und Überwachung unmittelbar verfügbar sein.

Nach der Impfung wird eine engmaschige Beobachtung für mindestens 15 Minuten empfohlen. Eine

zweite Dosis des Impfstoffs darf nicht an Personen verabreicht werden, die auf die erste Dosis

Nuvaxovid anaphylaktisch reagiert haben.

Angstbedingte Reaktionen
Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagale Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder

stressbedingte Reaktionen, können im Zusammenhang mit der Impfung als psychogene Reaktion auf

die Injektion mit einer Nadel auftreten. Es ist wichtig, Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen

durch Ohnmacht zu vermeiden.

Gleichzeitige Erkrankung
Die Impfung muss bei Personen mit einer akuten schweren fiebrigen Erkrankung oder akuten

Infektion aufgeschoben werden. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichten Fiebers

sollte die Impfung nicht verzögern.

Thrombozytopenie und Blutgerinnungsstörungen
Wie bei anderen intramuskulären Injektionen sollte der Impfstoff bei Personen, die eine

Antikoagulationstherapie erhalten, oder Personen mit Thrombozytopenie oder

Blutgerinnungsstörungen (wie Hämophilie) mit Vorsicht verabreicht werden, da bei diesen Personen

nach einer intramuskulären Gabe Blutungen oder Blutergüsse auftreten können.

Abwehrgeschwächte Personen

Die Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffs wurde bei einer begrenzten Anzahl

von abwehrgeschwächten Personen untersucht. Die Wirksamkeit von Nuvaxovid kann bei

immunsupprimierten Personen geringer sein.

Dauer des Impfschutzes
Die Dauer des Schutzes durch den Impfstoff ist nicht bekannt, da sie noch in laufenden klinischen

Studien ermittelt wird.

Einschränkungen der Impfstoffwirksamkeit
Geimpfte sind möglicherweise erst 7 Tage nach ihrer zweiten Dosis vollständig geschützt. Wie bei

allen Impfstoffen schützt die Impfung mit Nuvaxovid möglicherweise nicht alle geimpften Personen.

Sonstige Bestandteile
Natrium
Dieser Impfstoff enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., er ist nahezu

'natriumfrei“.

Kalium
Dieser Impfstoff enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Dosis, d. h., er ist

nahezu 'kaliumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Nuvaxovid mit inaktivierten Grippeimpfstoffen wurde bei einer

begrenzten Anzahl von Teilnehmern in einer explorativen klinischen Substudie untersucht, siehe

Abschnitt 4.8 und Abschnitt 5.1.

Die bindende Antikörperantwort auf SARS-CoV-2 war schwächer, wenn Nuvaxovid gleichzeitig mit

einem inaktivierten Grippeimpfstoff verabreicht wurde. Die klinische Signifikanz davon ist nicht

bekannt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Nuvaxovid mit anderen Impfstoffen wurde nicht untersucht.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft
Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Nuvaxovid bei Schwangeren

vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte

gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fötale Entwicklung,

Geburt oder postnatale Entwicklung, siehe Abschnitt 5.3.

Eine Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft sollte nur in Betracht gezogen

werden, wenn der mögliche Nutzen die potenziellen Risiken für die Mutter und den Fötus überwiegt.

Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Nuvaxovid in die Muttermilch übergeht.

Es wird angenommen, dass Nuvaxovid keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind hat,

weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber Nuvaxovid vernachlässigbar ist.

Fertilität
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen
Nuvaxovid hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der in Abschnitt 4.8 genannten Wirkungen können

jedoch vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils nach zwei Dosen für die Grundimmunisierung

Teilnehmer ab 18 Jahren
Die Sicherheit von Nuvaxovid wurde anhand einer Zwischenanalyse von gepoolten Daten aus

5 klinischen Studien, die in Australien, Südafrika, im Vereinigten Königreich, in den USA und

Mexiko laufen, beurteilt. Zum Zeitpunkt der Analyse hatten insgesamt 49.950 Teilnehmer ab

18 Jahren mindestens eine Dosis der zwei Dosen Nuvaxovid für die Grundimmunisierung (n = 30.058)

oder Placebo (n = 19.892) erhalten. Zum Zeitpunkt der Impfung lag das mediane Alter bei 48 Jahren

(Bereich 18 bis 95 Jahre). Die mediane Dauer der Nachbeobachtung betrug 70 Tage nach der 2. Dosis,

wobei 32.993 (66 %) Teilnehmer eine Nachbeoachtungszeit von mehr als 2 Monaten nach der 2. Dosis

erreicht hatten.

In den gepoolten Reaktogenitätsdaten, die Teilnehmer ab 18 Jahren berücksichtigen, die an den beiden

Phase-III-Studien teilnahmen und eine Dosis Nuvaxovid (n = 20.055) oder Placebo (n = 10.561)

erhielten, waren die häufigsten Nebenwirkungen Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (75 %),

Schmerzen an der Injektionsstelle (62 %), Ermüdung (53 %), Myalgie (51 %), Kopfschmerzen (50 %),

Unwohlsein (41 %), Arthralgie (24 %) und Übelkeit oder Erbrechen (15 %). Die Nebenwirkungen

waren in der Regel leicht bis mittelschwer mit einer medianen Dauer von nicht mehr als 2 Tagen bei

lokalen Ereignissen und nicht mehr als 1 Tag bei systemischen Ereignissen nach der Impfung.

Insgesamt traten Nebenwirkungen in jüngeren Altersgruppen häufiger auf: die Häufigkeit von

Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, Ermüdung, Myalgie,

Kopfschmerzen, Unwohlsein, Arthralgie und Übelkeit oder Erbrechen war bei Erwachsenen im Alter

von 18 bis unter 65 Jahren höher als bei Personen im Alter ab 65 Jahren.

Lokale und systemische Nebenwirkungen wurden nach der 2. Dosis häufiger berichtet als nach der

1. Dosis.

Zugelassene inaktivierte saisonale Grippeimpfstoffe wurden 431 Teilnehmern einer explorativen

Substudie der Phase III (2019nCoV-302) am gleichen Tag wie die 1. Dosis Nuvaxovid (n = 217) oder

Placebo (n = 214) in den Deltamuskel des anderen Oberarms verabreicht. Die Häufigkeit lokaler und

systemischer Nebenwirkungen war in der Population der Influenza-Substudie nach der 1. Dosis

sowohl bei Nuvaxovid als auch bei Placebo höher als in der Population der Hauptstudie.

Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren

Die Sicherheit von Nuvaxovid bei Jugendlichen wurde in einer Zwischenanalyse des pädiatrischen

Erweiterungsteils einer laufenden multizentrischen, randomisierten, beobachterverblindeten,

placebokontrollierten Phase-III-Studie (Studie 2019nCoV-301) beurteilt. Die Sicherheitsdaten

stammen von 2.232 Teilnehmern im Alter von 12 bis 17 Jahren mit und ohne Nachweis einer früheren

SARS-CoV-2-Infektion in den Vereinigten Staaten, die mindestens eine Dosis Nuvaxovid (n = 1.487)

oder Placebo (n = 745) erhielten. Die demografischen Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid

erhielten, und jener, die Placebo erhielten, waren vergleichbar.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (71 %),

Schmerzen an der Injektionsstelle (67 %), Kopfschmerzen (63 %), Myalgie (57 %), Ermüdung (54 %),

Unwohlsein (43 %), Übelkeit oder Erbrechen (23 %), Arthralgie (19 %) und Fieber (17 %). Fieber

wurde bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren häufiger beobachtet als bei Erwachsenen, es trat

bei Jugendlichen nach der zweiten Dosis sehr häufig auf. Die Nebenwirkungen waren in der Regel

leicht bis mittelschwer mit einer medianen Dauer von nicht mehr als 2 Tagen bei lokalen Ereignissen

und nicht mehr als 1 Tag bei systemischen Ereignissen nach der Impfung.

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils nach der Booster-Dosis

Teilnehmer ab 18 Jahren
Die Sicherheit und Immunogenität einer Booster-Dosis Nuvaxovid wurde in einer laufenden

randomisierten, placebokontrollierten, beobachterverblindeten klinischen Studie der Phase II (Studie

2019nCoV-101, Teil 2) an Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren geprüft. Insgesamt erhielten

254 Teilnehmer zwei Dosen Nuvaxovid (0,5 ml im Abstand von 3 Wochen) als Grundimmunisierung.

Eine Untergruppe von 105 Teilnehmern (Sicherheits-Analyseset) wurde randomisiert und erhielt eine

Booster-Dosis Nuvaxovid etwa 6 Monate nach Verabreichung der 2. Dosis der Grundimmunisierung

und erhielt mindestens 1 Dosis des Prüfimpfstoffs; 104 dieser 105 Teilnehmer erhielten Nuvaxovid

(vollständiges Analyseset). Der Median des Intervalls zwischen der zweiten und der dritten Dosis

betrug 165 Tage.

Nach der Booster-Dosis traten die erwarteten Nebenwirkungen häufiger auf und waren

schwerwiegender als nach den zwei Dosen für die Grundimmunisierung. Bei Personen, die nach der

zweiten Dosis starke Reaktionen zeigten, ist es wahrscheinlicher, dass sie auch nach der dritten Dosis

starke Reaktionen zeigen. Die häufigsten erwarteten Nebenwirkungen waren Druckempfindlichkeit an

der Injektionsstelle (81 %), Ermüdung (63 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (55 %),

Muskelschmerzen (51 %), Unwohlsein (47 %) und Kopfschmerzen (46 %), Gelenkschmerzen (29 %)

und Fieber (17 %) mit einer medianen Dauer von 1 bis 3 Tagen nach der Impfung.

In einer unabhängigen Studie (Studie CoV-BOOST, EudraCT 2021-002175-19) zur Evaluierung der

Anwendung einer Booster-Dosis Nuvaxovid bei Personen, die eine vollständige Grundimmunisierung

mit einem zugelassenen mRNA-COVID-19-Impfstoff oder einem adenoviralen Vektor-COVID-19-

Impfstoff erhalten hatten, gab es keine neuen Sicherheitsbedenken.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen sind hier gemäß folgenden

Häufigkeitskategorien aufgeführt:

Sehr häufig (≥ 1/10),

Häufig (≥ 1/100, < 1/10),

Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100),

Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000),

Sehr selten (< 1/10 000),

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe erscheinen die Nebenwirkung nach abnehmendem Schweregrad.

Tabelle 1: Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Nuvaxovid bei Personen ab 12 Jahren

Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Nicht bekannt

klasse gemäß (≥ 1/10) (≥ 1/100, (≥ 1/1 000, (Häufigkeit auf

MedDRA < 1/10) < 1/100) Grundlage der

verfügbaren

Daten nicht

abschätzbar)

Erkrankungen Lymphadenopathie

des Blutes und

des Lymph-

systems

Erkrankungen Anaphylaxie

des Immun-

systems

Erkrankungen Kopf- Paraesthesie

des Nerven- schmerzen Hypoaesthesie

systems

Gefäßerkran- Hypertonied

kungen

Erkrankungen Übelkeit oder

des Gastro- Erbrechena intestinaltrakts

Erkrankungen Ausschlag der Haut und Erythem des Unter- Pruritus hautgewebes Urtikaria

Skelettmusku- Myalgiea

latur-, Binde- Arthralgiea gewebs- und

Knochen-

erkrankungen

Allgemeine Druckem- Rötung an der Jucken an der
Erkrankungen pfindlichkeit Injektions- Injektionsstelle und Beschwer- an der Injek- stellea, c den am Verab- tionsstellea Schwellung an reichungsort Schmerzen an der Injektions-

der Injektions- stellea

stellea Fiebere

Ermüdunga Schüttelfrost

Unwohlseina, b Schmerzen in

einer Extremität

a Eine höhere Häufigkeit dieser Ereignisse wurde nach der zweiten Dosis beobachtet.

b Dieser Begriff umfasste auch Ereignisse, die als grippeähnliche Erkrankung gemeldet wurden.

c Dieser Begriff umfasst sowohl Rötung an der Injektionsstelle als auch Erythem an der Injektionsstelle (häufig).

d Hypertonie wurde in der klinischen Studie bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren nicht berichtet.

e Fieber wurde bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren häufiger beobachtet als bei Erwachsenen, es trat bei

Jugendlichen nach der zweiten Dosis sehr häufig auf.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Während der klinischen Studien wurde bei älteren Erwachsenen in den 3 Tagen nach der Impfung eine

erhöhte Inzidenz von Hypertonie bei Impfung mit Nuvaxovid (n = 46, 1,0 %) gegenüber Placebo

(n = 22, 0,6 %) beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über

das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen und die

Chargenbezeichnung/Lotnummer anzugeben, falls verfügbar.

4.9 Überdosierung

Es wurde kein Fall von Überdosierung berichtet. Im Falle einer Überdosierung werden eine

Überwachung der Vitalfunktionen und eine mögliche symptomatische Behandlung empfohlen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, andere virale Impfstoffe, ATC-Code: J07BX03

Wirkmechanismus
Nuvaxovid besteht aus gereinigtem rekombinantem Volllängen-Spike(S)-Protein von SARS-CoV-2,

das in seiner Präfusionskonformation stabilisiert ist. Die Zugabe des Saponin-basierten Adjuvans

Matrix-M unterstützt die Aktivierung der Zellen des angeborenen Immunsystems, was das Ausmaß

der S-Protein-spezifischen Immunantwort erhöht. Die beiden Impfstoffkomponenten lösen B- und T-

Zell-Immunantworten auf das S-Protein aus, einschließlich neutralisierender Antikörper, die zum

Schutz gegen COVID-19 beitragen können.

Klinische Wirksamkeit
Die klinische Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität von Nuvaxovid wird in zwei

placebokontrollierten Pivotalstudien der Phase III beurteilt, Studie 1 (2019nCoV-301) in Nordamerika

und Studie 2 (2019nCoV-302) im Vereinigten Königreich, sowie Studie 3, einer in Südafrika

durchgeführten Studie der Phase IIa/b.

Studie 1 (2019nCoV-301) - zwei Dosen für die Grundimmunisierung

Studie 1 ist eine laufende multizentrische, randomisierte, beobachterverblindete, placebokontrollierte

Phase-III-Studie mit einer Hauptstudie in Erwachsenen mit Teilnehmern ab 18 Jahren in den

Vereinigten Staaten und Mexiko, und einer pädiatrischen Studienerweiterung mit Teilnehmern im

Alter von 12 bis 17 Jahren in den Vereinigten Staaten.

Teilnehmer ab 18 Jahren
Bei einer Aufnahme in die Hauptstudie in Erwachsenen wurden die Teilnehmer nach Alter stratifiziert

(18 bis 64 Jahre und ≥ 65 Jahre) und diesen im Verhältnis 2:1 Nuvaxovid oder Placebo zugewiesen.

Von der Studie ausgeschlossen waren erheblich abwehrgeschwächte mit einer

Immunschwächekrankheit; Personen mit einer aktiven Krebserkrankung unter Chemotherapie;

Personen, die chronische immunsupprimierende Therapien oder Immunglobuline oder Blutprodukte

innerhalb der letzten 90 Tage erhielten; schwangere oder stillende Frauen und Personen mit einer

laborbestätigten Diagnose von COVID-19 in der Vorgeschichte. Personen mit klinisch stabilen

ursächlichen Komorbiditäten wurden ebenso aufgenommen wie solche mit gut kontrollierter

HIV-Infektion.

Die Aufnahme von Erwachsenen wurde im Februar 2021 abgeschlossen. Die Teilnehmer werden nach

der zweiten Dosis zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit gegen COVID-19 für bis zu

24 Monate nachbeobachtet. Nach der Erfassung ausreichender Sicherheitsdaten für einen Antrag auf

Notfallzulassung wurden den ursprünglichen Placebo-Empfängern zwei Injektionen von Nuvaxovid

im Abstand von 21 Tagen und den ursprünglichen Nuvaxovid-Empfängern zwei Injektionen von

Placebo im Abstand von 21 Tagen angeboten ('verblindetes Crossover“). Allen Teilnehmern wurde

die Möglichkeit zu einer fortgesetzten Nachbeobachtung im Rahmen der Studie gegeben.

Die Population für die primäre Wirksamkeitsanalyse (bezeichnet als das Per-Protocol-Efficacy[PP-

EFF]-Analyseset) umfasste 25.452 Teilnehmer, die entweder Nuvaxovid (n = 17.312) oder Placebo

(n = 8.140) bekamen, zwei Dosen (1. Dosis an Tag 0; 2. Dosis an Tag 21, Median 21 Tage [IQR 21-

23], Bereich 14-60) erhielten, keine ausschließende Prüfplanabweichung und keine Anzeichen einer

SARS-CoV-2-Infektion bis 7 Tage nach der zweiten Dosis aufwiesen.

Die demografischen und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und jener, die

Placebo erhielten, waren ausgewogen. Im PP-EFF-Analyseset für Teilnehmer, die Nuvaxovid

erhielten, betrug das mediane Alter 47 Jahre (Bereich: 18 bis 95 Jahre); 88 % (n = 15.264) waren 18

bis 64 Jahre alt und 12 % (n = 2.048) waren mindestens 65 Jahre alt; 48 % waren weiblich; 94 %

waren aus den Vereinigten Staaten und 6 % aus Mexiko; 76 % waren Weiße, 11 % waren Schwarze

oder Afro-Amerikaner, 6 % waren Indianer (einschließlich Ureinwohner Nordamerikas) oder

Ureinwohner Alaskas und 4 % waren Asiaten; 22 % waren hispanischer oder lateinamerikanischer

Abstammung. 16.493 (95 %) Teilnehmer wiesen mindestens eine vorbestehende Komorbidität oder

ein Lebensstilmerkmal auf, die/das mit einem erhöhten Risiko von schwerer COVID-19 assoziiert ist.

Zu den Komorbiditäten gehörten: Adipositas (Body-Mass-Index [BMI] ≥ 30 kg/m2), chronische

Lungenerkrankung, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankung, chronische

Nierenerkrankung und humanes Immunmangel-Virus (HIV). Andere Hochrisiko-Merkmale waren ein

Alter ≥ 65 Jahre (mit oder ohne Komorbiditäten) oder ein Alter < 65 Jahre mit Komorbiditäten

und/oder Lebens- oder Arbeitsbedingungen mit bekanntem häufigem Kontakt mit SARS-CoV-2 oder

in dicht besiedelten Gebieten.

COVID-19-Fälle wurden mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) durch ein Zentrallabor bestätigt.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs ist in Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2: Wirksamkeit des Impfstoffs gegen durch PCR nachgewiesene COVID-19 mit Beginn

ab 7 Tage nach der zweiten Impfung1 - PP-EFF-Analyseset; Studie 2019nCoV-301

Nuvaxovid Placebo

Inzidenz- Inzidenzrate

Teil- COVID- rate pro Teil- COVID- pro Jahr und Impfstoff-

nehmer 19-Fälle Jahr und nehmer 19-Fälle 1 000 wirksam-

Untergruppe N n (%)2 1 000 N n (%)3 Personen2 keit in %

Personen2 (95 %-KI)

Primärer Wirksamkeitsendpunkt

Alle 17.312 14 (0,1) 3,26 8.140 63 (0,8) 34,01 90,4 %
Teilnehmer (82,9;

94,6)3, 4

1 VE beurteilt bei Teilnehmern ohne wesentliche Prüfplanabweichungen, die bei Baseline seronegativ (für SARS-CoV-2)

waren und keine laborbestätigte aktuelle SARS-CoV-2-Infektion mit Symptombeginn bis zu 6 Tage nach der zweiten

Dosis hatten und die den Studienimpfstoff nach vorgeschriebenem Dosierungsschema vollständig erhalten haben. 2 Mittlere Erkrankungsinzidenzrate pro Jahr und 1 000 Personen. 3 Basierend auf einem log-linearen Modell der Inzidenzrate der PCR-bestätigten COVID-19-Infektionen mittels Poisson-

Regression mit Behandlungsgruppe und Altersstrata als feste Effekte und robuster Fehlervarianz, wobei VE = 100 × (1 -

relatives Risiko) (Zou 2004). 4 Erfüllte das Erfolgskriterium des primären Wirksamkeitsendpunkts mit einer Untergrenze des Konfidenzintervalls (LBCI)

> 30 % bei der geplanten primären konfirmatorischen Auswertung.

Die Wirksamkeit des Impfstoffs Nuvaxovid zur Vorbeugung des Auftretens von COVID-19 ab sieben

Tage nach Dosis 2 lag bei 90,4 % (95 %-KI: 82,9; 94,6). Keine Fälle von schwerer COVID-19 wurden

bei den 17.312 Teilnehmern, die Nuvaxovid erhielten, gemeldet im Vergleich zu 4 Fällen von

schwerer COVID-19 bei den 8.140 Placebo-Empfängern im PP-EFF-Analyseset.

Die Untergruppenanalysen des primären Wirksamkeitsendpunkts ergaben vergleichbare

Wirksamkeitspunktschätzungen für männliche und weibliche Teilnehmer, für ethnische Gruppen

sowie für Teilnehmer mit Komorbiditäten, die mit einem hohen Risiko für schwere COVID-19

assoziiert sind. Es gab keine bedeutsamen Unterschiede in der Gesamtwirksamkeit des Impfstoffs bei

Teilnehmern, die ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19 Verläufe hatten, einschließlich solcher

mit 1 oder mehr Komorbiditäten, die das Risiko für schwere COVID-19 Verläufe erhöhen (z. B BMI

≥ 30 kg/m2, chronische Lungenerkrankung, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankung und

chronische Nierenerkrankung).

Die Wirksamkeitsergebnisse spiegeln die Erfassung während des Zeitraums wider, in dem Stämme,

die als besorgniserregende Varianten oder Varianten von Interesse eingestuft wurden, überwiegend in

den beiden Ländern (USA und Mexiko) zirkulierten, in denen die Studie durchgeführt wurde.

Sequenzierungsdaten lagen für 61 der 77 Endpunktfälle vor (79 %). Von diesen wurden 48 von 61

(79 %) als besorgniserregende Varianten oder Varianten von Interesse identifiziert. Die am häufigsten

identifizierten besorgniserregenden Varianten waren Alpha mit 31/61 Fällen (51 %), Beta (2/61, 4 %)

und Gamma (2/61, 4 %), während die häufigsten Varianten von Interesse Iota mit 8/61 Fällen (13 %)

und Epsilon (3/61, 5 %) waren.

Wirksamkeit bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren

Die Wirksamkeit und Immunogenität von Nuvaxovid bei jugendlichen Teilnehmern im Alter von 12

bis 17 Jahren wurde in den Vereinigten Staaten im laufenden pädiatrischen Erweiterungsteil der

multizentrischen, randomisierten, beobachterverblindeten, placebokontrollierten Phase-III-Studie

2019nCoV-301 untersucht. Insgesamt 1.799 Teilnehmer, die im Verhältnis 2 : 1 dem Erhalt von zwei

Dosen Nuvaxovid (n = 1.205) oder Placebo (n = 594) mittels intramuskulärer Injektion im Abstand

von 21 Tagen zugewiesen wurden, bildeten die Per-Protocol-Wirksamkeitspopulation. Teilnehmer mit

einer bestätigten Infektion oder einer früheren Infektion durch SARS-CoV-2 zum Zeitpunkt der

Randomisierung wurden nicht in die primäre Wirksamkeitsanalyse einbezogen.

Die Studienaufnahme von Jugendlichen wurde im Juni 2021 abgeschlossen. Die Teilnehmer werden

nach der zweiten Dosis zur Beurteilung der Sicherheit, Wirksamkeit und Immunogenität gegen

COVID-19 für bis zu 24 Monate nachbeobachtet. Nach 60 Tagen Sicherheitsnachbeobachtung wurden

den ursprünglichen jugendlichen Placebo-Empfängern zwei Injektionen von Nuvaxovid im Abstand

von 21 Tagen und den ursprünglichen Nuvaxovid-Empfängern zwei Injektionen von Placebo im

Abstand von 21 Tagen angeboten ('verblindetes Crossover“). Allen Teilnehmern wurde die

Möglichkeit zu einer fortgesetzten Nachbeobachtung im Rahmen der Studie gegeben.

COVID-19 wurde definiert als erste Episode von PCR-bestätigter leichter, mittelschwerer oder

schwerer COVID-19 Erkrankung mit mindestens einem oder mehreren der vordefinierten Symptome

innerhalb der jeweiligen Schweregradkategorie. Leichte COVID-19 wurde definiert als Fieber, neu

einsetzender Husten oder mindestens 2 oder mehr zusätzliche COVID-19-Symptome.

Es gab 20 Fälle von PCR-bestätigtem symptomatischen leichten COVID-19 (Nuvaxovid, n = 6

[0,5 %]; Placebo, n = 14 [2,4 %]), was zu einer Wirksamkeitspunktschätzung von 79,5 % (95 %-KI:

46,8 %, 92,1 %) führte.

Zum Zeitpunkt dieser Analyse war die besorgniserregende Virusvariante (variant of concern, VOC)

Delta (Linie B.1.617.2 und AY) in den USA die vorherrschende Variante. Alle Fälle, für die

Sequenzierungsdaten verfügbar waren (11/20, 55 %), waren dieser Variante zuzuordnen.

Immunogenität bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren

Eine Analyse der neutralisierenden SARS-CoV-2-Antikörperreaktion 14 Tage nach Dosis 2 (Tag 35)

wurde bei jugendlichen Teilnehmern durchgeführt, die zu Beginn der Studie seronegativ auf Anti-

SARS-CoV-2-Nukleoprotein (NP) und PCR-negativ waren. Die neutralisierende Antikörperreaktion

wurde mit jener bei seronegativen/PCR-negativen erwachsenen Teilnehmern im Alter von 18 bis

25 Jahren in der Hauptstudie mit Erwachsenen (Per-Protocol-Immunogentitäts (PP-IMM)-Analyseset)

verglichen, wie in Tabelle 3 dargestellt. Für die Nichtunterlegenheit mussten die folgenden drei

Kriterien erfüllt sein: Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für das Verhältnis der mittleren

geometrischen Titer (geometric mean titer, GMT) (GMT 12 bis 17 Jahre/GMT 18 bis 25 Jahre)

> 0,67; Punktschätzung des GMT-Verhältnisses ≥ 0,82; und Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für

die Differenz der Serokonversionsraten (seroconversion rates, SCR) (SCR 12 bis 17 Jahre minus SCR

18 bis 25 Jahre) > -10 %. Diese Nichtunterlegenheitskriterien wurden erfüllt.

Tabelle 3: Bereinigtes Verhältnis der mittleren geometrischen Titer der neutralisierenden

Antikörper im Mikroneutralisationstest gegen das SARS-CoV-2-S-Wildtyp-Virus an Tag 35 und

nach Altersgruppe (PP-IMM-Analyseset)1

Pädiatrische Erwachsenen-

Erweiterung (12 bis Hauptstudie (18 bis 12 bis 17 Jahre

Zeitpunkt 17 Jahre) 25 Jahre) im Vergleich zu
Test

18 bis 25 Jahre
N = 390 N = 416

GMT GMT GMR 95 %-KI2 95 %-KI2 95 %-KI2

Mikroneutralisation Tag 35 3.859,6 2.633,6 1,46 (1/Verdünnung) (14 Tage (3.422,8; 4.352,1) (2.388,6; 2.903,6) (1,25; 1,71)3

nach

Dosis 2)

Abkürzungen: ANCOVA = Kovarianzanalyse; KI = Konfidenzintervall; GMR = GMT-Verhältnis, definiert als das

Verhältnis von 2 GMTs zum Vergleich zweier Alterskohorten; GMT = mittlerer geometrischer Titer; LLOQ = untere

Bestimmungsgrenze; MN = Mikroneutralisation; N = Anzahl der Teilnehmer im testspezifischen PP-IMM-Analyseset in

jedem Studienteil mit nichtfehlender Antwort für jeden Besuchstermin; PP-IMM = Per-Protocol-Immunogenität; SARS-

CoV-2 = schweres akutes respiratorisches Syndrom-Coronavirus-2. 1 Die Tabelle enthält nur Teilnehmer aus der Gruppe mit dem aktiven Impfstoff. 2 Zur Schätzung des GMR wurde eine ANCOVA mit der Alterskohorte als Haupteffekt und dem Ausgangswert der

neutralisierenden Antikörper im MN-Test als Kovariate durchgeführt. Einzelne Ansprechwerte, die als unterhalb der

LLOQ aufgezeichnet wurden, wurden auf halbe LLOQ gesetzt.

3 Steht für die folgenden (n1, n2) Populationen:

n1 = Anzahl der Teilnehmer an der Erwachsenen-Hauptstudie (18 bis < 25 Jahre) mit nichtfehlenden neutralisierenden

Antikörperwerten

n2 = Anzahl der Teilnehmer an der pädiatrischen Erweiterung (12 bis < 17 Jahre) mit nichtfehlenden neutralisierenden

Antikörperwerten

Studie 2 (2019nCoV-302) - zwei Dosen für die Grundimmunisierung

Studie 2 ist eine laufende multizentrische, randomisierte, beobachterverblindete, placebokontrollierte

Phase-III-Studie bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren im Vereinigten Königreich. Bei der

Aufnahme wurden die Teilnehmer nach Alter stratifiziert (18 bis 64 Jahre und 65 bis 84 Jahre) und

Nuvaxovid oder Placebo zugewiesen. Von der Studie ausgeschlossen waren erheblich

immungeschwächte Personen mit einer Immunmangelkrankheit, Personen mit einer aktuellen

Krebsdiagnose unter Krebstherapie, mit Autoimmunerkrankung, Personen, die eine chronische

immunsupprimierende Therapie erhalten haben, oder Personen, die innerhalb der letzten 90 Tage

Immunglobuline oder Blutprodukte erhalten haben, Personen mit Blutgerinnungsstörungen oder

kontinuierlicher Anwendung von Antikoagulantien, mit allergischen Reaktionen und/oder

Anaphylaxie in der Vorgeschichte, schwangere Frauen und Personen mit einer laborbestätigten

Diagnose von COVID-19 in der Vorgeschichte. Eingeschlossen wurden Teilnehmer mit klinisch

stabiler Erkrankung, definiert als Erkrankung, die in den 4 Wochen vor der Aufnahme in die Studie

keine wesentliche Änderung der Therapie und keinen Krankenhausaufenthalt aufgrund einer

Verschlechterung der Erkrankung erforderte. Teilnehmer mit einer bekannten stabilen Infektion mit

HIV, Hepatitis-C-Virus (HCV) oder Hepatitis-B-Virus (HBV) waren nicht von der Aufnahme

ausgeschlossen.

Die Aufnahme wurde im November 2020 abgeschlossen. Die Teilnehmer werden nach der ersten

Impfserie zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit gegen COVID-19 für bis zu 12 Monate

nachbeobachtet.

Das primäre Wirksamkeitsanalyse-Set (PP-EFF) umfasste 14.039 Teilnehmer, die entweder

Nuvaxovid (n = 7.020) oder Placebo (n = 7.019) bekamen, zwei Dosen (1. Dosis an Tag 0; 2. Dosis im

Median an Tag 21, [IQR 21-23], Bereich 16-45) erhielten, keine ausschließende Prüfplanabweichung

und keine Anzeichen einer SARS-CoV-2-Infektion bis 7 Tage nach der zweiten Dosis aufwiesen.

Die demografischen und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und der

Teilnehmer, die Placebo erhielten, waren ausgewogen. Im PP-EFF-Analyseset für Teilnehmer, die

Nuvaxovid erhielten, betrug das mediane Alter 56,0 Jahre (Bereich: 18 bis 84 Jahre); 72 %

(n = 5.067) waren 18 bis 64 Jahre alt und 28 % (n = 1.953) waren im Alter von 65 bis 84; 49 %

waren weiblich; 94 % waren Weiße, 3 % waren Asiaten, 1 % gemischter ethnischer Abstammung,

< 1 % waren Schwarze oder Afro-Amerikaner und < 1 % hispanischer oder lateinamerikanischer

Abstammung; und 45 % hatten mindestens eine Komorbidität.

Tabelle 4: Analyse der Wirksamkeit des Impfstoffs bei PCR-bestätigter COVID-19 mit Beginn

mindestens 7 Tage nach der zweiten Impfung - (PP-EFF-Population): Studie 2 (2019nCoV-302)

Nuvaxovid Placebo

Inzidenz- Inzidenzrate

Teil- COVID- rate pro Teil- COVID- pro Jahr und Impfstoff-

nehmer 19-Fälle Jahr und nehmer 19-Fälle 1 000 wirksamkeit

Unter- N n (%) 1 000 N n (%) Personen1 in %

gruppe Personen1 (95 %-KI)

Primärer Wirksamkeitsendpunkt

Alle 89,7 %
Teilnehmer 7.020 10 (0,1) 6,53 7.019 96 (1,4) 63,43

(80,2; 94,6)2, 3

Untergruppenanalysen des primären Wirksamkeitsendpunkts

Alter 18 89,8 %

bis 5.067 9 (0,2) 12,30 5.062 87 (1,7) 120,22 (79,7; 94,9)2

64 Jahre

Alter 65 88,9 %4

bis 1.953 1 (0,10)2 --- 1.957 9 (0,9)2 ---

84 Jahre (20,2; 99,7) 4

1 Mittlere Erkrankungsinzidenzrate pro Jahr und 1 000 Personen. 2 Basierend auf einem log-linearen Modell des Auftretens mittels modifizierter Poisson-Regression mit logarithmischer

Verknüpfungsfunktion, Behandlungsgruppe und Strata (Altersgruppe und gepoolte Region) als feste Effekte und robuster

Fehlervarianz [Zou 2004]. 3 Erfüllte das Erfolgskriterium des primären Wirksamkeitsendpunkts mit einer LBCI > 30 %, die Wirksamkeit wurde in der

Zwischenanalyse bestätigt. 4 Basierend auf dem Clopper-Pearson-Modell (aufgrund der geringen Anzahl von Ereignissen), 95 %-KI berechnet anhand

der exakten Binomialmethode nach Clopper-Pearson, bereinigt um die gesamte Überwachungszeit.

Die Ergebnisse spiegeln den Zeitraum wider, in dem die Variante B.1.1.7 (Alpha) im Vereinigten

Königreich zirkulierte. Identifizierung der Alpha-Variante basierte auf dem S-Gen-Dropout in der

PCR-Diagnostik. Daten lagen für 95 der 106 Endpunktfälle vor (90 %). Von diesen wurden 66 von 95

(69 %) als Alpha-Variante, die anderen als Nicht-Alpha-Variante klassifiziert.

Keine Fälle von schwerer COVID-19 wurden bei den 7.020 Nuvaxovid-Teilnehmern gemeldet im

Vergleich zu 4 Fällen von schwerer COVID-19 bei den 7.019 Placebo-Empfängern im PP-EFF-

Analyseset.

Substudie zur Verabreichung eines zugelassenen saisonalen Grippeimpfstoffs
Insgesamt 431 Teilnehmer wurden gleichzeitig mit inaktivierten saisonalen Grippeimpfstoffen

geimpft; 217 Teilnehmer der Substudie erhielten Nuvaxovid und 214 Placebo. Die demografischen

und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und der Teilnehmer, die Placebo

erhielten, waren ausgewogen. Im Per-Protocol-Immunogenitäts(PP-IMM)-Analyseset für Teilnehmer,

die Nuvaxovid (n = 191) erhielten, lag das mediane Alter bei 40 Jahren (Bereich: 22 bis 70 Jahre);

93 % (n = 178) waren 18 bis 64 Jahre alt und 7 % (n = 13) waren im Alter von 65 bis 84; 43 % waren

weiblich; 75 % waren Weiße, 23 % waren gemischter ethnischer Abstammung oder gehörten

ethnischen Minderheiten an; und 27 % hatten mindestens eine Komorbidität. Die gleichzeitige

Verabreichung führte zu keiner Veränderung der Immunantwort für den Grippeimpfstoff, gemessen

im Hämagglutinationshemmtest (HHT). Es wurde eine 30%ige Verringerung der Antikörperantworten

auf Nuvaxovid festgestellt, bewertet mittels Anti-Spike-IgG-Assay, mit vergleichbaren

Serokonversionsraten wie bei Teilnehmern ohne gleichzeitige Grippeimpfung (siehe Abschnitt 4.5 und

Abschnitt 4.8).

Studie 3 (2019nCoV-501) - zwei Dosen für die Grundimmunisierung

Studie 3 ist eine laufende multizentrische, randomisierte, beobachterverblindete, placebokontrollierte

Phase-IIa/b-Studie bei HIV-negativen Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren und Menschen, die

mit HIV leben (PLWH [people living with HIV]), im Alter von 18 bis 64 Jahren in Südafrika. PLWH

waren medizinisch stabil (frei von opportunistischen Infektionen), erhielten eine hochaktive und

stabile antiretrovirale Therapie und hatten eine HIV-1-Viruslast von < 1 000 Kopien/ml.

Die Aufnahme wurde im November 2020 abgeschlossen.

Das primäre Wirksamkeitsanalyse-Set (PP-EFF) umfasste 2.770 Teilnehmer, die entweder Nuvaxovid

(n = 1.408) oder Placebo (n = 1.362) bekamen, zwei Dosen (1. Dosis an Tag 0; 2. Dosis an Tag 21)

erhielten, keine ausschließende Prüfplanabweichung und keine Anzeichen einer SARS-CoV-2-

Infektion bis 7 Tage nach der zweiten Dosis aufwiesen.

Die demografischen und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und der

Teilnehmer, die Placebo erhielten, waren ausgewogen. Im PP-EFF-Analyseset für Teilnehmer, die

Nuvaxovid erhielten, betrug das mediane Alter 28 Jahre (Bereich: 18 bis 84 Jahre); 40 % waren

weiblich; 91 % waren Schwarze/Afro-Amerikaner, 5 % waren Weiße, 3 % waren gemischter

ethnischer Abstammung, < 1 % waren Asiaten, 2 % waren hispanischer oder lateinamerikanischer

Abstammung; und 5,5 % waren HIV-positiv.

Insgesamt 147 symptomatische leichte, mittelschwere oder schwere COVID-19-Fälle unter allen

erwachsenen Teilnehmern, seronegativ (auf SARS-CoV-2) bei Baseline, flossen in die vollständige

Analyse (PP-EFF-Analyseset) für den primären Wirksamkeitsendpunkt ein, wobei 51 (3,62 %) Fälle

auf Nuvaxovid und 96 (7,05 %) Fälle auf Placebo entfielen. Daraus ergibt sich eine Wirksamkeit des

Impfstoffs Nuvaxovid von 48,6 % (95 %-KI: 28,4; 63,1).

Die Ergebnisse spiegeln den Zeitraum wider, in dem die Variante B.1.351 (Beta) in Südafrika

zirkulierte.

Immunogenität bei Teilnehmern ab 18 Jahren - nach der Booster-Dosis

Die Sicherheit und Immunogenität einer Booster-Dosis Nuvaxovid wurde in einer laufenden

randomisierten, placebokontrollierten, beobachterverblindeten klinischen Studie der Phase II (Studie

2019nCoV-101, Teil 2) an gesunden Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren geprüft, die zu

Studienbeginn seronegativ auf SARS-CoV-2 waren. Insgesamt erhielten 254 Teilnehmer

(vollständiges Analyseset) zwei Dosen Nuvaxovid (0,5 ml, 5 Mikrogramm im Abstand von

3 Wochen) als Grundimmunisierung. Eine Untergruppe von 104 Teilnehmern erhielt eine Booster-

Dosis Nuvaxovid etwa 6 Monate nach Verabreichung der 2. Dosis der Grundimmunisierung. Eine

einzelne Booster-Dosis Nuvaxovid rief einen etwa 96-fachen Anstieg der neutralisierenden Antikörper

von einem GMT von 63 vor dem Booster (Tag 189) auf einen GMT von 6.023 nach dem Booster

(Tag 217), sowie eine etwa 4,1-fache Erhöhung gegenüber dem Spitzen-GMT von 1.470 (14 Tage

nach Dosis 2) hervor.

In Studie 3, einer laufenden randomisierten, placebokontrollierten, beobachterverblindeten Studie der

Phase IIa/b wurde die Sicherheit und Immunogenität einer Booster-Dosis an gesunden HIV-negativen

erwachsenen Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren und medizinisch stabilen PLWH im Alter

von 18 bis 64 Jahren geprüft, die zu Studienbeginn seronegativ auf SARS-CoV-2 waren. Insgesamt

erhielten 1.173 Teilnehmer (PP-IMM-Analyseset) eine Booster-Dosis Nuvaxovid etwa 6 Monate nach

der Grundimmunisierung mit Nuvaxovid (Tag 201). Es wurde ein etwa 52-facher Anstieg der

neutralisierenden Antikörper von einem GMT von 69 vor dem Booster (Tag 201) auf einen GMT von

3.600 nach dem Booster (Tag 236), sowie eine etwa 5,2-fache Erhöhung gegenüber dem Spitzen-GMT

von 694 (14 Tage nach Dosis 2) beobachtet.

Sicherheit und Immunogenität von COVID-19-Impfstoffen, die als dritte Dosis (Booster) nach einer

Grundimmunisierung mit einem anderen zugelassenen COVID-19-Impfstoff im Vereinigten

Königreich verabreicht wurden

Eine unabhängige, multizentrische, randomisierte, kontrollierte, von Prüfärzten initiierte Studie der

Phase II (CoV-BOOST, EudraCT 2021-002175-19) untersuchte die Immunogenität einer dritten Dosis

(Booster) bei Erwachsenen ab einem Alter von 30 Jahren, die bisher keine vom Labor bestätigte

SARS-CoV-2-Infektion hatten. Nuvaxovid wurde frühestens 70 Tage nach einer Grundimmunisierung

mit ChAdOx1 nCov-19 (Oxford-AstraZeneca) oder frühestens 84 Tage nach einer

Grundimmunisierung mit BNT162b2 (Pfizer-BioNtech) verabreicht. Die mit einem Wildtyp-Assay

gemessenen Titer der neutralisierenden Antikörper wurden 28 Tage nach Verabreichung der Booster-

Dosis bestimmt. Innerhalb der Gruppe, die Nuvaxovid bekam, hatten 115 Teilnehmer eine

Grundimmunisierung mit zwei Dosen ChAdOx1 nCov-19 und 114 Teilnehmer eine

Grundimmunisierung mit zwei Dosen BNT162b2 erhalten, bevor sie eine einzelne Booster-Dosis

(0,5 ml) Nuvaxovid erhielten. Der adjuvantierte COVID-19-Impfstoff von Novavax zeigte eine

Auffrischungswirkung, die unabhängig von dem Impfstoff war, der für die Grundimmunisierung

benutzt wurde.

Ältere Patienten
Nuvaxovid wurde bei Personen im Alter von mindestens 18 Jahren untersucht. Die Wirksamkeit von

Nuvaxovid war bei älteren (≥ 65 Jahre) und jüngeren Personen (18 bis 64 Jahre) gleich.

Kinder und Jugendliche
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Nuvaxovid eine Zurückstellung von der Verpflichtung

zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur

Prävention von COVID-19 gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen).

Bedingte Zulassung
Dieses Arzneimittel wurde unter 'Besonderen Bedingungen“ zugelassen. Das bedeutet, dass weitere

Nachweise für den Nutzen des Arzneimittels erwartet werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur

wird neue Informationen zu diesem Arzneimittel mindestens jährlich bewerten und, falls erforderlich,

wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels aktualisiert werden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, lokaler Toleranz

sowie Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen.

Genotoxizität und Karzinogenität

In-vitro-Studien zur Genotoxizität wurden mit dem Matrix-M-Adjuvans durchgeführt. Das Adjuvans

erwies sich als nicht genotoxisch. Untersuchungen zur Karzinogenität wurden nicht durchgeführt. Eine

Karzinogenität ist nicht zu erwarten.

Reproduktionstoxizität
Eine Studie zur Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität wurde an weiblichen Ratten durchgeführt,

denen vier intramuskuläre Dosen (zwei vor der Paarung, zwei während der Trächtigkeit) von

5 Mikrogramm SARS-CoV-2-rS-Protein (etwa 200-facher Überschuss im Vergleich zur menschlichen

Dosis von 5 Mikrogramm auf Basis des Gewichts) mit 10 Mikrogramm Matrix-M-Adjuvans (etwa 40-

facher Überschuss im Vergleich zur menschlichen Dosis von 50 Mikrogramm auf Basis des Gewichts)

verabreicht wurden. Es wurden keine impfstoffbezogenen unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität,

Schwangerschaft/Stillzeit oder die Entwicklung des Embryos/Fötus und der Nachkommen bis zum

postnatalen Tag 21 beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O

Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O

Natriumchlorid

Polysorbat 80

Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts)

Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts)

Wasser für Injektionszwecke

Adjuvans (Matrix-M)

Cholesterol

Phosphatidylcholin (einschließlich all-rac-α-Tocopherol)

Kaliumdihydrogenphosphat

Kaliumchlorid

Dinatriumhydrogenphosphat 2 H2O

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke

Für Adjuvans: siehe auch Abschnitt 2.

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt oder verdünnt werden.

6.3 Haltbarkeit

Nicht angebrochene Durchstechflasche

9 Monate bei 2 °C bis 8 °C, vor Licht geschützt.

Ungeöffneter Nuvaxovid-Impfstoff ist bei 25 °C bis zu 12 Stunden nachweislich stabil. Eine

Aufbewahrung bei 25 °C entspricht nicht den empfohlenen Aufbewahrungs- oder

Transportbedingungen, die Angabe kann jedoch als Entscheidungshilfe bezüglich der Verwendung im

Falle von vorübergehenden Temperaturabweichungen während der 9-monatigen Lagerung bei 2 °C bis

8 °C dienen.

Angebrochene Durchstechflasche
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch über 6 Stunden bei 2 °C bis 25 °C ab dem

Zeitpunkt des ersten Nadeleinstichs bis zur Verabreichung wurde belegt.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte der Impfstoff nach Anbruch (erster Nadeleinstich) sofort

verwendet werden. Wird der Impfstoff nicht sofort verwendet, liegen die Lagerzeiten und -

bedingungen während des Gebrauchs in der Verantwortung des Anwenders.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren.

Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

5 ml Dispersion in einer Durchstechflasche (Glasart 1) mit einem Stopfen (Brombutylkautschuk) und

einer Aluminiumversiegelung mit blauem Kunststoff-Flip-Off.

Jede Durchstechflasche enthält 10 Dosen zu je 0,5 ml.

Packungsgröße: 10 Mehrdosen-Durchstechflaschen

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung
Anweisungen zur Handhabung und Verabreichung

Dieser Impfstoff sollte von medizinischem Fachpersonal unter aseptischen Bedingungen gehandhabt

werden, um die Sterilität jeder Dosis zu gewährleisten.

Vorbereitung für die Anwendung:

- Der Impfstoff ist gebrauchsfertig.

- Der ungeöffnete Impfstoff soll bei 2 °C bis 8 °C im Umkarton aufbewahrt werden, um ihn vor

Licht zu schützen.

- Entnehmen Sie die Durchstechflasche mit dem Impfstoff unmittelbar vor der Anwendung aus

dem Umkarton im Kühlschrank.

- Notieren Sie das Datum und die Uhrzeit des Verwerfens auf dem Etikett der

Durchstechflasche. Innerhalb von 6 Stunden nach dem ersten Anbruch aufbrauchen.

Prüfung der Durchstechflasche:

- Schwenken Sie die Mehrdosen-Durchstechflasche vor und zwischen den einzelnen

Dosisentnahmen vorsichtig. Nicht schütteln.

- Jede Mehrdosen-Durchstechflasche enthält eine farblose bis gelbliche, klare bis leicht

opaleszente Dispersion, die frei von sichtbaren Partikeln ist.

- Unterziehen Sie den Inhalt der Durchstechflasche vor der Verabreichung einer Sichtprüfung

auf Partikel und/oder Verfärbung. Verabreichen Sie den Impfstoff nicht, wenn Sie eines der

beiden feststellen.

Verabreichung des Impfstoffs:

- Jede Durchstechflasche enthält eine Überfüllung, um zu gewährleisten, dass das Maximum

von zehn (10) Dosen zu 0,5 ml entnommen werden kann.

- Jede 0,5-ml-Dosis wird in eine sterile Kanüle und sterile Spritze aufgezogen, welche mittels

intramuskulärer Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel des Oberarms, verabreicht wird.

- Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben

Spritze gemischt werden.

- Überschüssiger Impfstoff aus mehreren Durchstechflaschen darf nicht

zusammengeführt werden.

Aufbewahrung nach dem Anbruch:

- Nuvaxovid enthält kein Konservierungsmittel. Bewahren Sie die angebrochene

Durchstechflasche nach dem ersten Anbruch für bis zu 6 Stunden bei 2 °C bis 25 °C auf, siehe

Abschnitt 6.3.

Verwerfen:

- Verwerfen Sie diesen Impfstoff, wenn er nicht innerhalb von 6 Stunden nach dem ersten

Anbruch der Durchstechflasche aufgebraucht wird, siehe Abschnitt 6.3.

Entsorgung:
- Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen

Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Novavax CZ a.s.

Bohumil 138

Jevany, 28163

Tschechien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/21/1618/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 20. Dezember 2021

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.